Entoloma 2011
Nr. 20: Entoloma sericatum (Britzelm.) Sacc. (Weidenrötling)
Zur Bestimmung: Im Grögerschlüssel könnten die relativ langen Zellen der LTr etwas irritieren, aber bei Gesamtschau der Merkmale kommt man Problemlos in die richtige Sektion. Im Übrigen passen alle Merkmale.
Funddaten: 31.10.2011; MTB 7446-4-1-4, 310 m; D - By - Passau, Neuburger Wald, Girlitz, in krautigem Weiden-Erlenbruch, terrestrisch; gesellig (>5 Fk)
Hut: bis 5,3 cm, flach ausgebreitet, kaum gebuckelt, in der Randzone (ca. 1 cm) durchscheinend gerieft, trocken, schwach glänzend, graubraun, hygrophan,; Stiel: bis 7 x 0,6 cm, basal schwach verdickt, creme bis cremegrau, silbrigweiß überfasert und glänzend; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt, breit, cremebeige mit deutliche Rosastich; Schneiden wellig-schartig, gleichfarbig; Fleisch: im Hutkern schmutzig-weiß, im Stiel cremegrau; Geruch: im Schnitt deutlich nach Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: glatte Cutis, Zellbreite ca. 2-10, Schnallen vorhanden; Pigment in der Epicutis fein inkrustierend, in der Subcutis auch blass intrazellulär braun (diffus); Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: Zellen in der Regel über 100 lang, ca. 120 bis über 200 gemessen; Basidien: 4-sporig, ca. 41-45 x 10-12, mit Schnallen; Sporen: subisodiametrisch, mit 5-7 gut ausgeprägten Ecken, 8,8 x 7,5 (7,5-10 x 6,5-8), Q=1,18 (1,13-1,33);
Nr. 19: Entoloma cf. atrocoeruleum Noordel. (Schwarzblauer Zärtling)
Zur Bestimmung: mit Gröger geschlüsselt; aufgrund der Blautöne im Hut und der kleinen Sporen eher atrocoeruleum als anatinum; meiner Meinung nach von den ursprünglich als E. anatinum bestimmten Aufsammlungen aus Klais und Kaltenbrunn nicht zu trennen!
Funddaten: 01.10.2011; MTB 8533-1-1-2, 980 m; D - By -Gerold (Werdenfelser Land, Kalkgebirge mit fichtendominierten Mischwäldern), auf nasser Mähwiese; gesellig (3 Fk)
Hut: bis 2,7 cm breit, normaler Leptonia-Habitus, grob samtig bis kleinschuppig, ungerieft, nicht hygrophan, dunkelbraun, jung mit schwachen Blautönen; Stiel: bis 5,3 x 0,25, basal weißfilzig, fast wie poliert, minimal weißlich überfasert, jung dunkelblau, später dunkelgrau; Lamellen: aufsteigend und sehr breit (auffällig!) angewachsen, breit (7 mm!), gedrängt, jung weißlich, später cremegrau bis graubraun; Schneiden gleichfarbig, glatt bis feinst flockig; Geruch: schwach nach Dispersionsfarbe; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: fertil; Basidien: 4-sporig, groß (ca. 41-47 x 11-12,5), ohne Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-7 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 10,6 x 7,3 (9,5-11,5 x 6,5-8), Q=1,45 (1,27-1,69);
Nr. 18: Entoloma cf. politum (Pers.: Fr.) Donk (Glänzender Rötling)
Zur Bestimmung: E. politum sollte eigentlich einen polierten Stiel haben und außerdem in der Regel nitrös riechen; eine Alternative wäre E. rhodopolium var. pseudopolitum, die aber nach Noordel. kaum wahrnehmbar intrazelluläres Pigment besitzt; mein Rötling fällt durch den nassen Standort im Moor und durch den Bittermandelgeruch völlig aus dem Rahmen;
Funddaten: 22.09.2011; MTB 8232-4-1-1, 700 m D - By - Huglfing, Grasleiten, am Rand eines Moors an extrem nasser Stelle zwischen Gräsern und Sphagnum; einzeln.
Hut: 3,8 cm breit, flach ausgebreitet, Zentrum schwach vertieft, einseitig gelappt, glatt, speckig glänzend, trocken, nur am äußersten Rand schwach durchscheinend gerieft, dunkelbraun; hygrophan, vom Scheitel her hellbraun ausblassend; Stiel: 7,5 x 0,4 cm, basal gleichdick, zylindrisch, hohl, cremegrau, dicht weißlich überfasert; Lamellen: absteigend und abgerundet angewachsen (habituell herablaufend), gedrängt, cremegrau bis blass graubraun; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: dünn, im Hut wässrig grau bis graubraun, im Stiel cremegrau; Geruch: frisch, nicht mehlig, mit deutlicher Bittermandel-Komponente; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Glatte Cutis, Zellbreite ca. 3-7, meist recht schmal, schwach gelifiziert, vereinzelt auch zylindrische Endzellen beobachtet (nicht breiter); Schnallen reichlich vorhanden; Pigment kräftig braun intrazellulär (diffus, körnig und vakuolär), bei einigen körnigen Agglomerationen bin ich mir nicht sicher, ob sie schwach inkrustierend sind, aber typisch inkrustierenden Pigment ist es allemal nicht; Lamellenschneide: fertil; Basidien: 4-sporig, mit Basalschnallen, ca. 30-34 x 7,5-9; Zellen der Lamellentrama meist unter 100, vereinzelt aber über 150 lang, bisw. etwas aufgeblasen (bis ca. 12 breit); Sporen: subisodiametrisch, mit 5-7 normal ausgeprägten Ecken (meist 5 oder 6), Maße: 7,9 x 6,9 (7-9,5 x 6-8,5), Q=1,16 (1,03-1,23), 20 Sp. gemessen;
Nr. 17: Entoloma cuspidiferum (Kühner & Romagnesi) Noordel. (Zipfelmützen-Glöckling)
Zur Bestimmung: mit Gröger geschlüsselt.
