Cortinarius 2025, Teil 2, übrige Sektionen

Nr. 35: Cortinarius fuscoalbus Kytöv., Niskanen & Liimat.

Zur Bestimmung: Sektion Atroalbi. Durch das stark ausgeprägte HDS-Hypoderm und die kleinen, stark dextrinoiden Sporen ganz gut erkennbar.

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Funddaten: 02.10.2025; MTB 8136-2-3-4, 675 m; Koordinaten: 47,85668; 11,77935; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Valley, Taubenberg Nord, Rothberg; Mischwald (Tanne, Fichte, Buche) über Hangablagerung (oberhalb Obere Süßwassermolasse, eher saurer bis neutraler Boden); bei mittelalten Buchen und (etwas weiter entfernt) Fichte und Tanne; gesellig (ca. 6 Fk); verges. mit Lactarius blennius;
Hut: 2,5 – 3,5 cm breit, anfangs kegelig, dann gewölbt bis ausgebreitet, mit fast spitzem bis abgerundetem Buckel, trocken und glatt, anfangs schokoladenbraun (fvk3), später kastanienbraun (fvk6), nicht durchscheinend gestreift, schwach hygrophan (trocken ockerbraun fvk17); bei jungen Fk am ganzen Hut mit dünnen, faserigen, weißlichen Velumresten; Stiel: bis 6,5 x 0,5 cm, basal verjüngt, auf beigem bis hellbraunem Grund weißlich überfasert; Velum weiß, spärlich und flüchtig, bildet einen faserigen Überzoug oder angedeutete Gürtel; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt (ca. 40 erreichen den Stiel), anfangs lehmbraun (fvk5, aber dunkler), später wärmer rötlichbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis dünn, Zellen teils kollabiert, teils intakt, intakte farblos oder fein bräunlich inkrustiert; Hypoderm sehr stark ausgeprägt, vielschichtig wie ein dickes Mauerwerk, aus subisodiametrischen kastenförmigen bis rundlichen, dickwandigen, ca. 13-23 µm breiten Zellen mit kräftig olivgelbem Dickwandpigment wie zementiert; ohne auffällige Inkrustationen, auch nicht in tieferen Schichten; Lamellenschneide: substeril, dominiert von kurzen keuligen Marginalzellen mit kurzkettigem Unterbau, dazwischen einzelne Basidien; Lamellentrama: in dickerer Schicht sehr blass bräunlich pigmentiert, Zellen mit hauchfeinen unauffälligen Inkrustationen; Basidien: 4-sporig, kollabierte nur mit sehr blassem Nekropigment; Maße: 23-28 x 6,0-7,5 µm; Sporen: ellipsoid, apikal mäßig breit gerundet, in Aufsicht ovoid bis ellipsoid, im Umriss rau, Warzen fein bis mittelgrob und niedrig, nur am Apex auch stärker überstehend; stark dextrinoid (dunkel orangebraun in Melzers, D2-D3); Maße: 7,4 x 4,7 (6,8-8,3 x 4,5-5,0), Q=1,57 (1,44-1,69), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 36: Cortinarius cf. glabrellus Kauffman

Zur Bestimmung: Sektion Subbalaustini. Mit FN und FAN8 als C. subbalaustinus bzw. C. glabrellus zu schlüsseln. Etwas befremdlich im Vergleich zu den Darstellungen in der Literatur sind die zumindest im Randbereich eher graubraunen Farben, die wohl auf den Velumüberzug sowie glimmerig weißliche eingewachsene Fasern zurückzuführen sind. Diese Farbgebung unterscheidet die Kollektion auch von der vergesellschafteten Kollektion Nr. 37, die viel glattere, mehr rotbraun Hüte aufweist.

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Funddaten: 02.10.2025; MTB 8136-4-1-1, 785 m; Koordinaten: 47,84042; 11,76280; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Valley, Taubenberg Nord, Schwarzberg; Mischwald (Tanne, Fichte, Buche, Zitterpappel, Birke) über Oberer Süßwassermolasse (karbonatisches Konglomerat); bei Birke, Zitterpappel und jungen Tannen; gesellig (9 Fk);
Hut: 3,5 – 6,5 cm breit, gewölbt, nicht oder nur ganz schwach gebuckelt, trocken und glatt, stark hygrophan und meist schon von Anfang an konzentrisch gezont, am Scheitel kastanienbraun (fvk6-7), um den Scheitel mit einem ockerbraunen Ring (fvk17), dann wieder dunkler braun, etwa wie am Scheitel, in der Randzone jung mit weißlichen Velumfasern und oft etwas eingewachsen weißlich glimmerig, ungestreift; trocken sandgelb bis beige (ca. fvk22); Stiel: bis 7 x 1 cm, basal keulig bis spindelig keulig, schmutzig cremefarben (fvk21); Velum weiß, oft mit deutlicher Abrisszone, mäßig dick, bildet einen dünnen, bisw. etwas schütteren Überzug; Lamellen: kurz abgerundet und mäßig breit angewachsen, gedrängt (50-52 erreichen den Stiel), ockerbraun (fvk17), reif etwas dunkler rehbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach raphanoid; Chemie: NH3 am Fleisch negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis als Ixocutis ausgeprägt, aus locker parallel liegenden Hyphen, Zellen in der obersten Lage weitgehend kollabiert/gelifiziert, sonst intakt, aber sehr dünnwandig, farblos oder farblich unauffällig feinst inkrustiert, bisw. mit olivgelbem, diffusem Pigment; Hypoderm schwach ausgeprägt, Zellen langgestreckt und nicht sehr breit (bis ca. 16 µm), schwach dickwandig, in tieferen Schichten ohne auffallende Inkrustationen, stellenweise mit blass olivbraunen, schwer lokalisierbaren Pigmentflecken; Lamellenschneide: heterogen, dominiert von Marginalzellen, die aber kaum von Basidiolen unterscheidbar sind, dazwischen auch viele Basidien: Lamellentrama: nahezu farblos, Zellen +/- glatt; Basidien: 4-sporig, reift oft olivbraun und mit Tendenz zum Kollabieren, kollabierte oft auffallend lang und schmal; ca. 26-35 x 7,5-8,5 µm, kollabierte bis 44 lang; Sporen: schlank ellipsoid, meist mit Hilardepression, apikal meist mäßig breit gerundet, dicht und mittelgrob warzig, im Umriss rau bis kurzstachelig, Warzen dicht stehend und fein bis mittelgroß, oft am ganzen Umfang, aber am Apex etwas stärker überstehend; ganz schwach dextrinoid, ockergelb bis ockerbraun in Melzers (D1); Maße: 8,0 x 4,8 (7,3-8,8 x 4,5-5,2), Q=1,64 (1,52-1,78), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 37: Cortinarius cf. glabrellus Kauffman

Zur Bestimmung: Sektion Subbalaustini. Unterscheidet sich von der vergesellschafteten Kollektion Nr. 36 durch orangebraune Hutfarben, bräunliches Fleisch, schwächeres Velum, nicht gelifizierte HDS und etwas stärker dextrinoide, gedrungenere Sporen. Trotz der erheblichen Unterschiede will ich nicht ausschließen, dass sich auch diese Kollektion als C. glabrellus herausstellt. Die Kollektion sieht nämlich dem C. glabrellus von Nico Dam in FAN8 sehr ähnlich und würde sich auch so schlüsseln. Mit dem Subbalaustini-Schlüssel in JEC2025 käme man zu C. centrirufus.

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Funddaten: 02.10.2025; MTB 8136-4-1-1, 785 m; Koordinaten: 47,84042; 11,76280; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Valley, Taubenberg Nord, Schwarzberg; Mischwald (Tanne, Fichte, Buche, Zitterpappel, Birke) über Oberer Süßwassermolasse (karbonatisches Konglomerat); bei Birke, Zitterpappel und jungen Tannen; gesellig (ca. 15 Fk);
Hut: 4 – 6,4 cm breit, jung halbkugelig bis glockig, dann gewölbt, nicht oder nur ganz schwach gebuckelt, orangebraun (fvk7), ungestreift, deutlich hygrophan, oft schon von Anfang an rund um den Scheitel mit einer schmalen gelbbraun verblassten Zone, trocken gelbbraun (fvk8-9) und oft dunkler braun fleckig; Stiel: bis 6,5 x 1,5 cm, basal gleichdick oder schwach spindelig erweitert, auf hellbraunem Grund weißlich überfasert; Velum weiß, dünn, bildet ziemlich weit unten am Stiel einen schütteren, flüchtigen Belag; Lamellen: leicht aufsteigend bis kurz abgerundet angewachsen, gedrängt (ca. 48 erreichen den Stiel), ockerbraun (fvk17), reif etwas dunkler rostbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: im Schnitt raphanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutishyphen intakt, ziemlich breit, teils farblos, teils fein quergestreift bräunlich inkrustiert; Hypoderm normal ausgeprägt, Zellen ca. 10-20 µm breit, mit blass cremegelblichem Wandpigment, an schmaleren Zellen mit kräftig ausgeprägten querstreifigen und plackenartigen olivbraunen Inkrustationen und in tieferen Lagen mit schwer lokalisierbaren olivbraunen diffusen Pigmentflecken; Lamellenschneide: fertil, mit vielen sterilen, von Basidiolen kaum unterscheidbaren Zellen; Lamellentrama: auch in dicker Schicht nur sehr blass und unauffällig pigmentiert, einzelne Zellen +/- farblos und glatt, schmal; Basidien: 4-sporig, oft tailliert oder kurz gestielt, reife bald olivbraun und mit Tendenz zum Kollabieren; Maße: 26-36 x 7-8,5 µm; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, apikal mäßig breit gerundet, basal oft etwas zugespitzt, fein bis mittelgrob warzig, im Umriss rau, selten kurzstachelig, Warzen fein bis mittelgrob, meist nur in Apexnähe gelegentlich deutlicher überstehend; mäßig stark dextrinoid, ockerbraun bis orangebraun in Melzers (D1-2); Maße: 7,8 x 4,9 (7,4-8,5 x 4,4-5,3), Q=1,58 (1,46-1,70), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 38: Cortinarius cf. incisior Bidaud, Moënne-Locc. & Reumaux

Zur Bestimmung: Die Sporen sind im Mittel um fast 1 µm länger als die von C. russulaespermus vom selben Tag (Nr. 18), sonst gibt es kaum nennenswerte morphologische Unterschiede. Gemäß Schlüssel in FAN8 könnte man die Kollektion als C. incisior bestimmen.

