Inocybe 2015

Hinweis: Alle Mikromerkmale und Mikrofotos basieren auf Exsikkatpräparaten in 3-4%iger Kalilauge.
Nr. 1: Inocybe cf. flavella P. Karst

Zur Bestimmung: Unklar. Das Bräunen am Stiel kenne ich von I. maculata, die aber normalerweise viel dunklere Hutfarben, weniger stark rimose Hüte und kleinere Sporen aufweist. Bliebe die forma fulva, die in FN als eigenständige, genetisch verschiedene Art geführt wird. Mikroskopisch wäre auch I. flavella in Betracht zu ziehen. Die bei Ferrari 2006 abgebildete Kollektion ist nicht unähnlich und scheint auch am Stiel zu bräunen. Die auf inocybe.org abgebildete Kollektion ist offenbar aus einem alpinen Habitat und mit jung gelblichen Lamellen beschrieben, hat aber auch ähnliche Hutfarben. Eine eigene, als I. flavella bestimmte Kollektion (2012-11) ist mikroskopisch identisch, sieht aber völlig anders aus.

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Funddaten: 04.09.2015; MTB 8236-3-1-3, ca. 1140 m; D-By-Gmund, Marienstein, Tegernseer Flyschberge, Festenbachlüss; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) mit viel Heidelbeere in der Flyschzone; an einer etwas lichten, feuchten Stelle mitten im Wald bei großen Buchen und riesiger Tanne (weiter entfernt auch Fichte); gesellig (3 Fk);
Hut: bis 4 cm breit, jung flach kegelig, dann flach gewölbt mit schwach ausgeprägtem breitem Buckel, grob faserig (rimos), ziemlich freudig ockerbraun, am Scheitel dunkler rehbraun, Fasern vor allem am Scheitel deutlich dunkler als der Untergrund; ohne Velumreste, ohne Cortina; Stiel: bis 4 x 0,8 cm, basal schwach knollig, aber nicht oder nur angedeutet gerandet, cremeweiß, von der Basis her ockerbraun verfärbend, apikal schwach bereift, sonst faserig und kahl; Lamellen: aufsteigend und ausgerandet angewachsen (Burggraben), gedrängt, jung weiß, dann grau mit deutlichem olivgelbem Stich; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach süßlich-spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Cheilozystiden: dicht büschelig (Schneide steril), keulig bis zylindrisch, gelegentlich kopfig oder sonstwie irregulär, Maße: 24-52 x 10-18; Sporen: ellipsoid bis phaseoliform (je nach Ausprägung der fast immer vorhandenen Bauchdelle, Maße: 10,1 x 5,6 (8,9-11,7 x 5,2-6,6), Q=1,80 (1,56-2,09), 20 Sp. gemessen;

Nr. 2: Inocybe cincinnata var. cincinnata (Fr. : Fr.) Quél.

Zur Bestimmung: Die Unterscheidung von der var. major ist mir nicht klar.

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Funddaten: 30.10.2015; I – Marken – Urbino – SP51 Richtung Westen/Fossombrone; Kiefernwald (Schwarzkiefer, Pinie, Waldkiefer) mit eingestreuten Abies spec. und Mannaeschen auf sehr flachgründigem Kalkboden; bei Kiefer und Abies spec., gesellig bis büschelig; 7 Fk;
Hut: bis 2 cm, schuppig; Stiel schmutzig cremebeige, an der Spitze im Feld mit bläulichem Schimmer, apikal bereift, in der unteren Hälfte bräunlich schuppig; Lamellen mit braunen Schneiden; Geruch unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pleurozystiden: sehr schlank fusoid bis sublageniform, auch subzylindrisch, sehr lang und schlank, mit normalem Kristallbesatz, dickwandig, in KOH deutlich gelb; Maße: ca. 73-97 x 10-13; Lamellenschneide: von großen keuligen, intrazellulär braun pigmentierten Parazystiden dominiert; Sporen: amygdaloid, eher sporadisch mit Bauchdelle, apikal deutlich konisch, bisw. etwas papilliert, sehr groß und breit; Maße: 10,7 x 6,6 (10,1-11,5 x 6,2-7,1), Q=1,62;

Nr. 3: Inocybe gigantea (Romagn.) Bon

Zur Bestimmung: Das bei dieser Kollektion stark ausgeprägte büschelige Wachstum soll nach Bon typisch für I. gigantea sein. In der Sektion Mesosporinae gibt’s zwei offenbar sehr ähnliche Arten. I. treneri in FND2014 sieht makroskopisch recht ähnlich aus, vielleicht etwas kleiner und weniger struppig, unterscheidet sich mikroskopisch durch ziemlich irreguläre Sporen und stärke körnelig gefüllte Hymenialzystiden (ich weiß nicht ob sich das an Exsikkaten so nachvollziehen lässt). I. melanopus in der Darstellung in FND2014 ist für mich kaum unterscheidbar. Auffallend bei der vorliegenden Kollektion sind die jung fast weißen Fk, die schlanken Hymenialzystiden (selten über 13 µm breit) und die ebenfalls sehr schlanken Sporen (Q=1,96).

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Funddaten: 15.09.2015; MTB 8236-3-1-2, ca. 880 m; D-By-Gmund, Finsterwald, Tegernseer Flyschberge am Dürnbach; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) mit viel Heidelbeere in der Flyschzone, unter 900 m teils auch auf Schutt; an einer steilen Böschung über einem wasserführenden Graben, bei großen Tannen, gesellig bis büschlig (>40 Fk);
Hut: bis 4,5 cm breit (kräftige Pilze!), jung halbkugelig bis abgerundet kegelig oder flachgewölbt, immer mit eingerolltem Rand, aber ohne Cortina, später flach gewölbt und kaum gebuckelt, am Scheitel schollig-schuppig, zum Rand hin grob filzig, zottig-filzig, jung elfenbeinweiß, später mehr graubeige, mit zunehmendem Alter immer dunkler (in der großen Kollektion fanden sich einige recht alte Exemplare mit schmutzig ockerbräunliche Farben); Stiel: bis 6 x 1 cm, immer stämmig, basal gleichdick, jung weiß, dann zunehmend rußgrau überlaufen, vor allem in der Mitte und im unteren Stielbereich, an der Basis aber weiß bleibend, dicht, fast strumpfig überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung weiß, dann hellgrau, zuletzt graubraun mit Olivton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: auch knapp unterhalb des Apex fehlend; Zellen der Stielbekleidung zylindrisch, hyalin, relativ schmal; Pleurozystiden: zahlreich, überwiegend utriform mit langem, breitem, oft etwas welligem Hals, seltener auch subzylindrisch oder schmal fusoid, apikal gelegentlich etwas kopfig, oft sehr lang gestielt, dünnwandig (Wände nur sporadisch über 0,5 µm und negativ in KOH), apikal bisw. mit etwas dickwandigerer „Kappe“, meist „marmoriert“ gefüllt, seltener auch völlig hyalin, schwach beschopft, Kristalle, wenn vorhanden, oft nicht am Apex, sondern weiter unten am Hals; Maße: 48-74 x 10-13; Cheilozystiden: schütter, ähnlich wie die Pleurozystiden; bei einem älteren Fk wurden an der Schneide sehr auffällige flaschenförmige, pfriemförmige und schlank zylindrische Zystiden ohne Kristalle gefunden, die Nachsuche bei einem jüngeren Fk hat dieses Phänomen aber nicht bestätigt; Marginalzellen sehr unterschiedlich, meist schlank keulig, klein und unauffällig, aber nicht selten auch gedrungen blasig und septiert; Sporen: schmal amygdaloid, oft mit relativ nahe an der Basis liegender Bauchdelle, apikal konisch und fast spitz, in der Masse regulär; Maße: 9,5 x 4,9 ([8,3]8,6-10,4[10,9] x 4,5-5,2), Q=1,96 (1,81-2,07), 20 Sp. gemessen;

Nr. 4: Inocybe sindonia (Fr.) P. Karst.

Zur Bestimmung: Typisch sind die trotz Cortina bis unter die Mitte bereiften Stiele, üppiges Velum, schlanke, kleine Sporen und KOH-positive lageniforme Hymenialzystiden.

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Funddaten: 04.09.2015; MTB 8236-3-1-4, ca. 1000 m; D-By-Gmund, Marienstein, Tegernseer Flyschberge, Dürnbachlüss; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) mit viel Heidelbeere in der Flyschzone; an einer offenen, feuchten, steinigen Böschung am Grabenrand, bei jungen Tannen, weiter weg auch mittelgroße Buchen und große Tannen;
Hut: bis 1,8 cm (noch nicht aufgeschirmt, ausgewachsen sicher größer), kegelig, fein befasert, blassbraun, bisw. mit einem glimmerigem bis fein faserigem weißlichem Velum überzogen; Hutrand nach dem Aufreisen der üppigen Cortina auffallend behangen; Stiel: cremeweiß, bis unter die Mitte feinst bereift; Lamellen: cremgelblich, schmal; Geruch: schwach, nicht spermatisch-süßlich; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pleurozystiden: lageniform bis schlank fusoid, dickwandig, schwach positiv in KOH (blass gelblich), ca. 64-82 x 15-19; Sporen: schmal amygdaloid, Maße: 8,6 x 4,5 (7,9-10,3 x 3,9-5), Q=1,90, 10 Sp. gemessen; nur wenig reife Sporen vorhanden, Fk noch sehr jung.

