Inocybe 2014

Nr. 1: Inocybe spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Schmächtiger, ganz bereifter Höckersporer mit kleinem, gerandetem Stielknöllchen aus einer baumlosen Feuchtwiese.

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Funddaten: 15.07.2014; MTB 8335-3-4-1, 865 m: D – By – Lenggries, Leger, Rehgrabenalm; von Rindern schonend beweidete, teils feuchte bis nasse, eher magere Wiese mit viel Betonia officinalis (Heilziest/Betonie) auf würmeiszeitlichen Ablagerungen; keinerlei größere Bäume in der Nähe, auch sonst nichts baumähnliches gesehen, bei Betonia officinalis, nicht weit von einem alten Kuhfladen; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 2,5 cm breit, erst kegelig, dann ausgebreitet mit flachem bis stärker vorgezogenem mäßig breitem Buckel, jung etwas grieselig bis glatt, dann deutlich faserig, zum Rand hin grob faserig, bisw. auch etwas faserschuppig, am Scheitel lehmbraun, sonst recht warm ockerbraun bis hell rostbraun; Velum jung sporadisch als flüchtige Flöckchen am ganzen Hut, rasch schwindend; auch jung ohne Cortina; Stiel: bis 5 x 0,25 cm, basal mit kleinem, aber meist deutlich gerandetem Knöllchen, ganz bereift, jung cremefarben, alt beige (blass fichtenholzfarben); Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, mäßig gedrängt, jung cremeweiß, dann grau, zuletzt blass graubraun bis olivgrau; Schneiden weißflockig, etwas schartig; Fleisch: schmutzig weiß, unter der HDS bräunlich durchgefärbt (siehe Schnittbild); Geruch: schwach spermatisch bis unauffällig, vielleicht mit schwacher Aniskomponente; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: auf ganzer Länger vorhanden, im oberen Stielviertel schwach büschelig und mit Parazystiden gemischt, meist fusoid bis lageniform, normal beschopft, ca. 50-85 x 12-20, Wandstärker ca. 2-3 µm, apikal gelegentlich auch dicker; Pleurozystiden: mäßig häufig, meist lageniform mit deutlich ausgeprägtem Hals, bisw. auch fusoid, normal beschopft, ca. 58-73 x 15-20; Wandstärke am Bauch ca. 1-2,5, am Hals 2-3,5 µm, Wände in KOH blass gelblich; Cheilozystiden: mäßig dicht stehend, gelegentlich lückig, mit sehr zahlreichen, büschligen, meist keuligen Parazystiden durchsetzt, wie die Pleuros geformt; Sporen: höckerig, im Umriss meist mit 4-6 Höckern, Höcker rundlich und kräftig vorgewölbt, apikal selten auch etwas zapfig ausgezogen; Maße: 9,4 x 6,9 (7,3-11,4 x 5,7-8,4), Q=1,36, 20 Sp. gemessen;

Nr. 2: Inocybe spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Gehört vermutlich zum Stirps Mixtilis. Ein auffallendes Merkmal der Kollektion sind die kurzen, gedrungenen Hymenialzystiden.

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Funddaten: 28.09.2014; MTB 8533-3-2-2, 1060 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion; Mischwald (Fichte, Kiefer, Buche) auf magerem, abgesauertem Boden über Hauptdolomit (kalkalpine Zone), der zum Teil von Fernmoräne überdeckt ist; an offener Stelle bei jungen Fichten und (weiter entfernt) großer Buche; gesellig (4 Fk);
Hut: jung stumpf kegelig, dann bis ausgebreitet und mit eher breitem, vorgezogenem Buckel, Oberfläche faserig, aber schon jung mit deutlicher Tendenz zum Aufschuppen, dann +/- stark schuppig, am Rand mäßig grob faserig, ziemlich lebhaft ockergelb bis ockerbraun, am Scheitel auch mit schwachen Orangeton; ohne auffällig Velumreste, aber mit Erdteilchen besetzt und deshalb offenbar ein bisschen klebrig; Hutrand beim jungen Fk mit spärlichen Velumfasern behangen, aber ohne ausgeprägte Cortina; Stiel: bis 3,3 x 0,4 cm (beim jungen Fk 0,5 cm dick), deutlich gerandet knollig, cremeweiß, alt cremegelb; auf ganzer Länge fein bereift; Lamellen: aufsteigend und auffallend schmal angewachsen (fast frei), gedrängt, jung weiß, reif mittelgrau bis olivgrau, erst alt mit schwachen Brauntönen; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden (oben): büschelig, bauchig-fusoid, bisw. mit kurzem Hals, metuloid, vermischt mit kleinen keuligen Parazystiden; Maße ca. 42-55 x 12-20; Pleurozystiden: dickbauchig-fusoid bis subutriform, oft mit kurzem, breitem Hals, metuloid, stark beschopft, relativ kurz, fast hyalin in KOH, Maße: 43-50 x 14-20, Wandstärke am Bauch 1-1,5, am Apex viel dicker, ca. 2,5-3,5; Sporen: höckerig, Höcker sehr zahlreich, mit stark vorgewölbten rundlichen, oft auch schwach zapfig ausgezogenen Höckern, Maße: 8,6 x 6,2 (7,8-9,8 x 5,4-6,9), Q=1,39; 20 Sp. gemessen;

Nr. 3: Inocybe cf. decipiens

Zur Bestimmung: Unklar. Kleine, durch Velumreste scheckige Marginata mit entolomoiden, großen Sporen und voluminösen Hymenialzystiden. Die sehr schmächtigen Fk passen weder zu I. dunensis noch zu I. decipiens. Der Vergleich zur 2. Kollektion vom selben Tag (Nr. 4) zeigt, dass die großen, voluminösen Pleurozystiden ein konstantes Merkmal sind. I. javorkae kommt wohl eher nicht infrage, da keine richtig schwarze Zone im Stielknöllchen zu sehen ist und diese Art doch etwas schmächtigere Hymenialzystiden aufweist.

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Funddaten: 28.09.2014; MTB 7936-1-1-1, 545 m; München Waldperlach, Kieswerk; Schotterebene; Sukzessionswald eines ehemaligen Kieswerks mit viel Salix, Betula, Picea, Fraxinus, Alnus und Quercus auf steinigen, mageren Schotterböden mit vielen nur locker bestockten oder ganz freien Wiesenflächen; am oberen Rand einer steilen Böschung auf kiesig-steinigem Boden, bei Birke, Espe, Salweide, Weide und (weiter entfernt) Kiefer (alles eher kleine Bäume); gesellig (8 Fk), verges. mit Russ. exalbicans;
Hut: bis 2,1 cm breit, flach kegelig bis gewölbt mit +/- deutlich vorgezogenem Buckel, am und um den Scheitel durch einen cremeweißen, etwas schmierigen Velumbelag glatt und bisw. mit Erdeteilchen besetzt, zum Rand hin deutlich faserig, auch etwas aufreißend, lehmbraun; auch jung ohne Cortina; Stiel: bis 3,5 x 0,4 cm, basal +/- knollig verdickt, aber nicht gerandet, cremeweiß, alt bis beige; ganz bereift, aber generell und vor allem unterhalb der Mitte sehr schütter (mikroskopisch prüfen); Lamellen: aufsteigend und schmal bis mäßig breit angewachsen, gedrängt bis mäßig gedrängt, jung hellgrau, dann graubeige, zuletzt ziemlich dunkel graubraun; Schneiden weißflockig; Fleisch: weiß bis cremeweiß; Geruch: unauffällig, höchstens schwach spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im mittleren und unteren Stielbereich vorhanden, sehr variabel geformt; im oberen Stielbereich büschelig, sehr variabel geformt, breit fusoid, utriform, oft etwas kopfig, dickwandig, metuloid; Parazystiden unauffällig; Pleurozystiden: meist breit fusoid, aber sehr variabel, auch subclavat, clavat, utriform, selten auch mit Hals, sehr groß und voluminös, ca. 69-93 x 19-29, im Schnitt über 80 lang und über 20 breit, Wände hyalin, am Bauch ca. 1,5-2 µm dick, apikal ca. 2-3 µm dick; Lamellenschneide: von Cheilozystiden dominiert, diese wie die Pleuros geformt, Parazystiden eher unauffällig; Sporen: entolomoid eckig, mit meist mit abgerundeten Ecken, sehr dickwandig (Wandstärke ca. 1 µm), Maße: 12,1 x 7,9 (10,6-14,1 x 7,1-8,5), Q=1,54 (1,37-1,86), 20 Sp. gemessen;

Nr. 4: Inocybe cf. decipiens

Zur Bestimmung: Sicher identisch mit Kollektion Nr. 3 vom selben Tag.

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Funddaten: 28.09.2014; MTB 7936-1-1-1, 545 m; München Waldperlach, Kieswerk; Schotterebene; Sukzessionswald eines ehemaligen Kieswerks mit viel Salix, Betula, Picea, Fraxinus, Alnus und Quercus auf steinigen, mageren Schotterböden mit vielen nur locker bestockten oder ganz freien Wiesenflächen; am oberen Rand einer steilen Böschung auf kiesig-steinigem Boden, bei Birken, Weide und Fichte; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 1,7 cm breit, flach kegelig bis gewölbt mit +/- deutlich vorgezogenem Buckel, am und um den Scheitel durch einen cremeweißen, etwas schmierigen Velumbelag glatt und bisw. mit Erdeteilchen besetzt, zum Rand hin deutlich faserig, auch etwas aufreißend, lehmbraun bis rehbraun; auch jung ohne Cortina; Stiel: bis 3 x 0,4 cm, basal +/- knollig verdickt, aber nicht gerandet, cremebeige, alt bis braunbeige (fichtenholzfarben); ganz bereift, aber generell und vor allem unterhalb der Mitte sehr schütter (mikroskopisch prüfen); Lamellen: aufsteigend und schmal bis mäßig breit angewachsen, gedrängt bis mäßig gedrängt, jung hellgrau, dann graubeige, zuletzt graubraun; Schneiden weißflockig; Fleisch: weiß bis cremeweiß; Geruch: unauffällig, höchstens schwach spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pleurozystiden: breit fusoid bis clavat, in der Regel ohne Hals, sehr groß und voluminös, ca. 68-92 x 17-24, im Schnitt über 20 µm breit, Wände hyalin, am Bauch ca. 1,5-2,5, apikal ca. 3-4 µm dick; Sporen: entolomoid eckig, meist mit abgerundeten Ecken, dickwandig, ca. 13,2 x 7,6 (12-14,4 x 7-8), Q=1,73, 10 Sp. gemessen;

Nr. 5: Inocybe umbratica Quél.

Zur Bestimmung: Der trotz der kleinen Fk eher gedrungene Habitus, die fast rein weißen Hutfarben und die sehr kurzen Hymenialzystiden sowie der Standort sprechen für I. umbratica und nicht für I. paludinella.

