Inocybe 2016

Hinweis: Alle Mikromerkmale und Mikrofotos basieren auf Exsikkatpräparaten in 3-4%iger Kalilauge.
Nr. 1: Inocybe spec.

Zur Bestimmung: Cortinata ohne ausgeprägtes Kaulohymenium. Kenne ich nicht, und ich finde auch nichts Passendes. Auffallende Merkmale sind der faserschuppige ockergelbe Hut, die basal verjüngten Stiele und die mit 10,7x6,2 relativ großen Sporen.

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Funddaten: 21.05.2016; MTB 7835-3-2-3, 536 m; D – By – München, Sendling, Lipowskystr. 12a, Privatgarten, bei Pappel, Ulme, Hainbuche und Cotoneaster; im Kräuterbeet; kleinbüschelig (2 Fk, basal verwachsen);
Hut: bis 3 cm breit, flach gewölbt, ohne Buckel, im Zentrum sogar leicht vertieft, trocken, deutlich faserschuppig, am Hutrand durch weißes Velum filzig (vor allem jung), ockergelb bis currygelb; jung mit deutlich ausgeprägter Cortina; Stiel: bis 3,7 x 0,8 cm, leicht exzentrisch inseriert, zylindrisch, basal verjüngt, an der Spitze am dicksten, cremefarben, an der Spitze bereift, sonst weiß überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, mäßig gedrängt, breit (bis 6 mm), jung mittelgrau, dann olivgrau; Schneiden weiß abgesetzt; Fleisch: cremeweiß, dick; Geruch: aromatisch-pilzig Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung (an der Spitze): ohne ausgeprägtes Kaulohymenium; Endzellen überwiegend zylindrisch und dünnwandig, nicht selten auch etwas irregulär (verzweigt) und schwach dickwandig, echte Kaulos meist einzeln vorhanden, aber oft irregulär und nur mit sehr spärlichem Kristallbesatz; Maße der Endzellen ca. 70-87 x 8-11; „echte“ Zystide 69 x 14; Pleurozystiden: zahlreich, fusoid bis sublageniform, meist mit breitem Hals, mit Kristallbesatz, in KOH hyalin; Maße: ca. 54-75 x 14-19, Wandstärke sehr variabel, am Bauch 1-2,5, am Hals 1-3 µm; Cheilozystiden: dicht gepackt, im Mittel etwas kürzer als die Pleuros, in der Form variabler, sonst ähnlich, ca. 40-58 x 13-20; Parazystiden: zahlreich, meist blasig und ziemlich groß (ca. 18-34 x 13-21); Basidien: 4-sporig, 2-sporige nicht gesehen, aber wegen der Ausreißersporen wohl sporadisch vorhanden; z.B. 39x9,5, 32x9,5; Sporen: amygdaloid, apikal überwiegend konisch, oft mit Bauchdelle, groß, Maße: 10,7 x 6,2 (9-12,8 x 5,6-6,8), Q=1,73 (1,55-1,89), 20 Sp. gemessen, Ausreißersporen bis 14x7,1 gar nicht so selten;

Nr. 2: Inocybe cf. griseovelata Kühn.

Zur Bestimmung: Cortinata ohne echte Kaulozystiden. Die von Ferrari als I. griseovelata dargestellten Kollektionen weichen mikroskopisch stark ab (viel breitere Sporen, dickwandiger Pleuros, fast keulige Cheilos, echte Kaulos). Stimmt abgesehen von den schmächtigen Fk und schlanken Sporen (Q=1,9) mit der Beschreibung von I. griseovelata bei Kuyper weitgehend überein. Etwas schmächtiger als die Funde an selber Stelle von 2006 und 2007 (als cf. albovelutipes); unterscheidet sich von diesen auch durch die markanten Velumreste und schmälere Sporen.

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Funddaten: 21.05.2016; MTB 7835-3-2-3, 536 m; D – By – München, Sendling, Lipowskystr. 12a, Privatgarten, bei Pappel, Ulme, Hainbuche und Cotoneaster; direkt am Stammgrund des Cotoneaster; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 2,5 cm breit, jung kegelig, später flachkegelig und mit warzenförmigem Buckel, Hutbedeckung faserig, reif am Rand auch aufreißend, am Scheitel mit sehr auffallendem, dickem, cremegrauem Velumbelag, der auch bei ausgewachsenen Fk erhalten bleibt, rehbraun; Cortina nicht beobachtet (kein sehr junger Fk dabei), aber wahrscheinlich vorhanden; Stiel: bis 2,7 x 0,6 cm, zylindrisch, basal gleichdick, cremeweiß, etwa von der Mitte abwärts mit beigebraunem Ton (Reflex), recht variabel bereift, beschürfelt bis beflockt, in der unteren Hälfte meist nur schwach; Lamellen: aufsteigend und oft etwas ausgerandet angewachsen, normal gedrängt, schmal (bis 2 mm), sehr hell, grauweiß, auch ausgewachsen hellgrau und fast ohne Braun- oder Olivtöne; Schneiden weiß; Fleisch: cremeweiß, im Stielmittelteil in der Rinde bräunlich; Geruch: schwach, eher unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung (im obersten 6tel und in der Mitte untersucht): Endzellen ausschließlich zylindrisch und dünnwandig; keine echten Kaulozystiden vorhanden; Pleurozystiden: sehr zahlreich, überwiegend fusoid oder subutriform mit breitem Hals, in KOH hyalin, mit spärlichem Kristallbesatz, dünnwandig (Wandstärke in der Regel nicht über 1 µm); Maße ca. 50-69 x 12-18, meist nicht über 15 µm breit; Cheilozystiden: mäßig dicht stehend, stellenweise schütter, sehr variabel (auch zylindrisch), genauso groß wie die Pleuros, bisw. etwas dickwandiger; Parazystiden zahlreich, meist schlank keulig und mittelgroß; Sporen: schlank amygdaloid, apikal subkonisch bis konisch, selten abgerundet, am Bauch nicht oder nur schwach eingedellt; Maße: 10,2 x 5,3 (9-10,7 x 4,9-5,7), Q=1,90 (1,74-2,08), 20 Sp. gemessen;

Nr. 3: Inocybe queletii Konrad

Zur Bestimmung: Unkritisch.

