Entolomataceae 2019

Nr. 1: Entoloma cf. linkii (Fr.: Fr.) Noordel.

Zur Bestimmung: Stimmt sehr genau mit der Kollektion 2009-08 aus Marienstein überein. Zwar terrestrisch gewachsen, aber zwischen Holzresten (vermutlich von Grauerle). Könnte unter Umständen auch E. querquedula sein, es fehlen aber deutliche Grüntöne am Stiel und der komplett schuppige Hut passt auch besser zu E. linkii..

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Funddaten: 17.08.2019; MTB 8337-3-1-1, 1140 m; Koordinaten: 11° 50' 2,31'' E; 47° 38' 38,99'' N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Rottach Egern, Suttengebiet, Schwarzmösel; Grauerlenbruch mit viel Farnunterwuchs, Schachtelhalm und hohem Gras über Kalk (Lias-Kieselkalk, Rätkalk und Kössener Schichten) auf oberflächlich teils etwas abgesauertem Boden; auf Erde, zwischen kleinen Aststückchen (vermutlich Erlenholz), gesellig (ca. 8 Fk);
Hut: bis 2,3 cm breit, jung filzig und ungestreift, reif schuppig aufbrechend und zu 2/3 durchscheinend gestreift, graubraun bis olivbraun, ohne deutlichen Blauton; Stiel: bis 5 cm lang und 2 mm breit, oft mit Längsfurche und dann bis 4 mm breit, basal weißfilzig, jung fein filzig, später verkahlend, jung blaugrau, später olivgrau; Lamellen: gerade oder leicht absteigend angewachsen und mit Zahn herablaufend, mäßig gedrängt, jung blaugrau, reif mittel- bis hellgrau; Schneiden jung blau, aber rasch schwarzbraun und grob flockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: steril, aus schlank keuligen, teils über 80 µm langen und 7-16 µm breiten, intrazellulär blass pigmentierten Cheilozystiden (teils mit Basalabschnitten), die aus der Lamellentrama entspringen (ziemlich fest verbacken, kaum freizuquetschen); ohne Schnallen; Basidien: überwiegend 4-sporig, ca. 36-47 x 9-12, ohne Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-7 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 10,0 x 7,1 (8,7-11,2 x 6,6-7,4), Q=1,40 (1,19-1,54), 20 Sp. am Hymenium gemessen;

Nr. 2: Entoloma mougeotii (Fr. in Quél.) Hesler

Zur Bestimmung: UG Cyanula; auch makroskopisch klar.

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Funddaten: 17.08.2019; MTB 8337-3-1-1, 1030 m; Koordinaten: 11° 51' 3,11'' E; 47° 38' 23,18'' N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Rottach Egern, Suttengebiet; Bergmischwald (Fichte, Buchen, wenig Tanne, Bergahorn) über Kalk (Lias-Kieselkalk, Rätkalk und Kössener Schichten); an felsigem, feuchtem, fast baumfreiem Hang, bei Fichte, Grauerle und Weide; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 3,5 cm breit, in der Mitte vertieft, mit kurz über die Lamellen gezogenem Rand, im Zentrum feinschuppig bis grobsamtig, zum Rand hin filzig, ungestreift, schiefergrau, frisch mit schwachem violettblauem Ton, der bald vergeht; Stiel: bis 4 x 0,5 cm, kräftig, grau, weißlich überzogen; Lamellen: bogig (konkave Schneiden), gerade angewachsen, normal gedrängt, reif beige mit schwachen Rosaton; Schneiden alt blass bräunlich; Geruch: schwach aromatisch, kein Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: steril; Cheilozystiden: unterteilt, Endzellen meist schlank keulig, seltener zylindrisch, ca. 14-54 x 6-13, apikal bisw. schwach dickwandig, intrazellulär blass braun pigmentiert; ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit meist 6-7, seltener 5 oder 8 gut ausgeprägten Ecken; Maße: 9,9 x 6,3 (8,8-11,3 x 5,7-6,9), Q=1,58 (1,43-1,79), 20 Sp. am Hymenium gemessen;

Nr. 3: Entoloma pseudoturci Noordel.

