Ramaria 2013
Alle Aufsammlungen wurden mit den Schlüsseln aus der Monografie von Josef Christan bestimmt.
Die mikroskopischen Merkmale und Mikrofotos basieren auf Präparaten von Exsikkatmaterial. Sporenmessungen erfolgten in Kongorot-Ammoniak, die Beurteilung des Sporenornaments in Baumwollblau/Milchsäure.
Nr. 1: Ramaria aurea (Schaeff.: Fr.) Quél.
Zur Bestimmung: Aufgrund der regulären Sporenform als R. aurea und nicht als R. dolomitica bestimmt. Die Sporen sind relativ klein. Wegen der doch recht deutlichen Tendenz zur Gelifizierung im Basalmyzel habe ich auch R. neoformosa in Erwägung gezogen, die jedoch breitere Sporen und vor allem lachsfarbene Astfarben sowie gelbe Astenden aufweisen sollte. R. fagetorum hat doch erheblich kleinere Sporen und ebenfalls lachsfarbene Äste sowie rosa Fleisch.
Funddaten: 02.10.2013; Fundort: MTB 8135-4-3-1, 710 m; D - By -Sachsenkamm, Kirchsee Nord, südlich des Wanderwegs vom Kirchsee zum Kogelweiher, Mischwald (Tanne, Buche, Fichte) auf würmeiszeitlichen Moränen angrenzend an ein Hochmoor; bei großen Buchen, Fichten und Tannen; gesellig (3 Fk);
Fk: bis 8 cm breit und 9 cm hoch; Strunk: sehr massiv und schwer, konisch eingesenkt, kahl, weiß bis schmutzigweiß; Rhizomorphen ziemlich dick und weiß; Astfarben: jung leuchtend orangegelb (Y90 M40 nach Farbtafel/Christan), am intensivsten die Spitzen, alt etwas stumpfer gefärbt; Fleisch: weiß, marmoriert, in den Ästen bisw. gelb durchgefärbt; Geruch: säuerlich; Geschmack: komplett mild; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen: Zellen glatt, meist hyalin, bisw. mit ganz dünnem, bisw. wellig-tropfigem Gelüberzug oder schwach verdickter Wand, außen bisw. auch mit Kristallen besetzt, ohne Schnallen; ampulliforme Septenübergänge häufig; Basalmyzel: Zellen teilweise kollabiert, wie gelifiziert, oft mit großen Tropfen besetzt, und teilweise mit dünner, bisw. welliger Gelhülle, sonst glatt, ohne Schnallen; ampulliforme Septenübergänge und acantho-dendroide Zellen vorhanden; Asttrama: Zellen fein rau, dünnwandig, ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: schmal ellipsoid bis subzylindrisch, mit mäßig stark ausgeprägter subapikulärer Depression, im Umriss sehr rau; Ornament sehr kräftig, schon in Kongo erkennbar, warzig wulstig; Maße: 10,2 x 4,5 (9,2-11,2 x 4,1-5), Q=2,29 (2,00-2,56), 20 Sp. gemessen;
Nr. 2: Ramaria flava var. flava (Schaeff.: Fr.) Quél. ss. Schild
Zur Bestimmung: Aufgrund der zylindrischen, im Umriss praktisch glatten Sporen mit Qm=2,9 dürfte das schon hinkommen, auch wenn das Ornament mir etwas weniger stark längsgerichtet langwulstig erscheint wie in der Monografie gezeichnet. Auffallend sind die mit Kristallen besetzten Hyphen des Basalmyzels, lt. Monografie "mit unterschiedlich gehäuften polymorphen Kristallen untermischt".
Funddaten: 27.09.2013; Fundort: MTB 7935-1-3-4, ca. 550 m; D - By - Grünwald , Kalkbuchenwald nördlich der Grünwalder Brücke; bei großen Buchen in der Laubstreu;
Fk: 12,5 cm breit, 10 cm hoch; Strunk: massiv, weiter oben teils mit jungen Ästchen besetzt, weiß; Astfarben: ziemlich blass gelb, Astenden grünlichgelb, Spitzen oft ockerbraun verfärbt (an verschiedenen Fk beobachtet); Geruch: säuerlich; Geschmack: mild, Astspitzen schwach bitterlich; Mikromerkmale vom Exsikkat: Basalmyzel: Zellen zylindrisch, bisw. etwas aufgetrieben, dünnwandig bis schwach dickwandig, meist mit lichtbrechenden Tröpfchen und zusätzlich dicht mit kleinen Kristallen besetzt; Endzellen oft etwas erweitert und apikal abgerundet; ampulliforme Septenübergänge vorhanden; Schnallen vorhanden, aber spärlich; Asttrama: Zellen glatt bis fein rau, bis in die Tiefe dünnwandig, Schnallen überall häufig, ampulliforme Septenübergänge vorhanden; Basidien: 4-sporig, mit Basalschnallen; Sporen: subzylindrisch bis zylindrisch, subapikulär mit Depression, im Umriss glatt bis feinst rau; Ornament schwach anfärbend, recht fein warzig, Warzen überwiegend isoliert, bisw. zu kurzen Wulsten verlängert, selten ausgesprochen längsgerichtet; Maße: 12,1 x 4,2 (10,9 x 13 x 4-4,6), Q=2,88 (2,56-3,25), 20 Sp. gemessen;
Nr. 3: Ramaria flava var. flava (Schaeff.: Fr.) Quél. ss. Schild
Zur Bestimmung: Obwohl bei Tanne gewachsen (Buche weiter weg sicher nicht ganz ausgeschlossen in diesem Wald), aufgrund der Sporenmaße eindeutig die var. flava. Der Fund stimmt auch gut mit der Kollektion aus Grünwald überein, die ebenfalls leicht bräunende Astspitzen und mit kristallen besetzte Hyphen im Basalmyzel aufwies (hier in den Rhizomorphen beobachtet). Da die Sporen nicht 100%ig glatt sind, hatte ich auch R. brunneicontusa in Erwägung gezogen, aufgrund der schmalen Sporen jedoch ausgeschlossen.
Funddaten: 02.10.2013; Fundort: MTB 8135-4-3-1, 710 m; D - By -Sachsenkamm, Kirchsee Nord, am Wanderweg vom Kirchsee zum Kogelweiher, Mischwald (Tanne, Buche, Fichte) auf würmeiszeitlichen Moränen angrenzend an ein Hochmoor; bei großen Tannen und Buchenverjüngung, einzeln; verges. mit Tricholoma cf. squarrulosum;
Fk: 7,5 cm breit und 11 cm hoch, kräftig; Strunk: kräftig, aber schlank und konisch eingesenkt, fast rübenartig wurzelnd, mit jungen Ästchen besetzt, weiß; Astfarben: rein gelb (Y80 M15 nach Farbtafel/Christan), Astenden grünlichgelb; Fleisch: weiß; Geruch: schwach säuerlich; Geschmack: mild, Astspitzen bitter; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen: Zellen glatt, außen teils mit kleinen Kristallen oder Tröpfchen besetzt, teils ziemlich dickwandig (bis ca. 1 µm), Endzellen zylindrisch und stumpf gerundet, mit zahlreichen Schnallen; Trombopleren häufig; mit losen polymorphen Kristallen; Asttrama: mit zahlreichen, großen Schnallen, Zellen fein rau, dünnwandig, ampulliforme Septenübergänge vorhanden; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: subzylindrisch bis zylindrisch, mit subapikulärer Depression, im Umriss glatt bis feinst rau; Ornament warzig wulstig, nicht so längsgerichtet wie in der Monografie gezeichnet, fein, aber einigermaßen gut anfärbbar; Maße: 13,3 x 4,2 (11,4-16,1 x 3,8-4,6), Q=3,17 (2,80-3,67), 20 Sp. gemessen;
Nr. 4: Ramaria flava var. flava (Schaeff.: Fr.) Quél. ss. Schild
Zur Bestimmung: Makroskopisch sehr ähnlich wie Nr. 3 vom selben Tag. Mikroskopisch käme aufgrund der relativ kurzen Sporen auch var. scandinavica in Betracht, der hohe Q-Wert spricht aber wohl eher für die Hauptform.