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Funddaten: 05.10.2025; MTB 7034-4-1-1, 505 m; Koordinaten: 48,93799; 11,42337; D – By – Landkreis Eichstätt, Gemeinde Denkendorf, Krummetal; Buchenmischwald über Dolomitstein (Frankenalb-Formation); bei jungen Fichten und alter Buche; gesellig (5 Fk) bis kleinbüschelig;
Hut: 1,8 – 2,5 cm breit, konisch, mit abgerundetem bis (fast) spitzem Buckel, kastanienbraun (fvk5, aber dunkler), bis zum halben Radius durchscheinend gestreift, schwach hygrophan (trocken ockerbraun); Stiel: bis 4,3 x 0,4 cm, etwas heller braun als der Hut (fvk5); Velum weiß, eher dünn und flüchtig, bildet rudimentäre Gürtel weit unten am Stiel; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, warm honigbraun (fvk7); Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis-Hyphen überwiegend kollabiert, intakte Zellen eher diffus blassbraun pigmentiert; Hypoderm normal ausgeprägt, Zellen ca. 15-21 µm breit, mit gelbem Wandpigment und braunen körnelig wirkenden „Wandpigmenten“; dazu in tieferen Lagen mit groben dunkelbraunen plackenartigen und querstreifigen Inkrustationen und einigen wenigen komplett diffus dunkelbraun pigmentierten Zellen; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: blass braun pigmentiert, Zellen an den Rändern mit dunkelbraunen Anlagerungen, sonst farblich eher unauffällig plackenartig inkrustiert; Basidien: 4-sporig, Maße: 25-31 x 7,5-8,5 µm; Sporen: ellipsoid bis dacryoid, in Aufsicht schlank ovoid, etliche auffallend lang und schlank, apikal breit bis mäßig breit gerundet, basal oft etwas zugespitzt, meist mit deutlich ausgeprägter Hilardepression (ähnlich Plage-Fleck), im Umriss grob rau bis knubbelig, Warzen mittelgrob, in Apexnähe auch sehr grob und deutlich überstehend; stark dextrinoid (dunkel orangebraun bis rotbraun in Melzers, D2-3); Maße: 8,7 x 5,0 (7,6-9,7 x 4,6-5,5), Q=1,75 (1,54-1,94), 30 Sp. vom Abwurf gemessen; Bemerkung: Im Sporenpräparat wurden die Abwürfe verschiedener Fk gemischt – könnte sein, dass dies die Ursache für die starke Streuung der Q-Werte ist. Im Präparat sind Sporen enthalten, die in Form und Größe exakt denen von C. russulaespermus vom selben Tag entsprechen, und solche, die deutlich länger und schlanker sind. Eine Mischkollektion kann aber ausgeschlossen werden.

Nr. 39: Cortinarius cf. incisior Bidaud, Moënne-Locc. & Reumaux

Zur Bestimmung: Unklar. Sieht dem C. russulaespermus aus Denkendorf (Kollektion Nr. 18) verdammt ähnlich, hat aber viel längere, schlankere Sporen, die eher zu C. incisior passen.

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Funddaten: 08.10.2025; MTB 8130-2-1-2, 755 m; Koordinaten: 47,89483; 10,78677; D-By- Landkreis Landsberg am Lech, Gemeinde Fuchstal, Kingholz, Naturwald Fuchstal-Leeder (ID 3146); Mischwald (Buche, Fichte, Tanne) über Decklehm (Lößlehm und Schotterverwitterungslehm, kryoturbat vermischt, eher sauer); bei alten Buchen und jungen Fichten in der Laubstreu; gesellig bis büschelig (ca. 15 Fk);
Hut: 1,5 – 3 cm breit, normal bis flach konisch, stets mit spitzwarzigem Buckel, trocken und glatt, schokoladenbraun (fvk1), fast bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, hygrophan (abgetrocknet ockerbraun); Stiel: bis 5 x 0,3 cm, basal gleichdick, hutfarben oder etwas heller, sehr schütter silbrigweiß überfasert; Velum weiß, dünn und flüchtig, bildet einen schütteren faserigen Überzug; Lamellen: aufsteigend und eher schmal angewachsen, mäßig gedrängt (ca. 20-24 erreichen den Stiel), kastanienbraun (zwischen fvk6 und 7); Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach raphanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis-Hyphen großteils intakt, farblos und glatt oder sehr fein inkrustiert, eher schmal; Hypoderm normal ausgeprägt, Zellen ca. 15-27 µm breit, mit gelblichem Dickwandpigment und braunen körnelig wirkenden „Wandpigmenten“; in tieferen Lagen mit sehr groben gelbbraunen querstreifigen und plackenartien Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: in dicker Schicht kräftig gelbbraun pigmentiert, einzelne Zellen ziemlich kräftig quergestreift gelbbräunlich inkrustiert; Basidien: 4-sporig, Maße: 26-34 x 7-8,5 µm; Sporen: schlank ellipsoid bis subamygdaloid, apikal mäßig breit bis fast schmal gerundet, oft mit deutlicher Hilardepression, in Aufsicht schlank ellipsoid, kräftig warzig im Umriss knubbelig; Warzen mittelgrob, in Apexnähe auch sehr grob oder zusammenfließend und bis knapp 1 µm überstehend; stark dextrinoid, dunkel orangebraun in Melzers (D2-3); Maße: 8,9 x 5,0 (8,2-9,5 x 4,6-5,3), Q=1,76 (1,63-1,92), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 40: Cortinarius hemitrichus (Pers.) Fr.

Zur Bestimmung: Trotz intensiver Nachsuche war am Fundort keine Birke auffindbar. C. hemitrichus ist also wahrscheinlich kein reiner Birkenbegleiter oder C. milvinoides (holotype unter Pinus!)/subpaleaceus ist doch eigenständig, wenngleich die Unterschiede zumindest in der ITS als zu gering erscheinen (1 bp, 1-2 gaps). Der in der Originalbeschreibung von C. subpaleaceus (IF344) postulierte Unterschied im Q-Wert funktioniert hier wohl nicht, da die vorliegende Kollektion in diesem Punkt intermediär ist und sogar etwas näher an C. hemitrichus liegt. Andere morphologische Unterschiede sind nicht feststellbar.

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Funddaten: 29.10.2024; MTB 7735-4-3-2, 495 m; Koordinaten: 48,21271; 11,60578; D-By-München, Fröttmaninger Heide Süd;Schotterheide über spätwürmzeitlichen Schmelzwasserschottern; bei mittelgroßen Kiefern an grasiger Stelle tief in der Nadelstreu; gesellig (ca. 8 Fk);
Hut: 2,8 – 4,5 cm breit, gewölbt, nicht oder nur ganz schwach gebuckelt, trocken, graubraun (ca. fvk4), hygrophan, sandgelb (fvk15) verblassend, am gesamten Hut dicht mit filzigen kleinen weißlichen Velumschüppchen besetzt, die auch alt erhalten bleiben; Stiel: bis 10 cm lang und bis 0,5 cm breit, basal verjüngt, auf ockerbraunem Grund dich weißlich überfasert; Velum weiß, bildet eine schwach flockige bis angedrückte Ringzone und darunter eine auffällige Natterung; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, normal gedrängt (ca. 28 erreichen den Stiel), hell graubraun bis kartonbraun (fvk4-16), reif dunkler lehmbraun (fvk17); Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach raphanoid, kein Pelargonium; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutishyphen intakt, ziemlich breit, farblos und glatt, auch mit einigen zylindrischen Endzellen; Hypoderm normal ausgeprägt, Zellen ca. 15-20 µm breit, mit blassgelbem Dickwandpigment; schmalere Zellen in tieferen Lagen mit querstreifigen und plackenartigen, blassen bis kräftiger bräunlichen Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: in dickerer Schicht blass bräunlich pigmentiert, einzelne Zellen fast glatt oder feinst blassbräunlich quergestreift inkrustiert; Basidien: 4-sporig, nur relativ wenige kollabiert und dann blass olivbräunlich pigmenitert; Maße: 24-33 x 7-8 µm; Sporen: schlank ellipsoid bis dacryoid, apikal mäßig breit bis fast schmal gerundet, basal meist etwas zugespitzt und mit schwacher Hilardepression, in Aufsicht schlank ovoid bis breit fusoid; mäßig grob warzig, im Umriss grob rau, einige kurzstachelig; Warzen überwiegend fein, einige auch mittelgrob und ziemlich hoch, am Umriss ziemlich gleichmäßig überstehend; schwach bis moderat dextrinoid, in Melzers ockergelb bis ockerbraun, D1-2; Maße: 8,2 x 4,9 (7,2-9,1 x 4,4-5,2), Q=1,66 (1,57-1,81), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 41: Cortinarius subpuellaris Brandrud & Dima

Zur Bestimmung: Die kleinen Fruchtkörper und die breit ellipsoiden, stachelwarzigen Sporen sprechen sehr für diese Art.

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Funddaten: 18.09.2025; MTB 8533-4-1-1, 1065 m; Koordinaten: 47,44477; 11,24970; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Mittenwald, Buchwald; Buchen-Hutewald über Hauptdolomit; bei Buche; gesellig (10 Fk);
Hut: 1,6-1,8 cm breit, kegelig mit (fast) spitzem Buckel, trocken und glatt, rehbraun bis kastanienbraun (fvk?), jung ungestreift, reif am Rand durchscheinend gestreift, stark hygrophan, sandgelb bis beige verblassend; jung mit feinen, flüchtigen, grauweißlichen Velumresten überfasert; Stiel: 3,3-4,5 cm lang, 0,2-0,4 cm dick, basal verjüngt und oft wurzelnd, auf haselnussbraunem Grund silbrigweiß überfasert; Velum weiß, dünn, bildet einen meist schütteren, faserigen Überzug; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt (ca. 22 erreichen den Stiel), warm honigbraun (fvk7); Schneiden weißlich abgesetzt und bisw. schwach flockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis-Zellen intakt, mit sehr auffälligen braunen querstreifigen und plackenartigen Inkrustationen, die an den Zellrändern als dunkelbraune Strichelung erscheinen; Hypoderm mäßig stark ausgeprägt, Zellen ca. 12-18 µm breit, meist eher gestreckt und mit blassgelbem Dickwandpigment, zusätzlich vor allem an schmäleren Zellen mit bräunlichen Inkrustationen wie in der Epicutis; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: Zellen ziemlich auffällig braun inkrustiert, fein quergestreift; Basidien: 4-sporig, oft schwach tailliert und am Bauch am breitesten, teils kollabiert und mit olivbraunem Nekropigment; Maße: 28-37 x 9-10,5 µm; Sporen: breit ellipsoid bis dacryoid, basal zugespitzt und apikal breit abgerundet, grob stachelwarzig, Warzen fein bis grob, am ganzen Umfang und apikal noch etwas stärker überstehend (meist bis 1 µm, selten auch noch höher), im Abwurfpräparat variabel, auch mit schwächer ornamentierten Sporen; stark dextrinoid (orangebraun in Melzers, D2-D3); Maße: 8,6 x 6,2 (7,8-9,7 x 5,4-6,9), Q=1,40 (1,26-1,60), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 42: Cortinarius cf. paludosaniosus Liimat., Niskanen, Dima & Ammirati

Zur Bestimmung: Könnte wohl genauso gut C. saniosus sein. Der Standort und die deutlich dextrinoiden Sporen sprechen laut FAN8 für C. paludosaniosus.