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Funddaten: 31.07.2014; MTB 8332-2-2-3, 680 m; D – By – Murnau, Westried, Vorwald Nord, Obernacher Moos; am in Ost-West-Richtung verlaufenden Waldweg oberhalb und südlich des Obernacher Mooses, Fichtenmischwald über Unterer Meesesmolasse (Tertiär, Baustein-Schichten) auf vermutlich eher saurem Boden, bei am Rand einer Wiese stehender großer Fichte; auf Erde (nicht steinig); gesellig (5 Fk);
Hut: bis 1,9 cm breit, kegelig, geschlossen und fein befasert, trocken, hell bis dunkel elfenbeinweiß, Velumreste unauffällig,höchstens als dünner weißlicher Belag; Stiel: bis 5 x 0,4 cm, basal knollig verdickt, aber nicht gerandet knollig, cremeweiß, auf ganzer Länge deutlich bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, sehr gedrängt, auffallend schmal, jung weiß, dann cremefarben, auch beim ältesten Fk nur mit schwachem Graustich; Fleisch: im Hut wässrig creme bis cremegrau, in Stiel cremeweiß; Geruch: deutlich spermatisch (Paprikachips); Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: sicher auf ganzer Stiellänge vorhanden; im obersten Stielviertel büschelig, fusoid bis clavat, stark beschopft, sehr dickwandig, ca. 30-50 x 13-17; Parazystiden meist klein, oft auch etwas dickwandig; Pleurozystiden: clavat bis fusoid, kurz, basal oft breit, dünnwandig und bisw. etwas abgerundet, apikal sehr dickwandig (bis 5 µm), ca. 31-40 x 13-15; Wände in KOH schwach gelblich bis neutral; Sporen: eher schwach höckerig, Höcker wenig zahlreich, meist rundlich und schwach vorgezogen, apikal hin und wieder zapfenförmig ausgezogen, Sporen dann länglich, ingesamt recht blass, wenig reife Sporen in der Kollektion, ca. 8,0 x 5,2 (7-9 x 4,5-6), Q=1,53, 10 Sp. gemessen;

Nr. 6: Inocybe nematoloma Joss. ex Joss.

Zur Bestimmung: Passt ziemlich perfekt zu den Aufsammlungen von Ditte Bandini (inocybe.org) und Erminio Ferrari (FND54-55, 125). Typisch offenbar die sehr kleinen Fk und die zweifarbigen, lebhaft orangebraun/ockergelben, gebuckelten Hüte ohne Velum. Mikroskopisch bemerkenswert die stark auf KOH reagierenden, eher kurzen Hymenialzystiden und die recht gedrungenen Sporen mit zahlreichen, aber kleinen Höckern. Alle in meiner Literatur und im Internet beschrieben Funde scheinen allerdings aus Nadelwäldern zu stammen, die Kollektion von Ditte Bandini sogar aus dem Sphagnum. Es würde sich deshalb vielleicht lohnen zu prüfen, ob diese Kollektion aus dem reinen Buchenwald über Kalk genetisch identisch ist.

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Funddaten: 30.08.2014; MTB 8533-4-1-1, 1050 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion; lichter Buchen-Hutewald über Hauptdolomit (kalkalpine Zone); im Moos; gesellig (>20 Fk auf mehreren qm verteilt; an mehreren Stellen gesehen); verges. mit I. petiginosa;
Hut: bis 1,2 cm breit, konvex mit rundlichem, meist stark vorgezogenem Buckel, trocken, Oberfläche am Scheitel glatt, zum Rand hin fein faserig, geschlossen befasert, ausgeprägt zweifarbig mit orangebraunem Buckel und ockergelber Randzone, insgesamt sehr lebhaft gefärbt; ohne Velumreste; Stiel: bis 3 cm lang und 1,5 mm breit, basal gleichdick bis schwach kleinknollig, im oberen Drittel cremefarben bis beige, stielabwärts dunkler braun, ockerbraun bis rötlichbraun; auf ganzer Länge mäßig dicht bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung graubeige, später hell olivbraun bis olivocker; Schneiden weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im oberen Stieldrittel schwach büschelig, fusoid bis sublageniform, ca. 51-57 x 11-16, mit in KOH deutlich gelben, ca. 2-3 µm dicken Wänden; untermischt mit kleinen, meist keuligen Parazystiden; Pleurozystiden: breit fusoid bis sublageniform, meist ohne oder nur mit angedeutetem oder sehr allmählich verschmälertem Hals, seltener deutlich lageniform, basal meist abgerundet, normal beschopft, ca. 50-57 x 13-17, Wände am Bauch und am Apex meist gleichdick, ca. 2-3 µm, in KOH kräftig gelb; Cheilozystiden: ziemlich dicht stehend, wie die Pleurozystiden geformt, Parazystiden unauffällig, meist klein und keulig; Sporen: höckerig, oft breit bis fast rundlich, Höcker sehr zahlreich, aber klein, meist rund und deutlich vorgewölbt, Maße: 8,1 x 6,4 (6,9-9,4 x 5,5-7,5), Q=1,27 (1,11-1,46), 20 Sp. gemessen;

Nr. 7: Inocybe petiginosa (Fr.) Gillet

Zur Bestimmung: Trotz des Vorkommens bei Fichte sehe ich keine signifikanten Unterschiede zu I. petiginosa, die zeitgleich auch massenhaft in den angrenzenden Buchenwäldern fruktifizierte. I. jacobi mit erheblich größeren Sporen und mehr rotbraunen Hüten, I. rufoalba ebenfalls mit anderer Hutfarbe. Vielleicht noch erwähnenswert bei dieser Kollektion: Die Pleurozystiden haben fast alle einen Kristallbesatz an der Basis (!).

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Funddaten: 28.09.2014; MTB 8533-3-2-2, 1080 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion; Mischwald (Fichte, Kiefer, Buche) auf magerem, abgesauertem Boden über Hauptdolomit (kalkalpine Zone), der zum Teil von Fernmoräne überdeckt ist; bei solitärer Fichte auf der Wiese; gesellig bis büschelig (>10 Fk); verges. mit C. venetus;
Hut: bis 1,2 cm breit, Oberfläche faserig, jung filzig durch ziemlich dicken, lange bleibenden weißlichen Velumbelag; typisch zweifarbig mit rehbraunem Scheitel und ockerlichem Rand (Letzterer aber lange durch das weißliche Velum überdeckt); Stiel: bis 2 x 0,2 cm, basal gleichdick, rötlichbraun, ganz bereift; Lamellen: aufsteigend angewachsen, gedrängt, jung cremgelb, später olivgrau bis olivocker; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: wie ein gerade ausgelöschtes Zündholz; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden (oben beobachtet), büschelig, meist schlank fusoid bis sublageniform, knallgelb in KOH, untermischt mit sehr zahlreichen, kleinen bis mittelgroßen keuligen Parazystiden: Pleurozystiden: zahlreich, meist schmal fusoid bis sublageniform, basal abgerundet und nicht selten mit Kristallbesatz (!), knallgelb in KOH, beschopft, ca. 53-65 x 10-15, Wandstärke am Bauch um 2 µm, am Apex 2-3 µm; Cheilozystiden: dicht stehend, wie die Pleuros, Parazystiden eher spärlich und unauffällig; Sporen: höckerig, Höcker mäßig zahlreich, eher klein und etwas spitz, Maße: 7,6 x 5,2 (7-8,2 x 4,8-5,6), Q=1,46, 10 Sp. gemessen;

Nr. 8: Inocybe napipes F.E. Lange

Zur Bestimmung: Sehr typische Kollektion mit dreifarbigen, gerandet knolligen Stielen, lange stark kontrastierenden, weißen Lamellen, zapfenartig ausgezogenen Sporen und breit fusoiden, wenig dickwandigen Hymenialzystiden. Zum Vergleich habe ich noch eine Kollektion von 2013 hochgeladen (Nr. 29/2013), die mir weniger typisch erscheint. Bei beiden Aufsammlungen hatte ich mir einen unangenehmen Geruch notiert.

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Funddaten: 31.07.2014; MTB 8332-2-4-1, 680 m; D – By – Murnau, Westried, Vorwald; Fichtenmischwald über Unterer Meeresmolasse (Tertiär, Baustein-Schichten, teils auch durchsetzt mit Würmmoräne) auf vermutlich eher saurem Boden, mitten im Wald auf einem Erdpfad, bei großen Fichten und Buchen; gesellig bis kleinbüschelig (5 Fk); verges. mit Lact. piperatus;
Hut: bis 2,3 cm breit, kegelig, ziemlich geschlossen befasert, am Rand aber leicht aufreißend; lehmbraun bis rehbraun; Velumreste jung als weißlicher Belag am Scheitel; Cortina auch jung nur rudimentär, rasch schwindend; Stiel: bis 5,5 x 0,5 cm, basal mit deutlich gerandeter, runder, oberseits weißlicher Knolle, die stark zum unten dunkelbraunen Stiel kontrastiert, Färbung auffallend bunt, an der Spitze cremefarben, stielabwärts dann beige, ockerbraun, zur Basis hin dunkelbraun (rußbraun), nur an der Spitze bereift, sonst weißlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, eher schmal, jung reinweiß und ungewöhnlich lange so bleibend, auch beim aufgeschirmten Fk höchsten mit schwachem Grauton; Fleisch: im Hut wässrig cremegrau, an der Stielspitze weiß, im Stiel hellbeige und dunkler braun streifig bis marmoriert; Geruch: schwach, eher leicht lepiota- oder milchlingsartig (Dispersionsfarbe); Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: auch im obersten Stielbereich fehlend; Zellen der Stielbereifung zylindrisch, kettig (kurz) septiert, schwach querstreifig inkrustiert; Pleurozystiden: zahlreich, meist breit fusoid, auch clavat, stark beschopft, ca. 39-52 x 16-20, Wände um 1 µm dick, farblos in KOH; Sporen: stark höckerig, Höcker stark vorgezogen, vor allem apikal oft zapfenartig verlängert, Maße: ca. 8,4 x 6,6 (7,4-9,5 x 6-7,4), Q=1,27, 10 Sp. gemessen;

Nr. 9: Inocybe spec.

Zur Bestimmung: Sicher dieselbe Art wie das unbestimmte Büschel vom Grubsee (Nr. 15/2009), die Ditte an eine I. hypophaea erinnert.

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Funddaten: 20.08.2014; MTB 8533-2-1-1, 950 m; D – By – Klais, Geißschädel, NSG, Fichtenwälder und Buckelwiesen über Raibler Schichten (Kalkalpin) und Würm-Fernmoräne; an ostexponiertem Waldrand; bei Fichte und Buche; gesellig (2 Fk); verges. mit Russula densifolia, Cortinarius variecolor und Hygrophorus erubescens (fragicolor);
Hut: bis 1,8 cm breit, kegelig mit warzenförmigem Buckel, Oberfläche am Scheitel glatt, um den Scheitel bisw. etwas faserschuppig, zum Rand hin faserig, Rand stark gebörtelt-behangen; jung mit Cortina; Stiel: bis 3 x 0,4 cm, basal schwach verjüngt, blassbraun bis bräunlichbeige, fast bis zur Basis grob weiß beflockt und der Stiel dadurch genattert erscheinend; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung grauweiß, dann hell beigegrau; Schneiden weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: aus meist dünnwandigen oder höchstens schwach dickwandigen, zylindrischen, kettenartig septierten Zellen, Endzellen meist zylindrisch wellig, sehr unterschiedlich lang (bis über 100), ohne keulige Parazystiden; Pleurozystiden: meist breit fusoid bis sublageniform mit relativ breitem, allmählich verschmälertem Hals, oft etwas eingeschnürt oder wellig, auch subutriform, Wände blass gelblich in KOH, schwach dickwandig, Maße: ca. 65-80 x 12-21, Wandstärke am Bauch 0,5-1 µm, am Hals 1-1,5 µm; Sporen: amygdaloid, meist mit deutlicher Bauchdelle, apikal konisch und schmal gerundet, Maße: 9,9 x 5,6 (8,8-11,5 x 5,2-6,2), Q=1,76 (1,57-1,92), 20 Sp. gemessen;

Nr. 10: Inocybe spec.

