Cortinarius 2016, Telamonia und Dermocybe

Nr. 22: Cortinarius olivaceofuscus Kühner

Zur Bestimmung: Auch makroskopisch klar. Unkritisch.

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Funddaten: 03.09.2016; MTB 8334-4-2-4, 1150 m; 11.480016 E, 47.632636 N; By – Jachenau, Petern, am Wanderweg vom Parkplatz bei Petern (Jachental) zur Benediktenwand; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn) über Hauptdolomit; an der feuchten Grabenböschung bei Tanne und jungen Buchen; gesellig (ca 6 Fk);
Hut: bis 2,5 cm breit, nur ein Fk typisch spitz gebuckelt, die anderen nur sehr schwach gebuckelt, düster olivbraun; Stiel: bis 4 x 0,5 cm, basal spindelig erweitert, olivgelb, faserig, etwas glänzend; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, jung olivgelb; Geruch: raphanoid (alter Radi); Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: schmal ellipsoid, apikal mittelbreit gerundet, mäßig grob warzig, im Umriss deutlich rau, Warzen meist klein, einzelne auch gröber, deutlich überstehend; Maße: 7,1 x 4,1 (6,3-7,9 x 3,8-4,4), Q=1,72 (1,58-1,88), 20 Sp. gemessen;

Nr. 23: Cortinarius anomalus (Fr.: Fr.) Fr.

Zur Bestimmung: C. anomalus s.str.

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Funddaten: 20.08.2016; MTB 6845-4-3-4, 1110 m; 13.278571 E, 49.103759 N; By-Regen-Lindberg-Zwieslerwaldhaus, Ruckowitz-Hänge; Mischwald (Buche, Fichte, Tanne) auf saurem Boden über Gneis; bei Fichte, Tanne und jungen Buchen; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 8 cm breit (in der Regel schmächtiger), trocken, olivbeige bis sehr hell olivbraun, glimmerig bereift, kaum eingewachsen faserig; Stiel: bis 9 x 2 cm (in der Regel schmächtiger), basal spindelig erweitert und ausspitzend; schmutzig creme, an der Spitze blau durchschimmernd; Velum blassgelb, bildet mehrere Gürtel (Natterung) am Stiel; Lamellen: gedrängt, jung blau, Pigment sehr rasch vergänglich, später olivgrau bis olivbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: süßlich gebäckartig; KOH (40%): überall negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis aus relativ breiten, intakten Zellen, nahe der Hutmitte mit einigen zylindrischen, apikal abgerundeten Endzellen; Pigment intrazellulär blassbraun, stellenweise auch querstreifig inkrustierend; Lamellenschneide: substeril; von keuligen Marginalzellen dominiert, die kaum von Basidiolen unterscheidbar sind, dazwischen Basidien eingestreut; Basidien: 4-sporig; Sporen: subglobos, warzig; Warzen klein bis mittelgroß und nur wenig überstehend (Spore im Umriss fein rau); Maße: 7,4 x 6,1 (6,6-8,5 x 5,7-6,9), Q=1,22 (1,16-1,30), 20 Sp. gemessen;

Nr. 24: Cortinarius lepidopus Cooke

Zur Bestimmung: Anomalus-Gruppe ist klar. Stelle ich aufgrund der sehr schlankstieligen Fk zu C. lepidopus.

