Inocybe 2006
15. Oktober, Forstenrieder Wald bei München
Im Buchenwald, ob das eine Inocybe cryptocystis ist?
Funddaten: 15.10.2006; Fundort: 7934/4/4/1, 630 m Baierbrunn, gleich hinterm Tor am Zaun, bei Buche; gesellig (>5 Fruchtkörper); Hut: 1,5-3 cm breit, am Scheitel glatt, dann mehr und mehr angedrückt faserig, am Rand grobfaserig, keine Cortina erkennbar, ockerbraun; Stiel: bis 6 cm lang, bis 0,8 cm dick, zylindrisch, mit knolliger, ungerandeter, weißfilziger Basis, längsfaserig, apikal fein bereift, darunter schwach weißlich überfasert, cremefarben bis blassocker; Lamellen: schmal angeheftet bis fast frei, jung hellgrau, reif hell graubraun, weißflockig; Fleisch: weiß; Geruch: geruchlos; Geschmack: -; Basidien: keulig, 21-24 x 7-8 (5 gemessen);; Cheilozystiden: meist metuloid, zylindr.-spindelig, auch utriform oder flaschenförmig, 28-40 x 8-11 (7 gemessen), Wandsträke um 1,5 µm, dazwischen auch blasige Zellen; Pleurozystiden: ähnlich geformt wie Cheilos, sehr spärlich, auffallend klein, 26-39 x 8-11 (6 gemessen), um 1,5 µm Wandstärke; Kaulozystiden: nur im obersten Stielbereich, zum Teil metuloid; HDS: -; Sporen: elliptisch bis mandelförmig, manchmal etwas zitronenförmig, apikal konisch zugespitz oder ganz schwach ausgezogen, 8,4 x 5,4 (7,5-9,5 x 5-6), Q=1,56 (1,5-1,6); Nachuntersuchung am Exsikkat: Sporen oft mit supraapiculärer Depression, elliptisch bis mandelförmig, sehr verschieden in Form und Größe, 8,3 x 5,2 (7,5-9 x 4,5-6), Q=1,6 (1,4-2,0); Bestimmung: Inocybe cryptocystis, mit Stangl bestimmt;
31. Oktober, Forstenrieder Wald bei München
Auf einer Waldwiese bei Fichte
Funddaten: 31.10.2006; MTB 7934/4/3/2, 630 m Oberdill, Waldwiese (Wildruhezone) nach dem Tannendickicht; im Gras bei Fichte; gesellig (>5 Fk); Hut: bis 2,5 cm breit, um den Scheitel meist schuppig-schollig, bisweilen auch mit abstehenden Faserschuppen, zum Hutrand hin mehr grobfilzig, am Rand selbst auch grobfaserig, jung schwach und strumpf gebuckelt, ausgebreitet mit kleinem warzenförmigem Buckel, haselnussbraun bis ockerbraun (jung meist dunkler, alt heller werdend); Stiel: bis 5,5 cm lang und 0,4 cm breit, zylindrisch, apikal bereift, sonst längs überfasert, Stielspitze lila überhaucht (Merkmal oft fehlend), sonst +/- hellbraun (blass), Basis kaum verdickt und fest mit dem Substrat verwachsen; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen und bisweilen mit Zahn herablaufend, zuerst hell, später dunkler graubraun, Schneiden weißflockig; Fleisch: weiß, im Stiel cremefarben und an der Stielspitze in der Rinde bisweilen mit schwachem violettlichem Ton; Geruch: +/- geruchlos; Geschmack: -; Basidien: -; Cheilozystiden: metuloid, spindelig, dickwandig (1,5-3 µm, meist um 2 µm), 48-63 x 13-16, dazwischen mit zahlreichen teils braun pigmentierten blasigen bis keuligen Zellen; Hymenialzystiden in KOH zitronengelb!; Pleurozystiden: geformt wie die Cheilos, ca. 64-75 x 12-17, Wandstärke 2-3 µm (Wandstärke aller Zystiden sehr gleichmäßig, am Kopf kaum dicker als unter dem Bauch); Kaulozystiden: aus zylindrischen Zellen mit abgerundeten Enden; Nachuntersuchung am Exsikkat: im oberen Stieldrittel auch echte Kaulos, wenn auch selten mit Kristallen, ca. 40-72 x 10-16, Wandstärke bis 2 µm, daneben schmälere, kürzere, mehr zylindrische Endzellen mit dünneren Wänden (z.B. 35x9); HDS: -; Sporen: ellitpisch bis mandelförmig, insgesamt sehr variabel in Form und Größe, aber ohne auffallende Papille, 8,2 x 5,5 (7,5-9 x 5-6); Q=1,5 (1,4-1,6), 10 Sp. gemessen; zweite Messung (am Exsikkat, anderer FK): 8,3 x 5,7 (7,5-9 x 5-6,5), Q=1,46, 10 Sp. gemessen; Bestimmung: Inocybe cincinnata var. major;
23. Oktober, Taubenberg, Steingraben
Im Fichten-Tannen-Wald (Mikrodaten vom Exsikkat in KOH)
Funddaten: 23.10.2006; MTB 8136/4/3/1, 720 m Steingraben, im "Caloscypha-Wald" bei Tanne und Fichte; gesellig (ca. 5 Fk); Hut: 3,5-4 cm breit, jung kegelig, dann ausgebreitet und mit stumpfem Buckel, fein- bis grobflizig, alt am Rand auch grobfaserig, jung fast vollständig mit hellgrauem Velum überzogen, bei reifen Exemplaren bleiben diese Spuren am Scheitel erhalten, Farben: milchkaffeebraun (vor allem jung), beim Verschwinden des Velums mehr haselnussbraun, Hutrand jung durch weißliche Cortina mit dem Stiel verbunden, dann üppig mit Cortinaresten behangen, auch bei älteren Exemplaren sind meist Cortinaspuren am Hutrand zu sehen; Stiel: bis 4 cm lang, ca. 0,6 cm breit, relativ stämmig, bis unter die Mitte feinst bereift, fein längsfaserig, weißlich, bisweilen mit bräunlichen Reflexen, Basis keulig erweitert, aber nicht knollig; Lamellen: jung grauweiß, reif graubraun, aufsteigend angewachsen, Schneiden weißflockig; Fleisch: weiß, unter der Huthaut bräunlich, im Stiel zart cremefarben; Geruch: +/- geruchlos; Geschmack: -; Basidien: 4-sporig, ca. 29-35 x 8-9;; Cheilozystiden: metuloid, dickwandig, spindelig-bauchig, ca. 55-70 x 16-19, Wandstärke 2-3 µm; dazwischen zahlreiche dünnwandige, keulige Zellen; Pleurozystiden: wie die Cheilos geformt, mit ähnlichen Maßen, Wandstärke 1,5-2 µm; Kaulozystiden: im untern Stieldrittel keine gefunden, im oberen Stieldrittel büschelig, teils metuloid und meist dickwandig, ca. 55-80 x 15-20, Wandstärke um 1,5-2 µm, durchmischt mit dünnwandigen, keulig-blasigen Zellen; HDS: -; Sporen: mandel- bis schwach bohnenförmig, dickwandig, glatt, 9,9 x 5,7 (9-11,5 x 5,5-6), Q=1,7 (1,5-1,9); Bestimmung: Inocybe fuscidula;