Zur Bestimmung: Sehr kleiner Risspilz aus der Sektion Fibrillosae Heim. Die schmächtigen Fk mit den weiß genatterten Stielen erinnern an die Aufsammlung von I. phaeodisca var. phaeodisca von der Isar (2007). Diese Kollektion hatte jedoch einen viel stärkeren Farbkontrast am Hut, kürzere, gedrungene Sporen und dickwandigere Hymenialzystiden – somit kommt diese Art wohl eher nicht in Betracht. Die kleinen Fk, die auffällige Stielnatterung, die dünnwandigen Zystiden und die großen Sporen würden auch zu den unbestimmten Funden vom 09.09.2009 und vom 20.08.2014 (vgl. Nr. 9) passen, die sich durch etwas wärmere Hutfarben und spermatischen Geruch unterscheiden, aber auch diese etwas marmoriert oder pustelig wirkenden Hymenialzystiden aufweisen. Damit würde man in der Hypophaea-Ecke landen. Ähnliche Hymenialzystiden hat I. obscurobadia, die aber in der Regel viel robuster ist, keine so auffällig befaserten Stiele und kleinere Sporen aufweist.

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Funddaten: 28.08.2014; MTB 8335-4-3-1, 1100 m; D – By – Lenggries, Hohenwiesen, Hohenwiesener Berg, Hochalmgraben, oberhalb der zweiten Grabenquerung; Bergmischwald (Tanne, Buche, Fichte, Bergahorn) über Plattenkalk; im Jungholz bei Fichten und Buchen; gesellig (6 Fk);
Hut: 1,2-1,4 cm breit, kegelig mit relativ spitzem, manchmal warzenförmig vorgezogenem Buckel, graubraun, durch hellgraues, beständiges Velum fast bis zum Rand filzig überzogen, nur alt und am Rand etwas faserig; jung mit Cortina; Stiel: bis 3 x 0,2 cm, basal gleichdick, apikal grob beschürfelt bis beflockt, darunter auf beigem bis hellbraunem Grund dicht weiß überfasert; Lamellen: aufsteigend und mäßig breit angewachsen, gedrängt, beigegrau bis hell olivbraun; Schneiden weißflockig; Fleisch: im Hut cremefarben, im Stiel braunbeige (hellbraun), in der Stielbasis weißlich; Geruch: eher blütenartig süßlich als spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: an der Stielspitze überwiegend aus zylindrischen, dünnwandigen Zellen, aber auch mit dünnwandigen bis schwach dickwandigen kaulozystidoiden Haaren mit minimalem Kristallbesatz; ohne kleine, keulige Parazystiden; kaulozystidoide Haare breit fusoid, auch subzylindrisch und bisw. gegabelt, z.B. 71x14, 75x10; Pleurozystiden: überwiegend fusoid bis sublageniform, dünnwandig, nur schwach gelblich, aber eigenartig marmoriert wirkend (also nicht hyalin), mäßig stark beschopft, oft nur spärlich und seitlich, ca. 59-73 x 10-16, Wandstärke ziemlich einheitlich um 0,5 µm, selten bis 1 µm; Cheilozystiden: recht dicht stehend, wie die Pleuros geformt, mit kleinen keuligen, kaum von Basidiolen zu unterscheidenden Parazystiden durchsetzt; Sporen: amygdaloid, oft mit leichter Bauchdelle, apikal konisch, Maße: 9,9 x 5,6 (9,2-10,9 x 5,0-6,2), Q=1,79 (1,66-1,91), 20 Sp. gemessen;

Nr. 11: Inocybe spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Vielleicht auch mit den unbestimmten Aufsammlungen Nr. 9 und 10 zu vergleichen, die sich durch schwächeres Hutvelum und dünnwandigere Zystiden unterscheiden (Hypophaea-Ecke). Witzigerweise haben alle drei Aufsammlungen völlig identische Sporenmaße. I. griseovelata kenne ich nicht, sollte aber wohl etwas kräftiger sein.

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Funddaten: 09.10.2014; D – Th – Oberhof, Luisenthal, Wegscheide; am Forstweg zur Talsperre; saurer Fichtenwald auf Granit; am Wegrand auf Streu; gesellig (ca. 5 Fk), verges. mit Koll. Nr. 14;
Hut: 1,3-2 cm breit, erst kegelig, dann gewölbt und schwach gebuckelt, Hutdeckschicht durch grauweißes Velum (teils als Belag ausgeprägt) filzig bis filzig-faserschuppig, lehmbraun, haselnussbraun; Stiel: bis 3,5 x 0,2 cm, basal gleichdick, auf hellbraunem Grund dicht weiß überfasert, ohne Violetttöne an der Spitze, Stielbefaserung wollig wirkend, vor allem apikal, ohne typische Bereifung; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, mäßig gedrängt, jung hellgrau, dann graubeige; Schneiden weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: im oberen Stielbereich überwiegend aus zylindrischen, bisw. blass bräunlich pigmentierten Zellen, aber auch mit schwach dickwandigen kaulozystidoiden Haaren (ohne Kristalle), ganz an der Spitze vereinzelt mit echten Kaulozystiden; ein zweites Präparat, kurz unterhalb der Stielspitze entnommen, förderte nur zylindrische Zellen und vereinzelt kaulozystidoide Haare zutage; vom Typ der Stielbereifung her also zu den Fibrillosae gehörend; Pleurozystiden: zahlreich, überwiegend bauchig-fusoid, bisw. sublageniform mit breitem Hals, fast hyalin oder blass gelblich in KOH, schwach beschopft, recht kurz, ca. 47-62 x 11-14, Wandstärke am Bauch um 1 µm, am Apex 1,5-2 µm; Cheilozystiden: sehr dicht stehend, wie die Pleurozystiden, aber oft etwas voluminöser (bis 20 breit), durchsetzt mit mittelgroßen keuligen, bisw. auch blasigen Parazystiden; Sporen: amygdaloid, ohne oder mit schwach ausgeprägter Bauchdelle, apikal meist konisch; Maße: 10,0 x 5,6 (9,1-11,5 x 5,1-6,0), Q=1,79 (1,64-2,00), 20 Sp. gemessen;

Nr. 12: Inocybe spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Bei dieser Aufsammlung hätte ich makroskopisch auf I. sindonia getippt, aber mikroskopisch passt das nicht: Echte Kaulozystiden fehlen völlig, die Pleurozystiden sind KOH-negativ und zu bauchig, die Sporen etwas zu groß.

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Funddaten: 06.10.2014; D – Th – Oberhof, Meiningen, Hohe Maas; Buchenjungwald auf Kalk; bei jungen Buchen am Wegrand, grasige, etwas steinige und taufeuchte Stelle;
Hut: bis 3,6 cm breit, kegelig bis gewölbt und mit vorgezogenem Buckel, geschlossen befasert, aber etwas aufschuppend, blass graubeige (kittfarben), mit dunkleren braunen Schüppchen; Stiel: bis 7 x 0,5 cm, basal stets gekniet und gleichdick, weißlich, Bereifung etwa 1/3tel, aber mikroskopisch prüfen; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, mittelgrau, steingrau, auch beim älteren Fk ohne Brauntöne; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: eher schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: unterhalb des oberen Stieldrittels ohne Zystiden oder Haare, an der Spitze und ein Stückweit darunter ohne echte Kaulozystiden (an beiden Fk getestet), nur mit kaulozystidoiden Haaren, diese schwach dickwandig, in der Regel ohne Kristallschopf oder nur minimal beschopft, subzylindrisch, zylindrisch, schlank fusoid, meist sehr lang, ca. 69-180 x 9-17; ohne typische keulige Parazystiden, dünnwandig Zellen überwiegend zylindrisch und recht langgestreckt; Pleurozystiden: überwiegend lageniform, auch bauchig fusoid mit kurzem Hals, in KOH nahezu völlig hyalin, ca. 60-74 x 13-24, Wandstärke sehr variabel, am Bauch um 1 µm, am Apex 1,5-3; Cheilozystiden: dicht stehend, wie die Pleurozystiden, aber variabler und blass gelblich in KOH; Parazystiden keulig bis blasig, mittelgroß bis groß und zahlreich; Sporen: amygdaloid, ohne oder mit nur schwach ausgeprägter Bauchdelle, apikal konisch, fast spitz und häufig etwas papilliert, Maße: 9,4 x 5,1 (8,3-10,2 x 4,4-5,5), Q=1,84 (1,72-2,06), 20 Sp. gemessen;

Nr. 13: Inocybe spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Eine kleine, ockerlich gefärbte Cortinata mit glatten, sehr breiten Sporen und auffallend breiten Hymenialzystiden.

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Funddaten: 02.09.2014; MTB 8034-4-4-3, 590 m; D – By – Puppling, Pupplinger Au, Osterloch; Mischwald (Kiefer, Fichte, Buche) auf Würmmoräne oder Talfüllung; bei Fichten, Ulme und mittelgroßer Buche; gesellig auf nacktem Boden mit etwas Streu (3 Fk);
Hut: bis 2,1 cm breit, flach kegelig bis flach gewölbt und stets mit warzenförmigem, kleinem Buckel, ziemlich geschlossen befasert, ohne auffällige Velumreste, am Scheitel ockerbraun, sonst ockergelb; Stiel: bis 4 x 0,3 cm, basal gleichdick, beige, nur im obersten 6tel bereift, sonst spärlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt bis mäßig gedrängt, jung weißlichgrau, dann mittelgrau bis beigegrau; Schneiden weißflockig; Fleisch: im obersten Stieldrittel in der Rinde mit zartem Rosaton, im Übrigen siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: bis zur Mitte vorhanden, dort aber nur sehr sporadisch, dünnwandig und nicht beschopft; Kaulozystiden oben sehr dickbauchig und voluminös, bisw. lageniform mit mäßig langem Hals, ca. 50-73 x 20-34, Wandstärke apikal um 1 µm, am Bauch meist etwas dünner; vermischt mit sehr zahlreichen, oft auffallend runden und schwach dickwandigen Parazystiden, diese z.B. 22x17, 30x27, 15x14, 18x15; Pleurozystiden: lageniform bis breit fusoid, meist sehr bauchig, mit mäßig starkem Kristallbesatz, in KOH fast hyalin, ca. 56-77 x 16-28, im Schnitt ca. 20 µm breit, Wandstärke am Bauch 1-1,5, am Apex 2-3 µm; Cheilozystiden: dicht gepackt, wie die Pleurozystiden geformt, mit mittelgroßen keuligen Parazystiden durchsetzt; Sporen: subamygdaloid, sehr breit, gedrungen, apikal subkonisch bis konisch und mäßig schmal gerundet; Maße: 9,6 x 6,5 (8,6-10,7 x 6,1-7,1), Q=1,47 (1,40-1,60), 20 Sp. gemessen;

Nr. 14: Inocybe spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Makroskopisch vielleicht an I. sindonia erinndernd, aber die in KOH fast hyalinen, sehr vielgestaltigen und keineswegs schlanken Hymenialzystiden geben diese Bestimmung nicht her.