Funddaten: 02.10.2013; Fundort: MTB 8135-4-3-1, 710 m; D - By -Sachsenkamm, Kirchsee Nord, am Wanderweg vom Kirchsee zum Kogelweiher, Mischwald (Tanne, Buche, Fichte) auf würmeiszeitlichen Moränen angrenzend an ein Hochmoor; an sonnigem Hang bei großen Tannen, Buchen und Fichten; gesellig (3 Fk); verges. mit Ramaria flavescens (Nr. 7);
Fk: 12,5 cm breit und 12 cm hoch, sehr massiv; Strunk: kräftig, konisch eingesenkt und mit Fortsatz, fast rübenartig wurzelnd, weiter oben teils mit jungen Ästchen besetzt, weiß; Astfarben: rein gelb (Y75 M20 nach Farbtafel/Christan), bei jungen Fk kräftiger gelb, Astenden grünlichgelb; Fleisch: weiß; Geruch: schwach säuerlich; Geschmack: mild, Astspitzen bitter; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomophren: Zellen glatt, außen bisw. spärlich mit kleinen Kristallen besetzt, mit Schnallen; ampulliforme Septenübergänge häufig; lose polymorphe Kristalle stellenweise vorhanden; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: subzylindrisch, im Umriss glatt; Ornament warzig-wulstig, selten so längsgerichtet wie in der Monografie gezeichnet; Maße: 12,0 x 4,3 (10,6-13,6 x 3,6-4,6), Q=2,81 (2,52-3,44), 20 Sp. gemessen;
Nr. 5: Ramaria flava var. flava (Schaeff.: Fr.) Quél. ss. Schild
Zur Bestimmung: Die bräunenden Astspitzen scheinen ein häufig auftretendes Merkmal dieser Art zu sein. Auch die schwach dickwandigen, bisw. mit Kristallen besetzten Hyphen in den Rhizomorphen waren bei den anderen Kollektionen zu beobachten.
Funddaten: 07.10.2013; Fundort: MTB 8135-4-3-2, 705 m; D - By -Sachsenkamm, Kirchsee Nord, am Wanderweg vom Kirchsee zum Kogelweiher, Mischwald (Tanne, Buche, Fichte) auf würmeiszeitlichen Moränen angrenzend an ein Hochmoor; am Südhang überm Kirchseeufer, bei großen Tannen und Buchen; gesellig (3 Fk); verges. mit R. pallido-saponaria;
Fk: bis 10 cm breit und 12,5 cm hoch; Strunk: bald in dicke Äste geteilt, mit jungen Ästen besetzt, cremeweiß; Astfarben: rein gelb, an den Enden grünlichgelb, vor allem an den Spitzen bisw. mit braunen Flecken (auffällig, wie bei dem Fund aus Grünwald Nord); Fleisch: weiß, weder gelatinös noch marmoriert; Geruch: Radieschen mit säuerlicher Komponente; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen: Zellen außen schwach dickwandig (bis 1 µm), oft mit kleinen Kristallen (und Tröpfchen) besetzt, mit Schnallen; auch lose Kristalle häufig; Basidien und Subhymenium: mit Schnallen; Sporen: schmal spindelig bis zylindrisch, im Umriss nahezu glatt; Ornament fein warzig-wulstig, bisweilen (aber nicht immer) zebriert-längsgerichtet; Maße:12,6 x 4,7 (11,6-14,2 x 3,9-5,5), Q=2,70 (2,32-3,16), 20 Sp. gemessen;
Nr. 6: Ramaria cf. flava var. scandinavica (R.H. Petersen) Christan
Zur Bestimmung: Dummerweise habe ich ausgerechnet bei dieser Kollektion keinen besonderen Geruch festgestellt oder nicht notiert. Die Sporenmaße würden fast besser zu R. safraniolens passen, doch die für R. safraniolens wohl typischen Rosatöne fehlen.
Funddaten: 23.09.2013; Fundort: MTB 8236-4-4-3, 1020 m; D-By-Tegernsee, Sagfleckl, Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn) auf Raibler Schichten (Zellendolomit), evtl. auf quartärem Schutt, bei großen Fichten, Tannen und junger Buche; gesellig (3 Fk);
Fk: 7,5 cm breit und 11 cm hoch; Strunk: gebogen und pfahlartig wurzelnd, bis zu den Ästen herauf glatt, weiß; Astfarben: am Ansatz hell schwefelgelb, dann gelb, zu den Enden hin goldgelb; Fleisch: weiß, marmoriert; Geschmack: mild, Astspitzen schwach bitterlich; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen: Zellen außen teilweise mit auffälligem Kristallbesatz, sonst glatt, bisw. schwach dickwandig (bis 1 µm), mit Schnallen, acantho-dendroide Zellen keine beobachtet; globuläre Zellen vorhanden; Basalmyzel: Zellen wie in den Rhizomophen, Endzellen stumpf gerundet, Schnallen vorhanden, aber an den Endzellen fehlend; acantho-dendroide Zellen keine beobachtet; Asttrama: Zellen glatt, dünnwandig bis in die Tiefe, Schnallen überall häufig; Basidien: 4-sporig, z.B. 55x8, 52x11; mit Basalschnallen; Sporen: subzylindrisch bis spindelig, im Profil oft mit subapikulärer Depression, im Umriss glatt; Ornament flach, fein warzig-runzelig, zumindest bei etlichen Sporen deutlich längsgerichtet-zebriert; Maße: 10,8 x 4,3 (9,7-12 x 3,8-4,5), Q=2,53 (2,29-2,78), 20 Sp. gemessen;
Nr. 7: Ramaria flavescens R.H. Petersen
Zur Bestimmung: Aus meiner Sicht unkritisch.
