Cortinarius 2021, Obtusi, Flexipedes, Castanei, Megaspori, Anomali, Phlegmacium s.l.

Nr. 26: Cortinarius albovariegatus (Velen.) Melot

Zur Bestimmung: Sektion Obtusi. Sehr ähnlich wie die Kollektion 2010-13 aus Geitau, nur die Marginalzellen sind etwas kleiner und unauffälliger ausgebildet. Laut CFP ist auch die frühe Erscheinungszeit ein Hinweis auf die Art.

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Funddaten: 30.07.2021; MTB 7934-4-3-2, 640 m; 11° 26' 34,56'' E, 48° 1' 6,44'' N; D – By – Landkreis München, Gemeinde Forstenrieder Park; Tannenmischwald über risszeitlicher Moräne, mglw. mit Lösslehmüberdeckung; bei Tanne; gesellig bis kleinbüschelig (ca. 20 Fk);
Hut: bis 3,5 cm breit, kegelig mit spitzwarzigem Buckel, alt mit hochgeschlagenem Rand, glatt, jung ungestreift, später bis zur Mitte durchscheinend gestreift, jung kastanienbraun, später etwas heller rehbraun bis ockerbraun, hygrophan, radialstreifig sandgelb verblassend; Stiel: bis 6 x 0,6 cm, basal verjüngt, auf bräunlich-beigem Grund weiß überfasert; Velum weiß, eher dünn, ohne deutliche Abrisszone, bildet bisw. eine schwache Natterung; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, jung lebhaft honigbraun, später rehbraun bis rostbraun, Schneiden heller abgesetzt; Fleisch: im Stiel auffallend hohl, siehe Schnittbild; Geruch: kräftig raphanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis relativ dick, Zellen intakt, völlig glatt und farblos; Hypoderm mäßig stark entwickelt, Zellen mit goldgelbem bis bernsteinfarbenem, oft körneligem Dickwandpigment; in tieferen Schichten mit goldgelben bis bernsteinfarbenen plackenartigen und querstreifigen Inkrustationen; Lamellenschneide: steril, Marginalzellen schwach unterteilt, Endzellen kurz und keulig, von Basidiolen nicht zu unterscheiden; Lamellentrama: Zellen goldgelb bis gelbbraun querstreifig inkrustiert, oft etwas dickwandig und mit gelbem Wandpigment; Basidien: 4-sporig, 2-sporige eingestreut, Maße: 25-31 x 8-9,5; Sporen: ellipsoid, apikal mäßig breit gerundet, in Aufsicht schlank ovoid, mittelgrob warzig, im Umriss kräftig rau, ganz schwach dextrinoid (ockergelb bis ockerbraun in Melzers), Maße: 7,6 x 4,7 (7,0-8,5 x 4,1-5,0), Q=1,62 (1,52-1,77), 30 Sp. gemessen (20 vom Abwurf, 10 vom Hymenium in Melzers); Abwurf sehr dünn und kontaminiert mit glatten übergroßen deformierten Sporen, die natürlich nicht berücksichtigt wurden);

Nr. 27: Cortinarius cf. albovariegatus (Velen.)

Zur Bestimmung: Sektion Obtusi. Mikroskopie und Habitus würden zu C. albovariegatus passen, ebenso das rasig-kleinbüschelige Wachstum. Ungewöhnlich ist allerdings das stark ausgeprägte, kleinschuppige Hutvelum.

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Funddaten: 13.08.2021; MTB 8431-1-3-2, 1455 m; Koordinaten: 10° 51' 38,55'' E; 47° 33' 43,13'' N (nur annäherungsweise); D-By-Landkreis Ostallgäu, Gemeinde Halblech, Buching, Kenzenhütte; im Wald oberhalb des Kenzenbachs und oberhalb des Wanderwegs zum Vorderscheinberg; Fichtenwald mit Bergahorn in stark zerklüftetem Blockschutt (Oberrhätkalk); bei Fichte, gesellig (ca. 20 Fk);
Hut: bis 1,4 cm breit, kegelig, meist mit spitzwarzigem, weit vorgezogenem Buckel, rehbraun, hygrophan, frisch ungestreift, alt am Rand durchscheinend gestreift, jung dicht mit weißlichem Velum überfilzt; Stiel: bis 3,6 x 0,25 cm, basal verjüngt, hutfarben oder etwas heller, weißlich überfasert; Velum weiß, bildet stellenweise eine Natterung; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, entfernt, ca. 22-24 erreichen den Stiel, ockerbraun, später rehbraun, Schneiden weißlich abgesetzt; Geruch: null; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis relativ dick, Zellen ziemlich breit (in Scheitelnähe), glatt und farblos; Hypoderm eher schwach entwickelt, Zellen länglich, ca. 10-20 µm breit, mit goldgelbem bis bernsteinfarbenem, stellenweise körneligem Dickwandpigment und blassen querstreifigen Inkrustationen; in tieferen Lagen mit gelbbraunen querstreifigen und plackenartigen Inkrustationen; Lamellenschneide: steril, mit deutlich ausgeprägten Cheilozystiden, diese variabel geformt, oft unterteilt, Endzellen keulig, schlank keulig oder zylindrisch, bisw. feinst blassgelb inkrustiert, Maße: ca. 18-36 x 5-12; Lamellentrama: kräftig goldgelb querstreifig inkrustiert; Basidien: 4-sporig, ca. 23-34 x 7,5-9,5; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, in Aufsicht schmal ovoid, apikal mäßig breit bis fast schmal gerundet, ohne Depression, mittelgrob warzig, im Umriss kräftig rau, schwach dextrinoid (ockerbraun in Melzers); Maße: 7,1 x 4,5 (6,6-7,7 x 4,2-5,0), Q=1,57 (1,43-1,67), 30 Sp. gemessen;

Nr. 28: Cortinarius acutus (Pers.: Fr.) Fr.

Zur Bestimmung: Sektion Obtusi. Sollte der "echte" C. acutus sein. Im Vergleich zu C. albovariegatus sind die Fk schmächtiger, die Hutfarben heller, meist Galerina-gelb, die Sporen etwas länger und die Cheilozystiden schlanker.

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Funddaten: 14.08.2021; MTB 8429-1-3-2, 895 m; Koordinaten: 10° 32' 23,69'' E; 47° 33' 44,87'' N; D-By-Landkreis Ostallgäu, Gemeinde Pfronten, Steinach, Steinacher Achen; moosiger Fichtenmischwald mit Eberesche und Ahornverjüngung über holozänen Flussablagerungen; bei Fichte, gesellig (ca. 8 Fk); verges. mit C. spec. (611);
Hut: bis 1,8 cm breit, spitzkegelig mit glasigem Buckel, durchscheinend gestreift, honiggelb bis honigbraun, Buckel dunkler, anfangs mit weißlichem Velum und dadurch gedeckter gefärbt; Stiel: bis 6 x 0,25 cm, bräunlich-beige, Velum weiß, mäßig dick, bildet einen faserigen Überzog oder eine schwache Natterung; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, honiggelb; Schneiden weißflockig; Geruch: neutral; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis relativ dick, Zellen breit (ca. 6-10 µm) und dickwandig, in der obersten Lage farblos, sonst auch unauffällig feinst inkrustiert; Hypoderm schwach ausgeprägt, Zellen überwiegend länglich und nicht sehr breit (kaum über 12 µm), mit sehr blass gelblichem, nur sporadisch körnelig bräunlichem Dickwandpigment; in tieferen Lagen mit querstreifigen und plackenartigen gelbbraunen bis bernsteinfarbenen Inkrustationen; Lamellenschneide: steril; Cheilozystiden deutlich differenziert, oft gegliedert, schlank spindelig bis zylindrisch, seltener schlank keulig, apikal abgerundet oder leicht zugespitzt, Maße: 30,5 x 5,8 (17-47 x 4,5-7), 15 gemessen; Lamellentrama: kräftig goldgelb querstreifig inkrustiert; Basidien: 4-sporig, ca. 25-32 x 7-8; Sporen: ellipsoid, apikal mittelbreit gerundet, in Aufsicht ideal ellipsoid bis schlank ovoid, fein warzig, im Umriss kräftig rau, ganz schwach dextrinoid (ockergelb in Melzers), Maße: 8,1 x 4,9 (7,2-9,0 x 4,4-5,3), Q=1,63 (1,53-1,75), 30 Sp. gemessen;

Nr. 29: Cortinarius acutus (Pers.: Fr.) Fr.

Zur Bestimmung: Sektion Obtusi. Recht typische Aufsammlung. Die Sporen sind allerdings deutlich stärker dextrinoid als bei Kollektion Nr. 28.

