Inocybe 2007
02.-05. Oktober, Pratomagno-Gebirge, Toskana
Im Buchenwald:
Funddaten: 04.10.2007; Pratomagno, auf ca. 1300 m; im reinen Buchenwald; gesellig; Hut: bis knapp 2 cm breit, kaum ganz aufschirmend, am Scheitel schollig-grobschuppig, Rand grobfaserig, jung mit Cortina, milchkaffeebraun bis ockerbraun, Velum schwach ausgeprägt; Stiel: dünn, oft verbogen, zylindrisch, basal schwach verdickt, blass bräunlich, im oberen Drittel bisweilen und vergänglich lila behaucht, Spitze weißlich beschürfelt (nicht bereift), sonst weißlich überfasert; Lamellen: schmal angewachsen, mäßig gedrängt, jung cremegrau, später hell graubraun, alt ockerbraun, Schneiden weißflockig; Fleisch: grauweißlich, jung im Stiel mit zartem Lilaton; Geruch: schwach, uncharakteristisch; Mikromerkmale vom Exsikkat (in KOH): Cheilozystiden: spindelig, spindelig-bauchig oder flaschenförmig, bisweilen etwas kopfig, metuloid, ca. 48-80 x 11-18, dickwandig, Wandstärke am Bauch 1-2, am Hals 2-3, untermischt mit keuligen Parazystiden; Pleurozystiden: spindelig bis spindeli-bauchig, wie die Cheilos, insgesamt etwas schlanker, z.B. 60-78 x 12-15, Wandstärke 2-3; Kaulozystiden: -; Basidien: vorwiegend 4-sporig, aber mit auffallend vielen 2-sporigen untermischt; Sporen: mandelförmig, oft mit subzylindrisch geraden Kanten, im Profil die abgeflachtet Seite oft mit schwacher Delle (bohnenförmig), mit deutlichem Kallus, Enden bisweilen schwach papilliert, 9,9 x 5,4 (9-10,5 x 5-6), Q=1,83 (1,67-2,00, 20 Sp. gemessen; Bestimmung: I. griseolilacina, obwohl die Sporen des Fundes völlig anders aussehen, als die Zeichnungen von Stangl für griseolilacina; die leicht kopfigen Hymenialzystiden sprechen sehr für griseolilacina;
Im Buchen-Tannenwald:
Funddaten: 02.10.2007; Pratomagno,ca. 1300 m, (trockener, südostexponierter Standort) bei Tanne und Buche; gesellig; Hut: bis 5,8 cm breit, grobschuppig aufgesprungen, am Rand grob faserig; keine Cortina festgestellt; Stiel: kompakt, oft breit gedrückt, Spitze erweitert, bis unter die Mitte bereift, Spitze oft längsrillig, weißlich, oben bisweilen rosalich überhaucht; Lamellen: früh ockerbraun, bald mit Olivton; Fleisch: im Hut weiß, im Stiel cremeweiß bis blass bräunlich, im oberen Drittel rosalich; Geruch: schwach, uncharakteristisch; Mikromerkmale vom Exsikkat (in KOH): Cheilozystiden: vorwiegend metuloid, mehrheitlich spindelig-bauchig bis flaschenförmig, häufig auch keulig, seltener schlank spindelig, extrem dickwandig (ca.1,5-3 am Bauch, ca. 2-4 am Hals), Wände am Hals oft zusammenfließend, Maße 30-62 x 12-17, Cheilos untermischt mit keuligen Parazystiden, die teils recht groß sind (z.B. 34-12), Lamellenschneide wirkt unter dem Mikroskop gelbbraun pigmentiert; Pleurozystiden: spindelig bis spindelig-bauchig, metuloid, extrem dickwandig (1,5-4), Wände wie bei den Cheilos im Halsbereich oft zusammenfließend, Maße 48-69 x 10-15; Kaulozystiden: im unteren Stielbereich zylindrisch bis spindelig-bauchig, metuloid, untermisch mit vielen dünnwandigen, zylindrischen Endzellen, ca. 35-73 x 12-20; im oberen Stielbereich dicht büschelig, metuloid, dickwandig (bis 3 µm), zylindrisch bis spindelig-bauchig oder flaschenförmig, z.B. 60-87 x 15-19; Basidien: 4-sporig; 28-31 x 8-10; Sporen: glatt, ellipsoid bis mandelförmig, Enden meist konisch zulaufend, bisweilen mit leichter suprahilärer Depression, selten bohnenförmig, Kallus angedeutet, 9,2 x 5,5 (8,5-10 x 4,5-6), Q=1,67 (1,5-2), 20 Sp. gemessen; Bestimmung: I. cf. glabrescens;
Im Tannenwald:
Funddaten: 02.10.2007; Pratomagnogebirge, ca. 1300 m, im reinen Tannenwald; gesellig; Hut: bis 5 cm breit, am Scheitel fein, zum Rand hin und alt grob befasert, Scheitel schollig und mit olivgrauen Velumresten besetzt, Hutrand jung durch Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel: kräftig, zylindrisch, basal mit +/- deutlich abgesetzter aber kaum gerandeter, meist dicker Knolle, cremeweiß bis blass ockerlich, an der Spitze bereift; Lamellen: jung hellgrau, breit angewachsen, Schneiden weißflockig; Fleisch: weiß; Geruch: schwach pilzig (im Wald spermatisch?); Mikromerkmale vom Exsikkat (in KOH): Cheilozystiden: metuloid, spindelig-bauchig, ca. 52-75 x 12-17, Wandstärke am Bauch 1-2, am Hals bis 1,5-3, dazwischen zahlreiche dünnwandige keulige bis blasige Parazystiden; Pleurozystiden: geformt wie die Cheilos, ca. 50-70 x 14-20, Wandstärke am Bauch 1-1,5, am Hals bis 2; Kaulozystiden: im oberen Stielberich wie die Cheilozystiden, ebenfalls mit Parazystiden gemischt, büschelig, z.B. 56-65 x 12-17, Wandstärke 1-2; Basidien: 4-sporig, 25-32 x 7-9; Sporen: mandelförmig, bisweilen schwach papilliert, auf der abgeflachten Seite (im Profil) oft suprahilär bis bohnenförmig eingedellt, 9-5,2 (8-10 x 4,5-6), Q=1,74 (1,6-1,8); Bestimmung: Inocybe fuscidula: erinnert stark an die als fuscidula/sindonia bestimmten Funde vom Taubenberg (23.10.06 u.a.),ebenfalls bei Tanne, vor allem Makroskopie und Sporenform sind nahezu identisch;