Donnerstag, 18. Oktober, Leutstetten
Im reinen Buchenwald auf einem erdigen Waldpfad:
Funddaten: 18.10.2006; MTB 7934/3/4/1, 630 m Leutstetten, Sonnenberg, auf dem Waldpfad oberhalb des südlichen Sonnenberghangs, auf nackter Erde, im reinen Buchenwald; gesellig bis büschelig (>10 Fk); Hut: 1-2,3 cm breit, stumpf gebuckelt, am Scheitel bisweilen schollig bis angedrückt schuppig, sonst fein- bis grobfilzig, zum Hutrand hin auch grobfaserig, Hutrand leicht fransig und mit blassockerfarbenen Cortinaresten überzogen; Cortina nur bei 2 mm großen Babys erkennbar, schnell vergänglich, Hutfarben: ockergelb, Befaserung und Scheitelschuppen auch dunkler ockerbraun bis rötlichbraun; Stiel: bis 4 cm lang, bis 0,5 cm dick, zylindrisch, im unteren Drittel meist verbogen, basal nur schwach erweitert, aber nicht keulig oder knollig, auf ganzer Länge bereift, an der Spitze cremefarben, darunter blass ocker bis hellbraun, weißlich bereift und überfasert; Lamellen: breit angewachsen und bisweilen mit Zähnchen herablaufend, bauchig, jung hellgrau, reif grauocker bis graubraun, bisweilen mit schwachem Olivton; Schneiden deutlich feinkerbig und weißflockig; Fleisch: in Hut- und Stielmitte weißlich, sonst wässerig cremegrau; Geruch: unauffällig; Geschmack: mild, eher unangenehm, etwas bitterlich; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: metuloid, flaschenförmig, ca. 60-70 x 14-16, Wandstärke 2-3,2 µm, dazwischen zahlreiche keulige bis birnenförmige Zellen; Pleurozystiden: wie Cheilos geformt, ca. 75 x 14; Kaulozystiden: auch im unteren Stieldrittel, dort teils metuloid, ca. 55-80 x 12-20, Wandstärke 1-2 µm, dazwischen zahlreiche blasige bis birnenförmige Zellen; HDS: ; Sporen: elliptisch bis mandelförmig, glatt, dickwandig, 9,7 x 5,8 (8,5-10,5 x 5-6,5), Q=1,68 (1,4-2), 10 Sp. gemessen; Bestimmung: conf. Ditte Bandini als I. pholiotinoides;
Donnerstag, 24. August, Taubenberg
Am Wegrand bei Weißtanne:
Funddaten: 24.08.2006; Taubenberg, am Rand eines schottrigen Waldpfades bei großen Tannen (Fichten weiter entfernt auch vorhanden), gesellig; Hut: bis 4,5 cm breit, feinfilzig, bisweilen angedrück feinst faserschuppig, im Zentrum etwas beschürfelt wirkend, nur am Hutrand bisweilen faserig aufreißend, ockerbraun, bisweilen mit rostbraunen Stellen, Hutrand jung etwas nach innen gebogen und schwach weißlich befasert; Stiel: bis 3,5 cm lang, zylindrisch, relativ kräftig, Basis meist keulig verdickt, cremeweiß, bisweilen vor allem zur Basis hin etwas brüunend, auf ganzer Länge fein bereift, keine Cortina festgestellt; Lamellen: jung cremeweiß, später hellgrau, bis graubraun (mit schwachem Olivton), Schneiden schwach weißflockig, unterm Mikro schartig; Fleisch: weiß, im Stiel cremeweiß, über den Lamellen mit wässrig grauer Zone; Geruch: unauffällig; Geschmack: mild, unauffällig; Lamellentrama: -; Basidien: ca. 25 lang, 4-sporig; Cheilozystiden: metuloid, dickwandig, ca. 50-60 x 18, Wandstärke bis 2 (am Zystidenbauch) bzw. 3 (am Halsteil), dazwischen birnenförmige bis keulige Zellen; Pleurozystiden: wie Cheilos, aber spärlich; Kaulozystiden: Kaulos im oberen Stieldrittel teils metuloid, dickwandig, ca. 45-65 lang, spindelig-bauchig bis flaschenförmig, echte Kaulos im unteren Stieldrittel, büschelig, teilweise metuloid, dickwandig, mit Basalschnallen; HDS: ; Sporen: elliptisch bis mandelförmig, mäßig dickwandig, 7,8 x 5 (7-8,5 x 4,5-5,5), Sporenmaße vom Exsikkat: 8,1 x 5,1 (7-9 x 4,5-5,5), Q=1,6 (1,4-2), 20 Sp. gemessen; Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe spec.;
31. August, Vorgarten in München
Bei Pappel und Birke (Mikrodaten vom Exsikkat):