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Funddaten: 01.09.2016; MTB 8433-1-2-3, 1120 m; 11.220861 E, 47.579592 N; By – Eschenlohe; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Bergarhorn) über Hauptdolomit; bei Buche, Tanne, Fichte und Bergahorn an etwas bodensaurer Stelle mit viel Bärlapp und Heidelbeere; gesellig (4 Fk);
Hut: 3-4,2 cm breit, trocken, matt, glatt bis feinsamtig-lederig, ockerbraun bis ockergelb, deutlich hygrophan, bald mit konzentrischen Zonen; Stiel: bis 7 x 0,8 cm, basal auffallend keulig-spindelig aufgeblasen, schmutzig creme bis cremebeige, an der Spitze blass blau; Velum dünn, bildet blassgelbe Gürtel; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt, jung beige (ganz jung möglicherweise mit Blauton), reif ockerbraun; Schneiden in jedem Reifestadium weiß; Fleisch: siehe Schnittbild (in der Stielspitze blassblau); Geruch: schwach; KOH (40%): am Hut und am Stiel negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutiszellen ziemlich breit (ca. 7-10), teils fein querstreifig gelb inkrustiert, teils auch mit diffusem, intrazellulärem gelbem Pigment, nahe der Hutmitte mit zahlreichen zylindrischen Endzellen; Hypoderm entwickelt, Zellen oft fast isodiametrisch und bis ca. 25 µm breit, mit blassgelbem Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil, mit sterilen Zellen durchsetzt, die aber von Basidiolen nicht unterscheidbar sind; Lamellentrama praktisch hyalin; Basidien: 4-sporig, ca. 32-41 x 8-9); Sporen: breit ellipsoid bis subglobos, stachelwarzig, Warzen mittelgroß und deutlich überstehend, kaum dextrinoid; Maße: 7,6 x 5,9 (6,7-8,3 x 5,3-6,8), Q=1,28 (1,21-1,38), 20 Sp. gemessen;

Nr. 25: Cortinarius brunneus (Pers.: Fr.) Fr.

Zur Bestimmung: Wohl unkritisch.

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Funddaten: 18.08.2016; MTB 7046-1-3-3, 760 m; 13.335332 E, 48.95084 N; Spiegelau, Klingenbrunn-Bahnhof, Flanitz-Ebene; mooriger Fichtenwald mit eingestreuten Tannen und Birken, Bazzania-Picetum auf saurem, moorigem Boden; bei Fichte im Bazzanium-Moos, in der Nähe Polytrichum-Moos und Heidelbeere; gesellig (>5 Fk);
Hut: 3,5-6 cm breit, frisch typisch marmoriert, schokobraun, später lehmbraun aufhellend; Stiel: bis 8 x 1,3 cm, bei jungen Fk bis 1,8 cm dick, basal schwach spindelig erweitert, meist mit schwach häutiger, aber auch ohne Velumabrisszone, auf dunkelbraunem Grund heller überfasert, Velum beige, bildet bisw. eine schwache Natterung aus; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, entfernt, von Anfang an schokobraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unangenehm muffig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis aus ca. 3-7 µm breiten parallel liegenden Zellen, hyalin oder schwach querstreifig braun inkrustiert; Hypoderm deutlich entwickelt, Zellen bis ca. 20 µm breit, mit blass braunem, nicht körnigem Dickwandpigment; Lamellenschneide: substeril, mit einem dichten Band aus sterilen, schlank keuligen bis zylindrischen Zellen, die von Basidiolen zwar nicht in der Größe, aber doch in der Beschaffenheit ganz gut unterscheidbar sind, vereinzelt aber auch mit Basidien durchsetzt; Lamellentrama: Zellen sehr fein querstreifig braun inkrustiert; Basidien: 4-sporig, hyalin oder braun pigmentiert; Sporen: ellipsoid, apikal mittelbreit bis breit gerundet, fein bis mittelgrob warzig, Warzen oft etwas schütter, meist klein und isoliert, nur am Apex bisweilen ziemlich grob und bisweilen sogar gratig verlängert, generell nur wenig überstehend; stark dextrinoid (rotbraun in Melzer); Maße: 8,1 x 6,0 (7,5-8,7 x 5,5-6,9), Ausreißer bis 9,8 x 6,8, Q=1,34 (1,24-1,44), 20 Sp. gemessen;

Nr. 26: Cortinarius obtusus (Fr.: Fr.) Fr. s.l.

Zur Bestimmung: Obtusus-Gruppe. Taxonomie unklar. Eine sehr farbenfrohe Kollektion aus dem Sphagnum mit mittelgroßen Sporen.