Nr. 5: Inocybe spec.

Zur Bestimmung: Glattsporige Inocybe mit Cortina und ohne echte Kaulozystiden, Sektion Fibrillosae Heim, mit ziemlich kurzen, halslosen Zystiden. Da finde ich nichts Passendes, und ich glaube nicht, dass ich die Art schon mal hatte.

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Funddaten: 01.08.2015; MTB 8435-2-3-1, ca. 1280 m; D – By – Lenggries, Fall, Hühnerberg; am Wanderweg vom Schürpfeneck zur Walchenklamm, unterhalb der Kirchmair Niederalm im Wald; junger Fichtenwald auf Haupdolomit; an hangquellfeuchter Stelle; gesellig (>5 Fk); verges. mit Koll. Nr. 11;
Hut: nicht über 2 cm breit, kegelig, nicht aufschirmend, mit leicht vorgezogenem, abgerundetem Buckel, am Scheitel +/- glatt, zum Rand hin fein bis mäßig grob faserig, ohne auffällige Velumreste, am Scheitel warm ockerbraun, zum Rand hin dunkler und kühler braun; Hutrand jung durch gut ausgeprägte Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel: bis 2,5 x 0,3 cm, basal gleichdick, blass beige, an der Spitze dicht, fast wollig-filzig bereift, stielabwärts variabel stark weiß überfasert, teils filzig überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung hellgrau, später khakigrau bis graubeige; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: aromatisch, an gebratene Pilze erinnernd, vielleicht mit minimal fischiger Komponente; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: nahe am Apex aus zylindrischen, dünnwandigen Elementen, Endzellen zylindrisch bis schlank keulig und bisw. fein querstreifig inkrustiert; keine echten Metuloide gesehen; Pleurozystiden: relativ spärlich, meist breit fusoid, bisw. auch keulig, metuloid, negativ in KOH, Maße: ca 46-59 x 13-20[28];Wandstärke am Bauch kaum über 1 µm, apikal selten über 1,5 µm; Lamellenschneide: Cheilozystiden ziemlich schütter, oft kurz und keulig, auch fusoid, dickwandiger als die Pleuros und schwach positiv in KOH; Maße ca. 33-51 x 13-18; Parazystiden zahlreich, keulig, mittelgroß; Sporen: amygdaloid, meist mit schwacher Bauchdelle, apikal konisch zulaufend und mit unauffälligem Kallus; Maße: 9,1 x 5,6 (8,1-10 x 5,2-6,2), Q=1,62 (1,48-1,79), 20 Sp. gemessen;

Nr. 6: Inocybe nitidiuscula (Britzelm.) Sacc.

Zur Bestimmung: Ganz gut passend die feine Hutbefaserung, die dichte Bereifung im oberen Drittel, das apikal etwas rosaliche Hutfleisch sowie die (sub)lageniformen Zystiden. Nicht so gut passend die kaum gebuckelten Hüte und die grenzwertig klein geratenen Sporen.

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Funddaten: 19.09.2015; MTB 8335-4-3-1, 840 m; D – By – Lenggries, Hohenwiesen, Hohenwiesener Berg, Hochalmgraben, direkt am Graben an dauerfeuchter Stelle; Bergmischwald (Tanne, Buche, Fichte, Bergahorn) über Plattenkalk; bei Buche und Tanne; gesellig (ca. 8 Fk);
Hut: bis 2,1 cm breit, kegelig bis flach kegelig und mit schwach vorgezogenem, abgerundetem Buckel, fein befasert, zum Rand hin etwas gröber und aufreißend, jung mit sehr dünner grauweißer Velipellis, rehbraun, Hutrand jung mit gut ausgeprägter Cortina; Stiel: bis 5 x 0,4 cm, basal gleichdick, cremeweiß mit beigem Reflex, im oberen Drittel dicht und fein bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung weißlichgrau, dann hellgrau bis blass graubraun, ohne Olivton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: in Apexnähe büschelig, sehr zahlreich und dicht stehend, überwiegend schlank lageniform, subzylindrisch oder schmal fusoid, sehr lang, normal beschopft, hyalin in KOH, Wandstärke am Hals ca. 1,5-2,5; durchsetzt mit keuligen Parazystiden; Maße ca. 53-105 x 10-15; Pleurozystiden: sehr zahlreich, überwiegend ideal flaschenförmig, selten auch schmal fusoid, normal beschopft, am Hals oft sehr dickwandig,in KOH hyalin oder ganz blass gelblich; Maße ca. 59-83 x 14-18, Wandstärke am Bauch 1-2 µm, am Hals 2-3,5 und oft etwas zusammenfließend; Cheilozystiden: nicht so einheitlich lageniform wie die Pleuros. oft auch fusoid, bisw. schwach positiv in KOH, im Schnitt viel kleiner als die Pleuros; Maße: ca. 41-65 x 13-16; durchsetzt mit keuligen, mittelgroßen bis großen Parazystiden; Sporen: subamygdaloid, nur sporadisch mit schwach ausgeprägter Bauchdelle, apikal meist subkonisch und oft etwas gebogen zusammenlaufend, selten subakut, fast immer schmal gerundet und bisw. schwach abgestutzt durch den relativ deutlichem Kallus, sehr blass gefärbt, Maße: 8,6 x 5,2 (8-9,5 x 4,9-5,4), Q=1,64 (1,51-1,75), 20 Sp. gemessen;

Nr. 7: Inocybe nitidiuscula (Britzelm.) Sacc.

Zur Bestimmung: Recht typische Kollektion, wie mir scheint.

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Funddaten: 22.09.2015; MTB 8235-4-2-2, 830 m; D – By – Marienstein, Tegernseer Berge; Bergmischwald (Tanne, Buche, Fichte, Bergahorn, Esche) überwiegend auf quartärem Schutt, auf jeden Fall kalkreich, aber stellenweise auch bodensauer (Heidelbeere); am lichten Waldrand bei Tannen und jungen Buchen an krautiger Stelle mit Brombeere, gesellig (8 Fk);
Hut: bis 1,8 cm breit, kegelig bis gewölbt, mit kleinem, alt warzenförmig vorgewölbtem Buckel, Hutbedeckung ziemlich geschlossen befasert, nur alt am Rand schwach rimos, stellenweise wie marmoriert wirkend; ohne auffällige Velumreste; Hutrand jung durch gut entwickelte Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel: bis 3,7 x 0,35 cm, basal meist ungerandet kleinknollig, bisw. aber auch gleichdick, beige, an der Spitze bisw. mit rosalichem Touch, zur Basis hin etwas heller cremebeige, nur an der Spitze bereift, sonst weiß überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung cremeweiß, später hellgrau bis sehr blass graubraun, ohne Olivton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden (unterhalb des Apex beobachtet): zum Teil büschelig, zum Teil auch recht vereinzelt, überwiegend lageniform, aber sehr variabel, auch fusoid, zylindrisch, subutriform, mäßig dickwandig (Wände meist bis 1,5 µm und negativ in KOH); Maße ca. 47-105 x 12-23; Pleurozystiden: sehr zahlreich, überwiegend lageniform, oft dickbauchig, seltener bauchig-fusoid, normal beschopft, blass gelblich in KOH, Maße: 58-85 x 16-21; Cheilozystiden: dicht stehend, variabler und generell kleiner und meist gedrungener als die Pleuros, lageniform, bauchig-fusoid, subutriform mit kurzem Hals, keulig, blass gelb in KOH, ca. 30-70 x 16-18; durchsetzt mit mittelgroßen, keuligen Parazystiden; Sporen: amygdaloid, bisw. mit Bauchdelle, apikal subkonisch bis konisch, Maße: 9,6 x 5,5 (8,6-10,8 x 4,9-6), Q=1,74 (1,53-1,96), 20 Sp. gemessen;

Nr. 8: Inocybe cf. nitidiuscula (Britzelm.) Sacc.

Zur Bestimmung: Sehr ungewöhnlich ist das stark ausgeprägte, wenn auch rasch vergängliche Universalvelum. Rosatöne am Stiel sind nur schwach und nur im Rindenbereich ausgeprägt. Auch die Sporenform und -farbe weicht bei dieser Italo-Inocybe im Vergleich zu den Kollektionen 7 und 6 ab.