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Funddaten: 21.05.2016; MTB 8136-2-3-2, 640 m; D – By – Valley, Weyarn, Mühltal; Mischwald (Fichte, Tanne) über jüngeren Auablagerungen; bei Tanne und Fichte auf einem Trampelpfad; über 5 Fk;
Hut: 3,2-4,8 cm breit (sehr stattlicher Risspilz), flach kegelig bis gewölbt mit breitem, flachem Buckel; Hutbedeckung am Scheitel glatt, zum Rand hin faserig bis grob faserig und deutlich aufreißend, ohne auffallende Velumreste; ockergelb; Stiel: bis 7,4 x 0,7 cm, basal keulig bis knollig erweitert, aber nicht gerandet knollig, im oberen Drittel oder fast bis zur Mitte bereift, sonst weiß überfasert, cremeweiß bis creme; Lamellen: aufsteigend und mäßig schmal angewachsen, normal gedrängt, ca. bis 7 mm breit, jung cremeweiß mit Graustich, später steingrau mit schwachem Oliv- und Beigeton; Fleisch: cremeweiß; Geruch: nicht notiert; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: im obersten Stielsechstel ist ein ausgeprägtes Kaulohymenium vorhanden; Kaulozystiden dicht büschelig und mit keulige Parazystiden durchsetzt; Pleurozystiden: fusoid bis sublageniform, zum Apex hin meist allmählich verschmälert, bisw. etwas gestielt, dickwandig, fast hyalin in KOH; Maße: ca. 56-78 x 13-18, Wandstärke ca. 2-3 µm; Sporen: breit amygdaloid, oft sehr gedrungen, apikal konisch bis subkonisch, Maße: 9,6 x 6,1 (8,5-10,7 x 5,6-6,7), Q=1,56 (1,39-1,69), 20 Sp. gemessen;

Nr. 4: Inocybe cf. fuscidula Velen. var. fuscidula

Zur Bestimmung: Die große velumstarke Tannen-Fuscidula: Vgl. 2009-19, 2010-20, 2011-34, 2014-17

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Funddaten: 30.07.2016; MTB 8237-4-4-3, 880 m; D-By-Miesbach, Fischbachau, Geitau, Rieder Alm, am Wanderweg von Geitau nach Birkenstein, kurz hinter der Rieder Alm; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn) über kalkalpinem Ausgangsgestein (Hautdolomit); bei riesiger Tanne und Fichten; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 4,5 cm breit, Hutbedeckung fein faserig, mit stark ausgeprägter grobfilziger grauweißer Velipellis, graubeige; Hutrand jung mit Cortinaresten behangen; Stiel: bis 5 x 0,9 cm, basal schwach verdickt oder gleichdick, cremeweiß, bis unterhalb der Mitte deutlich bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, beigegrau, reif graubeige mit schwachem Olivton; Schneiden weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: in der Stielmitte keine Metuloide mehr beobachtet; Kaulozystiden im obersten Stielfünftel mäßig zahlreich, kaum büschelig, stark durchsetzt mit blasigen, oft recht großen und teils schwach dickwandigen Parazystiden; Metuloide breit bis schmal fusoid, meist ohne, selten mit Hals, ca. 44-67 x 14-21, Wandstärke ca. 1-2 µm; Parazystiden ca. 20-30 x 15-18; Pleurozystiden: mäßig zahlreich, meist fusoid bis subutriform, ohne oder mit kurzem, meist breitem Hals, hyalin in KOH, Wandstärke am Bauch 1-1,5 µm, apikal oder am Halsteil 2-3 µm; Cheilozystiden: eher schütter, durchsetzt mit sehr zahlreichen blasigen, mittelgroßen bis großen Parazystiden; Metuloide ähnlich wie die Pleuros, gelegentlich ballonartig aufgeblasen und dann 25-30 µm breit; Sporen: amygdaloid, meist mit schwach sehr stark ausgeprägter Bauchdelle, apikal konisch bis subkonisch zulaufend, fast spitz und bisw. leicht papilliert, Maße: 9,0 x 5,1 (7,9-9,9 x 4,7-5,3), Q=1,78 (1,52-2,00), 20 Sp. gemessen;

Nr. 5: Inocybe nitidiuscula (Britzelm.) Sacc.

Zur Bestimmung: Makroskopisch und mikroskopisch eine typische I. nitidiuscula.

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Funddaten: 08.09.2016; MTB 8433-1-2-1, 710 m; 11.214992 E, 47.588493 N; By – Eschenlohe; an der Eschenlaine südlich von Wengwies; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn) über Haupdolomit; bei Fichte und Buche, gesellig (3 Fk);
Hut: bis 1,6 cm breit, kegelig (fast spitz), jung mit cremegrauem Velumbelag und bis fast zum Hutrand schwach filzig, dann wie gekämmt befasert, rehbraun; Lamellen: jung grauweiß; Stiel: basal gleichdick, cremebeige ohne Rosaton, fast bis zur Mitte kräftig bereift; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung (im obersten Stielbereich): Kaulozystiden büschelig, fusoid, bauchig-fusoid oder sublageniform, seltener lageniform, dickwandig, metuloid, Maße: ca. 55-83 x 15-18, Wandstärke ca. 1,5-3 µm; Parazystiden überwiegend blasig, nicht selten schwach dickwandig und mit kurzer Trägerzellen, aber auch keulig bis subzylindrisch; Pleurozystiden: fast immer lageniform, ausgeprägt bauchig und gestielt, in KOH hyalin bis ganz blass gelblich, dickwandig, metuloid; Maße: ca. 64-74 x 15-21; Wandstärke am Bauch 1,5-2, am Hals 2-3,5; Cheilozystiden: mäßig dicht stehend, viel variabler und im Schnitt kürzer als die Pleuros, oft etwas irregulär; durchsetzt mit zahlreichen keuligen bis blasigen Parazystiden; Sporen: amygdaloid, nicht selten mit Bauchdelle (oft nahe am Apiculus und schon eher eine subapikuläre Depression), näher am Apex mit der breitesten Stelle, dann subkonisch bis konisch zulaufend, Maße: 9,0 x 6,0 (9,1-10,9 x 5,6-6,3), Q=1,67 (1,53-1,88), 20 Sp. gemessen;