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Funddaten: 01.07.2016; MTB 8331-4-3-1, 1170 m; Bad Bayersoien, Halblech, Unternogg, Hohe Bleick, Angstmoos; Moorwiese und Moorwald über quartärem Hangschutt in der Flyschzone; bei Fichte im Sphagnum, an offener Stelle (direkt am Trampelpfad), kleinbüschelig (6 Fk);
Hut: bis 2,2 cm breit, kegelig mit abgerundetem bis spitzem Buckel, glatt, trocken, jung rot-braun, später etwas heller und lebhaft ockerbraun, nur in der Randzone durchscheinend ge-streift; Stiel: bis 7 x 0,7 cm, tief im Sphagnum steckend, oft etwas breitgedrückt, stark wässerig, jung durch das Velum weiß, dann wässrig beige und im oberen Drittel silbrig-weiß überfasert; Ve-lum: weiß, jung als flächiger weißer Überzug, in den unteren zwei Dritteln rasch schwindend; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, mäßig gedrängt, (ca. 28 erreichen den Stiel), honigbraun; Schneiden vor allem am Rand weißlich; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach rafanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutiszellen sehr fein inkrustiert (farblich unauffällig); Hypoderm schwach entwickelt, Zellen kaum über 10 µm breit, aber dickwandig und mit bernsteinfarbenem, körnigem, inkrustierendem Dickwandpigment (auch querstreifig inkrustierend); Lamellenschneide: steril, mit einem Band aus keuligen bis subzylindrischen sterilen Zellen, die Basidiolen ähneln; Sporen: ellipsoid, apikal meist mittelbreit gerundet, mäßig dicht warzig, Waren überwiegend klein und nur minimal überstehend; schwach dextrinoid (blass ockerbraun in KOH), Maße: 7,8 x 5,0 (7-8,5 x 4,6-5,6), Q=1,57 (1,46-1,73), 20 Sp. (am Hymenium) gemessen;

Nr. 27: Cortinarius obtusus (Fr.: Fr.) Fr. s.l.

Zur Bestimmung: Sektion Obtusi. Taxonomie unklar. Am ehesten mit der Kollektion 2012-6 (23.08.2012) vom Rachelsee zu vergleichen, die ebenfalls bei Sphagnum wuchs.

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Funddaten: 20.08.2016; MTB 6845-4-3-4, 1110 m; 13.278571 E, 49.103759 N; By-Regen-Lindberg-Zwieslerwaldhaus, Ruckowitz-Hänge; Mischwald (Buche, Fichte, Tanne) auf saurem Boden über Gneis; bei Fichte und Tanne im Sphagnum; gesellig (>5 Fk);
Hut: bis 2,1 cm breit, jung spitzkegelig, dann ausgebreitet und mit sehr spitzem Buckel, gut bis zur Hälfte durchscheinend gestreift, hygrophan; Stiel: bis 5,5 x 0,3 cm, basal gleichdick oder verjüngt, tief im Sphagnum verankert, auf honiggelbem Grund in den unteren 2/3 mit nicht allzu dickem weißem Velum gegürtelt bis genattert; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, von Anfang an rehbraun, Schneiden weißlich abgesetzt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: rafanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutiszellen relativ breit, hyalin oder sehr fein und blass inkrustiert; Hypoderm stark entwickelt, Zellen bis ca. 20 µm breit und mit gelbbraunem, teils auch schwach körneligem Dickwandpigment; Lamellenschneide: steril durch ein kompaktes Band aus deutlich differenzierten Cheilozystiden; diese sehr variabel, meist keulig oder keulig-blasig, aber auch zylindrisch, oft fein querstreifig inkrustiert; Maße: 19-43 x 7-15; Lamellentrama: Zellen querstreifig gelbbraun inkrustiert; Basidien: 4-sporig, ca. 25-32 x 7,5-8,5; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, in Aufsicht ovoid, unterm Apikulus +/-flach, nur Ausnahmsweise mit schwacher Depression, apikal meist mittelbreit, seltener schmal gerundet, warzig; Warzen eher schütter, klein, aber relativ hoch (Spore im Umriss grob rau); dextrinoid (in Melzer intensiv orangebraun); Maße: 8,1 x 5,0 (7,2-8,9 x 4,3-5,3), Q=1,62 (1,52-1,75), 20 Sp. gemessen;

Nr. 28: Cortinarius obtusus (Fr.: Fr.) Fr. s.l.