Funddaten: 22.09.2011; MTB 8232-4-1-1, 700 m; D - By - Huglfing, Grasleiten, am Rand eines Moors im roten Sphagnum, gesellig (2 Fk), verges. mit E. conferendum;
Hut: bis 1,7 x 1 cm, spitzkegelig mit kleiner Papille, am Scheitel schokobraun, zum Rand hin etwas heller satt braun, zu 2/3 durchscheinend gerieft, völlig glatt, seidig glänzend, hygrophan, streifig ausblassen; (der jüngere, der schon in der Sonne ausgeblasst war, hat über Nacht im feuchten Sphagnum wieder Feuchtigkeit gezogen und wurde satt braun); Stiel: bis 9 x 0,2 cm, basal gleichdick und an anderem Moos verankert, etwas heller als der Hut, olivbraun, längsfaserig, schwach weißlich überfasert; Lamellen: steil aufsteigend und schmal angewachsen, mäßig gedrängt, etwas queraderig, auffallend dunkel graubraun bis kartonbraun; Schneiden konvex, weißlich, etwas wellig, glatt; Fleisch: im Hut wässrig dunkelbraun, im Stiel olivbraun; Geruch: unauffällig, kein Mehlgeruch, eher eine Spur säuerlich; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: glatte Cutis, Zellbreite sehr variabel (3-20); Schnallen vorhanden, aber selten und bisw. schwer zu finden; Pigment fein bis grob quergestreift inkrustierend, braun, in tieferen Schichten auch intrazellulär (Vakuolen), aber nur sporadisch; Hutrama lang septiert; Kaulozystiden: Stielbeschürfelung an der Spitze aus meist schwach büschelig angeordneten, langen, schmalen Knopfhaarzystiden, z.B. ca. 47-87 x 3,5-4 x 5-6 (Länge mal Breite mal Kopf); Lamellenschneide: fertil, aber mit vielen sterilen Zellen, die von Basidiolen kaum zu unterscheiden sind; Basidien: überwiegend oder ausschließlich 2-sporig, bei einem Fk vereinzelt 3- und 4-sporige beobachtet, ca. 38-47 x 11-12, Schnallen zahlreich; Lamellentrama lang septiert; Sporen: heterodiametrisch bis subisodiametrisch, mit 5-6 mäßig gut ausgeprägten Ecken, Maße: 11,8 x 9,6 (10-15 x 8,5-11,5), Q=1,23 (1,11-1,37), 20 Sp. gemessen;
Nr. 16: Entoloma mougeotii (Fr. in Quél.) Hesler (Schiefergrauer Zärtling)
Zur Bestimmung: mit Gröger und FE5a geschlüsselt.
Funddaten: 20.09.2011; MTB 7735-4-3-1, 490 m; D - By - München, Fröttmaninger Heide (Magerwiese auf Kalkschotter, von Schafen beweidet), auf der Wiese an eher langgrasiger Stelle; gesellig (5 Fk);
Hut: bis 1,9 cm breit, feinfilzig, ungerieft, blaugrau; Stiel: bis 4 x 0,4 cm, fast filzig faserig, blaugrau wie der Hut; auch nach Verlust der blauen Farbe Stielspitze am Lamellenansatz bläulich (auffällig); Lamellen: schwach ausgebuchtet bis gerade angewachsen (meist so), gedrängt, jung cremeweiß, später cremebeige; Schneiden ziemlich gerade, gleichfarbig und glatt oder etwas wellig-schartig; Fleisch: durchgehend blaugrau bis grau; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS (etwa auf halbem Radius untersucht): Trichoderm aus aufgerichteten Hypenbüscheln, Endzellen zylindrisch mit abgerundetem Apex (auch minimal schlankkeulig), ca. 50-88 x 8-15, also recht schlank, ohne Schnallen; Pigment intrazellulär braun, diffus; Lamellenschneide: steril, je nach Präparierung manchmal auch heteromorph wirkend; Cheilozystiden oft etwas unauffällig und schwer von Basidiolen zu unterscheiden, bisweilen auch besser differenziert, meist 1-2fach septiert, Endzellen zylindrisch bis schlank keulig und am Apex oft etwas dickwandig, ca. 16-40 x 5-10, also nicht größer und meist schlanker als die Basidien, ohne Schnallen, bisw. sehr blass bräunlich pigmentiert; Basidien: 4-sporig, ca. 32-42 x 10-11, ohne Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, meist mit 6-7 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 10,4 x 6,6 (9,5-12,5 x 6,0-7,5), Q=1,57 (1,36-1,77), 20 Sp. gemessen;
Nr. 15: Entoloma serrulatum (Fr.: Fr.) Hesler (Gesägtblättriger Zärtling)
Zur Bestimmung: mit Gröger geschlüsselt. Die letzen beiden Fotos zeigen eine makroskopisch bestimmte Aufsammlung vom selben Tag und aus demselben Biotop.