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Funddaten: 09.10.2014; D – Th – Oberhof, Luisenthal, Wegscheide; am Forstweg zur Talsperre; saurer Fichtenwald auf Granit; am Wegrand auf Streu; gesellig (ca. 10 Fk), verges. mit Koll. Nr. 11;
Hut: bis 2,8 cm breit, kegelig mit rundlichem Buckel, Oberfläche geschlossen und fein befasert, fast glatt wirkend, aber bei einigen Fk am und um den Scheitel fast schollig bis schuppig aufbrechend, am Scheitel ockerbaun bis lehmbraun, zum Rand hin deutlich aufgehellt, cremebeige; ohne auffallende Velumreste; jung mit stark ausgeprägter Cortina und lange mit etwas behangenem Hutrand; Stiel: bis 4,5 x 0,5 cm, basal gleichdick, weiß, fast bis zur Mitte bereift; Lamellen: aufsteigend und mäßig schmal angewachsen, jung cremeweiß bis cremegrau, dann mittelgrau bis olivgrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: deutlich spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: mindestens im gesamten oberen Drittel mit echten, büscheligen Kaulozystiden, diese meist lageniform bis fusoid, sehr vielgestaltig, praktisch hyalin in KOH, schwach beschopft, oft mit langem, welligem Hals und an kaulozystidoide Haare erinnernd, durchsetzt mit sehr vielgestaltigen, keuligen bis zylindrischen Parazystiden; Pleurozystiden: zahlreich, extrem vielgestaltig, überwiegend lageniform bis fusoid, bisw. mit etwas welligem Hals, aber auch sehr bauchig mit kurzem Hals, gelegentlich (bei einem Fk sogar auffallend oft) keulig bis ballonförmig, schwach beschopft, meist relativ kurz, im Mittel sicher unter 60 lang, aber bisw. auch lang gestielt und dann bis 67 µm erreichend, in KOH hyalin bis sehr blass gelblich, Grobmaße 39-67 x 12-24; Wandstärke am Bauch um 1, am Apex deutlich dicker, ca. 2-3,5; Cheilozystiden: dicht stehend, ähnlich wie die Pleurozystiden, mit büscheligen, meist kleinen, keuligen Parazystiden durchsetzt; Sporen: subamygdaloid, bisw. mit schwacher Bauchdelle, apikal variabel: konisch, subkonisch oder sogar deutlich abgerundet, aber nie spitz, Maße: 8,1 x 4,8 (7,3-9,1 x 4,4-5,2), Q=1,69 (1,52-1,89), 20 Sp. gemessen;

Nr. 15: Inocybe brunneoatra (R. Heim) P.D. Orton

Zur Bestimmung: Diese toskanischen Inocyben haben schon makroskopisch an die Aufsammlungen vom Kirchsee (Nr. 32 und 33/2011-10-12) erinnert, aber auch der Standort bei Tanne und die Mikroskopie stimmen fast perfekt überein. Typische mikroskopische Merkmale könnten demnach sein: dickbauchige, lageniforme, in KOH fast hyaline Pleurozystiden mit dicken Wänden sowie sehr variable oft auch keulige Cheilozystiden.

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Funddaten: 19.10.2014; Italien-Arezzo-Castiglion Fiorentino, Cantalena, Alta S. Egidio, ca. 1000 m Tannenwald am Nordhang mit eingestreuten Esskastanien; bei Tanne, gesellig (>10 Fk);
Hut: 1,7-3 cm, am und um den Scheitel schollig-schuppig, zum Rand hin faserig, durch weißliches Velum stellenweise (vor allem am Scheitel) grob filzig, sehr variabel gefärbt, jung fast schokobraun, später bis haselnussbraun aufhellend, jung mit Cortina, die aber rasch schwindet; Stiel: bis 4 x 0,4 cm, basal gleichdick, cremebeige, zu 1/3 oder bis zur Hälfte bereift (bei einem Fk scheinbar bis unter die Mitte, vom Typ her aber klar eine Cortinata); Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung weißlich, dann bräunlich beige bis ockerbraun, mit auffallend wenig Grauton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im oberen Stielviertel büschelig, sehr zahlreich, sehr regulär flaschenförmig mit meist langem, schlankem Hals, hyalin in KOH, mit Kristallschopf, dickwandig, untermischt mit mittelgroßen bis großen keuligen Parazystiden; Maße ca. 53-81 x 11-17; Pleurozystiden: überwiegend flaschenförmig, meist recht dickbauchig, auch fusoid, bisw. irregulär aufgeblasen, hyalin bis blass gelblich in KOH, ca. 60-80 x 16-20, Wandstärke am Bauch 1,5-2, am Hals 3-3,5; Cheilozystiden: sehr variabel, lageniform, oft auch keulig, fusoid, dicht stehend, untermischt mit mittelgroßen, keuligen Parazystiden; Sporen: amygdaloid, bisw. mit schwach ausgeprägter Bauchdelle, apikal konisch bis subkonisch, aber nicht spitz, sehr blass in KOH, Maße: 8,7 x 5,1 (8-10 x 4,7-5,5), Q=1,69 (1,53-1,89), 20 Sp. gemessen;

Nr. 16: Inocybe fuscidula var. bisporigera Kuyper

Zur Bestimmung: Hatte ich noch nie. Die Einordnung als Varietät von I. fuscidula ist gut nachvollziehbar aufgrund der grob faserigen, braunen Hüte und der typischen, wenn auch etwas ins Irreguläre tendierenden Sporenform. Meist werden etwas längere Sporen für diese Varietät angegeben.

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Funddaten: 06.08.2014; MTB 7936-1-1-1, 545 m; München Waldperlach, Kieswerk nördlich der Putzbrunnerstraße; Schotterebene; Sukzessionswald eines ehemaligen Kieswerks mit viel Salix, Betula, Picea, Fraxinus, Alnus und Quercus auf steinigen, mageren Schotterböden mit vielen nur locker bestockten oder ganz freien Wiesenflächen; in einem Waldstück bei Fichte und Birke; gesellig (10 Fk);
Hut: 1,7-3,1 cm breit, jung kegelig, reif flach gewölbt bis ausgebreitet und mit +/- stark vorgezogenem Buckel, ziemlich grob befasert, am Scheitel bisweilen aufschuppend, ohne auffallende Velumreste, am Scheitel bis dunkelbraun, sonst mit eher kühlen mittleren Brauntönen (kühles Rehbraun); jung mit rasch schwindender Cortina; Stiel: bis 4,7 x 0,3 cm, basal gleichdick oder schwach erweitert, cremebeige bis bräunlichbeige (fichtenholzfarben), im oberen Drittel oder fast bis zur Mitte deutlich bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung weiß, grauweiß, ziemlich lange so hell bleibend, reif graubeige; Fleisch: im Hut wässrig grau oder trocken schmutzigweiß, im Stiel cremebeige und etwas marmoriert; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: Kaulozystiden im obersten Stielviertel büschelig, überwiegend breit fusoid, metuloid, Wände bis ca. 2 µm dick, hyalin; vermischt mit meist keuligen bis blasigen Parazystiden; Pleurozystiden: überwiegend breit fusoid, seltener clavat, noch seltener mit angedeutetem Hals, hyalin, beschopft, Maße: ca. 49-68 x 13-21, Wandstärke am Bauch 1-1,5, am Apex 1,5-2,5 µm; Lamellenschneide: Cheilozystiden dicht stehend, mit eher kleinen, büscheligen Parazystiden durchsetzt, wie die Pleuros geformt; Basidien: bei allen untersuchten Fk 2-sporig; Sporen: schlank amygdaloid, gelegentlich mit Bauchdelle, Apex konisch, fast spitz, oft lang ausgezogen, Maße: 10,8 x 5,9 (9-12,1 x 5,3-6,5), Q=1,83 (1,62-2,20), 20 Sp. gemessen;

Nr. 17: Inocybe cf. fuscidula Velen. var. fuscidula

Zur Bestimmung: Würde ich im Fuscidula-Komplex verorten und dort bei den Tannenbegleitern mit kaum streifigem Hut und Velumbelag, vgl. Kollektion 19/2009. Für eine I. sindonia sind die Hymenialzystiden zu hyalin und zu bauchig.

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Funddaten: 10.09.2014; MTB 8136-4-3-1, 750 m; D – By – Warngau, Taubenberg, Schwarzer Berg, im ersten Graben westlich des Steingrabenweihers (Ex-Kiesgrube), weglos nach der endenden Forststraße, Bergmischwald (Tanne, Fichte, Buche) über Hang- und Verwitterungsschutt; bei großen Tannen und jungen Buchen mitten im Wald; gesellig (6 Fk);
Hut: bis 3,7 cm breit, Oberfläche faserig, zum Rand hin aufreißend, sehr blass gefärbt, grauocker, beige, sandgelb, am Scheitel bisw. dunkler oliv oder braun gefärbt; Velum als dünner weißlicher Belag am Scheitel; jung mit Cortina; Stiel: bis 5,5 x 0,5 cm, basal schlank keulig erweitert, cremeweiß mit beigem bis bräunlichbeigem Reflex, bis zur Mitte deutlich bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, ziemlich schmal, jung grauweiß, dann hellgrau bis olivgrau, auch alt nur mit schwachen Brauntönen; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: deutlich spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: echte Kaulozystiden bis knapp zur Mitte vorhanden, dort aber sporadisch und polymorph, fusoid, ballonförmig, irregulär, metuloid, vermischt mit zylindrischen Elementen der Stielbereifung; Kaulozystiden im obersten Stielsechstel büschelig, metuloid, polymorph, fusoid, sublageniform, ballonförmig, hyalin in KOH ca. 43-81 x 15-22; Parazystiden polymorph, keulig, zylindrisch; Pleurozystiden: breit fusoid bis sublageniform, metuloid, hyalin in KOH, mäßig dickwandig, ca. 51-71 x 13-17; Wände ca. 1-1,5 µm dick; Cheilozystiden: mäßig dicht stehend, wie die Pleurozystiden geformt, durchsetzt mit mittelgroßen keuligen Parazystiden; Sporen: amygdaloid, meist mit schwach ausgeprägter Bauchdelle, apikal deutlich konisch und fast spitz, Maße: 8,9 x 5,0 (7,8-9,6 x 4,5-5,3), Q=1,77 (1,52-2,00), 20 Sp. gemessen;

Nr. 18: Inocybe spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Hatte ich in der Nähe von I. auricoma vermutet, das passt aber nicht.