Nr. 6: Inocybe nitidiuscula (Britzelm.) Sacc.

Zur Bestimmung: Makroskopisch und mikroskopisch eine typische I. nitidiuscula.

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Funddaten: 29.10.2016; MTB 8135-4-1-2, 790 m; 11.603073 E, 47.837762 N; D – By – Dietramszell, Zeller Wald; am Forstweg von Maria Elend zur Grünen Marter; Mischwald (Tanne, Buche, Fichte,) über Würmmoräne; an recht lichter Stelle bei großer Tanne und Buche; gesellig (8 Fk);
Hut: bis 2,6 cm breit, flach kegelig mit breit warzenförmigem Buckel, am Scheitel glatt, sonst fein befasert, am Rand etwas gröber, rehbraun bis kastanienbraun, jung mit feinem, flüchtigem, cremegrauem Velumüberzug und dadurch etwas heller; Stiel: bis 5,5 x 0,4 cm, basal gleichdick, beige, apikal ohne Rottöne, im oberen Viertel dicht bereift, dann fließender Übergang zu einer recht auffälligen, weißen, anliegenden Beflockung, die ein Natternmuster bildet; Lamellen: aufsteigend und für einen Risspilz auffallend breit angewachsen, bisw. sogar mit Zahn schwach herablaufend, gedrängt, jung steingrau, reif olivgrau bis khakigrau; Schneiden weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: Kaulozystiden im obersten Stielsechstel büschelig, überwiegend schlank fusoid, mit spärlichem oder ohne Kristallbesatz, dickwandig, hyalin in KOH, Maße ca. 68-94 x 13-18, Wandstärke ca. 1-2 µm; durchsetzt mit mittelgroßen, dünnwandigen, keuligen Parazystiden; Pleurozystiden: überwiegend lageniform, bisw auch sublageniform, schlank fusoid oder breit fusoid, mit mäßig starkem Kristallbesatz, hyalin oder fast hyalin in KOH, Maße ca. 64-82 x 14-20, Wandstärke am Bauch 1,5-2, am Hals 2-3 µm; Cheilozystiden: dicht gepackt, kürzer (meist unter 65) und variabler als die Pleuros, durchsetzt mit mittelgroßen keuligen Parazystiden; Sporen: amygdaloid, apikal meist subkonisch und etwas abgerundet, selten mit schwacher Bauchdelle, nach der Basis am breitesten, mit Kallus, bisw. sogar etwas abgestutzt und mit Mini-KP, relativ blass in KOH, Maße: 9,3 x 5,3 (8,6-9,8 x 4,7-5,8), Q=1,75 (1,62-2,00), 20 Sp. gemessen;

Nr. 7: Inocybe gausapata Kühn.

Zur Bestimmung: Stimmt weitgehend mit der Kollektion 2014-21 (09.08.2104, Taubenberg) überein.

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Funddaten: 03.10.2016; MTB 7934-4-4-3, 585 m; 11.479434 E, 48.007103 N; D – By – Baierbrunn, Klosterwald, Isar-Westufer; Buchenmischwald auf meist kalkhaltigem Boden (Geologie kleinteilig, Nagelfluh, Rutschmassen, aber auch Tertiärflinz und Seetone); bei großen Buchen in der Laubstreu; gesellig bis kleinbüschelig (ca. 8 Fk);
Hut: bis 2,7 cm breit, jung kegelig, dann gewölbt und mit markantem, warzenförmigem Buckel, faserig, mit filziger Velipellis, Fasern gelegentlich schuppig aufbrechend, rehbraun, haselnussbraun, zum Rand hin etwas heller; jung mit gut ausgeprägter Cortina; Stiel: bis 6,5 x 0,35 cm, oft verbogen, basal meist schwach keulig erweitert, cremefarben bis beige, mit fichtenholzfarbenem Reflex; apikal bereift bis beflockt, sonst weißlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und mäßig schmal angewachsen, gedrängt, cremegrau bis olivgrau; Schneiden weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, nicht spermatisch, eher etwas streng nach Dispersionsfarbe; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: im obersten Stielsechstel büschelige Kaulozystiden vorhanden, diese schlank fusoid bis lageniform und mit keuligen Parazystiden durchsetzt, stielabwärts Übergang zu den Zellen der Überfaserung, diese +/- zylindrisch. Pleurozystiden: lageniform oder schlank fusoid, mit spärlichem Kristallbesatz, in KOH nur zum Teil reagierend, dann blass gelb, Maße ca. 61-86 x 11-15; Cheilozystiden: einigermaßen dicht stehend, wie die Pleuros geformt, kaum reagierend in KOH, durchsetzt mit sehr zahlreichen, aber kleinen Parazystiden; Sporen: amygdaloid, apikal meist subkonisch, ohne Bauchdelle, Maße: 8,5 x 4,8 (7,7-9,3 x 4,3-5,2), Q=1,75 (1,64-1,91), 20 Sp. gemessen;

Nr. 8: Inocybe tenuicystidiata E. Horak & Stangl

Zur Bestimmung: Unkritisch. Sehr ähnlich wie die Laubwaldkollektionen 2012-32 und 2012-33.