Im Buchenwald:
Funddaten: 02.10.2007; Pratomagnogebirge, ca. 1400 m, im Buchenwald; gesellig; Hut: bis 3 cm breit, grob befasert, am Scheitel mit vergänglichen, weißlichen Velumresten, oft mit Erdteilchen besetzt, strohgelb, Hutrand alt bräunend (rotbraun), keine Cortina beobachtet; Stiel: zylindrisch, gerandet knollig, jung weißlich, alt blass ockerbraun, an der Basis weiß bleibend, Spitze bereift bis beschürfelt, sonst längsfaserig; Lamellen: jung hell graubraun, mit weißlich beflockter Schneide, alt dunkler graubraun; Fleisch: weiß bis cremeweiß; Geruch: spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat (in KOH): Cheilozystiden: keulig, büschelig und sehr dicht stehend, dünnwandig, ca. 30-45 x 10-15, vereinzelt über 15 breit; Pleurozystiden: -; Kaulozystiden: keine echten Kaulos; Basidien: schlankkeulig, 4-sporig, ca. 28-36 x 7-8; Sporen: ellipsoid bis bohnenförmig, Enden oft verschmälert, 8,1 x 4,9 (7-9 x 4,5-5,5), Q=1,66 (1,4-1,8), 20 Sp. gemessen; Bestimmung: Inocybe cookei (var. kuthanii??);
15. September, Puppling
Im Isarhangwald:
Funddaten: 15.09.2007; MTB 8034/4/1/4, 600 m, Puppling, im Hangwald, bei Eiche, jungen Fichten und (weiter entfernt) Buche, in der Laubstreu, teilweise auch auf Holzstückchen verankert; gesellig (>5 Fk); Hut: bis 3 cm breit, schwach und stumpf gebuckelt, am Scheitel feinfilzig, sonst faserfilzig bis liegend befasert, kaum aufreißend, jung vor allem am Hutrand durch graues Velum filzig überzogen, ockerbraun bis graubraun, bisweilen auch dunkler braun gefärbt, Hutrand jung durch Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel: bis 4,5 lang, bis 0,4 breit, zylindrisch, basal gleich dick, blass cremefarben, im Alter ockerlich werdend, an der Spitze weißlich bereift, sonst längsfaserig überzogen; Lamellen: jung cremeweiß, später graubraun mit schwachem Olivstich; Fleisch: im Hut weiß, im Stiel cremefarben bis blass ockerlich; Geruch: deutlich nach Paprikachips (spermatisch); Mikromerkmale vom Exsikkat (in KOH): Cheilozystiden: schlank spindelig-bauchig, metuloid, vermischt mit keulig-blasigen Zellen, dickwandig (2-3 µm), 55-67 x 10-15; Pleurozystiden: ähnlich wie die Cheilos, wohl etwas größer (nur grob gemessen); Kaulozystiden: im oberen Stieldrittel schlank spindelig-bauchig, selten metuloid, mäßig dickwandig (0,5-2 µm), z.B. 90 x 14, 80 x 12; Basidien: -; Sporen: mandelförmig, 9,1 x 5,5 (8-10 x 5-6,5), Q=1,64 (1,45-1,90); Bestimmung: vermutlich Inocybe flocculosa;
12. September, Mangfalltal, Westerham
Im Buchenwald:
Funddaten: 12.09.2007; MTB 8036/4/4/3, 660 m, Mangfalltal, im Buchenwald; gesellig (3 Fk);; Hut: bis 4,8 cm breit, gewölbt bis ausgebreitet mit stumpfem Buckel, jung filzig bis faserig-filzig, später grob faserschuppig, Schuppen oft abstehend, Färbung elfenbeinweiß, am Scheitel ockerlich; Stiel: bis 5 x 0,6 cm, zylindrisch, basal gleichdick bis schwach keulig verbreitert, cremeweiß, auf ganzer Länge bereift; Lamellen: normal gedrängt, stark aufsteigend und schmal angewachsen, cremegrau bis graubraun (keine ganz jungen Fk vorhanden); Fleisch: im Hut reinweiß, im Stiel cremeweiß; Geruch: schwach erdig staubig; Mikromerkmale vom Exsikkat (in KOH): Cheilozystiden: spindelig-bauchig, metuloid, vermischt mit keulig-blasigen Zellen, 54-65 x 12-19, Wandst. 1,5-2,5 (am Hals meist wesentlich dickwandiger als am Bauch); Pleurozystiden: ähnlich wie die Cheilos; Kaulozystiden: im oberen Stieldrittel echte Kaulos, oft sehr groß, z.B. 80 x 25/2,5, in Büscheln vermischt mit dünnwandigen, keulig-blasigen Zellen; Basidien: 4-sporig; Sporen: schlankellipsoid, 8,8 x 4,9 (8-10 x 4,5-5,5), Q=1,8 (1,6-2,0); Bestimmung: Inocybe sindonia;
Auf einem Baumstumpf:
Funddaten: 12.09.2007; MTB 8036/4/4/3, 660 m, Mangfalltal; am Pfad entlang der Mangfallhangkante, auf einem Stumpf (vermutlich Buche), bei Buche und (gegenüber vom Pfad) Fichte; gesellig (3 Fk); Hut: ca. 3-4,5 cm, spitzkegelig, später ausgebreitet mit spitzem Buckel, liegend feinbefasert, am Rand bisweilen aufreißend und gröber faserig, am Scheitel kastanienbraun, darunter etwas heller braun; Stiel: bis 5 x 0,6 cm, zylindrich, zur Basis hin allmählich etwas breiter werdend, basal mit schwach gerandeter Knolle, im oberen Drittel cremefarben und weißlich bereift, darunter immer dunkler bräunlich und weißlich überfasert, gegen die Basis dunkelbraun; Lamellen: ausgerandet und schmal angewachsen, normal gedrängt, (keine ganz jungen Fk vorhanden), olivgrün (unter dem Hutfleisch) bis hellgrau, Schneiden weißflockig; Fleisch: im Hut cremeweilß, im Stiel cremefarben mit bräunlichen Streifen, in der Knolle cremeweiß; Geruch: schwach, uncharakteristisch; Mikromerkmale vom Exsikkat (in KOH): Cheilozystiden: spindelig-bauchig, nur teilweise metuloid, ca. 45-70 x 13-20, Wandst. ca. 1-2; Pleurozystiden: wie die Cheilos, ca. 48-68 x 15-20, Wandst. 1-2; Kaulozystiden: im oberen Stielberich zylindrisch bis spindelig-bauchig, dünnwandig (keine echten Kaulos), Endzellen der Stielbekleidung im unteren Stielbereich zylindrisch mit abgerundeten Enden, ca. 8-10 µm breit; Basidien: 4-sporig, z.B. 27x10, 30x10; Sporen: stark höckerig, mit zapfenartigen Höckern, 9,8 x 7 (9-10 x 6-8); Bestimmung: vermutl. Inocybe napipes, obwohl der Standort höchst ungewöhnlich erscheint;
Im Fichten"stangerl"wald:
Funddaten: 12.09.2007; MTB 8036/4/4/3, 660 m, Mangfalltal, in jungem Fichtenstangerlwald, am Wegrand bei Fichten und (weiter entfernt) einzelner Buche; gesellig bis büschelig; (>10 Fk); Hut: bis 4 cm breit, jung stumpf- bis spitzkeglig, spjäter bis ganz ausgebreitet und mit warzenförmigem Buckel, liegend befasert, am Rand faserfilzig und bis grobfaserig werdend, jung komplett mit cremegrauem Velum überzogen, das auch bei mittleren Fk am Scheitel erhalten bleibt und erst zuletzt im Alter verschwindet; Färbung ockerbraun bis haselnussbraun, bei aufliegendem Velum blass milchkaffeebraun (graubraun); keine Cortina beobachtet; Stiel: bis 4,5 x 0,7, zylindrisch, basal gleichdick oder deutlich knollig (bisweilen schwach gerandet), jung weiß, später blass ockerbraun, im oberen Stieldrittel bisweilen mit schwachem Rosastich, auf ganzer Länge dicht bereift, wenn auf ockerbraunem Grund kontrastierend wie feinpunktiert wirkend, Basis weißlich; Lamellen: aufsteigend und ziemlich breit angewachsen, mäßig gedrängt bis gedrängt, jung cremeweiß, über cremegrau bis graubraun, alt mit Olivstich, Schneiden weißflockig; Fleisch: im Hut weiß bis cremefarben mit hyaliner Zone über den Lamellen, im Stiel vor allem jung mit deutlichem Rosaton, im unteren Stielbereich cremefarben, in der Basis weißlich; Geruch: schwach, uncharakteristisch; Mikromerkmale vom Exsikkat (in KOH): Cheilozystiden: spindelig-bauchig, metuloid, dickwandig (1-2,5), ca. 52-57 x 18-22, vermischt mit keuligen Zellen; Pleurozystiden: wie die Cheilos ca. 45-60 x 13-20, Wandstärke 1-2; Kaulozystiden: im unteren Stieldrittel vorhanden, teilweise metuloid, z.B. 57 x 17, 60 x 10, 75 x 14, subzylindrisch bis spindelig-bauchig, dickwandig, vermisch mit polymorphen dünnwandigen Zellen; Basidien: 4-sporig; Sporen: glatt, mandelförmig, 8,3 x 5 (7,5-9 x 4,5-5,5); Q=1,67 (1,55-1,9); Bestimmung: Am besten passt die Beschreibung von I. subalbidodisca Stangl & Veselsky;
7. September, Isarwälder Grünwald
Im Buchenwald:
Funddaten: 07.09.2007; MTB 7935/3/1/2, 550 m, Isarauen Grünwald, im Kalkbuchenwald kurz vor Grünwald; relativ weit unten, bei Buchen; gesellig (5-8 Fk); Hut: bis 3,5 cm breit, schwach bis stumpf gebuckelt, schuppig bis faserschuppig, Schuppen bisweilen auch abstehend, am Scheitel dunkelbraun, zum Rand hin deutlich aufgehellt, graubraun, jung ganzer Hut, alt bisweilen am Scheitel mit grauem Velum besetzt; Hutrand jung durch weiße Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel: bis 5,5 cm x 0,6 cm, zylindrisch, basal gleichdick bis schwach keulig erweitert, an der Basis schmutzig weiß, sonst blass hellbraun, Spitze weißlich, an der Spitze weiß bereift, darunter weißlich überfasert; Lamellen: schmal angewachsen, jung grauweiß, später graubraun, vollreif mit deutlichem Olivton; Fleisch: schmutzig weiß, im Stiel cremefaren, in der Stielmitte meist blass hellbraun; Geruch: undefinierbar, eher nicht spermatisch, eher nach Kohlrabi (???); Mikromerkmale vom Exsikkat (in KOH): Cheilozystiden: spindlig-bauchig, z.B. 58 x 13, Wandstärke um 2 µm , dazwische nur Basidiolen, keien Blasen gefunden; Pleurozystiden: wwie die Cheilos, z.B. 55 x 15, 80 x 15, Wandstärke ca. 1,5-2; Kaulozystiden: im oberen Stiedrittel zyl. bis spindelig, meist rel. dünnwandig und nicht metuloid, vereinzelt auch metuloid und etwas dickwandiger; Basidien: -; Sporen: ellipsoid bis schwach mandelförmig, 8,8 x 5,5 (8-9 x 5-6); Q=1,6 (1,5-1,8); Bestimmung: vermutlich I. flocculosa, sehr ähnlich wie die nächste beschriebene Art.