Funddaten: 02.10.2013; Fundort: MTB 8135-4-3-1, 710 m; D - By -Sachsenkamm, Kirchsee Nord, am Wanderweg vom Kirchsee zum Kogelweiher, Mischwald (Tanne, Buche, Fichte) auf würmeiszeitlichen Moränen angrenzend an ein Hochmoor; an sonnigem Hang bei großen Tannen, Buchen und Fichten; gesellig (3 Fk); verges. mit Ramaria flava (Nr. 4);
Fk: 13 cm breit und 15 cm hoch; sehr massiv, mit langen Ästen; Strunk: unterteilt, kräftig, konisch, weiß; Astfarben: orangegelb mit lachsrosa Stich (ca. Y70 M40 nach Farbtafel/Christan), Astenden gelb bis grünlichgelb; Fleisch: weiß, in den Ästen marmoriert; Geruch: säuerlich; Geschmack: mild; Astenden bitter; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen: Zellen glatt, in der Tiefe mit, am Rand meist ohne Schnallen, ampulliforme Septenübergänge und Trombopleren vorhanden; Basalmyzel: stellenweise mit Kristallen; Zellen gelegentlich mit kleinen Kristallen besetzt, sonst glatt, nicht gelifiziert; Endzellen zylindrisch, stumpf gerundet; Schnallen vorhanden, an den Randzellen selten; ampulliforme Septenübergänge vorhanden; acantho-denroide Zellen wohl vorhanden, aber ohne Verästelungen; Trama: Zellen dünnwandig, fein rau, Schnallen überall häufig; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: schlank ellipsoid bis spindelig oder subzylindrisch, deutlich rau; Ornament kräftig warzig-wulstig, von meist dicken, isolierten Warzen dominiert, aber auch mit Verbindungen und kürzeren Wulsten; Maße: 10,2 x 4,3 (9,3-11,1 x 3,9-4,9), Q=2,37 (2,13-2,64), 20 Sp. gemessen;
Nr. 8: Ramaria flavobrunnescens (Atk.) var. flavobrunnescens Corner
Zur Bestimmung: Der Fk ist etwas größer als in der Monografie angegeben und bräunt nicht, sonst stimmen die Merkmale gut überein, und ich finde keine plausible Alternative zu dieser Bestimmung.
Funddaten: 21.09.2013; Fundort: MTB 8533-4-1-1, ca. 1100 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion, bodensauerer, magerer, trockener Buchen-Hutewald (wohl Schafbeweidung) mit viel Heide und Heidelbeere auf Hauptdolomit (möglicherweise auch würmeiszeitliche Fernmoräne), bei großen Buchen am Hang, gesellig (2 Fk);
Fruchtkörper: 8,5 cm breit und 7 cm hoch; Strunk: büschelig verwachsen und konisch eingesenkt, cremeweiß, +/- glatt; Rhizomorphen weiß und zart; Äste: ausladend aufwärts strebend, Astenden geweihartig verzweigt; Astfarben: unten fließend vom cremeweißen Strunk in stumpfes Gelb (S00-Y80-M30) übergehend, Astenden und -spitzen intensiver goldgelb (S00-Y99-M40); ohne orangefarbene oder lachsrosa Töne; Fleisch: weiß, schwach graubeige marmoriert; Geruch: stark säuerlich; Geschmack: mild; auch in den Astenden; KOH und FeSO4 (Kristall) am Fleisch negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen: Zellen glatt, dünnwandig bis schwach dickwandig, Schnallen zahlreich; viele Trompoblere; Basalmyzel: Zellen glatt, dünnwandig bis schwachdickwandig, Endzellen apikal stumpf gerundet, Schnallen zahlreich; Asttrama: Zellen dünnwandig, glatt, nicht gelifiziert, Schnallen überall häufig; Basidien: 4-sporig mit Basalschnallen; Sporen: zylindrisch bis subzylindrisch, oft mit leichter subapikulärer Depression; Ornament schwach anfärbend in BWB, warzig bis warzig-wulstig, Warzen eher fein, im Umriss wenig überstehend, Sporen im Umriss fein rau; Maße: 8,7 x 3,6 (7,7-9,7 x 3,2-4,0), Q=2,39 (2,13-2,69), 20 Sp. gemessen;
Nr. 9: Ramaria flavoides Schild
Zur Bestimmung: Aufgrund der gelatinös ummantelten Zellen im Basalmyzel sowie der Sporenmaße und -ornamentation müsste das passen.
Funddaten: 23.09.2013; Fundort: MTB 8236-4-3-4, 940 m; D-By-Tegernsee, Riedersteinholz, Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn) in der Flyschzone, evtl. auf quartärem Schutt, am Wanderweg zur Galaun-Hütte, am Hang bei großen Fichten (keine Buchen in der Nähe gesehen);
Fk riesig, ca. 15 x 15, wohl aus mehreren Fk zusammengesetzt; Strunk: büschelig verwachsen, oft schon weit unten mit jungen Ästchen besetzt, weiß; Astfarben: rein gelb (S00 Y70 M20), Spitzen gleichfarbig oder grünlichgelb; Fleisch: weiß, sehr hart, hyalin saftend; Geruch: säuerlich; Geschmack: Fleisch mild, Astspitzen bitterlich; Mikromerkmale vom Exsikkat: Basalmyzel: Zellen teils sehr stark gelifiziert und mit teils wellig-blasiger, dicker Gel-Ummantelung, Schnallen vorhanden; ancantho-denroide und globuläre Zellen sehr zahlreich, ebenso wie ornamentierte ampulliforme Septenübergänge; Asttrama: Zellen glatt, dünnwandig bis in tiefere Schichten, Schnallen vorhanden, aber meist dünnwandig und unauffällig; Basidien: 4-sporig, mit Basalschnallen; Sporen: schlank ellipsoid, meist mit subapikulärer Depression, im Umriss deutlich rau; Ornament warzig-wulstig; Maße: 10,1 x 4,5 (8,8-11 x 4-5), Q=2,22 (1,98-2,57), 20 Sp. gemessen;
Nr. 10: Ramaria flavosalmonicolor Schild
Zur Bestimmung: Die Sporen sind eine Nuance gedrungener, der Fruchtkörper etwas größer als in der Monografie angegeben.
Funddaten: 21.09.2013; Fundort: MTB 8533-4-1-1, ca. 1100 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion, bodensauerer, magerer, trockener Buchen-Hutewald (wohl Schafbeweidung) mit viel Heide und Heidelbeere auf Hauptdolomit (möglicherweise auch würmeiszeitliche Fernmoräne), bei großen Buchen am Hang, gesellig (2 Fk);
Fruchtkörper: bis 11 cm breit und 13,5 cm hoch; Strunk: sehr dick und konisch eingesenkt, außen glatt, teilweise mit jungen Ästchen, cremeweiß; Rhizomorphen weißlich, unauffällig, dünn; Äste: mehrfach verzweigt, Gabelungen meist spitz, Enden ausspitzend; Astfarben: überm Strunk blass gelb (S00 Y60 M20), weiter oben leuchtend lachsorange (Y60 M30-40 C00, S00 Y60-70 M40), Spitzen gelb bis grünlichgelb; Fleisch: im Strunk weiß, marmoriert, in den Ästen am Rand wie außen durchgefärbt, sonst weiß; Geruch: schwach säuerlich; Geschmack: komplett mild, auch in den Astenden; Basalmyzel: Präparate sehr heterogen, Zellen teils schwach dickwandig (bis 1 µm) und selten mit scheinbare gelartigen Auflagerungen, aber im Wesentlichen glatt; Endzellen sehr lange, apikal stumpf gerundet; thromboplere Zellen vorhanden, ancantho-dendroide keine gesehen; Schnallen vorhanden, aber recht sporadisch; Asttrama: Zellen dünnwandig bis in die Tiefe, fein inkrustiert, ampulliforme Septenübergänge teils schwach "ornamentiert", Schnallen vorhanden; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen, z.B. 60x8; Sporen: ellipsoid, teils mit subapikulärer Depression, im Umriss deutlich rau; Ornament warzig-wulstig; Maße: 7,4 x 4,0 (6,5-8,3 x 3,4-4,5), Q=1,86 (1,67-2,21), 20 Sp. gemessen;
Nr. 11: Ramaria flavosalmonicolor Schild
Zur Bestimmung: Sporengröße, Schnallen und Fk-Färbung sprechen sehr für diese Bestimmung. Interessanterweise habe ich im Basalmyzel gelifizierte Zellen gefunden, wie sie mir schon bei dem Fund aus Mittenwald (Nr. 10) aufgefallen waren. Auch die seltenen bzw. in diesem Fall völlig fehlenden Schnallen im Basalmyzel stimmen mit dem Mittenwalder Fund überein. Die Sporen sind bei diesem Fund etwas stärker zylindrisch, als bei jenem.