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Funddaten: 16.10.2016; MTB 8330-1-4-4, 960 m; Koordinaten: 10.908601 E, 47.653284 N; D – By – Steingaden, Resle; am G’fäll; Bergnadelwald (hauptsächlich Fichte mit eingestreuten Tannen und Buchen) überwiegend über Hangschutt, etwa im Bereich der 1000 m-Höhenlinie über tertiärer Molasse (Deutenhausender Schichten: Tonmergelstein, Sandstein); mitten im Wald bei Fichte; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 3,2 cm breit, am Scheitel glatt, zum Rand hin filzig, rehbraun bis kastanienbraun; Stiel: bis 5 x 0,4 cm, basal gleichdick, meist etwas verbogen, cremebeige, im oberen Drittel bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, olivgrau; Geruch: süßlich, eher pelargoniumartig als spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung (oben): dominiert von büscheligen, zylindrischen bis keuligen Parazystiden, dazwischen verstreut einige zystidenähnliche, minimal dickwandige und schwach gelblich pigmentierte +/- zylindrische Zellen; Pleurozystiden: sublageniform, meist etwas gestielt, mit schmalem Bauch und langem, breitem Hals, dünnwandig, gelb in KOH, mit spärlichem Kristallbesatz, Maße: 46-61 x 10-14, Wandstärke 0,5-1 µm; Cheilozystiden: spärlich, ähnlich wie die Pleuros. Lamellenschneide von mittelgroßen bis großen keuligen Parazystiden dominiert; Sporen: amygdaloid, bisw. mit schwach ausgeprägter Bauchdelle, apikal deutlich konisch und bisw. schwach papilliert; Maße: 8,6 x 5,0 (7,8-9,5 x 4,5-5,5), Q=1,71 (1,57-1,93), 20 Sp. gemessen;

Nr. 9: Inocybe pelargonium Kühner

Zur Bestimmung: Die etwas über den anderen Aufsammlungen liegenden Sporenmaße erklären sich wahrscheinlich durch die zahlreichen 2-sporigen Basidien.

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Funddaten: 30.07.2016; MTB 8237-4-4-2, 1355 m; D-By-Miesbach, Fischbachau, Kothalm, am Wanderweg von der Kessel-Alm zum Schweinsberg; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn) über kalkalpinem Ausgangsgestein (Bankkalk); an der steinig-felsigen Wegböschung bei Fichte und Eberesche; gesellig (3 Fk);
Hut: 1,3-1,8 cm breit, kegelig bis flachkegelig, mit warzenförmigem Buckel, Hutbedeckung faserig bis angedrückt faserschuppig, warm ockerbraun; jung mit unauffälligem, dünnem, cremefarbenen Velumbelag am Scheitel; ohne Cortina Stiel: bis 4 x 0,3 cm, basal knollig (ungerandet) oder gleichdick, ganz bereift (sehr fein), satt cremefarben bis cremegelblich; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung cremegrau, reif ockergelb mit schwachem Grauton; Schneiden weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: stark spermatisch, vielleicht mit leichtem Anflug von Pelargonium; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pleurozystiden: meist halslos fusoid, gelegentlich fast keulig oder subutriform mit breitem Hals, hyalin in KOH, mit Kristallbesatz, ca. 54-61 x 12-15, Wandstärke am Bauch 1-1,5, am Apex 1,5-2; Basidien: 4-sporig, aber 2-sporige zahlreich eingestreut; Sporen: apfelkernförmig, zum Apex bogig zulaufend und dann zugespitzt; Maße: 8,2 x 5,4 (7,3-8,7 x 4,8-6,0), Q=1,52 (1,37-1,64), 20 Sp. gemessen;

Nr. 10: Inocybe napipes F.E. Lange

Zur Bestimmung: Unkritisch

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Funddaten: 17.08.2016; MTB 7146-1-1-4, 560 m; Spiegelau, Rehbruck, NWR Rehberg; Mischwald (Fichte, Tanne, Buche) an südostexponiertem, recht trockenem Steilhang, auf saurem Boden über Granit/Gneis; bei Fichte in der Nadelstreu; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 2,8 cm breit, spitz gebuckelt, stark rimos, kastanienbraun, ohne Velumreste; Cortina fehlend oder rasch schwindend; Stiel: bis 4,5 x 0,5 cm, basal ungerandet knollig, jung beige, später in der unteren Hälfte dunkler beigebraun bis dunkelbraun; nur oben bereift; Lamellen: jung fast rein weiß, dann mittelgrau bis olivocker; Geruch: nicht spermatisch, eher etwas streng nach Dispersionsfarbe; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pleurozystiden: breit fusoid, meist gestielt, stets ohne Hals, metuloid, Maße: ca. 49-54 x 14-15, Wandstärke am Bauch 0,5-1, am Apex 2-2,5; Sporen: höckerig, Höcker zahlreich, rund und meist stark vorgewölbt, vor allem apikal auch zapfig ausgezogen, Maße: 9,0 x 6,6 (7,8-9,9 x 5,5-7,7), Q=1,37 (1,14-1,62), 20 Sp. gemessen;

Nr. 11: Inocybe stellatospora (Peck) Massee

Zur Bestimmung: Die Sporen der Kollektion sind recht groß und die Pleurozystiden auffallend kopfig-eingeschnürt, alles aber wohl innerhalb der Variationsbreite der Art.