8. September, Isarwälder Puppling
Im Buchenwald:
Funddaten: 08.09.2007; MTB 8034/4/1/4, 600 m, Puppling, im Buchenhangwald, bei großen Buchen (weiter entfernt auch Fichte und Kiefer); gesellig (>10 Fk); Hut: bis 4 cm breit, schwach gebuckelt, am Scheitel glatt oder etws schollig aufgesprungen, sonst jung faserfilzig, später grob liegend faserschuppig, nur vereinzelnd auch abstehend, Färbung am Scheitel rötlichbraun, Faserschuppen haselnussbraun, darunter heller ockerbraun, Velumreste nur bei jungen Fk und nur am Hutrand beobachtet; Stiel: bis 5 x 0,6 cm, zylindrisch, basal meist etwas spindelig erweitert, an der Spitze cremeweiß, darunter blass ocker, bis ockerbraun, im oberen Drittel weiß bereift, sonst cremeweiß überfasert; Lamellen: jung grauweiß, später hellgrau bis graubraun, schließlich mit deutlichem Olivton; Fleisch: schmutzig cremeweiß, über den Lamellen mit hyaliner Zone, in der Stielrinde bisweilen blass hellbraun; Geruch: undefinierbar, schwach nach Kohlrabi (???); Mikromerkmale vom Exsikkat (in KOH): Cheilozystiden: spindelig-bauchig, mit vielen blasigen Zellen vermischt, ca. 44-65 x 14-17, Wandst. 1,5-2,5; Pleurozystiden: wie die Cheilos, ca. 50-55 x 15-20, Wandst. 1,5-2; Kaulozystiden: im oberen Stielabschnitt zylindrisch bis spindelig, nicht metuloid, relativ dünnwandig (Wandstärke ca. 0,5 µm), z.B. 85x18, 90x20; Basidien: 4-sporig, z.B. 29 x 8; Sporen: ellipsoid bis schwach mandelförmig, glatt, 8,7 x 5,2 (8-9 x 5-5,5), Q=1,66 (1,5-1,8); Bestimmung: höchstwahrscheinlich I. flocculosa;
12. August, Hörnleregion
Im Fichtenjungwald auf 1250 m:
Funddaten: 12.08.2007; MTB 8332/3/2/4, 1250 m, U-Ammergau, Kappel; am Abstieg vom Stierkopf im Fichtenjungwald; gesellig (ca. 8 Fk); Hut: bis 3 cm breit, nicht oder nur schwach ausgeprägt gebuckelt, jung feinfilzig bis fein befasert und mit silbrigem Velum besetzt, später vor allem am Rand faserfilzig bis grobfaserig, oft schuppig aufbrechend, Hutrand jung durch weiße Cortina mit dem Stiel verbunden, Färbung: am Scheitel dunkelbraun, sonst mehr haselnussbraun, zum Rand hin heller ockerbraun; Stiel: bis 3,5 x 0,5, zylindrisch, manchmal verbogen, basal nur schwach verdickt, nicht knollig, nur apikal weißlich bereift, Färbung jung cremefarben, später blassocker, orangeocker bis ockerbraun; Lamellen: aufsteigend angeheftet, jung cremeweiß, alt graubraun mit Olivstich; Fleisch: im Hut weiß, im Stiel bisweilen (Rinde) zart holzfarben; Geruch: schwach, uncharakteristisch; Mikromerkmale vom Exsikkat (in KOH): Cheilozystiden: schlank spindelig, metuloid, vermischt mit keuligen und blasigen Zellen, ca. 55-65 x 11-13, Wandst. 1-2; Pleurozystiden: wie die Cheilos, etwas größer, ca. 70-75 x 13-15, Wandst. 2-2,5; Kaulozystiden: echte Kaulos zylindrisch bis schlank spindelig, teils metuloid, bis 85 x 10 groß, vermischt mit vorwiegend zylindrischen Endzellen; Basidien: 4-sporig; Sporen: schlank mandel- bis schwach bohnenförmig, mit auffallendem Kallus, 9,2 x 5,0 (8-10,5 x 4,5-5,5), Q=1,85 (1,6-2,1); Bestimmung: Februar 2012: zu I. flocculosa revidiert aufgrund der gelblichen, flaschenförmigen Hymenialzystiden und der schlanken, oft zylindrischen Kaulozystiden an der Stielspitze; makroskopisch vielleicht etwas untypisch (Färbung, Hutbeschaffenheit) und die Zystiden könnten etwas kräftiger gelb sein; am ähnlichsten ist wohl die Kollektion Nr. 23 vom Geißschädel (18.10.2011);
10. August, Taubenberg
Im Mischwald am Wegrand (bei Buche, Tanne):
Funddaten: 10.08.2007; MTB 8136/3/4/2, 770 m, Taubenberg, am Rand der Forststraße, bei großen Buchen und einer Tanne auf sehr schottriger Wegböschung; gesellig (>10 Fk); Hut: 2,5 bis 4 cm breit, mit stumpfem, bisweilen warzenförmigem, oft auch nur schwach ausgeprägtem Buckel, angedrückt kleinschuppig, Schuppung zum Rand hin etwas gröber, abstehend und Schuppen weiter auseinanderstehend, konzentrisch angeordnet, haselnussbraun, jung und im Zentrum etwas dunkler orangebraun, zu Rand hin durch das Aufreißen der Hutschuppung heller wirkend, nur bei extrem jungen Exemplaren sind Velumspuren am Hutrand zu sehen, sowie Cortinafäden, die den Hutrand mit dem Stiel