Funddaten: 20.09.2011; MTB 7735-4-3-1, 490 m; D - By - München, Fröttmaninger Heide (Magerwiese auf Kalkschotter, von Schafen beweidet), auf der Wiese an eher langgrasiger Stelle; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 3,3 cm breit, jung halbkugelig, später bis flach ausgebreitet, genabelt, jung komplett filzig-grieselig, am Scheitel bisw. kleinschuppig, später glatter filzig-faserig, schwarzbraun mit deutlichem Blauton (jung), jung stets ungerieft, alt am Rand oder bis zum Scheitel schwach durchscheinend gerieft; kaum hygrophan; Stiel: bis 5 x 0,3 cm, basal gleichdick und stark weißfilzig, feinst faserig, fast glatt, aber nicht ausgesprochen poliert wirkend, nicht überfasert, dunkel graublau, später dunkelgrau; Lamellen: kurz aufsteigend bis gerade angewachsen, gedrängt, jung cremeweiß und mit leichtem Blauton, später cremegrau bis (alt) beige mit schwachem Rosastich; Schneiden bei jungen Exemplaren (mit herabgebogenem Hutrand) stets konkav, dann ziemlich gerade bis schwach konvex, jung oft nicht gefärbt oder nur undeutlich hyalin-grau, später schwarzblau gefärbt (nicht sehr grob und typisch morseartig unterbrochen); Fleisch: extrem dünn, stahlgrau, jung mit Blauton; Geruch: schwach; leicht gebäckartig, an Phlegmacium erinnernd; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: steril, vom Serrulatum-Typ; Cheilozystiden teils septiert und gegliedert, Endzellen zylindrisch bis schlank keulig, ca. 40-100 lang und 6-12 breit, blass braun pigmentiert, ohne Schnallen; die Serrulatum-Stuktur (mit schneidenparallelem Hyphenstrang) ist nicht immer gut zu erkennen, in jedem Fall sind die Cheilos sehr dicht und in dicker Schicht angeordnet; Basidien: 4-sporig, 33x10, 34x10, 39x11, ohne Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-7 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 9,2 x 6,5 (8,5-10,5 x 6-7), Q=1,42 (1,31-1,62);
Nr. 14: Entoloma spec.
Zur Bestimmung: Diese stattliche Leptonia lässt sich nicht schlüsseln, obwohl sie sehr gute Merkmale hat: ungeriefter, schuppiger, hygrophaner Hut, große, voluminöse Cheilozystiden und kleine Sporen; in den Schlüsseln (Gröger,FE5a) versandet man bei E. mediterraneense, poliopus, porphyrogriseum; möglicherweise gehört die Kollektion trotz der kleinen Sporen zu E. sodale. Dafür sprechen die großen, voluminösen Cheilozystiden. Das Foto von Vauras in FE5a (S. 1323) ist nicht unähnlich, und auch Ludwig stellt im Kompendium kleinsporige Kollektionen von E. sodale vor.
Funddaten: 20.09.2011; MTB 7735-4-3-1, 490 m; D - By - München, Fröttmaninger Heide (Magerwiese auf Kalkschotter, von Schafen beweidet), auf der Wiese an eher langgrasiger Stelle; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 3,5 cm breit (insgesamt kräftige, breithütige, eher untersetzte Art), jung polsterig, später flach gewölbt, genabelt, mit stark heruntergebogenem Rand, jung etwas grieselig rauh und glimmerig überreift, später streifig auffasernd oder kleinschuppig aufbrechend (Hutbedeckung dann bisweilen sogar lückig werdend), nie gerieft, deutlich hygrophan, jung dunkelbraun, später kartonbraun bis ockerbraun aufhellend; Stiel: bis 4 x 0,6 cm, recht kräftig, hohl, basal verjüngt und schwach weißflizig, meist breitgedrückt und mit Längsfurche, fein faserig, fein weißlich überfasert, nicht poliert, jung blass blaugrau, die blaue Farbe rasch schwindend, dann dunkel graubraun (jung) bis hell graubraun oder cremebeige; Lamellen: deutlich aufsteigend angewachsen, mäßig gedrängt, bis etwas entfernt, bis 5 mm breit, jung cremegrau, reif beige mit schwachem Rosaton; Schneiden gleichfarbig und glatt bis schwach feingekerbt; Fleisch: cremeweiß, in der Stielrinde grau; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellbreit ca. 3-10, Endzellen schwach aufgerichtet, ca. bis 20 breit (Schüppchenagglomerate in zwei Präparaten nur sehr vertreut, sonst glatte Cutis), ohne Schnallen, Pigment intrazellulär, braun; Huttrama mit Leptonia-Bläschen; Lamellenschneide: steril; Cheiloyzystiden: überwiegend schlank keulig bis keulig, auch spindelig oder subzylindrisch, hyalin, vereinzelt blass bräunlich, ca. 39-90 x 12-27, ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig, ca. 32-40 x 9-10, ohne Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 6-7, seltener 5 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 9,5 x 6,8 (8,5-11 x 6-7,5), Q=1,41 (1,21-1,58), 20 Sp. gemessen;
Nr. 13: Entoloma phaeocyathus Noordel. (Dunkelbrauner Nabelrötling)
Zur Bestimmung: Ludwig synonymisiert mit E. flocculosum; da bin ich mal vorsichtig und bestimme nach Grögerschlüssel (aufgrund der Zystiden); meine E. flocculosum vom 07.11.2009 hat auch Zystiden (habe ich wohl nach Ludwig bestimmt), aber wesentlich größere Sporen; meine E. rusticuoides vom 27.06.2009 ist wohl identisch mit dieser Kollektion, aber ich hatte keine Zystiden gefunden.
