Cortinarius 2017, Telamonia

Hinweis: Alle Mikromerkmale und Mikrofotos basieren auf Exsikkatpräparaten in 3-4%iger Kalilauge. Die Bestimmungen orientieren sich überwiegend an den Schlüsseln und Beschreibungen in der Funga Nordica (FN) sowie der Flora Photografica (CFP).

Nr. 1: Cortinarius hinnuleus Fr. s.l.

Zur Bestimmung: Unklare Artengruppe.

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Funddaten: 18.08.2017; MTB 7935-3-1-1, 590 m, Koordinaten: 11.517849 E, 48.048813 N; D – By – Landkreis München, Gmd. Pullach im Isartal, Joseph-Breher-Weg; Grünstreifen mit Laubbäumen auf Kalkboden über würmeiszeitlichen Schottern; bei Roteiche und (weiter entfernt) Buche; gesellig (4 Fk); ;
Hut: bis 3,5 cm breit, gewölbt bis flachkegelig mit stark vorgezogenem warzenförmigem Buckel, glatt, am Hutrand durch weißliche Velumreste feinst filzig, ockerbraun, stark hygrophan, radialstreifig und strohgelb ausblassend; Stiel: bis 6 x 0,6 cm, basal höchstens schwach spindelig erweitert und dann ausspitzend (fast wurzelnd), beige, mit blassbraunem Reflex; Velum weißlich, dünn, bildet ausgeprägte Abrisszone; Lamellen: steil aufsteigend und breit angewachsen, entfernt, jung lehmbraun, reif rostbraun bis rotbraun; Schneiden schartig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: rafanoid; KOH (40%): am Hut schokobraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis ziemlich dick (als gelbes Band ausgeprägt), Epikutiszellen amorph, teils stark gelifiziert und dann hyalin, dickwandig wirkend, teils auch mit gelben membranären Pigmenten; Hypoderm schwach entwickelt, Zellen kaum über 15 µm breit und länglich, mit blassgelben Dickwandpigmenten, an schmalen Zellen auch mit querstreifigen, aber eher schwach ausgeprägten Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, ohne auffällige Marginalzellen; Basidien: 4-sporig, hyalin, bisw. kollabiert und dann gelbbräunlich verfärbt, Maße: ca. 27-35 x 8-8,5; Lamellentrama: Zellen hyalin, ohne auffällige Inkrustationen; Sporen: breit ellipsoid, unterm Apikulus abgeflacht oder mit schwacher Depression, apikal stets breit gerundet, heterogen, aber in der Masse grob warzig, Warzen dicht stehend, dick und stumpf, bei vielen Sporen am ganzen Umfang deutlich überstehend, apikal bis knapp 1 µm; mäßig stark dextrinoid (in Melzer gelbbraun); Maße: 7,2 x 5,3 (6,5-7,6 x 5,0-5,5), Q=1,37 (1,27-1,45), 20 Sp. gemessen;

Nr. 2: Cortinarius hinnuleus Fr. s.l.

Zur Bestimmung: Sicher identisch mit der Kollektion 2011-13, die nur 100 Meter entfernt auf der Wiese wuchs.

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Funddaten: 26.09.2017; MTB 8533-1-1-2, 990 m; Koordinaten: 11.203915 E, 47.495416 N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Gerold, im Ostteil der Mähwiesen des oberen NSG am Rand des kleinen Fichtenjungwalds; Bergmischwald (Fichte, Haselnuss, Buche, Bergahorn) über Raibler Schichten (Kalk) oder Würmmoräne (kalkalpine Zone); in der Wiese am Waldrand bei jungen Fichten; gesellig (2 Fk), verges. mit Lactarius picinus, Amanita muscaria und Cortinarius variecolor; ;
Hut: bis 4,3 cm breit, flach gewölbt und schwach gebuckelt, trocken, glatt, orangebraun; Hutrand weiß durch Velumreste; Stiel: bis 9 x 1,1 cm, basal spindelig erweitert, cremebeige, seidig glänzend, Velum cremeweiß, mäßig dick, bildet beim jungen Fk eine ca. 1 mm breite ringartige Abrisszone; Lamellen: ausgebuchtet und breit angewachsen, entfernt, honigbraun, ockerbraun; Schneiden weißlich abgesetzt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: erdig; KOH (40%): am Hut kastanienbraun, am Fleisch negativ; am Stiel schmutzig dunkelbraun bis schwärzlich oliv; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutiszellen vollständig gelifiziert (wirkt auch im Exsikkat steinhart und wie verbacken), jedenfall nicht klar differenziert, blass gelblich; Hypoderm stark entwickelt, Zellen mit blass gelbem, oft deutlich warzig-körnigem Dickwandpigment, in tieferen Schichten an schmaleren Zellen auch mit querstreifigen Inkrustationen; Lamellenschneide: substeril, mit zahlreichen, meist schlank keuligen sterilen Zellen, die zumindest teilweise von Basidiolen deutlich differenziert werden können, Basidien eingestreut; Lamellentrama: Zellen zumindest stellenweise mit gelbbraunen querstreifigen Inkrustationen und Placken; Basidien: 4-sporig; Sporen: breit ellipsoid-subglobos bis tropfenförmig, apikal stets breit gerundet, am Apikulus meist verschmälert, grob stachelwarzig, Warzen mittelgrob bis grob, oft auch zu kurzen Graten verschmolzen, deutlich überstehend, vor allem apikal; mäßig stark dextrinoid (ockerbraun in Melzer); Maße: 7,5 x 5,8 (6,9-7,8 x 5,4-6,2), Q=1,29 (1,19-1,39), 20 Sp. gemessen;

Nr. 3: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Rein makroskopisch hätte ich den aufgrund von striemigem Hut, entfernten Lamellen und starkem Velum bei den Hinnulei vermutet, dazu passen aber die amygdaloiden Sporen nicht. Auch in GCI habe ich nichts Ähnliches gefunden. Keine Ahnung, wo der hingehört.