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Funddaten: 30.10.2015; I – Marken – Urbino – SP51 Richtung Westen/Fossombrone; Kiefernwald (Schwarzkiefer, Pinie, Waldkiefer) mit eingestreuten Abies spec. und Mannaeschen auf sehr flachgründigem Kalkboden; bei Abies spec. und Kiefer, gesellig (10 Fk);
Hut: 1,6-2,5 cm breit, jung halbkugelig bis kegelig, später flach gewölbt und mit kleinem, warzenförmigem Buckel, kastanienbraun, geschlossen befasert, alt am Rand schwach aufreißend, jung mit sehr auffälligem grauweißem, stellenweise feinfilzigem Velumüberzug, der alt komplett verschwindet; kastanienbraun; jung mit Cortina; Stiel: bis 3 x 0,4 cm, basal gleichdick, cremefarben mit bräunlichbeigem Reflex, im obersten 6tel bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, mäßig gedrängt, jung weiß, reif olivgrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im obersten Stielbereich büschelig, sehr variabel, aber meist fusoid bis lageniform, normal beschopft, hyalin, mäßig dickwandig; durchsetzt mit keuligen Parazystiden; Pleurozystiden: überwiegend sublageniform, mit nicht allzu langem, breitem Hals, auch fusoid, seltener subutriform, normal beschopft, auf KOH mit deutlicher, aber schwacher Reaktion; Maße: ca. 53-71 x 14-19; Wandstärke am Bauch ca. 1-1,5, am Apex ca. 1,5-2,5; Cheilozystiden: dicht bis mäßig dich stehend, wie die Pleuros geformt und ähnlich groß, etwas dickwandiger und stärker auf KOH reagierend (einzelne deutlich gelb); Sporen: subamygdaloid, meist mit stark ausgeprägter, nahe am Apikulus befindlicher Depression, basal dadurch recht schmal, zum Apex hin stark verbreitert und dann recht abrupt deutlich konisch endend, manchmal auch leicht papilliert, Maße: 9,9 x 5,9 (9-11,2 x 5,4-6,5), Q=1,68 (1,53-1,81), 20 Sp. gemessen;

Nr. 9: Inocybe cf. tarda Kühner

Zur Bestimmung: Im Vergleich zu den Aufsammlungen aus München-Fröttmaning ist diese mediterrane Kollektion etwas heller und mehr ockerbraun gefärbt, mit helleren Stielen und schlankeren Hymenialzystiden.

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Funddaten: 30.10.2015; I – Marken – Urbino – SP51 Richtung Westen/Fossombrone; Kiefernwald (Schwarzkiefer, Pinie, Waldkiefer) mit eingestreuten Abies spec. und Mannaeschen auf sehr flachgründigem Kalkboden; bei Kiefer und Mannaesche am steinig-felsigen, flachgründigen Hang zwischen Steinen, gesellig (>10 Fk);
Hut: 2-3 cm breit, jung kegelig, dann flach gewölbt und schwach gebuckelt, Hutbedeckung faserig, wenig aufreißend, jung durch graue Velipellis schwach filzig; ockergelb bis ockerbraun; Stiel: bis 4,5 x 0,6 cm, basal gleichdick, cremeweiß mit bräunlichbeigem Reflex, im obersten Fünftel bereift; Lamellen: meist ausgebuchtet und relativ breit angewachsen, gedrängt, jung grauweiß, reif steingrau mit schwachem Olivton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im obersten Stielviertel büschelig, meist schmal fusoid, bauchig fusoid oder lageniform, mit normalem Kristallbesatz, hyalin in KOH; durchmisch mit meist keuligen Parazystiden; Maße: ca. 52-93 x 12-19, Wandstärke ca. 1,5-3; Pleurozystiden: überwiegend schlank fusoid bis lageniform, selten bauchig aufgeblasen, mit normalem Kristallbesatz, meist sehr lang undziemlich gleichmäßig dickwandig, auf KOH kaum reagierend; Maße: ca. 66-90 x 12-21; Wandstärke ca. 2-3,5; Cheilozystiden: mäßig dicht stehend, ähnlich geformt wie die Pleuros, etwas kürzer, Maße ca. 50-75 x 13-18; Parazystiden spärlich, meist klein bis mittelgroß und keulig; Sporen: amygdaloid, in der Regel ohne Bauchdelle, apikal subkonisch bis konisch, bisw. etwas papilliert, Maße: 10,2 x 6,3 (9,2-11,1 x 5,7-6,7), Q=1,62 (1,49-1,81), 20 Sp. gemessen;

Nr. 10: Inocybe gausapata Kühn.

Zur Bestimmung: Die in KOH gelben, meist flaschenförmigen Hymenialzystiden sprechen für eine Verortung bei den Gausapatinae. Eine gewisse Ähnlichkeit besteht mit der Kollektion 19/02 von E. Ferrari. Bemerkenswert an der vorliegenden italienischen Aufsammlung sind die sehr gedrungenen Sporen und der düsterbraune Reflex in der Stielmitte, der sich auch in der Färbung des Stielfleisches widerspiegelt.

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Funddaten: 30.10.2015; I – Marken – Urbino – SP51 Richtung Westen/Fossombrone; Kiefernwald (Schwarzkiefer, Pinie, Waldkiefer) mit eingestreuten Abies spec. und Mannaeschen auf sehr flachgründigem Kalkboden; bei Kiefer und Abies spec., gesellig (7 Fk);
Hut: 2,4-3,4 cm breit, flach gewölbt mit auffallendem, kleinem, warzenförmigem Buckel, grob faserig, aber wenig aufreißend, ockerbraun, ohne auffällige Velumreste; Stiel: bis 3,8 x 0,5 cm, basal gleichdick, beige, im Mittelteil mit düster braunem Reflex, im obersten 6tel bereift, sonst faserig; Lamellen: steil aufsteigend und relativ breit angewachsen, gedrängt, mittelalt graubeige, später steingrau mit schwachem Olivton; Fleisch: im mittleren Stielteil in der Rinde mit auffallend brauner Zone (dadurch der düster braune Reflex am Stiel), sonst cremefarben; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden: im obersten Stielviertel schwach büschelig, fusoid, lageniform, subzylindrisch, mäßig dickwandig, mit normalem Kristallbesatz, fast hyalin in KOH; durchmisch mit sehr vielgestaltigen, meist keuligen, mittelgroßen bis großen Parazystiden; Pleurozystiden: schmal fusoid bis lageniform, basal relativ breit und nicht gestielt, sehr dickwandig, mit spärlichem bis normalem Kristallbesatz, in KOH deutlich gelb, Maße: ca. 52-62 x 10-14; Wandstärke ziemlich gleichmäßig 2-3,5 µm; Basidien: 4-sporig; Sporen: subamygdaloid, ohne Depression, apikal sehr variabel subkonisch bis konisch, bisw. etwas abgerundet, gedrungen, Maße: 8,7 x 5,7 (7,8-9,6 x 5,4-6,1), Q=1,52 (1,37-1,72), 20 Sp. gemessen;

Nr. 11: Inocybe cf. flocculosa (Berk.) Sacc

Zur Bestimmung: Unklar. Glattsporige Cortinata mit kaulozystidoien Haaren, lageniformen Hymenialzystiden und großen, breiten Sporen. Am ehesten würde ich die Kollektion den Gausapatinae zuordnen, allerdings sind die Sporen dafür reichlich breit, die Pleurozystiden reagieren doch ziemlich schwach auf KOH und die warm rehbraunen Hutfarben passen auch nicht so richtig. Die als I. gausapata bestimmte Kollektion Nr. 2014-21 z.B. hat erheblich kleinere Sporen und viel stärker auf KOH reagierende Hymenialzystiden. Die Unterschiede liegen aber möglicherweise in der Variationsbreite der Art. I. griseovelata hat wohl eher plackiges Velum und ist außerdem mit mehr zylindrischen, kürzeren Hymenialzystiden und robusteren Fk beschrieben. Kollektion Nr. 2011-16 (I. cf. griseovelata) sieht ein bisschen ähnlich aus, hat aber kühlere Hutfarben, fusoide Hymenialzystiden und eine von großen Parazystiden dominierte Lamellenschneide. I. obscurobadia kann auch so aufschuppen, hat aber viel schmälere Sporen und dünnwandigere, welligere Zystiden.