Funddaten: 31.08.2006; MTB 7835/3/2/3, 520 m, München, Garten, in der Wiese, am nächsten bei der Pappel, aber auch nicht allzu weit von der Birke entfernt; gesellig (ca. 5); Hut: bis 3 cm breit, schwach gebuckelt, liegend grobfaserig, am Rand oft aufreißend, Rand etwas fransig, jung durch weiße Cortina mit dem Stiel verbunden, Hutfarbe haselnussbraun; Stiel: bis 3,5 cm lang, zylindrisch, im oberen Drittel feinst bereift, sonst längsfaserig, Basis nicht verdickt, weißlich überfasert, aber hellbraun durchschimmernd, später hellbraun; Lamellen: aufsteigend angewachsen, jung weiß bis grauweiß, alt grau bis blass graubraun; Fleisch: m Hut sehr dünnfleischig, weißlich, in der Stielrinde hellbraun; Geruch: uncharakteristisch, etwas streng; Geschmack: mild, +/- neutral; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: spindelig-bauchig, meist metuloid, dickwandig (1,5-2,5 µm, am Hals kaum dicker als am Bauch), ca. 45-62 x 11-18, dazwischen zahlreiche blasige und keulige Zellen; Pleurozystiden: ähnlich, zahlreich, z.B. 55x16/2,5; Kaulozystiden: echte Kaulos höchstens sporadisch, Stielbereifung im oberen Abschnitt aus zylindrischen, bis schwach keuligen Zellen, schwach ausgeprägt; HDS: -; Sporen: glatt, elliptisch bis mandelförmig, 9,1 x 5,5 (7,5-10,5 x 5-6), Q=1,65 (1,4-1,9), 20 Sp. gemessen; Sporenpulver: -; Bestimmung: gehört zu den Fibrillosae, könnte evtl. I. albovelutipes sein;
3. Dezember, Eibenwald zu Paterzell
Im Mischwald:
Funddaten: 03.12.2006; 8132/1/4/3, 650 m, Paterzeller Eibenwald; bei Fichte, Tanne, Kirsche und (weiter entfernt) Buche; gesellig (2 Fk); Hut: bis 2 cm breit, mit warzenförmigem Buckel, Grundfarbe rötlichbraun bis schokoladenbraun, ab dem Scheitel mit ockergrauen, anliegenden Faserschuppen besetzt, zum Hutrand hin mehr grobfaserig, Hutrand bisweilen etwas fransig und radial einreißend; Stiel: bis 4 cm lang, dünn, verbogen, Grundfarbe blass ockerbraun, im oberen Stieldrittel mit Lilaton, nur an der Spitze bereift, auf ganzer Länge weißlich überzogen, Basis kaum verdickt; Lamellen: breit angewachsen, gedrängt, untermischt, ockerbraun, Schneiden fein gekerbt; Fleisch: wässerig braun, im oberen Stieldrittel blass lilafarben; Geruch: unauffällig; Geschmack: +/- neutral; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: spindelig-bauchig bis flaschenförmig, metuloid, mäßig dickwandig (ca. 1 µm am Bauch, bis 2 µm am Hals), ca. 55-65 x 12-15, untermischt mit keuligen und blasigen, meist unpigmentierten Zellen, mit Basalschnallen; Pleurozystiden: ähnlich wie Cheilos; Kaulozystiden: "echte" nur im oberen Stielbereich, wie die Cheilos untermischt mit keuligen und blasigen Zellen; HDS: -; Sporen: mandelförmig, apikal konisch zugespitzt, 9,1 x 5,5 (8,5-10 x 5-5,5), Q=1,66 (1,55-1,80); Sporenpulver: -; Bestimmung: I. cincinnata var. cincinnata;
4. November, St. Heinrich, Starnberger See
Bei Fichte:
Funddaten: 04.11.2006; Seeshaupt-St. Heinrich, Nonnenwald; bei Fichte, gesellig (4 Fk); Hut: bis 2 cm breit, breitkegelig, kaum gebuckelt, angedrückt fein faserig, jung vollständig, später nur noch am Rand mit grauweißem Velum überfasert, haselnussbraun bis umberbraun, am Scheitel mehr ockerbraun, Hutrand auch jung ohne Cortina; Stiel: bis 4 cm lang, zylindrisch, schwach gebogen, basal schwach oder nicht verdickt, fest mit dem Substrat verwachsen, Stiel längsfaserig, blass fleischbräunlich, apikal etwas dunkler und intensiver orangeocker bis ockerbraun, an der Basis fast weißlich, bis weit über die Mitte oder auf ganzer Länge fein weißlich bereift; Lamellen: aufsteigend und relativ breit angewachsen, bauchig, mäßig gedrängt, jung weiß, später hell graubraun, Schneiden weißflockig ; Fleisch: wässerig und hell graubraun, jung zu den weißen Lamellen deutlich kontrastierend, im Stiel im oberen Drittel rosabraun (jung sehr intensiv), zur Basis hin blasser cremefarben bis blassocker; Geruch: unauffällig; Geschmack: -; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig, z.B. 36x10, 34x12, 32x12, nicht pigmentiert; Cheilozystiden: spindelig-bauchig, bis flaschenförmig, metuloid, ca. 45-60 x 14-18, Wandstärke am Bauch um 1,5, am Hals 3-4 µm, dazwischen birnenförmig bis blasige Zellen; Pleurozystiden: ähnlich wie Cheilos, ca. 55-69 x 15, Wandstärke wie bei den Cheilos, mit Basalschnallen; Kaulozystiden: ähnlich wie die Cheilos, auch im unteren Stielteil vorhanden, metuloid, ca. 60-80 x 15-18, Wandstärke am Bauch ca. 1-1,5 µm, am Hals ca. 2,5 µm; HDS: -; Sporen: dickwandig, glatt, mandelförmig, Enden meist konisch zugespitzt, 10,6 x 6 (9,5-12 x 5,5-7), Q=1,76 (1,6-2) ; Sporenpulver: -; Bestimmung: I. leiocephala (?);
20. September, Isarauen Grünwald
Im Laubwald:
Funddaten: 20.09.2006; Isarauen Grünwald; bei Hainbuche und Rotbuche; gesellig bis rasig; Hut: bis 3,8 cm breit, jung kegelig, dann stumpf gebuckelt, am Buckel feinfilzig, dann faserschuppig aufreißend, zum Rand hin grobfaserig; Grundfarbe graubraun, jung heller, vor allem am Scheitel oft dunkler graubraun, bisweilen auch blaugrün (wie I. corydalina) und mit silbriggrauem Velumbelag, dann stellenweise stark rötend, vor allem an aufreißenden Stellen, Hutrand ganz jung mit weißen Cortinaresten behangen, die nur spärlich bzw. sehr vergänglich mit dem Stiel verbunden sind; Stiel: bis 5 cm lang, zylindrisch, basal verdickt wirkend, im Schnitt aber eher zugespitzt in die Erde eingesenkt, mit der die Basis stark verwachsen ist, Stiel im oberen Drittel bereift, dann mehr und mehr