Funddaten: 20.09.2011; MTB 7735-4-3-2, 490 m; D - By - München, Fröttmaninger Heide (Magerwiese auf Kalkschotter, von Schafen beweidet), auf nackter Erde; gesellig (3 Fk) verges. mit Conocybe brachypodii (?);
Hut: bis 1,6 cm breit, genabelt, omphaloid, am Nabel schuppig-rissig, sonst mit feinen Faserschüppchen bedeckt, diese etwas silbrig, nur am Rand oder fast bis zum Scheitel sehr schwach durchscheinend gerieft, dunkelbraun; nicht hygrophan; Stiel: bis 1,6 x 0,15 cm, von oben nach unten leicht verschmälert, basal nicht verdickt, voll, +/- glatt, höchstens schwach bereift, aber eher dreckig, hutfarben, ohne Blautöne; Lamellen: gerade und breit angewachsen bis herablaufend (habituell herablaufend), entfernt (ca. 15 erreichen den Stiel), ziemlich dunkel graubraun, kartonbraun; Fleisch: dünn, wässrig dunkelbraun; Geruch: unauffällig, vielleicht ganz schwach nach Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellbreite ca. 2-10, mit keuligen, bis 26 breiten Endzellen (50x18); keine Schnallen gesehen; Pigment grob quergestreift inkrustierend, dunkelbraun; Lamellenschneide: steril oder heterogen, Cheilozystiden keulig-blasig bisw. schwach artikuliert, 24x12, 26x12, 25x8, 32x14, ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig, 38x10, 37x10, ohne Schnallen; Sporen: subisodiametrisch, mit 5-7 schwach ausgeprägten Ecke, oft fast rundlich, Maße: 7,6 x 6,5 (7-8,5 x 6-7,5), Q=1,17 (1,13-1,25);
Nr. 12: Entoloma turci (Bres.) Moser (Rötender Zärtling)
Zur Bestimmung: Mit Gröger und FE5a geschlüsselt; das in Gröger und FE5a angegebene Merkmal der jung bräunlichen Lamellen entspricht nicht der Originalbeschreibung (albae! Moser: Lamellen lange weiß); es passen alle Merkmale, nur das Röten konnte ich nicht beobachten. Es kann nach Ludwig bzw. Stridvall aber auch ausbleiben.
Funddaten: 20.09.2011; MTB 7735-4-3-1, 490 m; D - By - München, Fröttmaninger Heide (Magerwiese auf Kalkschotter, von Schafen beweidet), auf der Wiese an langgrasiger Stelle; gesellig (5 Fk);
Hut: bis 3,5 cm breit, kegelig bis flach ausgebreitet, schwach genabelt, jung grob samtig bis feinschuppig, später glatter, vor allem zum Rand hin, jung und alt völlig ungerieft, hell graubraun bis kartonbraun, am Scheitel dunkler braun; schwach hygrophan; Stiel: bis 6 x 0,4 cm, zylindrisch bis schwach breitgedrückt, aber ohne Furche, apikal schwach erweitert, basal verjüngt, hohl, brüchig, jung ziemlich grob faserig, weißlich überfasert, später glatter, aber nicht ausgesprochen poliert, hell graubraun bis cremegrau (heller als der Hut); Lamellen: ausgebuchtet oder schwach aufsteigend und bisw. mit Zahn recht breit angewachsen, gedrängt, jung cremeweiß, reif cremegrau mit deutlichem Rosastich; Schneiden ziemlich gerade bis schwach konvex, jung minimal konkav, gleichfarbig und glatt; Fleisch: im Hut wässrig grau bis graubraun, im Stiel cremegrau; Geruch: null; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellbreite ca. 5-10, Schüppchen als dickere Endzellen ausgeprägt (bis 15), aber am Exsikkat ziemlich kollabiert, Pigment intrazellulär (diffus, vakuolär und körnig) sattbraun, keine Schnallen gesehen; Lamellenschneide: steril, Cheilozystiden gegliedert, aus schlanken Hyphen entspringend (bisw. an Serrulatum-Typ erinnernd, aber ohne deutlich schneidenparallelen Strang), Endzellen schlank keulig bis gestielt kopfig, ca. 19-38 x 6-11, alt zum Bräunen neigend, ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig, ca. 34-40 x 12-13; ohne Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit kräftigen Wänden und 5-7 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 10,7 x 7,7 (9,5-12 x 7,5-8,5), Q=1,38 (1,27-1,60);
Nr. 11: Entoloma pleopodium (Bull. ex DC.: Fr.) Noordel. (Zitronengelber Glöckling)
Zur Bestimmung: Mit Gröger erst vorbeigeschlüsselt, da die Huthautzellen doch relativ weit sind; aber makroskopisch schon eindeutig.
Funddaten: 17.09.2011; MTB 8135-4-1-3, 720 m; D - By - Dietramszell, Zeller Wald, im (absterbenden) Eschenwald (mit eingestreuten Fichten und Tannen), auf nackter Erde zwischen Fissidens-Moos; gesellig (3 Fk); vergesellschaftet mit E. sarcitum;
Hut: bis 2,2 cm breit, flach gewölbt, angedeutet genabelt, am Scheitel schwach bereift bis etwas schürfelig, sonst +/- glatt, bis zum Scheitel durchscheinend gerieft, am und um den Scheitel dunkelbraun bis sattbraun, dann olivgelb, zum Rand hin immer heller und lebhaft gefärbt; Stiel: bis 3,7 x 0,25, zylindrisch, basal gleichdick, ziemlich dunkle rötlichbraun, apikal schwach bereift, sonst weiß überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, mäßig gedrängt, jung zitronengelb, später durch die Sporenreife beigegelb, Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: sehr dünn, im Hut wässrig olivbraun, im Stielkern schmutzig weiß, sonst rötlichbraun; Geruch: nach Hubba-Bubba, auffallend süßlich nach Fruchtgummi, Bonbon etc.; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis aus meist recht breiten Zellen (ca. 8-25, meist um 10-15), oft kurzkettig septiert, Enzellen keulig, zyindrisch, ca. 14-20 breit, Trama ohne leptoinoide Körnchen, keine Schnallen gesehen; Pigment sehr blass, höchstens feinst inkrustierend; Lamellenschneide: fertil, sterile Zellen vorhanden, aber nicht von Basidiolen zu unterscheiden; Basidien: 4-sporig, sehr lang, ca. 41-45 x 10-11, mit Basalschnallen; Lamellentrama lang septiert; Sporen: heteordiametrisch, oft fast kreuzförmig geknickt, einfach, mit 5-6 gut ausgeprägten Ecken; Maße: 9,6 x 7,1 (9-10,5 x 6,5-7,5), Q=1,35 (1,20-1,46);
Nr. 10: Entoloma sarcitum (Fr.) Noordel. (Fettigglänzender Nabelrötling)
Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt, dort über den Hinweis bei E. farinasprellum, die offenbar Anlass zu Verwechslungen geben könnte: Letztere ist jedoch eine Leptonia und sollte kleinere Sporen aufweisen (aber: von Arnolds abweichend auch mit den Maßen der vorliegenden Kollektion angegeben); abweichend von der Beschreibung sind die extrem gestreckten, schmalen Sporen.