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Funddaten: 18.08.2016; MTB 7046-1-3-3, 760 m; 13.335332 E, 48.95084 N; Spiegelau, Klingenbrunn-Bahnhof, Flanitz-Ebene; mooriger Fichtenwald mit eingestreuten Tannen und Birken, Bazzania-Picetum auf saurem, moorigem Boden; bei Fichte; gesellig, tief im Sphagnum;
Hut: bis 2,6 cm, kaum gebuckelt, schuppig; Stiel: bis 5,5 x 0,5 cm, typisch wollig; Lamellen: graubeige; Geruch: eher unauffällig; im Übrigen siehe Fotos; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pleurozystiden: vielgestaltig, groß und meist voluminös, unterhalb des Apex fast immer eingeschnürt (bisw. sogar zweifach) und dadurch oft kopfig, dünnwandig, mit spärlichem oder ohne Kristallbesatz, Maße ca. 71-85 x 13-21, Wandstärke meist unter 0,5 µm; Sporen: höckerig, Höcker sehr zahlreich und eher klein, rundlich bis schwach zapfig, vor allem apikal auch stärker zapfig ausgezogen, Maße: 9,9 x 7,4 (9,4-10,5 x 6,3-8,3), Q=1,35; 10 Sp. gemessen;

Nr. 12: Inocybe assimilata (Britz.) Sacc.

Zur Bestimmung: Hatte ich anfangs wegen des etwas schwächlich ausgeprägten Stielknöllchens als I. soluta fehlbestimmt. Die auffälligen Zellketten der oberen Stielbereifung mit den oft spitzen Endzellen sind aber für I. assimilata typisch. Und das weiße Stielknöllchen natürlich auch.

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Funddaten: 20.08.2016; MTB 6845-4-3-4, 1110 m; 13.278571 E, 49.103759 N; By-Regen-Lindberg-Zwieslerwaldhaus, Ruckowitz-Hänge; Mischwald (Buche, Fichte, Tanne) auf saurem Boden; bei Fichte, Tanne und jungen Buchen am feuchten, felsigen Hang; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 2,5 cm breit, am Scheitel glatt, zum Rand hin rimos und streifig aufreißend; Cortina wohl vorhanden, wenn auch nicht ersichtlich, jedenfalls Cortinareste am Hutrand; Stiel: bis 4 x 0,35 cm, basal kleinknollig (ungerandet), beige bis bräunlichbeige, fast bis zur Mitte bereift, darunter überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung cremeweiß, reif graubeige; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach aromatisch, nicht spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: im unteren und mittleren Stielbereich keine echten Kaulozystiden vorhanden; Zellen der Stielbereifung am Apex dünnwandig, oft mit vielen kurzen Zellen kettig angeordnet, Endzellen meist länger und oft apikal zugespitzt, selten auch mit schwachem Kristallbesatz; außerdem zahlreiche paracystidenartige zylindrisch-keulige Zellen; Pleurozystiden: breit fusoid, keulig, meist ohne Hals, am Bauch dünnwandig bis schwach dickwandig, nur am Apex immer dickwandig, Wände bis 1 µm, selten bis 1,5, hyalin in KOH; Maße: ca. 47-52 x 12-17; Cheilozystiden: dicht gepackt, nur wenige deutlich dickwandig und mit Kristallbesatz (dann meist bauchig fusoid), oft dünnwandig, vielgestaltig, auch subzylindrisch; kleine, keulige Parazystiden vorhanden; Sporen: höckerig; Höcker mäßig zahlreich und meist nur schwach vorgezogen; Maße: 7,8 x 5,7 (7,1-8,5 x 5,2-6,2), Q=1,36 (1,25-1,63), 20 Sp. gemessen;

Nr. 13: Inocybe cf. proximella P. Karst

Zur Bestimmung: Stimmt mikroskopisch mit Kollektion 2015-24 (I. proximella) weitgehend überein. Abweichend von I. proximella scheint mir der nur schwach gebuckelte Hut.

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Funddaten: 08.09.2016; MTB 8433-2-1-1, 1200 m; 11.253766 E, 47.590107 N; By – Eschenlohe; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn) über Haupdolomit; bei Buche, Tanne und Fichte; gesellig (2 Fk); verges. mit I. petiginosa;
Hut: bis 2 cm breit, schwach gebuckelt, am Scheitel anfangs fast glatt, dann schollig-schuppig aufbrechend, jung zum Rand hin mit dünner, feiner weißlicher Velipellis, später ziemlich grob faserig, am Scheitel rehbraun, zum Rand hin merklich blasser braun; Stiel: bis 3 x 0,3 cm, basal gleichdick oder schwach keulig erweitert, undefinierbar beigebraun, stark weißlich überfasert, im oberen Drittel stark bereift; Lamellen: aufsteigend und sehr schmal angewachsen, gedrängt, mittelalt olivgrau, reif dunkler olivbraun; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: ohne echte Kaulozystiden; Endzellen dünnwandig, oft sehr lang, zylindrisch oder apikal verjüngt, fein braun inkrustiert; nur ausnahmsweise mit Kristallen oder schwach dickwandig; oft über 100 µm lang und bis ca. 11 µm breit; Pleurozystiden: bauchig-fusoid, subutriform mit kurzem breitem Hals, utriform, meist mit üppigem Kristallschopf, hyalin in KOH, Maße ca. 46-63 x 14-20, Wandstärke am Bauch 0,5-1, am Apex 1-2; Cheilozystiden: dickwandige Cheilos mit Kristallschopf eher schütter, meist bauchig-fusoid, etwas kürzer als die Pleuros, gelegentlich blass gelblich in KOH, durchsetzt mit vielen dünnwandigen Zystiden ohne Kristalle, diese oft utriform (intermediär zwischen Cheilos und Parazystiden), keulige Parazystiden eher spärlich und klein; Sporen: höckerig, Höcker nicht sehr zahlreich, aber meist stark vorgewölbt, oft auch zafpig ausgezogen, Maße: 9,6 x 6,7 (8,7-11,8 x 5,7-7,7), Q=1,44 (1,18-1,76), 20 Sp. gemessen; Bemerkung zur Sporenmessung: die am Stiel gemessenen Sporen maßen allesamt unter 10, während die freischwimmenden am Hymenium in der Mehrzahl über 10 µm lang waren.