Zur Bestimmung: Obtusus-Gruppe. Stimmt abgesehen von den stärker dextrinoiden Sporen morphologisch sehr genau mit der Kollektion Nr. 41/2014 (28.08.2014, Zweipfennigberg) überein.

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Funddaten: 01.09.2016; MTB 8433-1-2-3, 900 m; 11.216398 E, 47.583587 N; By – Eschenlohe; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Bergarhorn) über Hauptdolomit; bei riesiger Tanne und Fichte an feuchter Böschung; verges. mit Gomphus clavatus;
Hut: bis 2,2 cm breit, abgerundet bis spitz gebuckelt, glatt, trocken, schwach glänzend, bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, rehbraun; Stiel: bis 5 x 0,4 cm, basal meist etwas spindelig erweitert und dann ausspitzend, cremebeige; Velum weiß (die gelblichen Spuren dürften vom Sporenpulver sein), dünn, unauffällig; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt bis mäßig gedrängt, honigbraun, lehmbraun; Schneiden gleichfarbig oder minimal weißlich abgesetzt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutiszellen fein querstreifig, aber blass inkrustiert; Hypoderm entwickelt, mit blass gelbem, teils auch körnigem und dann bernsteinfarbenem Dickwandpigment, an schmaleren Zellen querstreifig inkrustierend; Lamellenschneide: fertil, ohne auffallende Marginalzellen; Lamellentrama: ziemlich grob querstreifig gelbbraun inkrustiert; Basidien: ca. 31-34 x 8-9; Sporen: schmal ellipsoid bis subamygdaloid, apikal mittelbreit bis schmal gerundet, in Aufsicht ovoid, mäßig grob warzig, Warzen sehr unterschiedlich groß, fein bis ziemlich groß knubbelig, mäßig hoch, vor allem apikal bisw. auch deutlich überstehend, mit Plage, mäßig bis stark dextrinoid, nicht einheitlich reagierend, ockerbraun bis orangebraun in Melzer; Maße: 8,3 x 5,0 (7,6-9 x 4,6-5,4), Q=1,66 (1,57-1,80), 20 Sp. gemessen;

Nr. 29: Cortinarius scutulatus (Fr.) Fr.

Zur Bestimmung: Aufgrund des doch wahrnehmbaren Geruchs wohl eher nicht C. evernius, sondern C. scutulatus. C. scutulatus wird bei Moser, Gminder und Consiglio (GCI) aufgrund der intensiven Violetttöne bzw. des Geruchs von C. evernius getrennt, ist aber weder in FN noch in CFP erwähnt. Die beiden letzten Fotos zeigen vergesellschaftet gewachsene Fk, die aufgrund der lebhaft violetten Lamellenfarbe getrennt gesammelt wurden, aber eine identische Mikroskopie aufweisen und deshalb wohl ziemlich sicher zur Kollektion gehören.

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Funddaten: 18.08.2016; MTB 7046-1-3-3, 760 m; 13.335332 E, 48.95084 N; Spiegelau, Klingenbrunn-Bahnhof, Flanitz-Ebene; mooriger Fichtenwald mit eingestreuten Tannen und Birken, Bazzania-Picetum auf saurem Boden; bei Fichte im Sphagnum;
Hut: bis 3,2 cm (nicht aufgeschirmt), kegelig und auffällig gebuckelt, glatt, ungestreift, schokobraun, am Hutrand mit filzigen weißen Velumresten; Stiel: bis 11 x 1 cm, tief im Sphagnum steckend, basal schwach verjüngt, schmutzig weiß durch dichte Überfaserung; Velum weiß, dünn, an der Abrisszone mit deutlicher Verdickung; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig entfernt, jung blassbraun, später dunkler braun; Schneiden weißlich; Fleisch: siehe Schnittbild, im Stiel in der unteren Hälfte mit schwachem Blauton; Geruch: schwach rafanoid (Werner) oder leicht nach Obstler (Hias); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: deutlich zweigeteilt in eine relativ dicke Epicutis aus schmalen, hyalinen, parallel liegenden Zellen, die in der obersten Lage teilweise schwach gelifiziert sind und einem schwach bis mäßig entwickelten Hypoderm mit körneligem, an schmaleren Zellen auch querstreifig inkrustierendem gelbbraunem Dickwandpigment, Hypodermzellen kaum über 10 µm breit; Lamellenschneide: substeril, mit vielen basidiolenartigen sterilen Zellen, wenig durchsetzt mit Basidien; Lamellentrama: aus schmalen, +/- hyalinen und glatten Zellen, auch in dicker Schicht nur sehr blass bräunlich pigmentiert, ohne Inkrustationen; Basidien: reife Basidien oft kollabiert und mit goldgelbem Pigment; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, oft mit schwach ausgeprägter subapikulärer Depression, apikal mittelbreit bis schmal gerundet, normal warzig, Warzen isoliert, apikal auch gröber und ca. 0,5 µm überstehend; ohne deutliche Plageflecken, an diesen Stellen nur schwächer und schütter ornamentiert; schwach dextrinoid (gelbbraun in Melzer); Maße: 9,9 x 6,1 (9,1-10,6 x 5,5-6,5), Ausreißer bis 11,5 x 6,8, Q=1,62 (1,52-1,82), 20 Sp. gemessen;