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Funddaten: 30.09.2021; MTB 8233-2-1-2, 655 m; Koordinaten: 11° 16' 39,84'' E, 47° 47' 15,41'' N; D-By-Landkreis Weilheim-Schongau, Gemeinde Seeshaupt, Lauterbacher Wald, Rohrmooser Weiher; feuchter, eher bodensaurer Fichtenwald mit eingestreuten Kiefern über würmzeitlicher Schotter-Moräne; bei Fichte im Moos; gesellig (5 Fk); verges. mit Kollektion Nr. 31;
Hut: bis 1,6 cm breit, kegelig, meist mit spitzem, seltener abgerundetem glasigem Buckel, bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, frisch lebhaft orangebraun, hygrophan; Stiel: bis 6 x 0,2 cm, basal gleichdick, braunbeige (heller und blasser als der Hut); Velum weiß, bildet deutlich kontrastierende zahlreichen Gürtel am Stiel; Lamellen: honigbraun; Schneiden weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: steril, Cheilozystiden klar differenziert, bisw. gegliedert, überwiegend spindelig bis schlank keulig, Maße: 29 x 8,7 (23-44 x 6-12), Q=3,33 (15 gemessen); Sporen: ellipsoid, apikal mittelbreit gerundet, fein warzig, mäßig stark dextrinoid (in Melzers ockerbraun bis orangebraun), Maße: 7,9 x 5,0 (7,5-8,7 x 4,8-5,6), Q=1,57 (1,48-1,67), 20 Sp. gemessen;

Nr. 30: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Sektion Obtusi (?). Unklar. Vgl. mit Kollektion 2014-41, 2014-45, 2016-28.

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Funddaten: 27.09.2021; MTB 7935-3-1-3, 590 m; 11° 30' 30,78'' E, 48° 1' 32,41'' N; D-By-Landkreis München, Gemeinde Grünwalder Forst, östliche Isarleite, Brunnhaus; Buchen-dominierter Mischwald über mindelzeitlichen Schmelzwasserschottern; bei großen Fichten und Buche an der Böschung; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 3 cm breit, flach gewölbt mit kleinem Buckel, trocken und matt, fein faserig, rehbraun, am Hutrand schwach filzig und heller, nur am Rand durchscheinend gestreift, kaum hyg-rophan; Stiel: bis 5 x 0,5 cm, basal spindelig erweitert und dann ausspitzend, cremebeige, seidig glän-zend; Velum cremeweißlich, sehr dünn und unauffällig; Lamellen: abgerundet und schmal angewachsen, gedrängt (ca. 28-32 erreichen den Stiel), leb-haft rostbraun, Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutiszellen teils kollabiert, stark verklebt wirkend, intakte blass olivgelb inkrustiert; Hypoderm stark entwickelt, Zellen ca. 10-30 µm breit, überwiegend mit blassgelbem, stellen-weise auch mit olivbraunem, körnelig wirkendem Dickwandpigment; in tieferen Lagen mit kräftigen olivgelben plackenartigen und querstreifigen Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, ohne auffällige Marginalzellen; Lamellentrama: ziemlich kräftig goldgelb bis gelbbraun inkrustiert, querstreifig und plackenar-tig; Basidien: 4-sporig, reife oft kollabiert und olivbraun, Maße: 23-32 x 8-10; Sporen: ellipsoid bis amygdaloid, apikal mittelbreit bis schmal gerundet, in Aufsicht schlank ovoid, im Abwurfpräparat recht heterogen mit stark streuendem Q-Wert, mittelgrob warzig, im Umriss kräftig rau, Warzen fein bis mittelgrob, apikal auch deutlich überstehend; schwach dextrinoid (im Melzers ockerbraun); Maße: 8,3 x 5,3 (7,3-9,6 x 4,8-6,2), Q=1,56 (1,39-1,84), 30 Sp. gemessen;

Nr. 31: Cortinarius variegatus Bres.

Zur Bestimmung: Mikroskopisch durch die kleinen glatten Sporen festgelegt. Dazu passt die silbrig-glimmerige Hutbereifung und die zumindest bei einem Fk lila gefleckte Stielbasis. Die Art wurde von Helmut Grünert und Edmund Garnweidner am Ammersee bzw. im Zeller Wald gefunden, in den bayerischen Alpen jedoch noch nicht kartiert.

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Funddaten: 25.09.2021; MTB 8533-1-2-3, 1080 m; Koordinaten: 11° 13' 2,42'' E; 47° 28' 44,67'' N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Klais, Kranzbach; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) über Raibler Sand- oder Tonstein; am Waldrand bei Fichte auf einer Moorwiese im roten Sphagnum, büschelig (ca. 20 Fk);
Hut: bis 6,2 cm breit, gewölbt, glatt, auffallend silbrig-glimmerig bereift, anfangs schwach feucht-schmierig und minimal klebrig, bald trocken, am Scheitel kastanienbraun, zum Rand hin heller semmelbraun, am Rand wasserfleckig oder -streifig; Stiel: bis 8 x 1,5 cm, basal mit schwach ausgeprägter nur angedeutet gerandeter, konisch zugespitzter Knolle, cremeweiß; Velum unauffällig; Lamellen: ausgebuchtet und schmal angewachsen, sehr gedrängt, jung cremefarben, reif beige bis hell kartonfarben; Schneiden glatt; Fleisch: cremeweiß; Geruch: schwach, nicht signifikant; KOH: am Hut dunkel kastanienbraun, sonst überall negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Duplex-Typ; Epicutis ca. 120-150 µm dick, Zellen stark gelifiziert (Ixocutis), in der obersten Lage auch intakte, schmale, teils aufsteigende Zellen vorhanden (Velum?); Subcutis (über dem Hypoderm) aus breiten, schwach pigmentieren und fein quergestreift inkrustierten Zellen; Hypoderm stark ausgeprägt, Zellen ca. 10-20 µm breit, mit kräftig gelbem Dickwandpigment, an schmaleren eingeflochtenen Zellen auch mit querstreifigen Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, ohne auffällige Marginalzellen; Lamellentrama: praktisch farblos, Zellen ohne Inkrustationen; Basidien: 4-sporig; ca. 20-28 x 6-7; Sporen: schlank ellipsoid bis amygdaloid, in Aufsicht breit spindelig, völlig glatt, sehr blass gelb pigmentiert; indextrinoid; Maße: 6,5 x 3,5 (5,8-7,5 x 3,1-4,1), Q=1,85 (1,61-2,00), 30 Sp. gemessen;

Nr. 32: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Sektion Phlegmacioides. Sieht aus wie C. variecolor, riecht aber nach nichts. Mit dem prov. Schlüssel von Saar (2021) aufgrund des fehlenden Geruchs als C. pseudonaevosus oder C. spadicellus zu bestimmen. Auffallend das stark büschelige Wachstum.

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Funddaten: 25.09.2021; MTB 8533-1-2-3, 1175 m; Koordinaten: 11° 12' 31,33'' E; 47° 28' 48,63'' N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Klais, Kranzbach; Fichtenwälder und Mähwiesen über Partnach-Formation (Mergelstein, Kalkstein); bei solitärer Fichte in der Wiese; büschelig (ca. 10 Fk);
Hut: bis 6,5 cm breit, gewölbt, frisch schwach schleimig und klebrig, bald trocken, lehmbraun, am Hutrand blass blaugrau; Stiel: bis 7 x 2 cm, basal gleichdick oder spindelig-keulig, schmutzig weiß; Lamellen: aufsteigend und mäßig breit angewachsen, gedrängt, jung lila und in Hutrandnähe lange so bleibend, reif kartonbraun; Fleisch: weiß, im Hut und oft auch in der Stielbasis blass lila; Geruch: fehlend; KOH (40%): am Hut negativ, am Hut- und Stielfleisch meist nur beige mit gelbem Rand, bei einem Fk kräftiger gelb; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Simplex-Typ; Ixocutis relativ schmal (ca.50-100 µm), Zellen überwiegend gelifiziert und blassgelb pigmentiert, intakte Zellen auch fein quergestreift inkrustiert; Subcutis mit schwer lokalisierbarem leuchtend goldgelbem Pigment, Zellen meist diffus pigmentiert, vor allem schmalere Zellen auch fein quergestreift inkrustiert; Trama farblos aus relativ breiten verschlungenen Zellen; Lamellenschneide: fertil, ohne auffällige Marginalzellen; Lamellentrama: diffus blass gelblich pigmentiert, ohne auffällige Inkrustationen; Basidien: 4-sporig; ca. 33-41 x 7-9; Sporen: amygdaloid, apikal schmal gerundet, meist schwach ausgezogen und kahl, variabel warzig, im Umriss grob rau, Warzen fein bis grob, an etlichen Sporen auch deutlich überstehend; unterm Apikulus abgeflacht und mit deutlicher Plage; schwach dextrinoid (ockerbraun in Melzers); Maße: 10,7 x 6,2 (9,8-12,2 x 5,8-6,7), Q=1,73 (1,65-1,90), 30 Sp. gemessen;

Nr. 33: Cortinarius variecolor (Pers.: Fr.) Fr.

