Inocybaceae 2025
Nr. 1: Inocybe spec.
Zur Bestimmung: Unklar. Wahrscheinlich zur Gruppe mit violetter Stielspitze gehörend.
Funddaten: 07.08.2025; MTB 8239-3-1-4, 980 m; 47,72619, 12,20031; D-By-Landkreis Rosenheim, Gemeinde Nußdorf am Inn, Langersleiten; Bergmischwald (Fichte, Buche, Tanne, Bergahorn, Esche) über würmzeitlicher Lokalmoräne; bei junger Buche und mittelalten Fichten; gesellig (6 Fk);
Hut: bis 1,7 cm breit, anfangs kegelig, dann konvex mit warzenförmigem Buckel, anfangs durch blass ockerliche Velipellis filzig, dann angedrückt (selten leicht abstehend) faserschuppig, haselnussbraun, am Scheitel oft etwas dunkler;
Stiel: bis 2,8 x 0,2 cm, basal schwach keulig-knollig erweitert, bräunlichbeige, apikal weiß beschürfelt, stielabwärts erst weißlich, dann eher blass ockerlich beflockt bis befasert; im Feld ist kein Lilaton an der Stielspitze aufgefallen und auch auf den Fotos höchstens zu erahnen;
Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, normal gedrängt, olivgrau bis blass olivbraun; Schneiden weißflockig;
Fleisch: siehe Schnittbild;
Geruch: schwach, eher etwas unangenehm (altes Fleisch?);
Mikromerkmale vom Exsikkat:
Stielbereifung: im obersten 5tel ohne echte Metuloide, aus +/- zylindrischen, dünnwandigen bis schwach dickwandigen Zellen;
Pleurozystiden: lageniform bis bauchig fusoid, kurz bis moderat lang gestielt, mit normalem Kristallbesatz, in KOH mit moderat gelb reagierenden Wänden, Maße: 67 x 16 (62-76 x 14-20) µm, Q=4,1. Wandstärke am Bauch um 1 µm, in Apexnähe 1,5-2 µm;
Lamellenschneide: von dicht gedrängten Cheilozystiden dominiert, Parazystiden mittelgroß;
Cheilozystiden: in Form und Größe ähnlich wie die Pleuros.
Parazystiden: keulig, klein bis mittelgroß, farblos;
Sporen: amygdaloid, apikal konisch zulaufend, fast spitz und meist papilliert, selten mit Bauchdelle, normal gelb in KOH; Maße: 8,8 x 5,2 (7,9-9,4 x 4,7-5,7), Q=1,70 (1,56-1,96), 30 Sp. vom Stiel und vom Hymenium gemessen;
Nr. 2: Inocybe spec.
Zur Bestimmung: I. lilacina agg. Vielleicht I. tyrii.