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Funddaten: 04.10.2025; MTB 7935-3-3-1, 615 m; Koordinaten: 48,02290; 11,50402; D – By – Landkreis München, Gemeinde Grünwalder Forst, Römerschanze; Mischwald (Buche, Fichte, Salweide, Birke, Zitterpappel) über hochwürmzeitlichen Schmelzwasserschottern; bei Salweide und Zitterpappel; gesellig (4 Fk);
Hut: 2,5 – 3,2 cm breit, konisch und spitz gebuckelt mit Papillchen, trocken und glatt, kastanienbraun (fvk6), jung am gesamten Hut mit feinen gelben Velumfasern besetzt, ungestreift; Stiel: bis 5,5 x 0,5 cm, basal verjüngt, bisw. wurzelnd verlängert, blassgelb bis olivgelb, zur Basis hin braun verfärbt, seidig glänzend; Velum gelb, bildet eine dichte Überfaserung; Lamellen: aufsteigend und mäßig breit angewachsen, mäßig gedrängt (ca. 34 erreichen den Stiel), jung ockerbraun (fvk17), reif dunkler rehbraun bis rostbraun (fvk8-7); Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: raphanoid (Kohlrabi); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis-Hyphen intakt, ziemlich grob quergestreift goldgelb inkrustiert, schwach dickwandig und möglicherweis auch mit gelbem Wandpigment; Hypoderm normal entwickelt, Zellen ca. 12-20 µm breit, mit gelbem Dickwandpigment und körnelig wirkenden Inkrustationen; schmalere eingeflochtene Zellen grob quergestreift goldgelb bis gelbbraun inkrustiert; Lamellenschneide: heterogen, mit vielen sterilen, meist schlank keuligen Zellen, die aber nur schwer von Basidiolen unterscheidbar und stark mit Basidien durchsetzt sind; Lamellentrama: fein bis kräftig quergestreift gelb inkrustiert; Basidien: 4-sporig, reife oft kollabiert und olivgelb pigmentiert; Maße: 27-34 x 8,5-10 µm; Sporen: ellipsoid, apikal meist mäßig breit gerundet, oft mit Hilardepression und basal etwas zugespitzt, grob warzig, im Umriss knubbelig, Warzen fein bis grob, dicht stehend, oft kurzgratig oder schollig verschmolzen, abgerundet, am ganzen Radius und besonders apikal deutlich überstehend, in Melzers auffallend dunkel; deutlich, aber moderat dextrinoid (ockerbraun bis hell orangebraun in Melzers, D1-D2); Maße: 8,5 x 5,4 (7,9-9,4 x 4,9-6,0), Q=1,59 (1,45-1,76), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 43: Cortinarius valgus Fries

Zur Bestimmung: Recht typische Kollektion, im Feld trotzdem nicht leicht zu erkennen.

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Funddaten: 10.10.2025; MTB 8533-2-3-3, 1070 m; Koordinaten: 47,45109; 11,25534; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Mittenwald, Kranzberggebiet; Mischwald (Fichte, Kiefer, Birke) über Dolomitstein; an einer moosigen Schneise bei Birke, Kiefern und jungen Fichten; gesellig (ca. 10 Fk);
Hut: 2,5 – 4,8 cm breit, jung kegelig, dann gewölbt und mit kleinem, bisw. papilliertem Buckel, trocken und glatt, olivbraun bis (am Scheitel) kastanienbraun (in fvk nicht darstellbar! am ehesten fvk5), um den Scheitel herum oft mit schmaler hellerer Zone, dadurch konzentrisch gezont, ungestreift, schwach hygrophan (ockerbraun bis sandgelb verblassend); Stiel: bis 6 x 0,6 cm, basal gleichdick, auf hellbraunem Grund schwach weißlich überfasert; Velum dünn, nicht weiß, wohl cremegelblich, am ehesten an der schwach wulstigen Abrisszone zu sehen; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt (ca. 30-34 erreichen den Stiel), jung ziemlich hell ockerbraun (fvk17), reif etwas dunkler lehmbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: raphanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis ziemlich dick, Hyphen sehr unterschiedlich breit, teils diffus, teils feinst quergestreift inkrustierend und intensiv gelb pigmentiert, teils schwach dickwandig und möglicherweise zusätzlich mit gelbem Wandpigment; Hypoderm mäßig stark ausgeprägt, Zellen ca. 10-17 µm breit, mit hellgelbem Dickwandpigment; HDS insgesamt intensiv gelb pigmentiert; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: in dicker Schicht gelb pigmentiert, einzelne Zellen fast farblos oder sehr fein quergestreift gelb pigmentiert; Basidien: 4-sporig, kollabierte olivgelb pigmentiert; Maße: 22-34 x 8-10 µm; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, apikal mäßig breit bis schmal gerundet, mittelgrob warzig, im Umriss knubbelig; Warzen bis mittelgrob, nicht selten kurzgratig zusammenfließend, abgerundet und ziemlich hoch, am ganzen Umfang deutlich überstehend; ohne Hilardepression, aber mit deutlicher Plage; moderat dextrinoid, ockerbraun bis hell orangebraun in Melzers, D1-2; Maße: 8,2 x 5,4 (7,1-9,2 x 5,0-6,0), Q=1,52 (1,39-1,60), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 44: Cortinarius tofaceus Fr.

Zur Bestimmung: Sektion Callistei. Aufgrund der großen, relativ gestreckten Sporen in Verbindung mit dem schuppigen Hut wohl am ehesten C. tofaceus.

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Funddaten: 06.09.2025; MTB 8435-2-1-3, 850 m; 47,58594; 11,60277; D-By-Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Gemeinde Lenggries, Walchental; Bergfichtenwald über Hauptdolomit; bei eher jungen Fichten; gesellig (2 Fk.); verges. mit Clitopilus prunulus und Calciporus piperatus;
Hut: 4,5-6 cm breit, flach gewölbt, im Zentrum mit flachem Buckel oder verflacht, trocken, in der Mitte feinschuppig bis pustelig, orangebraun (orange-brown to brownish orange), schwach hygrophan; Stiel: bis 6 x 1,2 cm breit, zylindrisch, über der Basis bisw. spindelig erweitert (bis 1,7 cm dick), hellgelb, bräunlich überfasert, an der Basis rostbraun; Velum dünn und unauffällig, nicht weiß, am ehesten bräunlich; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, normal gedrängt, hell ockerbraun bis honigbraun (clay buff to honey yellow); Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: raphanoid (Kohlrabi) im Schnitt; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis ein schwer interpretierbares Gewirr von teils liegenden, teils aufsteigenden, teils kollabierten Zellen, stark quergestreift goldgelb pigmentiert; Hypoderm fehlend oder schwach ausgeprägt (vielleicht nicht gut genug mikroskopiert?), Zellen schlank, sehr grob quergestreift goldgelb pigmentiert, manchen Zellen in tieferen Lagen auch diffus bernsteinfarben pigmentiert; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: Zellen schmal und praktisch farblos (auch in dickerer Schicht); Basidien: 4-sporig, reife meist kollabiert und mit vakuolärem gelbem Pigment; Sporen: breit ellipsoid bis subglobos, in Aufsicht breit ovoid, apikal breit bis mäßig breit gerundet, fein bis mittelgrob warzig (am Hymenium etwas gröber als im Abwurf), im Umriss rau, schwach dextrinoid, ockergelb bis hell ockerbraun in Melzers (D1); Maße: 8,0 x 6,1 (7,2-9,4 x 5,6-6,6), Q=1,31 (1,20-1,42), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 45: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Sektion Bovini (?). Leg. und alle Fotos: Bernd Fellmann

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Funddaten: 08.08.2025; MTB 8037-1-1-2, 600 m; D-By-Landkreis München, Glonn; Parkanlage mit Buche und Linde; terrestrisch, gesellig bis büschelig;
Hut: 3-8 cm, bräunlich, zum Rand hin heller, halbkugelig, aufschirmend mit nach unten gebogenem Rand. Rand durch weißliches Velum silbrig. Huthaut eingewachsen faserig. Stiel: Stielbasis schon jung keulig verdickt, 5-10 cm, an der Basis bis 3 cm dick; Velum weiß, bildet deutliche Gürtelzone; Lamellen: schon jung bräunlich; Fleisch: weißlich, im Alter dunkler, oberes Drittel wässerig-bräunlich marmoriert. Basis wattig. Geruch: angenehm süßlich. Sporen: 9,3 x 5,5 (8-12 x 5-6) µm, Q=1,68 (1,5-2);

Nr. 46: Cortinarius sacchariosmus Beller & Bon

Zur Bestimmung: Aufgrund des auffallenden Geruchs kann man den Namen C. sacchariosmus akzeptieren, obwohl der Holotyp nicht sequenziert wurde. Kytövuori et al. 2005 geben allerdings differierende Sporenmaße für C. saccariosmus an (9.0–10.0 × 4.5–5.5 μm). An die Originalbeschreibung komme ich nicht ran. Die Fotos in FAN8 stimmen sehr gut mit dieser Kollektion überein und auf dem Foto von Nico Dam sieht man auch schön den hauchfeinen Velumbelag am Hutscheitel. Die Beschreibung in FAN8 stimmt auch gut überein, abgesehen von den abweichenden Angaben zur Dextrinoidität der Sporen.

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Funddaten: 06.11.2025; 350 m, Koordinaten: 9,60005 E; 44,33657 N; Italien, Ligurien, Varese Ligure, San Pietro Vara, Pianelle; Steineichenwald auf vermutlich leicht saurem Boden; bei Steineiche; gesellig (4 Fk);
Hut: 2,5 – 3,2 cm breit, gewölbt bis flach gewölbt, meist mit flachem breitem Buckel, schokoladenbraun, hygrophan, kupferbraun verblassend; am Scheitel mit schwach glimmerigem grauweißem dünnen Velumbelag, in Hutrandnähe mit faserigen weißlichen Velumresten; Stiel: bis 4,5 x 0,5 cm, ziemlich kräftig, basal gleichdick, auf blass bräunlichem Grund weißlich überfasert; Velum weiß, dünn, flüchtig und unauffällig, ohne Abrisszone, bildet einen schütteren faserigen Überzug; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt, lehmbraun bis rehbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: sehr auffallend süßlich, wie Hebeloma sachariolens! Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis-Hyphen intakt, Zellen schmal bis mäßig breit und kräftig, aber farblich diskret quergestreift inkrustiert; Hypoderm normal ausgeprägt, aus subisodiametrischen dickwandigen, 11-19 µm breiten Zellen mit cremegelblichem Wandpigment; in tieferen Schichten ohne auffällige Inkrustationen oder sonstige Pigmente; Lamellenschneide: heterogen, mit vielen sterilen Zellen, die aber kaum von Basidiolen unterscheidbar sind; Schneide am Exsikkat oft schwarz verfärbt, was sich im Mikroskop durch schwarzbraun verfärbtes Hymenium widerspiegelt; Lamellentrama: relativ kräftig braun pigmentiert, einzelne Zellen aber ohne auffällige Inkrustationen, eher schwach blassbräunlich marmoriert; Basidien: 4-sporig; reift bald dunkel rußbraun bis schwarzbraun verfärbt und mit Tendenz zum Kollabieren; Maße: 27-32 x 7-8 µm; Sporen: ellipsoid, apikal mäßig breit bis fast schmal gerundet, ohne Hilardepression, in Aufsicht ovoid bis reguläre ellipsoid, fein warzig, im Umriss fein bis grob rau; Warzen überwiegend fein und mäßig hoch, in Apexnähe auch etwas gröber und stärker überstehend; stark dextrinoid, in Melzers orangebraun, D2-D3; Maße: 7,8 x 5,1 (7,0-8,7 x 4,7-5,4), Q=1,54 (1,40-1,71), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 47: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Sektion unklar. Kein Plan.

