Inocybe 2013
Nr. 1: Inocybe cf. nitidiuscula
Zur Bestimmung: Abweichend hier die fehlenden Rosatöne an der Stielspitze und im Stielfleisch. Auffallend auch die recht voluminösen, teils subutriformen Hymenialzystiden. Für eine I. fuscidula sind aber wohl die Sporen zu groß.
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Funddaten: 28.06.2013; Fundort: MTB 7936-1-1-1, 545 m; München Waldperlach, Kieswerk nördlich der Putzbrunnerstraße; Schotterebene; in einem Weidenmischwald unter riesiger Weide und jungen Fichten; gesellig (>5 Fk);
Hut: ca. 2-2,5 cm, jung kegelig mit vorgezogenem warzigem Buckel, später flach kegelig mit warzenförmigem Buckel, jung geschlossen feinbefasert, dann auch gekämmt befasert, aber später gröber faserig; rehbraun bis lehmbraun, auffasernd heller wirkend mit dunklerem Scheitel; bei jungen Fk am Scheitel mit grauweißem Velumbelag; Hutrand jung durch gut ausgeprägte Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel: bis 4,5 x 0,5 cm, zylindrisch, basal gleichdick, cremeweiß, vor allem in der Mitte mit schwachem beigem Reflex, ohne rötliche Töne an der Spitze; nur im obersten Achtel bis Zehntel bereift, sonst schwach weiß überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung cremeweiß, reif mittelgrau nur mit minimalen Brauntönen; Schneiden weißflockig; Fleisch: im Hut weiß, im Stiel creme; Geruch: deutlich spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im obersten Stielbereich intaktes Kaulohymenium; Kaulos büschelig, überwiegend fusoid, auch sublageniform, metuloid, hyalin in KOH, ca. 55-85 x 13-17, Wandstärke ca. 1-2; Parazystiden zylindrisch bis keulig, bisw. sind gedrungene, schwach dickwandige Zellen zu beobachten; Pleurozystiden: zahlreich, überwiegend breit fusoid bis subutriform, metuloid, hyalin bis sehr blass gelblich in KOH, ca. 60-77 x 17-22, Wandstärke am Bauch 1-2, am Apex 2-3); Cheilozystiden: eher schütter, wie die Pleuros geformt, mit sehr zahlreichen, großen, bisw. schwach dickwandigen Parazystiden durchsetzt; Basidien: 4-sporig, z.B. 33x10; Sporen: amygdaloid mit konischem Apex, bisw. mit schwacher Bauchdelle, zum Apex hin oft am breitesten und dann abrupt konisch; Maße: 10,3 x 5,8 (9-12 x 5,5-6,5), Q=1,78 (1,64-1,91), 20 Sp. gemessen;
Nr. 2: Inocybe nitidiuscula
Zur Bestimmung: Makroskopisch und ökologisch am ehesten eine I. nitidiuscula. Auffallend die blassen abgestutzten Sporen und vor allem das schwach ausgeprägte Kaulohymenium an der Stielspitze. I. subporospora hat braune Stiele und keine lageniformen Hymenialzystiden.
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Funddaten: 21.09.2013; Fundort: MTB 8533-4-1-1, ca. 1100 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion, bodensauerer, magerer Fichten-Kiefernwald mit etwas Bergahorn auf Hauptdolomit, am Rand des Wanderwegs an der Böschung, bei Fichte und Bergahorn; gesellig (>10 Fk);
Hut: 1,3-2 cm breit, jung kegelig, dann flach gewölbt bis ausgebreitet mit kleinem warzenförmigem Buckel, Oberfläche wie gekämmt befasert, kaum aufreißend, ohne Velumreste, lehmbraun, zum Rand hin deutlich aufgehellt, fast zweifarbig wirkend; Hutrand jung mit gut ausgeprägter Cortina; Stiel: bis 3,5 x 0,25 cm, basal gleichdick oder schwach verdickt, blass cremebeige, apikal nicht rötlich (nur im Fleisch), nur im obersten 10tel bereift, sonst weiß überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung grauweiß, dann hellgrau, zuletzt hell graubraun bis olivgrau; Schneiden weißflockig; Fleisch: im Hutkern cremeweiß, sonst wässrig grau, im Stiel wie außen, aber an der Spitze stets mit einem dunkler braunem bis rötlichbraunem Ton; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: Echte, metuloide Kaulos im obersten 6tel nur sporadisch, lageniform, schwach beschopft, dickwandig, oft als kaulozystidoide Haare ausgebildet, bisw. irregulär, z.B. 80x11/1,5-2; 120x8/1,5-2; 75x15/1,5-2; dazu zylindrische bis keulige Parazystiden, die zylindrischen bisw. inkrustiert; Pleurozystiden: lageniform mit meist langem schmalem Hals, schwach beschopft, in KOH blass gelb, ca. 60-75 x 14-20, Wandstärke am Bauch 1,5-2, am Hals meist 2-2,5, aber auch bis 4 µm dick; Cheilozystiden: dicht stehend, überwiegend wie die Pleuros geformt, etwas variabler, auch fusoid; Basidien: 4-sporig, z.B. 32x8; Sporen: amygdaloid, ohne Delle, Apex konisch bis subkonisch, auffallend blass gefärbt, Sporenwand am Apex sehr dünn (Kallus), Apex nicht selten deutlich abgestutzt (kleiner KP), Maße: 9,4 x 5,5 (8,5-10 x 4,5-6), Q=1,71 (1,53-1,92), 20 Sp. gemessen;
Nr. 3: Inocybe cf. nitidiuscula
Zur Bestimmung: Sehr auffallend auch bei dieser Kollektion die grenzwertig kleinen oft leicht abgestutzten Sporen mit Kallus, wie bei Kollektion Nr. 2 vom 21.09.2013 aus Mittenwald, außerdem der kaum augeprägte Buckel beim ausgewachsenen Fk;
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Funddaten: 23.09.2013; Fundort: MTB 8236-4-3-4, 940 m; D-By-Tegernsee, Riedersteinholz, Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn) in der Flyschzone, evtl. auf quartärem Schutt, am Wanderweg zur Galaun-Hütte, an einem sehr feuchten Hang bei Fichten und Tannen; gesellig (3 Fk); verges. mit H. capreolarius;
Hut: 1,5-3,2 cm breit, jung kegelig, dann flach gewölbt und schwach oder kaum gebuckelt, geschlossen feinbefasert, dunkelbraun, Hutrand durch üppige Velumreste weiß; jung mit Cortina; Stiel: bis 5 x 0,4 cm, basal gleichdick, creme bis blass cremebeige, ohne Rottöne an der Spitze, fast bis zur Mitte bereift, darunter weiß überfasert; Lamellen: normal, jung grau, später olivgrau bis olivocker; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im obersten 5tel büschelig, fusoid bis lageniform, selten utriform, aber recht variabel, auch irregulär verbogen oder wellig, ca. 60-96 x 14-23, Wandstärke am Bauch 1-1,5, am Hals 1,5-3,5, oft recht dickwandig; Parazystiden zahlreich, variabel; Pleurozystiden: fusoid, subutriform, subclavat, sublageniform, hyalin in KOH, metuloid, aber bisw. auch ohne Kristalle, ca. 55-70 x 15-22, Wandstärke am Bauch 0,5-2, am Apex 1-3, recht variabel; Cheilozystiden: sehr dicht stehend, variabler als die Pleuros, Parazystiden zahlreich, mittelgroß; Sporen: amygdaloid, bisw. mit Delle, Apex konisch bis subkonisch, nicht selten mit Kallus und dann etwas abgestutzt erscheinend, sehr blass, Maße: 9,1 x 5,3 (8-10,5 x 4,5-6), Q=1,72 (1,55-1,92), 20 Sp. gemessen;
Nr. 4: Inocybe tarda Kühner
Zur Bestimmung: Nach Hinweisen von Ditte Bandini sehr wahrscheinlich diese Art im Sinne der Originalbeschreibung, nicht im Sinne der Funga Nordica.
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Funddaten: 24.10.2013; Fundort: MTB 7735-4-3-2, 490 m; Fröttmaniger Heide Südost (Schotterheide, Magerwiese, von Schafen beweidet), bei großer Kiefer, zwischen den Zapfen, gesellig (5 Fk);
Hut: 1,5-2,2 cm breit, flach kegelig bis flach gewölbt, alt auch ausgebreitet, meist mit kleinem, vorgezogenem Buckel, Hutbedeckung fein faserig, am Hutrand auch filzig durch weiße Velumreste, rehbraun, aber heller streifig (kein Velum), dadurch oft etwas heller braun wirkend; Stiel: bis 5 x 0,4 cm, basal gleichdick oder schwach verdickt, apikal bisw. vasig erweitert, bräunlichbeige, an der Basis weißlich; nur im obersten Fünftel oder weniger bereift, oft schütter, sonst weißlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, graubraun, alt mit schwachem Olivton; Schneiden weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im obersten Stielfünftel schwach büschelig, meist schmal fusoid, subzylindrisch, seltener sublageniform, auch etwas irregulär, metuloid, hyalin in KOH, Wandstärke ca. 1-2,5; Maße ca. [45]77-98 x 13-20; Pleurozystiden: bauchig fusoid, breit fusoid, normal fusoid, subutriform, sublageniform, hyalin in KOH, dickwandig, spärlich beschopft, auch ohne Kristalle, Maße ca. 52-87 x 14-23, Wandstärke am Bauch 1-2, am Apex 1,5-3; Cheilozystiden: mäßig dicht bis schütter, wie die Pleuros, z.B. 63x20, 74x18, 47x17; Parazystiden sehr zahlreich, mittelgroß bis groß, keulig, aber oft auch subzylindrisch und sehr lang; Sporen: breit amygdaloid, gedrungen, bisw. mit Bauchdelle oder subapikulärer Depression, Apex meist abrupt konisch bis subkonisch, Maße: 9,6 x 6,2 (8,9-10,5 x 5,4-6,7), Q=1,55 (1,44-1,74), 20 Sp. gemessen;
Nr. 5: Inocybe tarda Kühner
Zur Bestimmung: Nach Hinweisen von Ditte Bandini sehr wahrscheinlich diese Art im Sinne der Originalbeschreibung, nicht im Sinne der Funga Nordica.