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Funddaten: 12.10.2017; Italien, Toskana, Castiglion Fiorentino; Pieve di Chio, Santo Stefano; Eichen-Kastanien-Wald; bei Kastanie und (weiter entfernt) Eiche, an der moosigen, feuchten Böschung; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 3,5 cm breit, gewölbt mit flachem Buckel, fein radialfaserig, trocken, in Randnähe mit weißlichen feinfilzigen Velumresten, Grundfarbe rehbraun, aber stark hygrophan und schon jung stellenweise zonig ausgeblasst, später auch mit schwärzlichen Streifen; Stiel: bis 7 x 1 cm, basal schwach spindelig-keulig, schmutzig cremefarben, Velum weiß, bildet eine deutliche, teils häutige Abrisszone, darunter eher unauffällig; Lamellen: abgerundet angewachsen, entfernt, lehmbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach rafanoid; KOH (40%): am Hut schokobraun, am Stiel(velum) schmutzig olivbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutiszellen locker und strikt parallel liegend, überwiegend intakt, in der obersten Lage schwach gelifiziert, hyalin, stellenweise mit sehr feinen unauffälligen Inkrustationen; Hypoderm entwickelt, Zellen länglich-kastenförmig, nicht über 15 µm breit, mit blass gelbem, kaum körnigem Dickwandpigment, ohne Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: Zellen fast hyalin, nur mit ganz feinen unauffälligen Inkrustationen; Basidien: 4-sporig, hyalin, bisw. olivbraun verfärbt; Maße: 29-37 x 7-8; Sporen: amygdaloid, apikal schmal gerundet, ohne Depression, mittelgrob isoliert warzig, im Umriss deutlich rau, stark dextrinoid (in Melzer rotbraun); Warzen mittelgrob, Plage schwach ausgeprägt; Maße: 8,5 x 4,9 (7,8-9,2 x 4,3-5,1), Q=1,76 (1,67-1,88), 20 Sp. gemessen;

Nr. 4: Cortinarius illuminus Fr.

Zur Bestimmung: Ist anscheinend eine Sammelart, da in FN als "s.l." aufgeführt.

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Funddaten: 23.09.2017; MTB 8237-4-4-3, 950 m; Koordinaten: 11.963039 E, 47.708831 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Fischbachau, Geitau Nord, rechterhand des grasigen Pfads vom Rehbichl zur „Wand“; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn) über Hauptdolomit oder Würmmoräne (kalkalpine Zone); in feuchtem Fichtendickicht in der Nadelstreu; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 5 cm breit, mit breitem, flachem Buckel, glatt, ungestreift, kastanienbraun, stark hygrophan, vom Scheitel her ausblassend, dadurch oft konzentrisch gezont; Stiel: bis 7 x 0,9 cm, basal spindelig-keulig, auf bräunlichem Grund dicht weiß überfasert; Velum weiß, dünn, am Stiel unauffällig; Lamellen: etwas ausgebuchtet oder gerade angewachsen, mäßig gedrängt, lehmbraun bis beigebraun, älter nicht dunkler als jung; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach nach Kohlrabi; HDS: Epicutiszellen in der obersten Lage teils zusammengeschnurrt, teils intakt, teils hyalin, teils flächig olivbraun pigmentiert, bisw. sehr fein inkrustiert; Hypoderm entwickelt, mit blassgelbem Dickwandpigment, an schmaleren Zellen auch mit querstreifigen Inkrustationen; Sporen: rundlich, fein warzig, im Umriss fast glatt bis feinst rau, schwach dextrinoid (ockerbraun in KOH), Maße: 5,8 x 5,1 (5,3-6,5 x 4,6-5,7), Q=1,14, 20 Sp. gemessen;

Nr. 5: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Der namenlose Tannenbegleiter (Koll. 2013-37) hat tendenziell doch deutlich größere Sporen. C. trossingenensis ist viel kleiner, hat subglobose Sporen und zebriert inkrustierte Lamellentrama. C. illuminus hat eine gewisse Ähnlichkeit, aber mehr rundliche und etwas breitere Sporen;

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Funddaten: 20.08.2017; MTB 8435-3-4-1, 1420 m; 11.553498 E, 47.518626 N; D-By-Landkreis Bad Tölz–Wolfratshausen, Lenggries, Fall, Lerchkogel Hochleger; im Fichtenwald oberhalb der Forststraße entlang des Klausgraben-Bachs; Bergfichtenwald über würmeiszeitlichen Ablagerungen (evtl. auch Plattenkalk) auf oberflächlich wohl leicht saurem Boden (dort wachsen auch Steinis und Flockis); bei einer der großen Randfichten; gesellig bis büschelig (6 Fk);
Hut: bis 5 cm breit, jung unregelmäßig polsterig, dann ausgebreitet, ziemlich wellig, Oberfläche glatt, schwach glänzend, rehbraun bis kastanienbraun, stark hygrophan, vom Scheitel her ockergelb ausblassend; Stiel: bis 4,5 x 1 cm, zylindrisch, basal schwach spindelig erweitert, bei einem einzeln stehenden Exemplar stark keulig aufgeblasen und dann verjüngt, schmutzig weiß, beige streifig bis fleckig; Velum weiß, dünn; Lamellen: ausgebuchtet und breit angewachsen, gedrängt, jung hellbraun, reif rostbraun bis rehbraun; Schneiden schwach wellig bis glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach rafanoid; KOH (40%): am Fleisch negativ, am Hut schokobraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Ixocutis; Epikutiszellen teils gelifiziert und locker liegend, hyalin oder blass gelbbraun querstreifig inkrustiert; Hypoderm stark entwickelt, Zellen kastenförmig, bis ca. 20 µm breit, mit gelbbraunem, teils recht kräftigem, aber nicht warzigem Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil, mit zahlreichen sterilen Zellen, die aber kaum von Basidiolen zu unterscheiden sind; Lamellentrama: sehr blass pigmentiert, ohne auffallende Inkrustationen; Basidien: 4-sporig, teils hyalin, reife teils auch bräunlich verfärbt; Maße: Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, ohne Depression, apikal meist breit gerundet, fein stachelwarzig, im Umriss deutlich rau; Warzen dicht stehend und fein, vor allem apikal deutlich überstehend; stark dextrinoid (in Melzer orangebraun bis rotbraun); Maße: 5,9 x 4,2 (5,1-6,8 x 3,9-4,5), Q=1,41 (1,31-1,62), 20 Sp. gemessen;

Nr. 6: Cortinarius bovinus Fr.

Zur Bestimmung: Mit FN geschlüsselt. Die Beschreibung von C. bovinus passt am besten zu dieser Kollektion.