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Funddaten: 01.08.2015; MTB 8435-2-3-1, ca. 1280 m; D – By – Lenggries, Fall, Hühnerberg; am Wanderweg vom Schürpfeneck zur Walchenklamm; junger Fichtenwald auf Haupdolomit; an hangquellfeuchter Stelle; gesellig (>5 Fk); verges. mit Koll. Nr. 5;
Hut: bis 1,8 cm breit, jung kegelig, zuletzt gewölbt, mit schwach bis mäßig stark vorgezogenem kleinem Buckel, jung komplett mit grauweißem filzigem Velum (Velipellis) überzogen, am Scheitel rasch verkahlend, am Hutrand bis zur Reife filzig bleibend (durch das Velum); Hutbedeckung am Scheitel bald kleinschollig aufbrechend und auch zum Rand hin in anliegende Schüppchen aufbrechend, im unteren Hutdrittel faserschuppig und durch das Velum filzig; rehbraun, am Scheitel etwas heller und wärmer braun; Cortina wohl vorhanden, aber sehr rasch schwindend, nur an einem sehr jungen Fk sind wenige Cortinafädchen zu sehen; Stiel: bis 3 x 0,4 cm, basal gleichdick oder schwach keulig verdickt, beige bis bräunlichbeige, ohne rötlichen Ton, im obersten Viertel bereift, darunter mit stielabwärts schütterer werdenden weißen Flöckchen und kurzen Fasern besetzt; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung grauweiß bis hellgrau, dann khakigrau bis graubeige; Schneiden fein weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: im Feld spermatisch, nach Lagerung über Nacht eher aromatisch wie gebratene Pilze, vielleicht mit minimal fischiger Komponente, also wie Kollektion 333; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: in Apexnähe ohne echte Kaulozystiden, überwiegend aus dünnwandigen, zylindrischen, bisw. etwas irregulären oder verzweigten Elementen; zerstreut mit kaulozystidoiden, schwach dickwandigen und sporadisch beschopften, zylindrisch-welligen Haaren; Pleurozystiden: überwiegend lageniform, meist mit geradem, gelegentlich auch schwach welligem und sehr langem Hals, selten auch fusoid, normal beschopft, Wände in KOH nicht oder nur sehr schwach reagierend; Maße: ca. 60-80 x 16-22, Wandstärke am Bauch um 1 µm, am Hals um 2 µm; Lamellenschneide: Cheilozystiden dicht stehend, lageniform, normal beschopft, Wände in KOH schwach positiv (blass gelblich), Maße: etwas kleiner als die Pleuros, ca. 53-69 x 12-18; Marginalzellen keulig, sehr zahlreich, klein bis mittelgroß; Sporen: amygdaloid, apikal konisch und fast spitz, selten minimal papilliert, mit unauffälligem Kallus, in der Regel ohne Bauchdelle; Maße: 9,5 x 5,9 (8,7-10,3 x 5,3-6,5), Q=1,60 (1,48-1,75), 20 Sp. gemessen;

Nr. 12: Inocybe brunneoatra (R. Heim) P.D. Orton

Zur Bestimmung: Stimmt perfekt mit der Kollektion Nr. 2011-32 überein. Auch die Sporenmaße sind nahezu identisch. Die Reaktion der Zystidenwände auf KOH ist deutlich positiv.

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Funddaten: 22.09.2015; MTB 8235-4-2-2, 850 m; D – By – Marienstein, Tegernseer Berge; Bergmischwald (Tanne, Buche, Fichte, Bergahorn, Esche) überwiegend auf quartärem Schutt, auf jeden Fall kalkreich, aber stellenweise auch bodensauer (Heidelbeere); am schottrigen Wegrand bei Tanne und Buche; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 2 cm breit, jung halbkugelig, später gewölbt und mit breitem, flachem Buckel, um den Scheitel herum faserschuppig, zum Rand hin grob faserig und stark aufreißend, am Scheitel kastanienbraun bis schokobraun, zum Rand hin heller lehmbraun; ganz jung mit hauchdünnem, grauem, vergänglichem Velumbelag am Scheitel; Hutrand jung durch Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel: bis 2,6 x 0,4 cm, basal gleichdick, an der Spitze bisw. schwach erweitert, im oberen Drittel dicht bereift, sonst weißlich überfasert, beige, apikal und basal durch die Bereifung bzw. Überfaserung heller wirkend; Lamellen: aufsteigend und sehr schmal angewachsen, gedrängt, jung weiß, dann hellgrau bis olivgrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht notiert; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden (im obersten Stielbereich): büschelig, sehr variabel, sublageniform, zylindrisch, fusoid, oft irregulär geformt, schwach dickwandig, nur sporadisch beschopft, hyalin in KOH, Maße: ca. 54-95 x 11-16; kaum typische kleine keulige Parazystiden vorhanden, dafür viele +/- dünnwandige zylindrische oder irreguläre Elemente; Pleurozystiden: zahlreich, lageniform bis schmal fusoid, normal beschopft, dickwandig, Wände in KOH deutlich reagierend (blass gelb); Maße: Wandstärke am Bauch und am Apex recht gleichmäßig und variabel, ca. 1-3, meist um 2,5 µm; Cheilozystiden: dicht stehend, wie die Pleuros geformt, aber kleiner und gedrungener, Maße ca. 50-62 x 11-19; durchsetzt mit kleinen bis mittelgroßen keulig-blasigen Parazystiden; Sporen: amygdaloid, oft mit Bauchdelle, apikal konisch bis subkonisch und subakut, Maße: 9,4 x 5,3 (8,7-10,6 x 4,8-5,8), Q=1,78 (1,64-1,98), 20 Sp. gemessen;

Nr. 13: Inocybe spec.

Zur Bestimmung: Glattsporige Inocybe, nur oben bereift, mit echten Kaulozystiden. Die Kollektion ist durch recht lebhafte Hutfarben, kaum Universalvelum und große, schlanke Sporen gekennzeichnet. Vielleicht mit I. semifulva zu vergleichen. Für eine I. fuscidula zu wenig streifig und zu lebhaft gefärbt.

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Funddaten: 17.10.2015; MTB 8233-2-2-1, 620 m; D – By – Seeshaupt, Osterseen, Unterlauterbach, Buchet; Tannenwald auf kalkhaltigem Boden über Würmmoräne; bei großen Tannen in der Nadelstreu; gesellig (>50 Fk);
Hut: bis 3,5 cm breit, kegelig bis flach gewölbt, mit schwach bis mäßig stark ausgeprägtem, meist eher breitem Buckel, am Scheitel glatt, zum Rand hin recht stark faserig, Hutbedeckung nicht selten faserschuppig aufbrechend und im Alter fast immer mit Auflösungserscheinungen; am Scheitel fast immer dunkler abgesetzt, kastanienbraun bis rehbraun, zum Rand hin viel heller ockerbraun; Hutrand jung durch Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel: bis 4,5 x 0,6 cm, basal gleichdick oder schwach erweitert, cremeweiß bis creme, ohne Rottöne oder bräunliche Reflexe; oben variabel zu 1/5 bis 1/3 der Länge deutlich und fein bereift, sonst weißlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und sehr schmal angewachsen, recht schmal, jung grauweiß, später mittelgrau bis olivgrau, alt graubraun mit recht starkem Olivton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden (im oberen Stielviertel beobachtet): echte Kaulos büschelig, meist fusoid bis sublageniform, mit schwachem bis mäßigem Kristallbesatz, hyalin, dickwandig, begleitet von zahlreichen, keuligen bis subzylindrischen Parazystiden; Maße der Kaulos ca. 47-72 x 16-24, Wandstärke bis 2 µm; Pleurozystiden: mehrheitlich sublageniform mit relativ kurzem Hals, subutriform oder fusoid, mit schwachem bis mäßigem Kristallbesatz, dickwandig, hyalin bis sehr blass gelblich in KOH; Maße: 59-76 x 13-21; Wandstärke recht gleichmäßig bis ca. 2 µm; Cheilozystiden: mäßig dicht stehend, meist in Clustern, stellenweise von dicht büscheligen Parazystiden abgelöst, fusoid, subutriform, sublageniform, selten auch blasig, hyalin; Parazystiden sehr zahlreich, mittelgroß bis groß; Sporen: amygdaloid, meist mit ausgeprägter Bauchdelle, apikal meist deutlich konisch, seltener subkonisch; Maße: 10,2 x 5,5 (9,2-11,2 x 5,2-5,9), Q=1,85 (1,63-1,98), 20 Sp. gemessen;

Nr. 14: Inocybe vaccina Kühner

Zur Bestimmung: Makroskopisch und mikroskopisch recht typische Kollektion. Immer wieder auffallend die blassen Sporen und die büscheligen, großen Parazystiden, die an der Schneide oft dominieren.