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Funddaten: 24.10.2013; Fundort: MTB 7735-4-3-2, 490 m; Fröttmaniger Heide Südost (Schotterheide, Magerwiese, von Schafen beweidet), am Südrand des Kiefernwäldchens, bei großen Kiefern an etwas steiniger Stelle; gesellig (>10 Fk);
Hut: 2-3,2 cm breit, flach kegelig bis gewölbt, nicht oder nur schwach gebuckelt, recht grob faserig, am Rand aufreißend, lehmbraun, praktisch ohne Velumreste; Stiel: bis 3,4 x 0,4 cm, basal gleichdick, bräunlichbeige (holzfarben), über der Basis ziemlich weit herauf weiß befilzt; Bereifung im oberen Stielviertel schütter bis normal (mikroskopisch prüfen); Lamellen: aufsteigend und für einen Risspilz breit angewachsen, bisw. auch mit Zahn herablaufend, normal bis mäßig gedrängt, jung hellgrau, später olivgrau bis khakigrau; Schneiden weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: Echte Kaulos im obersten Fünftel vorhanden, teils büschelig, nahe der Spitze mit meist keuligen Parazystiden, die auch mit Basidien durchsetzt sind; Zystiden weiter unten schütterer und in kaulozystidoide Haare übergehend, Parazystiden dort mehr irregulär, auch divertikuliert; echte Kaulos ca. 50-90 x 11-14, Wandstärke sehr variabel, 0,5-2, hin und wieder blass bräunlich pigmentiert; Pleurozystiden: ziemlich spärlich, fusoid, bauchig, sublageniform mit breitem Hals, bisw. etwas wellig oder eingeschnürt, metuloid, hyalin in KOH, ca. 56-74 x 12-16; Wandstärke am Bauch selten über 0,5, oft dünner, am Apex 1-1,5, selten dicker; Cheilozystiden: dicht stehend, wie die Pleuros, aber oft dickwandiger; Parazystiden zahlreich, mittelgroß bis groß; Sporen: amygdaloid, in Aufsicht auch schlank ovoid, meist mit leichter Bauchdelle, Apex überwiegend konisch zulaufend, auch subkonisch, aber nie spitz, oft sogar ziemlich rund und meist mit Kallus, Maße: 10,6 x 5,9 (9,5-12 x 5,5-6,5), Q=1,78 (1,56-2,05), 20 Sp. gemessen;
Nr. 6: Inocybe cf. microspora/fuscidula
Zur Bestimmung: Trotz der etwas schlankeren, größeren Sporen sehr ähnlich wie I. cf. microspora (Nr. 21/2012) aus Unterfranken, z.B. die oft eingeschnürten Kaulos stimmen überein. Wenn man schlüsselt, kommt man am ehesten zu I. fuscidula. Passend zu dieser Art sind die schlanken Sporen mit konischem Apex und Bauchdelle, auch die Pleurozystiden würden nicht gegen diese Bestimmung sprechen. Völlig untypisch dagegen für I. fuscidula sind die Zellen der oberen Stielbereifung, da I. fuscidula normalerweise ein gut ausgeprägtes Kaulohymenium aufweist. Außerdem hat I. fuscidula normalerweise nicht so rotbraune Hutfarben.
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Funddaten: 04.06.2013; Fundort: MTB 7735-4-3-2, 490 m; Fröttmaniger Heide Südost (Schotterheide, Magerwiese, von Schafen beweidet), am Hang bei großer, mehrstämmiger Pappel; junge Weiden sicher auch in der Nähe; gesellig (8 Fk);
Hut: 1,2-1,8 cm breit, jung kegelig, alt gewölbt mit vorgezogenem, breitem Buckel; Oberfläche faserig, am Scheitel fein, zum Rand hin gröber und deutlich aufreißend, rehbraun bis kastanienbraun; jung am Scheitel mit deutlichem Velumbelag; Cortina vorhanden; Stiel: bis 2,7 x 0,3 cm, basal gleichdick, cremegelblich bis blass beige, bis maximal zu einem Viertel fein schürfelig weiß bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung grauweiß, dann blass graubraun bis braunbeige; Schneiden schwach weißflockig; Fleisch: im Hutkern weiß, im Stiel beige streifig, an der Basis weißlich; Geruch: schwach spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung (im oberen 6tel): überwiegend aus zylindrischen bis keuligen, dünnwandigen Zellen, dazwischen in der Regel vereinzelt echte metuloide Kaulos und kaulozystidoide Haare; Kaulozystiden meist lageniform bis schlank fusoid, nicht selten deutlich eingeschnürt, sporadisch mit Kristallen besetzt, schwach dickwandig, z.B. 55x13/1, 45x17/1,5-2; kaulozystidoide Haare auch länger, z.B. 90x10/1; hyalin in KOH; Pleurozystiden: recht schlank fusoid bis sublageniform mit meist breitem, bisw. etwas welligem Hals, mit Kristallschopf, schwach bis mäßig dickwandig, in KOH hyalin, ca. 48-64 x 9-14 (16), Wandstärke am Bauch 0,5-1, am Hals 1-1,5, selten auch etwas dickwandiger; Cheilozystiden: dicht stehend, viel variabler als die Pleuros meist fusoid, oft gedrungen keulig, dickwandiger als die Pleuros; Parazystiden zahlreich, keulig, mittelgroß; Sporen: amygdaloid, oft mit stark ausgeprägter Bauchdelle, Apex konisch, fast spitz und bisw. mit schwachem Kallus, Maße: 8,7 x 4,7 (7-11[11,5] x 4-5,5), Q=1,85 (1,60-2,11), 20 Sp. gemessen;
Nr. 7: Inocybe cf. fuscidula/nitidiuscula
Zur Bestimmung: unklar; Fuscidula-Gruppe. Aufgrund des ausgeprägten Kaulohymeniums auch unterhalb der Spitze dürfe I. phaeodisca wegfallen. Für I. nitidiuscula sind wohl die Sporen zu klein, wenngleich die Sporenform mehr zu nitidiuscula als zu fuscidula passt. Auch die oben bräunlichen Stiele sprechen für nitidiuscula und gegen fuscidula. I. brunneoatra (Nr. 33/2011) ist makroskopisch ähnlich, hat aber mehr lageniforme, schwach gelbliche Zystiden. I. pseudodestricta (Nr. 16/2009) ist mikroskopisch etwas ähnlich, diese Art ist aber in der Regel größer beschrieben und sollte einen glänzenden Hut haben.
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Funddaten: 02.10.2013; Fundort: MTB 8135-4-3-1, 710 m; D - By -Sachsenkamm, Kirchsee Nord, südlich des Wanderweg vom Kirchsee zum Kogelweiher, Mischwald (Tanne, Buche, Fichte) auf würmeiszeitlichen Moränen angrenzend an ein Hochmoor; bei Tannen und (weiter entfernt) Fichten; gesellig (>10 Fk);
Hut: 1,6-2,3 cm breit, flach kegelig mit kleinem, abgerundetem Buckel, faserig, zum Rand hin aufreißend, Färbung recht variabel schokobraun bis lehmbraun, zum Rand hin immer deutlich aufgehellt und frisch am Hutrand mit filzigem weißem Belag (Velumreste), der scharf kontrastiert; jung mit Cortina; Stiel: bis 4 x 0,3 cm, basal gleichdick oder schwach knollig, creme bis beige, im oberen Drittel meist mit blass orangebraunem Reflex; ca. 1/5 bis 1/3 bereift; sonst weiß überfasert; Lamellen: gedrängt, jung weißlich, reif olivgrau; Schneiden weißflockig; Fleisch: cremebeige, im oberen Stieldrittel mit blass orangebrauner Zone; Geruch: schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung oben: auch unterhalb der Spitze mit deutlich ausgeprägtem Kaulohymenium, Kaulozystiden im obersten Stielfünftel büschelig, metuloid, variabel fusoid bis lageniform, bisw. etwas irregulär, hyalin, ca. 70-88 x 13-24, Wandstärke am Bauch 0,5-1, am Apex 1-2,5; Parazystiden mittelgroß, zahlreich; Pleurozystiden: überwiegend breit fusoid, seltener subutriform oder keulig, metuloid, recht voluminös, normal dickwandig, in KOH fast völlig hyalin, ca. 50-72 x 17-24, Wandstärke am Bauch 1-2, am Apex 1,5-2,5; Cheilozystiden: mäßig dicht stehend, wie die Pleuros geformt; Parazystiden mittelgroß bis groß, sehr zahlreich und büschelig, stellenweise auch dominierend; Sporen: amygdaloid, gelegentlich mit Bauchdelle, Apex überwiegend konisch, ziemlich blass gefärbt, mit großem Tropfen, Maße: 8,5 x 5,2 (7,5-10 x 4,5-6), Q=1,63 (1,45-1,78), 20 Sp. gemessen;
Nr. 8: Inocybe amethystina Kuyper
Zur Bestimmung: Diese Kollektion kriege ich nicht so recht unter. Es handelt sich höchstwahrscheinlich um dieselbe Art wie bei der Aufsammlung von I. cf. amethystina (Nr. 3/2008). Aufgrund des durch die graue Velipellis stark filzigen Huts passt die Kollektion makroskopisch schlecht zu I. cincinnata oder I. amethystina. Letztere sollte außerdem nicht unbedingt spitzbucklig sein. Auffallend sind auch die nur schwach gelblichen Pleurozystiden, die nicht ganz regulär flaschenförmig sind, sondern gelegentlich am Apex leicht verdickt daherkommen wie bei I. griseolilacina. I. griseolilacina kenne ich aber ganz anders, und sie wächst bei Buche. Zudem fallen die Sporen recht klein aus. I. huismannii sollte dünnwandigere Zystiden und blassere Hutfarben aufweisen. I. pusio ist auch nicht so filzig und hat mehr fusoide, farblose Pleurozystiden. Insgesamt dürfte die Kollektion noch in die Variationsbreite von I. amethystina fallen.