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Funddaten: 28.09.2014; MTB 8533-3-2-2, 1100 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion; Mischwald (Fichte, Kiefer, Buche) auf magerem, abgesauertem Boden über Hauptdolomit (kalkalpine Zone), der zum Teil von Fernmoräne überdeckt ist; an offener Stelle auf nacktem, kiesigem Boden mit Holzresten bei Fichten; gesellig (>5 Fk), verges. mit Tricholoma sulphureum und Lactarius scrobiculatus;
Hut: bis 2 cm breit, jung halbkugelig, dann gewölbt bis ausgebreitet mit breitem, flachem Buckel, Oberfläche jung filzig bis faserigfilzig und bisw. am Scheitel und am Hutrand mit spärlichem grauweißlichem Velumbelag, später deutlich faserig, bis grob faserig und am Rand schwach aufreißend, ockerbraun, jung durch das filzige Velum mit Grautönen; Stiel: bis 2,5 x 0,3 cm, basal gleichdick, cremebeige bis beige, im oberen Drittel kräftig bereift, sonst stark weißlich und etwas filzig überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, jung grauweiß, reif olivgrau bis olivbraun, Schneiden weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: Präparat ein gutes Stück unterhalb des Apex: Zellen der Stielbereifung im obersten Stielviertel ausschließlich zylindrisch und dünnwandig bis höchstens minimal dickwandig, bisw. schwach querstreifig inkrustiert, nicht metuloid, Endzellen ca. 50-90 x 6-11; Präparat sehr nahe am Apex: Stielbereifung mit regulären, metuloiden Kaulozystiden, diese oft lageniform und mit welligem Hals, auch irregulär; Parazystiden sehr vielgestaltig, oft sehr groß und schwach dickwandig, keulig bis blasig, aber auch zylindrisch; Pleurozystiden: normal zahlreich, überwiegend lageniform, ziemlich gleichmäßig dickwandig, blass gelb in KOH, schwach bis normal beschopft, ca. 53-68 x 13-15, Wandstärke meist gleichmäßig 1,5-2,5 µm; Cheilozystiden: dicht stehend, wie die Pleuros, durchmischt mit kleinen bis mittelgroßen, keuligen Parazystiden; Sporen: amygdaloid, meist mit schwach ausgeprägter Bauchdelle, apikal konisch, Maße: 9,6 x 5,2 (8,1-10,6 x 4,7-5,7), Q=1,84 (1,64-2,00), 20 Sp. gemessen;

Nr. 19: Inocybe nitidiuscula (Britzelm.) Sacc.

Zur Bestimmung: Makroskopisch und mikroskopisch eine typische I. nitidiuscula.

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Funddaten: 12.10.2014; MTB 7934-4-4-4, 560 m; D – By – Baierbrunn, Klosterwald, Isar-Westufer; Schwemmbereich mit recht jungen Fichten, Grauerlen und Weide; bei Fichten und Grauerle auf etwas sandigem, nicht steinigem Boden; gesellig (7 Fk); verges. mit Inocybe pelargonium;
Hut: bis 1,5 cm breit, kegelig, meist mit kleinem, warzenförmigem Buckel, Hutbedeckung faserig („wie gekämmt befasert“), zum Rand hin schwach aufreißend; jung mit grauweißen faserigen Velumresten überfilzt, kastanienbraun; auch bei sehr jungen Fk ohne Cortina (diese aber sicher nur rasch vergänglich); Stiel: bis 4 x 0,3 cm, basal gleichdick, beige, apikal mit rosabräunlichem Ton, im oberen Drittel/Viertel deutlich bereift, sonst weißlich befasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung weiß, dann hellgrau bis hell graubraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: Kaulozystiden im oberen Drittel büschelig, metuloid, fusoid, untermischt mit keuligen Parazystiden und den oft typisch blasig-globosen, schwach dickwandigen Zellen; Pleurozystiden: bauchig-fusoid bis sublageniform, hyalin in KOH, vor allem apikal dickwandig, ca. 64-74 x 14-17, Wandstärke am Bauch um 1 µm, am Hals/Apex ca. 2-3 µm; Cheilozystiden: dicht gepackt, wie die Pleurozystiden geformt, mit mittelgroßen, keuligen Parazystiden untermischt; Sporen: amygdaloid, apikal konisch und bisw. etwas ausgezogen, Maße: 10,2 x 5,8 (9,3-11,2 x 5,4-6,1), Q=1,77, 20 Sp. gemessen;

Nr. 20: Inocybe cf. nitidiuscula (Britzelm.) Sacc.

Zur Bestimmung: Kann ich nur nitidiuscula/friesii zuordnen, obwohl da so einiges nicht ganz passt: fehlende Rosatöne an der Stielspitze, ziemlich kleine, schmale Sporen.

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Funddaten: 23.09.2014; MTB 8335-3-4-1, 870 m; D – By – Lenggries, Leger, Röhrmoostal; im teils beweideten Waldstück südlich der Rehgrabenalm; Bergmischwald (Buche, Tanne, Fichte, Bergahorn) in der kalkalpinen Zone (Übergangsbereich zwischen Hauptdolomit und würmeiszeitlichen Ablagerungen); bei großen Fichten, Tannen und jungen Buchen; gesellig (7 Fk);
Hut: bis 2,5 cm breit, mit abgerundetem, vorgezogenem Buckel, Hutbedeckung am Scheitel glatt, sonst faserig, am Scheitel kastanienbraun, zum Rand hin immer heller, bis beige; ohne auffallende Velumreste; Stiel: bis 4,5 x 0,5 cm, basal gleichdick, cremebeige bis beige, nur im obersten Stielbereich bereift bis beschürfelt, sonst schwach weißlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, mäßig jung hellgrau, dann olivgrau bis hell olivbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: im obersten Stielfünftel mit büscheligen, metuloiden Kaulozystiden, diese meist bauchig-fusoid bis lageniform, seltener auch keulig, hyalin in KOH, untermischt mit büscheligen, mittelgroßen bis großen, keuligen bis blasigen Parazystiden; Maße ca. 50-76 x 14-22, Wandstärke am Apex ca. 1,5-3 µm, am Bauch dünner; Pleurozystiden: sehr zahlreich, überwiegend lageniform bis bauchig fusoid, metuloid, in KOH hyalin bis sehr blass gelblich, ca. 58-71 x 15-19, Wandstärke am Bauch ca. 1-1,5, am Apex deutlich dicker, ca. 1,5-3; Cheilozystiden: sehr dicht stehend, überwiegend lageniform bis bauchig-fusoid, hyalin bis blass gelblich in KOH, dickwandig, etwas kürzer als die Pleuros; untermischt mit büscheligen, mittelgroßen bis großen, keuligen bis blasigen Parazystiden; Sporen: amygdaloid, ohne Bauchdelle, apikal konisch und schmal gerundet bis fast spitz, auffallend blass gefärbt; Maße: 9,0 x 5,3 (8-9,7 x 4,8-5,9), Q=1,72 (1,62-1,90), 20 Sp. gemessen;

Nr. 21: Inocybe gausapata Kühn.

Zur Bestimmung: Nach Aufdröselung des Flocculosa-Komplexes dürfte diese Art wieder I. gausapata heißen. Die Hutbedeckung ist nicht originär schuppig, sondern eher wollig-filzig bis faserschuppig.

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Funddaten: 09.08.2014; MTB 8136-3-4-2, 850 m; Warngau, Taubenberg, Schwarzer Berg, Mischwald (Fichte, Tanne, Buche) über Oberer Süßwassermolasse (Tertiär) auf saurem Boden; bei großen Tannen, Fichten und (weiter entfernt) Buche; gesellig (>10 Fk);
Hut: 2-3 cm breit, jung filzig und mit graulichem Velumbelag, später filzig-faserschuppig, bisw. am Scheitel auch schuppig aufbrechend, am Scheitel bis dunkelbraun, sonst mehr graubraun; mit Cortina; Stiel: bis 3,3 x 0,5 cm, basal gleichdick, cremeweiß, alt bis beige, im oberste 4tel deutlich bereift, sonst faserig; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, jung cremeweiß, dann grau bis olivgrau, zuletzt olivbraun; Schneiden weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: Zellen der Stielbereifung im obersten Stielbereich überwiegend dünnwandig und nicht metuloid, hyalin, subzylindrisch bis zylindrisch, büschelig, nur sporadisch etwas dickwandig, mit gelblichen Wänden und beschopft, Basalabschnitte oft querstreifig inkrustiert; kaum büschelige, kleine, keulige Parazystiden vorhanden; Pleurozystiden: sehr zahlreich, lageniform bis fusoid, schwach beschopft, in KOH mit gelblichen, bisw. aber auch fast hyalinen Wänden, ca. 50-70 x 12-14, Wandstärke um 2 µm; Cheilozystiden: dicht stehend, wie die Pleuros geformt, in KOH etwas stärker reagierend, vermischt mit eher kleinen Parazystiden; Sporen: amygdaloid, apikal konisch und schmal gerundet, bisw. mit schwacher Bauchdelle, Maße: 8,5 x 4,9 (7,6-9,5 x 4,4-5,3), Q=1,73 (1,58-1,93), 20 Sp. gemessen;

Nr. 22: Inocybe flocculosa (Berk.) Sacc. aggr.

Zur Bestimmung: Solche Kollektionen habe ich früher einfach als I. flocculosa bestimmt. Mir fehlen noch die Kriterien für die Zuordnung zu einer der Arten des Komplexes. Die Hutbeschaffenheit ist altersbedingt sehr variabel, jung fein befasert und schwach filzig, alt stark aufschuppend bis hin zu völligen Auflösungserscheinungen. Mikroskopisch auffallend bei dieser Kollektion, dass selbst relativ nahe am Apex keine metuloiden Kaulozystiden zu finden waren, sowie die relativ schwache KOH-Reaktion der Hymenialzystiden.

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Funddaten: 15.09.2014; MTB 8236-4-3-4, ca. 1100 m; D-By-Tegernsee, kleiner Tegernseer Berg; an der Forststraße, die über den Bergrücken führt; Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn) in der Flyschzone (Zementmergel-Serie); am Rand eines reinen Fichtenbestandes, offene Stelle im kiesigen Wegrandbereich; gesellig (>20 Fk);
Hut: bis 3 cm breit, meist mit kleinem, warzenförmigem Buckel, Hutbedeckung jung ziemlich fein befasert, nur am Hutrand durch Velumreste schwach filzig, bei älteren Fk reißt die HDS in Faserschüppchen auf und bekommt dann den typisch flockig-schuppigen Aspekt. Bei alten Fk löst sich die HDS bisw. fast vollständig ab; ockerbraun bis lehmbraun; jung mit Cortina; Stiel: bis 4,5 x 0,5 cm, basal gleichdick, cremeweiß bis cremebeige, nur apikal bereift bis feinst haarig beflockt, sonst schwach weißlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und (für einen Risspilz) ziemlich breit angewachsen, jung weiß, dann mittelgrau, olivgrau bis graubeige; Schneiden weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: kurz unterhalb des Apex ohne echte Kaulozystiden; Zellen der Stielbefaserung/überreifung überwiegend zylindrisch, gelegentlich fusoid, höchstens minimal dickwandig und nicht metuloid, keine kleinen, keuligen Parazystiden beobachtet; Pleurozystiden: normal zahlreich, überwiegend lageniform, seltener bauchig-fusoid, mäßig beschopft, blass gelb in KOH, Reaktion deutlich positiv, aber nicht stark, Maße ca. 54-70 x 12-18, Wandstärke am Bauch 1,5-2, am Apex 2-2,5, ausnahmsweise bis 3,5; Cheilozystiden: dicht stehend, in Form und Größe etwas variabler als die Pleuros, sonst gleich, untermischt mit kleinen bis mittelgroßen, oft büscheligen keuligen Parazystiden; Sporen: amygdaloid, oft mit schwach ausgeprägter Bauchdelle, Apex meist deutlich konisch; Maße: 9,0 x 5,3 (8,1-9,5 x 5-5,6), Q=1,69 (1,55-1,80), 20 Sp. gemessen;

Nr. 23: Inocybe sindonia (Fr.) P. Karst.