Zur Bestimmung: UG Cyanula; mit Gröger (2006) und FE5a geschlüsselt. Die an den Serrulatum-Typ erinnernde Lamellenschneide ist mir schon bei der als E. turci bestimmten Kollektion 2011-12 aus Fröttmaning aufgefallen. Die vorliegende Kollektion unterscheidet sich durch größere Sporen, sowie hellere Hut- und Stielfarben.

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Funddaten: 09.10.2019; Koordinaten/Höhe: (grob geschätzt:) 43°20'22.35"N, 12° 0'58.81"E, 520 m: Italien, Toskana, Castiglion Fiorentino, Cantalena; an der Forststraße am Nordhang des Nestortals zwischen den Ortschaften Toppo Moro und Panchigiano; direkt am feuchten, grasig-moosigen Forstweg; bei Eiche und Mannaesche;
Hut: bis 3 cm breit, genabelt, glatt bis feinst faserschuppig, trocken, nicht durchscheinend gestreift, olivbraun; Stiel: bis 3,5 x 0,3 cm, basal gleichdick und weißfilzig, meist mit Mittelfurche, olivbraun, schwach weißlich überfasert bis glatt; Lamellen: schwach aufsteigend bis gerade angewachsen und bisw. mit Zahn herablaufend; cremegrau, reif mit Rosaton; Schneiden gleichfarbig und +/- glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen großteils intakt, viele sehr breit, an den Septen oft etwas aufgeblasen, mit schlank keuligen bis zylindrischen Endzellen, Cutiszellen ca. 6-18 breit, Endzellen ca. 9-21;; Pigment intrazellulär, diffus, vakuolär und granulär (kleine, wohl auch intrazelluläre Pusteln); Schnallen fehlend oder selten; Kaulozystiden: banal zylindrisch bis schlank keulig, in kleinen Büscheln, kurz, teils intrazellulär braun pigmentiert; Lamellenschneide: steril, mit einem kompakten Band aus sterilen Zellen; Cheilozystiden erinnern an den Serrulatum-Typ, entspringen in dicken Strängen aus der Lamellentrama und reichen dann mehrfach septiert an die Schneide, Endzellen zylindrisch bis schlank keulig, ca. 20-50 x 5-8; ohne Schnallen; Lamellentrama: eher lang septiert, Zellen schlank, teils intrazellulär braun pigmentiert; Basidien: überwiegend 4-sporig, 2-sporige nicht selten, eingestreut, ca. 32-36 x 10-12, ohne Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 6-7 meist gut ausgeprägten Ecken, Maße: 9,3 x 6,7 (8,1-10,2 x 5,9-7,3), Q=1,40 (1,26-1,66), 20 Sp. gemessen;

Nr. 4: Entoloma sericellum (Fr.: Fr.) P. Kumm.

Zur Bestimmung: UG Alboleptonia; mit FE5a geschlüsselt, unkritisch.