Funddaten: 17.09.2011; MTB 8135-4-1-3, 720 m; D - By - Dietramszell, Zeller Wald im (absterbenden) Eschenwald (mit eingestreuten Fichten und Tannen), unter Gelbem Springkraut- und Taubnesselverhau, terrestrisch, auf nackter Erde; gesellig (6 Fk); verges. mit E. lanicum und E. pleopodium;
Hut: bis 3,4 cm breit, Leptonia-Habitus, schwach genabelt, trocken, matt, bis zum Scheitel gerieft, olivbraun; hygrophan; Stiel: bis 4 x 0,8, meist breitgedrückt und mit Längsfurche, auffallend breit, brüchig, hohl, olivgrau, schwach faserig, fast glatt, basal weißfilzig; Lamellen: schwach aufsteigend bis gerade und breit angewachsen, mäßig gedrängt, am Grund bisw. mit Anastomosen, jung graubeige, alt mit minimalem Rosastich; Fleisch: wässrig grau, im Stiel cremegrau; Geruch: im Schnitt deutlich mehlig-gurkig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellbreite bis 15, ohne leptonioide Körnchen, Endzellen in Scheitelnähe bis 20,21 [30]; Pigment intrazellulär diffus, blass bräunlich; Schnallen reichlich vorhanden; Lamellenschneide: fertil; Basidien: 4-sporig, zahlreiche 2-sporige eingestreut, mit Schnallen; LTr. eher lang septiert; Sporen: auffallend gestreckt und vieleckig-knotig, mit 7-9 Ecken, Maße: 10,4 x 6,0 (9-11,5 x 5,5-6,5), Q=1,72 (1,50-2,00), 20 Sp. gemessen;
Nr. 9: Entoloma cf. poliopus var. parvisporigerum (Poliertstieliger Zärtling)
Zur Bestimmung: Mit Gröger und FE5a geschlüsselt; die Kollektion stimmt ziemlich genau mit dem Fund aus Griesen (09.09.2012) überein (die letzten drei Fotos); die Serrulatum-Struktur der LS ist hier ziemlich irritierend, aber wohl unstrittig.
Funddaten: 20.09.2011; MTB 7735-4-3-1, 490 m; D - By - München, Fröttmaninger Heide (Magerwiese auf Kalkschotter, von Schafen beweidet), auf der Wiese an langgrasiger Stelle; gesellig (>15 Fk), an vielen Stellen auf der Heide zahlreich gesichtet und sehr häufig vergesellschaftet mit E. serrulatum und E. incanum;
Hut: bis ca. 2,2 cm breit (insgesamt recht zierliche Art), halbkugelig bis flach gewölbt, schwach oder nur angedeutet genabelt, auch am Scheitel praktisch glatt, höchstens etwas grieselig, jung meistens ungerieft, später halb oder bis zum Scheitel fein durchscheinend gerieft, satt braun, am Scheitel bis dunkelbraun; hygrophan, streifig ausblassend; Stiel: bis 3,4 x 0,25 cm, ziemlich starr und gleichzeitig elastisch, basal gleichdick, wie poliert, nur ganz jung weit herauf bläulich, später nur im unteren Drittel blass blaugrau und darüber cremegrau bis graubraun, evtl. mit minimalem Olivstich; das blaue Pigment ist extrem flüchtig, über Nacht verschwand es auch bei den ganz jungen Fk; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt, jung cremeweiß, reif cremebeige; Schneiden schwach konvex, gleichfarbig, feinst flockig wirkend (am Exsikkat bei allen Fk braun!); Fleisch: im Hut- und Stielkern weißlich, sonst grau bis graubraun; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, zur Hutmitte hin mit trichodermalen Strukturen und keuligen Endzellen bis ca. 20; keine Schnallen beobachtet; Trama mit Leptonia-Tröpfchen; Lamellenschneide: steril, vom Serrulatum-Typ, Cheilozystiden stark unterteilt, aus seinem (teils) schneidenparallelen Strang schmaler Hyphen entspringend, Endzellen schlank keulig bis zylindrisch, ca. 18-58 x 9-13, mit Tendenz zum Bräunen (an den Exsikkaten und mikroskopisch zu sehen, nicht am Frischmaterial); Basidien: 4-sporig (2-sporige eingestreut), ohne Schnallen; 29x9,5; 27x10; 27x11; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-7 gut ausgeprägten (selten etwas abgerundeten) Ecken, 8,7 x 6,8 (7,5-10 x 6-7,5), Q=1,28 (1,13-1,43);
Nr. 8: Entoloma mutabilipes Noordel. & Liiv
Zur Bestimmung: Mit Gröger und FE5a so geschlüsselt; die schmalen Sporen weichen zwar deutlich von der Originalbeschreibung ab, aber nach den Angaben im Kompendium wurde die Art auch schon mit viel schmäleren Sporen angegeben (ebenso wie bei Ludwig); E. exile ist wohl schwer abzutrennen (hier aufgrund der Zystidengröße und der fehlenden typischen Stielfarben von E. exile; die Aquarelle im Kompendium passen am besten.