Nr. 30: Cortinarius flexipes (Pers.: Fr.) Fr. var. flexipes

Zur Bestimmung: Unkritisch. Wie meine bisherigen Aufsammlungen mit kleineren Sporen als in CFP und FN angegeben.

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Funddaten: 01.09.2016; MTB 8433-1-2-3, 900 m; 11.216398 E, 47.583587 N; By – Eschenlohe; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Bergarhorn) über Hauptdolomit; bei recht jungen Fichten; gesellig (5 Fk); verges. mit Inocybe mixtilis und I. fibrosa;
Hut bis 1,2 cm breit, Stielspitze blau, Lamellen von Anfang an blassbraun, Velum dick, weiß in flockigen Gürteln, aber rasch abfallend; stark süßlich-blütenartiger Geruch; im Übrigen siehe Fotos; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutiszellen hyalin oder sehr fein inkrustiert; Hypoderm und Subkutis mit körnigem, teils plackigem, purpurbraunem Dickwandpigment; Sporen: breit ellipsoid, Maße: 7,2 x 5,0 (6,6-7,8 x 4,5-5,3), Q=1,46 (1,40-1,59), 20 Sp. gemessen;

Nr. 31: Cortinarius cf. comptulus Mos.

Zur Bestimmung: Ähnelt vom Habitus her Arten aus der Flexipes-Gruppe und dürfte auch von der Mikroskopie her am ehesten zu Incrustati gehören. Dort kommt mit so kleinen, breit ellipsoiden Sporen eigentlich nur C. comptulus infrage. Abweichende Merkmale: Hut durch das Velum nicht schuppig sondern nur fein überfasert und Stielfleisch auffallend hell (ist bei den Incrustati generell dunkler). Die Kollektion hat ein weiteres auffallende Merkmal, das nur bei Consiglio (GCI) erwähnt ist: eine durch zylindrische bis schlank spindelige Cheilozystiden sterile Lamellenschneide, die dadurch makroskopisch weißflockig wirkt.