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Funddaten: 31.08.2019; MTB 8334-2-1-2, 1080 m; 11° 26' 50,06'' E, 47° 41' 55,33'' N; D-By-Landkreis Bad Tölz–Wolfratshausen, Gemeinde Benediktbeuern, Windpäßelkopf; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn) in der Flyschzone (Quarzit, Kieselkalkstein, Tonstein); an der nassen, moosigen, nordseitigen Böschung bei jungen Buchen, Ahorn und jungen Fichten, auf nackter, lehmiger Erde, gesellig (5 Fk), verges. mit Clavaria falcata;
Hut: 2 bis 3,1 cm breit, jung gewölbt, bald deutlich genabelt, feinfilzig-faserig, ungestreift, weiß bis cremeweiß; Stiel: bis 6 x 0,3 cm, basal schwach keulig verdickt, cremeweiß, im obersten Viertel fein bereift, sonst glatt, an der Basis stellenweise kurzstriegelig behaart; Lamellen: aufsteigend und mit großem Zahn deutlich herablaufend, mäßig gedrängt (16-18 erreichen den Stiel), anfangs weiß, reif cremefarben mit Rosaton; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig, schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis mit zylindrischen bis schlank keuligen Endzellen in Scheitelnähe, Zellen ca. 5-13 breit, glatt und intakt; Endzellen ca. 10-14 breit; Schnallen zahlreich; Pigment: sehr unauffällig, Zellen farblos; Lamellenschneide: heterogen, mit einzelnen oder in kleinen Büscheln auftretenden Cheilozystiden, die oft deutlich aus dem Hymenium herausragen; Cheilozystiden zylindrisch, subzylindrisch, lageniform, kopfig-lageniform, ca. 34-77 x 6-11; mit Schnallen; Basidien: 4-sporig, ca. 33-36 x 10-13; mit Basalschnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-6 (selten 4) normal ausgeprägten Ecken, oft fast kreuzförmig, Maße: 10,1 x 7,7 (9,2-11,3 x 7,1-8,3), Q=1,32 (1,19-1,45), 20 Sp. gemessen;

Nr. 5: Entoloma sarcitum (Fr.) Noordel.

Zur Bestimmung: UG Paraleptonia. Mit Gröger (2006) geschlüsselt. Entspricht sehr genau der Kollektion 2011-10 aus dem Zeller Wald von 2011!

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Funddaten: 17.08.2019; MTB 8336-2-4-4, 1080 m; Koordinaten: 11° 49' 42,1'' E; 47° 38' 59,67'' N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Rottach Egern, Suttengebiet, Schwarzmösel; feuchte Ruderalstelle am Wegrand mit Pestwurzbewuchs über Kalk (Lias-Kieselkalk, Rätkalk und Kössener Schichten); auf steiniger Erde, gesellig (ca. 5 Fk);
Hut: bis 2,5 cm breit, Leptonia-Habitus, typisch genabelt, im Zentrum feinst samtig, sonst völlig glatt und bis zum Zentrum durchscheinend gestreift, olivbraun; Stiel: bis 3 x 0,3 cm, basal weißfilzig, glatt, nur sporadisch silbrig überfasert, olivgrau; Lamellen: sehr variabel angewachsen, gerade, schwach auf- oder absteigend, immer breit angewachsen, bisw. auch mit Zahn kurz herablaufend, mäßig gedrängt, graubeige; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: im Schnitt deutlich nach Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis mit sehr breiten keuligen Endzellen, ca. 8-30 µm breit; Pigment intrazellulär; Schnallen vorhanden; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: eher kurz septiert, Zellen oft etwas aufgeblasen; Basidien: 4-, 3- und 2-sporig gemischt, mit Schnallen, Schnallen oft sehr groß; Maße: ca. 33-44 x 10-12,5; Sporen: heterodiametrisch, sehr schlank, oft etwas knotig, meist mit 8, seltener mit 7 deutlich ausgeprägten oder schwach abgerundeten Ecken; Maße: 10,6 x 6,4 (9,4-12,3 x 5,7-7,0), Q=1,68 (1,41-1,92), 20 Sp. gemessen (teils Abwurf, teils Hut, teils Hymenium; Sporen im Abwurfpräparat großteils kollabiert);

Nr. 6: Entoloma clypeatum var. defibulatum Noordel.

Zur Bestimmung: UG Entoloma, Sektion Nolanidea. Mit Gröger (2006) und FE5a geschlüsselt. Diese Varietät ist eigentlich mit etwas dunkleren Hutfarben beschrieben. Weitere Abweichung: Das Huthautpigment würde ich eher als feinst inkrustierend interpretieren. Eine solche schnallenlose E. clypeatum hat Jürgen Marqua in der Pilzflora Ehingen dokumentiert, ebenfalls mit recht hellen Hutfarben und cremeweißen, längsfaserigen Stielen.