Funddaten: 24.08.2025; MTB 8433-1-2-3, 1170 m; 47,57681; 11,22582; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Eschenlohe, Schellenberg; Bergmischwald (Tanne, Fichte, Buche, Bergahorn) über würmzeitlicher Moräne; in flacher, feuchter Mulde unter jungen Buchen und Bergahorn, weiter entfernt auch größere Fichte, in der Laubstreu; gesellig (ca. 10 Fk);
Hut: 1,7 – 3,4 cm breit, anfangs kegelig-glockig, dann flach ausgebreitet, stets mit warzenförmiger Papille, feinst faserig, reif um den Scheitel herum bisw. anliegend faserschuppig aufbrechend, jung lila mit hellbraunem Scheitel, später fast vollständig cremegrau bis elfenbeinweiß entfärbend und nurmehr mit zartem Lilahauch, am Scheitel hellbraun bleibend;
Stiel: bis 6 x 0,6 cm, basal meist deutlich knollig verdickt, cremeweiß, im oberen Drittel weiß bereift, sonst unauffällig weißlich überfasert;
Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung cremegrau, reif hell bräunlichgrau mit schwachem Olivton; Schneide weißflockig;
Fleisch: im Hutkern weiß, siehe Schnittbild;
Geruch: intensiv spermatisch;
Mikromerkmale vom Exsikkat:
Stielbereifung: aus büscheligen Kaulozystiden und vielen meist schlank keuligen Parazystiden;
Kaulozystiden: überwiegend fusoid bis lageniform, selten (sub)utriform oder subzylindrisch, mit normalem Kristallbesatz, einige auffallend lang und schlank fusoid, Maße: 74 x 15 (62-96 x 11-20), Q=4,8; Parazystiden oft ziemlich lang und schlank keulig;
Pleurozystiden: zahlreich, überwiegend bauchig oder schlank fusoid, gelegentlich auch lageniform oder subutriform, oft lang und schlank gestielt (auch moderat), mit normalem Kristallbesatz, mit deutlicher, aber nicht starker Reaktion in KOH; Maße: 65 x 15 (57-75 x 10-20), Q=4,3; Wandstärke am Bauch 1-1,5 µm, in Apexnähe 2-3,5 µm;
Lamellenschneide: dominiert von Cheilozystiden, durchsetzt mit gut erkennbaren Parazystiden;
Cheilozystiden: deutlich kürzer und gedrungener als die Pleurozystiden, auch etwas anders geformt, oft utriform oder ballonartig aufgeblasen, ca. 38-53 x 12-21, im Mittel deutlich unter 50 µm lang;
Parazystiden: mittelgroß, keulig;
Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, apikal relative breit gerundet, in Aufsicht ovoid, normal gelb in KOH; Maße: 8,7 x 5,4 (7,7-9,8 x 5,0-5,9), Q=1,60 (1,45-1,82), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;
Nr. 3: Inocybe minimispora Remaux
Zur Bestimmung: Passt makroskopisch und mikroskopisch am besten zur I. minimispora aus dem Neuburger Wald von 2021.
Funddaten: 05.10.2025; MTB 7034-4-1-1, 490 m; Koordinaten: 48,93671; 11,42232; D – By –Landkreis Eichstätt, Gemeinde Denkendorf, Krummetal; Buchenmischwald über Dolomitstein (Frankenalb-Formation); bei Buchen in der Laubstreu; gesellig (ca. 8 Fk);
Hut: 1,5 – 2,7 cm breit, gewölbt bis ausgebreitet, ohne oder mit abgerundetem Buckel, am Scheitel glatt, um den Scheitel bisw. feinst faserschuppig, zum Rand hin gröber faserig, am Scheitel rehbraun bis kastanienbraun, zum Rand hin deutlich heller ockerbraun; jung am Rand schwach mit weißlicher, sehr flüchtiger Velipellis überfilzt;
Stiel: bis 5 x 0,4 cm, basal gleichdick oder kleinknollig erweitert, beige mit bräunlichem Reflex, nur ganz an der Spitze bereift, sonst schütter weißlich überfasert;
Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, grau bis graubraun;
Fleisch: siehe Schnittbild;
Geruch: süßlich (Pelargonium?);
Mikromerkmale vom Exsikkat:
Stielbereifung: knapp unterhalb des Apex nur sporadisch schwach dickwandige Endzellen vorhanden, ohne echtes Kaulohymenium, auch ohne nennenswerte Parazystiden;
Pleurozystiden: sehr zahlreich, überwiegend subutriform mit Bauch und langem breitem, eher selten auch etwas welligem Hals, seltener subzylindrisch mit nur schwach ausgeprägtem Bauch oder schlank fusoid, nur sporadisch lageniform mit schlankem Hals, basal moderat lang bis kurz gestielt, dickwandig, mit normalem Kristallbesatz, in KOH gelblich mit deutlicher, aber moderater Reaktion; Maße: 53 x 12 (49-60 x 10-14), Q=4,5 (20 gemessen), Wandstärke am Bauch 1-1,5 µm, in Apexnähe meist 1,5-2 µm, selten dicker;
Lamellenschneide: dominiert von kleinen bis mittelgroßen Parazystiden, dazwischen verstreut Cheilozystiden;
Cheilozystiden: überwiegend utriform, basal abgestutzt, sehr kurz und meist gedrungen, ca. 29-50 x 11-15;
Sporen: amygdaloid, apikal konisch bis bogig zulaufend und oft schwach papilliert, oft mit Bauchdelle, eher dünnwandig und blass gelb in KOH; Maße: 7,4 x 4,4 (6,4-8,5 x 3,9-5,0), Q=1,66 (1,48-1,90), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;
Nr. 4: Inocybe nitidiuscula (Britzelm.) Sacc.
