Entoloma 2014

Nr. 1: Entoloma spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Aufgrund des zwar schwach, aber deutlich inkrustierenden HDS-Pigments fallen E. lividoalbum, griseoluridum und rhodopolium weg, letztere Art auch wegen des Mehlgeruchs. Bleiben eigentlich nur E. sericatum und E. majaloides. Letztere sollte gelbliche Farben ohne Grautöne aufweisen. E. sericatum bilde ich mir ein zu kennen, das ist ein völlig anderer Pilz mit gänzlich anderer Ökologie. E. myrmecophilum sollte viel dunklere Hutfarben und gröber inkrustierendes Pigment aufweisen. Eine befriedigende Bestimmung kriege ich bei dieser Kollektion nicht hin. Die im nassen Wald frisch deutlich olivgrauen Farben sind auf dem Schnittbild am nächsten Tag nicht mehr vorhanden. Da sieht der Pilz eher wie das Aquarell von Ludwig zu E. majaloides aus.

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Funddaten: 12.08.2014; MTB 8133-2-4-2, 600 m; D – By – Bernried, Bernrieder Park; buchendominierter Laubmischwald (Buche, Eiche, Esche, Ahorn, Linde, Hainbuche, Haselnuss, Fichte eingestreut) auf Würmmoräne; unter großen und mittleren Buchen in der Laubstreu; gesellig (2 Fk);
Hut: 6-8 cm breit, flach gewölbt, glatt, schmierig und schwach klebrig, olivgrau bis kakigrau, nur ganz am Rand schwach durchscheinend gestreift, stark hygrophan, Scheitel bleibt lange gefärbt, darunter streifig nach cremegrau ausblassend; Stiel: bis 8 x 1,2 cm, etwas unregelmäßig zylindrisch, basal ausspitzend, über der Basis bisw. spindelig erweitert, schmutzig cremefarben, faserig; Lamellen: abgerundet angewachsen, gedrängt, graurosa, mit vertikalen Adern; Schneiden gleichfarbig und +/- glatt (auch schwach schartig stellenweise); Fleisch: cremeweiß; Geruch: intensiv nach Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Lockere Cutis, Zellen schmal; Schnallen zahlreich; Pigment sehr fein, aber deutlich inkrustierend; Huttrama kurz septiert; Zellen breit; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden, aber mit recht vielen sterilen Zellen, die aber wohl Basidiolen sind; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: isodiametrisch, meist mit 5 Ecken, Maße: 8,7 x 8,0 (8-9,4 x 6,4-9[9,8], Q=1,09 ([0,86]1,00-1,27);

Nr. 2: Entoloma cf. brunneoserrulatum Eyssart. & Noordel.

Zur Bestimmung: Eine Leptonia aus der Serrulatum-Gruppe, die aufgrund ihrer extrem voluminösen Cheilozystiden und befaserten Stiele ziemlich aus dem Rahmen fällt. E. brunneoserrulatum hat ähnlich große Sporen, aber viel schmalere Endzellen an der Lamellenschneide. Die Kollektion von E. brunneoserrulatum aus Fröttmaning hatte außerdem polierte Stiele.

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Funddaten: 17.08.2014; MTB 8533-3-2-2, ca. 1050 m; D-By-Mittenwald, Kratzenrauth, Streuwiese „am Bödele“ oberhalb des Lainbach, auf Fernmoräne; magere Wiese mit lockerem Baumbestand (Fichte, Kiefer) und viel Schneeheide; im Gras, gesellig (3 Fk);
Hut: bis 1,6 cm breit, konvex, schwach genabelt, feinschuppig, zum Rand hin glatt, bis zum Scheitel fein durchscheinend gestreift, kühl dunkelbraun, ohne Blauton; Stiel: bis 3,7 x 0,2 cm, zylindrisch, basal gleichdick oder schwach verjüngt, an der Spitze bräunlichbeige, in den unteren 2/3 mit deutlichem Blauton, fein weißlich überfasert, nicht poliert, basal weißfilzig; Lamellen: abgerundet bis ausgerandet und schmal angewachsen, sehr breit, bauchig, mäßig gedrängt, graubeige mit Rosaton (reif); Schneiden sehr grob braunflockig (durchgehend und bei allen Exemplaren); Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: steril und eindeutig vom Serrulatum-Typ, Cheilozystiden mit Basalabschnitten, entspringen aus einem Strang schmaler Zellen, die ihrerseits aus der Lamellentrama entspringen; Endzellen auffällig voluminös, ca. 34-90 x 13-30, im Mittel deutlich über 20 µm breit, Pigment diffus, und vor allem in den Basalabschnitten und schlanken Strangzellen körnelig braun; Basidien: 4-sporig, keine 2-sporigen gefunden, ohne Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-7 Ecken, Maße: 11,0 x 7,4 (9,3-12,5 x 6,5-8,3), Q=1,48 (1,26-1,71), 20 Sp. gemessen;