Nr. 14: Inocybe margaritispora (Berk.) Sacc.

Zur Bestimmung: Entspricht exakt dem Aquarell von Stangl auf Tafel 35/1 und stimmt auch mikroskopisch überein.

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Funddaten: 22.09.2016; MTB 7934-4-4-4, 570 m; 11.478863 E, 48.005737 N; D – By – Baierbrunn, Klosterwald, Isar-Westufer; Auwald in unmittelbarer Ufernähe (Fichte, Esche, Erle, Ahorn, Weide) auf meist kalkhaltigem Boden (Geologie kleinteilig, Nagelfluh, Rutschmassen, aber auch Tertiärflinz und Seetone); bei Fichte, Ahorn und Esche auf Auenschlick; einzeln.;
Hut: 3,2 cm breit, flach gewölbt mit warzenförmigem Buckel, stark faserschuppig, zum Rand hin schwach filzig, am Scheitel kastanienbraun und mit cremegrauem Velumbelag, Schüppchen lehmbraun und deutlich kontrastierend zum viel helleren Grund; Stiel: 5 x 0,5 cm, gerandet knollig (nur schwach gerandet), cremeweiß, auf ganzer Länge dicht und fein bereift; Lamellen: aufsteigend und mäßig schmal angewachsen, gedrängt, 3 mm breit, steingrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung (im obersten Stielsechstel untersucht): Kaulozystiden büschelig, bauchig-fusoid bis subutriform, mit üppigem Kristallschopf, apikal viel dickwandiger als am Bauch, hyalin in KOH, sehr voluminös, ca. 37-62 x 19-26, Wandstärke am Bauch um 1, apikal bis 5 µm; durchsetzt mit vielen kleinen keuligen Parazystiden; Pleurozystiden: subutriform (bauchig mit eher kurzem, breitem Hals) oder halslos bauchig-fusoid, nicht gestielt, hyalin in KOH, mit üppigem Kristallschopf, sehr voluminös, 47-66 x 19-27, Wandstärke am Bauch 0,5-1, am Hals 2-3 µm; Sporen: höckerig, sehr variabel, oft subisodiametrisch mit sehr geringem Q-Wert und dann fast sternförmig, Höcker zahlreich, meist rundlich und deutlich vorgewölbt, zum Teil auch zapfig ausgezogen (vor allem apikal), bisw. aber auch nur schwach ausgeprägt, Sporen mit auffallenden Größenunterschieden, die sicher auf die untermischten 3- und 2-sporigen Basidien zurückzuführen sind, diese großen Sporen (>10 µm) haben auch stärker vorgezogenen Höcker, Maße: 9,6 x 7,6 (8,3-12,3 x 6,8-9,7), Q=1,27 (1,12-1,52), 30 Sp. gemessen;

Nr. 15: Inocybe piceae Stangl & Schwöbel

Zur Bestimmung: Unkritisch. Die beiden letzten Makofotos zeigen eine Kollektion aus dem Bannwald bei Füssen (15.10.2016).

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Funddaten: 03.10.2016; MTB 7934-4-4-4, 560 m; 11.478715 E, 48.005211 N; D – By – Baierbrunn, Klosterwald, Isar-Westufer; Auwald (Fichte, Kiefer, Ahorn, Weide) auf meist kalkhaltigem Boden (Geologie kleinteilig, Nagelfluh, Rutschmassen, aber auch Tertiärflinz und Seetone); bei Fichte und Weide auf sandigem Boden; gesellig (2 Fk, ca. 5 Meter voneinander entfernt);
Hut: bis 3,5 cm breit, kegelig, am Scheitel fast glatt, zum Rand hin stark faserig und aufreißend, lehmbraun bis rehbraun; am Scheitel mit sehr unauffälligem cremegrauem Velumbelag (bei dem großen Fk ist das kein Velum, sondern Sand; Stiel: bis 7 x 0,8 cm, basal stark knollig (Knolle bis 1,2 cm breit, nur angedeutet gerandet), beige, apikal mit schwachem rosabraunem Reflex; auf ganzer Länge bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, grau bis olivgrau; Fleisch: siehe Schnittbild, in der Stielspitze rosabräunlich; Geruch: spermatisch, Paprikachips; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pleurozystiden: bauchig-fusoid oder subutriform (bauchig mit kurzem breitem Hals), metuloid, Maße ca. 53-78 x 17-22, Wandstärke apikal bis 3,5 µm; Sporen: stark höckerig, Höcker zahlreich und stark vorgewölbt, Maße: 11,6 x 8,4 (9,9-13,2 x 7,2-9,4), Q=1,38; 10 Sp. gemessen;

Nr. 16: Inocybe vulpinella Bruylants

Zur Bestimmung: Makroskopisch und mikroskopisch sehr typisch.

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Funddaten: 20.09.2016; MTB 8531-2-1-3, 840 m; 10.925021 E, 47.482954 N; By – Garmisch-Partenkirchen, Griesen, Naidernachtal; direkt an der Naidernach; von Rindern beweidete Kiefernau (Bergkiefer, Weide, Erle, Fichte, Wacholder mit Heide und Silberwurz) auf sandigem bis feinschottrigem Boden (sicher kalkhaltig); bei Salix und Picea auf sandig-schottrigem Boden; gesellig (4 Fk);
Hut: 1,8-2,2 cm breit, gewölbt, meist mit kleinem Buckel, faserschuppig, jung mit cremegelber Velipellis; Stiel: bis 3,5 x 0,2 cm, basal gleichdick oder schwach knollig erweitert, ganz bereift, jung cremegelb, später von der Basis her braun verfärbend (fast hutfarben); Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, bauchig, für eine Inocybe ziemlich entfernt, jung cremegrau, reif graubeige; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pleurozystiden: sehr variabel, bauchig fusoid, subutriform, utriform, (sub)lageniform, keulig, immer sehr dickwandig und relativ breit, metuloid, in KOH hyalin bis sehr blass gelblich; Maße: ca. 48-77 x 17-22, Wandstärke am Bauch bis 3, am Apex bis 4 µm; Sporen: ellipsoid bis subzylindrisch, meist mit sehr geraden Längswänden, gelegentlich mit subapikulärer Depression, sehr dickwandig, Maße: 13,2 x 7,8 (11,6-15,4 x 7,1-8,6), Q=1,69 (1,49-1,86), 20 Sp. gemessen;