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Funddaten: 18.08.2016; MTB 7046-1-3-3, 760 m; 13.335332 E, 48.95084 N; Spiegelau, Klingenbrunn-Bahnhof, Flanitz-Ebene; mooriger Fichtenwald mit eingestreuten Tannen und Birken, Bazzania-Picetum auf saurem, moorigem Boden; bei Fichte im Bazzanium-Moos, in der Nähe Sphagnum; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 1,8 cm (nicht aufgeschirmt), spitzkegelig, lehmbraun, Velum nur sehr fein faserig; Stiel: bis 7 x 0,4 cm, basal schwach verjüngt, schmutzig cremefarben; Velum weiß, mäßig dick, bildet Gürtel; Lamellen: eher gedrängt, schon jung rehbraun, mit auffallend weißflockigen Schneiden; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach aromatisch, aber kein Pelargonium (Hias und Rossi); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis dünn, Zellen hyalin oder fein braun inkrustiert; Hypoderm stark ausgeprägt, typische Kastenzellen, bis zu 25 µm breit, mit körneligem Dickwandpigment, das in tieferen Schichten an schmaleren Zellen auch querstreifig inkrustiert; Lamellenschneide: komplett steril, aus Zellbündeln, die ähnlich wie bei der Serrulatum-Gruppe bei Entoloma angeordnet sind, also aus sterilen septierten Zellbüscheln mit zylindrischen bis schlank spindeligen Endzellen; Lamellentrama: Zellen fein braun querstreifig inkrustiert; Sporen: breit ellipsoid, apikal breit gerundet, in der Regel ohne subapikuläre Depression, mäßig warzig, mit recht deutlicher Plage; Warzen meist klein, niedrig und isoliert, zum Apex hin auch viel gröber und teils etwas gratig verlängert, im Umriss schwach überstehend, nur apikal bisw. etwas weiter überstehend; sehr stark dextrinoid (intensiv rotbraun in Melzer); Maße: 6,9 x 5,0 (6,0-7,9 x 4,5-5,5), Q=1,37 (1,29-1,50); 20 Sp. gemessen;

Nr. 32: Cortinarius diasemospermus var. leptospermus Lindstr.

Zur Bestimmung: Mit FN geschlüsselt. Unkritisch.

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Funddaten: 14.10.2016; MTB 8330-3-3-1, 880 m; Koordinaten: 10.671716 E, 47.612347 N; D – By – Füssen, Hopfen am See; Hopfener Wald; Fichtenmischwald in der Flyschzone (Reiselsberger Sandstein); bei Fichte und Salweide; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 1,5 cm breit, mit weißem Velum zum Hutrand hin; Stiel: mit weißen Velumgürteln; Geruch: Pelargonium; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutiszellen teilweise gelifiziert, intakte hyalin bis fein blassbraun inkrustiert; Hypoderm stark entwickelt, mit purpurbraunem, körnigem Dickwandpigment, das an schmaleren Zellen grob querstreifig inkrustiert; außerdem mit auffallenden großen purpurbraunen Pigmentplacken; Lamellenschneide: fertil, ohne auffällige Marginalzellen; Lamellentrama: fein purpurbraun inkrustiert und mit groben Pigmentplacken; Sporen: schmal amygdaloid bis spindelig, apikal schmal bis mittelbreit gerundet, oft mit subapikulärer Depression, fein warzig, im Umriss rau; indextrinoid; Maße: 9,1 x 4,9 (8,3-9,7 x 4,6-5,5), Q=1,84 (1,67-2,02), 20 Sp. gemessen;

Nr. 33: Cortinarius hinnuleus Fr. s.l.

Zur Bestimmung: Gehört aufgrund der Morphologie und der gedrungen ellipsoiden, recht grob warzigen Sporen sehr wahrscheinlich in die Hinnuleus-Gruppe.

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Funddaten: 04.09.2016; MTB 8235-3-3-2, 800 m; 11.52262 E, 47.720053 N; Bad Tölz, Wackersberg, Lehen, Steinbachtal, am Steinbach; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) in der Flyschzone; an der Hangböschung bei Tanne, Buche und (weiter entfernt) Fichte;
Hut: bis 3,6 cm breit, unregelmäßig polsterig, trocken, am Scheitel glatt, am Rand radialfaserig, haselnussbraun, blass lehmbraun, durch feine weiße Velumfasern schwach filzig; Stiel: bis 5,5 x 0,8 cm, basal etwas spindelig erweitert, schmutzig weiß; Velum weiß, jung mit deutlicher Abrisszone, mäßig dick; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, mäßig gedrängt, ganz jung sandgelb, dann lehmbraun bis rehbraun, Schneiden weißlich; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: undefinierbar, etwas unangenehm modrig wie alter Radi, aber vielleicht auch mit leichter Schnapskomponente; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutiszellen ca. 4-9 µm breit, hyalin oder sehr fein inkrustiert; Hypoderm entwickelt, Zellen kaum über 20 µm breit, mit sehr blass gelblichem Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: sehr fein und sehr blass bräunlich inkrustiert; Basidien: 4-sporig, hyalin oder blassbraun pigmentiert, ca. 34-39 x 7-9; Sporen: breit ellipsoid, apikal breit gerundet, unterm Apikulus gerade oder mit schwacher Depression, mittelgrob bis grob warzig, Warzen dicht stehend, mittelgroß, apikal aus größer, vor allem apikal deutlich überstehend; stark dextrinoid (orangebraun bis rotbraun in Melzer); Plage deutlich ausgeprägt; Maße: 7,7 x 5,3 (7,3-8,1 x 4,9-5,8), Q=1,44 (1,31-1,54), 20 Sp. gemessen;