Nr. 3: Entoloma spec.

Zur Bestimmung: Eine Leptonia mit ungestreiften, im Zentrum schwarzbraunen Hüten, blauem, poliertem Stiel, ohne Schnallen und Cheilozystiden, mit sehr gestreckten, bisw. etwas knotigen Sporen. Ich komme weder mit FE5a noch mit Gröger zu einem brauchbaren Schlüsselergebnis.

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Funddaten: 20.08.2014; MTB 8533-1-2-2, 950 m; D – By – Klais, Geißschädel, NSG, Fichtenwälder und Buckelwiesen über Raibler Schichten (Kalkalpin) und Würm-Fernmoräne; am oberen Rand einer Wiese zwischen Moosen und Gras; gesellig (>8 Fk);
Hut: ca. 2-2,7 cm breit, gewölbt, nicht oder nur angedeutet genabelt, trocken, am Scheitel feinschuppig bis grieselig, zum Rand hin eher glatt; am Scheitel schwarzbraun bis schwarz, zum Rand hin graubraun und jung mit schwachem Blauton, jung völlig ungestreift, nur alt durchscheinend gestreift; Stiel: bis 5,5 x 0,3 cm, zylindrisch oder mit Längsfurche, glatt, wie poliert, basal weißfilzig, taubenblau bis hell graublau; Lamellen: aufsteigend oder ausgebuchtet und breit angewachsen, gedrängt, bis gut 3 mm breit, ziemlich dick, jung grauweiß, reif hellbeige mit schwachen Rosaton; Schneiden gerade bis konvex, gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: fertil, bei einem von 4 Präparaten vielleicht heterogen mit zahlreichen zylindrischen sterilen Zellen, von diesen nur eine als „echte Cheilozystide“ zu bezeichnen, weil sehr lang und schmal (42 x 7,5), alle anderen mehr oder weniger unauffällig, ca. 17-39 x 4-8; insgesamt klar eine Art ohne Zystiden; Basidien: 4-sporig, ca. 29-35 x 10-12, ohne Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 6-8 Ecken, nicht selten mit 8 Ecken und diese dann etwas undeutlich knotig ausgeprägt, Maße: 9,6 x 6,1 (8,4-10,8 x 5,7-6,5), Q=1,56 (1,34-1,89), 20 Sp. gemessen;

Nr. 4: Entoloma spec.

Zur Bestimmung: E. chalybaeum ist in meiner Vorstellung lebhafter blau, nicht so körnelig schuppig und hat deutlicher blaue Lamellen. Blieben noch E. caeruleum und corvinum. E. corvinum sollte aber jung reinweiße Lamellen und vor allem keine braunen Schneiden aufweisen.