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Funddaten: 07.09.2013; Fundort: MTB 8236-3-1-4, ca. 960 m; D-By-Gmund, Marienstein, Tegernseer Flyschberge, Bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) mit viel Heidelbeere, bei Tannen und Jungfichten an feuchter Böschung; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 2 cm breit, jung spitzkegelig, später flach gewölbt und spitzwarzig gebuckelt, Oberfläche durch graue Velipellis filzig befasert, maximal schwach faserschuppig, nie richtig schuppig, rehbraun bis lehmbraun; jung mit gut ausgeprägter Cortina; Stiel: bis 3,2 x 0,3 cm, basal gleichdick, auch apikal unbereift (höchstens undeutlich beschürfelt), längsfaserig, an der Spitze blass lila (sehr vergänglicher Farbton), sonst etwas blasser als der Hut, braunbeige (RAL); Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung hellgrau, reif khakigrau (RAL), kartonbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung im obersten Sechstel: Kaulozystiden nur sporadisch vorhanden, schwach metuloid, schwach dickwandig, sehr blass gelblich in KOH; Endzellen der Stielbereifung überwiegend zylindrisch, bisw. auch keulig, manchmal schwach dickwandig, vor allem die Trägerzellen stark quergestreift inkrustiert; Pleurozystiden: lageniform mit mäßig langem, relativ breitem Hals, der apikal oft etwas erweitert ist, seltener fusoid, in KOH blass gelblich, mäßig dickwandig, kaum mit Kristallen besetzt, ca. 55-65 x 12-16, Wandstärke am Bauch 0,5-1, am Hals 1,5-2 (2,5); Cheilozystiden: eher schütter, gedrungener als die Pleuros, oft kurzhalsig subutriform, kaum mit Kristallen besetzt, oft kräftiger gelblich als die Pleuros, durchsetzt mit komplett (also auch basal) dickwandigen keulig-blasigen Zystiden (auch blass gelblich); Parazystiden keulig bis blasig, mittel bis groß, selten schwach dickwandig, hyalin, nur vereinzelt blass bräunlich pigmentiert; Sporen: amygdaloid, meist ohne Delle oder Depression, Apex subkonisch bis konisch, Maße: 8,0 x 4,7 (7-9,5 x 4,5-5,5), Q=1,69 (1,45-1,90), 20 Sp. gemessen;
Nr. 9: Inocybe cincinnata (Fr.: Fr.) Quél.
Zur Bestimmung: Typische I. cincinnata mit ohne violetter Stielspitze; die Trennung der Varietäten kann ich nur schwer nachvollziehen.
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Funddaten: 26.10.2013; Fundort: MTB 7934-2-3-4, 600 m; D-By-München, Forstenrieder Park, Eichelgarten; Mähwiese mit altem Eichenbestand auf hochwürmeiszeitlichen Schottern (kalkhaltig); mitten in der Wiese an erdiger Stelle zwischen mittelgroßen Eichen; kleinbüschlig (8 Fk);
Hut: bis 1,8 cm breit, flach gewölbt bis ausgebreitet, mit markantem kleinem warzenförmigem Buckel, am Scheitel oft aufschuppend, jung recht grob filzig, bisw. auch fein faserschuppig, später faserig und nur sporadisch (am Rand) etwas filzig, ziemlich einheitlich lehmbraun; Stiel: bis 2,5 x 0,25, basal gleichdick, cremebeige bis bräunlichbeige, im obersten Stielbereich eher beschürfelt als bereift, bei jungen Fk oft etwas wollig und mit undeutlicher Cortina-Abrisszone, darunter braun überfasert (nicht schuppig); Lamellen: aufsteigend und relativ breit angewachsen, gedrängt, beigegrau bis kartonfarben; Schneiden überwiegend braun verfärbt und flockig; Fleisch: im Hut und Stielkern cremeweiß, in der Stielrinde bräunlichbeige; ohne Blautöne, aber keine sehr jungen Fk vorhanden; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: Im obersten Sechstel vorhanden, fusoid, spärlich beschopft, in KOH gelb bis blass bräunlich, z.B. 70x17/1-1,5; 70x15/1,5; 60x21/2; Parazystiden zahlreich, oft groß, varibel, bisw. braun und etwas dickwandig; Pleurozystiden: schlank fusoid, bisw. mit kurzem Hals, auch subutriform, in KOH gelb, ca. 57-81 x 10-24, Wandstärke ziemlich einheitlich 1,5-2,5; Cheilozystiden: mäßig dicht, wie die Pleuros; Parazystiden keulig, tendenziell bräunlich pigmentiert und bisw. etwas dickwandig; Sporen: sehr gedrungen amygdaloid, ohne Depression, Apex konisch und meist etwas ausgezogen (papilliert), Maße: 8,3 x 5,4 (7-9,5 x 5-6), Q=1,53 (1,29-1,64), 20 Sp. gemessen;
Nr. 10: Inocybe minimispora Remaux
Zur Bestimmung: Bei dieser kleinsporigen Kollektion sind Kaulozystiden im obersten Stielviertel vorhanden und reichten bei einem Fk sogar bis knapp unter die Mitte. Eine Zuordung zu der bei den Fibrillosae geführten I. microspora erscheint deshalb fragwürdig. Man müsste mal klären, ob es wirklich nur eine einzige winzigsporige Cortinata gibt. Der bei dieser Aufsammlung deutlich ausgeprägte Pelargonium-Geruch spricht jedenfalls dafür, dass es sich um die von Remaux beschriebene Art handelt (vgl. Originalbeschreibung).
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Funddaten: 28.09.2013; Fundort: MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), bei großen Buchen; gesellig bis kleinbüschelig (8 Fk);
Hut: 1-2 cm (kleinwüchsig), kegelig bis flach ausgebreitet und mit kleinem warzenförmigem Buckel; Hutbedeckung fein faserig, zum Rand hin meist stark aufreißend; keine Cortina festgestellt; Stiel: bis 3,8 x 0,25 cm, basal schwach verdickt, bräunlich beige, oben auf 1/4tel bis 1/5tel Länge beschürfelt bis bereift, sonst weiß überfasert; (mikroskopisch prüfen); Lamellen: gedrängt, grau, olivgrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: deutlich süßlich blütenartig, Pelargonium; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: bei einem von 4 Präparaten auch unterhalb der Stielmitte sporadisch gefunden (58x16/1,5; 50x17/1,5-2,5), sonst unten praktisch kahl und auch makroskopisch klar eine Cortinata; Kaulozystiden im oberen Stielviertel überwiegend lageniform, meist sehr bauchig, metuloid, hyalin in KOH, oft basal abgerundet, mäßig büschelig, durchsetzt mit auffallend vielen keulig-blasigen dickwandigen, aber meist nicht metuloiden Zellen, ca. 46-70 x 14-19, Wandstärke ca. 1-2; Parazystiden meist keulig, variabel; Pleurozystiden: zahlreich, sublageniform mit breitem Hals, subutriform, auch fusoid, metuloid, hyalin in KOH, Basis oft stark "eingebaut", ca. 48-65 x 12-17, Wandstärke am Bauch 1-1,5, am Apex 1,5-2,5 (3); Cheilozystiden: schütter, wie die Pleuros; Parazystiden mittelgroß, keulig; Basidien: 4-sporig; Sporen: amygdaloid, nicht selten mit Bauchdelle, Apex meist konisch, seltener subkonisch und ab und zu etwas papilliert-ausgezogen, auffallend blass, klein, Maße: 6,8 x 4,4 (6-7,5 x 4-5), Q=1,56 (1,43-1,79), 20 Sp. gemessen;
Nr. 11: Inocybe pudica Kühner
Zur Bestimmung: Angesichts des schwachen Rötens frisch und gleichmäßigen Nachrötens bei Trocknen nicht I. whitei/geophylla var. lateritia, sondern I. pudica (vgl. Angaben auf der Inocybe-Website von Ditte Bandini); mikroskopisch sehr ähnlich wie I. geophylla.