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Funddaten: 24.08.2017; MTB 8533-3-2-1, 1200 m; 11.244309 E, 47.446496 N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Kranzberggebiet; am 826er Wanderweg, der vom Lautersee westwärts richtung Kranzberghaus führt; nährstoffarmer Bergmischwald (Fichte, Buche, Kiefer, Tanne) über Hauptdolomit, oberflächlich sicher etwas abgesauert mit viel Schneeheide und Heidelbeere; an sehr grasiger, lichter Stelle bei mittelgroßen Fichten und (schon recht weit entfernt) Buche; gesellig (5 Fk);
Hut: bis 7,4 cm breit, gewölbt, bei 3 Fk am Scheitel etwas vertieft/genabelt, Oberfläche glatt, rehbraun, stark hygrophan, meist schon jung am Scheitel ockergelb aufgehellt und hutabwärts etwas radialstreifig, am Hutrand oft ausgeprägt wasserstreifig; jung am Hutrand mit flüchtigen, weißlichen Velumresten; Stiel: bis 8 x 2 cm, ausgeprägt keulig (Keule bis 3,8 cm dick), schmutzig cremefarben und braun streifig; Velum sehr unauffällig, praktisch fehlend; Lamellen: am Stiel ausgerandet oder abgerundet angewachsen, entfernt, jung bräunlichbeige, dann lehmbraun bis rehbraun; Schneiden glatt oder schwach unregelmäßig, gleichfarbig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: rafanoid; KOH (40%): am Hut und am Fleisch dunkelbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutiszellen intakt, fein querstreifig blass gelbbraun inkrustiert; Hypoderm schwach entwickelt, Zellen länglich und kaum über 15 µm breit, mit sehr blass gelblichem Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: fast hyalin, aber sehr fein inkrustiert; Basidien: überwiegend 4-sporig, aber auffallend mit 1-, 2- und 3-sporigen durchsetzt; Sporen: breit ellipsoid bis dacryoid, unterm Apikulus abgeflacht oder mit schwacher Depression, apikal breit bis mittelbreit gerundet, mittelgrob warzig, im Umriss grob rau, kräftig dextrinoid (in Melzer orangebraun); Warzen dicht stehend, oft etwas zusammenfließend und kurze Grate bildend, stellenweise deutlich überstehend; Maße: 8,8 x 6,2 (7,8-10,5 x 5,3-7,0), Q=1,46 (1,34-1,62), 20 Sp. gemessen;

Nr. 7: Cortinarius fuscobovinaster Kytöv., Liimat., Niskanen & H. Lindstr.

Zur Bestimmung: Mit FN geschlüsselt. Die Beschreibungen in FN und bei Niskanen 2013 passen ziemlich perfekt. Die so bestimmte Kollektion 2014-05 aus dem Zillertal sieht ein bisschen anders aus (wohl etwas jünger und feuchter), es erscheint jedoch nicht unschlüssig die beiden zusammenzustellen.

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Funddaten: 09.09.2017; MTB 8236-4-4-3, ca. 1370 m; Koordinaten: 11.805521 E, 47.701646 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Tegernsee, Baumgartenschneid, im Bereich der Waldweide; Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn) über Hauptdolomit; bei Fichte am Waldrand in der Nadelstreu; kleinbüschelig (2 Fk);
Hut: bis 6 cm breit, irregulär polsterig gewölbt, trocken, glatt, hellbraun, stellenweise mit schokobraunen Flecken, am Hutrand jung mit filzigen weißen Velumresten; vermutlich stark hygrophan und schon etwas abgetrocknet; Stiel: bis 6,5 x 1,4 cm, basal keulig, schmutzig cremefarben; Velum schmutzig cremefarben, ziemlich dick, bildet eine deutliche Abrisszone und mehrere Gürtel (hebt sich aber farblich kaum am); Lamellen: stark ausgebuchtet angewachsen, deutlich entfernt, breit, rehbraun; Fleisch: siehe Schnittbild (in der unteren Stielhälfte im Schnitt bräunend); Geruch: schwach rafanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis sehr dünn, Zellen ziemlich ramponiert, teils auch zusammengeschnurrt, intakte teilweise flächig dunkelbraun intrazellulär pigmentiert, teils aber auch mit merkwürdigen, nicht querstreifigen, sondern irgendwie flächig-marmorierten olivbraunen Inkrustationen; Hypoderm stark entwickelt, Zellen mit blassgelbem Dickwandpigment, ohne Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: Zellen praktisch hyalin, ohne auffällige Inkrustationen, in der Masse sehr blass pigmentiert; Basidien: 4-sporig, reif oft verfärbt und bisw. kollabiert, Maße: ca. 37-44 x 7,5-9; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht schlank ovoid, unterm Apikulus bisw. abgeflacht oder mit schwacher Depression, mäßig grob isoliert warzig, im Umriss meist fein rau, stark dextrinoid (rotbraun in Melzer); Warzen fein bis mittelgrob, sporadisch zu kurzen Graten verschmelzend, nur minimal überstehend, apikal meist etwas gröber werdend und bisw. deutlicher überstehend; Maße: 9,6 x 6,2 (8,6-10,6 x 5,5-6,8), Q=1,54 (1,46-1,67), 20 Sp. gemessen;

Nr. 8: Cortinarius cf. fuscobovinaster Kytöv., Liimat., Niskanen & H. Lindstr.

Zur Bestimmung: Bovini. Ich weiß gar nicht, ob ich im Nadelwald schon mal so ein Ungetüm von Telamonia hatte. Mit dem Schlüssel in FN kommt man am ehesten zu C. bovinoideus, der allerding wohl noch stärker ornamentierte Sporen haben sollte. Ich bleibe deshalb mal bei C. fuscobovinaster, obwohl die Sporenform bei dieser Kollektion doch schlanker ausfällt und etwas mehr zu amygdaloid tendiert wie bei der Kollektion Nr. 7. Weitere Unterschiede: sterile Zellen an der Schneide, schwächer ausgeprägtes Hypoderm und dickere Epikutis mit intakten Zellen.