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Funddaten: 15.09.2015; MTB 8236-3-1-2, ca. 880 m; D-By-Gmund, Finsterwald, Tegernseer Flyschberge am Dürnbach; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) mit viel Heidelbeere in der Flyschzone, unter 900 m teils auch auf Schutt; am feuchten, steinigen, mit Pestwurz bewachsenem Wegrand (ruderal) bei Tanne und jungen Buchen; gesellig (10 Fk);
Hut: bis 2 cm breit, jung fast halbkugelig oder abgerundet kegelig, dann flach gewölbt bis ausgebreitet und mit schwach bis deutlich abgesetztem breitem Buckel, oft etwas irregulär mit einem kleinen „Graben“ unterhalb des Scheitels, Hutbedeckung jung am Scheitel fast glatt, sonst faserig, dann unterhalb des Scheitels rasch kleinschuppig aufbrechend, jung rehbraun bis ockerbraun, später einheitlich ockerbraun; Stiel: bis 4,5 x 0,5, basal gleichdick, an der Spitze meist cremefarben, stielabwärts dunkler cremebeige bis beige, basal oft weit herauf weißfilzig, ganz bereift, ganz unten oft schütter; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung weiß, später lange hellgrau bleibend, zuletzt graubraun mit Olivton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: Kaulozystiden (im oberen Stieldrittel beobachtet) büschelig, überwiegend schlank fusoid bis subzylindrisch, bisw. auch sublageniform mit langem breitemHalsteil, hyalin, mäßig dickwandig, normal beschopft; durchsetzt mit recht großen keulig-blasigen, zahlreichen Parakaulozystiden; Pleurozystiden: überwiegend schlank fusoid, bisw. etwas wellig, seltener sublageniform, mäßig dickwandig, normal beschopft, Wände in KOH negativ oder sehr schwach reagierend, Maße: ca. 62-76 x 12-14; Cheilozystiden: wie die Pleuros geformt, schütter, durchsetzt mit mittelgroßen bis großen, büscheligen, keulig-blasigen Parazystiden, die stellenweise auch dominierend sind; Sporen: amygdaloid, apikal konisch, meist ohne Bauchdelle, auffallend blass gefärbt, Maße: 8,4 x 5,1 (7,3-9,6 x 4,5-5,7), Q=1,64 (1,47-1,83), 20 Sp. gemessen;

Nr. 15: Inocybe cf. terrifera Kühner

Zur Bestimmung: Gehört wohl zu den Splendentinae. Aufgrund des sehr üppigen Universalvelums vielleicht am ehesten I. terrifera, obgleich ziemlich schmächtig für diese Art. Auffallend auch die großen Sporen und der Standort bei Abies und Pinus.

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Funddaten: 30.10.2015; I – Marken – Urbino – SP51 Richtung Westen/Fossombrone; Kiefernwald (Schwarzkiefer, Pinie, Waldkiefer) mit eingestreuten Abies spec. und Mannaeschen auf sehr flachgründigem Kalkboden; bei Abies spec. und (weiter entfernt) Kiefer, gesellig (4 Fk);
Hut: bis 2,8 cm breit, flach kegelig bis flach gewölbt, mit schwach ausgeprägtem, breitem Buckel, geschlossen befasert, jung fast komplett mit cremegrauem Velumbelag, der am Rand später etwas filzig wird und am Scheitel lange erhalten bleibt; lehmbraun, (Brauntöne durch das Velum oft überdeckt); auch jung keine Cortina beobachtet; Stiel: bis 3 x 0,4 cm, basal knollig, aber nicht gerandet knollig, cremeweiß mit bräunlichbeigem Reflex, an der Spitze bereift, sonst überfasert (aber mikroskopisch prüfen, ob unten Kaulos sind!), vom Habitus her Splendentes nicht auszuschließen! Lamellen: aufsteigend und relativ breit angewachsen, gedrängt, jung hellgrau, später steingrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: fehlend; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: Kaulozystiden auch unterhalb der Stielmitte vorhanden, wenn auch recht sporadisch, meist fusoid, auch zylindrisch, mit Kristallbesatz, hyalin in KOH; Kaulos unten ca. 53-67 x 8-16; Kaulos oben büschelig und mit keuligen Parazystiden durchsetzt, meist fusoid und mit normalem Kristallbesatz, mäßig dickwandig, ca. 48-80 x 14-21; Pleurozystiden: schmal bis bauchig fusoid, stets ohne Hals, sonst sehr variabel, mit stark ausgeprägtem Kristallbesatz, hyalin in KOH, mäßig dickwandig, Maße: ca. 57-80 x 13-24, Wandstärke am Bauch um 1 µm, apikal bis ca. 2 µm, selten auch dicker; Cheilozystiden: wie die Pleuros geformt, dicht stehend, oft sehr dünnwandig und nur spärlich beschopft, vermischt mit vielen dünnwandigen, nicht nur keuligen sondern auch zylindrischen bis zystidenförmigen Zellen; Sporen: amygdaloid, oft mit Bauchdelle, apikal konisch, Maße: 11,0 x 6,6 (9,6-12,5 x 6,1-7), Q=1,68 (1,45-1,87), 20 Sp. gemessen;

Nr. 16: Inocybe cf. ochroalba Bruylants

Zur Bestimmung: Aufgrund der recht schlanken Sporen mit meist ausgeprägter „Bauchdelle“ vielleicht doch eher die kryptische I. ochroalba als I. subalbidodisca. Auch der stark spermatische Geruch, der bei dieser Kollektion sogar etwas an die makroskopisch etwas ähnliche, aber unbereifte I. appendiculata erinnerte, passt nicht zu Stangls Beschreibung „Geruch säuerlich mit etwas staubiger Komponente“. Diesen Geruch und die Ökologie teilt die vorliegende Aufsammlung mit Kollektion Nr. 2012-41 (Gmund). Kollektion Nr. 2013-17 (Forstenrieder Park), ebenfalls als I. subalbidodisca bestimmt, unterscheidet sich durch gedrungenere Sporen, braune Hutschüppchen (die an angulatosquamulosa denken lassen) bei einigen Fk, fehlende Rosatöne an der Stielspitze und Wachstum im Flachland bei Laubbäumen.

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Funddaten: 11.09.2015; MTB 8235-4-2-1, 950 m; D-By-Reichersbeuern, Greiling, Vorberg; Bergmischwald (Tanne, Fichte, Buche) in der Flyschzone; auf einem grasigen, taufeuchten Pfad bei Fichte, Buche und jungen Tannen; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 2 cm breit, kegelig, radialfaserig, zum Rand hin auch faserschuppig aufreißend, am Scheitel cremefarben, sonst ockergelb bis ockerbräunlich; Hutrand jung mit einer Borte, die dann fransig-zackig aufreißt; ohne Cortina; Stiel: bis 3 x 0,4 cm, basal gleichdick, creme bis cremebeige, ganz bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung cremefarben, dann olivgrau, reif mit starkem Olivton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: stark spermatisch (Paprikachips), erinnert auch etwas an den Geruch von I. appendiculata; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: Kaulozystiden im oberen Stieldrittel büschelig, im Gegensatz zu den Pleuros kaum keulig, sondern meist zylindrisch, fusoid oder lageniform, normal beschopft und dickwandig, untermischt mit keulig-blasigen, oft fast rundlichen Parazystiden: Pleurozystiden: keulig, normal beschopft, dickwandig, Wände in KOH negativ, Maße ca. 45-51 x 12-20, Wandstärke apikal ca. 2-3 µm; Sporen: amygdaloid, apikal konisch bis subkonisch, meist mit schwacher Bauchdelle, Maße: 8,3 x 5,0 (7,5-9 x 4,4-5,7), Q=1,66 (1,44-1,88), 20 Sp. gemessen;

Nr. 17: Inocybe cf. ochroalba Bruylants

Zur Bestimmung: Bei den Nadelwaldkollektionen sind fast immer 1-2 Fk mit rosa Stielspitze dabei. Eine postitive Laugenreaktion der Zystidenwände habe ich höchstens vereinzelt bei den Cheilozystiden festgestellt.

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Funddaten: 15.09.2015; MTB 8236-3-1-2, ca. 980 m; D-By-Gmund, Finsterwald, Tegernseer Flyschberge am Dürnbach; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) mit viel Heidelbeere in der Flyschzone, unter 900 m teils auch auf Schutt; an der feuchten Wegböschung bei jungen Tannen, jungen Buchen, und (weiter entfernt) großen Fichten und Tannen; gesellig (6 Fk);
Hut: bis 2,5 cm breit, faserig bis faserig-filzig, selten etwas faserschuppig, haselnussbraun, jung am Scheitel mit cremeweißem Velumbelag, ohne Cortina; Stiel: bis 4,5 x 0,4 cm, basal gleichdick, cremefarben bis cremebeige, an der Spitze bisw. schwach rötlich, ganz bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung cremeweiß, dann grau bis hell graubraun mit schwachem Olivton; Fleisch: siehe Schnittbild, in der Stielspitze bisw. rötlich; Geruch: unauffällig, schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden (oben beobachtet): büschelig, überwiegend bauchig bis schlank fusoid, mäßig dickwandig, beschopft, ca. 50-73 x 15-20, in KOH negativ; Pleurozystiden: bauchig-fusoid bis keulig, recht voluminös, stets ohne Hals, normal dickwandig, stark beschopft, Wände in KOH negativ oder höchstens ganz schwach reagierend, Maße: ca. 39-61 x 15-22, Wandstärke ca. 1,5-2 µm; Cheilozystiden: dicht stehend, etwas variabler, teils auch größer als die Pleuros, in KOH negativ, einzelne aber gelblich, ca. 35-64 x 12-24; durchsetzt mit büscheligen, schlank keuligen, kleinen bis mittelgroßen Parazystiden; Sporen: amygdaloid, oft mit schwacher Bauchdelle, apikal konisch bis subkonisch, meist subakut, selten auch abgerundet, Maße: 8,7 x 5,1 (8,1-9,2 x 4,7-5,5), Q=1,70 (1,56-1,94), 20 Sp. gemessen;

Nr. 18: Inocybe abietis Kühn.