Zur Bestimmung: Recht typische I. sindonia mit viel Velum, stark ausgeprägter Cortina und bis zur Mitte bereiftem Stiel. Mikroskopisch typisch die schlank fusoiden, in KOH gelblichen Hymenialzystiden und die relativ kleinen Sporen.

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Funddaten: 08.10.2014; D – Th – Ilmenau, Unterpörlitz, Beerstrauch-Kiefernwald auf Sandstein (sauer) mit Erlenbrüchen; im Erlenbruch am Bach, bei Schwarzerle, Kiefern und (weiter entfernt) Fichte; gesellig (5 Fk);
Hut: bis 2,8 cm breit, faserig, aber am Scheitel meist deutlich aufschuppend, beige, bräunlichbeige, aber durch weißlichen Velumbelag meist heller wirkend; Cortina jung sehr stark ausgeprägt, Hutrand dadurch lange etwas behangen; Stiel: bis 6 x 0,5 cm (jung auch dicker) , basal schwach keulig erweitert, weiß, etwa bis zur Mitte bereift; Lamellen: ausgebuchtet und schmal angewachsen, gedrängt, jung auffallend cremegelb, später olivgelb bis olivgrau, fast ohne Brauntöne; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: eher schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: mindestens im gesamten oberen Drittel mit echten büscheligen, metuloiden Kaulozystiden, diese breit fusoid bis lageniform, blass gelblich in KOH und untermischt mit klassischen keuligen Parazystiden, Maße ca. 60-70 x 15-18; Pleurozystiden: sehr zahlreich, relativ schlank fusoid bis sublageniform, in KOH blass gelb (deutlich positiv), schwach beschopft, Maße ca. 57-70 x 12-16; Cheilozystiden: wie die Pleurozystiden geformt, aber in KOH knallgelb und bis 80 lang; Sporen: amygdaloid, mit konischem, ziemlich spitzem Apex, Maße: 7,9 x 4,5 (7,2-8,7 x 4,1-4,9), Q=1,75 (1,55-2,00), 20 Sp. gemessen;

Nr. 24: Inocybe cf. sindonia (Fr.) P. Karst.

Zur Bestimmung: Unklar. Die recht schmalen Hymenialzystiden und die Sporen würden zu I. sindonia passen, die makroskopischen Merkmale aber eher nicht.

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Funddaten: 05.09.2014; A - Fügen, Zillertal, ca. 1400 m; Fügenberg, Wildauwald südwestlich des Sonnkogel; moosiger Jungfichtenwald mit eingestreuten Tannen über Tonschiefer und Grauwacken auf mutmaßlich saurem Boden; bei Fichte und Tanne; gesellig (5 Fk);
Hut: bis gut 3 cm breit, fein und geschlossen befasert, ockerbraun; ohne auffallende Velumreste; jung mit Cortina; Stiel: bis 4 x 0,6 cm, basal gleichdick, cremeweiß, generell schwach bereift bis feinst beflockt (Kaulos mikroskopisch prüfen); Lamellen: gedrängt, jung cremeweiß, dann cremegrau und zuletzt sehr hell grauocker mit Olivton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: im Wald schwach spermatisch, sonst schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: Echte Kaulos im obersten Stielsechstel vorhanden, aber nur wenige typische, diese fusoid, mit Kristallschopf, teils irregulär und eher wie kaulozystidoide Haare, teils auch ballonartig aufgeblasen, blass gelb in KOH, ca. 54-87 x 11-21; dünnwandige Elemente oft fast genauso groß, subzylindrisch, bisw. schwach inkrustiert, kleine, keulige Parazystiden praktisch fehlend; in der Stielmitte keine kaulozystidoiden Haare gesehen; Pleurozystiden: zahlreich, relativ schlank fusoid, beschopft, blass gelblich bis fast hyalin in KOH, ca. 58-71 x 10-12, Wandstärke am Bauch um 1 µm, am Apex 1-2, Innenwände am Apex oft etwas gezähnt; Cheilozystiden: relativ dicht stehend, in der Form wie die Pleurozystiden, aber etwas kürzer und stärker gelb in KOH; Parazystiden büschelig, schlank keulig, klein bis mittelgroß; Sporen: amygdaloid, mit Bauchdelle, apikal konisch und fast spitz, oft ein wenig papilliert, Maße: 8,7 x 5,1 (8,2-9,4 x 4,7-5,5), Q=1,70 (1,58-1,85), 20 Sp. gemessen;

Nr. 25: Inocybe minimispora Remaux

Zur Bestimmung: Stimmt makroskopisch und mikroskopisch sehr gut mit Kollektion 10/2013 vom 28.09.2013 vom Sonnenberg überein.

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Funddaten: 02.10.2014; MTB 8034-4-1-4, 600 m; D – By – Puppling, Pupplinger Au, Zotzenholz (Süd); Mischwald (Fichte, Kiefer, Buche) auf Würmmoräne (Kalk); bei Fichten und (schon recht weit entfernt) Buche und Kiefer; verges. mit C. elegantior.;
Hut: ca. 1,2 bis 2 cm breit, flach gewölbt, meist mit kleinem warzenförmigem Buckel, am und um den Scheitel oft kleinschuppig aufbrechend, sonst faserig, am Rand auch etwas aufreißend, lehmbraun, zum Rand hin deutlich aufgehellt; ohne auffällige Velumreste; Stiel: bis 2,2 x 0,2 cm, basal gleichdick oder schwach erweitert, beige, im oberen Drittel bisw. mit rötlichbraunem Ton, im obersten 6tel beschürfelt bis bereift, sonst weiß überfasert; Lamellen: aufsteigend und sehr schmal angewachsen, gedrängt, jung weiß, dann graubeige bis kartonbraun; Schneiden weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: in der Nähe des Hutscheitels mit zahlreichen +/- zylindrischen, dünnwandigen Endzellen; Stielbereifung: Echte Kaulos im obersten Stielsechstel vorhanden, aber recht sporadisch, breit fusoid bis subutriform mit breitem Hals, hyalin, Parazystiden häufig, keulig bis zylindrisch, bisw. schwach dickwandig; Pleurozystiden: fusoid bis subutriform mit eher kurzem, breitem Hals, hyalin in KOH, ziemlich kurz und schmal, Maße ca. 40-56 x 9-14, Wandstärke am Bauch um 1,5 µm, am Apex 2-2,5; Cheilozystiden: eher schütter, wie die Pleuros, aber variabler, oft auch keulig oder etwas irregulär; Parazystiden zahlreich, büschelig, keulig bis zylindrisch; Sporen: amygdaloid bis apfelkernförmig, oft mit schwacher Bauchdelle, apikal meist konisch zulaufend und fast spitz, aber bisw. auch nicht konisch und abgerundet, blass, Maße: 7,1 x 4,5 (6,4-7,7 x 4-5), Q=1,57 (1,43-1,79), 20 Sp. gemessen;

Nr. 26: Inocybe cf. pudica Kühner

Zur Bestimmung: Makroskopisch aufgrund der robusten Fk, schwach gebuckelten Hüte und des dezenten Rötens wohl eher eine I. pudica. Unterscheidet sich jedoch mikroskopisch deutlich von der Kollektion aus Tegernsee (Nr. 11/2013-09-23): Viel längere und schlankere Sporen, in KOH stärker reagierende mehr utriforme Hymenialzystiden. Eine typische I. whitei hatte ich noch nie.

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Funddaten: 29.10.2014; Italien-Arezzo-Bibbiena, Camaldoli, Foresta di Camaldoli, ca. 950 m; in altem Tannenbestand; gesellig (5-10 Fk);
Hut: 2-3,6 cm breit, ziemlich glatt wie I. geophylla, weißlich, elfenbeinfarben, cremebeige nachdunkelnd und bisw. rosalich fleckig; Stiel: basal gleichdick oder schwach knollig erweitert, im obersten 4tel bereift, weißlich, vor allem im Mittelteil blass rosabraun; Lamellen: aufsteigend und relativ breit angewachsen, jung hellgrau, später olivgrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: spermatisch; Exsikkat: Stiel vor allem oben deutlich rosa, Hut, Lamellen und Fleisch dezenter und nur stellenweise blass rosa verfärbt. Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im obersten Stielfünftel ziemlich irregulär, spärlich; Pleurozystiden: meist subutriform bis utriform, oft mit breitem, gelegentlich etwas erweitertem Hals, auch breit fusoid, meist lang gestielt, ziemlich dünnwandig, in KOH dennoch deutlich gelblich, normal beschopft, Maße ca. 49-64 x 11-18, Wandstärke am Bauch 0,5-1, am Apex um 1 µm; Cheilozystiden: dicht stehend, oft intensiv gelb (stärker als die Pleuros reagierend), Parazystiden eher klein und unauffällig; Sporen: amygdaloid, subamygdaloid, in der Regel ohne Bauchdelle, oft schlank, apikal recht variabel, meist subkonisch, aber nicht selten fast breit abgerundet, gelegentlich keilförmig langgestreckt, Maße: 9,5 x 5,0 (8,6-11,2 x 4,7-5,8), Q=1,92 (1,76-2,24), 20 Sp. gemessen;

Nr. 27: Inocybe vaccina Kühner

Zur Bestimmung: Schon am Standort fiel der Verdacht auf I. vaccina, obwohl die Art normalerweise eher ein anderes Habitat präferiert: Fast alle meine bisherigen Aufsammlungen stammen aus Bergnadelwäldern mit Abies alba. Diese Kollektion fühlt sich in einem aufgelassenen Kieswerk wohl und ist vermutlich mit Betula oder Salix assoziiert. Makroskopisch typisch sind die feinschuppigen Hüte mit warmen Brauntönen und die trotz fehlender Cortina nur schütter bereiften Stiele. Auch die Mikroskopie spricht nicht gegen die Bestimmung: Die Hymenialzystiden sind typisch variabel und die Lamellenschneide ist von großen Parazystiden dominiert. Die Sporen sind relativ groß, aber durchaus im Rahmen.