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Funddaten: 20.08.2014; MTB 8533-1-2-2, 950 m; D – By – Klais, Geißschädel, NSG, Fichtenwälder und Buckelwiesen über Raibler Schichten (Kalkalpin) und Würm-Fernmoräne; auf der Wiese zwischen Moosen und Gras; gesellig (>5 Fk);
Hut: bis 2,2 cm breit, gewölbt bis ausgebreitet, nicht oder nur angedeutet genabelt, am Scheitel und fast bis zur Hutmitte herab feinschuppig, zum Rand hin glatt, bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, schwarzblau bis dunkel purpurbraun, im Alter mit mehr bräunlichen Tönen; Stiel: bis 5,8 x 0,3 cm, zylindrisch, basal weißfilzig, kobaltblau bis schwarzblau, apikal bisw. feinst weißlich bepudert, sonst +/- glatt; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, bauchig bis 4 mm breit, jung beige, möglicherweise mit schwachen Blauton, über Nacht stark nachgedunkelt (schon jung beigegrau), bei allen Fk mit gelben Flecken; Schneiden jung gleichfarbig und glatt, alt in Hutrandnähe bisw. bräunlich; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig; Exsikkat: Lammellenschneiden komplett braun; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: steril; mit einem dichten Band aus zylindrischen bis schlank keuligen Cheilozystiden, Cheilozystiden mit Basalabschnitten, aber nach meiner Ansicht dem Subhymenium und keinem Tramastrang entspringend, also liegt keine Serrulatum-Struktur vor; Maße der Endzellen: ca. 26-46 x 6-11; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-8 normal bis mäßig stark ausgeprägten Ecken, Maße: 9,5 x 6,5 (8,3-11,2 x 6,1-7), Q=1,45 (1,36-1,60), 20 Sp. gemessen;

Nr. 5: Entoloma cf. mougeotii (Fr. in Quél.) Hesle var. fuscomarginatum Noordel.

Zur Bestimmung: E. corvinum sollte doch erheblich dunkler sein. E. mougeotii hat meist viel violettere Farben und bei jungen Fk einen typisch umgerollten Hutrand. Bemerkenswert bei dieser Kollektion sind die relativ voluminösen Cheilozystiden. E. caeruleum wäre vielleicht auch noch denkbar.

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Funddaten: 30.08.2014; MTB 8533-4-1-1, 1050 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion; magere Mähwiese im Schneeheide-Kiefernwald über Hauptdolomit (kalkalpine Zone); gesellig in der Wiese (6 Fk) bei Fichten und Bergkiefern;
Hut: bis 2 cm breit, feinschuppig, ziemlich dunkel blau, völlig ungestreift; Lamellen jung fast weiß, nicht blau; Lamellenschneiden bei manchen Fk sehr dezent oder gar nicht gefärbt, vor allem bei älteren Fk braun (evtl. auch mit Blauton) gezähnelt; im Übrigen siehe Fotos; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: steril; Cheilozystiden sehr variabel, zylindrisch, irregulär, utriform, fusoid, sublageniform, ca. 30-65 x 9-14; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 6-7 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 10,1 x 6,6 (8,8-11,8 x 6-7,3), Q=1,53, 20 Sp. gemessen;

Nr. 6: Entoloma poliopus (Romagn.) Noordel.

Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt. E. sodale sieht ähnlich aus, hat aber viel größere Zystiden.

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Funddaten: 15.07.2014; MTB 8335-3-4-1, 865 m; D – By – Lenggries, Leger, Rehgrabenalm; von Rindern schonend beweidete, teils feuchte bis nasse, eher magere Wiese mit viel Betonia officinalis (Heilziest/Betonie) auf würmeiszeitlichen Ablagerungen; gesellig im Gras (4 Fk);
Beschreibung: Hut: bis 2,3 x 1,3, stumpf kegelig bis glockig, kaum genabelt oder sogar mit Papillchen, am und um den Scheitel schuppig, Schuppung zum Rand hin stark ausdünnend, bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, trocken, am Scheitel schwarzbraun, sonst rehbraun bis olivbraun (RAL); Stiel: bis 6 x 0,2 cm, basal schwach erweitert, kahl, jung graublau, dann rasch stahlgrau verblassend, basal stark weißfilzig; Lamellen: aufsteigen und breit angewachsen, mäßig gedrängt, cremefarben mit schwachen Rosaton, ziemlich breit und dick; Schneiden gleichfarbig und schwach weißflockig; Fleisch: extrem dünn, wässrig graubraun; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: steril, aber je nachdem, wie man quetscht, können da auch mal Basidien auftauchen; Cheilozystiden keulig bis blasig, bisw. fast kugelig, kürzer als die Basidien, ca. 14-25 x 9-15; Basidien: 2-, 3-, und 4-sporig gemischt, die meisten aber 2-sporig, ohne Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 6-8 meist gut ausgeprägten Ecken, Maße: 10,4 x 7,2 (8,6-12,3 x 6,5-8,1), Q=1,44 (1,32-1,64), 20 Sp. gemessen;

Nr. 7: Entoloma poliopus (Romagn.) Noordel. var. parvisporigerum Noordel.