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Funddaten: 23.09.2013; Fundort: MTB 8236-4-3-4, ca. 1040 m; D-By-Tegernsee, Riedersteinholz, Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn) in der Kalkalpinen Zone, westlich der Galaun-Hütte im reinen Fichtenhochwald; gesellig (> 6 Fk), verges. mit I. geophylla;
Hut: bis 4,3 cm breit, jung mit Cortina und Hutrand etwas gezähnelt behangen, feinfaserig; weiß, am Scheitel bis beige; Stiel: bis 6,5 x 0,5 cm, basal gleichdick oder schwach verdickt, nicht knollig, weiß, im Mittelteil zart orangerosa verfärbt, sonst weiß, im oberen Drittel oder bis fast zur Hälfte deutlich bereift; Lamellen: aufsteigend und recht breit angewachsen, gedrängt, jung hellgrau, reif graubraun und rötlich fleckend; Fleisch: cremeweiß; Geruch: ziemlich intensiv spermatisch (Paprikachips); Exsikkat: ziemlich gleichmäßig rötlichbeige; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden im obersten 5tel: büschelig (Kaulohymenium), überwiegend lageniform, auch fusoid, metuloid, blass gelblich in KOH, Wandstärke ca. 1-2, oft sehr bauchig, z.B. 75x23/1, 90x22/1-2; Parazystiden sehr groß, keulig bis zylindrisch; Pleurozystiden: fusoid, subutriform, lageniform, metuloid, blass gelblich in KOH, ca. 48-62 x 15-19, Wandstärke am Bauch um 1 µm, am Apex um 2 µm; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht auch ovoid, Apex mittelbreit gerundet, Maße: 8,3 x 5,2 (8-9 x 4,5-5,5), Q=1,62;
Nr. 12: Inocybe tjallingiorum Kuyper
Zur Bestimmung: Bei dieser Kollektion passen auch die Hymenialzystiden perfekt zur Originalbeschreibung (anders als bei der folgenden Nr. 13). Trotz der fehlenden Stielbereifung unten war die Art unter dem Mikroskop sofort an der typischen Sporenform wiedererkennbar.
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Funddaten: 04.06.2013; Fundort: MTB 7735-4-3-2, 490 m; Fröttmaniger Heide Südost (Schotterheide, Magerwiese, von Schafen beweidet), bei Weiden auf steinigem Boden; gesellig (8 Fk);
Hut: 1,2-2,2 cm breit, jung kegelig, später flach gewölbt mit schwach vorgezogenem Buckel, Oberfläche fein faserig, kastanienbraun bis schokobraun, am Scheitel bisw. (vor allem alt) gelblich fleckig verfärbt; ohne Velumreste; auch beim sehr jungen Fk keine Cortina festgestellt; Stiel: bis 2,2 x 0,3 cm, basal gleichdick, jung cremefarben bis cremebeige, dann beige, zuletzt komplett ockerbraun bis fast dunkelbraun; trotz fehlender Cortina nur im oberen Drittel weiß bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, normal gedrängt, jung cremeweiß, später grau bis graubraun, zuletzt braunbeige; Schneiden feinst weißflockig; Fleisch: im Hutkern weiß, im Stiel creme bis beige; Geruch: süßlich-fruchtig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: Normales Kaulohymenium im obersten Stielbereich; trotz der makroskopisch fehlenden oder unauffälligen Bereifung in der unteren Stielhälfte konnten dort bei drei Präparaten mühelos metuloide Kaulozystiden gefunden werden; Pleurozystiden: clavat, subclavat, breit fusoid, fusoid, subutriform, seltener sublageniform, praktisch hyalin in KOH, metuloid, ca. 46-65 x 12-17, Wandstärke am Bauch 0,5-1, am Apex 1,5-2,5; Cheilozystiden: wie die Pleuros geformt, dicht angeordnet; mit zahlreichen, kleinen, schlank keuligen Parazystiden durchsetzt; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, selten amygdaloid mit konischem Apex, Apex meist schmal bis breit gerundet, ohne Kallus, Maße: 8,7 x 5,5 (7,5-10 x 5-6), Q=1,58 (1,42-1,73), 20 Sp. gemessen;
Nr. 13: Inocybe cf. tjallingiorum Kuyper
Zur Bestimmung: Gut übereinstimmend mit dem Fund vom 07.04.2009 ebenfalls aus Fröttmaning (Nr. 11/2009). Es besteht keine völlige Übereinstimmung mit der Originalbeschreibung von Kuyper, da die Hymenialzystiden schon auch sublageniform und völlig hyalin sind.
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Funddaten: 04.06.2013; Fundort: MTB 7735-4-3-2, 490 m; Fröttmaniger Heide Südost (Schotterheide, Magerwiese, von Schafen beweidet), bei ca. 3-4 m hohem Weidengesträuch; gesellig (6 Fk);
Hut: 1,2-1,6 cm breit, kegelig, später gewölbt mit vorgezogenem abgerundetem Buckel, Hutrand jung etwas eingerollt und über die Lamellengezogen; Cortina nicht beobachtet aber sehr jung sicher vorhanden; Oberfläche am Scheitel glatt bis etwas grieselig, sonst sehr fein befasert, nur am Rand etwas gröber, aber nicht aufreißend; vor allem jung dunkelbraun, später etwas heller rehbraun bis lehmbraun; jung am Scheitel mit schwach ausgeprägtem, olivgrauem Velumbelag, der rasch verschwindet; Stiel: bis 3,2 x 0,3 cm, basal gleichdick, ziemlich schmächtig, verbogen; an der Spitze cremefarben, sonst ockerbräunlich bis braunbeige, meist nur im oberen Drittel oder auch bis fast zur Mitte recht grob weiß bereift (auch schütter); Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, normal gedrängt, grau bis graubraun (keine ganz jungen Fk vorhanden); Schneiden weißflockig; Fleisch: im Hutkern weiß, im Stielkern cremeweiß und in der Rinde bräunlich durchgefärbt; Geruch: schwach süßlich-fruchtig bis spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: im oberen Stieldrittel mit gut ausgeprägtem Kaulohymenium, das an der Spitze dicht ist und dann schütterer wird; trotz der makroskopisch unter der Mitte kaum registrierbaren Bereifung habe ich auch unterhalb der Stielmitte in drei Präparaten mühelos zahlreiche metuloide Kaulos gefunden; Kaulozystiden an der Spitze büschelig, fusoid bis sublageniform (mit kurzem Hals), hyalin, metuloid, ca. 50-62 x 14-22, Wandstärke am Bauch um 1, am Apex ca. 1,5-2,5; Parazystiden zahlreich, dünnwandig; Pleurozystiden: breit fusoid bis sublageniform (mit kurzem Hals), seltener subutriform, ausnahmsweise keulig, mäßig dickwandig, metuloid (normal beschopft), hyalin in KOH, recht kurz, ca. 47-62 x 12-18, Wandstärke am Bauch 0,5-1, am Apex 1-2; Cheilozystiden: ähnlich wie die Pleuros, dicht stehend, z.B. 55x17, 54x15, hyalin; Parazystiden klein; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, selten regulär amygdaloid mit fast konischem Apex, Apex meist schmal gerundet, bisw. auch mittelbreit gerundet, ohne Kallus oder KP, Spore oft gedrungen (und dann an die Sporen von I. albomarginata erinnernd), nicht selten mit Bauchdelle, Maße: 8,9 x 5,4 (8-10 x 5-6), Q=1,63 (1,45-1,83), 30 Sp. gemessen;
Nr. 14: Inocybe cf. pholiotinoides var. luteola
Zur Bestimmung: Bisher die Kollektion mit den größten Sporen und Pleurozystiden. Passt gut zur Beschreibung der Varietät luteola ss. Ferrari. Für die Typus-Art sind die Sporen fast schon zu groß und vor allem zu breit. Die teils etwas papillierten Sporen würden fast besser zu I. auricomella passen.