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Funddaten: 26.05.2019; MTB 8036-4-3-1, 610 m, Koordinaten: 11° 46' 8,46'' E, 47° 55' 18,94'' N; D – By – Landkreis Miesbach, Gemeinde Valley, Kreuzstraße, Teufelsgraben, Biberg; Mischwald (Fichte, Buche, Hasel, Bergahorn, Esche, Eberesche, Weide) über quartären Deckenschottern (meist Nagelflu); um einen alten Fichtenstumpf herum terrestrisch bei Eberesche, Hasel und Ahorn; gesellig (ca. 5 Fk);
Hut: bis 4,5 cm breit, jung kegelig, dann ausgebreitet und alt mit hochgezogenem Rand, markant gebuckelt, trocken, glatt, nur ganz am Rand durchscheinend gestreift, schwach hygrophan, graubraun bis olivgrau, cremegrau ausblassend; Stiel: bis 10 x 0,9 cm, lang und schlank, basal schwach verjüngt, meist tief im Boden steckend, oft verbogen, hohl, cremeweiß, apikal schwach bereift, sonst längsfaserig; Lamellen: gerade angewachsen oder schwach ausgebuchtet und mit Zahn schwach herablaufend, gedrängt, (ca. 40-52 erreichen den Stiel); Geruch: im Schnitt deutlich nach Mehl, sonst schwach; Geschmack: mehlig; Chemie: Guajak-Reaktion: am Fleisch in der Stielspitze negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Ixocutis, mäßig dick, Zellen +/- parallel, in der obersten Lage teils gelifiziert, locker liegend, intakte ca. 3,5-10 µm breit; Pigment unauffällig, an einigen Zellen feinst inkrustierend; Schnallen fehlen; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: eher kurz septiert, Zellen aber gelegentlich bis150 µm lang, zylindrisch und an den Septen oft wurstförmig aufgeblasen; ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen (an zwei Präparaten von zwei verschiedenen Fk keine einzige Schnalle gesehen9, Sporen: subidodiametrisch, mit 6-8 gut bis mäßig gut ausgeprägten Ecken, Maße: 9,2 x 8,2 (8,5-10,4 x 7,3-9,7), Q=1,13 (1,00-1,25), 30 Sp. gemessen (vom Abwurf);

Nr. 7: Entoloma spec.

Zur Bestimmung: Unklar. UG Rhodopolia. Auffallende Merkmale der Kollektion: breit gebuckelte, kräftige Fk, weißer Stiel, sehr diskretes, feinst inkrustierendes HDS-Pigment und ziemlich große subisodiametrische Sporen. Es macht wohl nicht viel Sinn, in dieser Gruppe derzeit ohne DNA-Sequenzen Namen zu vergeben. In den Schlüsseln von Gröger (2006) und Noordeloos (FE5a) landet man im Umfeld von E. majaloides, lividoalbum, pseudoexcentricum, myrmecophilum und sordidulum. Nach Kokkonen 2015 hat E. majaloides kleinere Sporen und doch etwas intensivere, dunklere Hutfarben, E. sordidulum etwas gestrecktere Sporen (Qm=1,26-1,27) ebenso wie das mutmaßlich konspezifische E. pseudoexcentricum, E. myrmecophilum ist offenbar ein Synonym zu E. sericatum, E. lividoalbum und griseoluridum sind mit intrazellulärem Pigment beschrieben und Letzteres mit graubraunen Lamellen und gefärbtem Stiel.