Zur Bestimmung: I. nididiuscula oder I. involuta. Das Kaulohymenium mit den vielen (sub)globosen und blasigen Parazystiden passt perfekt zu I. nitidiuscula, die Pleurozystiden sind dagegen nicht 100%ig bzw. nur zum Teil typisch für die Art.
Funddaten: 05.10.2025; MTB 7034-4-1-1, 510 m; Koordinaten: 48,93822; 11,42440; D – By –Landkreis Eichstätt, Gemeinde Denkendorf, Krummetal; Buchenmischwald über Dolomitstein (Frankenalb-Formation); auf moosiger Lichtung bei Fichte und sehr jungen Buchen; gesellig (4 Fk);
Hut: 2,8 – 4,5 cm breit, erst kegelig-glockig, dann gewölbt und schwach gebuckelt, fein faserig, zum Rand hin grobfaserig, rehbraun, jung komplett mit dünner weißlicher Velipellis überfasert; jung mit Cortina;
Stiel: bis 7,5 x 0,6 cm, basal schwach verjüngt, cremebeige; im obersten 5tel dicht und fein bereift, stielabwärts weißlich überfasert;
Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung grauweiß, reif olivgrau bis olivbraun;
Fleisch: siehe Schnittbild;
Geruch: spermatisch;
Mikromerkmale vom Exsikkat:
Stielbereifung (in Apexnähe): aus intaktem Kaulohymenium mit teils vereinzelten, meist aber büschelig angeordneten Kaulozystiden und oft kurzkettigen Parazystiden, auch die Kaulozystiden gelegentlich (sub)isodiametrischen Basalabschnitten aufsitzend;
Kaulozystiden: überwiegend schlank bis bauchig fusoid, selten utriform, moderat dickwandig mit normalem Kristallbesatz; Maße: 66 x 15 (53-81 x 12-18), Q=4,3 (15 gemessen), farblos in KOH, Wände am Bauch um 1 µm, in Apexnähe 1-2 µm dick;
Parazystiden: Endzellen oft blasig bis globos und (sub)isodiametrisch; nur wenige normal keulig bis zylindrisch;
Pleurozystiden: überwiegend schlank bis bauchig fusoid, bisw. auch subutriform mit leicht abgesetztem mäßig breitem Hals oder (sub)lageniform mit schmalem, mäßig langem Hals, meist mit breitem kurzem Fuß, mit normalem Kristallbesatz, in KOH schwach reagierend (blass grünlichgelb), moderat dickwandig; Maße: 73 x 18 (59-87 x 14-22), Q=4,0 (20 gemessen); Wände oft nicht direkt am, sondern etwas unterhalb des Apex am dicksten, Wandstärke am Bauch 1-1,5 µm, in Apexnähe 1,5-3 µm;
Cheilozystiden: mäßig dicht stehend, viel variabler und im Mittel kürzer als die Pleuros, oft utriform und sehr stark bauchig aufgetrieben; Maße 58 x 19 (48-69 x 14-27), Q=3,0 (15 gemessen);
Sporen: amygdaloid, oft mit stark ausgeprägter Hilardepression oder Bauchdelle, apikal meist konisch, seltener bogig zulaufend und mit deutlichem Kallus, dorsal oft etwas gebuckelt, eher blass gelb in KOH, Maße: 10,7 x 6,1 (9,6-12,3 x 5,4-7,1), Q=1,76 (1,59-1,90), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;
Nr. 5: Inocybe spec.