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Funddaten: 09.09.2017; MTB 8236-4-3-2, ca. 940 m; Koordinaten: 11.780426 E, 47.715659 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Tegernsee, „am Kaltwasserbrunnen“, Rißbach; Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn, im Unterwuchs Leberblümchen und Waldmeister) über Reiselsberger Sandstein (Flyschzone); im Hochwald bei riesiger Tanne; gesellig (5 Fk);
Hut: bis 9 cm breit, gewölbt mit breitem, flachem Buckel, glatt, zum Rand hin feinfilzig-glimmerig, radialstreifig, stark hygrophan, am Scheitel frisch rehbraun, hellbraun ausblassend; Stiel: bis 11 x 1,7 cm, basal keulig bis spindelig erweitert, schmutzig cremefarben und braun streifig; Velum weißlich, dünn, sehr vergänglich, bildet eine deutliche Abrisszone; Lamellen: stark ausgebuchtet angewachsen, entfernt, jung kühl dunkelbraun, reif kastanienbraun; Schneiden glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: etwas an Petersilie erinnernd; KOH (40%): am Hut schokoladenbraun, am Stiel olivbraun, am Fleisch olivbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis mäßig dick, Zellen intakt, nur vereinzelt schwach zusammengeschnurrt, hyalin oder flächig olivgelb pigmentiert, Pigment nicht auffällig inkrustierend, höchstens hauchdünn fleckig, nie querstreifig; Hypoderm mäßig stark entwickelt Zellen nicht über 15 µm breit und meist relativ langgestreckt, mit blass gelblichem Dickwandpigment, ohne Inkrustationen; Lamellenschneide: heterogen, dominiert von sterilen, keuligen bis zylindrischen Zellen, aber auch mit eingestreuten Basidien; Lamellentrama: fast hyalin, höchstens ganz fein inkrustiert, aber unterhalb der Schneide mit auffallendem olivbraunem vakuolärem Pigment; Basidien: 4-sporig; Maße: 40-50 x 9-11; Sporen: amygdaloid bis subamygdaloid, selten ellipsoid, apikal meist schmal bis mittelbreit gerundet, unterm Apikulus abgeflacht oder mit schwacher Depression und oft mit deutlich ausgeprägter Plage, im Umriss grob rau, mäßig grob warzig, extrem stark dextrinoid (dunkel rotbraun in Melzer); Warzen fein bis mittelgrob, bisw. schwach verlängert oder zusammenfließend, dicht stehend; Maße: 10,2 x 6,3 (9,0-11,4 x 5,9-7,3), Q=1,62 (1,50-1,81), 20 Sp. gemessen;

Nr. 9: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Sieht dem noch namenlosen „Tannenwasserkopf“ (Koll. 2013-37) täuschend ähnlich, hab aber viel größere Sporen. Auch C. phaeosmus hat kleinere Sporen. Wohl am ehesten bei den Nadelwald-Bovini zu verorten.

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Funddaten: 23.09.2017; MTB 8237-4-3-4, 935 m; Koordinaten: 11.954923 E, 47.707507 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Fischbachau, Geitau Nord, am oberen Pfad, der zwischen Steinwiese und Rehbichl am Südhand verläuft; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn) über Hauptdolomit oder Würmmoräne (kalkalpine Zone); bei großen Tannen und Buche; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 6 cm breit, kegelig-gewölbt, meist mit breitem abgerundetem Buckel, glatt, nur ganz am Rand schwach durchscheinend gestreift, kastanienbraun bis schokoladenbraun, stark hygrophan, radialstreifig beige ausblassend; Stiel: bis 4,5 x 1,2 cm breit, basal spindelig-keulig, auf hellbraunem Grund silbrig überfasert; Velum weiß, feinfaserig, am Stiel sehr vergänglich; Lamellen: aufsteigend und breit bis ausgebuchtet angewachsen, mäßig gedrängt, jung lehmbraun, reif kastanienbraun; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: vielleicht schwach nach Petersilie, nicht nach Radi; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis relativ dick, Zellen in der obersten Lage teils gelifiziert, intakte hyalin oder fein inkrustiert (aber fast farblos), Hypoderm eher schwach ausgeprägt, Zellen länglich und nicht sehr breit, mit blassgelbem, stellenweise auch schwach körneligem Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: Zellen feinst inkrustiert (auch querstreifig); Basidien: 4-sporig; Maße: 31-42 x 7-8,5; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, apikal meist mittelbreit gerundet, unterm Apikulus abgeflacht, mäßig stark warzig, im Umriss fein bis grob rau, Warzen meist fein bis mittelgrob, aber meist überstehend, apikal meist etwas stärker; stark dextrinoid (rotbraun in Melzer); Maße: 9,4 x 6,0 (7,9-10,1 x 4,9-6,6), Q=1,56 (1,48-1,69), 20 Sp. gemessen; die Sporen streuen stark in der Größe, einige sehr kleine Ausreißersporen, die ich mitgemessen haben, drücken die Mittelwerte.

Nr. 10: Cortinarius cf. simulatus P.D. Orton

Zur Bestimmung: C. simulatus ss. Garnweidner; höchstwahrscheinlich identisch mit der von Garnweidner so angesprochenen (ebenfalls nicht nach Rettich riechenden) Aufsammlung aus dem selben Waldgebiet vom 18.08.2007 (Kollektion 2007-11). Stimmt abgesehen vom fehlenden Rettichgeruch mit den Beschreibungen bei Garnweidner (Pilze-Ammersee) und Moser (1983) überein. Ebenfalls recht ähnlich scheint der von Niskanen et. al. (2012) aus Kanada beschriebene C. brunneotinctus. Sicher ein anderer Pilz ist C. violaceocinereus (Pers.: Fr.) Fr. ss. FN, der durchaus ähnlich aussieht, jedoch viel kleinere Sporen (ca. 7,1x5,2) aufweist und stark nach Rettich riecht.