Funddaten: 07.09.2011; MTB 8533-1-2-2, 950 m; Klais, im NSG in der Magerwiese; gesellig;
Hut: bis 2 cm, leptonia-Habitus, am und um den Scheitel schwach schuppig, bis zum Scheitel gestreift, sehr hell graubraun, jung etwas dunkler braun; Stiel: bis 6 x 0,15, stahlgrau, jung mit Blaustich, poliert; Lamellen: ausgebuchtet und mit Zahn angewachsen, jung cremeweiß, auch reif sehr hell cremefarben, Schneiden gleichfarbig, glatt; Fleisch: extrem dünn, hellgrau; Geruch: null; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: heterogen, stellenweise auch steril, Cheilozystiden sehr variabel geformt und meist kaum größer als die Basidien, überwiegend irregulär zylindrisch, auch spindelig, schlank keulig, wellig, bauchig, ungegliedert, ca. 24-40 x 6-11, ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig, ohne Basalschnallen, 32x10, 30x10; Sporen: heterodiametrisch, mit 6-8 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 9,7 x 6,8 (8,5-11 x 6,5-7), Q=1,43 (1,21-1,57), 20 Sp. gemessen;
Nr. 7: Entoloma nausiosme Noordel. (Starkriechender Trichter-Rötling)
Zur Bestimmung: Geruch wohl unzweideutig; mikroskopisch etwas irritierend sind die zumindest teilweise langen L-Trama-Zellen (in Noordeloos nicht erwähnt, aber bei Gröger als kurz ausgeschlüsselt), außerdem die subisodiametrischen Sporen (nach Noordeloos Q=1,2-1,4). Makroskopisch weichen die keineswegs glatten Stiele ab.
Funddaten: 06.09.2011; MTB 8529/4, ca. 870 m, Reutte, Rieden, Lechtal, Kiefern-Wacholder-Au, gesellig (3 Fk);
Hut: bis 2,8 cm, genabelt bis trichterig, olivbraun, hellbraun, jung ungerieft, später bis zur Mitte gerieft; Stiel: bis 3,5 x 0,5, breitgedrückt und gefurcht, etwas heller als der Hut, weißlich überreift, basal weißfilzig; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, habituell herablaufend, mäßig gedrängt, jung grauweiß, später hellgrau; Fleisch: wässrig grau; Geruch: schlechte Schweinsbratensoß oder überhitzte Bremsen; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Schwach gelatinisierte Cutis, Zellbreite ca. 4-12, mit zylindrischen bis schlank keuligen Endzellen, diese bis 20 breit, Schnallen reichlich vorhanden; Pigment intrazellulär, diffus und "wolkig"; Lamellenschneide: heterogen, Cheilos in Büscheln, sehr variabel geformt, meist schlank keulig, auch gestielt subglobos oder irregulär, oft lang gestielt, 56x9, 77x25, 49x16, 57x14, auch über 100 lang; Basidien: 4-sporig, mit Basalschnallen, recht groß, ca. 44-47 x 12,5-13,5; Lamellentrama: eher lang septiert, Zellen mindestens bis 150 lang, mit zahlreichen Schnallen; Sporen: 5-6eckig, Ecken gut ausgeprägt, subisodiametrisch, Maße: 9,9 x 8,6 (9-11,5 x 8-9,5), Q=1,15 (1,05-1,28);
Nr. 6: Entoloma cf. serrulatum (Fr.: Fr.) Hesler (Gesägtblättriger Zärtling)
Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt; makroskopisch gefällt mir das überhaupt nicht.
Funddaten: 06.09.2011; MTB 8529/4, ca. 870 m, Reutte, Rieden, Lechtal, Kiefern-Wacholder-Au; gesellig (>5 Fk);
Hut: bis 2,4 cm breit, Leptonia-Habitus, jung feinfilzig, später fast glatt, jung ungerieft, alt fast bis zur Mitte gerieft; dunkelbraun, jung mit deutlichem Blauton; Stiel: bis 4 x 0,4 cm, gefurcht, basal weißfilzig, jung deutlich flockig, alt langsam verkahlend und längsfaserig; jung blaugrau, später mittelgrau; Lamellen: aufsteigend angewachsen, mäßig gedrängt, jung cremeweiß, später satt creme und mit Rosastich; Schneiden flockig, jung und bisweilen auch reif gleichfarbig, aber auch deutlich schwarzblau beflockt; Fleisch: überall weißlich; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis mit trichodermalen Strukturen (Schüppchen), Endzellen keulig, bis ca. 20 breit, ohne Schnallen, Pigment intrazellulär braun, Zellen der Subcutis kurz septiert und breit; Lamellenschneide: von Serrulatum-Typ, Cheilos aus einem zur Schneide parallelen Hyphenstrang aus schmalen Zellen entspringend, septiert, Endzellen zylindrisch bis schlank keulig, z.B. 35x14, 25x7, blass bräunlich pigmentiert (iz); ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: 5-7eckig, ziemlich regulär, Ecken gut ausgeprägt, Maße: 9,6 x 6,5 (8,5-11 x 6-7), Q=1,47 (1,31-1,83);
Nr. 5: Entoloma serrulatum (Fr.: Fr.) Hesler (Gesägtblättriger Zärtling)
Zur Bestimmung: Aufgrund der extrem langen Stiele und nur stellenweise gefärbten Lamellenschneiden nicht ganz leicht zu erkennen, mikroskopisch aufgrund der Serrulatum-Struktur der Lamellenschneide aber wohl eindeutig. Die Langstieligkeit erklärt sich durch das Wachstum im hohen Gras. Der makroskopische Unterschied zur Kollektion 6, die nur ca. ein paar hundert Meter entfernt in der Kiefern-Wacholderau auf fast nacktem Boden wuchs, ist schon erheblich.