Funddaten: 30.09.2013; Fundort: MTB 7934-4-4-2, 560 m; D - By - Frundsbergerhöhe, Östliche Isarleite, Buchenmischwald mit eingestreuten Fichten auf würmeiszeitlichen Schottern mit Schutt, bei großen Buchen am Wegrand im Gras, weiter entfernt auch Fichte; einzeln; verges. mit Lact. pallidus;
Fk: 10 cm breit und 13 cm hoch; Strunk: massiv, geteilt, teils kahl, teils mit jungen Ästen, cremeweiß, im Übergang zu den Ästen mit lachsrosa Stich; Astfarben: blass lachsorange (S00 Y50-60 M30-40), Enden ziemlich gleichfarbig; Fleisch: im Strunk cremeweiß, in den dicken Ästen blass lachsrosa durchgefärbt; Geruch: säuerlich; Geschmack: mild, Astenden mild bis minimal bitterlich; Mikromerkmale vom Exsikkat: Basalmyzel: Zellen teils mit welligem Gelmantel, Endzellen stumpf gerundet, zylindrisch, keine Schnallen gesehen; Asttrama: Zellen dünnwandig bis in die Tiefe, feinst rau, mit Schnallen; ampulliforme Septenübergänge sehr zahlreich; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: zylindrisch, vorn bisweilen etwas gebuckelt, im Umriss fein rau; Ornament überwiegend warzig, bisw. auch mit kurzen Wulsten, recht kräftig; Maße: 7,5 x 3,6 (6,5-8,4 x 3,3-4), Q=2,08 (1,85-2,27), 20 Sp. gemessen;
Nr. 12: Ramaria flavosalmonicolor Schild
Zur Bestimmung: Wie beim Fund von der Frundsberghöhe habe ich im Basalmyzel schwach gelifizierte Zellen und keine Schnallen gefunden.
Funddaten: 02.10.2013; Fundort: MTB 8135-4-3-1, 710 m; D - By -Sachsenkamm, Kirchsee Nord, südlich des Wanderwegs vom Kirchsee zum Kogelweiher, Mischwald (Tanne, Buche, Fichte) auf würmeiszeitlichen Moränen angrenzend an ein Hochmoor; bei riesigen Buchen, auch Tannen in der Nähe, einzeln;
Fk: ca. 10 cm breit und 7 cm hoch, sehr filigran; Strunk: mehrteilig, eher schmächtig, basal abgerundet, glatt, weiß; Astfarben: orangegelb (Y85 M35 nach Farbtafel/Christan), älter auch mit schwach lachsfarbenem Ton; Astenden gleichfarbig oder etwas kühler gelb; Fleisch: weiß, in den Ästen marmoriert; Geruch: säuerlich; Geschmack: komplett mild; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen: Zellen glatt, nicht gelifiziert, teilweise auffällig divertikuliert (fast koralloid wie bei Mycena-HDS), Schnallen mäßig häufig; ampulliforme Septenübergänge und acantho-dentroide Zellen vorhanden, mit losen polymorphen Kristallen; Basalmyzel: Zellen bisweilen mit dünnem, welligem Gelmantel oder Tröpfchen umhüllt, sonst glatt, Endzellen zylindrisch oder schwach erweitert, stumpf gerundet, keine Schnallen beobachtet, ampulliforme Septenübergänge vorhanden; mit losen polymorphen Kristallen; Trama: Zellen bisw. schwach dickwandig, ziemlich rau, Schnallen überall vorhanden; Basidien: 4-sporig, mit Basalschnallen, Schnallen im Subhymenium häufig; Sporen: schlank ellipsoid bis subzylindrisch, im Umriss rau; Ornament kräftig warzig-wulstig; Maße: 7,8 x 3,8 (7-8,5 x 3,4-4,1), Q=2,06 (1,95-2,30), 20 Sp. gemessen;
Nr. 13: Ramaria formosa (Pers.: Fr.) Quélet
Zur Bestimmung: Aufgrund der gelifizierten Hyphen im Basalmyzel und der breiten Sporen von R. flavescens abgegrenzt.
Funddaten: 30.09.2013; Fundort: MTB 7934-4-4-2, 560 m; D - By - Frundsbergerhöhe, Östliche Isarleite, Buchenmischwald mit eingestreuten Fichten auf würmeiszeitlichen Schottern mit Schutt, bei großen Buchen; einzeln;
Fk: 10 cm breit und 13,5 cm hoch; Strunk: massiv, geteilt, teils kahl, teils mit jungen Ästen, cremeweiß, im Übergang zu den Ästen mit lachsrosa Stich; Astfarben: blass lachsorange (S00 Y50-60 M30-40), Enden gelb; Fleisch: im Strunk cremeweiß, in den dicken Ästen blass lachsrosa durchgefärbt; Geruch: säuerlich; Geschmack: mild, Astenden mild bis minimal bitterlich; Exsikkat: Fleisch kreidig, bröselig-zerreibbar; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen: Zellen überwiegend glatt, teilweise aber mit Gelblasen und weißen Höfen, Schnallen zahlreich; ampulliforme Septenübergänge vorhanden; Basalmyzel: Zellen glatt bis deutlich gelifiziert, mit blasigen Gelmänteln und weißen Höfen; AS+; Schnallen häufig; Asttrama: Zellen dünnwandig, Schnallen vorhanden, aber nicht sehr zahlreich; Basidien: 4-sporig, mit Basalschnallen; Schallen im Subhymenium häufig; Sporen: schlank ellipsoid bis subzylindrisch mit mittelbreit gerundetem Apex, im Umriss rau; Depression schwach oder eher als "Knick" ausgeprägt; Ornament kräftig warzig wulstig; Maße: 10,6 x 4,9 (9,2-12,5 x 4,5-5,5), Q=2,15 (1,82-2,40), 20 Sp. gemessen;
Nr. 14: Ramaria ignicolor Bres. apud Corner
Zur Bestimmung: Unkritisch. Die Sporengröße bewegt sich am unteren Ende der Skala. Sowohl in der Trama als auch im Basalmyzel zeigten sich recht auffällige große Kristalle.