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Funddaten: 11.09.2025; MTB 8533-1-2-3, 1175 m; Koordinaten: 47,48087; 11,20960; D – By – Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Kranzbach; Fichtenwald über Partnach-Formation (Kalkstein, Mergelstein); bei Fichte an offener, moosiger, mäßig feuchter Stelle; büschelig (ca. 15 Fk);
Hut: bis 3,3 cm, erst glockig, dann konvex bis polsterig gewölbt, schokobraun, Velum sehr dünn und feinst faserig, nur am Hutrand jung auffallend (weißliche Zone); Stiel: bis 4 x 0,5 cm, basal gleichdick; braun und weißlich überfasert; Velum weiß, mäßig dick, variabel bildet bisw. deutliche Gürtel; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, rehbraun; Fleisch: wässrig braun; Geruch: schwach raphanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis-Hyphen großteils kollabiert und farblos, intakte Zellen glatt und farblos, mittelbreit; Hypoderm normal entwickelt, Zellen ca. 13-21 µm breit, mit gelblichem, teils auch mit körnelig wirkendem bernsteinfarbenem Dickwandpigment; Zellen in tieferen Lagen mit sehr auffälligen braunen bis bernsteinfarbenen questreifigen und plackenartigen Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: ziemlich kräftig gelbbraun quergestreift inkrustiert; Basidien: 4-sporig, oft etwas „tailliert“, kollabiert mit gelbbraunem Pigment; Maße: 28-34 x 7,5-8,5 µm; Sporen: ellipsoid, apikal breit bis mäßig breit gerundet, oft mit schwacher Hilardepression, mittelgrob bis grob warzig, im Umriss grob rau bis kurz stumpfstachelig, Warzen mittelgrob bis grob, vor allem in Apexnähe oft verschmolzen und bis knapp 1 µm überstehend; sehr stark dextrinoid (rotbraun in Melzers, D3); Maße: 8,7 x 5,4 (7,3-10,3 x 4,8-6,1), Q=1,62 (1,40-1,81), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 48: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Beim Schlüsseln in FN landet man bei C. brunneocalcarius oder C. testaceofolius. In der Beschreibung von C. brunneocalcarius sind die lichtbrechenden Tropfen in der Epicutis erwähnt, das dicke Velum passt aber nicht.

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Funddaten: 02.10.2025; MTB 8136-4-1-1, 765 m; Koordinaten: 47,84094; 11,76608; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Valley, Taubenberg Nord, Schwarzberg, Weiße Marter; Mischwald (Tanne, Fichte, Buche) über Oberer Süßwassermolasse (eher sauer bis neutral); bei Fichte, alten Tannen und sehr jungen Buchen; gesellig (4 Fk);
Hut: 4 – 6 cm breit, jung glockig bis gewölbt, später flach ausgebreitet und mit flachem Buckel, trocken und glatt, am Scheitel orangebraun (fvk7), schon jung unterhalb des Scheitels mit schmaler konzentrischer ockerbräunlich verblasster Zone, zum Rand hin wieder dunkler braun, am Rand anfangs silbrig weiß glimmerig, trocken ockerbraun (fvk17); Stiel: bis 11 x 1,2 cm, basal schwach bis deutlich spindelig-keulig erweitert, cremefarben bis beige; Velum weiß, dick, bildet eine wulstige Abrisszone (Stiefelung) und darunter einen flächigen Überzug oder angedeutete Gürtel; Lamellen: aufsteigend bis kurz ausgebuchtet angewachsen, gedrängt (ca. 59 erreichen den Stiel), ockerbraun (fvk17), kaum veränderlich; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: im Schnitt schwach raphanoid (Kohlrabi); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis-Hyphen intakt, eher locker liegend, aber nicht gelifiziert, Zellen ziemlich unterschiedlich breit, überwiegend dünnwandig, aber oft mit durchgehenden oder nur partiellen Wandverdickungen und grünlichgelbem Wandpigment, teils auch mit tropfenförmigen oder diffus granulären grünlichgelben bis goldgelben Pigmenten; Hypoderm eher schwach ausgeprägt, mit blassgelbem Wandpigment, ohne auffällige Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden: Lamellentrama: in dicker Schicht blass gelbbräunlich pigmentiert, einzelne Zellen praktisch farblos und ohne Inkrustationen; Basidien: 4-sporig, mit vielen Öltröpfchen gefüllt, reife oft kollabierend und mit olivgelbem Nekropigment; Maße: 22-34 x 6,5-8 µm; Sporen: ellipsoid bis subamydaloid, apikal mäßig breit gerundet, oft mit Hilardepression, mittelgrob warzig, im Umriss grob rau bis knubbelig, Warzen fein bis mittelgrob; schwach bis moderat dextrinoid (ockerbraun in Melzers, D1-D2); Maße: 7,8 x 4,8 (6,9-8,9 x 4,5-5,2), Q=1,63 (1,51-1,80), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 49: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Sektion unklar. In FAN8 versandet man bei C. decipiens oder subcastaneus. Für die decipiens-Gruppe sind die Sporen wohl zu stark dextrinoid. C. fuscoalbus sieht ziemlich ähnlich aus und würde mikroskopisch ganz gut passen.

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Funddaten: 08.10.2025; MTB 8130-2-1-2, 755 m; Koordinaten: 47,89548; 10,78595; D-By-Landkreis Landsberg am Lech, Gemeinde Fuchstal, Kingholz, Naturwald Fuchstal-Leeder (ID 3146); Mischwald (Buche, Fichte, Tanne) über Decklehm (Lößlehm und Schotterverwitterungslehm, kryoturbat vermischt, eher sauer); bei alten Buchen in der Laubstreu; gesellig (7 Fk);
Hut: 2,5 – 4,4 cm breit, gewölbt, mit eher flachem, breitem Buckel, trocken und glatt, kastanienbraun bis schokoladenbraun (fvk1), ungestreift, schwach hygrophan (ockerbraun ausblassend), am Scheitel mit einem sehr auffallenden, aber flüchtigen, grauweißen Velumbelag, am Hutrand mit ebenso gefärbten, flüchtigen Velumfasern besetzt; Stiel: bis 5 x 0,4 cm, basal gleichdick, auf hellbraunem Grund silbrigweiß überfasert, an der Spitze jung mit schwachem Blauton; Velum weiß, sehr dünn und unauffällig, bildet weit unten einen schütteren, faserigen Überzug; Lamellen: schwach aufsteigend und breit angewachsen, bisw. mit Zahn kurz herablaufend, gedrängt (ca. 37 erreichen den Stiel), jung in Aufsicht auffallend hell (irgendwie grau), graubraun bis ockerbraun (fvk5, fvk17); Schneiden schwach weißlich abgesetzt oder gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis-Hyphen teils kollabiert, teils intakt, intakte eher schmal, sehr fein und farblich unauffällig inkrustiert; Hypoderm sehr stark ausgeprägt, aus sehr breiten (21-36 µm) kastenförmigen Zellen in mehreren Lagen wie ein Mauerwerk, Zellen dickwandig und mit hellgelbem Wandpigment, in tieferen Lagen farblos und völlig ohne Inkrustationen; Lamellenschneide: substeril bis heterogen, mit zahlreichen sterilen, überwiegend keuligen Marginalzellen, die sich so leidlich von Basidiolen differenziere lassen, durchsetzt mit Basidien; Lamellentrama: in dicker Schicht sehr blass bräunlich pigmentiert, einzelne Zellen farblos und glatt oder hauchfein und farblich unauffällig inkrustiert; Basidien: 4-sporig, oft auffallend tailliert, nur wenige kollabiert und olivbraun pigmentiert; Maße: 23-29 x 7-8,5 µm; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht meist ideal ellipsoid, apikal mäßig breit gerundet, fein bis mittelgrob warzig, im Umriss fein rau bis rau; Warzen meist fein und niedrig, vor allem in Apexnähe auch gröber und dann bis knapp 0,5 µm überstehend; stark dextrinoid, aber etwas inhomogen, in Melzers ockerbraun bis dunkel orangebraun, D2; Maße: 7,3 x 4,7 (6,4-8,2 x 4,4-5,4), Q=1,54 (1,42-1,73), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 50: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Kriege ich weder mit FAN8 noch mit FN geschlüsselt. Sektion unklar.

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Funddaten: 29.10.2025; MTB 7735-4-3-2, 495 m; Koordinaten: 48,21233; 11,61235; D-By-München, Fröttmaninger Heide Süd; Schotterheide über spätwürmzeitlichen Schmelzwasserschottern mit lockerem Baumbestand (Birke, Weide, Pappel); bei Birken und kräftiger Strauchweide; gesellig (6 Fk);
Hut: 2 – 3,5 cm breit, jung kegelig, dann flach gewölbt bis ausgebreitet, mit kleinem abgerundetem Buckel, trocken und glatt, schokoladenbraun (fvk3), schwach hygrophan (rostbraun verblassend); jung stellenweise mit sehr feinen flüchtigen grauweißen Velumresten; Stiel: bis 5,7 x 0,6 cm, basal spindelig-keulig erweitert (bis 1 cm dick), ziemlich stämmig, auf braunem Grund +/- dick weißlich überfasert; Velum graulichweiß, dünn, bildet eine meist wenig markante Abrisszone und darunter einen dichten bis schütteren faserigen Überzug; Lamellen: ausgebuchtet und mäßig breit angewachsen, zwar zahlreich, aber entfernt (ca. 35-42 erreichen den Stiel), rostbraun bis kastanienbraun; Fleisch: in Hut- und Stielkern cremefarben, in der Stielrinde braun; Geruch: nicht signifikant; NH3 auf Fleisch ohne Reaktion; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis-Hyphen fast vollständig kollabiert, blass olivbraun inkrustiert; Hypoderm stark ausgeprägt, Zellen ca. 12-25 µm breit, mit olivgelbem, stellenweise dunkler olivbraunem, oft etwas körnelig wirkendem Dickwandpigment; schmale Zellen in tieferen Lagen kräftig quergestreift braun inkrustiert; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: in dicker Schicht deutlich braun pigmentiert, einzelnen Zellen blass bis kräftig bräunlich quergestreift inkrustiert; Basidien: 4-sporig, kollabierte olivbraun pigmentiert; Maße: 33-44 x 9,5-11 µm; Sporen: ellipsoid, apikal breit bis mäßig breit gerundet, oft mit schwach ausgeprägter Hilardepression, in Aufsicht regulär ellipsoid bis obovoid, grob warzig, im Umriss knubbelig bis kurzstachelig; Warzen sehr heterogen, dicht angeordnet fein bis grob, oft krustenartig oder kurzgratig verschmelzend, in Apexnähe oft sehr grob und bis über 1 µm überstehend; moderat dextrinoid, in Melzers ockerbraun bis hell orangebraun, D1-D2; Maße: 8,6 x 5,8 (7,8-9,6 x 5,5-6,4), Q=1,48 (1,34-1,59), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 51: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Hat dieselbe Huthaut wie Koll. Nr 50 vom selben Tag (auch bei Birke) und ist makroskopisch ähnlich, unterscheidet sich aber durch schlankere, schmalere und indextrinoide Sporen sowie schmalere Basidien.