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Funddaten: 05.09.2017; MTB 8232-4-1-1, 680 m; 11.094746 E, 47.738432 N; D-By-Landkreis Weilheim-Schongau, Gmd. Huglfing, Grasleiten, rechterhand der Forststraße von Grasleiten nach Schöffau; eher nährstoffarmer bodensaurer Mischwald (Fichte, Kiefer, Buche) mit viel Heidelbeere und Heide über würmglazialen Ablagerungen; an feuchter grasiger Stelle mit Heidelbeer- und Heidekrautunterwuchs am Waldrand bei Fichte; einzeln;
Hut: halbkugelig, 4 cm breit (nicht aufgeschirmt), Hutrand umgerollt, trocken, glatt, eingewachsen faserig, zum Rand hin etwas glimmerig, Rand schwach filzig, Hutfarbe beigebraun, Fasern am Rand dunkler, Rand bläulich; Stiel: 10 x 1,4 cm, basal schwach spindelig erweitert und dann ausspitzend, blau, fein faserig, nahe der Basis blau filzig; Velum sehr dünn und unauffällig; Lamellen: leicht herablaufend, bogig, mäßig gedrängt, blaulila; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach aromatisch, kein Rettichgeruch! KOH (40%): am Fleisch und am Hut negativ; Exsikkat: an der Stielspitze noch ziemlich lebhaft blaugrau; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis aus intakten Zellen, zumindest in Scheitelnähe mit zahlreichen, meist zylindrischen, selten auch keulig erweiterten Endzellen, Zellen überwiegend blassgelb pigmentiert, die Pigmentierung wirkt diffus-flächig bis membranär, an schmalen Zellen sind auch feine Inkrustationen zusehen; Breite der Epikutiszellen ca. 2,5-7; Endzellen oft erweitert auf 9-11; Hypoderm schwach entwickelt, auch nach mehreren Schnitten nur wenig erweiterte, schwach dickwandige und unauffällig pigmentierte Zellen gesehen; Lamellenschneide: steril, mit einem dicken Band aus Marginalzellen, die teils basidiolenartig aussehen, teils aber auch apikal auffallend irregulär oder zipfelig ausgezogen sind; dieses Band steriler Zellen war bei einem Präparat in ein in KOH rötlichbraunes diffuses, nicht in den Zellen selbst lokalisierbares Pigment eingebettet und ist dadurch bei geringer Vergrößerung auch farblich markant gegenüber der Lamellenfläche abgesetzt (Merkmal ließ sich bei weiteren Präparaten nicht reproduzieren); Lamellentrama: hyalin; Basidien: 4-sporig, reif oft blass gelbbraun pigmentiert, zur Basis hin etwas eingeschnürt und wellig; Maße: ca. 31-39 x 8,5-9,5; Sporen: breit ellipsoid, ohne Depression, apikal breit gerundet, ziemlich grob isoliert stachelwarzig, Warzen bei den meisten Sporen am ganzen Umfang deutlich überstehend, Plage evident; indextrinoid; Maße: 8,1 x 6,0 (7,5-9,0 x 5,6-6,4), Ausreißer bis 10,8 x 7, Q=1,34 (1,25-1,43), 20 Sp. gemessen;

Nr. 11: Cortinarius malachius (Fr.) Fr.

Zur Bestimmung: Mit FN geschlüsselt. Wohl Unkritisch. Im Gegensatz zu den Angaben in FN (weakly to moderately dextrinoid) haben meine Aufsammlungen alle stark dextrinoide Sporen.

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Funddaten: 05.09.2017; MTB 8232-4-1-1, 690 m; 11.087241 E, 47.736994 N; D-By-Landkreis Weilheim-Schongau, Gmd. Huglfing, Grasleiten, rechterhand der Forststraße von Grasleiten nach Schöffau; eher nährstoffarmer bodensaurer Mischwald (Fichte, Kiefer, Buche) mit viel Heidelbeere und Heidekraut über würmglazialen Ablagerungen; an einer Grabenböschung bei Fichte und Birke; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 3,2 cm breit und gut 2 cm hoch (nicht aufgeschirmt), abgerundet bis fast spitz kegelig, trocken, durch das Velum feinkörnelig-schuppig wirkend, am Scheitel beige, zum Rand hin beigegrau; Stiel: bis 6 x 1,2 cm, basal ausgeprägt keulig und bis 2,4 cm breit, schmutzig weiß, zur Basis hin bräunlich streifig; Velum weiß, bildet deutliche Abrisszone, sonst aber dünn; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, schon jung beige; reif beigebraun; Fleisch: im Stiel streifig marmoriert; Geruch:schwach; KOH (40%): am Fleisch und am Hut blassbraun, am Stielvelum blass olivgrau; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutiszellen teilt sehr breit, meist intakt, teils auch etwas zusammengeschnurrt, bisw. mit „Lochschnallen“, meist hyalin, in tieferen Schichten auch mit olivgelbem intrazellulärem Pigment; Hypoderm normal entwickelt, Zellen bis ca. 20 µm breit, mit blassgelbem Dickwandpigment; Lamellenschneide: substeril, mit einem durchgehenden Band von basidiolenartigen Marginalzellen, nur vereinzelt mit Basidien durchsetzt; Lamellentrama: blass, aber sehr fein inkrustiert; Basidien: 4-sporig, reife oft kollabiert und olivbraun gefärbt; Maße: 28-44 x 9-11; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, einzelne subamygdaloid, apikal mittelbreit gerundet, im Umriss rein rau, eher fein warzig, Warzen klein und niedrig, nur apikal oft deutlich überstehend; stark dextrinoid (rotbraun in Melzer); Maße: 10,1 x 6,4 (9,4-11 x 6,0-7,1), Ausreißer bis 11,9 x 7,2, Q=1,58 (1,48-1,69), 20 Sp. gemessen;

Nr. 12: Cortinarius cf. obtusus agg. (Fr.: Fr.) Fr.

Zur Bestimmung: Würde ich zu den Obtusi stecken. Makroskopisch fast identisch mit dem C. obtusus s.l. vom 28.08.2014 (Kollektion 2014-41), jedoch mit merklich größeren und viel stärker dextrinoiden Sporen (jener 8,6 x 5,2).

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Funddaten: 09.09.2017; MTB 8236-4-4-3, ca. 1320 m; Koordinaten: 11.798705 E, 47.700792 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Rottach-Egern, Rohrkopf, Wanderweg vom Riederstein zur Baumgartenschneid, in der Waldweidezone am Rohrkopf; Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn) über Hauptdolomit (kalkalpin); in der Wiese bei Fichte; gesellig (5 Fk);
Hut: bis 2,4 cm breit, jung kegelig, dann flachkegelig bis gewölbt mit stark vorgezogenem Buckel, trocken, glatt, rehbraun, hygrophan, streifig ausblassend; Stiel: bis 5 x 0,5 cm, basal schwach spindelig erweitert und bisw. kurz wurzelnd, cremebeige; Velum weiß, faserig, dünn, wenig markant am Stiel; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, lehmbraun bis rehbraun; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis dünn, Zellen teils gelifiziert und wie verklebt wirkend, nur wenige gut differenziert, gelblich pigmentiert; Hypoderm stark entwickelt, Zellen bis ca. 25 µm breit, mit warzig-körneligem bernsteinfarbenem Dickwandpigment, an schmaleren Zellen auch mit plackenartig-querstreifigen Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: kräftig gelbbraun inkrustiert, teils auch querstreifig; Basidien: 4-sporig, teils hyalin, teils gelbbraun pigmentiert, 26-39 x 8-11; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, apikal meist mittelbreit bis fast schmal gerundet, nie zugespitzt, in Aufsicht schmal ovoid, mittelkräftig warzig, im Umriss rau, stark bis sehr stark dextrinoid (in Melzer orangebraun bis rotbraun), Warzen meist klein und nicht sehr dicht, zum Apex hin aber auch gröber und deutlich überstehend; Maße: 9,5 x 5,6 (8,6-10,8 x 5,2-6,1), Q=1,69 (1,57-1,85), 20 Sp. gemessen, Ausreißer bis 11,7 x 6,8;

Nr. 13: Cortinarius cf. obtusus agg. (Fr.: Fr.) Fr.