verkahlend (makrosk.) und längsfaserig, an der Spitze weißlich, darunter mehr und mehr rötlichbraun, zur Basis hin auch scheitelfarben blaugrün verfürbt; Lamellen: schmal angeheftet, jung grauweißlich, über blass rosagrau, alt blass olivbraun, bei Verletzung rötend, Schneiden weißflockig; Fleisch: weiß, über den Lamellen mit hyaliner Zone, im Schnitt nicht, nach längerem Liegen schwach rötend, im Stiel im unteren Drittel gelbbraun, aber auch blaugrün verfärbend; Geruch: ähnlich wie I. corydalina, aber schwächer, säuerlich, nach parfümierter Seife; Geschmack: -; Lamellentrama: -; Basidien: -; Cheilozystiden: schlank spindelig, bis spindelig-bauchig, metuloid, dickwandig, dazwischen blasige Zellen; Pleurozystiden: ähnlich wie Cheilos; Kaulozystiden: keine echten Kaulos gefunden, Endzellen der Stielbereifung im oberen Drittel zylindrisch mit abgerundeten Enden; HDS: -; Sporen: sehr dickwandig, elliptisch bis mandelförmig, 10 x 5,9 (9,5-11 x 5,5-6), Q=1,7; Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe haemacta, Grünroter Risspilz, oder I. corydalina;
10. September, Leutstetten, Würmtal
Im Buchenwald in der Laubstreu:
Funddaten: 10.09.2006; Leutstetten, Würmtal, im Buchenwald über Kalk, in der Laubstreu, gesellig bis schwach büschelig; Hut: bis 3 cm breit, stumpf bis warzig gebuckelt, am Scheitel feinfilzig bis faserschuppig, zum Rand hin grob faserfilzig, graubraun bis haselnussbraun, im Zentrum bisweilen dunkelbraun, Rand flaumig faserig und jung durch fädige Cortina mit dem Stiel verbunden, weißliche Reste davon bisweilen am Hutrand haftend; Stiel: bis 4,5 cm lang, dünn, zylindrisch, basal bisweilen keulig verdickt, oft verbogen (beim Wachstum durch dicke Laubstreu), apikal feinst bereift, darunter jung mit fädiger Ringzone durch die Cortinareste, darunter auf hellbraunem Grund dicht weiß überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angeheftet, sehr bauchig, jung blass graugelb, reif olivocker bis olivbraun, Schneiden dicht und fein weißflockig; Fleisch: cremefarben, im Stiel hell holzfarben; Geruch: uncharakteristisch ; Geschmack: -; Lamellentrama: -; Basidien: -; Cheilozystiden: spindelig bis spindelig-bauchig, metuloid, dickwandig (1,5-2,0, am Hals bis 2,5), ca. 60 x 15; Pleurozystiden: äähnlich wie die Cheilos, etwas länger (ca. 70 x 15) und noch dickwandiger (bis 3 am Hals); Chemie: -; Kaulozystiden: im oberen Stieldrittel büschelig, teils metuloid, spindelig, ca. 75 lang (auch viel längere beobachtet), Wandstärke bis 1,5; HDS: -; Sporen: elliptisch, an den Enden konisch zugespitzt, dickwandig, 9 x 5,3 (8-10 x 5-6), Q=1,7 (1,6-1,8); Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe flocculosa var. crocifolia;
2. September, Forstenrieder Wald bei München
Bei Roteiche und Buche:
Funddaten: 02.09.2006; Forstenrieder Wald, Oberdill, an einem Hang bei Roteiche und Buche; gesellig; Hut: bis 4 cm breit, im Zentrum filzig, zum Rand hin mehr und mehr liegend radialfaserig, am Rand grobfaserig und etwas fransig, im Zentrum räötlich braun, dann bals olivbraun, zum Rand hin immer heller, olivocker; Stiel: bis 5 cm lang, bis 0,8 cm breit, kräftig, zylindrisch, Basis schwach keulig erweitert, weißlich bis cremebfarben, vor allem zur Basis hin braunfleckig, vor allem im oberen Drittel, aber auf ganzer Länge fein bereift; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, gedrängt, hellgrau bis graubraun mit Olivton, Schneiden stark weißflockig; Fleisch: cremefarben; Geruch: deutlich spermatisch; Geschmack: -; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: dünnwandig, zylindrisch bis keulig, dicht stehend; Pleurozystiden: keine beobachtet; Chemie: ; Kaulozystiden: -; HDS: -; Sporen: elliptisch bis bohnenförmig, dickwandig, glatt, 10-12 x 6-7, Q=1,5-2; Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe rimosa, Kegeliger Risspilz;
Sonntag, 27. August, Oberschleißheim, Berglholz
Am Straßenrand bei Kiefern und Eichen (?), kein Risspilz, sondern ein Cortinarius:
Funddaten: 27.08.2006; Oberschleißheim, Berglholz, am Rand der Teerstraße bei Kiefern und Eichen (?) auf kalkreichem Boden, gesellig; Hut: bis 3 cm breit, stumpf gebuckelt, feinfilzig, am Rand jung weißlich grobfilzig überfasert bis behangen (Cortinareste), Hutfarbe ockerbraun, am Scheitel etwas dunkler als am Rand; Stiel: bis gut 3 cm lang, zylindrisch, voll, Basis keulig verdickt, längsfaserig, nicht bereift, weißlich befasert, Fasern teils abstehend, Grundfarbe hellbeige, zur Basis hin dunkler braun; Lamellen: entfernt, schwach ausgebuchtet und breit angewachsen, zimtbraun, Schneiden glatt bis schwach wellig, +/- gleichfarben; Fleisch: hell beige, zur Basis hin dunkelbraun durchgefärbt; Geruch: unauffällig; Geschmack: säuerlich; Lamellentrama: -; Basidien: -; Cheilozystiden: Marginalzellen; Chemie: KOH auf Hutfleisch schwarzbraun; Kaulozystiden: -; HDS: -; Sporen: elliptisch, 7,4 x 5,7 (7-8 x 5-6), Q=1,3 (1,25-1,4), grobwarzig; Sporenpulver: -; Bestimmung: Cortinarius spec. vermutlich Telamonia;