verbinden; Stiel: 2,5-4 cm lang, bis 0,5 cm breit, zylindrisch, manchmal verbogen, basal höchtens schwach verdickt, aber nie knollig, apikal leicht brechend, apikal schwach beschürfelt, bis unter die Mitte feinst bereift, im unteren Stielabschnitt häufig weißlich befilzt, Stielfarben hellbraun, orangebraun, gelblichbraun, von oben nach unten heller werdend, Basis cremefarben und weißfilzig; Lamellen: mäßig gedrängt, schwach ausgerandet und ziemlich breit angewachsen, jung cremeweiß, später blass graubraun, alt ockerbraun, oft rostfleckig, Schneiden weißflockig; Fleisch: im Hut wässerig grau, bisweilen mit weißlicher Kernzone, im Stielinnern weißlich, Stielrinde rosa- bis orangebräunlich; Geruch: jung schwach pilzig, später schwach spermatisch; Cheilozystiden: metuloid, spindelig bis spindelig-bauchig (im Schnitt relativ schlank), dickwandig (1-3), vermischt mit teils recht langen keuligen bis blasigen Zellen (28-40 x 13-20), 48-70 x 11-20; Pleurozystiden: wie die Cheilos, ca. 70-75 x 10-16; Kaulozystiden: auch unterhalb der Stielmittel echte, metuloide Kaulos, vermischt mit dünnw., keuligen Zellen, ca. 60-72 x 12-17, Wandstärke 1-3; Basidien: -; Sporen: mandelförmig, dickwandig, 9,3 x 5,3 (9-10 x 5-6), Q=1,75 (1,6-1,9); Bestimmung: Inocybe cf. vaccina (Foto in PDS, Nr. 64!!!)
15. Juli, Taubenberg
Im Mischwald:
Funddaten: 15.07.2007; MTB 8136/3/4/2, 740 m, Steingraben, bei großer Fichte, jungen Buchen und Tannen; gesellig; Hut: klein (-1,8 cm), am Scheitel schollig-schuppig, zum Rand hin schuppig bis faserschuppig; Stiel: dünn, im oberen Stieldrittel bereift, sonst faserig bis beschürfelt, Spitze lila, sonst graubraun, Basis keulig, zur Basis hin mehr ockerbraun gefärbt; Lamellen: breit angewachsen und teils mit Zahn herablaufend, graubraun (braunflockige Schneiden nicht aufgefallen, schlimmstenfalls übersehen); Fleisch: im oberen Stieldrittel lila (Stielrinde farblich deutlich dunkler abgesetzt), sonst schmutzig graubraun (wässerig); Geruch: unbedeutend; Mikromerkmale vom Exsikkat (in KOH): Cheilozystiden: spindelig-bauchig, metuloid, blass ockerbraun pigmentiert, vermischt mit blasigen und keuligen Zellen, diese und zum Teil auch die Cheilos bisweilen ockerbraun pigmentiert, ca. 42-60 x 12-15, Wandst. 1,5-2,5; Pleurozystiden: sehr schlank, flaschenförmig mit langem Hals, ca. 65-80 x 13-15, Wandst. 2-3; Kaulozystiden: im oberen Stieldrittel verhanden, schlanke, spindelig-bauchige vermischt mit teils auch dickwandigen keulig-blasigen Zellen; Basidien: -; Sporen: mandelförmig, glatt, Enden kaum papilliert, 8,9 x 5,8 (8,5-10 x 5,5-6,5), Q=1,53 (1,4-1,7); Bestimmung: Inocybe cincinnata var. major
19. August, Isarwälder Grünwald
Im Kalkbuchenwald:
Funddaten: 19.08.2007; MTB 7935/3/1/2, 550 m, Isarauen Grünwald; im Kalkbuchenwald, in der Laubstreu; bei Buchen; gesellig (ca. 6 Fk); Hut: knapp 2 cm breit, jung halbkugelig, später konvex mit warzenförmigem Buckel, radialfaserig, Färbung kastanienbraun, jung mit weißlichem Velum beflockt bis überfasert (zum Hutrand hin), Velumreste am Scheitel persistent, aber unauffällig, beim aufgeschirmten Fk Hut ab dem halben Radius stark ausgeblasst (hell graubraun, fast weißlich) und stark faserig (gestreift); Stiel: bis 4,5 cm lang, dünn, bisweilen büschelig zusammengewachsen, auf blass hellbraunem Grund durch reichliches weißes Velum genattert, Basis gleichdick; Lamellen: gedrängt, schmal angeheftet, jung weiß, später graubraun, Schneiden deutlich weißflockig; Fleisch: im Hut weiß, im Stiel fleischfarben, im oberen Stielbereich +/- intensiv rosabraun; Geruch: blütenartig; Cheilozystiden: spindelig-bauchig, meist, aber nicht immer metuloid, mäßig dickwandig (1-2 µm Wandstärke), relativ kurz, ca. 42-50 x 14-19, vermischt mit relativ kleinen, dünnwandigen keuligen Zellen; Pleurozystiden: ähnlich wie die Cheilos, etwas schlanker und etwas länger (ca. bis 60 µm); Kaulozystiden: keine metuloiden Kaulozystiden im oberen Stielbereich beobachtet, aber an Zystiden erinnernde spindelig-bauchige Zellen (an der Stielspitze, darunter keine zystidenartigen Zellen festgestellt); Basidien: -; Sporen: mandelförmig, oft auch citriform, glatt, 8,75 x 5,75 (8-9,5 x 5,5-6), Q=1,52 (1,4-1,6); Bestimmung: Inocybe phaeodisca