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Funddaten: 29.10.2025; MTB 7735-4-3-2, 495 m; Koordinaten: 48,21167; 11,61235; D-By-München, Fröttmaninger Heide Süd; Schotterheide über spätwürmzeitlichen Schmelzwasserschottern mit lockerem Baumbestand (Birke, Weide, Pappel); bei Birken; gesellig bis kleinbüschelig (7 Fk);
Hut: 2,8 – 3,5 cm breit, jung kegelig-glockig, dann gewölbt, ohne oder mit breitem flachem Buckel, trocken und glatt, schokoladenbraun (fvk3), kaum hygrophan; jung komplett mit grauweißem, feinfilzigem, fast spinnwebartigem Velum überzogen, das am Scheitel länger erhalten bleibt; Stiel: bis 3,5 x 0,9 cm, zylindrisch bis schlank keulig, sehr stämmig, auf braunem Grund +/- dicht weißlich überfasert; Velum graulichweiß, dünn, bildet eine mäßig markante Abrisszone und darunter einen dichten faserigen Überzug; Lamellen: stark aufsteigend und eher schmal angewachsen, zwar zahlreich, aber eher entfernt (ca. 35-42 erreichen den Stiel), dunkelbraun (fvk3); Schneiden bisw. weißlich abgesetzt; Fleisch: in Hut- und Stielkern cremefarben, in der Stielrinde braun; Geruch: nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis-Hyphen großteils kollabiert, intakte fein quergestreift blass bräunlich inkrustiert; Hypoderm sehr stark ausgeprägt, vielschichtig, viele Zellen (sub)isodiametrisch und rundlich, ca. 13-26 µm breit, mit blass gelbem, stellenweise auch braunem, körnelig-strichig wirkendem Wandpigment; schmale Zellen in tieferen Lagen mit groben querstreifigen bis plackenartigen Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: kräftig braun pigmentiert, einzelnen Zellen fein bis ziemlich grob quergestreift (auch plackenartig) inkrustiert; Basidien: 4-sporig, reife oft kollabierend und dann olivbraun pigmentiert; Maße: 30-40 x 8-9,5 µm; Sporen: ellipsoid, apikal meist breit gerundet, in Aufsicht regulär ellipsoid bis obovoid, grob warzig, im Umriss sehr variabel rau bis knubbelig; Warzen variabel, sehr dicht angeordnet und gelegentlich kurzgratig verschmolzen, sehr unterschiedlich grob und hoch, in Apexnähe oft sehr grob und weit überstehend (abgerundet); indextrinoid, gelb in Melzers, D0; Maße: 8,4 x 5,3 (7,5-9,5 x 5,0-5,8), Q=1,57 (1,43-1,76), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 52: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Schlüsselt sich in Richtung C. glandicolor, wozu die Kiefer auch passen würde. Das Hymenium müsste im Mikroskop aber viel dunkler braun sein und auch die Sporenform passt nicht wirklich zu den Brunnei.

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Funddaten: 04.11.2025; 550 m, Koordinaten: 9,62047 E; 44,36605 N; Italien, Ligurien, Varese Ligure, Suie; Eichen-Kastanien-Kiefern-Wald auf mutmaßlich saurem Boden (Sandstein); bei Kiefer und (weiter entfernt) Eiche; gesellig (ca. 8 Fk);
Hut: 2,5 – 4 cm breit, kegelig bis gewölbt, meist mit abgerundetem Buckel, kastanienbraun, stark hygrophan; Stiel: bis 6 x 0,6 cm, basal gleichdick oder schwach verjüngt und bisw. rötlich, auf braunem Grund schütter weißlich überfasert; Velum weiß, sehr dünn und flüchtig, tief angesetzt, bildet einen schütteren Überzug; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, rötlichbraun; Schneiden weißlich abgesetzt und fein schartig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis-Hyphen weitgehend kollabiert; Hypoderm normal ausgeprägt, Zellen ca. 12-21 µm breit, mit cremegelblichem Dickwandpigment; Zellen in tieferen Lagen mit braunen, teils auch querstreifigen Inkrustationen; Lamellenschneide: steril, mit einem durchgehenden Band aus kurzen, keuligen Cheilozystiden; Cheilozystiden: keulig bis subzylindrisch, kurz, mit kurzen Basalabschnitten, klar von Basidiolen unterscheidbar; Maße: ca. 13-24 x 7,5-11 µm; Lamellentrama: fein bräunlich inkrustiert; Basidien: 4-sporig, reife oft kollabiert und olivbraun pigmentiert; Maße: 25-37 x 8-9 µm; Sporen: breit ellipsoid bis lacrymoid, apikal breit abgerundet, oft mit schwach ausgeprägter Hilardepression, in Aufsicht obovoid mit leicht zugespitzter Basis, grob stachelwarzig; Warzen bis grob, oft kurzgratig oder schollig erweitert, stumpf, am ganzen Umfang überstehend, apikal bis ca. 1 µm überstehend; sehr stark dextrinoid, rotbraun in Melzers, D3; Maße: 8,7 x 6,0 (8,2-9,6 x 5,4-6,5), Q=1,44 (1,37-1,56), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 53: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Die Sporen würden zu den Safranopedes passen. Eine etwas mickrige Kollektion und auch deshalb schwer einzuschätzen. Sequenz!

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Funddaten: 05.11.2025; 300 m, Koordinaten: 9,49595 E; 44,26708 N; Italien, Ligurien, Castiglione Chiavarese, Mossa, Monte Groppe; Steineichenwald; bei Steineiche; gesellig (3 Fk);
Hut: 3 – 6 cm breit, anfangs glockig, dann gewölbt mit flachem Buckel, trocken und glatt, schokoladenbraun, hygrophan; Stiel: bis 5,5 x 1,5 cm, basal verjüngt, schmutzig cremefarben, Velum weiß, dünn, als faseriger Überzug; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, eher entfernt, ockerbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: muffig-raphanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis-Hyphen intakt, Zellen sehr variabel breit (4-11 µm) und sehr auffällig und kräftig braun quergestreift inkrustiert; Hypoderm normal ausgeprägt, Zellen 14-24 µm breit, subisodiametrisch mit blassgelbem Dickwandpigment; Zellen auch in tieferen Lagen mit dunkelbraunen Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: in dickerer Schicht blass braun pigmentiert, einzelne Zellen fein inkrustiert, aber farblich unauffällig; Basidien: 4-sporig, reife oft kollabiert und dunkel rußbraun pigmentiert; Maße: 28-35 x 7,5-9,5 µm; Sporen: breit ellipsoid bis lacrymoid, apikal breit abgerundet, meist mit deutlicher Hilardepression, in Aufsicht regulär ellipsoid bis obovoid, grob warzig, im Umriss knubbelig; Warzen bis grob und ziemlich hoch, abgerundet, oft kurzgratig oder kleinschollig verbunden, am ganzen Umriss und besonders apikal deutlich überstehend; sehr stark dextrinoid, rotbraun in Melzers, D3; Maße: 7,9 x 5,4 (7,3-8,8 x 5,0-6,1), Q=1,45 (1,33-1,54), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 54: Cortinarius cf. turgidus Fr.

Zur Bestimmung: Gemäß den Darstellungen in FAN8 (S. 720) und Kibby (als C. diosmus) würde C. urbicus makroskopisch ganz gut passen. Für diese Art werden aber deutlich schmalere, schwächer ornamentierte und nur schwach dextrinoide Sporen angegeben. Auch meine eigene sequenzierte Kollektion von C. urbicus hat kleinere, schmalere, schwach dextrinoide Sporen. Diese Kollektion lässt sich mit FAN8 und FN nur als C. turgidus schlüsseln. C. turgidus habe ich zwar noch nie mit so üppigem Hutvelum gesehen, er würde aber mikroskopisch gut passen. Das Foto in FAN8 auf S. 720 zeigt auch eine ziemlich ähnliche Kollektion mit relativ viel Hutvelum.

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Funddaten: 07.11.2025; 430 m, Koordinaten: 9,57629 E; 44,34072 N; Italien, Ligurien, San Pietro Vara, Salterana; Steineichenwald auf Kalk; bei Steineichen und anderen Eichen, gesellig (ca. 6 Fk);
Hut: 4,2 – 6,6 cm breit, jung halbkugelig-glockig, dann gewölbt, trocken, bräunlichbeige, jung komplett mit weißem Velum überfasert und dadurch heller elfenbeinfarben; Stiel: bis 7,5 x 1,3 cm, stark keulig, basal breit abgerundet, cremeweiß; Velum weiß, mäßig dick, bildet eine Abrisszone und einen dichten Überzug; Lamellen: kurz abgerundet und mäßig breit angewachsen, gedrängt (über 80 erreichen den Stiel), jung bräunlichbeige, reif kartonbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: im Schnitt schwach raphanoid (Kohlrabi); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis sehr dick aus etlichen Lagen, Epicutis-Hyphen teilweise kollabiert, Zellen sehr locker liegend (Ixocutis), kaum pigmentiert, Zellen in der Subcutis sporadisch mit olivbraunem diffusem Pigment; Hypoderm mäßig ausgeprägt, Zellen eher gestreckt, ca. 11-17 µm breit, mit sehr blassem cremegelblichem Wandpigment; Lamellenscheide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: sehr blass pigmentiert, einzelne Zellen praktisch farblos und glatt; Basidien: 4-sporig, reife Basidien teils olivbraun pigmentiert und mit Tendenz zu kollabieren; Maße: 24-29 x 8-10 µm; Sporen: ellipsoid, apikal mäßig breit gerundet, unterm Apikulus abgeflacht oder mit schwach ausgeprägter Hilardepression, in Aufsicht meist regulär ellipsoid, mittelgrob warzig, im Umriss grob rau, in Apexnähe auch stumpf stachelwarzig; Warzen sehr dicht und fein bis mittelgrob, in Apexnähe auch gröber und bis 1 µm überstehend (im Lamellenpräparat deutlich gröber ornamentiert als im Abwurfpräparat); stark dextrinoid, in Melzers orangebraun, D2-D3; Maße: 8,9 x 5,7 (8,3-10,2 x 5,3-6,4), Q=1,57 (1,48-1,70), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 55: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Sektion Anomali. Ohne Sequenz wohl nicht bestimmbar vorläufig.