Zur Bestimmung: Ein perfekter Doppelgänger der Kollektion Nr. 2011-25 vom Fentberg. Deshalb habe mir hier ausnahmsweise die Mikroskopie gespart.

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Funddaten: 15.09.2015; MTB 8236-3-1-2, ca. 880 m; D-By-Gmund, Finsterwald, Tegernseer Flyschberge am Dürnbach; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) mit viel Heidelbeere in der Flyschzone, unter 900 m teils auch auf Schutt; am feuchten, steinigen, mit Pestwurz bewachsenem Wegrand (ruderal) bei Erle, Tanne und (weiter entfernt) Fichte; gesellig (>10 Fk); verges. mit I. muricellata (Nr. 24);
Hut: 2-3,2 cm breit, jung kegelig, flach gewölbt und mit stumpfem Buckel, jung fein befasert, aufgeschirmt stark rimos aufreißend, lehmbraun; Hutrand jung weiß abgesetzt und Hutscheitel häufig mit grauem, dünnem Velumbelag; ohne Cortina; Stiel: bis 4 x 0,5 cm, basal gleichdick oder schwach keulig verdickt, cremebeige bis beige, ganz bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, schmal, jung cremeweiß, dann hellgrau, zuletzt olivgrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: etwas süßlich, blütenduftartig;

Nr. 19: Inocybe abietis Kühn.

Zur Bestimmung: Eine etwas untypische Kollektion mit viel Velum und sehr schlanken, langen Sporen. Die Merkmalskombination mit rötlicher Stielspitze, schütterem Stielreif und leichtem Pelargoniumgeruch spricht aber doch sehr für I. abietis.

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Funddaten: 25.09.2015; MTB 8136-2-3-4, 660 m; D – By – Holzkirchen , Darching, Fentberg, Niedermoos, Himmelbichel; Bergmischwald (Tanne, Fichte, Buche) auf Schwemmkegel (Quartär); am steinigen Wegrand bei Buche und Tanne; gesellig (>6 Fk);
Hut: bis 2,7 cm breit, jung kegelig, dann flach gewölbt und meist mit kleinem, warzenförmigem Buckel, Hutbedeckung faserig, zum Rand hin grobfaserig, jung vor allem am Scheitel mit grauweißem Velumbelag, der in Resten lange erhalten bleibt, ziemlich lebhaft ockerbraun; auch jung ohne Cortina; Stiel: bis 3,5 x 0,4 cm, basal ungerandet kleinknollig bis fast gleichdick, auf ganzer Länge, aber auffallend schütter (auch oben) bereift, beige, an der Spitze mit rosabraunem Touch; Lamellen: aufsteigend und sehr schmal angewachsen, mäßig gedrängt, jung weiß, reif graubraun mit deutlichem Olivton; Fleisch: siehe Schnittbild, in der Stielspitze rötlich; Geruch: süßlich blütenduftartig, auch an Pelargonium erinnernd; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: metuloide Kaulozystiden auch in der unteren Stielhälfte vorhanden; Kaulozystiden im oberen Stielbereich spärlich, büschelig, lageniform bis fusoid, normal beschopft, schwach bis normal dickwandig, ca. 53-73 x 11-15; begleitet von keuligen Parazystiden; Pleurozystiden: überwiegend lageniform, oft auch fusoid (schmal bis bauchig), seltener subutriform mit kurzem, breitem Hals, in KOH blass gelblich bis fast hyalin, normal beschopft, Maße: ca. 49-72 x 13-20; Wandstärke am Bauch 1,5-2, am Hals um 3 µm; Cheilozystiden: dicht bis mäßig dicht stehend, wie die Pleuros geformt und ähnlich groß, ca. 46-64 x 13-23; durchsetzt mit mittelgroßen, keuligen Parazystiden; Sporen: amygdaloid, fast immer mit stark ausgeprägter Bauchdelle, apikal konisch und subakut; Maße: 9,5 x 5,0 (8,4-10,6 x 4,7-5,5), Q=1,92 (1,76-2,10), 20 Sp. gemessen;

Nr. 20: Inocybe cf. pelargonium Kühner

Zur Bestimmung: Es fehlt das namengebende Artmerkmal: der Geruch nach Pelargonium. Die kleinen Sporen und der ganz bereifte, cremeweiße, knollige Stiel lassen aber nicht viele Alternativen. I. albomarginata ist stark rimos, hat etwas bräunlich überhauchte Stiele und mehr apfelkernförmige Sporen. I. langei ist nicht bis zur Basis bereift. Vergleichbare Aufsammlungen sind die vom 07.07.2007 (mit spermatischem Geruch), Kollektion Nr. 2012-57 (mit schwach spermatischem Geruch) und Kollektion Nr. 2013-16 (mit ebenfalls sehr schwachem Geruch). Auffallend bei der vorliegenden Aufsammlung sind die schwach hygrophanen Hüte. Vielleicht gibt es in der Ecke ja mehrere Arten.

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Funddaten: 15.09.2015; MTB 8236-3-1-2, ca. 980 m; D-By-Gmund, Finsterwald, Tegernseer Flyschberge am Dürnbach; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) mit viel Heidelbeere in der Flyschzone, unter 900 m teils auch auf Schutt; am Wegrand bei Buche und (weit entfernt) Tanne, gesellig (4 Fk);
Hut: bis 2 cm, kegelig, mit leicht vorgezogenem bis fast warzenförmigem Buckel, fein faserig, nur am Rand etwas gröber, bisw. schwach faserschuppig aufbrechend, rehbraun, hygrophan, am Scheitel und etwas streifig verblassend; Stiel: bis 4 x 0,4 cm, basal knollig, nicht gerandet knollig, cremefarben, ganz bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung cremefarben, später graubraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden (beobachtet im obersten Stielbereich): büschelig, fusoid bis sublageniform, beschopft, schwach dickwandig (Wände meist 1-1,5, KOH-negativ), ca. 45-54 x 9-18, bisw. auch länger bis 75; durchsetzt mit keulig-blasigen Parazystiden; Pleurozystiden: überwiegend subutriform (bauchig, mit relativ kurzem, breitem Hals), seltener bauchig-busoid, ausnahmsweise auch keulig oder lageniform, überwiegend stark beschopft, mäßig dickwandig, Wände in KOH negativ oder sehr schwach reagierend, aber manchmal am Apex gelblich; Maße: 45-60 x 12-16; Wandstärke am Bauch um 1 µm, apikal 1-2 µm, sporadisch auch stärker verdickt: Cheilozystiden: sehr dicht stehend, wie die Pleuros geformt; Parazystiden klein und unauffällig; Basidien: 4-sporig; Sporen: amygdaloid, in Aufsicht ovoid, apikal recht variabel, meist subkonisch, seltener deutlich konisch und von abgerundet bis fast spitz, nur sporadisch mit Bauchdelle; Maße: 7,7 x 4,6 (6,8-8,2 x 4,1-5), Q=1,69 (1,57-1,77), 20 Sp. gemessen, gelegentlich findet man Ausreißer bis 9 µm Länge (dann mit Bauchdelle);

Nr. 21: Inocybe pelargonium Kühner

Zur Bestimmung: Die Merkmalskombination aus Makroskopie, Geruch und gedrungenen, kleinen Sporen legt die Art gut fest. Wie schon bei früheren Aufsammlungen offenbart sie bei dieser Kollektion eine leichte Tendenz zu ziemlich glatter, schmierig-schleimiger Hutbedeckung.

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Funddaten: 25.09.2015; MTB 8136-2-3-4, 670 m; D – By – Holzkirchen , Darching, Fentberg, Niedermoos, Himmelbichel; Bergmischwald (Tanne, Fichte, Buche) auf Schutt oder Würmmoräne (Quartär); am steinigen Wegrand bei Fichte; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 3 cm breit, jung fast halbkugelig gewölbt, dann flach gewölbt, ohne Buckel, Hutbedeckung auffallend glatt, höchstens feinfaserig, etwas schleimig (!) und klebrig, lebhaft ockerbraun bis lehmbraun; Velumreste fehlend oder unauffällig; auch jung ohne Cortina; Stiel: bis 4,7 x 0,7 cm, basal schwach und ungerandet knollig, cremefarben bis cremegelb, alt intensiver gelb, auf ganzer Länge bereift; Lamellen: aufsteigend und mäßig schmal angewachsen, gedrängt, jung cremegrau, reif graubraun mit Olivton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, am ehesten minimal süßlich, blütenduftartig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pleurozystiden: zahlreich, überwiegend fusoid, auch sublageniform mit relativ kurzem, breitem Hals, hyalin in KOH, normal beschopft, normal dickwandig; Maße: ca. 56-69 x 12-15, Wandstärke ca. 1,5-2; Sporen: gedrungen kernförmig, apikal immer gerundet zulaufend und schwach zugespitzt bis abgerundet, Maße: 7,7 x 5,3 (7,3-8 x 4,8-5,6), Q=1,45;

Nr. 22: Inocybe subbrunnea Kühner

Zur Bestimmung: Die Unterscheidung von I. fuscescentipes ist sicher subtil. Cortinareste habe ich noch bei keiner meiner früheren „leiocephala“-Kollektionen festgestellt.