Zur Bestimmung: Stimmt perfekt mit den Aufsammlungen von. E. poliopus var. parvisporigerum von 2011 (Fröttmaning und Griesen) überein! Das ist sicher eine eigene Art, wenn man mit E. poliopus vom Rehgraben 2014 (Nr. 6) vergleicht. Letztere hat viel größere, komplexere und gestrecktere Sporen sowie keine serrulatum-ähnlichen Strukturen an der Lamellenschneide. Typisch scheinen auch die sehr schmächtigen Fk mit sehr flüchtigem Blauton am Stiel sowie die kaum genabelten Hüte.

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Funddaten: 02.08.2014; MTB 8335-4-3-4, 1400 m; D – By – Lenggries, Hohenwiesen, Hohenwiesener Berg, Hochalm, schöne, von wenigen (!) Rindern beweidete Alm, mit zumindest stellenweise einigermaßen magerer Wiese (mit Rotklee, Hornklee, vielen Orchideen, Thymian, vereinzelt auch mit Dryas) über Plattenkalk und im südlichen Teil über Hauptdolomit; gesellig in der Wiese (>10 Fk), an vielen Stellen der Alm gesichtet;
Beschreibung: Hut: 1-1,5 cm breit, halbkugelig bis flach bewölbt, jung bisw. mit Papillchen, auch reif nur sporadisch minimal genabelt, Oberfläche im und ums Zentrum grieselig bis glatt, bisw. auch schwach schuppig aufbrechend, sehr variabel, jung oft ungestreift, später meist bis zum Scheitel schwach durchscheinend gestreift, ziemlich einheitlich rehbraun; Stiel: bis 5 x 0,15 cm, zylindrisch, nicht breitgedrückt oder gefurcht, glatt, wie poliert, basal stellenweise weißfilzig, jung mit schwachem Blauton, rasch nach grau bis graubraun, zuletzt blassbraun bis olivbraun; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt, cremeweiß bis cremebeige; Schneiden meist gleichfarbig, aber reif am Rand vor allem an den Lamelletten mit Neigung zum Bräunen; Fleisch: dünn, wässrig graubraun, ohne besonderen Geruch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: steril; Cheilozystiden: überwiegend klein und schmal, meist kürzer als reife Basidien, zylindrisch bis schlank keulig, selten etwas irregulär, ca. bis 30 µm lang und kaum über 10 µm breit, oft unterteilt bzw. mit Basalabschnitten und aus Strängen schmaler Zellen entspringend, entfernt an eine Serrulatum-Struktur erinnernd, aber nicht so massiv; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: überwiegend 5-6-eckig, Ecken gut ausgeprägt, Maße: 8,5 x 6,4 (8-9,3 x 5,8-7), Q=1,32 (1,21-1,47), 20 Sp. gemessen;

Nr. 8: Entoloma indutoides (P.D. Orton) var. griseorubidum (Noordel.) Noordel.

Zur Bestimmung: Makroskopisch ansprechbar. Mikros passen auch. Gehört zu den Leptonien. Leptonioide Tröpfchen habe ich aber weder in der Hut- noch in der Lamellentrama gesehen. Das letzte Bild zeigt eine Aufsammlung von einem etwas trockeneren Standort, die man aufgrund der stärkeren Olivtöne im Hut als var. indutoides bestimmen könnte, aber die Übergänge scheinen fließend.