Zur Bestimmung: Unklar. Kenne ich wohl noch nicht.
Funddaten: 03.11.2025; 450 m, Koordinaten: 9,57965 E; 44,34202 N; Italien, Ligurien, San Pietro Vara, Salterana; Steineichen-Tannenwald auf Kalk; bei Abies alba, gesellig (15 Fk);
Hut: 2,7 – 3,8 cm breit, jung glockig, später gewölbt mit abgerundetem Buckel, am Scheitel ockerbraun, zum Rand hin deutlich heller beige, fast glatt bei fein faserig, am Rand etwas gröber filzig faserig, im Zentrum bisw. schollig-schuppig aufbrechend;
Stiel: bis 5,5 x 0,7 cm basal gleichdick, cremefarben, im obersten 6tel dicht und fein bereift, sonst banal längsfaserig;
Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung graubeige, reif hell graubraun;
Fleisch: siehe Schnittbild;
Geruch: spermatisch, mit unangenehmer Komponente (verdorbenes Fleisch?)
Mikromerkmale vom Exsikkat:
Stielbereifung: intaktes Kaulohymenium mit büscheligen Kaulozystiden und sehr zahlreichen bis sehr großen keuligen Parazystiden;
Kaulozystiden: überwiegend utriform, oft auch bauchig fusoid, meist mit moderat langem schmalem Fuß, eher schwach dickwandig; Wände kurz unterhalb des Apex am dicksten, direkt am Apex dann wieder dünner, dadurch mit Öse oder „Sicherheitsnadelaspekt“; in KOH farblos, selten blass grünlichgelb, mit normalem bis spärlichem Kristallbesatz; Maße: 68 x 21 (52-94 x 18-26) µm, Q=3,3 (20 gemessen); Wandstärke am Bauch 0,5-1,5, in Apexnähe 1,5-2 µm;
Kauloparazystiden: keulig, oft sehr voluminös;
Pleurozystiden: fast ausnahmslos utriform, basal sehr variabel, abgestutzt, mit kurzem oder langem Fuß, mit normalem bis spärlichem Kristallbesatz, blass grünlichgelb in KOH, moderat dickwandig, Wände kurz unterhalb des Apex am dicksten, direkt am Apex dann wieder dünner, dadurch mit Öse oder „Sicherheitsnadelaspekt“; Maße: 55 x 17 (48-67 x 12-26), Q=3,1 (20 gemessen);
Lamellenschneide: mit dicht gepackten Cheilozystiden und durchsetzt mit mittelgroßen Parazystiden;
Cheilozystiden: in der Form ähnlich wie die Pleuros und überwiegend utriform, etwas variabler bisw. keulig-blasig aufgetrieben, deutlich kleiner als die Pleuros, Maße: 41 x 16 (35-46 x 12-20);
Sporen: amygdaloid, apikal konisch bis bogig, gelegentlich mit schwach ausgeprägter Bauchdelle, normal gelb in KOH, Maße: 8,1 x 4,9 (7,5-9,0 x 4,5-5,5), Q=1,65 (1,44-1,80), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;
Nr. 6: Inocybe decipiens Bres.
Zur Bestimmung: Die Kollektion stimmt weitgehend mit der sequenzierten Kollektion 2024-03 aus dem Perlacher Kieswerk überein. Die Pleurozystiden sind allerdings etwas kürzer und dickwandiger.