Zur Bestimmung: Obtusi. Makroskopisch am ähnlichsten ist die Kollektion 2014-45, die etwas größere Sporen hat.

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Funddaten: 23.09.2017; MTB 8237-4-4-3, 930 m; Koordinaten: 11.964959 E, 47.707326 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Fischbachau, Geitau Nord, linkerhand des Wegs vom Rehbichl zur „Wand“; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn) über Hauptdolomit oder Würmmoräne (kalkalpine Zone); im Fichtenjungwald mit eingestreuter Ahornverjüngung; gesellig (ca. 10 Fk), verges. mit C. anthracinus;
Hut: bis 2 cm breit, kegelig, mit stark vorgezogenem, meist spitzem, bisw. auch abgerundetem und stets glasig durchscheinendem Buckel, rostbraun bis orangebraun, stark hygrophan, zuerst am Scheitel und dann streifig ockergelb ausblassend, durch die Hygrophaneität und die etwas wellige Hutform oft konzentrisch gezont erscheinend; Stiel: bis 5 x 0,5 cm, basal verjüngt oder ausspitzend, auf beigem Grund dicht weiß überfasert; Universalvelum unauffällig, offenbar sehr dünn und weiß; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, entfernt, jung orangegelb, dann honigbraun bis rostbraun; Schneiden weiß abgesetzt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: deutlich rafanoid; KOH (40%): am Hut schokobraun, am Stiel hellbraun bis olivbraun, am Fleisch schmutzig und dunkel olivbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis ziemlich dick, Zellen durchweg intakt, auffällig breit (oft bis über 10 µm), hyalin und glatt; Hypoderm stark entwickelt, Zellen bis ca. 25 µm breit, aber meist langgestreckt, mit gelbem Dickwandpigment und zusätzlich braunem, körnelig-warzigem Dickwandpigment, an schmaleren Zellen auch deutlich querstreifig inkrustiert; Lamellenschneide: substeril, sterile Zellen keulig (kaum von Basidiolen zu unterscheiden), bisw. untermischt mit Basidien; Lamellentrama: grob querstreifig gelbbraun inkrustiert; Basidien: 4-sporig, 25-30 x 7,5-9; Sporen: schlank ellipsoid, apikal mittelbreit gerundet, mittelgrob (stachel)warzig, im Umriss grob rau, Warzen stumpf und mittelgrob, aber meist deutlich überstehend, stark dextrinoid (rotbraun in Melzer); Maße: 8,0 x 4,9 (7,5-8,6 x 4,5-5,1), Q=1,65 (1,53-1,78), 20 Sp. gemessen;

Nr. 14: Cortinarius cf. armeniacus (Schaeff.: Fr.) Fr.

Zur Bestimmung: Firmiores. Vielleicht noch innerhalb der Variabilität von C. armeniacus. Helle Lamellen, fast reinweißer Stiel und helles Fleisch sprechen dafür. Die Sporen sind allerdings relativ schmal für diese Art.

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Funddaten: 09.09.2017; MTB 8236-4-4-3, ca. 1310 m; Koordinaten: 11.799073 E, 47.700712 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Rottach-Egern, Rohrkopf, rechterhand des Wanderwegs vom Riederstein zur Baumgartenschneid, in der Waldweidezone am Rohrkopf; Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn) über Hauptdolomit (kalkalpin); am Stammgrund einer Fichte (nur Fichten in der Nähe), gesellig (6 Fk), verges. mit C. venetus;
Hut: bis 3,6 cm breit, gewölbt, trocken, matt, zum Rand hin wässrig-streifig und mit glimmerigem Velumbelag, semmelbraun; Stiel: bis 3,5 x 1,2, basal keulig oder spindelig erweitert und ausspitzend, cremeweiß; Velum weiß, mäßig dick, bildet eine deutliche Abrisszone, aber keine Gürtel; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig entfernt, jung graubeige, reif olivbraun; Schneiden gleichfarbig und +/- glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; KOH (40%): am Hut schokoladenbraun, am Fleisch negativ (graulich); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutiszellen schwach gelifiziert, sehr unterschiedlich breit, olivgelb pigmentiert oder hyalin, ohne Inkrustationen; Hypoderm stark entwickelt, Zellen subisodiametrisch, mit blassgelbem Dickwandpigment, nur sporadisch auch körnelig, ohne Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: hyalin; Basidien: 4-sporig, Maße: ca. 24-31 x 7-8; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht schlank ovoid, apikal meist mittelbreit, seltener breit gerundet, unterm Apikulus meist etwas abgeflacht, seltener mit leichter Depression, mittelgrob warzig, im Umriss deutlich rau, Warzen dicht und regelmäßig angeordnet, nicht sehr hoch und mäßig grob, nur wenig überstehend, auch apikal nicht gröber; stark dextrinoid (rotbraun in Melzer); Maße: 8,3 x 5,0 (7,6-9,2 x 4,7-5,3), Q=1,67 (1,52-1,82), 20 Sp. gemessen;

Nr. 15: Cortinarius torvus (Fr.: Fr.) Fries

Zur Bestimmung: C. tigrinipes hat deutlich kleinere Sporen. Ginge man nach der Vergleichstabelle von Hensel im Tintling Nr. 86, wäre aufgrund der gedrungenen, stark ornamentierten Sporen C. torvovelatus erste Wahl. In der Tat sind die Sporen der Kollektion 2014-32 aus dem Hainich deutlich gestreckter und schwächer ornamentiert. Trotzdem glaube ich hier nicht an zwei Arten.