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Funddaten: 20.08.2014; MTB 8533-2-1-1, 950 m; D – By – Klais, Geißschädel, NSG, Fichtenwälder und Buckelwiesen über Raibler Schichten (Kalkalpin) und Würm-Fernmoräne; auf nasser Wiese; gesellig (> 6 Fk);
Beschreibung: Hut: bis 3,3 cm breit, gewölbt und in der Mitte deutlich niedergedrückt, Rand stets herabgebogen und meist etwas über die Lamellen gezogen, Oberfläche feinfilzig glimmerig, trocken, nicht schuppig, matt, im Alter speckig glänzend, stets ungestreift, dunkelbraun mit schwachem Olivton, alt etwas wärmer und heller braun; Stiel: bis 4,5 x 0,7 cm, zylindrisch oder breitgedrückt und mit Längsfurche, olivgrau, ziemlich stark silbrig-weiß überfasert, basal weißfilzig; Lamellen: gerade oder mit Zahn angewachsen, bisw. auch schwach herablaufend, gedrängt, jung grauweiß bis cremegrau, reif bräunlichbeige mit deutlichem Rosaton; Schneiden variabel, konvex, gerade oder leicht konkav, gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: ein bisschen unangenehm chemisch (undefinierbar), kein Mehlgeruch; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen stellenweise schwach gelifiziert, ziemlich stark kollabiert, in der obersten Lage keine Septen zu sehen; Schnallen in der Huttrama vorhanden; Pigment diffus bis wolkig intrazellulär und gelbbraun; Lamellenschneide: heteromorph, Cheilozystiden stark eingebaut, sehr variabel, viele zylindrisch-wellig, oft fusoid mit stumpfem Apex, seltener mit längerem, sich verschmälerndem Hals, bisw. auch etwas irregulär verzweigt, bis gut 80 µm lang; keine Pleurozystiden beobachtet; Basidien: überwiegend 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 6-8 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 11,8 x 8,5 (9,9-13,6 x 7,7-9,4), Q=1,38 (1,22-1,62), 20 Sp. gemessen;

Nr. 9: Entoloma longistriatum var. microsporum (Noordel.) Noordel.

Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt. Aufgrund der vielen 2-sporigen Basidien gehört der Fund eher zur kleinsporigen Sippe.

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Funddaten: 02.08.2014; MTB 8335-4-3-4, 1400 m; D – By – Lenggries, Hohenwiesen, Hohenwiesener Berg, Hochalm, schöne, von wenigen (!) Rindern beweidete Alm, mit zumindest stellenweise einigermaßen magerer Wiese (mit Rotklee, Hornklee, vielen Orchideen, Thymian, vereinzelt auch mit Dryas) über Plattenkalk und im südlichen Teil über Hauptdolomit; gesellig in der Wiese (>10 Fk);
Beschreibung: Hut: 1,5 – 2,7 cm breit, schon jung flach gewölbt und schwach genabelt, Oberfläche jung im Zentrum grieselig, sonst glatt, später recht variabel, bisw. am ganzen Hut locker feinschuppig, im Zentrum bis dunkelbraun, sonst braunbeige bis beige, bis zur Mitte durchscheinend gestreift; Stiel: bis 6 x 0,2 cm, zylindrisch, nicht breitgedrückt, basal oft weit herauf weißfilzig, glatt, wie poliert, hell graubeige; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt, cremebeige, alt braunbeige; Schneiden gleichfarbig und glatt, nur alt mit schwacher Tendenz zum Bräunen; Fleisch: im Kern cremeweiß, sonst hellgrau; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: substeril, immer wieder mit Basidien dazwischen, ohne Serrulatum-Struktur; Cheilozystiden zylindrisch bis schlank keulig, bisw. etwas wellig, ca. 17-46 x 7-11; Basidien: 2-, 3- und 4-sporig gemischt, ohne Schnallen, z.B. 33x11 (2-sporig); Sporen: heterodiametrisch, mit 6-8 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 9,8 x 6,8 (8,6-11,5[12,7] x 6-7,9[8,3]), Q=1,45 (1,21-1,60), 20 Sp. gemessen;

Nr. 10: Entoloma griseocyaneum (Fr.: Fr.) Kumm.

Zur Bestimmung: Typische Kollektion mit nur dezenten Blautönen am Stiel.