Funddaten: 05.08.2025; MTB 7735-4-3-2, 495 m; 48,21278, 11,60611; D-By-München, Fröttmaninger Heide Süd; Schotterheide über spätwürmzeitlichen Schmelzwasserschottern; an steiniger Stelle bei Weidengesträuch und jungen Kiefern (Pinus sylvestris), zwischen Steinen mit etwas Erde; gesellig (7 Fk);
Hut: bis 3 cm breit, konvex mit flachem Buckel, faserig bis anliegend faserschuppig, Grundfarbe haselnussbraun, aber in verschiedenen Brauntönen scheckig wirkend, am Scheitel mit cremefarbenem Velumbelag;
Stiel: bis 4,5 x 0,5 cm, basal (ungerandet) knollig, beige mit bräunlichbeigem Reflex, ganz bereift, in der unteren Hälfte oft schütter;
Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, normal gedrängt, olivgrau bis olivbraun; Schneiden schwach weißflockig;
Fleisch: siehe Schnittbild;
Geruch: nicht signifikant;
Mikromerkmale vom Exsikkat:
Kaulozystiden (im oberen Drittel beobachtet): sehr schütter, eher vereinzelt, nur schwach dickwandig und meist ohne Kristallbesatz, breit zylindrisch, bauchig fusoid, (sub)utriform;
Pleurozystiden: mäßig zahlreich, überwiegend bauchig fusoid oder utriform, gelegentlich auch clavat, nur ausnahmsweise kopfig, sehr dickwandig, mit normalem Kristallbesatz, in KOH ohne Reaktion; Maße: 69 x 23 (59-86 x 21-26), Q=3,0 (20 Zystiden gemessen), Wandstärke am Bauch 2,5-3,5, in Apexnähe 3,5-4,5 µm;
Cheilozystiden: eher schütter stehend, etwas kleiner und variabler als die Pleurozystiden, sonst sehr ähnlich, Maße ca. 42-67 x 17-26 µm; Parazystiden klein und unauffällig;
Sporen: entolomoid, mit wenigen abgerundeten Ecken, vor allem apikal oft auch mit einem stärker ausgezogenen Höcker, sehr dickwandig, kräftig gelb in KOH; Maße: 11,9 x 8,0 (10,1-13,1 x 7,0-8,7), Q=1,49 (1,29-1,65), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;
Nr. 7: Inocybe napipes F.E. Lange
Zur Bestimmung: Stimmt ganz vernünftig mit den sequenzierten Kollektionen 2016-10 überein. I. sphagnophila hat viel kleinere und blassere Sporen. I. digitula ist auch ähnlich, hat aber wohl etwas regulärere, apikal nicht ausgezogene und kürzere Pleurozystiden.
Funddaten: 08.10.2025; MTB 8130-2-1-2, 755 m; Koordinaten: 47,89434; 10,78806; D-By-Landkreis Landsberg am Lech, Gemeinde Fuchstal, Kingholz, Naturwald Fuchstal-Leeder (ID 3146); Mischwald (Buche, Fichte, Tanne) über Decklehm (Lößlehm und Schotterverwitterungslehm, kryoturbat vermischt, eher sauer); bei Buchen und Fichten; gesellig (5 Fk);
Hut: 2 – 4,2 cm breit, kegelig bis gewölbt mit spitzwarzigem Buckel, Hutbedeckung grob faserig, zum Rand hin aufreißend, am Scheitel schokoladenbraun, zum Rand hin etwas heller kastanienbraun;
Stiel: bis 8 x 0,4 cm, basal mit rübenförmiger Knolle, beigebraun, zur Basis hin etwas dunkler braun, apikal fast wollig bereift bis beflockt, sonst banal überfasert;
Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, hellgrau bis graubraun; Schneide fein weißflockig;
Fleisch: siehe Schnittbild;
Geruch: am ehesten schwach „chemisch“, etwas an Dispersionsfarbe erinnernd;
Mikromerkmale vom Exsikkat:
Stielbereifung: in Apexnähe aus einem Gewirr von kettig angeordneten, schlanken zylindrischen Zellen, Endzellen meist banal zylindrisch und dünnwandig, blass gelblich quergestreift inkrustiert, selten schwach dickwandig; echte Kaulozystiden fehlen;