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Funddaten: 27.09.2015; MTB 8533-3-2-2, 1100 m; D-By-Mittenwald, Kranzberggebiet, Kratzenköpfel; Fichtenmischwald (Fichte, Tanne, Buche eingestreut) auf Fernmoräne im Übergangsbereich zu Hauptdolomit; bei Fichten, jungen Tannen und sehr jungen Buchen; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 2 cm breit, kegelig bis flachkegelig und mit kleinem Buckel, geschlossen befasert, rehbraun; Velum nur als ganz dünne weißliche Bereifung ausgeprägt; Stiel: bis 3 x 0,3 cm, basal gleichdick oder ungerandet kleinknollig, beige bis braunbeige, ganz bereift; Lamellen: aufsteigend und mäßig schmal angewachsen, jung cremefarben, dann graubeige bis graubraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: süßlich-spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pleurozystiden: lageniform, bisw. auch bauchig-fusoid, mit sehr auffälligem feinem, oft weit am Hals herunterreichenden Kristallbesatz, praktisch hyalin in KOH, Maße ca. 54-75 x 14-18; Sporen: subamygdaloid, apikal nie konisch und oft ziemlich breit gerundet, Maße: 9,4 x 6,1 (8,9-9,7 x 5,9-6,4), Q=1,53;

Nr. 23: Inocybe muricellata Bres.

Zur Bestimmung: Sehr typische Kollektion mit schuppigen Hüten, oben rötlichen Stielen, Geraniengeruch, KOH-positiven lageniformen Hymenialzystiden und gedrungen Sporen.

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Funddaten: 15.09.2015; MTB 8236-3-1-2, ca. 880 m; D-By-Gmund, Finsterwald, Tegernseer Flyschberge am Dürnbach; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) mit viel Heidelbeere in der Flyschzone, unter 900 m teils auch auf Schutt; am feuchten, steinigen, mit Pestwurz bewachsenem Wegrand (ruderal) bei Erle, Tanne und (weiter entfernt) Fichte; gesellig (>10 Fk); verges. mit I. abietis (Nr. 18);
Hut: bis 2,2 cm breit, jung kegelig, dann flach gewölbt und schwach gebuckelt, faserschuppig, jung mit filzigem weißlichem Velumbelag, der stellenweise erhalten bleiben kann, ockerbräunlich; ohne Cortina; Stiel: bis 5 x 0,3 cm, basal gleichdick, beige bis bräunlichbeige, an der Spitze meist rötlich, ganz bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, mäßig gedrängt, schon jung bald graubeige; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: blütenduftartig süßlich, vor allem im Schnitt; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pleurozystiden: überwiegend lageniform bis schlank fusoid oder bauchig fusoid, meist schwach beschopft, dickwandig, in KOH überwiegend deutlich gelb, einzelne (mit dünneren Wänden) aber auch fast negativ, sehr variabel, Maße ca. 53-74 x 11-16; Sporen: breit amygdaloid, apikal überwiegend subkonisch, ohne Bauchdelle, meist recht gedrungen, Maße: 9,0 x 5,8 (8-9,6 x 5,3-6,2), Q=1,56 (1,40-1,71), 20 Sp. gemessen;

Nr. 24: Inocybe proximella P. Karst

Zur Bestimmung: Trotz einiger Unterschiede glaube ich, dass es sich hier um dieselbe Art handeln könnte wie bei der Kollektion Nr. 2014-35 sowie der folgenden Nr. 25. Übereinstimmend sind die spitzgebuckelten Hüte, die lange auffallend weiß kontrastierenden Lamellen, der an L. cristata erinnernde Geruch und die voluminösen Hymenialzystiden. Im Vergleich zur 2014er Kollektion sind die Sporen erheblich größer (10,3 x 7,2 im Vergleich zu 9,1 x 6,4) und stärker höckerig, allerdings waren auch innerhalb der Kollektion recht unterschiedlich höckerige Sporen zu beobachten. Abweichend sind auch die Ökologie, die teils riesigen Fk und die etwas dickwandigeren Hymenialzystiden.

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Funddaten: 27.09.2015; MTB 8533-3-2-2, 1030 m; D-By-Mittenwald, Kranzberggebiet, Kratzenrauth, Wiesen oberhalb des Lautersees; magere Wiese mit lockerem Fichtenbestand auf postglazialen Ablagerungen; bei Fichte; gesellig (5 Fk);
Hut: 2,2-5,2 cm breit, gewölbt bis flach gewölbt und stets mit spitzwarzigem Buckel, mäßig grob befasert, zum Rand hin aufreißend (rimos), am Scheitel rehbraun, zum Rand hin stets heller, im Alter bis ockergelb verblassend; ohne auffallende Velumreste; Cortina nicht gesehen, aber kein sehr junger Fk vorhanden; Stiel: bis 9,5 x 0,9 cm, sehr lang, basal allmählich keulig erweitert, beige, mit dunkler bräunlichem Reflex, apikal bereift, sonst unscheinbar überfasert; Lamellen: aufsteigend und relativ breit angewachsen, gedrängt, sehr lange auffallend weiß bleibend (auch bei dem großen Fk dachte ich kurz sogar an einen Weißsporer!), dann grau bis graubraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: ziemlich streng, aber eher nicht spermatisch, sondern entfernt an L. cristata erinnernd; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung (in Apexnähe beobachtet): keine echten Kaulozystiden vorhanden. Bereifung aus dünnwandigen, hyalinen, zylindrischen, mehrfach septierten Hyphen, Endzellen meist zylindrisch und apikal abgerundet; Pleurozystiden: überwiegend bauchig fusoid oder subutriform (bauchig mit kurzem, breitem Hals), selten keulig oder lageniform, mit spärlichem oder fehlendem Kristallbesatz, bisw. mit kristallartigem Inhalt (könnten auch Auflagerungen sein), mäßig dickwandig, hyalin oder blass gelblich in KOH, Maße: 50-69 x 14-21, Wandstärke am Bauch bis 1,5 µm, am Apex bis 2 µm; Cheilozystiden: dicht stehend, ähnlich wie die Pleuros, meist etwas gedrungener und variabler, öfter auch lageniform, ca. 43-61 x 17-20; keine von Basidiolen unterscheidbaren Parazystiden gesehen; Sporen: mäßig stark höckerig, Höcker sehr variabel zahlreich, überwiegend mäßig stark vorgezogen und abgerundet, apikal oft auch zapfig ausgezogen, Maße: 10,3 x 7,2 (9,4-12 x 6-8,7), Q=1,43 (1,17-1,62), 20 Sp. gemessen;

Nr. 25: Inocybe proximella P. Karst

Zur Bestimmung: Stimmt gut mit der Kollektion Nr. 2014-35 überein, die ebenfalls aus den Isarauen stammt.

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Funddaten: 13.10.2015; MTB 7935-4-4-2, 560 m; D – By – Frundsbergerhöhe, Östliche Isarleite, im ufernahen Hangwald; Laubmischwald (Buche, Fichte, Esche, Ahorn) auf kalkreichem Boden über würmeiszeitlichen Schottern mit Schutt; bei großen Buchen und (weiter entfernt) Fichte; gesellig (3 Fk.); verges. mit I. mixtilis;
Hut: bis 2,3-3 cm breit, jung spitzkegelig, dann flach gewölbt bis ausgebreitet und mit etwas aufgebogenem Rand, mit kleinem, ziemlich spitzem Buckel; faserig, zum Rand hin aufreißend; am Scheitel schokobraun, zum Rand hin durch das Aufreißen viel heller beigebraun; ohne auffällige Velumreste; Stiel: bis 4,3 x 0,5 cm, basal gleichdick oder etwas spindelig-keulig erweitert, cremebeige bis beige, nur an der Spitze fast wollig bereift, sonst faserig; Lamellen: aufsteigend und relativ breit angewachsen, gedrängt, jung grauweiß, reif graubraun ohne Olivton; Fleisch: siehe Schnittbild; bei 2 von 3 Fk in der Stielbasis dunkelbraun verfärbt, bei 1 Fk zusätzlich im Hutfleisch unter dem Buckel; Geruch: vielleicht eine Spur blütenduftartig oder auch mit leichtem Gummigeruch, in jedem Fall sehr schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: dickwandige, metuloide Kaulozystiden nur sehr sporadisch bis fehlend, Endzellen der Stielbereifung zum Teil mit typischer Zystidenform, meist fusoid, aber dünnwandig und ohne Kristalle, zum Teil zylindrisch; Maße der zystidenähnlichen Zellen ca. 50-71 x 13-16; Pleurozystiden: bauchig fusoid, sublageniform mit relativ breitem, oft etwas erweiterten oder kopfigem Halsteil, subutriform, relativ dünnwandig, meist mit spärlichem oder ohne Kristallbesatz, manchmal mit einer Art Schleimkappe am Apex; Maße: ca. 58-78 x 15-21, Wandstärke kaum über 1 µm; Cheilozystiden: dicht stehend, wie die Pleuros, aber etwas kürzer und schlanker (ca. 50-73 x 11-15); vermischt mit keuligen, von Basidiolen einigermaßen gut differenzierten Parazystiden; Sporen: mäßig bis schwach höckerig, Höcker meist spärlich und nur einzelne deutlich vorgezogen; Maße: 8,9 x 6,7 (7,8-10,1 x 5,7-8,2), Q=1,33 (1,18-1,56), 20 Sp. gemessen;

Nr. 26: Inocybe cf. xanthomelas Borus. & Kühn.