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Funddaten: 09.10.2019; Koordinaten/Höhe: (grob geschätzt) 43°20'13.05"N, 12° 0'23.43"E; 560 m; Italien, Toskana, Castiglion Fiorentino, Cantalena; an der Forststraße am Nordhang des Nestortals zwischen den Ortschaften Toppo Moro und Panchigiano; im Eichenwald; gesellig bis kleinbüschelig (ca. 6 Fk); im lichten Eichenwald ziemlich sicher dieselbe Art zu Hunderten!;
Hut: bis 6,6 cm breit, flach gewölbt mit breitem Buckel, glatt, ungestreift, olivgrau, hygrophan; Stiel: bis 8 x 1,4 cm, basal spindelig verdickt und ausspitzend, cremeweiß; Lamellen: tief ausgebuchtet und breit angewachsen, gedrängt, jung grauweiß, reif graubeige mit kräftigem Rosaton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: im Schnitt nach Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Ixocutis, duplex; Epicutis sehr dünn, Zellen in der obersten Lage gelifiziert, darunter intakt, Zellbreite ca. 4-13 µm; mit gut ausgeprägtem Hypoderm aus oft fast isodiametrischen, voluminösen, ca. 10-20 µm breiten, dickwandigen Zellen; Pigment in der Epicutis unauffällig, an schmalen intakten Zellen feinst inkrustierend, ohne intrazelluläre braune Pigmentflecken; Schnallen zahlreich; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: eher kurz septiert, aber einige Zellen auch über 100 µm lang; Basidien: 4-sporig, mit Basalschnallen, ca. 39-49 x 13,5-15,5; Sporen: subisodiametrisch, meist mit 6, selten mit 5 oder 7 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 9,7 x 8,3 (8,9-10,8 x 7,7-9,2), Q=1,18 (1,06-1,32), 20 Sp. gemessen;

Nr. 8: Entoloma infula (Fr.: Fr.) Noordel.

Zur Bestimmung: Mit FE5a und Gröger (2006) geschlüsselt. Im Vergleich zur Kollektion 2014-11 aus den Alpen mit gestreckteren Sporen, aber sonst ziemlich exakt übereinstimmend, vor allem auch makroskopisch.

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Funddaten: 09.10.2019; Koordinaten/Höhe: (grob geschätzt:) 43°20'22.35"N, 12° 0'58.81"E, 520 m; Italien, Toskana, Castiglion Fiorentino, Cantalena; an der Forststraße am Nordhang des Nestortals zwischen den Ortschaften Toppo Moro und Panchigiano; mitten auf der feuchten, grasig-moosigen Fahrspur, bei Eiche und Mannaesche; gesellig (3Fk);
Hut: bis 3 cm breit, kegelig mit spitzem Papillchen, glatt, bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, olivbraun; Stiel: bis 9 x 0,2 cm, zylindrisch bis etwas abgeplattet, basal weißfilzig, sonst kahl, im oberen Drittel olivbraun, stielabwärts mehr graubraun, Lamellen: stark aufsteigend und sehr schmal angewachsen, normal gedrängt; Geruch: schwach aromatisch, eher kein Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen intakt, relativ schmal, Zellbreite in den oberen Lagen ca. 2,5-7 µm; Pigment fein querstreifig inkrustierend (braun); Schnallen sporadisch vorhanden; Kaulozystiden: keine beobachtet; Stielhyphen an den Septen teilweise mit Schnallne; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: eher lang septiert, Zellen ca. 100-200 µm lang; Basidien: 4-sporig, mit Basalschnallen; ca. 36-43 x 10-12; Sporen: meist mit 6-7, selten mit 5 gut ausgeprägten bis schwach abgerundeten Ecken; Maße: 9,1 x 6,2 (7,8-10,2 x 5,8-6,8), Q=1,45 (1,32-1,57), 20 Sp. gemessen;

Nr. 9: Entoloma cuspidiferum (Kühner & Romagnesi) Noordel.

Zur Bestimmung: Unkritisch. Die Kollektion zeigt, dass sich die Art nicht nur in Moornähe, sondern auch auf trockeneren Böden wohl fühlt. Der etwas muffige Kartoffelgeruch ist mir schon zum 2. Mal aufgefallen bei dieser Art.