Zur Bestimmung: Sektion Phlegmacioides. Etwas irritierend vielleicht die semmelgelben Farben und der schwache Erdgeruch;

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Funddaten: 02.10.2021; MTB 8235-4-2-2, 875 m; Koordinaten: 11° 39' 47,76'' E, 47° 44' 33,82'' N; D – By – Landkreis Miesbach, Gemeinde Waakirchen, Marienstein, Tegernseer Berge; Bergmischwald (Tanne, Buche, Fichte, Bergahorn, Esche) über quartärem Schutt, Boden leicht abgesauert (niedrige Heidelbeere) und stickstoffreich (an lichten Stellen mit Brombeere); bei großen Tannen und Fichten; gesellig (ca. 20 Fk);
Hut: bis 8,5 cm breit, gewölbt, glatt, auch befeuchtet nur schwach klebrig, sonst trocken, semmelgelb bis olivgelb, am Rand viel blasser und ganz blass lila; Stiel: bis 8 x 2,2 cm, basal keulig, oft stark verwachsen, teils auch wurzelnd, schmutzig weiß, ohne Blautöne; Universalvelum weißlich, sehr dünn und unauffällig; Lamellen: abgerundet angewachsen, sehr gedrängt, jung blass lilablau, bald kartonbraun und nur noch am Hutrand mit lilablauen Farben; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach erdig; KOH (40%): am Hut- und Stielfleisch blass cremgelb mit chromgelbem Rand; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Simplex-Typ; Ixocutis um 100 µm dick, Zellen ziemlich stark dissoziiiert, in der obersten Lage teils kollabiert/gelifiziert und goldgelb pigmentiert, aber überwiegend intakt und kräftig gelblich quergestreift inkrustiert; Subcutis aus dicht liegenden intakten, fein bis grob quergestreift gelblich inkrustierten Zellen, mit goldgelbem, schwer lokalisierbarem Pigment; Trama farblos; Lamellenschneide: fertil, ohne auffällige Marginalzellen; Lamellentrama: fast farblos, ohne auffällige Inkrustationen; Basidien: 4-sporig; ca. 30-38 x 8,5-10; Sporen: amygdaloid, apikal schmal gerundet und bisw. schwach ausgezogen, kräftig warzig, Warzen mittelgrob (variabel), oft deutlich überstehend; schwach, aber deutlich dextrinoid (ockerbraun in Melzers); Maße: 10,1 x 6,0 (9,3-11,0 x 5,4-6,4), Q=1,70 (1,57-1,81), 30 Sp. gemessen;

Nr. 34: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Sektion Anomali. Unklar. C. xanthocephalus ist wohl eine Laubwaldart.

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Funddaten: 12.09.2021; MTB 8332-3-2-3, 1115 m; 11° 2' 37,86'' E, 47° 38' 3,62'' N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Unterammergau, Kappel, Brünstwiesen; Fichtenwald über Kalkgraben-Formation (Flysch); bei Fichte am Waldrand in der Wiese; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 4,5 cm breit, klebrig, glatt, stroh- bis semmelgelb; Stiel: bis 6 x 0,8 cm, basal schwach keulig, cremeweiß; Velum gelb, bildet mehrere Gürtel oder eine Natterung; nicht auffallend schleimig, auch befeuchtet nicht klebrig; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt, jung olivgrau, reif ockerbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach aromatisch, vielleicht minimal raphanoid; KOH (40%): am Hut und Hutfleisch negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis-Zellen vollständig gelifiziert und im Präparat stark dissoziiert; Hypoderm stark ausgeprägt, aus vielen nicht allzu breiten (10-20 µm), aber oft isodiametrischen, bisw. fast rundlichen Zellen, mit blass gelbem Dickwandpigment; über dem Hypoderm eher sporadisch intakte hyphige Zellen ohne auffällige Pigmentierung oder Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, ohne auffällige Marginalzellen; Lamellentrama: Zellen fast farblos, ohne auffällige Inkrustationen; Basidien: 4-sporig, aber nicht selten auch 2-sporig und mit irregulär verlängerten Sterigmen, reife oft blass gelb; ca. 27-34 x 7,5-8,5; Sporen: rundlich, mittelgrob warzig, indextrinoid; Maße: 7,4 x 6,0 (6,8-7,9 x 5,6-6,4), Q=1,23 (1,15-1,31), 30 Sp. gemessen, Ausreißer bis 8,8 x 7,1 (möglicherweise von 2-sporigen Basidien);

Nr. 35: Cortinarius cf. pseudoflabellus Bidaud

Zur Bestimmung: Sektion Flexipedes. Makroskopisch würde der C. flexipes CFP D43 fast besser passen, für diese Kollektion werden aber mit 8-9 x 5-6 doch erheblich größere Sporen angegeben. Die Sporenmaße der Kollektion 2016-30 und die Angaben zum Typus von C. pseudoflabellus im AdC passen exakt bzw. viel besser. Die Kollektion 2016-30 unterscheidet sich durch Violetttöne in der Stielspitze und lebhafter gefärbte Lamellen.

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Funddaten: 14.08.2021; MTB 8429-1-3-2, 895 m; Koordinaten: 10° 32' 23,69'' E; 47° 33' 44,87'' N; D-By-Landkreis Ostallgäu, Gemeinde Pfronten, Steinach, Steinacher Achen; moosiger Fichtenmischwald mit Eberesche und Ahornverjüngung über holozänen Flussablagerungen; bei Fichte, gesellig (ca. 8 Fk); vergesellschaftet mit Kollektion Nr. 28 (C. acutus);
Hut: 2,4-3,2 cm breit, jung kegelig, dann gewölbt, mit +/- stark vorgezogenem warzenförmigem Buckel, jung bis unterm Scheitel mit weißlichem Velum überfilzt, schokoladenbraun, zum Rand hin ockerlich verblassend, am Hutrand mit dickem Velumsaum; Stiel: bis 8 x 0,4 cm, basal verjüngt, bräunlich-beige; Velum weiß, dick, bildete flockige Gürtel; Lamellen: aufsteigend und mäßig breit angewachsen, ca. 28 erreichen den Stiel, jung lehmbraun, reif eher heller ockerbraun; Geruch: schwach nach Pelargonium; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis dünn, Zellen in der obersten Lage teils gelifiziert, +/- farblos, Hypoderm entwickelt, Zellen kastenförmig mit blassgelbem Dickwandpigment, ohne Inkrustationen, Zellen in tieferen Schichten mit groben dunkelbraunen Placken und querstreifigen Inkrustationen; Lamellentrama: Zellen mit ziemlich groben dunkelbraunen, aber selten regulär querstreifigen Inkrustationen; Basidien: 4-sporig, ca. 26-31 x 7-8; Sporen: ellipsoid, apikal meist breit gerundet, fein bis mittelgrob warzig, apikal meist mit etwas gröberen Warzen, ohne supraapikulare Depression, deutlich dextrinoid (orangebraun in Melzer); Maße: 7,2 x 4,8 (6,6-7,9 x 4,5-5,3), Q=1,49 (1,39-1,59), 30 Sp. gemessen;

Nr. 36: Cortinarius pilatii Svrcek

Zur Bestimmung: Sektion Flexipedes. C. lindstroemii und C. flabellus wären natürlich auch nicht auszuschließen. C. lindstroemii hat jedoch lt. Originalbeschreibung etwas breitere Sporen (5,5-6) und eine Blaufüßigkeit wird auch nirgends erwähnt, während dieses Merkmal bei C. pilatii des Öfteren zu sehen ist (Kollektion 2018-22, als C. distinctus bzw. udolivascens var. lilacinostipitatus im AdC).