25. August, Isarwälder bei Puppling
Bei Kiefern und Weiden:
Funddaten: 25.08.2007; MTB 8034/4/1/4, 580 m Puppling, am Rand eines Pfades an recht schottriger Stelle; bei Kiefern, Weiden und sehr jungen Fichten; gesellig (>10 Fk); Hut: ca. 1,5-2,5 cm breit, jung glockig, später ausgebreitet und mit auffälligem, kleinem, spitzwarzigem Buckel, Hutbedeckung liegend feinbefasert, am Rand alt etwas gröber faserig, Hutrand jung durch Cortina flaumig filzig, Hutrand nur bei sehr jungen Fk durch weißliche, rasch schwindende Cortina mit dem Stiel verbunden, Hutfärbung jung satt dunkelbraun, alt ockerbraun ausblassend; Stiel: bis 5 cm lang und 0,3 cm breit, schlank wirkend, zylindrisch, basal gleichdick oder schwach verdickt, im oberen Drittel weißlich bereift, darunter ziemlich dicht weiß überfasert, Stielfärbung ockerbräunlich, höchstens mit minimalem Rosastich; Lamellen: schmal angewachsen, gedrängt, jung hellgrau, reif olivgrau bis olivocker, Schneiden weißflockig; Fleisch: im Hut weißlich, mit hyaliner Zone über den Lamellen, im Stiel rosabraun (vor allem in der Stielspitze) bis blass ockerbraun (holzfarben); Geruch: schwach; Cheilozystiden: spindelig bis flaschenförmig, vorwiegend metuloid, dickwandig (1-2 µm), 50-70 x 11-18; Pleurozystiden: wie die Cheilos geformt, etwas länger, ca. 55-72; Kaulozystiden: im oberen Stieldrittel teils metuloid, teils sehr lang, z.B. 75 x 14, 80 x 18, Wandstärke 1-2 µm; Basidien: 4-sporig; Sporen: breitelliptisch, meist mit schwach zitronenförmig ausgezogenem Ende, 9,6 x 6,3 (9-10 x 6-6,5), Q=1,52 (1,5-1,6); Bestimmung: Inocybe cf. nitiduscula
An sonniger, steiniger Stelle bei Weiden und Kiefern:
Funddaten: 25.08.2007; MTB 8034/4/1/4, 580 m, Puppling, auf sehr schottriger, lichter Stelle, bei Kiefern, Weiden und sehr jungen Fichten; gesellig (>10 Fk); Hut: bis 3 cm breit, schon jung flach gewölbt, später ausgebreitet, nicht gebuckelt, jung am und um den Scheitel sparrig beschuppt, zum Rand hin grobfilzig bis faserschuppig, alt verkahlend, jung lebhaft orangeocker, alt dunkler rötlichbraun (wässrig wirkend), Hutrand jung durch Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel: bis 3,5 cm lang, bis 0,4 cm breit, zylindrisch, basal gleichdick, jung nach dem Abreißen der Cortina mit schnell vergänglicher Ringzone, darüber schwach beschürfelt und blassocker, darunter auf blassocker Grund mit ockerbraunen bis orangebraunen abstehenden Faserschüppchen besetzt, Basis meist etwas heller (creme) abgesetzt; Lamellen: gerade angewachsen, bisweilen mit Zahn etwas herablaufend, mäßig gedrängt, jung ockerfarben, später olivbraun bis rostbraun, Schneiden heller flockig; Fleisch: blass ocker bis wässerig braun; Geruch: schwach erdig-staubig; Cheilozystiden: meist kettenartig gegliedert, polymorph, aus kugeligen, blasigen und keuligen, bisweilen schwach ausgezogenen Zellen mit ca.. 1 µm dicken Wänden, Endzellen häufig ockerbräunlich pigmentiert, Kugeln ca. 20-35 breit, Keulen ca. 30-50 lang und 10-15 breit; Pleurozystiden: keine; Kaulozystiden: keine, Zellen der Stielbekleidung zylindrisch mit abgerundeten Enden, ca. 10-14 breit, ockerlich inkrustiert, Wände um 0,5 µm dick; Basidien: 4-sporig, ca. 28-35 x 10; Sporen: elliptisch bis bohnenförmig, recht verschieden gestaltet (teils auch etwas konisch zulaufend und mit sehr breiter Apiculusseite), 8,9 x 5,3 (8-10 x 5-6), Q=1,68 (1,4-2); Bestimmung: Inocybe cf. fuscomarginata
Am Wegrand im hohen Gras:
Funddaten: 25.08.2007; MTB 8034/4/1/4, 580 m, Puppling, am Wegrand unter hohem Gras; bei Kiefer und Weiden (weiter entfernt junge Eiche); gesellig (>10 Fk); Hut: bis 4,5 cm breit, schwach und stumpf gebuckelt, Hutbedeckung relativ glatt, am und um den Buckel feinst filzig (fast glatt), zum Rand hin liegend feinbefasert, kaum aufreißend, am Rand bisweilen schwach faserfilzig, auffallend stark mit Erdteilchen besetzt (Hut etwas klebrig), vor allem am Scheitel, Hutfärbung haselnussbraun, am Scheitel oft heller, weißlich bis creme (Velumreste?); Stiel: bis 6 cm lang, bis 0,8 cm breit, apikal meist schwach erweitert, basal dick knollig bis schwach gerandet knollig (Knolle bis 1,3 cm breit), Färbung ockerbraun, an der Spitze und an der Basis heller, blass cremeockerlich, ganz bereift; Lamellen: aufsteigend bis ausgebuchtet angewachsen, gedrängt, reif graubraun, Schneiden gleichfarben flockig; Fleisch: im Hut und in der Stielspitze schmutzig weiß bis cremefarben, über den Lamellen mit hyaliner Zone (hellgrau), im Stiel satt cremegelb, in der Knolle blasser, wie im Hut; Geruch: schwach, undefinierbar; Cheilozystiden: spindelig-bauchig, metuloid, dickwandig (Wandstärke um 2 µm), ca. 48-72 x 15-21; Pleurozystiden: wei die Cheilos, ca. 50-60 x 15-18; Kaulozystiden: im unteren Stieldrittel echte Kaulos, z.B. 58x15, 80 x 15, 85 x 19, dickwandig (bis 2), oft metuloid, vermischt mit polymorphen dünnwandigen Endzellen; HDS: -; Basidien: 4-sporig; Sporen: mandelförmig, 10,5 x 5,7 (10-11 x 5,5-6), Q=1,86 (1,7-2), 10 Sp. gemessen; Bestimmung: Die gefärbten Stiele und der Standort passen nicht so gut, trotzdem vermute ich: Inocybe splendens var. splendens, Klebriger Risspilz
15. August, Marienstein, Tegernseer Berge
Auf schottriger Wegböschung:
Funddaten: 15.08.2007; MTB 8235/4/2/2, 800 m, Marienstein, auf schottriger Böschung, bei großen Tannen und Fichten, gesellig (ca. 4 Fk), vergesellschaftet mit Clitopilus prunulus; Hut: bis 2,4 cm breit, stumpf gebuckelt, jung mit silbergrauem Velum besetzt, jung liegend befasert, später vor allem um den Scheitel fein faserschuppig (auch abstehend), am Rand mehr faserfilzig, Hutrand jung durch weiße Cortina mit dem Hut verbunden, Färbung lederbraun bis milchkaffeebraun; Stiel: bis 3,2 cm lang, zylindrisch, bei zwei Fk längs in der Mitte durchreißend, basal gleichdick, spindelig erweitert oder mit kleiner keuliger Knolle, nicht abgesetzt, Färbung hellbraun mit schwachem Rosaton, im oberen Drittel weiß bereift, Basis weißlich; Lamellen: sehr schmal angeheftet, mäßig gedrängt, jung grauweiß, später graubraun mit Olivton, Schneiden weißflockig; Fleisch: im Hut weiß, im Stiel rosabraun, in der Basis weißlich; Geruch: schwach erdig-staubig (etwas an cervicolor erinnernd); Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: spindelig-bauchig bis flaschenförmig, dickwandig (1-3), ca. 40-55 x 15-18, vermischt mit großen keuligen und dickblasigen Zellen; Pleurozystiden: etwas länger und schlanker ca. 60-65 x 12-13; Kaulozystiden: im oberen Stieldrittel teils metuloid und dickwandig (echte Kaulos), ca. 55-80 x 12-16, teils polymorphe, dünnwandige Endzellen; HDS: -; Sporen: mandelförmig, Enden meist konisch zugespitzt, 10,4 x 6,2 (9-11 x 5,5-6,5), Q=1,7 (1,6-1,8), 10 Sp. gemessen; Bestimmung: Vermutung: Inocybe griseovelata
7. Juli, Warngau, Taubenberg
Auf schottrigem Waldpfad:
Funddaten: 07.07.2007; MTB 8136/3/2/2, 750 m, Osterwarngau, Taubenberg, auf schotterigem Waldpfad bei Buche, Fichte und Tanne; gesellig (2 Fk); Hut: bis 2,3 cm breit, warzig gebuckelt, am Scheitel glatt bis kleinst schuppig, zum Rand hin faserig bis grobfaserig, kastanienbraun, am Rand durch die aufreißende Befaserung heller wirkend; Stiel: ca. 4 cm lang, bis 0,4 cm breit, zylindrisch, basal schwach verdickt, nicht knollig, fleischbräunlich, rosabraun, Basis schutzig weißlich, bis unter die Mitte bereift; Lamellen: mäßig gedrängt, sehr schmal angewachsen, reif graubraun; Fleisch: im Hut weißlich, im stiel blass fichtenholzfarben; Geruch: schwach, uncharakteristisch; Cheilozystiden: flaschenförmig bis spindelig-bauchig, mit keuligen Zellen, durchmischt, metuloid, ca. 55 x 15, Wandstärke 1-2,5; Pleurozystiden: geformt wie die Cheilos, ca. 60-75 x 16-20, Wandstärke 1-2,5; Kaulozystiden: die typischen Kaulos metuloid, flaschenförmig und sehr groß, im untern Stielbereich 72-108 x 15-22, aber auch anders geformte Kaulos vorhanden, keulig, polymorph, nicht metuloid; Basidien: 4-sporig, ca. 29-30 x 8-10; Sporen: glatt, elliptisch, mit abgerundetem Ende, 9 x 5,5 (7,5-10 x 5-6), Q=1,6 (1,5-1,8), 20 Sp. gemessen; Bestimmung: Subg. Inocybe, Sektion Marginatae, im Stanglschlüssel passt die Beschreibung von I. tjallingiorum ganz gut.