Funddaten: 02.10.2013; Fundort: MTB 8135-4-3-1, 710 m; D - By -Sachsenkamm, Kirchsee Nord, am Wanderweg vom Kirchsee zum Kogelweiher, Mischwald (Tanne, Buche, Fichte) auf würmeiszeitlichen Moränen angrenzend an ein Hochmoor; bei großen Tannen und großer Buche (weiter entfernt auch Fichten) an der Wegböschung, gesellig (3 Fk);
Fk: bis 3,5 cm breit und 6 cm hoch, sehr filigran; Strunk: mehrteilig verwachsen, schmächtig, sehr schlank, mit jungen Ästen besetzt, weiß; Astfarben: am Ansatz blass lachsrosa, dann leuchtend lachsorange (ca. Y50 M40 nach Farbtafel/Christan), aber noch leuchtender), Astenden grünlichgelb; Fleisch: nur in der Strunkbasis weiß, bald blassrosa und in den Ästen wie außen durchgefärbt; Äste teils hohl; Geruch: säuerlich; Geschmack: mild; Astspitzen minimal bitter; Mikromerkmale vom Exsikkat: Basalmyzel: Zellen glatt, nicht gelifiziert, ohne Schnallen; Endzellen deutlich kopfig; mit losen, teils ziemlich großen, polymorphen Kristallen; Trama: ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: breit ellipsoid bis subglobos, im Umriss nahezu glatt; Ornament deutlich warzig wulstig; Maße: 6,7 x 4,7 (5,7-7,7 x 4,1-5,3), Q=1,42 (1,27-1,57), 20 Sp. gemessen;
Nr. 15: Ramaria largentii Marr & Stuntz
Zur Bestimmung: Aufgrund der intensiv orange gefärbten Astenden und großen Sporen wohl klar. Schnallen sind bei dieser Aufsammlung in der Asttrama und sporadisch auch in der oberen Strunktrama vorhanden, fehlen aber in den Rhizomorphen. Bei letzteren (auch in den flaumigen Matten dazwischen) sind stets zahlreiche lichtbrechende Tröpfchen an den Zellen zu beobachten.
Funddaten: 23.09.2013; Fundort: MTB 8236-4-4-3, 1040 m; D-By-Tegernsee, Sagfleckl, Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn) auf Raibler Schichten (Zellendolomit), evtl. auf quartärem Schutt, bei großen Fichten, Buchen und (weiter entfernt) Tanne; gesellig; Fk: ca. 10 x 8 cm; Strunk: mehrteilig zusammengesetzt, basal abgerundet, am Grund weiß, bald hell schwefelgelb; Astfarben: gelb, an den Ende goldgelb bis orange; Fleisch: weiß, marmoriert; Geruch: säuerlich; Geschmack: komplett mild (auch die Astspitzen); Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen: außen mit polymorphen Kristallen besetzt, Zellen schmal, glatt, oft mit lichtbrechenden Tropfen besetzt, ohne Schnallen; Flaumige Matten zwischen den Rhizomorphen: Zellen wie in den Rhizomorphen, schmal und ohne Schnallen, fast immer mit zahlreichen Tröpfchen besetzt; Asttrama: Zellen glatt, dünnwandig bis in die Tiefe, Schnallen am Subhymenium häufig, auch in der Tiefe problemlos zu finden, selbst in der oberen Strunktrama hin und wieder Schnallen gesichtet; Basidien: 4-sporig, mit Basalschnallen; Sporen: spindelig, im Profil mit subapikulärer Depression, im Umriss sehr rau; Ornament deutlich warzig-wulstig; Maße: 12,2 x 5,0 (10,3-13,2 x 4,4-5,3), Q=2,45 (1,94-2,76), 20 Sp. gemessen;
Nr. 16: Ramaria longispora Marr & Stuntz
Zur Bestimmung: Problemlos zu schlüsseln. Die Sporen fallen ziemlich grobwarzig aus.
Funddaten: 21.09.2013; Fundort: MTB 8533-4-1-1, ca. 1100 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion, bodensauerer, magerer, feuchter bis nasser Fichten-Kiefernwald mit etwas Bergahorn auf Hauptdolomit, bei Fichte und Kiefer; auf grasiger Lichtung im hohen Gras; gesellig (3 Fk); Fk: 5,5-7,5 cm breit, bis 13 cm hoch; Strunk: wenig verzweigt, schwach verjüngt oder abgeflacht im Substrat sitzend, bisw. mit jungen Ästchen besetzt, cremeweiß, fließend in die gelben Astfarben übergehend; Rhizomorphen ziemlich kräftig, weiß; Äste: sehr kräftig, kurz geschwungen und dann gerade aufragend, mehrfach verzweigt, Enden ausgespitzt; Astfarben: am Strunkansatz blassgelb (S00 Y40 M10), dann gelb mit lachsfarbenem Ton (S00 Y50-60 M30-40), Astspitzen gelb bis grünlich gelb (S00-Y90-M20); Fleisch: im Strunk weiß, schwach marmoriert, weiter oben am Rand auch schwefelgelb, in den Ästen cremgelb und an den Rändern goldgelb; Äste bisw. auch hohl; Geruch: schwach säuerlich; Geschmack: mild; Astspitzen schwach bitterlich bis mild; KOH und FeSO4 (Kristall gerieben) auf Strunkfleisch negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen/Basalmyzel: Zellen dünnwandig, glatt, ohne Kristalle, Endzellen stumpf gerundet; acantho-dendroide Zellen und ampulliforme Septenübergänge vorhanden; Schnallen fehlend; Basidien: 4-sporig, z.B.70x9, ohne Schnallen; Subhymenium ohne Schnallen; Asttrama: dünnwandig bis in tiefere Schichten, Schnallen überall fehlend; Sporen: schlank fusoid und mit subapikulärer Depression, im Umriss rau; Ornament überwiegend isoliert warzig, Warzen sehr variabel groß, nicht selten sehr kräftig und dick, bisw. auch zu kurzen Wulsten verlängert; Maße: 13,5 x 4,5 (12-15,5 x 3,7-5,3), Q=3,01 (2,4-3,6), 30 Sp. gemessen;
Nr. 17: Ramaria longispora Marr & Stuntz
Zur Bestimmung: Makroskopisch aufgrund der orangegelben Farben und dem breit gerundeten Strunk und mikroskopisch durch die schmalen, langen, überwiegend isoliert warzigen Sporen sollte das eine typische Kollektion dieser Art sein.