Pleurozystiden: überwiegend bauchig fusoid (plattfischförmig), nicht selten apikal etwas ausgezogen und dann utriform oder kopfig-utriform; Kristallbesatz sehr variabel, von fehlend bis üppig; am Bauch schwach dickwandig, dann unterhalb des Apex dickwandig, Apex selbst meist dünnwandig oder nur schwach dickwandig; in KOH mit deutlicher, aber schwacher Reaktion, blass grünlichgelb, einzelne komplett gelb marmoriert; Maße: 62 x 17 (54-74 x 15-22), Q=3,8 (20 gemessen); Wandstärke am Bauch um 1 µm, unterhalb des Apex 1,5-2 µm;
Cheilozystiden: ziemlich dicht stehend; ca. 53-66 x 11-17, im Mittel etwas schlanker als die Pleuros, aber sonst recht ähnlich;
Parazystiden: klein und unauffällig, kaum von Basidiolen unterscheidbar;
Sporen: höckerig, in Aufsicht mit 5-6 sichtbaren Höckern, Höcker sehr variabel, rundlich bis stärker ausgezogen, vor allem apikal zapfig ausgezogen; Maße: 8,8 x 6,8 (7,8-10,0 x 5,7-7,9) µm, Q=1,29 (1,16-1,44), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;
Nr. 8: Pseudosperma spec.
Zur Bestimmung: Unklar. P. conviviale (2024-21) war etwas gelber und hatte deutlich breitere Kaulozystiden. Die Kollektion stand vergesellschaftet mit Nr. 9.
Funddaten: 28.09.2025; MTB 7031-4-2-3, 460 m; Koordinaten: 48,92797; 10,97628; D – By –Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Gemeinde Pappenheim, Drei Linden; junger Laubmischwald (Hainbuche, Eiche, Zitterpappel, Ahorn) über Jurakalkstein (Arzberg-Formation); bei Hainbuche, Eiche und Zitterpappel; gesellig (ca. 6 Fk);
Hut: 4 – 6 cm breit, kegelig, zuletzt gewölbt mit meist abgerundetem Buckel, am Scheitel glatt, zum Rand hin grob faserig, gelbbraun bis haselnussbraun, am Scheitel mit dünnem cremefarbenem Velumbelag, Hutrand grob gebörtelt (kein Velum, sondern verlängerte Huthautfasern);
Stiel: bis 8 x 1,2 cm, zylindrisch, basal gleichdick, cremeweiß, etwa bis zur Mitte fein weiß beflockt;
Lamellen: aufsteigend und relativ breit angewachsen, gedrängt, jung cremegelb, dann cremegrau bis olivbraun; Schneiden weißflockig;
Fleisch: siehe Schnittbild;
Geruch: schwach spermatisch;
Mikromerkmale vom Exsikkat:
Kaulozystiden (in Apexnähe beobachtet): kettenartig gegliedert, Trägerzellen, variabel, oft lang und schlank, aber bisw. auch eher kurz und etwas aufgeblasen, Endzellen überwiegend schlank keulig, Maße: 49 x 9 (25-70 x 7-11) µm, Q=5,3 (15 gemessen);
Cheilozystiden: büschelig, überwiegend keulig, seltener auch utriform, nicht selten mit grünlichen mucoiden Auflagerungen, Trägerzellen variabel, meist schlank; Maße: 38 x 13 (29-52 x 10-16) µm, Q=2,9 (20 gemessen;
Basidien: 4-sporig, keulig, ca. 31-38 x 11-13 µm;
Sporen: ellipsoid, apikal mäßig breit gerundet, gelegentlich mit schwacher Bauchdelle, in Aufsicht ovoid, normal gelb, Maße: 10,9 x 6,5 (9,6-12,6 x 6,1-7,0) µm, Q=1,67 (1,49-1,97), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;
Nr. 9: Inocybe brunneotomentosa Huijsman
Zur Bestimmung: Zunächst dachte ich an I. tenebrosa, da aber mindestens ab der Stielmitte keine Metuloide mehr zu finden sind, kann es eigentlich nur die I. brunneotomentosa sein. Eine Sequenz zur Absicherung kann sicher nicht schaden. Die Sporen von I. tenebrosa scheinen apikal auch etwas mehr abgerundet zu sein.