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Funddaten: 06.08.2014; MTB 7936-1-1-1, 545 m; München Waldperlach, Kieswerk nördlich der Putzbrunnerstraße; Schotterebene; Sukzessionswald eines ehemaligen Kieswerks mit viel Salix, Betula, Picea, Fraxinus, Alnus und Quercus auf steinigen, mageren Schotterböden mit vielen nur locker bestockten oder ganz freien Wiesenflächen; an steiler Böschung auf fast nacktem Kies und Schotter, bei Salix, Betula und einer Minifichte; gesellig (8 Fk);
Hut: 1,3-1,8 cm breit, jung halbrund bis abgerundet kegelig, später gewölbt mit abgerundetem schwach ausgeprägtem Buckel, Oberfläche jung filzig-schuppig, später feinschuppig bis faserschuppig, ziemlich lebhaft rehbraun bis lehmbraun, ohne auffällige Velumreste, auch ganz jung ohne Cortina; Stiel: bis 2,8 x 0,3 cm, basal gleichdick, beige bis braunbeige, im Mittelteil am dunkelsten; Bereifung sehr schütter, oben eher beschürfelt als bereift, stielabwärts sehr spärlich beschürfelt mit sporadischer Bereifung (vermutl. sind mikroskopisch aber auch unterhalb der Mitte Kaulos zu finden); Lamellen: aufsteigend und relativ breit angewachsen, jung hellgrau, dann mittelgrau, zuletzt graubeige (RAL) bis graubraun; Schneiden weißflockig; Fleisch: im Hut schmutzig creme, im Stiel schwach beigebräunlich marmoriert, in der Stielbasis cremeweiß; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: in der unteren Stielhälfte in mehreren Präparaten keine echten Kaulos gesehen, zystidenähnliche Zellen nur sehr sporadisch vorhanden und dünnwandig, auch Parazystiden spärlich; im oberen Stieldrittel (in einem Präparat) keine echten Kaulos gesehen, nur büschelige, recht große, keulige Parazystiden vorhanden; Pleurozystiden: überwiegend breit fusoid ohne Hals, gelegentlich aber auch sublageniform mit meist kurzem Hals oder auch clavat, ca. 53-78 x 16-23, Wandstärke am Bauch um 2 µm, apikal ca. 2-3 µm; Lamellenschneide: von recht großen, keuligen Parazystiden dominiert, Cheilozystiden eher schütter; Sporen: amygdaloid, apikal konisch, gelegentlich etwas irregulär langkonisch ausgezogen, gelegentlich mit Bauchdelle, nicht auffallend blass, Maße: 9,2 x 5,2 (8,4-10,7 x 4,7-5,5), Q=1,78 (1,65-2,10), 20 Sp. gemessen;

Nr. 28: Inocybe vaccina Kühner

Zur Bestimmung: Die feinschuppigen Hüte, die etwas streifigen, ganz, aber schütter bereiften Stiele und mikroskopisch die großen, an der Schneide dominierenden Parazystiden würden gut zu I. vaccina passen. Allerdings habe ich diese Art noch nie im reinen Buchenwald gesehen. Die Sporen sind auch erheblich größer als bei den meisten bisherigen Kollektionen von I. vaccina. Das leichte Röten im Stiel und der schwach fruchtige Geruch bereiten auch etwas Kopfzerbrechen.

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Funddaten: 30.08.2014; MTB 8533-4-1-1, 1050 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion; lichter Buchenwald (ehemaliger Hutewald) mit gemähten Wiesenflächen über Hauptdolomit (kalkalpine Zone); in relativ geschlossenem Buchenbestand auf nacktem Boden mit etwas Streu; gesellig bis kleinbüschelig (6 Fk); verges. mit I. tricolor;
Hut: bis 2,4 cm breit, kegelig bis konvex, stets mit deutlich vorgezogenem, meist rundlichem Buckel, Hutbedeckung am Scheitel glatt oder schwach schollig aufbrechend, sonst recht variabel, meist in anliegende, seltener auch abstehende Faserschüppchen zerbrechend, zum Rand hin eher faserig, am Scheitel rehbraun, sonst heller ockerbraun, meist mit deutlich aufgehellter Randzone; ohne auffallende Velumreste; Stiel: bis 3,5 x 0,5 cm, basal gleichdick, beige bis beigeocker, and der Spitze und an der Basis oft heller cremefarben, auffallend streifig; auf ganzer Länge, aber in der unteren Hälfte recht schütter bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, mittelgrau bis olivgrau; Schneiden weißflockig; Fleisch: im mittleren Stielbereich im Schnitt bisw. schwach rötend, im Übrigen siehe Schnittbilder; Geruch: eher schwach fruchtig als spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: auch unterhalb der Stielmitte vorhanden, aber dort meist zylindrisch und dünnwandig, ohne Kristallbesatz, auch fusoid; Kaulozystiden im obersten Stielviertel eher spärlich, nicht büschelig, fusoid, normal dickwandig, mit Kristallbesatz, in KOH fast hyalin bis blass gelblich; Parakaulozystiden sehr zahlreich, mittelgroß bis groß, keulig, ca. 22-30 x 13-19; Pleurozystiden: meist bauchig-sublageniform mit langem, breitem, allmählich verschmälerten Hals, häufig auch breit fusoid, ausnahmsweise keulig, basal meist gestielt, ca. 54-68 x 12-18, Wände in KOH blass gelblich, am Bauch um 1,5 mm, am Apex 1,5-3 µm dick; Cheilozystiden: spärlich, schütter, wie die Pleurozystiden geformt, Schneide von mittelgroßen bis großen, keuligen, seltener zylindrischen Parazystiden dominiert, Parazystiden ca. 18-36 x 8-14; Sporen: subamygdaloid, apikal bestenfalls subkonisch und meist abgerundet, gelegentlich mit schwach ausgeprägter Bauchdelle, am Lamellenpräparat sehr inhomogen, oft irregulär gedrungen, Maße: 9,6 x 5,7 (8,7-10,7 x 5,2-6,7), Q=1,68 (1,34-1,89);

Nr. 29: Inocybe phaeoleuca Kühner

Zur Bestimmung: Typisch die kleinen Fk mit dunkelbraunem Hut und fast weißen, ganz bereiften Stielen. Mikroskopisch ebenfalls recht typisch, etwas aus dem Rahmen fallend höchstens die apikal sehr dickwandigen Hymenialzystiden.

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Funddaten: 25.08.2014; MTB 7935-3-1-1, 545 m; München, Grünwald, Isarauen; unten sandiger Auwald mit Weide, Esche, Ahorn und Grauerle, etwas oberhalb mit Fichte und Buche, über tertiärem Flinzsand und Mergel, die meist von Hangrutschen überdeckt sind; bei großer Buche an einer Böschung; gesellig (>6 Fk);
Hut: bis 1,5 cm breit, flach kegelig mit schwach vorgezogenem Buckel, geschlossen befasert, am Rand etwas aufreißend, jung mit hellgrauem Velumbelag am Scheitel, jung dunkelbraun, fast schokoladenbraun, später deutlich heller lehmbraun; auch jung ohne Cortina; Stiel: bis 2 x 0,25 cm, basal kleinknollig (in der Regel ungerandet), weiß bis cremefarben, höchstens mit ganz schwachem beigem Reflex; auf ganzer Länge deutlich und dicht bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung weiß, dann grau bis graubraun, zuletzt mit schwachem Olivton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht notiert; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im obersten Stielviertel büschelig, recht homogen fusoid, hyalin, normal beschopft, mit kleinen, keuligen Parazystiden durchsetzt, ca. 59-71 x 11-16; Pleurozystiden: recht homogen breit fusoid, selten sublageniform, normal beschopft, hyalin, vor allem apikal sehr dickwandig, ca. 62-77 x 12-18, Wandstärke am Bauch um 1,5, am Apex 3,5-4; Cheilozystiden: sehr dicht stehend, büschelig, gelegentlich gelb, sonst wie die Pleuros; Parazystiden klein und unauffällig; Sporen: amygdaloid, apikal konisch und mit Kallus, oft auch etwas papilliert, gelegentlich mit Bauchdelle; Maße: 9,5 x 5,7 (8,1-10,1[10,9] x 5,3-5,9[6,3]), Q=1,67 (1,49-1,85), 20 Sp. gemessen;

Nr. 30: Inocybe abietis Kühn.

Zur Bestimmung: Makroskopisch eine typische I. abietis. Schon bei anderen mir vorliegenden Kollektionen hatte ich einen süßlich-blütenartigen Geruch notiert – möglicherweise ein Artmerkmal. Mikroskopisch scheinen hyaline, (sub)lageniforme Hymenialzystiden mit oft langem Hals, eher schüttere, mit recht großen Parazystiden durchsetzte Cheilozystiden und recht schmale, nicht allzu große Sporen mit Kallus typisch zu sein. Bei der Kollektion Nr. 17/2012 vom 09.08.2012 habe ich Zweifel, dass sie wirklich zu I. abietis gehört: Makroskopisch würde sie schon ins Schema passen, aber die Sporen sind völlig anderes geformt und viel breiter.

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Funddaten: 10.09.2014; MTB 8136-4-3-1, 750 m; D – By – Warngau, Taubenberg, Schwarzer Berg, Bergmischwald (Tanne, Fichte, Buche) über Hang- und Verwitterungsschutt; bei jungen Buchen und (weiter entfernt) größeren Tannen; gesellig (ca. 8 Fk);
Hut: bis 3,7 cm breit, grob faserig, am Rand stark aufreißend, ohne Velumreste, jung und am Scheitel lehmbraun, zum Rand hin etwas heller ockerbraun; Hutrand durch Velumreste (Cortina?) weiß abgesetzt; beim jüngsten Fk sind ein paar Cortinafäden zu sehen (Foto); Stiel: bis 5 x 0,5 cm, basal schwach keulig erweitert, cremefarben bis beige, an der Spitze mit schwachem Rosaton, wohl ganz bereift, aber sehr schütter, vor allem in der unteren Hälfte (mikroskopisch auf Kaulos prüfen!); Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung grauweiß, reif beigegrau; Schneiden weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: süßlich blütenartig, Perlargonium; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: echte Kaulozystiden auch unterhalb der Mitte vorhanden, aber sehr sporadisch; Kaulozystiden oben büschlig, lageniform mit recht langem Hals, untermischt mit keuligen Parazystiden; Pleurozystiden: lageniform, sublageniform, fusoid, meist mit recht langem Hals, in KOH hyalin, mäßig dickwandig, ca. 50-69 x 11-16; Wände am Bauch 0,5-1 µm, am Apex 1-2, selten dicker; Lamellenschneide: Cheilozystiden mäßig dicht bis schütter, etwas variabler als die Pleuros; Parazystiden auffällig und zahlreich, meist mittelgroß, keulig; Sporen: amygdaloid, bisw. mit schwacher Bauchdelle, apikal subkonisch bis konisch und fast spitz zulaufend, oft mit Kallus, Maße: 9,0 x 4,8 (8,2-9,6 x 4,5-5,2), Q=1,88 (1,62-2,04), 20 Sp. gemessen;

Nr. 31: Inocybe abietis Kühn.

Zur Bestimmung: Makroskopisch ziemlich unverwechselbar, und auch die Mikros passen. Fehlt in den Bänden von Ferrari, deshalb als italienische Kollektion vielleicht bemerkenswert.