Funddaten: 25.09.2013; Fundort: MTB 8234-4-2-1, ca. 960 m; D - By - Bad Heilbrunn, Stallauer Eck (Flyschzone), im Bergmischwald (Tanne, Fichte, Buche), an sehr feuchter Stelle, unter großen Fichten, Tannen, jungen Buchen und Haselnuss; gesellig (3 Fk); Fk: bis 8 cm breit und 9 cm hoch; Strunk: breit abgerundet eingesenkt, kahl, basal weiß, bald cremefarben; Astfarben: kräftig orangegelb (S00 Y70 M40), Spitzen gleichfarbig oder etwas heller gelb; Fleisch: weiß, in den Ästen am Rand orangegelb durchgefärbt; Geruch: säuerlich; Geschmack: komplett mild; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen: Zellen glatt, ohne Schnallen, außen mit polymorphen Kristallen ummantelt, die teils frei liegen, teils an den Zellen haften; Schnallen fehlend; Trompoplere und ampulliforme Septenübergänge vorhanden; Basalmyzel: Zellen und Kristalle wie in den Rhizomorphen, zusätzlich acantho-dendroide Zellen beobachtet; Asttrama: Zellen +/- glatt, dünnwandig bis in die Tiefe, ohne Schnallen, bis 18 µm breit; Basidien/Subhymenium: Bas. 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: subzylindrisch bis zylindrisch, im Profil mit subapikulärer Depression, im Umriss rau; Ornament überwiegend isoliert warzig und nicht sehr dicht, bisw. aber auch dichter und Warzen grob verdickt oder zu kurzen Wulsten verlängert; Maße: 13,4 x 4,3 (11,7-14,3 x 3,6-5,1), Q=3,13 (2,65-3,89), 20 Sp. gemessen;
Nr. 18: Ramaria cf. longispora Marr & Stuntz
Zur Bestimmung: Aufgrund der blass gelben Farben komme ich im Schlüssel zu keinem Ergebnis (höchstens R. kriegelsteineri, aber dazu habe ich weder Fotos noch Beschreibung); etwas irritierend natürlich auch die 2-3 Schnallen, die ich (allerdings verteilt auf unzählige Präparate) gefunden habe. Die extrem schlanken, langen und überwiegend isoliert warzigen Sporen lassen mich aber vermuten, dass es sich hier um blasse Fk von R. longispora handelt. Die jungen Fk sind ja etwas kräftiger gefärbt und zumindest auf den Fotos kann man sich einen schwach lachsfarbenen Beiton zumindest einbilden. Für R. largentii liegt der Sporenquotient weit außerhalb des Korridors, außerdem fehelen Orangetöne in den Ästen und Schnallen anden Basidienbasen.
Funddaten: 25.09.2013; Fundort: MTB 8234-4-2-1, ca. 800 m; D - By - Bad Heilbrunn, Ortsrand (Helvetikumzone), am Wanderweg von Bad Heilbrunn ("Bierhäusl") zum Stallauer Eck, im Bergmischwald (Tanne, Fichte, Buche), bei riesiger Buche, großen Tannen und Fichten; gesellig (3 Fk); verges. mit Hygrophorus mesotephrus; Fk: bis 10 cm breit und 16 cm hoch; Strunk: kompakt, weiß, schon recht weit unten gelegentlich mit jungen Ästchen besetzt; Äste: schlank und sehr lang, Astenden geweihförmig verzweigt, Astfarben sehr blass gelb (S00 Y60 M20), bei jungen Fk etwas lebhafter gelb und Astspitzen grünlichgelb; Fleisch: weiß, schwach marmoriert; Geruch: säuerlich; Geschmack: mild, Astspitzen schwach bitter; Mikromerkmale vom Exsikkat: Basalmyzel: Zellen glatt, dünnwandig, ampulliforme Septenübergänge zahlreich, acantho-dendroide Zellen vereinzelt, Tromboplere vereinzelt, Schnallen fehlend; Asttrama: Zellen teilweise glatt, teils deutlich rau (quergestreift inkrustiert), dünnwandig bis in die Tiefe, dort bis ca. 20 µm breit, weitgehend ohne Schnallen, in der Nähe des Subhymeniums habe ich ein bis zwei Schnallen gefunden, ampulliforme Septenübergänge vorhanden; Basidien: 4-sporig, z.B. 77x9, ohne Basalschnallen, Hymenium generell ohne Schnallen, ich habe aber zwei versprengte gesehen; Sporen: zylindrisch bis subzylindrisch, im Profil mit schwacher subapikulärer Depression, im Umriss deutlich rau; Ornament überwiegend isoliert warzig und nicht sehr dicht, Warzen aber oft kräftig und bisw. zu kurzen Wulsten verlängert, Maße: 13,4 x 3,9 (11,5-15,5 x 3,6-4,2), Q=3,45 (3,03-3,78), 20 Sp. gemessen;
Nr. 19: Ramaria pallido-saponaria R. H. Petersen
Zur Bestimmung: Obwohl bei dieser Kollektion 3 versprengte schnallenähnliche Gebilde im Hymenium für etwas Verwirrung sorgten, bin ich mir recht sicher, dass es sich hier um R. pallido-saponaria handelt. Die Sporenmaße entsprechen exakt den Mittelwertangaben in der Monografie. Das gelatinöse Fleisch kann man schon an den Makrofotos sehen und die gelifizierten Zellen im Myzelfilz sind eindeutig. Für die schnallentragende R. flavoides sind die Sporen zu klein.
Funddaten: 28.09.2013; Fundort: MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), mitten im Buchenwald, einzeln; Fk: ca. 9 cm breit und 9 cm hoch; Strunk: auffallend schmächtig, weiß; Astfarben: ziemlich einheitlich gelb (S00 Y80 M20), auf den Fotos zu blass und zu orangegelb, deshalb mit Zweitfotos leicht (aber unzureichend) korrigiert; Fleisch: weiß, an verletzten Stellen/Druckstellen gelatinös; Geruch: säuerlich; Geschmack: mild; Mikromerkmale vom Exsikkat: Myzelfilz im Substrat: Zellen stark gelifiziert, teils komplett in weiße Striemen aufgelöst, meist mit lichtbrechendem welligem, dickem Gelmantel überzogen, oft durch "Querstreben" verbunden; Schnallen weitgehend fehlend, ganz sporadisch zu finden; acantho-dendroide und globuläre Zellen sowie ampulliforme Septenübergänge vorhanden; Asttrama: Zellen auch in der Tiefe relativ schmal, dünwandig bis schwach dickwandig, feinst rau bis glatt, verschlungen, keine Schnallen gefunden; Basidien: 4-sporig, weitgehend ohne, sporadisch mit Basalschnallen; Sporen: schlank ellipsoid bis subzylindrisch, mit schwacher Depression, im Umriss deutlich rau; Ornament deutlich und kräftig warzig-wulstig; Maße: 8,4 x 4,0 (7,4-9,5 x 3,6-4,5), Q=2,10 (1,89-2,47), 20 Sp. gemessen;
Nr. 20: Ramaria pallido-saponaria R. H. Petersen
Zur Bestimmung: Makroskopisch mit etwas schwächer ausgeprägten gelatinösen Stellen an den Ästen, mikroskopisch völlig identisch mit Koll. Nr. 19 und am selben Tag am Sonnenberg gefunden.
Funddaten: 28.09.2013; Fundort: MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), mitten im Buchenwald; gesellig (5-6 Fk); Makroskopisch weitgehend identisch mit Kollektion Nr. 19! Mikromerkmale vom Exsikkat: Basalmyzel: Zellen mit dicker, oft welliger Gelschicht ummantelt, oft mit "Verbindungsstegen", ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: schmal ellipsoid bis subzylindrisch, im Umriss deutlich rau, Maße: 8,2 x 3,9 (6,8-9,1 x 3,4-4,2), Q=2,14, 20 Sp. gemessen;
Nr. 21: Ramaria pallido-saponaria R. H. Petersen
Zur Bestimmung: Das gelatinöse Fleisch war mir am Standort nicht aufgefallen, aber man sieht es auch am Schnittbild. Die stark gelifizierten Zellen im Basalmyzel und die Sporenmaße sollten letzte Sicherheit geben.