An einem Bachlauf bei Schwarzerlen:
Funddaten: 27.08.2006; Oberschleißheim, Berglholz, an kleinem Bachlauf bei Schwarzerlen und Eschen auf kalkreichem Boden (Schotter); gesellig; Hut: bis 3,8 cm breit, kegelig-gewölbt, schwach gebuckelt, Rand vor allem jung bisweilen stark nach innen gebogen, am Scheitel filzig, sonst liegend grob längsfaserig und streifig, +/- stark mit silbergrauem, filzigem Velum überzogen, das bisweilen konzentrische oder unregelmäßige Muster oder Fleckungen bildet (erinnert bisweilen an Raubvogelgefieder), Hutfarbe haselnussbraun; Stiel: kurz und kräftig (bis 3,5 cm lang, bis 1 cm breit), zylindrisch, Basis oft etwas abgewinkelt und schwach verdickt bis etwas keulig, nur apikal schwach beschürfelt, sonst längsfaserig streifig, apikal cremeweiß, drunter hell ockerbraun, zur Basis hin hutfarben haselnussbraun; Cortina sofern vorhanden sehr vergänglich; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, bisweilen mit Zahn kurz herablaufend, jung grauweiß, reif hellgrau, Schneiden weißflockig; Fleisch: im Hut weiß, im Stiel cremefarben; Geruch: unauffällig bis schwach süßlich; Geschmack: mild, neutral; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig, ca. 35x10; Cheilozystiden: keulig, dünnwandig, ca. 45x13; Pleurozystiden: keine beobachtet; Kaulozystiden: fehlen, Endzellen der Stielbekleidung zylindrisch bis keulig mit abgerundeten Enden, ca. bis 12 µm breit; HDS: ; Sporen: elliptisch bis schwach bohnenförmig, dickwandig, 10,2 x 5,9 (9,5-10,5 x 5,5-6), Q=1,7 (1,7-1,8); Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe maculata, Gefleckter Risspilz;
Samstag, 26. August, Taubenberg
Im Kiefernmoor in den Moosbeeren:
Funddaten: 26.08.2006; Mangalltal, Kiefernmoor, bei Kiefer, gesellig; Hut: bis 3 cm breit, stumpf bis warzenförmig gebuckelt, am Scheitel feinschuppig beschürfelt, dann fein längsfaserig, zum Rand hin grob faserig und bisweilen etwas aufreißend, Rand etwas fransig (auch rel. jung keine Cortina sichtbar), feucht etwas speckig glänzend, später matt, kastanienbraun, schwach hygrophan, vor allem am Rand nach Hellbraun ausblassend; Stiel: bis 7 cm lang, zylindrisch, nur apikal beschürfelt, sonst weißlich überfasert, Basis knollig (bis 9 mm) aber nur angedeutet etwas abgesetzt (jung mit weißlicher Zone), Stielfarbe hellbraun bis rötlichbraun, Stielknolle weißlich; Lamellen: jung weißlich bis hellgrau, reif ockerbraun; Fleisch: wässerig braun; Geruch: unauffällig; Geschmack: - ; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: teilweise metuloid (überwiegend), spindelig bis flaschenförmig, dickwandig (1-2 µm), ca. 60-70 x 13-16; Pleurozystiden: metuloid, meist dicker und kürzer als die Cheilos (ca. 62-65 x 20); Kaulozystiden: fehlen, Endzellen der Stielbekleidung zylindrisch mit abgerundeten Enden, dickwandig (ca. 0,5 µm), wirken schwach inkrustiert, ca. 7-9 µm breit; HDS: ; Sporen: stark höckerig (6-7 Höcker in der Aufsicht), 8,9 x 6,5 (8-9,5 x 6-7,5); Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe napipes;
Freitag, 18. August, Taubenberg
Im anmoorigen Fichtenjungwald:
Funddaten: 18.08.2006; Taubenberg, nahe am Bachlauf, im anmoorigem Fichtenjungwald in moosiger Nadelstreu; gesellig; Hut: bis 2,5 cm breit, gewölbt mit stumpfem Buckel, matt, samtig bis feinfilzig, Rand wellig und faserig bis fransig, jung durch Cortina mit dem Stiel verbunden, dattelbraun; Stiel: bis 3,5 cm lang, zylindrisch, Basis schwach knollig verdickt, fleischbräunlich (mit rötlichem Ton), im oberen Drittel weißlich bereift, darunter weißlich längsfaserig überwachsen; Lamellen: aufsteigend angewachsen, jung grauweiß, später olivbraun, Schneiden weißflockig; Fleisch: über den Lamellen sehr dünnfleischig, weiß, im Stiel cremefarben, in der Stielrinde fleischbräunlich; Geruch: unauffällig; Geschmack: mild, neutral; Lamellentrama: -; Basidien: -; Cheilozystiden: überwiegend metuloid, dickwandig (am Bauch bis 2 µm) , spindelig-bauchig, ohne blasige Zellen dazwischen, dicht an dicht bis büschelig stehend; Pleurozystiden: wie Cheilos, aber spärlich; Kaulozystiden: im oberen Stieldrittel metuloid, büschelig, sehr lang (ca. - 90 µm, dickwandig; im unteren Stieldritte ähnlich, aber spärlicher und teilweise deformiert; HDS: ; Sporen: elliptisch bis mandelförmig, 9,8 x 5,9 (8,5-12 x 5-6,5); Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe nitiduscula (?);
An einem Hohlweg, im Mischwald:
Funddaten: 18.08.2006; Taubenberg, auf einem Hohlweg bei Tanne und Fichte (Buche wohl zu weit entfernt; Hut: bis 4 cm breit, jung kegelig, später konvex, Rand bisweilen stark nach innen gebogen und oft fransig, Cortina bereits jung vom Stiel abgerissen, Hutrand dadurch behangen, Scheitel beim reifen Exemplar mit markantem warzenförmigen Buckel, Färbung vor allem am Scheitel hell, weißlich bis blassocker, zum Rand hin dunkler bis strohfarben, Huthaut am Scheitel +/- glatt, zum Rand hin schon bald liegend bis aufreißend längsfaserig, bisweilen mit abstehenden Fasern oder Fransen; Stiel: 4-8 cm lang, ziemlich kräftig (bis 1 cm breit), zylindrisch, an der Basis keulig verdickt, jung weißlich, später blass ockerbraun, im oberen Drittel fein bereift, darunter längsfaserig, an der Basis rotbraun bis braun gefleckt; Lamellen: schmal angeheftet, mäßig gedrängt, Schneiden weißflockig, jung grauweiß, später über ockergrau bis rostbraun; Fleisch: weiß, im Stiel satt cremefarben, über den Lamellen mit wässriger Zone, mit Tendenz zu rosarötlicher Verfärbung, vor allem in der Stielbasis, bisweilen aber auch im Hutfleisch blassrosa anlaufend; Geruch: intensiv blütenartig bis parfümiert; Lamellentrama: -; Basidien: -; Cheilozystiden: spindelig, metuloid, dickwandig (am Bauch bis 1 µm), ca. 57-66 x 12-17; Pleurozystiden: wie Cheilos, aber spärlich; Kaulozystiden: im oberen Stieldritten kaulozystidenartige Zellbüschel aus Keuligen, nicht metuloiden, dünnwandigen Zellen; HDS: ; Sporen: elliptisch bis zitronenförmig, 9,5 x 6,4 (8,5-10 x 6-6,5), Q=1,5; Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe fraudans, Birnenrisspilz;
Im Mischwald, in einer feuchten Mulde:
Funddaten: 18.08.2006; Taubenberg, in feuchter Mulde bei Buche, Fichte und Tanne; Hut: ca. 3,5-4,5 cm breit, faserschuppig, Schüppchen bisweilen abstehend, Rand jung durch Cortina mit dem Stiel verbunden, später schwach fransig; Stiel: bis 10 cm (!) lang, schlank-zylindrisch, voll, längsfaserig, vor allem jung mit abstehenden groben Fransen oder Flöckchen, aber nicht bereift, Basis nicht verdickt und schwach wurzelnd, bei Berührung rötend; Lamellen: jung weißlich bis hellbeige, im Alter rostbraun; Fleisch: schmutzigweiß bis cremefarben, unter dem Scheitel bräunlich, im Schnitt nur im Stiel +/- stark rötend; Geruch: obst- bis blütenartig; Geschmack: -; Lamellentrama: -; Basidien: -; Cheilozystiden: zylindrisch, dünnwandig; Pleurozystiden: keine beobachtet; Kaulozystiden: -; HDS: ; Sporen: elliptisch, dickwandig, ca. 12-13 µm lang; Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe bongardii var. bongardii, Duftender Risspilz;
Mittwoch, 16. August, Baierbrunn
Im Mischwald, am schottrigen Wegrand:
Funddaten: 16.08.2006; Baierbrunn bei München, am schottrigen Wegrand bei großen Fichten und Buchen; Hut: bis 4,5 cm breit, jung halbkugelig, später konvex, nicht oder stumpf gebuckelt, am Scheitel grobschuppig, zum Rand hin feinschuppig bis faserschuppig, am Scheitel rotbraun, zum Rand hin blass hellbraun mit rosa Ton, Rand ein Stückchen über die Lamellen gezogen und jung durch weiße Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel: bis 7 cm lang, bis 2 cm breit, kräftig und voll, zylindrisch bis spindelig, an der Basis gekniet und wurzelnd, weißlich, +/- hellbraun längsfaserig, zur Basis hin mit rostbraunen Flecken, bei Berürührung vor allem an der Basis rötend; Lamellen: breit angewachsen, jung weiß bis hellgrau, durch die Sporen braunfleckig, Schneiden weißflockig und wellig bis schartig; Fleisch: weiß, unter der Huthaut hellbraun, im Schnitt überall schnell rötend (violettrosa), am stärksten in der Stielbasis; Geruch: intensiv nach scharfem Obstbrand, auch etwas blütenartig oder an Pelargonium erinnernd, aber nicht ausgesprochen süßlich; Geschmack: mild, +/- neutral ; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig, ca. 45-48 lang; Cheilozystiden: zylindrisch bis utriform, dünnwandig; Pleurozystiden: keine beobachtet; Kaulozystiden: -; HDS: ; Sporen: elliptisch, dickwandig, 11,4 x 6,3 (11-12 x 6-7), Q=1,8 (an den Lamellen gemessen, Exemplar noch unreif!); Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe bongardii var. bongardii, Duftender Risspilz;
Donnerstag, 10. August, Taubenberg
Im Mischwald, am Wegrand:
Funddaten: 10.08.2006; Taubenberg, ca. 800 m, im Mischwald, am Wegrand an relativ lichter, grasig-moosiger Stelle, bei älteren Fichten, in der Nähe auch sehr junge Tannen und Buchen; Hut: bis 4,5 cm breit, deutlich gebuckelt, jung konvex, alt stark aufgebogen und wellig, feinfilzig, zum Rand hin vor allem alt faserig, Scheitel hell orangebraun, dann ockerbraun und am Rand hellocker ausgeblasst; Stiel: bis 5,5 cm lang, , bis 0,8 cm breit, zylindrisch, verbogen, jung cremeweiß, später sattcreme, nur schwach faserig, auf ganzer Länge fein bereift, Basis deutlich gerandet knollig und weiß; Lamellen: aufsteigend angeheftet, jung grauweiß, alt graubräunlich, Schneiden feinflockig gezähnelt (farblich kaum kontrastierend); Fleisch: im Stiel und am Hutrand cremefarben, unter dem Buckel ockergelb, in der Stielknolle cremeweiß; Geruch: unauffällig, +/- neutral; Geschmack: mild, +/- neutral ; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: ähnlich wie die Pleuros, dazwischen keulige bis birnenförmige Zellen; Pleurozystiden: metuloid, spindelig-bauchig, ca. 47-60 x 16-22, Wandstärke meist 1,5-2 µm; Kaulozystiden: im unteren Stieldrittel meist metuloid, spindelig-bauchig, ca. 46-60 x 20-25, Wandstärke meist 1,5-2 µm; HDS: ; Sporen: höckerig, in der Aufsicht meist 8-10 Höcker auszumachen, 8,9 x 6,6 (8-10 x 6-7,5), Q=1,35 (1,1-1,6); Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe mixtilis, Gerandetknolliger Risspilz;