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Funddaten: 23.08.2019; MTB 7934-2-3-4, 600 m; 11° 26' 14,63'' E, 48° 2' 59,3'' N; D – By – Landkreis München, Gemeinde Forstenrieder Park, Eichelgarten; magere Mähwiese mit lockerem Baumbestand (überwiegend alte und junge Eichen, einige Fichten) über hochwürmeiszeitlichen Schottern; in der Wiese, verges. mit E. queletii;
Hut: bis 1,8 cm breit und 1,5 cm hoch, spitzkegelig mit ausgeprägter Papille, trocken, glatt, graubraun, Papille etwas dunkler, fast bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, stark hygrophan, beigegrau verblassend; Stiel: bis 8,5 x 0,2 cm, basal gleichdick, längsfaserig, oft drehwüchsig, olivgrau, apikal grob bereift und fein behaart, stielabwärts silbrig-weiß überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, beigegrau, zu den Schneiden hin heller, weißlich; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht mehlig, eher muffig wie alte Kartoffeln; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, in Hutscheitelnähe keine Endzellen gesehen, Zellen intakt, ca. 3-10 µm breit; Pigment kräftig querstreifig inkrustierend, zusätzlich vereinzelt mit flächig braunen Pigmentflecken (evtl. vakuolär); Schnallen zahlreich vorhanden; Kaulozystiden: an der Stielspitze lang gestielt kopfig, Köpfchen 5,7-8,7 µm breit; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: konstant 2-sporig, mit Schnallen; Sporen: im Schnitt heterodiametrisch, viele jedoch auch subisodiametrisch, mit 5-6 gut ausgeprägten bis leicht abgerundeten Ecken; Maße: 11,6 x 9,4 (10,9-12,5 x 8,8-10,9), Q=1,23 (1,09-1,32), 20 Sp. gemessen (teils am Stiel, teils am Hymenium);

Nr. 10: Entoloma undatum (Fr. ex Gillet) Moser

Zur Bestimmung: Mit Gröger 2006 geschlüsselt.

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Funddaten: 11.08.2019; MTB 8136-3-2-2, 740 m; Koordinaten: 11° 44' 36,85'' E; 47° 50' 22,35'' N; D – By – Landkreis Miesbach, Gemeinde Warngau, Taubenberg; junger Laubwald (überwiegend Buche) über Oberer Süßwassermolasse (Tertiär; Mergel, Sandmergel, Konglomerate); terrestrisch (ca. 15 Fk);
Hut: bis 2,5 cm breit, trichterig vertieft mit herabgebogenem, kurz über die Lamellen gerolltem Rand, fein filzig (zumindest am Rand), oft silbrig-glimmerig überreift, konzentrisch gezont, bis zum Trichter oder nur ganz am Rand fein durchscheinend gestreift, olivbraun; Stiel: bis 3 x 0,4 cm, oft exzentrisch inseriert, zylindrisch, bisw. auch mit Längsfurche, basal gleichdick, olivgrau, fein weißlich überfasert; Lamellen: weit herablaufend, mäßig gedrängt (ca. 22 erreichen den Stiel), beige, Schneiden gleichfarbig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach aromatisch, kein Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen intakt, an den Septen bisw. dickwandig; Pigment fein querstreifig braun inkrustierend; Schnallen fehlend; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: eher lang septiert, Zellen an den Septen schmal; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: im Schnitt heterodiametrisch, teils subisodiametrisch, mit 5-6 mäßig stark ausgeprägten, bisw. etwas abgerundeten Ecken, Maße: 9,2 x 7,2 (8,4-10,2 x 6,2-7,7), Q=1,28 (1,10-1,48), 20 Sp. gemessen;

Nr. 11: Clitocella popinalis (Fr.) Kluting, T.J. Baroni & Bergemann

Zur Bestimmung: Makroskopisch sehr ähnlich wie eine eigene Kollektion aus Grasleiten (nicht online), aber mit wesentlich kleineren Sporen und Basidien.