Funddaten: 06.09.2011; Fundort: MTB 8529/4, ca. 870 m, Österreich, Reutte, Lechtal, Kiefern-Wacholder-Au; im Nordhang (Böschung) drüberhalb der Straße im hohen Gras; gesellig (>5 Fk);
Hut: bis 2,5 cm breit, jung feinfilzig, später nahezu glatt, mit deutlichem Blauton; Stiel: bis 10 x 0,25, fein faserig, nicht poliert, mit deutlichem Blauton; Lamellen: meist ausgebuchtet angewachsen und mit Zähnchen herablaufend, jung cremeweiß, später satt creme; Schneiden gleichfarbig und glatt; bei einigen Exemplaren blauschwarz flockig, auch mit blauschw. Pigment in der LS; Fleisch: hellgrau mit Blaustich; Geruch: schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis mit trichodermalen Strukturen, Endzellen keulig, bis 22 breit, Pigment intrazellulär braun, ohne Schnallen; Lamellenschneide: steril und vom Serrulatum-Typ; Cheilozystiden schlank keulig bis subzylindrisch, bisw. septiert, ca. 28-53 x 8-13, hyalin (oder ganz blass bräunlich, auch bei dunklen Schneiden nicht deutlich braun), ohne Schnallen: Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: 5-8-eckig, meist 6eckig, Ecken gut ausgeprägt, heterodiametrisch, Maße: 9,1 x 6,5 (8-10,5 x 6-7), Q=1,40 (1,23-1,62), 20 Sp. gemessen;
Nr. 4: Entoloma kervernii (Guern.) Moser (Goldschuppiger Rötling)
Zur Bestimmung: Die Sporen sind tatsächlich gut 0,5 µm kürzer als bei I. queletii; sonst gibt's mikroskopisch keine Unterschiede; bleiben zur Unterscheidung nur noch die fehlenden Rosatöne am Hut;
Funddaten: 10.08.2011; Fundort: MTB 7934-2-3-4, 600 m; München, Forstenrieder Park, Eichelgarten; trockene Magerwiese, gesellig (6 Fk);
Hut: 2,2-2,7 cm breit, jung fast halbkugelig, später flachgewölbt bis ausgebreitet und zentral schwach genabelt, gern etwas wellig, Oberfläche fein faserschuppig, vor allem zum Rand hin etwas filzig; Färbung: auch jung ohne Rosatöne, cremebeige bis ockerbraun, am Scheitel meist am dunkelsten; weder hygrophan noch gestreift; Stiel: bis 7,5 x 0,4 cm, zylindrisch, hohl, basal gleichdick, oft breitgedrückt und mit Mittelfurche, ziemlich grob überfasert (Wollsockenmuster), im oberen Drittel beschürfelt, satt cremefarben (heller als der Hut bei reifen Exemplaren); Lamellen: aufsteigend angewachsen, gedrängt bis mäßíg gedrängt, jung cremeweiß, später cremegrau bis cremerosa; Schneiden gerade bis konvex und feinst flockig (gleichfarbig); Fleisch: im Hut dünn und wässrig beige, im Stiel cremefarben, in der Stielbasis ziemlich abrupt bräunlich (bei allen Fk beobachtet, beim ganz jungen nur schwach ausgeprägt); Geruch: säuerlich pilzig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis mit trichodermalen Elementen (Schüppchen), Zellen relativ schmal, kaum über 10 µm breit, kaum aufgerichtete Endzellen zu sehen, ohne Schnallen, Pigment intrazellulär gelb; Cheilozystiden: zylindrisch, wellig, bisw. kopfig, schmal, z.B. 43x5, 48x5; Basidien: 4-sporig, z.B. 37x10, 33x10, ohne Basalschnallen; Sporen: 5-6-eckig, einfach, Ecken gut ausgeprägt, Maße: 9,9 x 7,5 (8,5-12 x 6,5-8,5), Q=1,33 (1,21-1,46), 20 Sp. gemessen;
Nr. 3: Entoloma sodale (Kühner & Romagn.) ex Noordel. (Montaner Blaustiel-Zärtling)
Zur Bestimmung: Mit Gröger und FE5 geschlüsselt; von E. poliopus durch die breit keuligen Cheilozystiden und hellere Hutfarbe unterschieden; E. coeruleofloccosum sieht ganz anders aus: dunklerer, filzig-schuppiger Hut, stärker flockiger Stiel;
Funddaten: 24.07.2011; Fundort: MTB 7735-4-3-2, 490 m; München-Fröttmaning, Fröttmaniger Heide; in der Wiese, gesellig bis kleinbüschelig (>15 Fk);
Hut: 1,0-2,8 cm breit (vereinzelt auch größer), in der Regel eher kleinwüchsig, stumpf kegelig bis gewölbt, schwach genabelt, junge, kleine Exemplare auch mit Papille, bis zum Scheitel durchscheinend gerieft, nur am Scheitel grieselig bis feinschuppig, selten darüber hinaus etwas schuppig, sonst glatt, ockerbraun bis hellbraun, vielleicht mit minimalem Olivstich; Stiel: bis 4,5 x 0,25, zylindrisch, basal schwach verdickt und meist weißfilzig, bisw. mit Längsfurche, meist typisch weißlich überreift bis überfasert, seltener fast wie poliert wirkend, jung stahlgrau mit mehr oder weniger deutlichem Blauton, ab und zu satt graublau, bald ausblassend und dann hell graubraun; Lamellen: aufsteigend angewachsen, manchmal mit Zähnchen kurz herablaufend, mäßig gedrängt, cremefarben bis cremegrau, alt mit Rosastich; Schneiden gleichfarbig und +/- glatt; Fleisch: sehr dünn, wässrig grau; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, mit trichodermaler Struktur zum Scheitel hin, Endzellen teilweise sehr groß, z.B. 120x50, bis 70 (!) breit; ohne Schnallen; Pigment intrazellulär braun; Lamellenschneide: wohl prinzipiell steril, die Cheilos aber bisw. stark "eingebaut" und schlecht zu sehen; Cheilos schlank bis breit keulig, auch zylindrisch, ca. 26-105 x 7-30, sehr variabel, hyalin bis blass bräunlich gefärbt (LS am Exsikkat bisw. bräunlich, bei jungen Fk aber kaum zu sehen); Basidien: 4-sporig, ca. 32-45 x 11,5-12, ohne Schnallen; Sporen: 5-8eckig, teils recht komplex, aber variabel, groß, Maße: 10,9 x 7,8 (9,5-13 x 6,5-8,5), Q=1,41 (1,24-1,62), 20 Sp. gemessen;