Im Fichten-Tannen-Wald, auf einem schottrigen Erdweg:
Funddaten: 10.08.2006; Taubenberg, ca. 760 m, im Fichten-Tannen-Wald, auf schottrigem Waldpfad, bei großen Tannen und Fichten, gesellig (vergesellschaftet mit Rötlichem Gallerttrichter); Hut: 2,5-3 cm breit, trocken und matt, stark radialrissig, jung kaum, später schwach und stumpf gebuckelt, am Scheitel samtig bis angedrück feinschuppig, die äußeren 2/3 dann längsfaserig und am Rand aufreißend, dunkel haselnussbraun, im Zentrum bisweilen ockerbräunlich ausblassend; Stiel: bis 3,2 cm lang, ca. 0,4-0,5 cm breit, zylindrisch, zur Spitze hin deutlich verbreitert und oft zusammengedrückt, dann bis 0,8 cm breit, blass beigebräunlich, an der Spitze bisweilen mit rötlichem Ton (jung!), apikal weißlich bereift, darunter längsfaserig, glänzend, Basis schwach verdickt; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, mäßig gedrängt, jung weißlich, später rauchgrau, schließlich olivgrau, Schneiden fein weißflockig gezähnelt; Fleisch: im Stiel cremefarben, im Hut wässerig graubraun; Geruch: unauffällig, +/- neutral; Geschmack: mild, +/- neutral ; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig, ca. 32-35 x 9-10; Cheilozystiden: metuloid, ca. 55-65 x 17-20, Wandstärke bis 1 µm; Pleurozystiden: metuloid, ca. 70-80 x 16-18, Wandstärke bis 1 µm; Kaulozystiden: im oberen Stieldrittel vorwiegend metuloid, ca. 60-15 x 11-15, büschelig, Wandstärke bis 1 µm; im unteren Stieldrittel nicht metuloid, weniger bauchig und kleiner, zum Teil sehr groß (40-50 x 10-11 bzw. 70-90 x 13-24); HDS: ; Sporen: mandelförmig, dickwandig, 8,4 x 5,7 (8-9 x 5-6),Q=1,5 (1,3-1,7); Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe spec., bleibt unklar;
Montag, 31. Juli, Taubenberg
Im Fichten-Tannen-Wald, am Rand der Forststraße:
Funddaten: 31.07.2006; Taubenberg, ca. 750 m, im Fichten-Tannen-Wald, am Rand der Forststraße am Stammgrund einer großen Fichte und bei einer gewaltigen Tanne, einzeln; Hut: 2,5 cm breit, spitz gebuckelt, grob längsfaserig, zum Rand hin bastartig, Rand teils abstehen und überhängend fransig, strohgelb, in der Mitte etwas dunkler und mehr brüunlich; Stiel: 3,5 cm lang, zylindrisch, voll, weißlich bis hellbeige, auf ganzer Länge weiß bereift bis befasert, Basis knollig verdickt und angedeutet gerandet, weiß; Lamellen: schmal angewachsen, dicht stehend, olivbraun, stark weißflockig; Fleisch: weißlich, im Stiel cremefarben; Geruch: schwach spermatisch; Geschmack: -; Lamellentrama: regulär, Septen mit Schnallen; Basidien: 4-sporig, keulig mit abgesetzten dicken Köpfen und meist schlanken Basalabschnitten, ca. 36-42 x 13-15, ohne Basalschnallen; Cheilozystiden: keulig, meist gegliedert, mit Schnallen, Endzellen ca. 33-50 x 12-20; Pleurozystiden: keine beobachtet; Kaulozystiden: Endzellen der Stielbekleidung zylindrisch mit abgerundetem Ende, aus längeren Ketten, ca. 8-12 µm breit, mit Schnallen, im gesamten Stielbereich vorhanden; HDS: ; Sporen: elliptisch, mäßig dickwandig, 12,1 x 7,1 (11-13 x 7-7,5), Q=1,7 (1,6-1,9); Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe rimosa (var. obsoleta);
Sonntag, 23. Juli, Taubenberg
Im Fichten-Tannen-Wald, an lichter, grasiger Stelle:
Funddaten: 23.07.2006; Taubenberg, ca. 780 m, im Fichten-Tannen-Wald, an einer feuchten, grasigen Stelle mit Brombeeren und Sauerklee, gesellig (zu zweit); Hut: 3,5-5 cm breit, filzig-grobfaserig bis faserschuppig, vor allem am Rand mit abstehenden Schüppchen, kaum gebuckelt, tabakbraun bis heller beigebraun, am Scheitel schokoladenbraun; Stiel: 8-9 cm lang, 1,2-2 cm breit, subzylindrisch bis spindelig und verbogen wurzelnd, Spitze weißlich, darunter mit dunkelbrauner Zone, zur Basis hin wieder weißlich, oberes Drittel grob (fast warzig) bräunlich bereift, darunter bräunlich überfasert, Stielbasis im Schnitt und beim Reiben deutlich rötend; Lamellen: angeheftet, zimt- bis schokoladenbraun, Schneiden dicht weißflockig; Fleisch: weiß, im Schnitt nach wenigen Sekunden rötend; Geruch: süßlich mit Pelargonium/Blüten-Komponente (seufz!); Geschmack: mild, +/- neutral; Lamellentrama: regulär, aus kurzen, dicken Zellen (50-100 x 8-18), Septen ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: zylindrisch, wellig, teils gelbbraun pigmentiert; Pleurozystiden: keine beobachtet; Kaulozystiden: Stielschüppchen aus dichten Zellbüscheln, Zellen zylindrisch bis schwach keulig, ca. 10 µm breit, bis 100 µm lang, Septen mit Schnallen (Kongo neigt bei allen Präparaten zum Auskristallisieren!); HDS: HDS-Hyphen liegend, 8-10 µm breit, Septen mit Schnallen; Sporen: elliptisch bis schwach bohnenförmig, bisweilen auch mandelförmig, fast glatt, 13,4 x 7 (12-16 x 6,5-8,5), Q=1,9 (1,7-2,1); Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe bongardii, Duftender Risspilz;