Funddaten: 30.09.2013; Fundort: MTB 7934-4-4-2, 560 m; D - By - Frundsbergerhöhe, Östliche Isarleite, Buchenmischwald mit eingestreuten Fichten auf würmeiszeitlichen Schottern mit Schutt, bei großen Buchen; gesellig (4 Fk); Fk: 8,5 cm breit und 11 cm hoch; Strunk: filigran, bald in Äste unterteilt, basal fast konisch spitz, cremeweiß; Äste: recht filigran, rein gelb, ohne orange- oder lachsfarbene Töne; Fleisch: cremeweiß; Geruch: säuerlich; Mikromerkmale vom Exsikkat: Basalmyzel: Zellen teils stark gelifiziert, mit welligem bis tropfigem Gelmantel, ohne Schnallen; Trombopleren und acantho-dendroide Zellen vorhanden; Asttrama: auffallend regulär, parallel, Zellen relativ schmal, ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: schlank ellipsoid bis subzylindrisch,im Umriss deutlich rau, Depression schwach oder als "Knick" ausgeprägt; Ornament kräftig warzig-wulstig; Maße: 8,0 x 3,9 (7,3-8,8 x 3,5-4,5), Q=2,07 (1,78-2,37), 20 Sp. gemessen;
Nr. 22: Ramaria pallido-saponaria R. H. Petersen
Zur Bestimmung: Unkritisch schon wegen der stark gelatinösen Fleisches.
Funddaten: 05.10.2013; Fundort: MTB 8235-4-2-2, 830 m; D - By - Marienstein, knapp oberhalb des Wanderwegs zur Sigritzalm (Nr. 602) unterhalb der Bacheralm, Bergmischwald (Tanne, Buche, Fichte) im Übergangsbereich von quartärem Schutt, Helvetikum (Bacheralm) und Flyschzone; bei großen Buchen, gesellig (2 Fk); Fk: 7 cm breit und 10 cm hoch, eher schmächtig; Strunk: mit dickem Fortsatz eingesenkt, weiß, +/- glatt; Äste: gedrückt glasig-wässrig aussehend, Astfarben: gelb ohne Orange- oder Lachstöne, ca. Y75 M20 nach Farbtafel/Christan; Fleisch: weißlich, stark marmoriert und auffallend gelatinös (auch die Äste); Geruch: schwach säuerlich; Geschmack: mild, Astspitzen minimal bitterlich; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen: Zellen fast völlig zu einem geligen Brei aufgelöst, nur wenige mit intaktem Lumen; Kristalle und acantho-dendroide Zellen vorhanden; ohne Schnallen (in zwei Rhizomporphen-Präparaten habe ich insgesamt 3 Schnallen gesehen, diese aber nicht an gelifizierten Zellen, sodass Fremdzellen nicht auszuschließen sind; Basalmyzel: Zellen mit einer dicken Gelschicht ummantelt, oft mit Stegen verbunden, ohne Schnallen, auch mit großen Geltropfen; acantho-dendroide Zellen vorhanden; Basidien: ohne Basalschnallen (Exsikkatzellen stark collabiert, nicht allzu viele Septen zu sehen); Sporen: schlank ellipsoid bis subzylindrisch, im Umriss deutlich rau; Ornament kräftig warzig-wulstig, auch mit ziemlich langen Wulsten; Maße: 8,1 x 3,9 (7,3-9 x 3,6-4,2), Q=2,06 (1,83-2,25), 20 Sp. gemessen;
Nr. 23: Ramaria pallido-saponaria R. H. Petersen
Zur Bestimmung: Schon makroskopisch wegen der glitschig-gelatinösen Fk klar.
Funddaten: 07.10.2013; Fundort: MTB 8135-4-3-2, 705 m; D - By -Sachsenkamm, Kirchsee Nord, am Wanderweg vom Kirchsee zum Kogelweiher, Mischwald (Tanne, Buche, Fichte) auf würmeiszeitlichen Moränen angrenzend an ein Hochmoor; am Südhang überm Kirchseeufer; gesellig (2 Fk); Fk: ca. 9 cm breit und 9 cm hoch; Strunk: eher schmächtig, unterteilt, schon unten stellenweise mit jungen Ästen, weiß; Astfarben: rein gelb, an den Enden grünlichgelb; Fleisch: marmoriert und stark gelatinös; Geruch: säuerlich; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen: Zellen mäßig bis stark gelifiziert, ohne Schnallen, acantho-dendroide Zellen vorhanden; Basidien und Subhymenium: ohne Schnallen; Sporen: schmal ellipsoid, im Umriss rau; Maße: 7,7 x 4,0 (6,7-8,5 x 3,4-4,3), Q=1,94, 20 Sp. gemessen;
Nr. 24: Ramaria pallido-saponaria R. H. Petersen
Zur Bestimmung: Schon makroskopisch wegen der glitschig-gelatinösen Fk klar.
Funddaten: 14.10.2013; Fundort: MTB 7934-4-4-4, 550 m; D - By -Schäftlarn, westliches Isarufer, Klosterwald; überwiegend kalkreicher Buchenmischwald auf würmeiszeitlichen Schottern, Hangschutt und teils freigelegter Tertiär-Molasse; bei großen Buchen und Fichte; einzeln, verges. mit Cortinarius vulpinus; Fk: 10 cm breit und 9,5 cm hoch; stattlich und schwer; Strunk: basal konisch, bald mehrfach unterteilt, weiß, mit zahlreichen jungen Ästen besetzt; Astfarben: einheitlich gelb; Fleisch: weiß, in den Ästen cremegelb, stark marmoriert und sehr gelatinös; Geruch: säuerlich; Geschmack: mild; Astenden schwach bitterlich;^ Mikromerkmale vom Exsikkat: Asttrama: regulär, Zellen glatt, dünnwandig, ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: schlank ellipsoid bis subzylindrisch, im Umriss rau; Maße: 7,9 x 4,1 (7,1-8,7 x 3,7-4,4), Q=1,9, 20 Sp. gemessen;
Nr. 25: Ramaria spinulosa (Per.: Fr.) Quél.
Zur Bestimmung: Unkritisch, würde ich meinen.
Funddaten: 30.09.2013; Fundort: MTB 7934-4-4-2, 560 m; D - By - Frundsbergerhöhe, Östliche Isarleite, Buchenmischwald mit eingestreuten Fichten auf würmeiszeitlichen Schottern mit Schutt, bei großen Buchen, weiter entfernt auch Fichte; gesellig (3 Fk); verges. mit Cortinarius turmalis; Fk: 4,7 cm breit und 7 cm hoch, ein Fk (blieb im Wald) auch etwas größer; Strunk: glatt, beige bis braunbeige; Äste: bisw. längsrunzelig; Astfarben beim mutmaßlich jüngsten Fk beige bis beigeocker, bei älteren Fk am Ansatz eigenartig rußbraun, sonst etwas heller (Y60 M50 C30); Fleisch: cremefarben, schmutzig creme, im Schnitt nur minimal verfärbend; Geruch: schwach; Geschmack: mild, Astspitzen schwach bitter; KOH (40%): am Hymenium ockerbraun; am Fleisch olivbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen: Mit polymorphen Kristallen umhüllt. Zellen glatt, nicht gelatinös, ohne Schnallen, bisw. goldgelb gefüllt, Endzellen stumpf; ampulliforme Septenübergänge und Trombopleren vorhanden; Asttrama: Zellen dünnwandig bis in die Tiefe, glatt bis fein rau, ohne Schnallen, AS+; Basidien: ohne Schnallen; Sporen: schlank ellipsoid bis subamygdaloid, Apex meist mittelbreit, seltener fast schmal gerundet; im Umriss deutlich rau, ohne ausgeprägte subapikuläre Depression; Ornament kräftig warzig-wulstig, Wulste aber meist kurz; Maße: 9,0 x 5,0 (7,9 -10,2 x 4,4-5,5), Q=1,81 (1,60-2,13), 20 Sp. gemessen;
Nr. 26: Ramaria spinulosa (Per.: Fr.) Quél.