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Funddaten: 03.09.2013; Fundort: MTB 8139-2-2-3, 560 m; Bad Endorf, Antwort, Antworter Berg, würmeiszeitlicher Moränenhügel, Mischwald (Fichte, Tanne, Buche), an feuchter Grabenböschung, bei großen Fichten, jungen Buchen und (etwas weiter entfernt) großer Tanne; gesellig (5 Fk);
Hut: bis 1,3 cm, kegelig mit abgerundetem Buckel, Oberfläche jung filzig, später zum Rand hin faserig (filzige Velipellis gelblich), jung olivbraun, später zum Rand hin heller olivgelb bis ockergelb; Stiel: bis 2,8 x 0,3 cm, basal gleichdick, honiggelb bis ginstergelb, bis unter die Mitte stark bereift, zur Basis hin verkahlend (mikroskopisch am langstieligen Fk prüfen!); Lamellen: aufsteigend und relativ breit angewachsen, normal bis mäßig gedrängt, jung zitronengelb, später mehr olivgelb, Schneiden weißflockig; Fleisch: im Hut wässrig olivgelb, im Stiel blassgelb; Geruch: schwach, vielleicht minimal spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: in der unteren Stielhälfte nur recht verstreut kaulozystidoide Haare, diese schlank zylindrisch bis subzylindrisch, dickwandig, in KOH gelb, metuloid, bis ca. 120 lang; im oberen Stieldrittel eine Mischung aus normalen Kaulos und kaulozystidoiden Haaren sowie subzylindrischen oder zylindrischen, Parazystiden; Kaulos oben schlank lageniform bis subzylindrisch, metuloid, in KOH gelb, ca. 75-120 x 10-12, Wandstärke ca. 1-2; Pleurozystiden: zahlreich, lageniform, meist mit sehr langem, bisw. auch mit kürzerem Hals, schwach beschopft, in KOH gelb, dickwandig, sehr lang, ca. 75-100 x 16-22, Wandstärke am Bauch 1-2, am Hals 2-3; Cheilozystiden: mäßig dicht bis schütter, wie die Pleuros, aber variabler und meist kürzer; Parazystiden zahlreich, keulig, mittelgroß; Sporen: amygdaloid, Apex konisch bis subkonisch, bisw. schwach papilliert bis ausgezogen, am Bauch verflacht oder mit schwacher Delle, Maße: 10,8 x 6,0 (10-11,5 x 5,5-6,5), Q=1,78 (1,62-1,98), 20 Sp. gemessen;
Nr. 15: Inocybe pholiotinoides var. luteola
Zur Bestimmung: Passt mikroskopisch recht gut zur Aufsammlung vom Antworter Berg (Nr. 14), obwohl makroskopisch viel stärker rimos;
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Funddaten: 10.10.2013; Fundort: MTB 7446-4-1-2, 350 m; D - By - Passau, Neuburger Wald, südlich Parkplatz Staustufe Ingling, Mischwald (Buche, Eiche, Tanne, Fichte), teils auf Gneis teils auf quartären Terassenschottern; am Wegrand, teils an der Böschung, bei Eiche und Buche; gesellig (>5 Fk);
Hut: bis 2 cm breit, mit abgerundetem, vorgezogenem Buckel, faserig, zum Rand hin stark aufreißend, jung goldbraun, später goldgelb mit etwas dunklerer Mitte; auch jung nur mit sporadischen Velumresten; Stiel: bis 4,5 x 0,2 cm, basal schwach erweitert bis kleinknollig, nicht gerandet knollig, ganz bereift, an der Spitze cremefarben, stielabwärts mit holzfarbenem Reflex; Lamellen: mäßig gedrängt bis entfernt, jung cremeweiß, bald mit gelblichem Ton, cremegelb, auch reif ziemlich hell olivgelb, gelblichgrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im obersten Stielfünftel teils büschelig, aber oft recht schütter, überwiegend lageniform, in KOH mit gelben Wänden, z.B. 83x14, 79x12, 75x22, dickwandig; vermischt mit keuligen Parazystiden; Pleurozystiden: überwiegend lageniform, mit gelben Wänden in KOH, schwach beschopft, mit gelben Wänden in KOH, ziemlich lang (fast alle über 80), ca. 77-88 x 13-19, Wandstärke am Bauch um 2, am Hals 2-3,5; Cheilozystiden: dicht stehend, wie die Pleuros; vermischt mit mittelgroßen keulig-blasigen Parazystiden, diese bei älteren Fk bräunend und leicht kollabierend; Sporen: amygdaloid, oft mit Bauchdelle, Apex meist konisch bis subkonisch, Maße: 10,4 x 5,9 (9,5-11,2 x 5,5-6,6), Q=1,75 (1,52-1,96), 20 Sp. gemessen;
Nr. 16: Inocybe pelargonium Kühner
Zur Bestimmung: Wegen des schwachen Geruchs ist die Trennung von I. langei nicht ganz einfach. Aufgrund der bis zur Basis bereiften, doch etwas gerandet knolligen Stiele und großen Fk in Verbindung mit gar nicht so kleinen Pleurozystiden wohl doch klar I. pelargonium. Ein Merkmal dieser Art scheinen auch die eingewachsenen Faserschüppchen zu sein.
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Funddaten: 07.09.2013; Fundort: MTB 8236-3-1-2, ca. 920 m; D-By-Gmund, Marienstein, Tegernseer Flyschberge, Bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) mit viel Heidelbeere, unter großen Tannen, Fichten und jungen Buchen; gesellig (3 Fk);
Hut: 3,3-4,6 cm breit, konvex mit flachem Buckel, Oberfläche fein faserig, zum Rand hin etwas gröber und bisw. schwach faserschuppig, jung und am Scheitel lehmbraun bis ockerbraun, zum Rand hin lebhaft ockergelb; jung am Scheitel mit cremefarbenem Velumbelag; Stiel: bis 5 x 1 cm, basal oft schief knollig und bisw. einseitig oder nur angedeutet gerandet knollig, ganz bereift, satt creme bis cremegelblich, etwas längsstreifig; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, mittelgrau bis khakigrau/kartonbraun; Schneiden fein weißflockig; Fleisch: im Hut cremeweiß, im Stiel cremefarben; Geruch: schwach, minimal spermatisch mit schwach süßlicher Komponente, kein deutlicher Pelargoniumgeruch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im oberen Stielfünftel breit fusoid, in der Regel ohne Hals, hyalin, sehr dünnwandig, metuloid, ca. 45-63 x 12-20, Wandstärke um 0,5 µm; Pleurozystiden: breit fusoid, subutriform (mit kurzem breitem Hals), sublageniform (mit langem, breitem Hals), hyalin in KOH, metuloid, mäßig dickwandig, im Basalbereich sehr dünnwandig und oft "eingebaut", ca. 52-72[80] x 13-20, Wandstärke am Bauch 0,5-1, am Apex/Hals [0,5]1,5-2; Cheilozystiden: dicht stehend, oft sublageniform, sonst wie die Pleuros; Parazystiden klein, zahlreich; Sporen: subamygdaloid bis leinsamenförmig, in Aufsicht auch ovoid, Apex schmal gerundet bis subkonisch, selten deutlich konisch, Maße: 7,2 x 4,5 (6,5-8,2 x 4-5), Q=1,61 (1,44-1,78), 20 Sp. gemessen;
Nr. 17: Inocybe subalbidodisca Stangs & Veselský (=I. ochroalba)
Zur Bestimmung: Eine heimtückische Kollektion. Die kurzen, keuligen Pleurozystiden und auch die Makroskopie der meisten Fk sprechen klar für I. subalbidodisca (ochroalba). Doch bei einigen Fk, auch bei jungen, sind ziemlich auffällige bräunliche Hutschuppen zu beobachten, was natürlich sofort an I. angulatosquamulosa denken lässt. Hinzu kommt, dass die Kollektion bei Laubbäumen wuchs, mithin in einem völlig anderen Milieu als z.B. die Kollektion Nr. 41/2012 (Gmund), die sich in nasser Sphagnum-Nähe bei Fichten und Tannen breitmachte. Aufgrund der insgesamt aber doch recht blassen, nicht intensiv ockergelben Färbung, wie sie Stangl gemalt hat und auch Ditte Bandinis Foto zeigt, sowie aufgrund der ausschließlich keuligen, kurzen Pleurozystiden bin ich mir recht sicher, dass es sich um I. subalbidodisca handelt.
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Funddaten: 14.09.2013; Fundort: MTB 7934-4-2-4, 600 m; D-By-Baierbrunn-Buchenhain, Forstenrieder Park, bodensaure Fichtenmischwälder und Sukzessionswälder (Fichte, Buche, Eiche, Birke, Hainbuche, Weide) auf hochwürmeiszeitlichen Schottern (kalkhaltig); an einer Hochspannungstrasse, am Wegrand bei Salweide und (recht weit entfernt) jungen Buchen; gesellig (8 Fk);
Hut: bis 1,7 cm breit, jung halbkugelig, später flach gewölbt, kaum gebuckelt, Hutbedeckung faserig und schwach filzig, mit deutlicher Tendenz zum kleinschuppigen Aufbrechen; ockergelb, bisw. am Scheitel blass cremebeige überzogen (Velum?); ohne Cortina; Stiel: bis 2,5 x 0,4 cm, basal gleichdick oder schwach verdickt, nicht knollig, cremefarben, ganz bereift, ohne Rosatöne an der Spitze; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung cremefarben, reif olivgrau; Fleisch: im Hut cremeweiß, im Stiel satt creme, ohne Rosatöne; Geruch: schon etwas süßlich, aber kein Bittermandelgeruch (wg. Schnupfens schwer feststellbar); Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im obersten Stielbereich büschelig, breit fusoid, metuloid, hyalin in KOH, ca. 53-73 x 13-18, Wandstärke ca. 1-2; Parakaulozystiden zahlreich, keulig, klein bis mittelgroß; Pleurozystiden: ausgeprägt keulig, kurz, dickwandig, mäßig stark mit Kristallen besetzt, nahezu völlig hyalin in KOH, ca. 35-50 x 14-22, Wandstärke am Bauch 1-1,5, am Scheitel 1,5-3; Cheilozystiden: keulig bis breit fusoid, etwas größer (bis 55) als die Pleuros; Parazystiden eher klein und unauffällig; Basidien: 4-sporig, z.B. 25x8; Sporen: amygdaloid, Apex subkonisch bis konisch (Spore richtung Apex am breitestens und dann konisch verjüngt), bisweilen mit Bauchdelle, 8,4 x 5,2 (7,5-10 x 4,5-6), Q=1,61 (1,42-1,78), 30 Sp. gemessen;
Nr. 18: Inocybe terrifera Kühner
Zur Bestimmung: Es folgen gleich vier Kollektionen dieser Art, die ich sonst nicht so häufig fand. Die Hutfarben und Velumstärke scheinen recht variabel. Konstant sind die höchstens keuligen, nicht markant knolligen und schon gar nicht gerandet knolligen Stiele und die recht regulär geformten Sporen. Bei den Kollektionen 19-21 ist mir wie schon bei der Kollektion Nr. 37/2010 ein Merkmal aufgefallen, das weder bei Stangl noch bei Ferrari erwähnt wird, und zwar viele irreguläre Kaulozystiden, oft mit Kistallen an Septen, mit sehr variablen Parazystiden, die oft mit haarförmigen oder zipfelig ausgezogenen Elementen (wie die Elefantenrüssel an Conocybe-Stielen) durchmischt sind.