Nr. 17: Inocybe cf. javorkae Babos & Stangl 1985

Zur Bestimmung: Die rußbraune Verfärbung an der Stielbasis ist hier zumindest im Schnitt nicht so deutlich ausgeprägt wie z.B. bei Kollektion 2012-2 (23.06.2012, Isar), mikroskopisch bestehen aber kaum Unterschiede. Sehr ähnlich ist auch die Kollektion 2012-06 (23.06.2012, Isar), bei der rußbraune Verfärbungen vor allem im untersten Stielbereich, aber auch schwach an der Knolle zu erkennen sind. Auch die beiden Kollektionen aus einen Münchner Kieswerk (2014-3 und 2014-4, vom 28.09.2014) weisen solche Verfärbungen auf und sind mikroskopisch kaum unterscheidbar.

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Funddaten: 08.09.2016; MTB 8433-1-2-1, 710 m; 11.218865 E, 47.588319 N; By – Eschenlohe; an der Eschenlaine bei den breiten Schotterbänken südöstlich von Wengwies; Weidengebüsche mit jungen Fichten über Hauptdolomit; bei Weide im reinen, sandigen Schotter; gesellig (5 Fk);
Hut: bis 3,2 cm breit, schwach gebuckelt, fein faserig, zum Rand hin alt aufreißend, mit ziemlich dickem, cremegrauen Velumbelag, der zum Rand hin filzig ausdünnt; lehmbraun; Stiel: bis 3,5 x 0,7 cm, basal meist gleichdick, bisw. auch knollig und stets rußbraun verfärbt, beige, auf ganzer Länge fein bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, mäßig gedrängt, mittelalt hell graubraun, alt olivbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung (apikal untersucht): Kaulozystiden eher spärlich, bauchig-fusoid, utriform, subutriform, dickwandig und metuloid, 55x28, 63x28, 59x25, 64x23; Parakaulozystiden sehr vielgestaltig, zahlreich, zylindrisch, keulig, mit Übergängen zu den echten Zystiden; Pleurozystiden: bauchig-fusoid, utriform, subutriform, oft mit eher kurzem breitem Hals, mit Kristallbesatz, hyalin in KOH, voluminös und groß, ca. 59-82 x 15-22, Wandstärke am Bauch ca. 2-2,5, am Hals/Apex ca. 2-4; Cheilozystiden: mäßig häufig, in der Form etwas variabler, aber ähnlich wie die Pleuros, auch keulig, in der Regel kürzer als die Pleuros, ca. 44-58 x 14-24; Parazystiden häufig, sehr vielgestaltig, keulig, subzylindrisch (und bisw. auch recht lang), utriform; Sporen: schwach höckerig, entolomoid, sehr dickwandig, Maße: 11,5 x 7,0 (9,9-13,1 x 6,2-8), Q=1,65 (1,44-1,92), 20 Sp. gemessen;

Nr. 18: Inocybe javorkae Babos & Stangl 1985

Zur Bestimmung: Hat auch so rötlichbraune und am Scheitel schwarzbraune Farben wie der Erstfund an dem Standort 2011 (Kollektion 2011-21).

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Funddaten: 20.09.2016; MTB 8531-2-1-3, 840 m; 10.925021 E, 47.482954 N; By – Garmisch-Partenkirchen, Griesen, Naidernachtal; direkt an der Naidernach; von Rindern beweidete Kiefernau (Bergkiefer, Weide, Erle, Fichte, Wacholder mit Heide und Silberwurz) auf sandigem bis feinschottrigem Boden (sicher kalkhaltig); bei Salix und Pinus mugo auf sandig-schottrigem Boden; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 1,7 cm breit, deutlich gebuckelt, ziemlich grob faserschuppig, zum Rand hin filzig, jung mit cremegrauer Velipellis, am Scheitel schokobraun bis schwarzbraun, zum Rand hin rehbraun; ohne Cortina; Stiel: bis 3 x 0,25 cm, basal gleichdick oder schwach knollig verdickt, braunbeige, ganz bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, mäßig gedrängt, grau bis olivgrau; Fleisch: an der Unterseite der Stielbasis schwarz, siehe Schnittbild; Geruch: minimal spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: Kaulozystiden im obersten Stielsechstel schwach büschelig, meist sehr gedrungen, keulig, blasig oder bauchig-fusoid, hyalin in KOH, metuloid, sehr dickwandig, durchsetzt mit dünnwandigen Parazystiden; Pleurozystiden: überwiegend bauchig-fusoid bis keulig, gedrungen, extrem dickwandig, hyalin in KOH (selten gelblich), Maße: ca. 47-59 x 16-23, im Schnitt sicher über 20 breit; Wandstärke am Bauch bis 4,5, apikal bis 5 µm; Cheilozystiden: ziemlich dicht gepackt, gedrungen, bauchig-fusoid, keulig oder blasig, sehr dickwandig, auffallend viele dickwandige, fast kugelig-blasige Zellen ohne Kristallbesatz, ca. 38-50 x 18-27; Parazystiden unauffällig; Sporen: höckerig bis entolomoid eckig, sehr dickwandig, Maße: 10,8 x 7,6 (9,8-12,1 x 6,9-8,7), Q=1,43 (1,30-1,56), 20 Sp. gemessen;

Nr. 19: Inocybe javorkae Babos & Stangl 1985

Zur Bestimmung: Unkritisch.