Zur Bestimmung: Unkritisch, würde ich meinen.
Funddaten: 05.10.2013; Fundort: MTB 8236-3-1-1, 860 m; D - By - Marienstein, Bergmischwald (Tanne, Buche, Fichte) im Übergangsbereich von quartärem Schutt, Helvetikum (Bacheralm) und Flyschzone; bei großen Buchen, Tannen und Fichte, gesellig (3 Fk); Fk: 7,5 cm breit und 10 cm hoch; Strunk: recht schlank, unterteilt, stellenweise cremefarben, aber überwiegend beige bis braunbeige verfärbt; Astfarben: einheitlich braunbeige (S10 Y70 M40, Y70 M50 C20/Dumont); Fleisch: im Strunk schmutzig creme bis cremebeige, in den dickeren Ästen weiß und in der Rinde grau bis graubeige; Geruch: schwach: Geschmack: mild; Astspitzen schwach bitter; KOH (40%): am Strunkfleisch schmutzig blassbraun, an den Ästen rehbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen: Zellen glatt, ohne Schnallen, ampulliforme Septenübergänge vorhanden; daneben auch gelbbraune, granulär gefüllte Endzellen zu beobachten; Kristalle vorhanden; Basalmyzel: Zellen glatt, ohne Schnallen; Endzellen zylindrisch, stumpf gerundet; Kristalle spärlich vorhanden; Basidien: 4-sporig, ohne Basalschnallen; Trama ohne Schnallen; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, in Aufsicht auch ovoid, im Umriss rau; Ornament kräftig warzig-wulstig; Maße: 9,2 x 5,1 (8,3-10 x 4,5-6), Q=1,79 (1,64-2,04), 20 Sp. gemessen;
Nr. 27: Ramaria spinulosa (Per.: Fr.) Quél.
Zur Bestimmung: Unkritisch, würde ich meinen.
Funddaten: 07.10.2013; Fundort: MTB 8135-4-3-2, 705 m; D - By -Sachsenkamm, Kirchsee Nord, am Wanderweg vom Kirchsee zum Kogelweiher, Mischwald (Tanne, Buche, Fichte) auf würmeiszeitlichen Moränen angrenzend an ein Hochmoor; am Südhang überm Kirchseeufer, bei Fichte, Buche und Tanne; gesellig (3 Fk); verges. mit Cortinarius olidus und Xerula longipes; Fk: 7 cm breit und 9,5 cm hoch; Strunk: konisch eingesenkt, unterteilt, stellenweise cremeweiß, aber überwiegend beige bis braunbeige verfärbt; Astfarben: einheitlich braunbeige (S10 Y70 M30, Y70 M50 C20/Dumont); Fleisch: im Strunk schmutzig beige, in den dickeren Ästen beige-weiß marmoriert; nicht auffällig verfärbend im Schnitt; Geruch: schwach; Geschmack: mild; Astspitzen schwach bitter; KOH (40%): am Strunkfleisch schmutzig blassbraun, an den Ästen rehbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen: Zellen glatt, dünnwandig, ohne Schnallen; lose polymorphe Kristalle vorhanden; ampulliforme Septenübergänge sehr häufig und breit; Trombopleren vorhanden; Basidien: 4-sporig, ohne Basalschnallen; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, subapikuläre Depression schwach oder als Knick ausgeprägt, im Umriss rau; Ornament warzig-wulstig; Maße: 8,9 x 5,2 (8,1-9,7 x 4,7-5,9), Q=1,70 (1,48-1,98), 20 Sp. gemessen;
Nr. 28: Ramaria stricta (Pers.: Fr.) Quél.
Zur Bestimmung: Unkritisch.
Funddaten: 25.09.2013; Fundort: MTB 8234-4-2-1, 740 m; D - By - Bad Heilbrunn, Schellenbach Nord (Helvetikum-Zone), unter großer Zitterpappel in feuchtem auwaldähnlichem Biotop im Übergang vom Nadelwald, aber auch mit Fichten, Tannen, Ahorn; auf vergrabenem Holz (vermutlich Buche); einzeln (an einem liegenden Buchen-Stammstück in der Nähe befanden sich sehr junge Exemplare vermutlich derselben Art); Fk: 3,5 breit und 6,5 hoch; Strunk: eher schmächtig, glatt, mit weißem, flaumigem Myzel überzogen, sonst schmutzig ockergelb, mit kräftigen weißen Rhizomorphen; Äste: unten dunkel ocker (S10 Y80 M30), nach oben zu heller und Astspitzen grünlichgelb; Fleisch: schmutzig beige; Geruch: stark säuerlich; Geschmack: bitter; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomorphen: Ummantelung aus schmalen Skeletthyphen, mit polymorphen Kristallauflagerungen; Asttrama: teils dickwandig (bis 1,5 Wandstärke), mit Schnallen; Basidien: 4-sporig, mit Basalschnallen; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, im Umriss fein rau; Ornament überwiegend isoliert warzig, Warzen niedrig, vereinzelt etwas verlängert oder gröber; Maße: 7,8 x 3,9 (7-8,3 x 3,5-4,1), Q=2,02;
Nr. 29: Ramaria flaccida (Fr.) Bourdot
Zur Bestimmung: Unkritisch.
Funddaten: 07.10.2013; Fundort: MTB 8135-4-3-2, 720 m; D - By -Sachsenkamm, Kirchsee Nord, nördlich des Wanderwegs vom Kirchsee zum Kogelweiher, Mischwald (Tanne, Buche, Fichte) auf würmeiszeitlichen Moränen angrenzend an ein Hochmoor; in der feuchten Senke auf gemischter Nadelstreu von Fichte und Tanne; gesellig in einem kleinen Hexenring; Fk: sehr filigran, bis ca. 2,5 cm breit und 4 cm hoch; Strunk: kaum dicker als die Äste, am Ansatz weiß; Rhizomorphen weiß (nur stellenweise blass gelblich verfärbt); Astfarben: untere Äste bräunlichgelb (Y70 M50 C20), Astenden heller gelb, Spitzen grünlichgelb; KOH (40%): am Fleisch und an den Ästen dauerhaft rotbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: Rhizomoprhen: Außen mit Acanthozystiden, die sternförmige Kristalle tragen, diese mit Schnallen, Kristalle seltener auch rundlich mit kaum ausgeprägten Stacheln, aber meist langstachelig sternförmig; Zellen glatt, dünnwandig, mit Schnallen; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: ellipsoid bis tropfenförig mit breit gerundetem Apex, am Apikulus schmal, stachelig, Stacheln bis ca. 1 µm lang; Maße: 6,5 x 3,5 (6-7,2 x 3-4), Q=1,89 (1,70-2,03), 20 Sp. gemessen;