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Funddaten: 14.09.2013; Fundort: MTB 7934-4-2-4, 600 m; D-By-Baierbrunn-Buchenhain, Forstenrieder Park, bodensaure Fichtenmischwälder und Sukzessionswälder (Fichte, Buche, Eiche, Birke, Hainbuche, Weide) auf hochwürmeiszeitlichen Schottern (kalkhaltig); an einr Hochspannungstrasse, am Wegrand bei jungen Buchen, weiter weg Salweide und krüppelige Fichte; gesellig (>10 Fk);
Hut: 3-4 cm breit, jung abgerundet kegelig, später gewölbt mit flachem oder vorgezogenem Buckel, Hutbedeckung feinfaserig, wie gekämmt befasert, zum Rand hin auch gröber faserig und etwas aufreißend; lehmbraun bis ockerbraun (RAL), jung am Scheitel mit cremefarbenem bis cremegrauem Velumüberzug und etwas schmierig; stark mit Erdteilchen besetzt; Hutrand auch jung ohne Cortina; Stiel: bis 4 x 0,8 cm, recht kräftig, basal keulig erweitert, fast gleichdick oder angedeutet kleinknollig, aber nie gerandet knollig, cremeweiß, erst alt mit blass holzfarbenem Reflex; auf ganzer Länge fein bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung cremeweiß, dann graubeige, zuletzt olivgrau (RAL), blass graubraun; Schneiden weißflockig; Fleisch: weiß bis cremeweiß; Geruch: eher schwach, vielleicht minimal spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im oberen Stielviertel generell meist schlank, fusoid, sublageniform, subzylindrisch, bisw. apikal schwach erweitert, schwach metuloid, ca. 52-80 x 12-14, Wandstärke am Bauch 0,5-1,5, am Apex 1,5-2,5; Parakaulozystiden keulig, bisw. schwach dickwandig; Pleurozystiden: breit fusoid bis subutriform mit breitem Hals, fast völlig hyalin in KOH, normal metuloid, ca. 54-78 x 16-22, Wandstärke am Bauch um 1 µm, am Hals/Apex um 2 µm; Cheilozystiden: dicht stehend, variabler, oft sehr breit und voluminös, bis 80 x 30; Parazystiden klein bis mittelgroß, eher unauffällig; Sporen: amygdaloid, oft mit ausgeprägter Delle, Apex meist konisch, aber nicht spitz sondern abgerundet, nie ausgezogen, Maße: 10,0 x 5,9 (8,5-12 x 5,5-6,5), Q=1,68 (1,46-1,91), 20 Sp. gemessen;
Nr. 19: Inocybe terrifera Kühner
Zur Bestimmung: Bemerkenswert bei dieser Kollektion vom selben Tag aus demselben Habitat sind die in der Mitte und unten rußbraun verfärbenden Stiele.
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Funddaten: 14.09.2013; Fundort: MTB 7934-4-2-4, 600 m; D-By-Baierbrunn-Buchenhain, Forstenrieder Park, bodensaure Fichtenmischwälder und Sukzessionswälder (Fichte, Buche, Eiche, Birke, Hainbuche, Weide) auf hochwürmeiszeitlichen Schottern (kalkhaltig); an einer Hochspannungstrasse am Wegrand bei mittlerer Eiche und junger Fichte; gesellig (>6 Fk);
Hut: 3,2-4 cm breit, jung abgerundet kegelig, dann flach gewölbt und mit schwach bis mäßig vorgezogenem Buckel, Hutbedeckung feinfaserig, wie gekämmt befasert, zum Rand hin auch gröber faserig und etwas aufreißend; lehmbraun bis ockerbraun (RAL), jung am Scheitel mit cremefarbenem bis cremegrauem Velumüberzug und etwas schmierig; stark mit Erdteilchen besetzt; Hutrand auch jung ohne Cortina; Stiel: bis 4,8 x 0,8 cm, recht kräftig, basal keulig erweitert, fast gleichdick oder schwach knollig, aber nie gerandet knollig, cremeweiß, später mit holzfarbenem Reflex und zuletzt im mittleren bis unteren Stielbereich ziemlich auffällig bräunend, zuletzt rußbraun verfärbt, Basis heller bleibend; wohl auf ganzer Länge bereift, aber sehr unauffällig, fast flaumig und im unteren Stieldrittel meist sehr flüchtig (genau untersuchen!); Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung grauweiß, dann graubeige, zuletzt olivgrau (RAL), blass graubraun; Schneiden weißflockig; Fleisch: weiß bis cremeweiß; Geruch: eher schwach, vielleicht minimal spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: Echte Kaulos und Parazystiden auch unterhalb der Stielmitte vorhanden, aber schütter, zusätzlich haarartige Elemente (wie bei Conocybe) beobachtet; Kaulozystiden im obersten Stielviertel sehr variabel, oft irregulär, fusoid, subzylindrisch wellig, eingeschnürt, lageniform, mäßig metuloid; dazu haarartige Elemente (wie bei Conocybe), sehr lang, oft basal verdickt wie Elefantenrüssel; Parazystiden keulig, mittelgroß; Pleurozystiden: überwiegend breit fusoid, auch subutriform mit breitem Hals, metuloid, hyalin in KOH, ca. 52-78 x 14-19, Wandstärke am Bauch 1-1,5, am Hals/Apex 1,5-2,5; Cheilozystiden: dicht stehend, sehr variabel; Parazystiden schlank keulig, klein; Sporen: amygdaloid, am Bauch meist nur abgeflacht, seltener mit schwacher Delle, Apex konisch bis subkonisch, nicht spitz, Maße: 9,4 x 5,8 (7,5-10,5 x 5-6,5), Q=1,63 (1,36-1,75), 20 Sporen gemessen;
Nr. 20: Inocybe terrifera Kühner
Zur Bestimmung: Die variablen, oft etwas irregulären Pleuros fallen ein bisschen aus dem Rahmen, sonst passt das ganz gut auf I. terrifera. Wieder mit Haaren am Stiel!
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Funddaten: 17.09.2013; Fundort: MTB 7735-4-3-2, 490 m; Fröttmaniger Heide Südost (Schotterheide, Magerwiese, von Schafen beweidet), in einem kleinen Waldstück mit Weide, Ahorn und Sträuchern (Hartriegel?), bei Weide; gesellig (>10 Fk);
Hut: 3-3,5 cm breit, jung kegelig-glockig, später flach gewölbt und mit schwach bis deutlich vorgezogenem abgerundetem Buckel; Hutbedeckung fein faserig, zum Rand hin auch etwas gröber und schwach aufreißend, vor allem am Scheitel oft deutlich schmierig und mit cremefarbenem Belag, bisw. mit Erdteilchen besetzt, rehbraun bis lehmbraun (RAL); ohne Cortina; Stiel: bis 5 x 0,7 cm, basal meist schwach verdickt oder keulig erweitert, selten etwas knollig, aber nie gerandet knollig, cremeweiß, alt mit ockergelbem Reflex; ganz bereift, Bereifung aber sehr fein und unauffällig, vor allem im unteren Stieldrittel (genau untersuchen); Lamellen: gedrängt, jung cremeweiß bis grauweiß, später graubeige bis olivgrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht notiert; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: unterhalb der Stielmitte meist zylindrisch, recht dünnwandig (0,5-1), Kristalle oft in der Mitte oder an Septen, z.B. 85x13/0,5, 80x9/0,5; Parazystiden variabel, keulig, zylindrisch; dazu irreguläre Zellen mit zipfeligen Auswüchsen, Elefantenrüssel und lange Haare; Kaulos im obersten Viertel überwiegend zylindrisch, oft irregulär, meist eher dünnwandig (0,5-1), bisw. septiert, eingeschnürt, oft sehr lang, z.B. 75x10/0,5; 73x17/1,5-2; 110x20/1,5-2; Parazystiden variabel, keulig, zylindrisch, irregulär; dazu haarartige Zellen und solche mit zipfeligen Auswüchsen, diese bisw. goldgelb pigmentert; Pleurozystiden: sehr variabel, fusoid, breit fusoid, subzylindrisch, eingeschnürt, ab und zu septiert, manche dick-, manche dünnwandig, ca. 65-91 x 12-20, Wandstärke 1-2; einzelne gelb, sonst fast hyalin in KOH; Cheilozystiden: dicht stehend, sehr variabel, oft sehr groß, z.B. 110x19/1-1,5, 80x18/1-1,5; Parazystiden zahlreich, mittelgroß; Sporen: amygdaloid, oft mit Delle, Apex meist konisch, seltener subkonisch, nicht spitz, Maße: 9,8 x 6,3 (9-10,5 x 5,5-6,5), Q=1,56 (1,38-1,75), 20 Sp. gemessen,
Nr. 21: Inocybe terrifera Kühner
Zur Bestimmung: Bei dieser Isar-Kollektion wieder auffallend die irregulären Kaulozystiden mit sehr eigenwillig geformten, oft mit Auswüchsen versehenen Parazystiden; Sporen typisch, Pleuros variabel und voluminös.