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Funddaten: 18.09.2021; MTB 8236-3-1-1, 860 m; Koordinaten: 11° 39' 58,68'' E, 47° 44' 43,73'' N; D – By – Landkreis Miesbach, Gemeinde Waakirchen, Marienstein, Tegernseer Berge; Bergmischwald (Tanne, Buche, Fichte, Bergahorn, Esche) überwiegend auf quartärem Schutt, auf jeden Fall kalkreich (Leberblümchen), aber stellenweise auch bodensauer (Heidelbeere); bei Buchen, Tannen und Fichte; gesellig (ca. 8 Fk);
Hut: bis 2,5 cm breit, fast spitz bis abgerundet kegelig, trocken und glatt, mit weißem Rand, hygrophan; Stiel: bis 7 cm lang und bis 0,4 cm breit, oft tief im Boden steckend, basal gleichdick und oft blau, im Übrigen siehe Fotos; Lamellen: aufsteigend und schmal bis mäßig breit angewachsen, gedrängt, olivbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: kräftig nach Pelargonium; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis-Zellen überwiegend intakt und ziemlich breit (5-10 µm), farblos. Hypoderm stark entwickelt, Zellen kastenförmig, bis ca. 25 µm breit, mit blassgelbem und stellenweise braunem, körnelig wirkendem Dickwandpigment, in tieferen Lagen mit plackenartigen und querstreifigen dunkelbraunen Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, ohne auffällige Marginalzellen; Lamellentrama: blass bräunlich, ohne auffällige Inkrustationen; Basidien: 4-sporig, ca. 26-32 x 7-8,5; Sporen: ellipsoid, apikal meist sehr breit, bisw. mittelbreit gerundet, meist mit supraapikularer Depression, fein bis mittelgrob warzig, Warzen ziemlich hoch, meist deutlich überstehend, apikal noch etwas gröber, Sporen oft fast stachelwarzig, kräftig dextrinoid (orangebraun bis rotbraun in Melzer); Maße: 7,9 x 5,0 (7,2-8,5 x 4,8-5,3), Q=1,58 (1,42-1,70), 30 Sp. gemessen;

Nr. 37: Cortinarius cf. pilatii Svrcek

Zur Bestimmung: Sektion Flexipedes. Unklar. Ich kenne keine vergleichbare so stark büschelige Kollektion.

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Funddaten: 03.10.2021; MTB 8034-3-4-2, 715 m; 11° 24' 23,64'' E, 47° 55' 6,25'' N; D – By – Landkreis Bad Tölz-Wofratshausen, Gemeinde Icking, Dorfen, Meilenberg; lichter, alter Kalkbuchenwald über würmzeitlicher Seitenmoräne; bei alten Buchen in der Streu, aber auch junge Fichten in Reichweite; gesellig bis stark büschelig, (ca. 15 Fk);
Hut: bis 2,2 cm breit, kegelig, meist mit spitzwarzigem, seltener leicht abgerundetem Buckel, trocken und matt, jung schokoladenbraun, stark hygrophan, bald verblassend und zuletzt ocker- bis sandgelb; jung komplett mit filzigem weißem Velum überzogen; Stiel: bis 4,8 x 0,3 cm, basal gleichdick oder verjüngt und mit blass lila Myzelfilz überzogen, braun, aber oft dicht weißlich überfasert; Velum weiß, normal dick, bildet mehrere gut ausgeprägte Gürtel; Lamellen: ausgebuchtet und breit angewachsen, mäßig entfernt (ca. 26-30 erreichen den Stiel), anfangs dunkelbraun, reif kastanienbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nach Pelargonium; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis-Zellen teils intakt, teils kollabiert, farblos, oft ziemlich breit; Hypoderm stark entwickelt, Zellen ca. 15-30 µm breit, meist (sub)isodiametrisch mit teils abgerundeten Ecken, Dickwandpigment teils blass gelblich, teils körnelig braun; in tieferen Schichten mit plackenartigen und groben querstreifigen braunen Inkrustationen; Lamellenschneide: subfertil, mit vielen sterilen, wenig auffälligen Marginalzellen, aber auch mit vielen Basidien durchsetzt; Basidien: 4-sporig, ca. 23-28 x 6,5-8; Lamellentrama: Zellen feinst inkrustiert, in dickerer Schicht blass bräunlich; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, apikal meist breit gerundet, in der Regel ohne supraapikulare Depression, mittelgrob warzig, Warzen variabel, fein bis mittelgrob, am Apex auch grob, Sporen im Umriss rau, Waren am Apex auch deutlich überstehend, deutlich dextrinoid (orangebraun in Melzers); Maße: 7,4 x 5,1 (6,6-8,4 x 4,8-5,6), Q=1,45 (1,35-1,58), 30 Sp. gemessen;

Nr. 38: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Sektion Flexipedes. Makroskopisch bei C. flabellus oder lindstroemii zu verorten. Wegen des hohen Q-Werts der Sporen vergebe ich aber lieber keinen Namen. Und es gibt ja noch ein paar mehr Arten in der Sektion.

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Funddaten: 22.09.2021; MTB 8433-2-1-1, 1205 m; 11° 15' 8,07'' E, 47° 35' 23,03'' N; D-By – Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Eschenlohe, Sattmannsberg; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) über Hauptdolomit, teils leicht bodensauer mit niedrigem Heidelbeerbewuchs; bei Fichte, Tanne und (weiter entfernt) Buche; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 2,1 cm breit, flach kegelig bis gewölbt, mit abgerundetem bis fast spitzem Buckel, trocken und glatt, aber durch Velumreste am ganzen Hut fein weißfilzig überzogen, schokoladenbraun, zum Rand hin etwas aufgehellt, stark hygrophan; Stiel: bis 4,5 x 0,4 cm, basal gleichdick, auf braunem Grund dicht weißlich überfasert; Velum weiß, mittelstark ausgeprägt, bildet mehrere Gürtel am Stiel; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt (ca. 28-38 erreichen den Stiel), rehbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: intensiv nach Pelargonium; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis-Zellen großteils intakt und farblos; Hypoderm stark entwickelt mit blassgelbem und braunem, körnelig wirkendem Dickwandpigment, Trama in tieferen Schichten mit kräftigen dunkelbraunen Inkrustationen und plackenartigen Anlagerungen; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: braun und kräftig querstreifig inkrustiert; Basidien: 4-sporig, Maße ca. 21-30 x 6-8,5; Sporen: ellipsoid, meist mit schwach ausgeprägter supraapikularer Depression, in Aufsicht schlank ovoid, apikal mäßig breit gerundet, eher fein warzig, im Umriss fein rau, apikal bisw. etwas gröber warzig, stark dextrinoid (orangebraun bis rotbraun in Melzer), Maße: 8,1 x 5,0 (7,3-8,9 x 4,6-5,4), Q=1,63 (1,51-1,77), 30 Sp. gemessen;

Nr. 39: Cortinarius flexipes (Pers.) Fr.

Zur Bestimmung: Sektion Flexipedes. Makroskopisch eigentlich ein typischer C. flexipes, allerdings mit ziemlich kleinen, schlanken Sporen.

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Funddaten: 11.10.2021; MTB 7447-1-1-2, 390 m; Koordinaten: 13° 32' 5,18'' E, 48° 35' 11'' N (grob geschätzt); D-By-Landkreis Passau, Gemeinde Thyrnau, Kernmühle, Donauleiten; Mischwald (Buche, Eiche, Fichte, Tanne, Kiefer, Hainbuche) über Gneis oder Kalksilikatgestein; bei Buchen, Kiefer, Tanne und (weiter entfernt) Fichte; gesellig (ca. 10 Fk);
Hut: bis 4,7 cm breit, kegelig bis ausgebreitet, stets mit spitzem Buckel, auf dunkelbraunem Grund dicht mit kleinen weißlichen Velumschüppchen besetzt, die auch im Alter erhalten bleiben, stark hygrophan, ocker- bis sandgelb verblassend; Stiel: bis 7 x 0,8 cm breit, basal gleichdick oder verjüngt, auf braunem Grund dicht silbrigweiß überfasert; Velum weiß, dick, bildet eine Natterung oder Gürtel am Stiel; Lamellen: abgerundet und breit angewachsen, mäßig gedrängt, schokoladen- bis kastanien-braun, ganz jung vielleicht mit schwachem Blauton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: intensiv nach Pelargonium; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis-Zellen intakt, völlig farblos, teilweise recht breit; Hypoderm normal entwickelt, Zellen überwiegend kastenförmig, mit blass gelbem und reichlich braunem körnelig wirken-dem Dickwandpigment; in tieferen Lagen mit plackenartigen und querstreifigen braunen In-krustationen; Lamellenschneide: fertil, Marginalzellen unauffällig, kaum von Basidiolen zu unterscheiden; Lamellentrama: im 40er blass purpurbraun, im 100er deutlich querstreifig braun inkrustiert; Basidien: 4-sporig, Maße: ca. 27-34 x 6,5-7; Sporen: ellipsoid, apikal breit bis mäßig breit gerundet, bisw. mit schwach ausgeprägter supra-apikularer Depression, fein warzig, apikal bisw. etwas gröber, im Umriss fein rau, mäßig stark dextrinoid (ockerbraun bis orangebraun in Melzers), im Abwurfpräparat sehr heterogen in der Größe und Form, möglicherweise durch eingestreute 2-sporige Basidien bedingt; Maße (ohne Ausreißer): 7,5 x 4,8 (6,8-8,3 x 4,4-5,1), Q=1,59 (1,41-1,80), 30 Sp. gemessen (Ausreißer 9-10 x 4,8-5,6);

Nr. 40: Cortinarius decipiens (Per.: Fr.) Fries

Zur Bestimmung: Sektion Castanei. Entspricht weitgehend C. decipiens CFP C02 und D44. Kennzeichnend sind u.a. die hellen Lamellen, eher dünnes Stielvelum und das Vorkommen im Jungwald bei Eiche und Birke.