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Funddaten: 20.09.2016; MTB 8531-2-1-3, 840 m; 10.927417 E, 47.482769 N; By – Garmisch-Partenkirchen, Griesen, Naidernachtal; direkt an der Naidernach; von Rindern beweidete Kiefernau (Bergkiefer, Weide, Erle, Fichte, Wacholder mit Heide und Silberwurz) auf sandigem bis feinschottrigem Boden (sicher kalkhaltig); bei Pinus mugo, Salix und Alnus auf Sandboden; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 1,8 cm breit, faserschuppig, ziemlich düster braun; Stiel: bis 2,3 x 0,3 cm, basal knollig erweitert, außen völlig versandelt, an der Spitze bereift, sonst nicht sichtbar; Lamellen: aufsteigend und recht breit angewachsen, olivgrau bis olivbraun; Fleisch: im Knöllchen außen schwarz, sonst fleischbräunlich; Geruch: spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pleurozystiden: subutriform (mit kurzem breitem Hals), schlank fusoid, keulig, bauchig-fusoid, mit üppigem Kristallschopf, in KOH hyalin, ca. 59-77 x 14-22[34], Wandstärke ca. 1,5 am Bauch und bis 4 in Apexnnähe; Sporen: höckerig bis entolomoid eckig, wenigstens teilweise mit doch recht vorgezogenen, stumpfen Höckern, Maße: 11,7 x 7,9 (10,6-12,6 x 7,4-8,6), Q=1,48; 10 Sp. gemessen;

Nr. 20: Inocybe javorkae Babos & Stangl 1985

Zur Bestimmung: Unkritisch.

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Funddaten: 20.09.2016; MTB 8531-2-1-3, 840 m; 10.927417 E, 47.482769 N; By – Garmisch-Partenkirchen, Griesen, Naidernachtal; direkt an der Naidernach; von Rindern beweidete Kiefernau (Bergkiefer, Weide, Erle, Fichte, Wacholder mit Heide und Silberwurz) auf sandigem bis feinschottrigem Boden (sicher kalkhaltig); bei Pinus mugo, Salix und Alnus auf Sandboden mit Auflage aus feinem Schotter; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 1,7 cm breit, faserschuppig, am Scheitel oft schwarzbraun, zum Rand hin heller lehmbraun, haselnussbraun; jung mit cremegrauem Velumbelag; Stiel: bis 2,8 x 0,3 cm, basal schwach knollig verdickt, jung beige, später dunkler ockerbraun; Lamellen: aufsteigend und relativ breit angewachsen, mäßig gedrängt, jung graubeige, später khakigrau bis olivbraun; Fleisch: im Knöllchen außen schwarz; die fleischbräunliche Farbe im Stielfleisch scheint typisch für die Art; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pleurozystiden: keulig, bauchig-fusoid, seltener schlank fusoid oder subutriform, hyalin in KOH, mit üppigem Kristallschopf, sehr voluminös, Maße: 56-68 x 18-30 (im Mittel ca. 25 breit), Wandstärke am Bauch um 1,5, in Apexnähe bis ca. 3; Sporen: schwach höckerig bis entolomoid eckig, zumindest teilweise mit deutlich vorgezogen, selten sogar zapfig ausgzogenen Höckern, Maße: 12,1 x 7,9 (10,9-14 x 7,1-9), Q=1,53 (1,36-1,74), 20 Sp. gemessen;

Nr. 21: Inocybe decipiens Bres.

Zur Bestimmung: Wie schon bei Kollektion Nr. 2011/23 an selber Stelle wieder nur ein Einzelfruchtkörper.

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Funddaten: 20.09.2016; MTB 8531-2-1-3, 840 m; 10.925021 E, 47.482954 N; By – Garmisch-Partenkirchen, Griesen, Naidernachtal; direkt an der Naidernach; von Rindern beweidete Kiefernau (Bergkiefer, Weide, Erle, Fichte, Wacholder mit Heide und Silberwurz) auf sandigem bis feinschottrigem Boden (sicher kalkhaltig); bei Salix und Pinus mugo auf sandig-schottrigem Boden; einzeln; verges. mit Inocybe javorkae;
Hut: 3 cm breit, unregelmäßig gewölbt, kaum gebuckelt, grob faserig, mit dunkleren Fasern auf hellerem Grund, lehmbraun, haselnussbraun; mit schwach ausgeprägtem cremefarbenen Velumbelag am Scheitel; Stiel: bis 4,5 x 0,5 cm, basal gleichdick, beige, nur an der Spitze bereift bis beschürfelt, sonst nur ganz sporadisch bereift (mikroskopisch prüfen); Lamellen: aufsteigend und relativ breit angewachsen, mäßig gedrängt, khakigrau bis grünbraun (RAL); Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht notiert; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: Kaulozystiden generell spärlich, aber auch unterhalb der Stielmitte vorhanden; Pleurozystiden: schlank fusoid, sublageniform, lageniform, seltener bauchig fusoid, sehr lang, metuloid, sehr dickwandig, hyalin in KOH, Maße: 78-97 x 17-22, Wandstärke am Bauch ca. 1,5-2, am Hals 3-5 µm; Cheilozystiden: mäßig dicht, kürzer und variabler als die Pleuros, ca. 61-75 x 18-23; eingebettet in ein dichtes Band aus überwiegend keuligen, aber bisw. auch utriformen dünnwandigen Parazystiden; Sporen: kaum höckerig und entolomoid eckig, dickwandig, Maße: 12,5 x 7,7 (11,7-13,6 x 7,1-8,2), Q=1,62 (1,54-1,86), 20 Sp. gemessen;