Funddaten: 28.09.2025; MTB 7031-4-2-3, 460 m; Koordinaten: 48,92797; 10,97628; D – By –Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Gemeinde Pappenheim, Drei Linden; junger Laubmischwald (Hainbuche, Eiche, Zitterpappel, Ahorn) über Jurakalkstein (Arzberg-Formation); bei Hainbuche, Eiche und Zitterpappel; gesellig (ca. 15 Fk);
Hut: 2 – 3 cm breit, flach kegelig bis flach gewölbt, ohne oder mit sehr flachem Buckel, anliegend faserschuppig, zum Rand hin faserig, gelbbraun bis haselnussbraun mit etwas dunkleren Schüppchen auf hellerem Grund; auch jung ohne Cortina;
Stiel: bis 3,5 x 0,6 cm, basal gleichdick, cremeweiß bis cremebeige, in der unteren Hälfte auffällig rußbraun verfärbt, apikal dicht bereift, stielabwärts immer schütterer bereift, bis unterhalb der Stielmitte reichend, aber zur Basis hin nur noch sporadisch (Kaulos unten mikroskopisch prüfen!);
Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung graulichweiß, reif olivgrau;
Fleisch: siehe Schnittbild;
Geruch: etwas unangenehm, ein bisschen an I. appendiculata erinnernd;
Mikromerkmale vom Exsikkat:
Stielbereifung: in der Mitte selbst und knapp unterhalb keine Metuloide mehr gefunden (jeweils 2x getestet); knapp unterhalb des Apex ein intaktes Kaulohymenium, meist bestehend aus schwach büscheligen bis einzelnen Kaulozystiden und zahlreichen keuligen bis zylindrischen Parazystiden;
Kaulozystiden: (sub)zylindrisch, schlank keulig oder schlank fusoid, oft irregulär, auch wellig, in der Regel sehr kurz, mit normalem bis üppigem Kristallbesatz, dickwandig, in KOH ohne oder mit schwacher Reaktion; Maße: 46 x 10 (28-60 x 8-13), Q=4,5, (20 gemessen); Wände 1,5-3 µm dick;
Parakaulozystiden: sehr zahlreich, büschelig, keulig bis zylindrisch. überwiegend eher kurz, dünnwandig;
Pleurozystiden: mäßig zahlreich, überwiegend clavat, gelegentlich subzylindrisch, selten fusoid, die meisten kräftig dickwandig, einige auch nur schwach dickwandig, meist mit üppigem Kristallbesatz, basal meist kurz gestielt, selten abgestutzt; in KOH ohne oder mit schwacher Reaktion; Maße: 47 x 17 (39-58 x 15-19), Q=2,8 (20 gemessen); Wandstärke: im Mittelteil 1,5-2 µm, in Apexnähe 2-3 µm, selten auch nur 0,5-1 µm;
Lamellenschneide: dominiert von dicht büschelig angeordneten, keuligen Cheilozystiden, durchsetzt mit vielen büscheligen Parazystiden;
Cheilozystiden: überwiegend clavat, im Mittel etwas kleiner als die Pleuros, ca. 34-56 x 13-16;
Sporen: amygdaloid, apikal überwiegend konisch zulaufend und fast spitz, bisw. auch bogig, oft mit Bauchdelle, normal gelb in KOH, schwach dickwandig, mit sehr unauffälligem oder ohne Kallus; Maße: 9,3 x 5,3 (8,2-10,5 x 4,7-6,0), Q=1,77 (1,54-2,00), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;