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Funddaten: 24.09.2021; MTB 7934-4-2-2, 610 m; Koordinaten: 11° 29' 14,87'' E, 48° 2' 12,88'' N; D – By – Landkreis München, Gemeinde Forstenrieder Park, Buchenhain; Mischwald (Eiche, Buche, Hainbuche, Birke, Sukzession in ehemaligem Fichtenwald) über hochwürmzeitlichen Schmelzwasserschottern; bei jungen Eichen und (weiter entfernt) Birken; gesellig (ca. 15 Fk);
Hut: 3,5-4,6 cm breit, jung kegelig mit abgerundetem Buckel, reif bis ausgebreitet und mit oder ohne Buckel, trocken und glatt, frisch schokoladenbraun bis kastanienbraun, stark hygrophan, radialstreifig verblassend; Stiel: bis 5 x 0,5 cm, basal gleichdick oder schwach verjüngt, schmutzig cremefarben, silbrig weiß befasert, an der Spitze bisw. mit Blaustich; Velum weißlich, dünn, bildet einen faserigen, wenig auffälligen Überzug; Lamellen: schwach aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt (ca. 40-44 erreichen den Stiel), lehmbraun mit wenig Rotanteil, in der Aufsicht scheinbar mit Lilastich, was aber täuscht; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutiszellen großteils intakt, einige auch kollabiert, ca. 2-6 µm breit, sehr fein querstreifig inkrustiert; Hypoderm stark entwickelt, Zellen in Hutscheitelnähe (sub)isodiametrisch und teils mit abgerundeten Ecken, sonst normal kastenförmig mit gelbem Dickwandpigment ohne braune körnelige Pigmente, ca. 10-20 µm breit; Zellen in tieferen Lagen völlig ohne Placken oder querstreifige Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, Marginalzellen unauffällig, kaum von Basidiolen zu unterscheiden; Lamellentrama: Zellen feinst inkrustiert bis völlig glatt und farblos, auch in dickerer Schicht nur sehr blass pigmentiert; Basidien: 4-sporig, Maße: 20-28 x 6-7; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, apikal recht variabel, meist mäßig breit gerundet, ohne supraapikulare Depression, im Umriss fein rau, Warzen fein, zum Apex hin auch mittelgrob und deutlicher überstehend; deutlich dextrinoid (orangebraun in Melzers); Maße: 7,6 x 4,7 (6,9-8,5 x 4,4-5,1), Q=1,63 (1,52-1,77), 30 Sp. gemessen;

Nr. 41: Cortinarius cf. atrocoeruleus M.M. Moser

Zur Bestimmung: Sektion Castanei. Die Unterscheidung von C. falsosus bzw. decipiens ist kritisch. Die Kollektionen 2011-26 und 2017-19 haben deutlich größere Sporen. Allerdings habe ich auch einen (nicht sequenzierten) C. sertipes mit Sporen wie bei dieser Kollektion und der ist ja Synonym zu C. atrocoeruleus. Wegen des Wachstums bei Zitterpappel und Weide sowie weil alle meine Funde von C. falsosus bei Buche standen, entscheide ich mich jetzt mal für C. atrocoeruleus.

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Funddaten: 07.10.2021; MTB 7935-3-3-1, 630 m; Koordinaten: 11° 30' 11,97'' E, 48° 1' 20,1'' N; D-By-Landkreis München, Gemeinde Grünwalder Forst, östliche Isarleite, Brunnhaus; Buchen-dominierter Mischwald über hochwürmzeitlichen Schmelzwasserschottern; bei Zitterpappel, Salweide und (weiter entfernt) Fichtenjungholz; gesellig (ca. 30-40 Fk);
Hut: bis 3 cm breit, anfangs kegelig, dann gewölbt mit breitem, flachem Buckel, trocken und glatt, schokoladenbraun, am Rand vor allem jung durch weiße, faserige Velumreste filzig; kaum hygrophan, alt vor allem am Rand mit etwas helleren und wärmeren Brauntönen, direkt am Hutrand oft rötlich wirkend durch rostbraunes Sporenpulver, das in Cortinaresten hängt; Stiel: bis 6 x 0,5 cm, basal gleichdick oder verjüngt, durch dichte Überfaserung silbergrau; Velum weiß, an der Spitze jung mit Blauton, dick, bildet mehrere, teils fast häutig abstehende Gürtel; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt (ca. 36-40 erreichen den Stiel), an-fangs dunkelbraun, ganz frisch mit Blauton, reif wärmer kastanienbraun; Fleisch: siehe Schnittbild, in der Stielspitze jung blau; Geruch: schwach raphanoid; KOH (40%): am Stielvelum olivgrün; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis-Zellen in der obersten Lage teils kollabiert, teils intakt, farblos oder feinst in-krustiert; Hypoderm stark ausgeprägt, Zellen kastenförmig mit gelbem und kräftig bernstein-farbenem, massivem bis körneligem Dickwandpigment; in tieferen Lagen auch mit querstreifi-gen und plackenartigen Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, ohne auffällige Marginalzellen; Lamellentrama: Zellen sehr fein und unauffällig inkrustiert, blass gelbbraun in dickerer Schicht; Basidien: 4-sporig, Maße: 23-35 x 7,5-9,5; Sporen: ellipsoid, apikal meist breit gerundet, basal oft etwas zugespitzt, unterm Apikulus meist nur abgeflacht, selten mit schwach ausgeprägter Depression, stachelwarzig, Warzen sehr variabel, fein bis grob, vor allem am Apex oft sehr grob und bis 0,5 µm überstehend; schwach dextrinoid (in Melzers ockerbraun); Maße: 8,1 x 4,8 (7,1-8,6 x 4,5-5,1), Q=1,67 (1,54-1,83), 30 Sp. gemessen;

Nr. 42: Cortinarius castaneus (Bull.) Fr.

Zur Bestimmung: Sektion Castanei. Vgl. z.B. 2009-20 oder 2011-28. Die Sporen sind ca. 0,5 µm kürzer als bei diesen Kollektionen, aber eben auch indextrinoid.

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Funddaten: 30.09.2021; MTB 8233-2-1-2, 635 m; Koordinaten: 11° 16' 40,97'' E, 47° 47' 41,21'' N; D-By-Landkreis Weilheim-Schongau, Gemeinde Seeshaupt, Lauterbacher Wald, Rohrmooser Weiher; Weidengebüsche mit Kiefern und jungen Fichten auf magerem, oft nacktem Schotterboden über würmzeitlicher Schotter-Moräne; bei Salix (weiter weg auch Pinus und junge Picea) zwischen Moos und Gräsern, gesellig (ca. 15 Fk);
Hut: bis 1,5 cm breit, jung gewölbt, bald ausgebreitet und alt am Rand auch etwas hochge-schlagen, am Scheitel schwarzbraun, zum Rand hin kastanienbraun, durch das weiße Velum jung vollständig und später am Rand stark filzig überzogen und dadurch viel heller wirkend, erst bei älteren Fk schimmert die am Rand rötlichbraune Hutfarbe durch; Stiel: bis 4 x 0,2 cm, basal gleichdick, schmutzig weißlich; Velum weiß, bildet einen dichten faserigen Überzug, bisw. auch gürtelartig oder natterig aufreißend; Lamellen: mäßig gedrängt bis entfernt (ca. 20-24 erreichen den Stiel), ockerbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nach Zitronenmelisse; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis-Zellen großteils kollabiert, intakte feinst inkrustiert; Hypoderm stark ausge-prägt, Zellen bis ca. 20 µm breit, mit gelben und dunkelbraunen körnigen Dickwandpigmenten; in tieferen Lagen auch mit Placken und braunen querstreifigen Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: feinst gelbbräunlich inkrustiert; Basidien: 4-sporig, viele kollabiert und gelb, ca. 24-30 x 6,5-8; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, apikal mäßig breit gerundet, fein stachelwarzig, im Um-riss grob rau, Warzen fein, zum Apex hin auch mittelgrob und meist recht deutlich überste-hend; indextrinoid (in Melzers sogar etwas heller gelb als in KOH!); Maße: 7,6 x 4,7 (6,8-8,2 x 4,2-5,3), Q=1,59 (1,51-1,70), 20 Sp. gemessen;

Nr. 43: Cortinarius castaneus (Bull.) Fr.