Zur Bestimmung: Die stark höckerigen, manchmal fast sternförmigen Sporen und die schlankhalsigen, in KOH gelbwandigen Zystiden würden ganz gut zu dieser Art passen, es fehlt aber möglicherweise ein wichtiges Merkmal: Gebräunte oder gar geschwärzte Stiele habe ich an den Exsikkaten nicht feststellen können und bei den Frischpilzen beim Trocknen leider nicht drauf geachtet. Auf den Fotos sieht man bei zwei Fk eine schwach bräunliche Verfärbung am Stiel. I. praetervisa ist normalerweise viel stattlicher, hat keine gerandete Knolle, stärker rimose Hüte und außerdem mehr bauchig fusoide Zystiden mit KOH-neutralen Wänden. I. mixtilis kenne ich mit glatterem, am Scheitel goldgelb oder orangebraun gefärbtem Hut und erheblich kleineren Sporen. I. ochracea Stangl sieht auf Stangls Aquarell recht ähnlich aus, hat aber fusoide Hymenialzystiden und viel schwächer höckerige, kleinere Sporen. I. pallida hat ebenfalls viel schwächer höckerige Sporen.

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Funddaten: 15.09.2015; MTB 8236-3-1-2, ca. 880 m; D-By-Gmund, Finsterwald, Tegernseer Flyschberge am Dürnbach; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) mit viel Heidelbeere in der Flyschzone, unter 900 m teils auch auf Schutt; in feuchtem Waldstück bei Buche, Grauerle, Tanne und Fichte in der Streu (hauptsächlich Laub); gesellig (10 Fk);
Hut: bis 2,5 cm breit, jung kegelig, dann flach gewölbt und schwach gebuckelt, am Scheitel fast glatt, sonst ziemlich grob faserig, ockergelb, nur ganz jung mit filzigen weißen Velumresten; Hutrand oft weißlich gebörtelt (schwach gezähnt); ohne Cortina; Stiel: bis 5,5 x 0,4 cm, basal deutlich knollig, undeutlich bis deutlich gerandet (aber nie so stark wie normalerweise bei I. mixtilis) und nicht selten mit einem volvaartigen Saum, cremeweiß, ganz bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung cremeweiß, dann hellgrau, zuletzt beigegrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: eher schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden (im oberen Drittel beobachtet): büschelig, bauchig-fusoid bis lageniform, normal beschopft und dickwandig, Wände in KOH schwach positiv; durchsetzt mit büscheligen, keuligen Parazystiden; Pleurozystiden: unterteilt in einerseits relativ breite, normal dickwandige mit KOH-negativen Wänden und andererseits relativ schmale, stärker dickwandige mit KOH-positiven Wänden, lageniform bis fusoid, basal meist relativ breit, normal beschopft, Maße: ca. 55-66 x 12-19; Wandstärke am Bauch ca. 1-1,5 µm, am Hals/Apex ca. 2-3; Cheilozystiden: dicht stehend, wie die Pleuros geformt, aber in der Größe viel variabler, teils so richtige Bonsai-Zystiden, fast alle mit KOH-positiven Wänden; Parazystiden klein, schlank keulig und unauffällig; Sporen: höckerig, mit sehr zahlreichen, abgerundeten, stark vorgezogenen Höckern, die vor allem apikal bisw. auch zapfig ausgezogen sind, Maße: 10,8 x 8,2 (9,5-11,7 x 7,3-9,5), Q=1,32 (1,11-1,53), 20 Sp. gemessen;

Nr. 27: Inocybe cf. xanthomelas Borus. & Kühn.

Zur Bestimmung: Möglicherweise dieselbe Art wie die Kollektion aus Gmund (Nr. 26). Gemeinsam und sehr auffällig sind die überwiegend schlank fusoiden bis lageniformen, in KOH gelben Hymenialzystiden und die über 10 µm großen, stark höckerigen Sporen.

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Funddaten: 13.10.2015; MTB 7935-4-4-2, 560 m; D – By – Frundsbergerhöhe, Östliche Isarleite, im ufernahen Auwaldbereich; Laubmischwald (Buche, Esche, Fichte) auf kalkreichem Boden über würmeiszeitlichen Schottern mit Schutt; bei Esche und Buche; gesellig (7 Fk);
Hut: bis 3 cm breit, kegelig bis flach gewölbt, schwach gebuckelt, mäßig bis grob faserig, mit leichter Tendenz zum Aufbrechen der Hutbedeckung und dann stellenweise faserschuppig; ockergelb; jung am Scheitel mit cremeweißem Velumbelag; Stiel: bis 4,5 x 0,6 cm, meist deutlich gerandet knollig, cremeweiß, ohne Verfärbungen; Knolle bis ca. 0,8 cm dick; auf ganzer Länge dicht und fein bereift; Lamellen: aufsteigend und sehr schmal angewachsen, gedrängt, ziemlich schmal, jung cremeweiß, reif graubeige mit schwachem Olivton; Fleisch: cremeweiß, ohne Verfärbungen; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Kaulozystiden (im obersten Stielbereich beobachtet): büschelig, überwiegend fusoid bis lageniform, mit Kristallbesatz, dickwandig; Maße: ca. 43-69 x 11-16, Wandstärke am Bauch bis 1,5, am Hals bis 3 µm; durchsetzt mit mittelgroßen, keuligen Parazystiden; Pleurozystiden: überwiegend schlank fusoid bis lageniform, dickwandig, mit normalem Kristallbesatz, blass gelb in KOH (deutlich reagierend); Maße: 52-73 x 10-15; Wandstärke am Bauch um 1,5 µm, am Apex bis 3 µm; Cheilozystiden: dicht stehend, überwiegend schlank fusoid bis lageniform, aber auch mal keulig oder bauchig fusoid, teils wie die Pleuros, teils auch viel kleiner und dünnwandiger, deutlich gelb in KOH; Maße: ca. 27-58 x 10-17; Basidien: 4-sporig, 2-sporige aber eingestreut; Sporen: deutlich höckerig, Höcker recht zahlreich, stark vorgezogen und abgerundet, nur selten auch zapfig ausgezogen, Maße: 10,5 x 7,8 (9,4-11,6 x 6,9-8,5), Q=1,35 (1,20-1,49), 20 Sp. gemessen;

Nr. 28: Inocybe mixtilis (Britzelm.) Sacc.

Zur Bestimmung: Typische I. mixtilis.

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Funddaten: 13.10.2015; MTB 7935-4-4-2, 560 m; D – By – Frundsbergerhöhe, Östliche Isarleite, im ufernahen Hangwald; Laubmischwald (Buche, Fichte, Esche, Ahorn) auf kalkreichem Boden über würmeiszeitlichen Schottern mit Schutt; bei großen Buchen und (weiter entfernt) Fichte; gesellig (ca. 8 Fk.); verges. mit I. proximella (Nr. 25);
Hut: 2,2-4,5 cm breit, kegelig bis flach gewölbt, mit flachem, bisw. auch deutlich vorgezogenem Buckel, am Scheitel glatt, zum Rand hin mäßig grob bis grob faserig, ohne auffallende Velumreste, am Scheitel recht lebhaft orangebraun, zum Rand hin ockergelb; Stiel: bis 4,5 x 0,5 cm, stark gerandet knollig, cremeweiß bis cremefarben, direkt oberhalb der Knolle bisw. schwach rötlich verfärbt; auf ganzer Länge fein bereift; Knolle bis 1,1 cm breit und breit gerandet; Fleisch: cremeweiß, direkt oberhalb der Knolle vereinzelt rötend; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pleurozystiden: dickbauchig-lageniform, bisw. auch mit sehr kurzem Hals, dickwandig, hyalin in KOH, Maße ca. 52-74 x 15-23, Wandstärke am Bauch um 1 µm, am Hals bis 3 µm; Sporen: höckerig, Höcker zahlreich, meist deutlich vorgezogen und abgerundet, selten (apikal) auch schwach zapfig ausgezogen, Maße: 8,8 x 6,2 (7,5-10,2 x 5,4-7,2), Q=1,41;