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Funddaten: 21.09.2017; MTB 7934-4-4-2, 580 m, Koordinaten: 11.486829 E, 48.012913 N; D – By – Landkreis München, Gemeinde Grünwalder Forst, Östliche Isarleite; Buchenwald mit eingestreuten Fichten über jüngeren Deckenschottern mit Schutt und Nagelfluh; bei großen Buchen; gesellig (3 Fk);
Hut: 5- 7,8 cm breit, gewölbt, trocken, matt, kastanienbraun, am Scheitel durch Hygrophaneität rasch beige verblasst, zum Rand hin fein glimmerig bereift; Stiel: bis 7,5 x 1,5 cm, basal schwach spindeli-keulig, graubeige, apikal mit blaulila Ton, über dem Ring seidig glänzend, mit bis 3 mm breitem häutigem Ring, zur Basis hin dunkler bräunlich; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, entfernt, rehbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: original nach Obstler! Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: ellipsoid, apikal breit gerundet, unterm Apikulus abgeflacht, selten mit schwacher Depression, stachelwarzig, Warzen stumpf, fein bis mittelgrob, apikal auch grob, deutlich überstehend (zumindest apikal), Maße: 9,7 x 6,8 (8,6-10,7 x 6,2-7,9), Q=1,43 (1,35-1,52), 20 Sp. gemessen;

Nr. 16: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Im FN-Schlüssel lande ich im Umkreis von C. dolabratus, den ich nicht kenne. C. dolabratus hat jedoch nicht so weißes Fleisch. Ich glaube nicht, dass ich die vorliegende Art schon mal gesehen habe.

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Funddaten: 26.09.2017; MTB 8533-1-1-2, 990 m; Koordinaten: 11.203765 E, 47.495333 N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Gerold, im Ostteil der Mähwiesen des oberen NSG in dem kleinen Fichtenjungwald; Bergmischwald (Fichte, Haselnuss, Buche, Bergahorn) über Raibler Schichten (Kalk) oder Würmmoräne (kalkalpine Zone); im Fichtendickicht in der Nadelstreu; verges. mit B. edulis, Chalciporus piperatus, Amanita muscaria und Cortinarius stillatitius;
Hut: bis 3,2 cm breit, kegelig, mit breiten, meist stark vorgezogenem Buckel, trocken, glatt, schokoladenbraun, frisch am Scheitel auffallend grauweiß bereift; hygrophan, vom Hutrand her ockerbräunlich ausblassend; Stiel: bis 5 x 0,8 cm, basal spindelig erweitert und dann meist gekniet wurzelnd, schmutzig weiß; Velum weiß, sehr dünn und unauffällig; Lamellen: aufsteigend und mäßig breit angewachsen, mäßig entfernt, jung honigbraun, ockerbraun, reif wenig dunkler lehmbraun; Schneiden weiß abgesetzt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; KOH (40%): auf Hut, Stiel und Fleisch negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutiszellen +/- parallel und locker liegend, glatt und hyalin, in der obersten Lage bisw. schwach zusammengeschnurrt/gelifiziert; Hypoderm gut entwickelt, Zellen bis ca. 20 µm dick, mit blassgelbem Dickwandpigment; keine auffallenden Inkrustationen in der HDS; Lamellenschneide: heterogen, mit zahlreichen sterilen Zellen, die aber kaum von Basidiolen zu unterscheiden und mit Basidien untermischt sind; Lamellentrama: in dicker Lage blass gelbbraun, ohne auffallende Inkrustationen; Basidien: 4-sporig, ca. 33-44 x 7-8; Sporen: schlank ellipsoid, apikal mittelbreit gerundet, unterm Apikulus maximal abgeflacht, ohne Depression, fein warzig, im Umriss fein rau bis fast glatt; Warzen fein, nur apikal bisw. gröber und dort auch deutlich überstehend, kräftig dextrinoid (orangebraun in Melzer); Maße: 8,3 x 4,9 (7,3-9,2 x 4,6-5,2), Q=1,70 (1,55-1,81), 20 Sp. gemessen;

Nr. 17: Cortinarius anomalus (Fr.: Fr.) Fr.

Zur Bestimmung: C. anomalus s.str. nach FN. Die Laubwaldkollektionen scheinen tendenziell größere, stärker ornamentierte Sporen zu besitzen als die Nadelwaldkollektionen. C. albocyaneus würde von den Sporen her fast besser passen, sollte aber wohl viel hellere und glänzende Hüte aufweisen.

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Funddaten: 26.09.2017; MTB 8533-1-1-2, 990 m; Koordinaten: 11.204601 E, 47.495275 N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Gerold, im Ostteil der Mähwiesen des oberen NSG am Rand eines kleinen Fichtenjungwalds; Bergmischwald (Fichte, Haselnuss, Buche, Bergahorn) über Raibler Schichten (Kalk) oder Würmmoräne (kalkalpine Zone); in der Wiese bei solitärer Haselnuss; gesellig bis kleinbüschelig (ca. 50 Fk);
Hut: bis 5,5 cm breit, trocken, +/- glatt, hell graubraun, am Scheitel auch semmelbraun (offenbar abhängig von Sonneneinstrahlung und Alter), am Rand auch mit schwachem Blauton; Stiel: bis 7,5 x 0,8 cm, basal schwach spindelig erweitert, schmutzig cremefarben, an der Spitze blassblau; Velum cremefarben bis blass cremegelblich, bildet angedrückte Gürtel aus, eher dünn; Lamellen: abgerundet bis ausgebuchtet angewachsen, mäßig gedrängt, jung blaulila, dann graubraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach gebäckartig süßlich; KOH (40%): auf allen Teilen negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: subglobos bis breit ellipsoid, mittelgrob stachelwarzig, im Umriss grob rau, Warzen stumpf, fein bis mittelgrob, selten zu kurzen Granten verbunden, deutlich überstehend; Maße: 8,4 x 7,0 (7,8-8,9 x 6,5-7,6), Q=1,21 (1,14-1,31), 20 Sp. gemessen;

Nr. 18: Cortinarius caninus (Fr.: Fr.) Fr.

Zur Bestimmung: Durch die Formolreaktion und das braune Velum gut festgelegt.

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Funddaten: 30.09.2017; MTB 8332-3-2-2, 1290 m; Koordinaten: 11.071896 E, 47.64816 N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Bad Kohlgrub, Elmauberg, am Klaus-Ostermeier-Steig, der über den Elmauberg zum Hinteren Hörnle führt; fichtendominierter Bergmischwald über kreidezeitlichen Ausgangsgesteinen (Flysch-Zone) auf zumindest leicht saurem Boden, auf der Waldweide bei jungen Fichten im Gras; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 4,5 cm breit (auch größer, aber im Wald geblieben), kegelig-gewölbt mit abgerundetem Scheitel, trocken, fein eingewachsen faserig, am Scheitel lehmbraun, zum Rand hin hellbraun bis braunbeige; Stiel: bis 9,5 cm lang und bis 1,2 cm breit, basal spindelig-keulig, cremeweiß; Velum ockerbräunlich, hellbraun, bildet meist eine schwache Ringzone und darunter mehrere Gürtelzonen aus; Lamellen: ausgebuchtet und breit angewachsen, mäßig gedrängt bis leicht entfernt, breit (bis 8 mm), jung beigegrau, dann beige bis braubeige; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: cremeweiß; mit Formol langsam rosa; Geruch: schwach; KOH (40%): auf allen Teilen +/- negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: subglobos, mittelgrob warzig, Warzen bisw. deutlich stachelig überstehend, bisw. auch niedrig, meist isoliert; Maße: 7,8 x 6,5 (7,0-8,4 x 6,1-6,9), Q=1,19 (1,09-1,27), 20 Sp. gemessen;

Nr. 19: Cortinarius cf. decipiens (Per.: Fr.) Fries

Zur Bestimmung: Unklar. Mit FN geschlüsselt.