Zur Bestimmung: Makroskopisch und mikroskopisch sehr ähnlich wie die Sandkollektion 2020-17 aus Grünwald. Generell etwas ungewöhnlich ist das kaum ausgeprägte HDS-Hypoderm.

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Funddaten: 30.10.2021; MTB 8235-3-4-2, 660 m; 11° 33' 50,42'' E, 47° 43' 8,51'' N; D – By – Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Gemeinde Gaißach, Steinbach; direkt am Isarufer; Weidengebüsch über jüngeren Auenablagerungen (Sand und Kies, Quartär); bei jungen Weiden im Sand, gesellig bis büschelig (ca. 50 Fk);
Hut: bis 2 cm breit; Geruch schwach süßlich, leicht frostgeschädigt; im Übrigen siehe Fotos! Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis-Zellen großteils kollabiert und fast farblos, intakte höchstens feinst inkrustiert; Hypoderm nicht oder sehr schwach ausgeprägt, Zellen unter der Epikutis hyphig, sehr unterschiedlich breit, stark querstreifig rotbraun inkrustiert und mit plackenartigen Anlagerungen; Sporen: schlank ellipsoid bis amygdaloid, apikal mäßig breit bis schmal gerundet, oft mit supraapikularer Depression, fein bis mittelgrob warzig, indextrinoid (im Melzers heller gelb als in KOH!), Maße: 8,0 x 4,7 (7,3-8,8 x 4,4-5,1), Q=1,69 (1,58-1,83), 30 Sp. gemessen;

Nr. 44: Cortinarius decipientoides Moenne-Loccoz & Reumaux

Zur Bestimmung: Sektion Megaspori. Durch die großen Sporen festgelegt. Zu anderen Nadelwald-Kollektionen wie 2018-04 oder 2014-50 gibt es keine auffallenden Abweichungen. Die Unterscheidung von C. hirtus ist allerdings unklar.

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Funddaten: 30.09.2021; MTB 8233-2-1-2, 655 m; Koordinaten: 11° 16' 38,53'' E, 47° 47' 16,79'' N; D-By-Landkreis Weilheim-Schongau, Gemeinde Seeshaupt, Lauterbacher Wald, Rohrmooser Weiher; feuchter, eher bodensaurer Fichtenwald mit eingestreuten Kiefern über würmzeitlicher Schotter-Moräne; bei Fichte im Moos; gesellig (8 Fk);
Hut: bis 2,2 cm breit flach kegelig bis gewölbt mit abgerundet warzenförmigem Buckel, tro-cken, matt, vom cremeweißen Velum fein filzig überzogen, am Scheitel schokoladenbraun, zum Rand hin etwas blasser, ungestreift, kaum hygrophan; Stiel: bis 5 x 0,4 cm, basal schwach erweitert, schmutzig cremegrau (undefinierbar), an der Spitze vielleicht mit minimalem Blauton; Velum weißlich, dünn, bildet einen faserigen Über-zug und angedeutete Gürtel; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt (ca. 26-30 erreichen den Stiel), lehmbraun bis ockerbraun, Schneiden weißlich abgesetzt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: raphanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis-Zellen überwiegend intakt und farblos, schmalere Zellen auch fein inkrustiert; Hypoderm normal entwickelt, Zellen eher länglich, ca. 10-25 µm breit, überwiegend mit gel-bem, teils auch schwach körneligem olivbraunem Dickwandpigment, in tieferen Lagen an schmalen Zellen mit blass gelbbraunen querstreifigen Inkrustationen; Lamellenschneide: mit vielen sterilen, aber kaum von Basidiolen unterscheidbaren Zellen, durchsetzt mit Basidien; Lamellentrama: sehr diskret pigmentiert, auch in dickerer Schicht, ohne auffallende Inkrusta-tionen; Basidien: 4-sporig, Maße: 33-46 x 10-13; Sporen: ellipsoid bis subzylindrisch, apikal meist breit gerundet, vor allem auf der Bauchseite oft mit sehr geraden Kanten, nicht selten mit schwach ausgeprägter supraapikularer Depressi-on, mäßig grob warzig, im Umriss kräftig rau, Warzen sehr variabel, fein bis mittelgrob, nicht selten kurzgratig verlängert, vor allem apikal auch recht grob und deutlicher überstehend; stark dextrinoid (orangebraun bis rotbraun in KOH); Maße: 10,9 x 6,4 (9,7-12,5 x 5,8-7,2), Q=1,70 (1,59-1,98), 30 Sp. gemessen;

Nr. 45: Cortinarius cf. decipientoides Moenne-Loccoz & Reumaux

Zur Bestimmung: Sektion Megaspori. Da hatte ich mir eigentlich Pelargonium-Geruch notiert und einen der Flexipedes erwartet, aber die riesigen Sporen sprechen eine andere Sprache. Makroskopisch durchaus ungewöhnlich. Mit C. hirtus und hemitrtichoides müsste man noch abgleichen.

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Funddaten: 03.10.2021; MTB 8034-3-4-2, 715 m; Koordinaten: 11° 24' 24,9'' E, 47° 55' 7,23'' N; D – By – Landkreis Bad Tölz-Wofratshausen, Gemeinde Icking, Dorfen, Meilenberg; lichter, alter Kalkbuchenwald über würmzeitlicher Seitenmoräne; bei alten Buchen in der Streu; gesellig (ca. 10 Fk);
Hut: bis 2,8 cm breit, kegelig, meist mit spitzwarzigem, seltener leicht abgerundetem Buckel, trocken und matt, jung schokoladenbraun, stark hygrophan, bald typisch streifig verblassend und zuletzt ocker- bis sandgelb; jung komplett mit filzigem weißem Velum überzogen; Stiel: bis 4,8 x 0,3 cm, basal gleichdick oder schwach verjüngt und mit blass lila Myzelfilz überzogen, braun, aber oft dicht weißlich überfasert; Velum weiß, normal dick, bildet mehrere gut ausgeprägte Gürtel; Lamellen: ausgebuchtet und breit angewachsen, mäßig entfernt (ca. 26-28 erreichen den Stiel), anfangs dunkelbraun, reif kastanienbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nach Pelargonium; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis sehr dünn, Zellen überwiegend intakt und farblos, relativ breit, auch mit spindeligen Elementen; Hypoderm stark entwickelt, Zellen bis ca. 25 µm breit, mit blassgelbem und braun körnigem Dickwandpigment, in tieferen Lagen auch mit plackenartigen und querstreifigen Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, ohne auffällige Marginalzellen; Lamellentrama: blass bräunlich, feinst inkrustiert; Basidien: 4-sporig, ca. 34-43 x 8-10,5; Sporen: ellipsoid, apikal breit bis mäßig breit gerundet, meist mit deutlich ausgeprägter supraapikularer Depression, fein warzig, im Umriss fast glatt bis fein rau, mäßig stark dextrinoid (in Melzer gelbbraun bis orangebraun); Maße: 10,7 x 6,1 (9,6-12,2 x 5,4-7,0), Q=1,75 (1,58-1,88), 30 Sp. gemessen;

Nr. 46: Cortinarius decipientoides Moenne-Loccoz & Reumaux

Zur Bestimmung: Sektion Megaspori. Wohl unkritisch.