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Funddaten: 02.08.2014; MTB 8335-4-3-4, 1400 m; D – By – Lenggries, Hohenwiesen, Hohenwiesener Berg, Hochalm, schöne, von wenigen (!) Rindern beweidete Alm, mit zumindest stellenweise einigermaßen magerer Wiese (mit Rotklee, Hornklee, vielen Orchideen, Thymian, vereinzelt auch mit Dryas) über Plattenkalk und im südlichen Teil über Hauptdolomit; gesellig in der Wiese (>20 Fk), mit einem Massenauftreten auf der gesamten Alm;
Beschreibung: Hut: bis 4 cm und mehr, gewölbt, nur alt bisw. schwach genabelt, mehr oder weniger grob filzig-schuppig, jung beigegrau, später mehr braungrau; Stiel: bis 8 x 0,5 cm, zylindrisch, basal stellenweise weißfilzig, an der Spitze weiß beschürfelt, sonst weißlich überfasert, bei großen Fk bisw. etwas rau, jung bisw. mit schwachen Blauton (oft fehlend), sonst mittelgrau; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt, jung grauweiß, später graubeige; Schneide gleichfarbig und glatt; Fleisch: trocken weiß, sonst wässrig grau; Geruch: schwach nach nicht mehr ganz frischem Fleisch; Mikromerkmale vom Exsikat: Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: mit 5-7 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 9,9 x 7,2 (9-10,7 x 6,5-8), Q=1,38 (1,21-1,49), 20 Sp. gemessen;

Nr. 11: Entoloma infula (Fr.: Fr.) Noordel.

Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt.

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Funddaten: 02.08.2014; MTB 8335-4-3-4, 1400 m; D – By – Lenggries, Hohenwiesen, Hohenwiesener Berg, Hochalm, schöne, von wenigen (!) Rindern beweidete Alm, mit zumindest stellenweise einigermaßen magerer Wiese (mit Rotklee, Hornklee, vielen Orchideen, Thymian, vereinzelt auch mit Dryas) über Plattenkalk und im südlichen Teil über Hauptdolomit; gesellig in der Wiese (4 Fk);
Beschreibung: Hut: ca. 2-2,5 cm breit, kegelig, meist mit zitzenartigem Papillchen (ein Fk auch angedeutet genabelt), Oberfläche glatt, zu 2/3 fein durchscheinend gestreift, braunbeige bis grünbraun (RAL); Stiel: bis 9 x 0,2 cm, zylindrisch, nicht breitgedrückt, gebrechlich, basal weißfilzig, apikal feinst beschürfelt, sonst nahezu glatt, graubeige bis olivbeige (hutfarben); Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, sehr gedrängt, ziemlich schmal, jung weiß, dann creme bis cremebeige; Schneiden: gleichfarbig und glatt; Fleisch: im Hutkern weiß, sonst graubeige; Geruch: unauffällig, kein Chlorgeruch; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Glatte Cutis, Endzellen selten, zylindrisch, liegend, Zellen schmal; in der obersten Lage fast hyalin, Pigment sonst fein braun inkrustierend, nicht intrazellulär; Schnallen vorhanden, nicht häufig und oft schwer zu sehen; Trama lang septiert; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: 2-, 3- und 4-sporig gemischt, mit Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-6 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 8,5 x 6,6 (7,5-9,7 x 6,1-7,5), Q=1,28 (1,15-1,42), 20 Sp. gemessen;

Nr. 12: Entoloma favrei Noordel.

Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt. E. minutum ist wohl ähnlich, aber heller und ohne Kaulozystiden.

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Funddaten: 30.08.2014; MTB 8533-4-1-1, 1050 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion; magere Mähwiese im Übergangsbereich zwischen Buchen-Hutewald und Schneeheide-Kiefernwald über Hauptdolomit (kalkalpine Zone); gesellig in der Wiese (5 Fk);
Beschreibung: Hut: bis 1,3 cm breit, kegelig bis gewölbt und spitz gebuckelt (mit Papille), bis zum Scheitel durchscheinend gestreift,glatt, olivbraun bis graubraun, hygrophan; Stiel: bis 4,5 x 0,15 cm, etwas heller als der Hut, olivgrau bis hell graubraun, apikal auffällig weiß bereift, sonst +/- glatt, basal schwach weißfilzig; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, entfernt, stets mit Zahn herablaufend, hell graubraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen schmal; Pigment grob quergestreift inkrustierend (dunkelbraun); Schnallen in Deckschichten und Huttrama fehlend oder sehr selten; Kaulozystiden: vorhanden, annähernd zylindrisch, bisw. bauchig und mit kopfigem Apex, bis 50 lang, z.B. 6µm am Bauch; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, recht einfach mit 5-6 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 9,5 x 7,0 (8,5-10,2 x 6,4-7,9), Q=1,36 (1,20-1,55), 20 Sp. gemessen;