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Funddaten: 18.09.2025; MTB 8533-4-1-1, 1070 m; Koordinaten: 47,44566; 11,24958; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Mittenwald, Buchwald; Buchen-Hutewald über Hauptdolomit; an recht offener grasiger Stelle mit Schneeheide bei Buche; gesellig (6 Fk);
Hut: 4-6,2 cm breit, konvex, ohne Buckel, trocken und glatt, etwas lederig, lehmbraun (fvk17), nicht hygrophan; Stiel: 5,5-7,5 cm lang, 0,4-0,6 cm breit, basal schwach keulig verdickt, cremeweiß mit beigem Reflex; Velum gelblich, dünn, bildet unvollständig und ziemlich unauffällige Gürtel; Lamellen: kurz abgerundet und breit angewachsen, normal gedrängt, jung mit flüchtigem Blauton, dann lehmbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutiszellen intakt, gelb pigmentiert, schmalere feinst quergestreift inkrustiert, aber auch mit diffusem gelbem Pigment; Hypoderm entwickelt, Zellen mit intensiv gelbem Dickwandpigment; in tieferen Lagen mit schwer lokalisierbaren olivgrünen Pigmentflecken; Lamellenschneide: substeril, von keuligen Marginalzellen dominiert, die aber nur schwer von Basidiolen differenzierbar sind; Lamellentrama: Zellen schmal und kaum pigmentiert, wenige höchstens hauchfein inkrustiert; Basidien: 4-sporig, reife bald olivgelb und mit Tendenz zum Kollabieren; Maße: 26-36 x 7,5-8,5 µm; Sporen: breit ellipsoid, mittelgrob stachelwarzig; Warzen mittelgrob, einzelne etwas verlängert oder verschmelzend, sonst isoliert, ziemlich hoch, am ganzen Umriss bis ca. 0,5 µm überstehend; indextrinoid (D0); Maße: 7,8 x 6,0 (7,1-8,7 x 5,5-6,8), Q=1,28 (1,22-1,37), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 56: Cortinarius cf. anomalus (Fr.) Fr.

Zur Bestimmung: Sektion Anomali. Schwer zu sagen, wo der dazugehört.

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Funddaten: 08.10.2025; MTB 8130-2-1-2, 755 m; Koordinaten: 47,89429; 10,78581; D-By-Landkreis Landsberg am Lech, Gemeinde Fuchstal, Kingholz, Naturwald Fuchstal-Leeder (ID 3146); Mischwald (Buche, Fichte, Tanne) über Decklehm (Lößlehm und Schotterverwitterungslehm, kryoturbat vermischt, eher sauer); bei alten Buchen und mittelalten Tannen; gesellig (7 Fk);
Hut: 5 – 7,5 cm breit, jung halbkugelig, dann gewölbt bis flach ausgebreitet, flach oder nicht gebuckelt, alt mit leicht hochgebogenem Rand, trocken, lederig, am Rand schwach glimmerig übereift und schwach wasserstreifig, anfangs graubraun mit lehmbraunem Scheitel, später am Scheitel etwas heller ockerbraun (fvk 8-17); Stiel: bis 10 x 1,1 cm, basal verjüngt und oft gekniet, schmutzig cremegrau, an der Spitze mit Blauton, seidig glänzend; Velum cremegelblich, mäßig dick, bildet mehrere Gürtel; Lamellen: aufsteigend und mäßig breit angewachsen, gedrängt, jung dunkelviolett (fvk46), bald olivbraun bis lehmbraun; Fleisch: anfangs komplett dunkelviolett, marmoriert, alt cremefarben, siehe Schnittbild; Geruch: schwach aromatisch (schwarzer Tee?); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis ziemlich chaotisch, aus sehr verschieden breiten Zellen, die teils farblos und glatt, teils gelblich quergestreift inkrustiert sind; stellenweise mit breiten, überwiegend keuligen Endzellen; Hypoderm eher schwach ausgeprägt, nur wenige Lagen dick, Zellen ca. 12-18 µm breit, mit gelblichem Wandpigment; in tieferen Lagen finden sich schwer lokalisierbare grüngelbe Pigmentflecken; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: praktisch farblos; Basidien: 4-sporig, teils kollabiert und dann olivgelb pigmentiert; Maße: ca. 26-32 x 7-8 µm; Sporen: breit ellipsoid bis subglobos, selten mit schwacher Hilardepression, im Umriss knubbelig bis kurzstachelig; Warzen mittelgrob und mäßig hoch; indextrinoid, gelb in Melzers, D0; Maße: 8,0 x 6,0 (7,2-8,8 x 5,6-6,6), Q=1,33 (1,21-1,41), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 57: Cortinarius cf. anomalus (Fr.) Fr.

Zur Bestimmung: Sektion Anomali. Vorläufig wohl nur mit Sequenz sicher bestimmbar.

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Funddaten: 12.10.2025; MTB 8031-4-2-1, 700 m; Koordinaten: 47,94850; 10,96959; D-By-Landkreis Landsberg am Lech, Gemeinde Vilgertshofen, Issing, Degenau; sFichtenhochwald mit eingestreuter Buchenverjüngung über würmzeitlicher Schottermoräne; bei Fichte im Moos; gesellig (8 Fk);
Hut: 5 – 6,4 cm breit, anfangs glockig, später flach ausgebreitet mit breitem flachem Buckel, trocken, am Scheitel glatt, am Rand etwas filzig und wasserstreifig oder fein eingewachsen faserig, am Scheitel ockerbraun (fvk8) bis lehmbraun (fvk5), zum Rand hin graubraun; Stiel: bis 14,5 cm lang und bis 1,1 cm breit, basal bisw. spindelig erweitert, schmutzig cremefarben, an der Spitze graublau (fvk42); Velum cremegelblich (fvk21), bildet mehrere Gürtel; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, normal gedrängt, anfangs blaulila (fvk44), bald lehmbraun (fvk5); Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach süßlich gebäckartig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: duplex; Epcutis-Hyphen intakt, ziemlich variabel und etwas chaotisch, Zellen sehr unterschiedlich breit, teils diffus gelb, teils feinst gelb inkrustiert (eher marmoriert als quergestreift, aber wohl extrazellulär); dazu in der Subcutis dünnwandige, farblose blasige (End-)Zellen; Hypoderm normal ausgeprägt, Zellen ca. 16-27 µm breit, mit hellgelbem Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: Zellen praktisch farblos; Basidien: 4-sporig, reife teilweise blass gelblich marmoriert; Maße: 31-40 x 8-9,5 µm; Sporen: breit ellipsoid, apikal mäßig breit gerundet, in Aufsicht ellipsoid bis ovoid, mittelgrob warzig, im Umriss grob rau bis kurzstachelig; Warzen mittelgrob, am Plagefleck schütter bis fehlend; indextrinoid, in Melzers gelb bis ockergelb (D0); Maße: 8,2 x 6,1 (7,4-8,8 x 5,5-6,6), Q=1,36 (1,25-1,45), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 58: Cortinarius illuminus Fr.

Zur Bestimmung: Wohl unkritisch.

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Funddaten: 18.09.2025; MTB 8533-3-2-2, 1065 m; Koordinaten: 47,44590; 11,24622; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Mittenwald, Kranzberggebiet; Fichtenwald über würmzeitlicher Moräne oder Talfüllung; an recht offener, moosiger Stelle mit niedriger Heidelbeere, bei mittelalten Fichten und junger Buche; gesellig (ca. 10 Fk);
Hut: 4,5-6,5 cm breit, konvex mit breitem Buckel, trocken und glatt, hygrophan, schon jung konzentrisch gezont, am Scheitel orangebraun (fvk7), rund um den Scheitel mit hellerer Zone, zum Rand hin kastanienbraun (fvk6); Stiel: 6-8 cm lang, 0,8-1 cm breit, basal meist spindelig-keulig erweitert und dann verjüngt (auch wurzelnd), cremeweiß; Velum dünn, weißlich bis blass gelblich, faserig; Lamellen: abgerundet und breit angewachsen, gedrängt, kartonbraun (fvk5); Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: subglobos, fein bis mittelgrob warzig, im Umriss knubbelig bis stumpfstachelig; Warzen fein bis mittelgrob, oft deutlich überstehend; schwach dextrinoid (ockergelb bis ockerbraun in Melzers, D1); Maße: 5,9 x 4,8 (5,3-6,6 x 4,4-5,4), Q=1,22 (1,15-1,31), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 59: Cortinarius anomaloochrascens Chevassut & Rob. Henry

Zur Bestimmung: Mit dem Schlüssel in JEC2019 bestimmt.

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Funddaten: 12.10.2025; MTB 8031-4-2-1, 700 m; Koordinaten: 47,94850; 10,96959; D-By-Landkreis Landsberg am Lech, Gemeinde Vilgertshofen, Issing, Degenau; Fichtenhochwald mit eingestreuter Buchenverjüngung über würmzeitlicher Schottermoräne; bei Fichte im Moos; gesellig (4 Fk);
Hut: 7,2 – 7,8 cm breit, gewölbt mit flachem Buckel, befeuchtet klebrig (bei trockener Witterung), am Scheitel netzig areolat, zum Rand hin fein eingewachsen faserig, am Scheitel ockerbraun (fvk9), zum Rand hin heller lederbraun mit schwachem Olivton (fvk16-17), nicht hygrophan; Stiel: bis 10 cm lang und bis 2 cm breit, basal keulig erweitert, schmutzig cremefarben, an der Spitze mit Blauton; Velum unauffällig; Lamellen: aufsteigend und mäßig breit angewachsen, jung violett bis grauviolett (fvk45-44), später purpurbraun (fvk1) bis lehmbraun (fvk5); Fleisch: Schnittbild vergessen, grrrr… Geruch: nicht signifikant; KOH (40%): am Fleisch blass braun, am Hut rotbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Duplex; Epicutis als dicke Ixocutis ausgebildet; Zellen in den oberen Lagen zum Großteil komplett gelifiziert, in den untern Lagen oft als Fragmente intakt und fein gelblich inkrustiert; Hypoderm normal ausgeprägt, Zellen ca. 11-16 µm breit, mit cremegelbem Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: praktisch farblos, Zellen glatt; Basidien: 4-sporig, Maße: 36-42 x 10-12 µm; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, apical mäßig breit bis schmal gerundet, in Aufsicht ovoid, mittelgrob warzig, im Umriss rau, apikal auch knubbelig; Warzen fein bis mittelgrob, apikal auch etwas gröber und stärker überstehend; indextrinoid oder ganz schwach dextrinoid, gelb bis ockergelb in Melzers (D0-D1); Maße: 11,8 x 7,5 (10,8-13,4 x 6,7-8,6), Q=1,57 (1,46-1,68), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 60: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Schlüsselt sich in FN gar nicht und in FAN8 als C. xantho-ochraceus. Zu letzterer Art passen zwar die Sporen, aber die stark eingewachsen faserigen Hüte und die bräunenden Stiele nicht. C. subrugulosus sieht ähnlich aus, gilt aber als Nadelwaldart.