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Funddaten: 11.10.2021; MTB 7447-1-2-3, 430 m; Koordinaten: 13° 32' 32,87'' E, 48° 35' 7,85'' N (grob geschätzt); D-By-Landkreis Passau, Gemeinde Thyrnau, Kernmühle, Donauleiten; Mischwald (Buche, Eiche, Fichte, Tanne, Kiefer, Hainbuche) vermutlich über Kalksilikatgestein; bei Fichtenjungholz, Ahorn und krüppeliger Eiche am Wegrand im feuchten Moos zwischen Brombeeren; gesellig (ca. 12 Fk);
Hut: bis 3 cm breit, jung kegelig-glockig, dann bis ausgebreitet, mit warzenförmigem, meist abgerundetem Buckel, trocken und glatt, jung vom weißen Velum überfasert und am Hutrand lange filzig, dann verkahlend, jung komplett schokoladenbraun, stark hygrophan, bald nur noch am Scheitel schokobraun, zum Rand hin streifig verblassend und viel heller haselnuss-braun; Stiel: bis 6,5 x 0,5 cm, basal gleichdick, grauweiß, dicht überfasert; Velum weiß, faserig, eher dünn; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, lehmbraun bis ockerbraun (honigbraun); Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach erdig bis raphanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis-Zellen teils kollabiert, teils intakt, Letztere blass bräunlich pigmentiert und feinst inkrustiert; Hypoderm normal ausgeprägt, mit gelblichem, teils körnelig-braunem Dick-wandpigment; in tieferen Schichten mit querstreifigen und plackenartigen Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, ohne auffällige Marginalzellen; Lamellentrama: blass bräunlich pigmentiert, Zellen fein querstreifig inkrustiert; Basidien: 4-sporig, reife bisw. olivbraun; Maße: ca. 30-39 x 9-10,5; Sporen: ellipsoid, apikal meist sehr breit gerundet, basal oft zugespitzt und mit stark ausge-prägter supraapikularer Depression, fein warzig, im Umriss fast glatt bis fein rau, Warzen fein, nur apikal auch gröber und deutlich überstehend; stark dextrinoid (orangebraun in Melzers); Maße: 10,8 x 6,4 (9,9-12,3 x 5,8-6,9), Q=1,70 (1,52-1,93), 20 Sp. gemessen;

Nr. 47: Cortinarius decipientoides Moenne-Loccoz & Reumaux

Zur Bestimmung: Sektion Megaspori. Im Vergleich zur Kollektion Nr. 44 aus Lauterbach fast doppelt so groß, sonst makroskopisch identisch, mikroskopisch mit deutlich stärkeren Inkrustationen in der Lamellentrama und mit kleineren Basidien;

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Funddaten: 16.10.2021; MTB 8036-4-4-3, 670 m; Koordinaten: 11° 48' 15,26'' E, 47° 54' 21,81'' N (grob geschätzt); D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Weyarn, Kleinhöhenkirchen, Pfaffensteig; moosiger Fichtenhochwald über würmzeitlicher Moräne; bei Fichten; gesellig (ca. 6 Fk); verges. mit C. sanguineus, Hygrophorus olivaceoalbus und Lactarius tabidus;
Hut: bis 4,4 cm breit, kegelig bis gewölbt mit abgerundetem Buckel, trocken und glatt, jung schokoladenbraun, später wärmer und heller rehbraun, jung mit grauweißem Velum feinfilzig überzogen, später verkahlend; stark hygrophan, feinstreifig ausblassend; Stiel: bis 6 x 0,6 cm, basal schwach verjüngt, undefinierbar cremebeige, seidig glänzend; Ve-lum cremeweiß, eher dünn, bildet einen faserigen Überzug, bisw. auch eine Natterung; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt (ca. 24-28 erreichen den Stiel), ockerbraun bis honigbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: raphanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis-Zellen fast farblos, aber fein inkrustiert; Hypoderm normal entwickelt, Zellen ca. 10-25 breit, mit gelbem bis olivbraunem, nur schwach körneligem Dickwandpigment und querstreifigen Inkrustationen, vor allem in tieferen Lagen sehr stark querstreifig gelbbraun inkrustiert; Lamellenschneide: fertil, mit vielen sterilen Marginalzellen; Lamellentrama: sehr auffällig gelbbraun querstreifig inkrustiert; Basidien: 4-sporig, Maße: 33-39 x 8,5-9,5; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, apikal breit bis mäßig breit gerundet, ohne Depression, im Umriss rau, Warzen fein bis mittelgrob, vor allem apikal auch deutlich überstehend; mäßig stark dextrinoid (gelbbraun bis orangebraun in Melzers), in der Größe sehr heterogen; Maße: 10,5 x 6,5 (8,8-12,1 x 5,3-7,7), Q=1,62 (1,42-1,80), 30 Sp. gemessen;

Nr. 48: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Sektion unklar. Hat ähnlich große Sporen wie die in der Nähe gewachsene Kollektoin 2021-47, hat aber viel hellere Hutfarben und auffallend lebhaft gefärbte Lamellen. Letzteres spiegelt sich auch in der lebhaft goldgelb bis gelbbraun pigmentierte Lamellentrama, die bei C. decipientoides völlig anders aussieht. Deshalb bezweifle ich, dass die Kollektion tatsächlich zu den Megaspori gehört.

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Funddaten: 16.10.2021; MTB 8036-4-4-3, 670 m; Koordinaten: 11° 48' 15,26'' E, 47° 54' 21,81'' N (grob geschätzt); D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Weyarn, Kleinhöhenkirchen, Pfaffensteig; moosiger Fichtenhochwald über würmzeitlicher Moräne; bei Fichten; gesellig (5 Fk); verges. mit C. sanguineus, Hygrophorus olivaceoalbus und Lactarius tabidus;
Hut: bis 2,4 cm breit, jung kegelig, dann gewölbt mit abgerundetem Buckel, trocken und glatt, am Scheitel kastanienbraun, zum Rand hin heller haselnussbraun, schwach hygrophan; ganz jung mit cremegrauem, dünnem Velumbelag; Stiel: bis 7 x 0,4 cm (schlankstielige Art), basal gleichdick, cremebeige; Velum cremeweißlich, mäßig dicht, bildet einen faserigen Überzug und stellenweise eine Natterung; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt (ca. 30-32 erreichen den Stiel), in allen Stadien lebhaft honigbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach raphanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis-Zellen schmal, ca. 2,5-7 µm breit, überwiegend farblos, manche feinst und un-auffällig inkrustiert; Hypoderm stark ausgeprägt, Zellen ca. 10-25 µm breit, mit sehr blassem gelblichem Dickwandpigment; in tieferen Schichten auch mit querstreifigen Inkrustationen und olivbraunen plackenartigen Anlagerungen; Lamellenschneide: fertil, ohne auffällige Marginalzellen; Lamellentrama: lebhaft gelbbraun pigmentiert, Zellen mit goldgelben Anlagerungen und fein inkrustiert; Basidien: 4-sporig, teilweise olivgelb, Maße: 30-44 x 8-12; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht schmal ovoid, apikal mäßig breit gerundet, mittelgrob warzig, im Umriss rau, Warzen am Apex auch gröber und deutlicher überstehend, mäßig stark dextrinoid (ockerbraun bis orangebraun in Melzers); Maße: 10,1 x 6,2 (8,9-11,4 x 5,6-6,7), Q=1,64 (1,50-1,81), 30 Sp. gemessen;

Nr. 49: Cortinarius cyanites Fr.

Zur Bestimmung: Sektion Cyanites. Unkritisch. C. violaceorubens hat größere Sporen (vgl. Liimatainen et al. 2014).

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Funddaten: 02.09.2021; MTB 8435-3-2-3, 1235 m; 11° 32' 50,17'' E, 47° 31' 40,91'' N; D-By-Landkreis Bad Tölz–Wolfratshausen, Gemeinde Lenggries, Fall, Lerchkogel Niederleger; Bergmischwald (Fichte, Tanne) über würmzeitlicher Fernmoräne; bei Fichte; gesellig (ca. 5 Fk);
Hut: bis 9 cm breit, gewölbt, trocken, jung befeuchtet schwach klebrig, rehbraun, mit dunkleren Schüppchen besetzt, vor allem am Rand mit streifigen, fast schwarzen Wasserflecken; Stiel: bis 8,5 x 2 cm, basal keulig, schmutzig blau, im unteren Drittel schmutzig braun verfärbend; Lamellen: gerade angewachsen, gedrängt, jung violett, alt sehr düster schokoladenbraun; Fleisch: blass blau, im Schnitt langsam rötend, vor allem in der Basis; Geruch: schwach, nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: schlank ellipsoid bis amygdaloid, apikal mäßig breit bis schmal gerundet, mittelgrob warzig, im Umriss kräftig rau, indextrinoid, Maße: 9,6 x 5,9 (8,6-10,7 x 5,4-6,6), Q=1,62 (1,50-1,86), 30 Sp. gemessen;

Nr. 50: Cortinarius piceae Froslev, Jeppesen, Brandrud

Zur Bestimmung: Sektion Calochroi. Makroskopisch und mikroskopisch typische Kollektion. Vgl. Dondl (2022) - Beiträge zur Gattung Cortinarius in Bayern, Teil I: Sektion Calochroi, C. piceae und C. subgracilis. Mycologia Bavarica 22.