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Funddaten: 04.10.2019; MTB 7935-1-3-4, 550 m; 11° 31' 28,54'' E, 48° 3' 6,87'' N; D-By-Landkreis München, Gemeinde Grünwald, östliche Isarleite; Buchenwald über mindeleiszeitlichen Deckenschottern und Hangrutschen (Nagelflu, meist Kalkstein); bei großen Buchen in der Laubstreu; gesellig (ca. 8 Fk);
Hut: bis 7 cm breit, trichterig vertieft und im Zentrum mit auffälligem warzenförmigem Bu-ckel, Rand schwach herabgebogen, trocken, glatt, schwach glänzend, schokoladenbraun bis schwarzbraun, am Rand oft grauweiß rinnig bereift, schwach hygrophan; Stiel: bis 5 x 0,7 cm, basal gleichdick oder keulig erweitert, zylindrisch, oft im oberen Bereich mit Längsfurchen, bräunlichbeige, auf ganzer Länge bereift (durch kurze Härchen, die zur Basis hin auch länger werden); Lamellen: stark herablaufend, gedrängt, graubeige, nur im Alter stellenweise etwas schwär-zend; Fleisch: siehe Schnittbild, weder rötend noch schwärzend; Geruch: stark mehlig; Sporenpulver: blass bräunlichrosa; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Trockene Cutis, Zellen intakt, ca. 2-4 µm breit, mit ziemlich groben querstreifigen brau-nen Inkrustationen, Septen ohne Schnallen, ohne klar differenzierte Subcutis, Zellen in der Huttrama ähnlich breit, farblos und schwach dickwandig; Lamellenschneide: fertil, mit wenigen polymorphen Endzellen, die man als Cheilozystiden interpretieren könnte, ich halte das eher für im Wachstum befindliche Elemente des (Sub-)Hymeniums; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen, ca. 24-26 x 6-7; Sporen: breit ellipsoid, im Profil unterm Apikulus abgeflacht, sonst mit +/- gleichmäßig gerun-detem bis schwach kantigem Umriss, mit feinen Pusteln, die sich in Kongo nicht anfärben und am Umriss nur sporadisch minimal überstehen, in "polar view" mit 6-7 schwach ausgeprägten Ecken, nicht kongophil; Maße: 4,8 x 3,8 (4,3-5,5 x 3,5-4,2), Q=1,26 (1,18-1,38), 20 Sp. ge-messen;

Nr. 12: Rhodocybe caelata (Fr.) Maire

Zur Bestimmung: Mit Gröger (2006) und FN geschlüsselt. Unkritisch.

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Funddaten: 09.11.2019; MTB 7934-1-1-2, 555 m; 11° 21' 20,29'' E, 48° 5' 44,96'' N; D – By – Landkreis Starnberg, Gemeinde Krailling, ehemaliges Pionierübungsgelände Krailling; Trockenrasen, Kiesfluren und halboffene Sukzessionsflächen über würmeiszeitlichen Schottern; an offener, sehr magerer Stelle auf Erde mit Moos, bei Kiefer und krüppeligen Fichten; gesellig (5 Fk), verges. mit Mycena atropapillata;
Hut: bis 3,2 cm breit, im Zentrum trichterig vertieft oder genabelt, meist auf düster graubraunem Grund weißlich firnisartig bereift, Bereifung oft konzentrisch rissig, selten ohne Reif, im Alter oft komplett schmutzigweiß; Stiel: bis 3 x 0,3 cm, bisw. abgeplattet und dann breiter, oft exzentrisch inseriert, basal schwach verjüngt, dunkel olivbraun; Lamellen: habituell absteigend, aber meist abgerundet oder kurz aufsteigend angewachsen, gedrängt, graubeige; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: angenehm aromatisch, aber schwach; Sporenpulver: cremefarben ohne deutlichen Rosaton; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pseudozystiden: sowohl an der Schneide, als auch an der Lamellenfläche vorhanden, in KOH mit granulärem gelbbraunem Inhalt, apikal oft verzweigt oder fädig verjüngt, bisw. auch septiert, polymorph; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: schlank ellipsoid bis subamygdaloid, apikal mittelbreit bis schmal gerundet, bisw. mit schwach ausgeprägter suprahilarer Depression, im Umriss deutlich pustelig-höckerig, dünnwandig, im Abwurfpräparat in Kongo großteils kollabiert und verklebt, nicht kongophil, Maße: 6,7 x 4,2 (5,9-7,4 x 3,6-4,9), Q=1,61 (1,49-1,80), 20 Sp. gemessen;