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Funddaten: 18.09.2025; MTB 8533-3-2-2, 1075 m; Koordinaten: 47,44482; 11,24674; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Mittenwald, Buchwald; Buchen-Hutewald über Hauptdolomit; bei Buche in der Laubstreu, weiter entfernt auch krüppelige Fichten; gesellig (3 Fk); verges. mit Lactarius luridus und Cortinarius calochrous s.str;
Hut: 4,5-7,5 cm breit, konvex, bei trockener Witterung leicht klebrig, zum Rand hin fein eingewachsen faserig, beige bis sandgelb (ca. 14, 15, 22 fvk); Stiel: 5,5-7 cm lang, 1-1,6 cm breit, gerandet knollig (Knolle basal flach oder konisch, 2-3,5 cm breit), cremefarben, in der unteren Hälfte bis zur Knolle auffällig rußbraun verfärbt, Knolle und Basalmyzel weiß; Velum am Knollenrand unauffällig, wohl dünn und weiß; Lamellen: leicht aufsteigend angewachsen, gedrängt, jung graubeige (fvk?), reif kartonbraun (fvk 17); Schneiden weißlich abgesetzt; Fleisch: weiß; Geruch: schwach aromatisch, nicht signifikant; Geschmack: Huthaut mild; Chemie: KOH (40%) am Hut braun (fvk5), sonst auf allen Teilen negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: duplex oder triplex. Epikutis als Ixocutis mit locker parallel liegenden, teils intakten, teils gelifizierten Zellen, intakte Zellen schmal und farblos, ca. 2-4 µm breit, sporadisch mit feinen, farblich unauffälligen Inkrustationen; Zwischenschicht aus breiteren, kürzeren und etwas dickwandigern, aber auch eher gestreckten Zellen mit gelben Wandpigmenten; darunter auch typische, kurze und breite Hypodermzellen mit gelben Wandpigmenten, Hypodermzellen ca. 8-14 µm breit; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: aus schmalen, nahezu farblosen, glatten Zellen; Basidien: 4-sporig, Maße: 26-35 x 8-9,5 µm; Sporen: subamygdaloid, apikal mäßig schmal gerundet, in Aufsicht ellipsoid bis schlank ovoid, mittelgrob warzig, im Umriss rau, Warzen fein bis mittelgrob, deutlich dextrinoid (ockerbraun in Melzers, D1-D2); Maße: 8,0 x 4,9 (7,4-8,9 x 4,6-5,2), Q=1,62 (1,49-1,77), 30 Sp. aus der Cortina gemessen;

Nr. 61: Cortinarius splendidior Bidaud

Zur Bestimmung: Die Unterscheidung von dem nah verwandten Cortinarius haasii var. quercus-ilicicola A. Ortega, Suár.-Sant. & J.D. Reyes scheint schwierig, da machen wir sicherheitshalber mal eine Sequenz. Das deutlich lila Velum, das bei jungen Exemplaren sowohl am Hut als auch am Knollenrand ausgeprägt ist, spricht aber eher für C. splendidior – zumindest wird ein solches bei Ortega et al. (2008) für C. haasii var. quercus-ilicicola nicht erwähnt. C. lilacinovelatus hat deutlich kleinere Sporen.

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Funddaten: 07.11.2025; 430 m, Koordinaten: 9,57629 E; 44,34072 N; Italien, Ligurien, San Pietro Vara, Salterana; Steineichenwald auf Kalk; bei Steineichen und anderen Eichen, gesellig (ca. 6 Fk);
Hut: bis 5,5 cm breit, klebrig, blass gelb, am Scheitel auch bräunlich, mit braunen Schüppchen und weißen Velumresten, bei jungen Fk auch lila überhaucht; Stiel: bis 4 x 1,2 cm, gerandet knollig, violett, Basalmyzel variabel weiß oder gelblich, Velum am Knollenrand violett; Lamellen: schwach ausgebuchtet angewachsen, violett; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht signifikant; KOH (40%): an der Bulbipellis negativ, am Hut hellbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: simplex; Epicutis als dicke Ixocutis (Übergang zu Trichoderm) ausgeprägt; Zellen in der obersten Lage teilweise goldgelb marmoriert; Zellen im Mittelteil teil gelifiziert und nur in Fragmenten vorhanden, intakte glatt und fast farblos; Zellen in der Subcutis dicht liegend oder verwoben, teils kräftig quergestreift blassgelb inkrustiert, teils glatt und mit leuchtend gelbem parietalem Pigment; Lamellenschneide: fertil, teils auch am Exsikkat und unterm Mikroskop noch violett, aber ohne Zystiden; Lamellentrama: Zellen schmal, farblos und glatt; Basidien: 4-sporig, mit großen und kleinen Öltropfen gefüllt; Maße: ca. 33-40 x 10-11,5 µm; Sporen: amygdaloid bis schlank citriform, apikal zu ca. 50% kurz ausgezogen (papilliert) und dann schlank citriform, Apex sonst fast spitz; Ornament warzig bis krustenartig, Warzen oft kurzgratig oder grobschollig verbunden, niedrig, nur flach knubbelig überstehend; Maße: 11,3 x 6,6 (10,3-12,2 x 5,8-7,2), Q=1,71 (1,57-1,87), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 62: Cortinarius cf. purpurascens Fr.

Zur Bestimmung: Die Sporenmaße und die gerandete Knolle würden zu C. purpurascens passen. C. subpurpurascens wäre aber auch möglich. Sequenz!

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Funddaten: 05.11.2025; 350 m, Koordinaten: 9,50019 E; 44,26796 N; Italien, Ligurien, Castiglione Chiavarese, Mossa, Monte Groppe; niedriger Steineichenwald; bei Steineiche; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 3,5 cm breit, gewölbt, befeuchtet etwas klebrig, am Rand fein eingewachsen faserig, haselnussbraun; Stiel: bis 3,5 x 1,2 cm, gerandet knollig (Knolle bis 2,4 cm), blaulila, am Knollenrand dunkelviolett fleckend (berührt); Lamellen: violett; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: eher duplex; Epicutis als Ixocutis ausgeprägt, Zellen großteils gelifiziert, intakte in den obersten Lagen schmal, teils mit diffusem goldgelbem Pigment, teils mit farblich diskreten Inkrustationen; Zellen in der Subcutis breiter, auch stark gelifiziert und meist nur in Fragmenten vorhanden; darunter ein schwach ausgeprägtes Hypoderm aus dickwandigen, kurzen, breiten Zellen mit lebhaft gelbem Wandpigment; Lamellentrama: in Melzers intensiv violett; teils auch die Basidien so; Sporen: schlank ellipsoid, apikal mäßig breit gerundet, grob warzig, im Umriss flachknubbelig; Ornament variabel, warzig, kurzgratig und grobschollig, eher niedrig; schwach dextrinoid, in Melzers ockergelb bis hell ockerbraun, D1; Maße: 8,4 x 5,1 (7,9-9,1 x 4,8-5,4), Q=1,66 (1,55-1,73), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 63: Cortinarius purpureus (Bull.) Fuckel

Zur Bestimmung: Auch makroskopisch klar.

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Funddaten: 06.11.2025; 350 m, Koordinaten: 9,60005 E; 44,33657 N; Italien, Ligurien, Varese Ligure, San Pietro Vara, Pianelle; Steineichenwald auf vermutlich leicht saurem Boden; bei Steineiche; gesellig (2 Fk);
Hut: 3 – 4 cm breit, jung kegelig-glockig, dann gewölbt mit flachem Buckel, fein samtig und schwach glimmerig und eingewachsen faserig, orangebraun, nicht hygrophan, ungestreift; Stiel: bis 6 x 0,8, zur Basis hin spindelig erweitert, olivgelb; Velum leuchtend orange, dünn, bildet einen faserigen Überzug; Lamellen: ziemlich gerade und breit angewachsen, gedrängt, blutrot; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: schlank ellipsoid bis subamygdaloid, apikal mäßig breit bist fast schmal gerundet, fein warzig, im Umriss glatt bis fein rau; indextrinoid, gelb in Melzers, D0; Maße: 6,9 x 4,1 (6,1-7,9 x 3,7-4,6), Q=1,66 (1,52-1,77), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 64: Cortinarius subcotoneus Bidaud

Zur Bestimmung: Gemäß Bidaud et al. (2021) kommt C. cotoneus im mediterranen Raum nicht vor, insofern kann das nur C. subcotoneus sein. Die Trennung über die Sporenmaße ist aber offenbar Wunschdenken, denn z.B. mein sequenzierter C. cotoneus von 2021 hatte Sporen von 8,0 x 7,0. Morphologisch sind sich die beiden schon sehr ähnlich. Könnte sein, dass C. cotoneus einen stark samtigen, C. subcotoneus einen eher glatten Hut hat. In der ITS gibt es immerhin 8 Unterschiede.

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Funddaten: 03.11.2025; 450 m, Koordinaten: 9,57965 E; 44,34202 N; Italien, Ligurien, San Pietro Vara, Salterana; Steineichenwald auf Kalk; bei Steineiche, gesellig (5 Fk);
Hut: 5 – 6,8 cm breit, gewölbt, Rand lange stark eingebogen, glatt, olivbraun, zum Rand hin glimmerig gesprenkelt; Stiel: bis 6 x 1,8 cm, basal keulig, schmutzig beige; Velum bräunlich, angedrückt, mit mäßig ausgeprägter Abrisszone, eher dünn; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, gedrängt, olivgelb; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: kräftig raphanoid, aber schwächer als C. cotoneus; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: breit ellipsoid bis subglobos, grob warzig, im Umriss stumpfstachelig; Warzen grob, oft zu kurzen Graten verlängert; stark dextrinoid, orangebraun in Melzers, D2; Maße: 8,2 x 6,9 (7,1-9,2 x 6,3-7,6), Q=1,19 (1,11-1,30), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 65: Cortinarius salor Fr.

Zur Bestimmung: Es scheint zwei C. salor zu geben (FAN8). Mit FAN8 und FN so zu schlüsseln.