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Funddaten: 29.10.2014; Italien-Arezzo-Bibbiena, Camaldoli, Foresta di Camaldoli, ca. 950 m; in altem Tannenbestand; gesellig (5-10 Fk);
Hut: 2-4 cm breit, meist deutlich gebuckelt, fein faserig, zum Rand hin auch aufreißend und bei älteren Exemplaren rimos, jung dünn weißlich überfilzt; Stiel: bis 4,5 x 0,5 cm, basal gleichdick, cremefarben, an der Spitze sporadisch mit rosa Ton; Bereifung sehr schütter und unauffällig (mit der Lupe kaum wahrnehmbar), mikroskopisch prüfen!; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, mittelalt grau, alt grauocker bis ockerbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: süßlich-spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: auch unterhalb der Stielmitte vorhanden, aber recht sporadisch und verstreut; Pleurozystiden: überwiegend lageniform, sublageniform, auch fusoid, selten keulig, hyalin in KOH, normal beschopft, ca. 56-68 x 12-16, Wandstärke am Bauch um 1,5, am Apex um 2; Cheilozystiden: mäßig dicht stehend, wie die Pleuros, aber variabler, durchsetzt mit mittelgroßen Parazystiden; Sporen: amygdaloid, apikal konisch bis subkonisch, bei dieser Kollektion teilweise stark irregulär, sehr gedrungen hanfkornförmig; Maße: 8,5 x 5,0 (7,8-9,4 x 4,6-5,5), Q=1,70 (1,50-1,88), 20 Sp. gemessen;

Nr. 32: Inocybe terrifera Kühner

Zur Bestimmung: Sieht nach I. terrifera aus. Mikroskopisch auffallend die sehr variablen, oft keulig-ballonförmigen Pleurozystiden. Auch bei der Kollektion vom 27.09.2013 (Nr. 21/2013) hatte ich so ballonförmige Hymenialzystiden beobachtet, bei anderen Kollektionen eher nicht. Voluminös scheinen sie bei dieser Art generell zu sein. Ansonsten eigentlich eine recht typische I. terrifera.

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Funddaten: 02.10.2014; MTB 8034-4-1-4, 600 m; D – By – Puppling, Pupplinger Au, Zotzenholz (Süd); in feuchtem Weidengebüsch, bei recht großen Weiden und Grauerlen; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 4,3 cm breit, erst kegelig mit vorgezogenem Buckel, dann ausgebreitet und am Rand leicht hochgeschlagen mit kleinem Buckel, lehmbraun, haselnussbraun, am Scheitel heller cremegelblich und schmierig, mit Erdteilchen besetzt; Stiel: bis 7 x 0,8 cm, basal knollig (Knolle meist ungerandet oder höchstens einseitig schwach gerandet), cremeweiß, ganz bereift; Lamellen: ausgebuchtet und schmal angewachsen, breit, gedrängt, beim jungen Fk hellgrau bis beigegrau, beim alten Fk kartonbraun; Schneiden weißflockig; Fleisch: cremeweiß; Geruch: spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden (oben beobachtet): büschelig, metuloid, aber schwach beschopft, hyalin, recht variabel, breithalsig sublageniform, fusoid, subzylindrisch, ca. 49-71 x 10-17, Wandstärke ca. 1-2; Parazystiden sehr vielgestaltig, aber oft auch typisch keulig; keine haarartigen oder zipfeligen Auswüchse beobachtet; Pleurozystiden: sehr variabel, überwiegend utriform, subutriform mit kurzem breitem Hals, oft keulig bis ballonförmig, auch breit fusoid, hyalin in KOH, schwach beschopft; beim zweiten Fk (am Schneidenpräparat beobachtet) kaum keulig-ballonförmig, viel schlanker, Maße: ca. 44-72 x 17-32, meist sehr voluminös und im Mittel über 20 breit, Wandstärke am Bauch um 1 µm, am Apex 1,5-2,5; Cheilozystiden: dicht bis mäßig dicht stehend, sehr variabel, subutriform mit breitem Hals, oft subzylindrisch; Parazystiden sehr zahlreich, keulig, meist klein bis mittelgroß; Sporen: amygdaloid bis subamygdaloid, oft mit Bauchdelle, apikal konisch bis subkonisch und nicht selten etwas abgerundet, Maße: 10,4 x 6,3 (9,2-11,4 x 5,9-6,8), Q=1,65 (1,53-1,75), 20 Sp. gemessen; Sporen am Stielpräparat größer als am Lamellenpräparat;

Nr. 33: Inocybe pelargonium Kühner

Zur Bestimmung: Eine sehr ähnliche Mikroskopie hat I. albomarginata, die aber mehr braune Hutfarben und dunklere Stiele aufweist.

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Funddaten: 12.10.2014; MTB 7934-4-4-4, 560 m; D – By – Baierbrunn, Klosterwald, Isar-Westufer; Schwemmbereich unterhalb der südlichsten Hangquellen mit recht jungen Fichten, Grauerlen und Weide; bei Fichten und Grauerle auf etwas sandigem, nicht steinigem Boden; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 1,6 cm breit (das junge Exemplar dürfte aufgeschirmt doch gut über 2 cm erreichen), jung irregulär halbkugelig, dann stark gewölbt, kaum gebuckelt Oberfläche mäßig grob faserig, etwas aufreißend, dunkel ockergelb bis ockerbraun, ohne auffallende Velumreste; ohne Cortina; Stiel: bis 3,5 x 0,45 cm, basal mit kleinem, flachem, ungerandetem Knöllchen, cremefarben bis cremebeige; ganz bereift, aber ziemlich schütter; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung weiß, dann hellgrau (keine älteren Fk vorhanden); Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach süßlich-spermatisch (eher undeutlich); Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: Kaulozystiden (oben beobachtet) büschelig, überwiegend fusoid, dünnwandig, mit vielen kleinen keuligen Parazystiden durchsetzt; Pleurozystiden: überwiegend bauchig-fusoid, auch subutriform mit kurzem, breitem Hals, bisw. keulig, oft etwas marmoriert wirkend, stark beschopft, dünnwandig, hyalin in KOH, ca. 50-70 x 12-24, Wandstärke am Bauch nicht über 0,5 µm, am Apex um 1 µm; Cheilozystiden: dicht stehend, wie die Pleurozystiden geformt, Parazystiden keulig, klein und unauffällig; Sporen: in Aufsicht oval, mit kaum konischem, meist abgerundetem Apex, sehr klein, Maße: 7,4 x 4,9 (6,9-8 x 4,4-5,5[6,1]), Q=1,52 (1,28-1,70), 20 Sp. gemessen;

Nr. 34: Inocybe subbrunnea Kühner

Zur Bestimmung: Typisch die rotbraunen Hutfarben, die bräunlichen, etwas streifigen, ganz bereiften Stiele und die großen, lageniformen Hymenialzystiden mit feinen Kristallen am Halsteil;

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Funddaten: 16.10.2014; MTB 7934-4-2-4, 600 m; D-By-Baierbrunn-Buchenhain, Forstenrieder Park, Spitzelbergweg Ecke Hompeschgeräumt und von dort ca 100 m weiter südlich; bodensaure Fichtenmischwälder und Sukzessionswälder (Fichte, Buche, Eiche, Birke, Hainbuche, Weide) auf hochwürmeiszeitlichen Schottern (kalkhaltig); Fichtenhochwald, am erdigen, etwas steinigen Wegrand; gesellig (9 Fk);
Hut: 2-2,2 cm breit, stumpf und schwach gebuckelt, Hutbedeckung am Scheitel meist schon jung schollig aufreißend, zum Rand hin geschlossen und fein befasert, kaum aufreißend, kastanienbraun; jung mit cremgrauem, eher schwach ausgeprägtem und vergänglichem Velumbelag (dann schwach filzig); auch bei vielen sehr jungen Fk keine Cortina gesehen, nur bei einem Exemplar sporadisch ein, zwei Fädchen; Stiel: bis 4 x 0,5 cm, aber meist schmächtiger, basal gleichdick, auf blass rosabraunem Grund weißlich überfasert und meist auffällig streifig; Bereifung sehr variabel, teils fast bis zur Basis bereift, aber auch nur zur Hälfte oder in der unteren Hälfte sehr schütter; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung weiß, dann graubeige bis hell graubraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im oberen Drittel büschelig, lageniform bis fusoid, durchsetzt mit sehr großen, oft blasigen Parazystiden, hyalin; Pleurozystiden: überwiegend lageniform, auch sublageniform bis bauchig fusoid, hyalin in KOH, mäßig beschopft, auch am Hals oft weit herab mit feinen Kristallen besetzt (typisches Merkmal), ca. 71-88 x 14-22, Wandstärke am Bauch 1,5-2, am Hals 2,5-3; Sporen: amygdaloid, apikal konisch, hin und wieder mit Bauchdelle, ziemlich groß und breit, Maße: 9,8 x 6,1 (8,9-10,9 x 5,7-6,4), Q=1,61 (1,44-1,82), 20 Sp. gemessen;

Nr. 35: Inocybe proximella P. Karst

Zur Bestimmung: Mikroskopisch typisch sind offenbar die recht voluminösen Pleurozystiden.

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Funddaten: 25.08.2014; MTB 7935-3-1-3, 555 m; München, Grünwald, Isarauen am Ostufer zwischen Grünwalder Brücke und Wasserwerk, Mischwald mit Fichte und Buche über tertiärem Flinzsand und Mergel, die meist von Hangrutschen überdeckt sind; im Hangwald bei Fichten; gesellig (>6 Fk); verges. mit Sarcodon imbricatum;
Hut: bis 3 cm breit, kegelig bis flach kegelig mit kleinem warzenförmigem Buckel, „wie gekämmt“ befasert, ohne Velumreste, am Scheitel rehbraun, zum Rand hin etwas heller und kühler braun; jung mit Cortina; Stiel: bis 5,5 x 0,5 cm, basal gleichdick, beige bis bräunlichbeige, höchstens mit ganz minimalem Rosahauch an der Spitze, apikal (oberstes 6tel) eher feinflaumig behaart als bereift (könnte sein, dass echte Kaulos fehlen), sonst faserig; Lamellen: aufsteigend und ziemlich breit angewachsen, gedrängt, breit (bis 5 mm), cremegrau, auch reif ziemlich hell grau; Schneiden weiß, aber kaum flockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht unbedingt spermatisch, eher etwas streng, entfernt an Lepiota cr. erinnernd; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: ohne echte Kaulozystiden, Endzellen überwiegend zylindrisch mit abgerundetem Apex, dünnwandig, nicht metuloid, bisw. etwas irregulär oder gegabelt, manche quergestreift inkrustiert; auch kleine keulige Parazystiden vorhanden, aber nicht zahlreich; Pleurozystiden: überwiegend breit fusoid und sehr voluminös, oft auch subutriform mit kurzem breitem Hals, schwach beschopft, oft kahl, bisw. mit Kristallbesatz auch im Mittelteil, Wände hyalin in KOH, Maße: ca. 59-73 x 17-24, im Mittel um 19-20 breit, am Bauch dünnwandig (bis 0,5 µm), Wandstärke am Apex 1-2; Cheilozystiden: dicht stehend, überwiegend subutriform mit kurzem Hals, Parazystiden klein und unauffällig; Sporen: schwach höckerig, im Umriss mit 5-6 Höckern, Höcker rundlich und meist nur schwach vorgewölbt, niemals zapfig ausgezogen, recht blass gefärbt, Maße: 9,1 x 6,4 (8,3-10 x 5,6-7,3), Q=1,44 (1,29-1,60), 20 Sp. gemessen;