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Funddaten: 12.09.2021; MTB 8332-3-2-1, 1370 m; 11° 3' 11,37'' E, 47° 38' 36,67'' N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Bad Kohlgrub, Hörnle, "beim Trogel"; Fichtenwald über Hällritz-Formaton (Flysch, Kalksandstein, Mergelstein, Tonstein); bei mittelalten Fichten in der Nadelstreu; gesellig (5 Fk); verges. mit C. atrovirens;
Hut: bis 5,6 cm breit, gewölbt, schleimig, glatt, gelb, vor allem im Zentrum mit braunen Schüppchen besetzt, stellenweise auch braun fleckig oder streifig; Stiel: bis 6 x 1,2 cm, gerandet knollig, cremeweiß; Velum am Knollenrand gelb; Basalmyzel weiß; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, sehr gedrängt, jung blass violett, bald graubeige, zuletzt kartonfarben; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, nicht signifikant; KOH (40%): am Hut kastanienbraun, am Fleisch und an der Bulbipellis negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Simplex-Typ, Ixotrichoderm; Epicutis-Zellen teils gelifiziert, teils intakt, meist als Fragmente im Gel, überwiegend quergestreift gelb inkrustiert, in der obersten Lage mit vielen zylindrischen bis schlank keuligen Endzellen, Letztere oft leicht dickwandig und mit goldgelbem Wandpigment; in der obersten Lage auch stark fragmentierte intrazellulär bernsteinfarben pigmentierte Zellen vorhanden (wahrscheinlich Velumreste); Zellen in der Subcutis +/- parallel und dicht gepackt, quergestreift gelb inkrustiert, aber wahrscheinlich auch mit gelben Wandpigmenten; Lamellenschneide: steril, mit einem durchgehenden Band aus großen, sehr dünnwandigen, keuligen, gut differenzierten Cheilozystiden, Maße: ca. 23-36 x 8-16; Basidien: 4-sporig, 2-sporige eingestreut; Maße: ca. 29-35 x 8,5-10,5; Sporen: amygdaloid bis subcitriform, apikal meist kurz papilliert, grob warzig, im Umriss knubbelig, Warzen sehr variabel, fein bis grobschollig, oft krustenartig oder zu kurzen Graten verschmolzen; indextrinoid (ockerbraun in Melzers wie in KOH); Maße: 10,5 x 6,4 (10,0-11,5 x 6,0-6,8), Q=1,65 (1,56-1,78), 20 Sp. gemessen;

Nr. 51: Cortinarius cotoneus Fr.

Zur Bestimmung: Makroskopisch klar C. cotoneus, keine Laubbäume in der Nähe (außer Bergahorn). Mit dem Schlüssel in Bidaud et al. (2021, "Cortinarius subgenus Leprocybe in Europe") als C. pescolanensis zu schlüsseln, was aber auszuschließen ist, da diese 2017 veröffentlichte Art (Ballara et al. 2017) mit deutlich kleineren, schlankeren (1,15-1,33) Sporen, dunklen Hutschuppen am Scheitel sowie orange-ocker Velum ohne Grüntöne beschrieben ist. In der erwähnten Arbeit wird C. cotoneus als strikter Laubbaum-Begleiter bezeichnet.

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Funddaten: 13.08.2021; MTB 8431-1-3-2, 1455 m; Koordinaten: 10° 51' 38,55'' E; 47° 33' 43,13'' N (nur annäherungsweise); D-By-Landkreis Ostallgäu, Gemeinde Halblech, Buching, Kenzenhütte; Fichtenwald mit Bergahorn in stark zerklüftetem Blockschutt (Oberrhätkalk); bei Fichte, gesellig (4 Fk);
Hut: ca. 6-7,5 cm breit, samtig, olivgrün bis olivgelb; Stiel: keulig, bis 8 x 1,8 cm; Velum blass olivgelb, bildet deutliche Abrisszone, flächig angedrückt; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, dunkel olivgrün, älter olivbraun, Schneiden fein schartig; Geruch: stark raphanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: subglobos, mittelgrob warzig, im Umriss grob rau, Warzen bis mittelgrob, oft zu kurzen Graten verbunden; stark dextrinoid (orangebraun in Melzers); Maße: 8,0 x 7,0 (7,5-8,6 x 6,6-7,5), Q=1,14 (1,05-1,22), 20 Sp. gemessen;

Nr. 52: Cortinarius cf. vibratilis (Fr.: Fr.) Fr. s. Brandrud

Zur Bestimmung: Sektion Vibratiles. Ungeklärte Artengruppe. Die Schwärzungen am Exsikkat hatte auch Kollektion 2016-17. Die Öltropfen scheinen bei mehreren Arten vorzukommen.

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Funddaten: 26.08.2021; MTB 7934-3-4-2, 655 m; Koordinaten: 11° 24' 3,42'' E; 48° 1' 10,47'' N; D-By-Landkreis Starnberg, Gemeinde Starnberg, Wangen, Gemeindeholz; Mischwald (Buche, Fichte) über würmzeitlicher Moräne; bei alten Fichten und jungen Buchen; gesellig (6 Fk) in der Streu;
Hut: bis 3,6 cm breit, gewölbt, meist mit breitem, flachem Buckel, schleimig und klebrig, semmelgelb bis honiggelb, Hutrand weißlich abgesetzt, schwach hygrophan (konzentrisch schwach zweifarbig); Stiel: bis 8 x 0,7 cm, bei einem jungen Fk bis 1,1 cm dick, basal verjüngt, cremeweiß, stark schmierig, aber kaum klebrig; Velum weiß, dünn und unauffällig; Lamellen: schwach aufsteigend und eher schmal angewachsen, gedrängt, beige; Fleisch: cremegelb, unter der Huthaut wässrig gelb; Geruch: obstig; Geschmack: Huthaut und Fleisch sehr bitter; KOH (40%): am Hut lehmbraun, am Hutfleisch negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: Exsikkat: Hutscheitel bei den größeren Exemplaren geschwärzt und auch sonst wie verbacken, hart wie ein Lackporling; HDS: Oberste Lage ein ca. 350 µm dickes Ixotrichoderm, Zellen intakt, schmal (ca. 1,5-5 µm), stark dissoziiert, farblos, sporadisch mit kristallinen, lichtbrechenden Auflagerungen; darunter eine Schicht aus viel breiteren, völlig farblosen, stark verflochtenen und offenbar auch teilweise gelifizierten Zellen; in der Schicht darunter wieder eher schmale Zellen mit schwer lokalisierbarem, diffusem bis fleckigem goldgelbem Pigment; Lamellenschneide: fertil, ohne auffällige Marginalzellen; Lamellentrama: völlig farblos; Lamellenpräparat: vor allem an der Schneide mit riesigen Öltropfen, im 100er mit schaumigem Inhalt und lila Bläschen; Basidien: 4-sporig, sporadisch mit kristallinem Inhalt; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, apikal mäßig breit bis schmal gerundet, fein warzig, im Umriss rau, indextrinoid, Maße: 6,9 x 4,6 (6,1-8,0 x 4,2-5,0), Q=1,50 (1,35-1,62), 30 Sp. gemessen;

Nr. 53: Cortinarius betulinus J. Favre

Zur Bestimmung: Sektion Delibuti. Wohl unkritisch. Die letzten beiden Fotos zeigen eine zweite Kollektion vom selben Tag.

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Funddaten: 27.08.2021; MTB 7934-3-4-1, 600 m; Koordinaten: 11° 23' 3,11'' E; 48° 1' 1,16'' N; D-By-Landkreis Starnberg, Gemeinde Starnberg, Wangen, Wildmoos; Moorwald (Fichte, Birke, Erle, Eiche) über Niedermoortorf; bei Birke und Fichte an nasser Stelle; gesellig (3 Fk); im gesamten Moorgebiet häufig;
Hut: bis 3,5 cm breit, gewölbt, schleimig und klebrig, hell elfenbeinfarben, jung am Rand mit schwachem Blauton, am Scheitel bald gelb; Stiel: bis 5,5 x 0,5 cm, basal keulig, frisch schwach schleimig und klebrig cremefarben, an der Spitze blassblau; Velum blass ocker, bildet eine schwache Natterung; Lamellen: abgerundet und breit angewachsen, mäßig gedrängt, reif braunbeige, jung mit schwachem Blauton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach aromatisch; Geschmack: Huthaut mild; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Simplex-Typ, locker liegende Ixocutis, Zellen intakt, hyalin, teilweise mit grünlichen lichtbrechenden Körnchen; ohne auffällige Inkrustationen; Lamellenscheide: fertil, ohne auffällige Marginalzellen; Lamellentrama: Zellen schmal und farblos; Basidien: 4-sporig, teilweise mit großen lichtbrechenden Kristallen gefüllt; Maße: 29-37 x 9-9,5; Sporen: breit ellipsoid bis subglobos, fein bis mittelgrob warzig, im Umriss grob rau, Warzen fein bis maximal mittelgrob, aber recht hoch und bei vielen Sporen deutlich überstehend; schwach dextrinoid (ockergelb bis ockerbraun in Melzers); Maße: 8,7 x 6,7 (8,0-9,2 x 6,3-7,3), Q=1,30 (1,23-1,37), 20 Sp. gemessen;