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Funddaten: 06.09.2025; MTB 8435-2-1-4, 790 m; 47,58324; 11,60651; D-By-Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Gemeinde Lenggries, Walchental; Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn, Esche) über Hauptdolomit; am Stammgrund einer alten Fichte, in der Nähe auch Buche, Bergahorn und Esche; gesellig (2 Fk);
Hut: 4,5-5 cm breit, jung glockenförmig mit verflachtem Scheitel, älter flach gewölbt mit flachem Buckel, sehr schleimig, violett bis grauviolett (44-45 Fvk), stellenweise cremefarben stränig oder fleckig; nicht hygrophan; Stiel: bis 12,5 x 1,2 cm, basal wurzelnd, zylindrisch, cremeweiß, an der Spitze vielleicht mit zartem Blaustich, kaum klebrig (minimal), Velum unauffällig; Lamellen: aufsteigend bis gerade und sehr breit angewachsen, gedrängt, graubraun, auch beim jungen Fk kein Blauton erkennbar; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht signifikant; Geschmack: Huthaut und Fleisch mild; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: simplex, kaum verschleimte Ixocutis; Hyphen locker liegend, intakt, mit einigen zylindrischen Endzellen, Zellen glatt oder feinst (farblos) inkrustiert, oft mit schaumigem Inhalt, kaum pigmentiert; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: Zellen schmal, glatt und farblos; Basidien: 4-sporig, ca. 39-45 x 8,5-9,5 µm; Sporen: subglobos, mittelgrob warzig, Warzen bis 0,5 µm überstehend, fein bis mittelgrob; deutlich dextrinoid (orangebraun in Melzers, D2); Maße: 8,6 x 7,3 (7,6-9,6 x 6,4-8,0), Q=1,18 (1,06-1,26), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 66: Cortinarius delibutus Fr. s.l.

Zur Bestimmung: Makroskopisch niemals dasselbe wie die knallgelben von Zitterpappel und auch mit deutlich größeren Sporen. Farblich ähnlich ist der "illibatus" von 2016, der aber auch kleinere Sporen hat. Sequenz!

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Funddaten: 08.10.2025; MTB 8130-2-1-2, 755 m; Koordinaten: 47,89489; 10,78609; D-By-Landkreis Landsberg am Lech, Gemeinde Fuchstal, Kingholz, Naturwald Fuchstal-Leeder (ID 3146); Mischwald (Buche, Fichte, Tanne) über Decklehm (Lößlehm und Schotterverwitterungslehm, kryoturbat vermischt, eher sauer); bei alten Buchen und jungen Tannen in der Laubstreu; gesellig (4 Fk); im gesamten Waldstück immer wieder mal mit 1-2 Fk zu sehen und makroskopisch sehr homogen;
Hut: 2,8 x 4,2 cm breit, gewölbt, schwach gebuckelt, sehr schleimig, fein eingewachsen faserig, am Scheitel ockergelb bis olivgelb, zum Rand hin olivgrau, nicht hygrophan; Stiel: bis 6,5 x 0,6 cm, basal schwach keulig erweitert, cremegrau; Velum blass gelblich, schleimig, bildet einen flächigen Überzug; Lamellen: ausgebuchtet und breit angewachsen, gedrängt (ca. 35 erreichen den Stiel), blass graubraun, jung mit schwachem und flüchtigem Blauton; Schneiden weißlich und bisw. etwas feinschartig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: simplex; Subcutis aus dicht liegenden, glatten Zellen ohne Inhalt (nur vereinzelt Zellen mit lichtbrechende Körnchen vorhanden; darüber eine dicke Schicht aus locker verteilten teils liegenden, teils aufsteigenden Zellen, teils mit lichtbrechenden Körnchen; in der obersten Lage eine Ixocutis mit +/- parallel liegenden, teils gelifizierten Zellen, intakte überwiegend mit zahlreichen lichtbrechenden Körnchen gefüllt; Hypoderm nicht ausgeprägt; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: Hyphen nur sehr blass pigmentiert, einzelne Zellen farblos und glatt, eher schmal; Basidien: 4-sporig, einzelne mit groben Kristallen gefüllt; Maße: 31-41 x 9-10,5 µm; Sporen: breit ellipsoid, apikal breit gerundet, stachelwarzig; Warzen fein bis mittelgrob und im Umriss knapp überstehend; schwach dextrinoid, in Melzers ockergelb bis ockerbraun (D1); Maße: 8,7 x 6,7 (7,7-10,2 x 5,9-7,4), Q=1,31 (1,22-1,39), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 67: Cortinarius delibutus Fr. s.l.

Zur Bestimmung: Sektion Delibuti

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Funddaten: 10.10.2025; MTB 8533-4-1-1, 1015 m; Koordinaten: 47,44583; 11,25600; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Mittenwald, Kranzberggebiet; Mischwald (Fichte, Kiefer) über Dolomitstein; bei Fichten im Moos; gesellig (5 Fk);
Hut: 2,8 – 3,4 cm breit, gewölbt mit flachem oder ohne Buckel, sehr schleimig, glatt, blass gelb (fvk22); Stiel: bis 6,5 x 0,6 cm, basal schwach keulig verdickt, cremeweiß; Velum gelb, leicht klebrig, bildet einen schütteren Überzug oder rudimentäre Gürtel; Lamellen: ausgebuchtet und breit angewachsen, gedrängt (ca. 45 erreichen den Stiel), anfangs grauviolett (fvk44), bald graubraun (fvk4); Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach süßlich gebäckartig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: simplex; sehr dicke Ixocutis aus parallel liegenden, teils stark gelifizierten Hyphen; Zellen überwiegend farblos oder nur sehr blass pigmentiert, schmale Zellen bisw. feinst inkrustiert, außerhalb der Zellen mit kleinen lichtbrechenden Körnchen/Kristallen; einzelne Zellfragmente komplett „kristallisiert“; Zellen in der Subpellis unauffällig, einfach dichter liegend, farblos und glatt; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: Zellen schmal, praktisch farblos und glatt, nur etwas marmoriert; Basidien: 4-sporig, oft gestielt und auffällig breit keulig, einzelne komplett mit lichtbrechenden Kristallen gefüllt, bis. auch gelblich pigmentiert; Maße: 26-47 x 10,5-15 µm; Sporen: breit ellipsoid bis subglobos, kurzstachelig; Warzen bis mittelbreit, selten kurzgratig zusammenfließen, deutlich, aber nicht weit überstehend und eher stumpf; schwach dextrinoid, ockergelb bis ockerbraun in Melzers, D1; Maße: 8,1 x 6,8 (7,5-8,9 x 6,1-7,5), Q=1,20 (1,14-1,32), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 68: Cortinarius vibratilis (Fr.) Fr. s. str.

Zur Bestimmung: Wohl unkritisch.

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Funddaten: 02.10.2025; MTB 8136-4-1-1, 765 m; Koordinaten: 47,84094; 11,76608; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Warngau, Taubenberg Nord, Schwarzberg; Mischwald (Tanne, Fichte, Buche) über Oberer Süßwassermolasse (Konglomerat, karbonatisch); in einem Tannenjungholz im Moos; gesellig (ca. 8 Fk);
Hut: 2,2 – 4,2 cm breit, anfangs flach kegelig, dann gewölbt bis flach ausgebreitet, bisw. mit etwas hochgezogenem Rand, sehr schleimig und klebrig, glatt, honiggelb (fvk11), schwach hygrophan, stellenweise heller sandgelb verblasst, trocken cremefarben bis sandgelb (fvk21-22); Stiel: bis 6,5 x 0,7 cm, basal gleichdick oder schwach verjüngt, sehr schleimig, cremeweiß; Velum weißlich, sehr dünn und unauffällig; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt (ca. 44 erreichen den Stiel), honiggelb bis olivocker (fvk11); Fleisch: im Hut wässrig gelb, im Stiel wässrig cremegelb; Geruch: nicht signifikant; Geschmack: Huthaut sehr bitter; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: bestehend aus einem dicken Ixotrichoderm (Übergang zu Ixocutis), einem unauffälligen, aus nicht mehr als 2 Lagen aufgebauten Hypoderm und einer schwach differenzierten Subcutis; Zellen im Ixotrichoderm teils parallel liegend, teils aufsteigend, großteils intakt, in der obersten Lage mit vielen lichtbrechenden Körnchen gefüllt, in den unteren lagen teils gelifiziert, intakte +/- hyalin; Hypodermzellen mit sehr blassem Dickwandpigment; Subcutis mit teils diffusen, teils schwer lokalisierbaren gelben Pigmenten, ohne auffällige Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, mit unterschiedlich großen grünlichen Öltropfen (auch an der Fläche); Lamellentrama: Zellen praktisch farblos und sehr schmal; Basidien: 4-sporig, einzelne granulär gefüllt; Maße: 24-34 x 7-9 µm; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, apikal mäßig breit bis fast schmal gerundet, im Umriss grob rau bis kurzstachelig, Warzen fein bis mittelgrob, oft deutlich überstehend, indextrinoid (gelb in Melzers, D0); Maße: 7,1 x 4,8 (6,4-8,4 x 4,3-5,6), Q=1,48 (1,33-1,59), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 69: Cortinarius caesiostramineus R. Hry

Zur Bestimmung: Unkritisch.

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Funddaten: 18.09.2025; MTB 8533-3-2-1, 1325 m; Koordinaten: 47,44722; 11,22184; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Mittenwald, Kranzberggebiet; anmooriger Fichtenwald über würmzeitlicher Moräne; bei Fichte an feuchter Stelle mit Heidelbeere und Bärlapp; gesellig bis büschelig (ca. 10 Fk);
Hut: 4-5,2 cm breit, gewölbt, ohne Buckel, bei trockener Witterung nur ganz schwach klebrig, am Rand eingewachsen faserig, cremefarben bis sandgelb, (fvk15, 22); Stiel: 5-5,5 cm lang, 0,9-1,4 cm breit, basal keulig bis angedeutet knollig verdickt, cremeweiß, an der Spitze mit flüchtigem Blauton; Velum unauffällig; Lamellen: leicht aufsteigend und schmal angewachsen, sehr gedrängt, jung graubeige und mit schwachem, sehr flüchtigem Blauton, dann kartonbraun (fvk17); Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht signifikant; Geschmack: Huthaut schwach bitter; KOH (40%): auf allen Teilen negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis als Ixocutis ausgeprägt, Zellen teilweise stark gelifiziert, intakte farblos, aber mit körnelig-schaumigem lichtbrechendem Inhalt; Hypoderm mäßig stark ausgeprägt, Zellen schwach dickwandig und mit sehr blass cremegelblichem Wandpigment; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: Zellen praktisch farblos, sporadisch mit lichtbrechenden Tröpfchen; Basidien: 4-sporig; Sporen: schlank citriform, apikal meist papilliert, fein warzig, schwach dextrinoid (ockergelb bis ockerbraun in Melzers, D1); Maße: 8,5 x 4,8 (7,9-9,3 x 4,2-5,4), Q=1,78 (1,63-1,93), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;