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Funddaten: 27.09.2013; Fundort: MTB 7935-3-1-3, ca. 550 m; D - By - Grünwald , Kalkbuchenwald nördlich der Grünwalder Brücke; bei großen Buchen in der Laubstreu; bei Salweide, Hasel und Ahorn, weiter entfernt auch große Buchen und Hainbuchen; gesellig (>10 Fk);
Hut: 4-6,5 cm breit; am Scheitel jung mit spärlichem weißem Velum; Stiel: bis 5,5 x 1 cm, stämmig, basal fast gleichdick oder schwach keulig bis etwas knollig erweitert, aber nie gerandet knollig, cremeweiß, auf ganzer Länge fein weiß bereift; Lamellen: jung grauweiß, dann grau; Fleisch: cremeweiß; Geruch: recht deutlich spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden (im obersten 5tel): büschelig, regulär fusoid bis zylindrisch, oft irregulär, bisw. mit Zwischensepten und mit Kristallen im Mittelbereich; Parazystiden sehr variabel, keulig, zylindrisch, auch lecythiform, nicht selten mit zipfeligen oder haarartigen Auswüchsen; Pleurozystiden: sehr variabel, fusoid, utriform, keulig, zylindrisch, metuloid, sehr voluminös, mäßig dickwandig, hyalin in KOH, ca. 76-87 x 16-31, Wandstärke am Bauch um 0,5 µm, am Apex 1-2; Sporen: amygdaloid, oft mit Delle, Apex konisch bis subkonisch, Maße: 10,0 x 6,0 (9-11 x 5,5-6,5), Q=1,67;
Nr. 22: Inocybe subbrunnea Kühner
Zur Bestimmung: Unverkennbar aufgrund des feinen Kristallbesatzes an den Zystidenhälsen.
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Funddaten: 21.09.2013; Fundort: MTB 8533-4-1-1, ca. 1100 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion, bodensauerer, magerer, trockener Buchen-Hutewald (wohl Schafbeweidung) mit viel Heide und Heidelbeere auf Hauptdolomit (möglicherweise auch würmeiszeitliche Fernmoräne), bei großen Buchen am Hang in der Laubstreu; gesellig (4 Fk);
Hut: 2,3-3,3 cm breit, erst keglig, dann flach gewölbt mit schwach vorgezogenem Buckel, Hutbedeckung wie gekämmt befasert, ziemlich geschlossen befasert, am Rand schwach aufreißend, kastanienbraun bis rehbraun, ohne Velumreste; Stiel: bis 3 x 0,5 cm, basal keulig-knollig, aber nicht gerandet knollig, bräunlich-beige, fichtenholzfarben, in den oberen zwei Dritteln etwas dunkler als im unteren; ganz bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, normal bis mäßig gedrängt, relativ jung hellgrau, später kartonbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach süßlich-spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im oberen Stielfünftel büschelig, lageniform bis fusoid, mit feinen Kristallen am Hals, hyalin, mäßig beschopft, z.B. 76x20/1-2; 92x20/15-2; Pleurozystiden: lageniform mit schlankem Hals, oft sehr bauchig, schwach beschopft, mit feinen Kristallen am Hals, ca. 71-92 x 18-23, Wandstärke am Bauch 1,5-2, am Hals 2-3,5; Sporen: gedrungen subamygdaloid, meist ohne Delle, Apex subkonisch bis breit gerundet, Maße 9,1 x 6,1 (8,5-10,5 x 5,5-7), Q=1,50 (1,37-1,69), 20 Sp. gemessen;
Nr. 23: Inocybe umbrinella Bres.
Zur Bestimmung: Mit dem Schlüssel in Larsson et. al. 2009 problemlos zu schlüsseln und gut mit den bisherigen Aufsammlungen übereinstimmend; die Zystiden fallen etwas kürzer aus.
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Funddaten: 28.06.2013; Fundort: MTB 7936-1-1-1, 545 m; München Waldperlach, Kieswerk nördlich der Putzbrunnerstraße; Schotterebene; in einem Weiden-Erlen-Wald bei eben diesen Baumarten; gesellig (>5 Fk);
Hut: 3-4,5 cm, jung walzenförmig, dann kegelig, zuletzt flach kegelig, Oberfläche bei reifen Fk grob faserig, zum Rand hin deutlich aufreißend und Hutrand auch einreißend; am Scheitel bisw. dunkelbraun, aber insgesamt recht blass gefärbt, hellbeige mit dunkleren braunen Streifen, ohne Gelbtöne; junge Fk. bisw. mit weißem Velumbelag am Scheitel; Hutrand jung dicht anliegen am Stiel und beim Abheben mit feinen, flüchtigen Cortinafasern behangen; Stiel: bis 6 lang und bis 0,6 cm brei, zylindrisch, basal nicht oder schwach verdickt, cremeweiß mit beigem Reflex, stark längsstreifig, an der Spitze fein bereift, sonst längsfaserig; Lamellen: aufsteigend und bisw. etwas ausgebuchtet angewachsen, gedrängt, ziemlich schmal, jung weiß, später betongrau, reif beigegrau bis olivgrau, ohne Gelbtöne; Fleisch: im Hut weiß, im Stiel creme; Geruch: schwach spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Cheilozystiden: überwiegend schlank keulig, hyalin, ca. 30-36 x 9-13; Sporen: schlank ellipsoid bis subamygdaloid, in Aufsicht oft ovoid, Apex schmal bis mittelbreit gerundet und bisw. mit schwachem Kallus, Maße: 10,3 x 6,6 (9-12,5 x 6-7), Q=1,56 (1,38-1,85), 20 Sp. gemessen;
Nr. 24: Inocybe ovatocystis Bours. & Kuehn.
Zur Bestimmung: Eine Kollektion aus dem Sphagnum
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Funddaten: 31.08.2013; Fundort: MTB 8040-3-1-4, 530 m NN; Bad Endorf, Hemhofer Seenplatte (würmeiszeitliche Relikte mit flachen Moränenhügeln), Moor nördlich des Kautsees, im Sphagnum bei Fichte und Erle; gesellig (5 Fk);
Hut: jung halbkugelig, reif flach gewölbt bis ausgebreitet, ohne Buckel, fein schuppig, Schuppen sparrig aufgerichtet, zum Rand hin filzig, dunkelbraun; Stiel: bis 4 x 0,4 cm, basal gleichdick, blassbraun, braun wollig-schuppig (jung, wie Wollsocken)), später dunkler überfasert; Lamellen: aufsteigend angewachsen, gedrängt, jung grauweiß, reif blassbraun, fast ohne Grau- und Olivtöne; Fleisch: im Hut wässrig grau, Stiel alt bisw. hohl, im Stiel blassbraun; Geruch: etwas an L. queletii erinnernd, Dispersionsfarbe; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbekleidung: ganz an der Spitze auch echte Kaulozystiden vorhanden, diese büschelig, utriform, schwach dickwandig, ohne Kristallschopf, wenig dickwandig, z.B. 45x12/0,5; 57x9/0,5; darunter Stielbekleidung aus zylindrischen, oft braun pigmentierten und schwach dickwandigen Zellen; Pleurozystiden: stets keulig, schwach dickwandig, fast hyalin in KOH, ohne Kristalle, aber mit kristallinem Belag am Scheitel, ca. 36-42 x 14-15, Wandstärke um 0,5 µm; Cheilozystiden: überwiegend keulig wie die Pleuros, auch breit spindelig; Sporen: höckerig, Höcker sehr zahlreich (ca. 11-13 in Aufsicht), meist rundlich und deutlich vorgewölbt, aber auch zapfig ausgezogen, Maße: 8,9 x 6,6 (8-10 x 6-7), Q=1,34, 20 Sp. gemessen;
Nr. 25: Inocybe ovatocystis Bours. & Kuehn.
Zur Bestimmung: Eine Kollektion aus einem eher trockenen Laubmischwald.
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Funddaten: 19.10.2013; Fundort: MTB 8133-2-4-2, 600 m; D - By - Bernried, Bernrieder Park; buchendominierter Laubmischwald (Buche, Eiche, Esche, Ahorn, Linde, Hainbuche, Haselnuss) auf Würmmoräne; unter großen Buchen und Haselnuss; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 1,5 cm breit, halbkugelig bis gewölbt, ohne Buckel, sparrig schuppig, schokobraun; Stiel: bis 2,4 x 0,3 cm, basal gleichdick, an der Spitze blassbraun und beschürfelt, darunter mit wollig-filziger Zone, dunkler braun und flaumig überzogen; Lamellen: aufsteigend angewachsen, gedrängt, graubraun; Fleisch: im Hut weiß, im Stiel blass braun; Geruch: schwacher Cristata-Geruch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: fehlen; wollige Stielbekleidung aus zylindrischen, kettig angeordneten und verflochtenen Zellen, die schwach quergestreift braun inkrustiert sind; Pleurozystiden: keulig, metuloid, dünnwandig, ca. 41-52 x 16-22, Wandstärke nicht über 0,5 µm; Sporen: kräftig höckerig, Höcker rundlich und weit vorgezogen bis schwach zapfig ausgezogen, Maße: 8,7 x 6,2 (8-9,5 x 5,5-7), Q=1,40;
Nr. 26: Inocybe piceae Stangl & Schwöbel
Zur Bestimmung: Mit Stangl-Monografie problemlos bestimmbar.