Freitag, 14. Juli, Taubenberg
Im Fichten-Tannen-Wald, auf einem Hohlweg:
Funddaten: 14.07.2006; Taubenberg, ca. 770 m, im Fichten-Tannen-Wald, auf einem Hohlweg, gesellig mit zahlreichen Exemplaren; Hut: 1,5-3 cm breit, warzig gebuckelt, eingewachsen radialfaserig, am Rand bald aufreißend, goldbraun bis haselnussbraun; Stiel: 4-6 cm lang, bis 0,4 cm dick, zylindrisch, apikal bereift, sonst weißlich überfasert, jung cremefarben, später bräunlich, bisweilen rötlichbraun, vor allem zur Basis hin dunkler, Basis gerandet knollig; Lamellen: aufsteigend angewachsen, jung cremeweiß, reif olivbraun, Schneiden weißflockig; Fleisch: weißlich, im Stiel creme bis blassbräunlich; Geruch: schwach spermatisch; Geschmack: mild; Lamellentrama: -; Basidien: -; Cheilozystiden: spindelig-bauchig bis zylindrisch, teils beschopft, teils glatt, insgesamt sehr polymorph; Pleurozystiden: -; Kaulozystiden: keine beobachtet, Zellen der Stielbekleidung zylindrisch mit abgerundeten Enden, mit Schnallen; HDS: -; Sporen: extrem stark höckerig, (irgendwie unmessbar) 8,8 x 6,8 (7,5-10 x 6-8), Q=1,3 (1,1-1,5); Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe napipes, Rübenstieliger Risspilz;
Sonntag, 2. Juli, Forstenrieder Wald bei München
Zeitgleich mit den Ziegelroten erschienen diese Risspilze:
Funddaten: 02.07.2006; Forstenrieder Wald bei München, auf einem sonnigen Waldpfad, bei alten Fichten und jungen Buchen; gesellig bis büschelig; Hut: 1-2 cm breit, konvex, ohne Buckel, jung feinfilzig, später (in der Sonne!) angedrückt schuppig aufreißend, ockergelb, Schuppen dunkler braun, vor allem am Scheitel, Hutrand lange heruntergebogen, jung durch weißliche Cortina mit dem Stiel verbunden, jung mit weißlichen Cortinaresten, später verkahlend; Stiel: 2-2,5 cm lang, zylindrisch, hohl, beige bis gelbbraun, stark weißlich längsfaserig, Spitze heller, Basis nicht verdickt und weißfilzig; Lamellen: aufsteigend angewachsen, olivocker, Schneiden weißflockig; Fleisch: cremefarben, in der unteren Stielhälfte bräunlich; Geruch: schwach, eher neutral; Geschmack: mild, leicht süßlich-nussig (?); Lamellentrama: regulär, Zellen weißwurstförmig bis leicht eingeschnürt, 32-58 x 12-19, ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: überwiegend birnenförmig bis keulig, vereinzelt auch spindelig bis flaschenförmig; Pleurozystiden: keine beobachtet; Kaulozystiden: keine beobachtet, Zellen der Stielbekleidung zylindrisch, meist mit abgerundeten Enden, mit Schnallen; HDS: -; Sporen: elliptisch bis eiförmig, vereinzelt schwach bohnenförmig, glatt, dickwandig, 8,9 x 5,8 (8-10 x 5-6,5), Q=1,5 (1,3-1,7); Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe dulcamara, der Bittersüße Risspilz;
Samstag, 1. Juli, Valley, Mangfalltal
Völlig allein im Fichtenwald:
Funddaten: 01.07.2006; Valley, Mangfalltal; am Rand eines Waldweges (Bewuchs mit Sauerklee und Moos) im Fichten-"Stangerlwald"; einzeln; Hut: 2,5 cm breit, mit niedrigem, spitzen Buckel, stark radialfaserig, leicht aufreißend, am Rand bastartig und leicht fransig, haselnussbraun, zum Rand hin strohfarben radialstreifig; Stiel: 5 cm lang, 0,4 cm breit, längsfaserig, Spitze weißlich bereift, darunter fleischbräunlich mit rötlichem Ton, zur Basis hin heller, Basis schwach verdickt und weißfilzig, weder knollig noch gerandet; Lamellen: breit angewachsen, olivbraun; Fleisch: weiß; Geruch: schwach spermatisch; Geschmack: -; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: zahlreich und büschelig, spindelig bis flaschenförmig, überwiegend mit Kristallschopf, ca. 48-60 x 12-17, dickwandig (1-2 µm), dazwischen zahlreiche blasige und birnenförmige Zellen; Pleurozystiden: ähnlich wie Cheilos, etwas länger; Kaulozystiden: an der Stielspitze büschelig, wie Cheilos, ca. 50-70 lang, vorwiegend mit Kristallschopf, dazwischen mit blasigen Zellen; im unteren Stieldrittel meist unbeschopft, +/- zylindrisch bis leicht spindelig mit abgerundeten Enden, vereinzelt auch beschopft und spindelig; alle Kaulos mit Schnallen; HDS: -; Sporen: mandelförmig, mäßig dickwandig, 9,6 x 6,2 (8-12 x 5-7,5), Q=1,54 (1,3-1,7); Sporenpulver: -; Bestimmung: Inocybe nitidiuscula (Stielbasis nicht knollig-gerandet), Früher Risspilz, oder I. leiocephala (Kaulos im unteren Stieldrittel, wenn auch sehr spärlich);