In einem Hohlweg, bei Nadelbäumen:
Funddaten: 07.07.2007; MTB 8136/3/2/2, 750 m, Osterwarngau, Taubenberg; bei Fichte, Tanne und Kiefer; gesellig (ca. 8 Fk); Hut: bis 2,5 cm breit, auch reif konvex, meist unregelmäßig, dellig, kaum gebuckelt, am Scheitel samtig bis feinfilzig (nicht faserig und nicht schuppig), zum Rand hin fein befasert, haselnussbraun, an feuchten Stellen etwa rotbräunlich (oder dunkler braunfleckig), tabakbraun, ockerbraun; Stiel: bis 4,5 cm lang und 0,5 cm dick, ziemlich stämmig, zylindrisch, auf ganzer Länge deutlich fein bereift, cremeweiß bis cremegelb (maximal bis gelbbräunlich), Basis meist nur angeschwollen, manchmal auch mit angedeutet gerandetem kleinen und schwach ausgeprägten Basisknöllchen; Lamellen: jung weißlich bis grauweiß, reif graubraun, bisweilen mit schwachem Olivton, ziemlich breit angewachsen (gerade oder leicht bogig), Schneiden weißflockig; Fleisch: cremeweiß, über den Lamellen mit hyaliner Zone, im Stiel auch cremegelb werden; Geruch: sehr intensiv spermatisch (Paprikachips); Basidien: 4-sporig, 28-32 x 7-8; Cheilozystiden: spindelig-bauchig, metuloid, 50-60 x 15-17, Wandst. ca. 1-2 µm, dazw. keulige Zellen; Pleurozystiden: wie die Cheilos geformt, 48-66 x 14-19; Kaulozystiden: im oberen Stieldrittel spindelig bis subzylindrisch, metuloid, 60-75 x 10-16; im untern Stieldrittel ähnlich, aber meist ohne Kristalle; HDS: -; Sporen: mandelförmig, 7,9 x 4,8 (7-9 x 4,5-5), Q=1,64 (1,6-1,8); 10 Sp. gemessen; Bestimmung: Subg. Inocybe, Sektion Marginatae, ein Tipp aus den Foren: I. glabrescens
13. Juni, Warngau, Taubenberg
Am Wegrand, auf Ruderalstelle, einzeln:
Funddaten: 13.06.2007; MTB 8136/3/4/2, 750 m, Steingraben; Ruderalstelle mit Holzresten, dicht mit Kraut überwachsen, bei Fichte und Tanne; einzeln; Hut: 4 cm breit, stumpf gebuckelt, zu zwei Dritteln feinfaserig, fast glatt wirkend, am Rand deutlich faserig, ockerbraun, tabakbraun (ohne rötliche Töne); Stiel: ca. 5 cm lang, 0,8-knapp 1 cm breit (über der Basis), zylindrisch, an der Spitze etwas erweitert, auf ganzer Länge feinst bereift, cremeweiß, je nach Lichteinfall (z.B. von unten betrachtet) auch blass holzfarben; Basis gerandet knollig (ca. 1,5 cm breit); Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, graubraun, alt rostfleckig, Schneiden schwach flockig; Fleisch: im Hut und in der Stielknolle weiß bis cremeweiß, im Stiel blass fichtenholzfarben; Geruch: eher uncharakteristisch; Geschmack: -; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig, ca. 30-35 x 11-12; Cheilozystiden: metuloid, spindelig-bauchig, 49-68 x 16-22, Wandstärke 1-1,5; Pleurozystiden: metuloid, spindelig-bauchig, 70-74 x 16-22, Wandstärke 1-2 (3); Kaulozystiden: (oben): 73-80 x 16-18, Wandstärke 1-1,5, vermischt mit keuligen und birnenförmigen Zellen; Kaulozystiden (unten): 48-60 x 12-16, Wandstärke 1-2; HDS: -; Sporen: stark höckerig, in der Aufsicht ca. 7-10 Höcker sichtbar, 10,6 x 8,1 (10-12 x 7-8,5); Q=1,32 (1,2-1,5); Bestimmung: cf. I. piceae, I. pseudohiulca
9. Juni, Westerham, Keltenschanze
Am Wegrand, leider einzeln:
Funddaten: 09.06.2007; 8036/4/4/4, 600 m, Westerham (Exkursion SV), Keltenschanze, am Wegrand bei Fichte, Eiche, Hainbuche und Erle; einzeln; Hut: 3,2 cm breit, spitz gebuckelt, Oberfläche faserig, am Hutrand grobfaserig aufreißend, haselnussbraun, am Scheitel dunkler rötlichbraun, zum Rand hin heller wirkend; Stiel: 4 cm lang, bis 0,5 cm breit, zylindrisch, blass holzfarben (cremebeige), nur an der Spitze feinst weißlich bereift, sonst glatt und weißlich überfasert, Basis schwach verdickt und weißfilzig; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, bauchig, graubraun mit deutlichem Olivton, Schneiden weißflockig; Fleisch: dünnfleischig, im Hut weiß, im Stiel blass holzfarben; Geruch: intensiv nach Paprikachips (spermatisch); Geschmack: -; Lamellentrama: regulär, Zellen spindelig aufgeblasen;; Basidien: 4-sporig, 30-38 x 8-11, mit Basalschnallen; Cheilozystiden: metuloid, spindelig, ca. 60-65 x 15-18, Wandstärke am Bauch 1-1,5, am Kopf 1,5-3, dazw. zahlreiche keulig-blasige Zellen, Schnallen vorhanden; Pleurozystiden: z.B. 68-84 x 14-16, Form und Wandstärke wie die Cheilos; Kaulozystiden: nur im oberen Stielbereich echte, metuloide Kaulos, ca. 48-73 x 14-16, Wandstärke 0,5-1, vermischt mit keulig-blasigen Zellen; Endzellen der Stielbefaserung knapp unter der Stielmitte zylindrisch mit abgerundeten Enden, z.B. 57x10, 65x10; HDS: -; Sporen: mandelförmig, 10,9 x 5,8 (9,5-12,5 x 5-6,5), Q=1,88 (1,7-2,1), 20 Sp. gemessen; Bestimmung: aus der Verwandtschaft von I. fuscidula, I. pseudodestricta (derbschii)