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Funddaten: 07.09.2013; Fundort: MTB 8236-3-1-2, ca. 900 m; D-By-Gmund, Marienstein, Tegernseer Flyschberge, Bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) mit viel Heidelbeere, unter großen Fichten und jungen Buchen an feuchter Böschung; gesellig (>10 Fk);
Hut: 3,5-7,8 (!) cm, jung kegelig, dann flach gewölbt mit flachem Buckel, Hutbedeckung feinfaserig, zum Rand hin auch gröber faserig, mit dicken weißgrauen Velumschuppen konzentrisch genattert, rehbraun bis lehmbraun; Stiel: bis 7 x 1 cm, basal mit bis zu 2 cm breiter Knolle, die Oberseits kaum bis sehr deutlich gerandet und unterseits stark abgeflacht ist, rötlichbeige (RAL beigerot), an der Knolle weiß, ganz bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, hellgrau bis kartonbraun (RAL khakibraun); Schneiden feinst weißflockig Fleisch: im Hut weiß mit wässrig grauer Zone über den Lamellen, im Stiel wie außen; Geruch: schwach spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im obersten Stielfünftel büschelig, meist fusoid, seltener sublageniform mit breitem Hals, metuloid, hyalin in KOH, z.B. 70x17/1-2,5; 72x15/0,5-2,5; 67x16/0,5-2, Wandstärke am Bauch 0,5-1, am Apex deutlich dicker und oft abrupt verdickt (bis 2,5); vermischt mit keuligen bis blasigen Parazystiden, diese teils recht groß und bisw. schwach dickwandig; Pleurozystiden: breit fusoid bis subutriform mit breitem, kurzem Hals, hyalin in KOH, am Bauch mäßig, am Apex deutlich und oft abrupt dickwandig, metuloid, ca. 70-82 x 18-26, Wandstärke am Bauch 1-1,5, am Apex 2,5-4; Cheilozystiden: mäßig dicht, wie die Pleuros; Parazystiden eher klein und unauffällig; Sporen: höckerig, in der Aufsicht mit 10-15 Höckern; Höcker zwar überwiegend rundlich, aber bei fast allen Sporen einige zapfig ausgezogen, Maße: 11,4 x 8,0 (10,5-12,5 x 7-9), Q=1,43;
Nr. 27: Inocybe castanea Peck
Zur Bestimmung: Erinnert stark an die I. castanea vom Sonnenberg (Nr. 64/2012)! Und die ist es auch. Völlig unverkennbar die apikal granulierten Hymenialzystiden. Typisch offenbar auch die Vorliebe für morsches Holz. Übereinstimmend auch die schütteren, in KOH stärker als die Pleuros gelben Cheilozystiden.
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Funddaten: 27.09.2013; Fundort: MTB 7935-1-3-4, ca. 550 m; D - By - Grünwald , Kalkbuchenwald nördlich der Grünwalder Brücke; bei großen Buchen auf einem übermoosten Buchenstrunk;
Hut: bis 2,7 cm breit, jung durch Velumreste mit weißem Hutrand; Stiel basal gleichdick, ganz bereift, aber teilweise schütter; Geruch unauffällig; im Übrigen siehe Fotos; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: auch unterhalb der Stielmitte echte Kaulos vorhanden; meist lageniform bis sublageniform, auch schlank fusoid, schwach bis mäßig beschopft, am Apex bisw. fein granuliert, unten z.B. 75x16/1-1,5, 90x17/0,5-1; oben z.B. 80x13/1,5-2; Parazystiden sehr zahlreich, büschelig, dominierend, regulär keulig, bisw. gegliedert; Pleurozystiden: lageniform bis schmal fusoid, Basis oft abgerundet, metuloid, Apex meist auf knapp 10 µm Länge feinkörnig besetzt (granuliert), blass gelblich in KOH, normal dickwandig, ca. 58-84 x 12-17, Wandstärke am Bauch 1-2, am Apex 1,5-3; Cheilozystiden: schütter, wie die Pleuros, aber oft etwas stärker gelb in KOH; Parazystiden eher klein und unauffällig; Basidien: 4-sporig; Sporen: höckerig, in Aufsicht mit ca. 6 Höckern, Höcker abgerundet und schwach vorgewölbt, Maße: 7,6 x 5,5 (6,5-8,5 x 5-6), Q=1,37 (1,25-1,60), 20 Sp. gemessen;
Nr. 28: Inocybe spec.
Zur Bestimmung: Wegen der nur sporadischen Kaulozystiden in der unteren Stielhälfte nicht sicher in die Cortinatae oder Marginatae einzuordnen. Mikroskopisch weitgehend übereinstimmend mit I. vaccina, aber mit völlig anderer Makroskopie. Vielleicht liegt hier ein Übergang zu Kollektion Nr. 46/2012 vor. I. glabrescens hat stärker faserige Hüte. Keine Ahnung, was das sonst noch sein könnte.
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Funddaten: 07.09.2013; Fundort: MTB 8236-3-1-2, ca. 880 m; D-By-Gmund, Marienstein, Tegernseer Flyschberge, Bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) mit viel Heidelbeere, an der Böschung unter riesiger Tanne und jungen Buchen; gesellig (>5 Fk);
Hut: 1,8-2 cm breit, oft irregulär kegelig (wie bei den Kollektionen aus dem Zeller Wald) mit abgerundetem Buckel, ganz jung mit feinem cremegrauem Velumbelag, der rasch schwindet, ziemlich schwach faserig, feinst faserschuppig (angedrückt, unauffällig), nie richtig aufschuppend, rehbraun; auch jung ohne Cortina Stiel: bis 2,5 x 0,4 cm, basal gleichdick oder schwach spindelig erweitert, beige, bis unter die Mitte bereift, dann stielabwärts nur noch spärlich und von der Basis her weit herauf weißfilzig (ganz typisch für die Art); Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung beige, später graubeige (RAL: olivgrau); Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht notiert; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: metuloide Kaulozystiden unterhalb der Stielmitte sporadisch vorhanden (z.B. 73x15/1-1,5), fusoid; Stielbekleidung sonst aus einem Gewirr zylindrischer Zellen mit ebensolchen Endzellen ("Filz"); Kaulozystiden auch im mittleren Stielbereich eher vereinzelt (100x14/1-1,5, 100x15/0,5-1), subzylindrisch, metuloid; Pleurozystiden: sehr zahlreich, überwiegend schlank fusoid, oft sublageniform mit breitem Hals, seltener deutlich lageniform mit recht schmalem Hals, metuloid, mäßig dickwandig, blass gelblich in KOH, ziemlich lang, ca. 70-90 x 15-20, Wandstärke am Bauch um 1 µm, am Hals 1,5-2; Cheilozystiden: schütter, wie die Pleuros geformt, aber etwas kleiner, durchsetzt mit büscheligen Parazystiden, diese keulig und mittelgroß bis groß; Sporen: amygdaloid, Apex subkonisch bis schmal gerundet, nie spitz oder abrupt konisch, Maße: 8,7 x 5,0 (8-9,5 x 4,5-5,5), Q=1,76 (1,58-1,90), 20 Sp. gemessen;
Nr. 29: Inocybe cf. napipes F.E. Lange
Zur Bestimmung: Die Sporen sind vielleicht eine Idee zu groß, die typische Dreifarbigkeit des Stiels ist nur schwach ausgeprägt, die Hymenialzystiden sind auffällig dickwandig und der Geruch absonderlich; I. proximella und I. striata mit nicht so knolligem Stiel und anders geformten Hymenialzystiden. I. asterospora mit sternförmigen Sporen und anders geformten Hymenialzystiden.
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Funddaten: 10.10.2013; Fundort: MTB 7446-4-1-1, 350 m D – By – Passau, Neuburger Wald, am 4er Wanderweg (Westseite) von Girlitz nach Abraham, Mischwald (Buche, Eiche, Tanne, Fichte) auf Gneis; bei Buchen und Tannen; gesellig (5 Fk));
Hut: bis 6 cm, stark rimos mit spitzem Buckel; Stiel: bis 11 x 0,8 cm, basal stark knollig, aber höchstens angedeutet gerandet, nur apikal bereift; Geruch: unangenehm, Cristata-Geruch; Im Übrigen siehe Fotos; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im obersten Stielfünftel nur verstreut dickwandige, keulige bis breit fusoide Kaulozystiden; Zellen der Stielbereifung überwiegend zylindrisch, oft kettig angeordnet und gelblich quergestreift inkrustiert; Pleurozystiden: überwiegend keulig bis breit fusoid, schwach beschopft, dickwandig, in KOH blass gelblich, ca. 49-57 x 17-20, Wandstärke am Bauch 1-1,5, unterhalb des Apex ca. 1,5-2,5; Cheilozystiden: schütter, wie die Pleuros, keine auffälligen Parazystiden festgestellt; Sporen: stark höckerig, Höcker mäßig zahlreich, oft zapfig ausgezogen, Maße: 9,9 x 6,9 (8,5-11 x 5,5-7,5), Q=1,43;