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Funddaten: 13.10.2017; Italien, Toskana, Castiglion Fiorentino; Pieve di Chio, Santo Stefano; am Waldweg, der kurz unterhalb Caldesi nach San Lorenz abzweigt; an der feuchten Böschnung des Nordhangs bei Kastanie, Eiche und (weiter entfernt) Pappel; gesellig 4 Fk);
Hut: bis 2,8 cm breit, spitz gebuckelt, jung durch Velumreste am Rand filzig; Stiel: cremeweiß; Velum weiß, bildet eine flockig-häutige Abrisszone am Stiel; Lamellen: ockergelb; Geruch: schwach, unauffällig; im Übrigen siehe Fotos. Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis sehr dünn, Zellen schmal, hyalin, bisw. schwach differenziert; Hypoderm stark entwickelt, Zellen kastenförmig, dickwandig, mit kräftig goldgelbem bis bernsteinfarbenem, bisw. auch warzig-körneligem Dickwandpigment, auch mit extrazellulären plackenartigen dunkelbraunen Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: Zellen nur nur sehr fein inkrustiert, vielleicht auch mit interparietalem Pigment, in dickerer Schicht blass gelbbraun pigmentiert; Basidien: 4-sporig; Maße: ca. 24-29 x 7,5-8; Sporen: ellipsoid, apikal breit bis mittelbreit gerundet, mit deutlich ausgeprägter subapikulärer Depression und Plage, mittelgrob warzig, im Umriss deutlich rau, moderat stark dextrinoid (ockerbraun in Melzer); Warzen fein bis mittelgrob und meist deutlich überstehend; Maße: 8,7 x 5,5 (8,1-9,9 x 5,2-5,9), Q=1,58 (1,48-1,68), 20 Sp. gemessen;

Nr. 20: Cortinarius solis-occasus Melot

Zur Bestimmung: Aufgrund des deutlichen Lilatons am Hutrand sollte das C. solis-occasus sein und nicht C. laniger.

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Funddaten: 07.09.2017; MTB 8235-3-3-1, 960 m; 11.506184 E, 47.721785 N; D-By-Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Gemeinde Wackersberg, Seiboldsalm, am Wanderweg vom Steinbach zur Seiboldsalm; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) in der Flyschzone; bei Fichte und Haselnuss; gesellig (6 Fk);
Hut: bis 6 cm breit, gewölbt, trocken, am und um den Scheitel meist kleinschuppig aufgebrochen, zum Rand hin schwach filzig und mit violettlichem Schein (Velum); Stiel: bis 7 x 1,7 cm, kompakt, basal schwach keulig, ausspitzend oder nicht, weiß, an der Velumabrisszone mit einem markanten, dicken, häutigen Velumgürtel, der bisw. wie ein Ring absteht, meist aber angedrückt ist; Lamellen: abgerundet angewachsen, mäßig gedrängt, rehbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: raphanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, apikal meist breit gerundet und am Apikulus leicht zugespitzt, fein und dicht warzig, im Umriss fein rau, Warzen eher klein, zum Apex hin etwas gröber und nur dort auch etwas deutlicher überstehend; sehr stark dextrinoid (rotbraun in Melzer); Maße: 9,5 x 6,3 (8,9-10,2 x 5,9-6,7), Q=1,51 (1,40-1,59), 20 Sp. gemessen;

Nr. 20B: Cortinarius saniosus (Fr.: Fr.) Fr.

Zur Bestimmung: Das gelbe Velum in Verbindung mit den grob ornamentierten Sporen und der HDS-Pigmentierung liefert eine ziemlich perfekte Übereinstimmung mit den Aufsammlungen aus dem Forstenrieder Park (Kollektion 2012-15). Mit FN so zu schlüsseln. Auch die Übereinstimmung mit dem Foto in CFP E01 ist recht überzeugend, insbesondere auch der Habitus und die zu schwarzen Flecken neigenden Hüte.

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Funddaten: 13.10.2017; Italien, Toskana, Castiglion Fiorentino; Pieve di Chio, Santo Stefano; am Waldweg, der kurz unterhalb Caldesi nach San Lorenz abzweigt; an der feuchten Böschnung des Nordhangs bei Kastanie, Eiche und (weiter entfernt) Pappel; gesellig (>20 Fk); verges. mit Kollektion Nr. 19;
Hut: bis gut 3 cm breit, flach gewölbt mit kleinem Buckel, jung grob filzig, später feiner filzig, jung ockergelb bis ockerbraun, alt vor allem am Scheitel rotbraun nachdunkelnd, auch schwach hygrophan; jung mit flüchtiger Cortina; Hutrand jung mit gelbem filzigem Velum besetzt; Stiel: bis 4,5 x 0,6 cm, basal verjüngt, grob faserig, ockergelb, seidig glänzend, etwas streifig; Velum gelb, bildet flüchtige Gürtelzonen am Stiel; Lamellen: aufsteigend, abgerundet der gerade angewachsen, mäßig gedrängt, ockergelb; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: Paprikachips, salzig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis aus überwiegend querstreifig goldbraun inkrustierten Zellen, Hypoderm entwickelt, Zellen mit körneligem bernsteinfarbenem Dickwandpigment, an schmalen Zellen auch grob querstreifig inkrustiert; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: blass pigmentiert, ohne auffällige Inkrustationen; Basidien: 4-sporig, ca. 22-31 x 8-9; Sporen: ellipsoid, apikal meist breit gerundet, oft mit schwacher subapikulärer Depression, grob stachelwarzig, Warzen stumpf, aber meist deutlich überstehend, überwiegend isoliert und recht grob, Plage evident, stark dextrinoid (orangebraun bis rotbraun in Melzer); Maße: 8,5 x 5,5 (7,4-9,6 x 5,1-5,8), Q=1,56 (1,37-1,71), 20 Sp. gemessen;