Nr. 2: Entoloma brunneoserrulatum Eyssart. & Noordel. (Braungerandeter Saumzärtling)
Zur Bestimmung: Sicher dieselbe E. brunneoserrulatum sein, die wir schon 2009 Ende Juni in Fröttmaning fanden. Obwohl die Sporen nicht so gestreckt sind wie in der Originalbeschreibung, bilden die teils recht komplexen Sporen und die überwiegend 2-sporigen Basidien sowie die braunen Lamellenschneiden doch brauchbare Unterscheidungsmerkmale zu E. serrulatum;
Funddaten: 24.07.2011; Fundort: MTB 7735-4-3-2, 490 m; München-Fröttmaning, Fröttmaniger Heide; unter Weidengesträuch, gesellig (15 Fk), verges. mit E. incanum und E. indutoides (auch E. excentricum und I. vulpinella in der Nähe);
Hut: 1,2-2,0 cm breit, schwach bis deutlich genabelt, trocken, matt, jung zu 2/3, später bis zum halben Radius feinschuppig, jung ungerieft, später im äußeren Drittel schwach durchscheinend gerieft, Hutrand meist auch alt etwas über die Lamellengezogen (auffallend!), schwarzbraun, evtl. mit leichtem Blaustich; Stiel: bis 3,5 x 0,4 cm, zylindrisch, meist mit Längsfurche, glatt, wie poliert, mittelgrau, jung mit schwachem stahlblauem Ton, basal meist etwas weißfilzig; Lamellen: überwiegend schwach ausgebuchtet und mit Zahn herablaufend, auch gerade oder nur ausgebuchtet angewachsen, mäßig gedrängt, jung auffallend hell, cremeweiß, stark zum Hut kontrastierend, später cremegrau mit leichtem Rosastich; Schneiden jung weiß, reif bräunlich, über Nacht stellenweise schwarzbraun; Fleisch: sehr dünn, hellgrau bis cremegrau, Stiel hohl; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Frischpilz: HDS: mit keuligen Endzellen (büschelig), Pigment iz. diffus und körnig, braun (nicht blau); Cheilozystiden: LS vom Serrulatum-Typ, Pigment blass braun (iz.); Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: vom Serrulatum-Typ, Endzellen zylindrisch bis schlank keulig, Elemente kettenförmig angeordnet und aus Strängen aus schmalen zyl. Zellen entspringend; ohne Schnallen; Basidien: 2- und 4-sporig gemischt (bei mehreren Fk konstant), 2-sporige teils sogar überwiegend, Sterigmen oft bis 8 lang, ca. 26-36 x 9-11; ohne Basalschnallen; Sporen: 6-9eckig, sehr variabel, oft deutlich komplex, nicht so gestreckt wie in der Originalbeschreibung, Maße: 11,1 x 7,5 (10-12,5 x 6,5-8), Q=1,47 (1,31-1,57), 20 Sp. gemessen;
Nr. 1: Entoloma triste (Velen.) Noordel. (Düsterer Filz-Rötling)
Zur Bestimmung: Mit Gröger und FE5 geschlüsselt; im Kompendium (Ludwig) ist die Art mit E. resutum synonymisiert; kann ich bis jetzt nicht beurteilen;
Funddaten: 25.05.2011; Fundort: Österreich, Tirol, Münster, Alpiglalm; ca. 1250 m, ca. 150 Höhenmeter unter der Alm an der Forststraße (Münster-Alpiglalm-Sonnwendjochalm), am Waldrand, an der kiesigen Böschung; bei Buche, Tanne und Fichte; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 2,5 cm breit, kegelig, alt ausgebreitet und spitz gebuckelt, glatt, schwach radialfaserig, ungerieft, glimmerig überreift, dunkelbraun, hygrophan, hellgrau bis milchkaffeefarben ausblassend; Stiel: bis 0,5 cm breit, zylindrisch, basal schwach spindelig erweitert, glatt, längsfaserig, hell- bis mittelgrau, basal stark weißfilzig; Lamellen: steil aufsteigend und sehr schmal angewachsen, mäßig gedrängt, breit, bauchig, mittelgrau; Schneiden weißlich, etwas schartig, minimal feinstflockig; Fleisch: im Hut dünn, schmutzigweiß, zäh; Geruch: im Schnitt mehlig, sonst schwach; Geschmack: stark mehlig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen teils etwas aufgeblasen, kaum Endzellen gesehen, Pigment iz. braun, vakuolär, diffus und körnig, Schnallen selten, aber vorhanden; Hutrama schwer zu beurteilen; Lamellenschneide: fertil; Trama eher lang septiert, zumindest >150 µm, aber schlecht zu sehen; Basidien: 4-sporig, ca. 40-48 x 11-13, an ganz jungen Basidien sind deutlich Schnallen zu sehen, diese sind aber recht klein und unauffällig; Sporen: heterodiametrisch, recht gestreckt, mit 7-9 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 11,9 x 8,0 (10,5-13 x 7-9), Q=1,50 (1,35-1,79), 20 Sp. gemessen;