Nr. 34: Cortinarius cf. poppyzon Melot

Zur Bestimmung: Malachius-Gruppe. Aufgrund der kleinen Sporen kommen eigentlich nur C. suberi und C. poppyzon infrage. Die als C. suberi bestimmten Kollektionen aus dem Zillertal haben ein schwächer ausgeprägtes Velum, stärker wasserstreifige Hüte und dunkleres Fleisch.

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Funddaten: 25.09.2016; MTB 7934-4-3-2, 640 m; 11.44305 E, 48.019576 N; D – By – München, Oberdill, Forstenrieder Park; Tannenjungholz (früher eingezäunt) über Rissmoräne; bei jungen Tannen und krüppeliger Buchenverjüngung; gesellig (4-5 Fk); verges. mit Cantharellus tubaeformis, Cortinarius semisanquineus, Tricholoma pseudonictitans und Phellodon melaleucus cf.;
Hut: 4,8-5,5 cm breit, jung polsterig-halbkugelig, dann gewölbt mit breitem Buckel, jung durch das weiße Velum komplett filzig, später am Scheitel glatt, trocken; am Scheitel lehmbraun, hellbraun, am Rand durch den Velumfilz graubeige; nicht hygrophan; Stiel: bis 6 x 1,5 cm, basal schwach bis deutlich keulig erweitert, schmutzig weiß; Velum weiß, dick, teils als dicker Belag, teils auch als häutige Fetzen ausgeprägt; Lamellen: stark ausgebuchtet und breit angewachsen (auffallender Burggraben), normal bis mäßig gedrängt, jung graubraun mit schwachem Lilaton, später lehmbraun; Schneiden heller abgesetzt und glatt; Fleisch: schmutzig cremefarben, in der Stielspitze blaulila marmoriert; Geruch: schwach rafanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutiszellen hyalin oder sehr fein und sehr blass inkrustiert; Hypoderm schwach entwickelt oder zumindest in allen Präparaten stark kollabiert, ohne körnige Dickwandpigmente, höchstens ganz blass pigmentiert; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: hyalin bis sehr fein und blass inkrustiert; Basidien: teils hyalin, teils mit braunem Nekropigment; 27-37 x 7-10; Sporen: ellipsoid, apikal mittelbreit bis breit gerundet, unterm Apikulus abgeflacht oder mit schwacher Depression, kräftig warzig, Warzen ziemlich gleichmäßig mittelgrob und vor allem apikal oft deutlich überstehend; stark dextrinoid (orangebraun bis rotbraun in Melzer); Maße: 8,0 x 5,1 (7,2-9 x 4,6-5,7), Q=1,58 (1,46-1,67), 20 Sp. gemessen;

Nr. 35: Cortinarius cf. parvannulatus Kühn.

Zur Bestimmung: Unklar. Mit FN als C. parvannulatus zu schlüsseln, folgende Merkmale sind jedoch deutlich abweichend: weniger freudige Hutfarben, fehlender Geruch, etwas schlankere, schwächer ornamentierte und vor allem indextrinoide Sporen! Die Nachbarart C. croceocingulatus ist mit ockerfarbenem Velum und breiteren Sporen beschrieben. Die Kollektion stimmt sehr gut mit der Aufsammlung Nr. 2/2012 vom 02.06.2012 von der Isar überein, die ebenfalls im Schwemmbereich bei Salix wuchs. Die ebenfalls als C. parvannulatus bestimmte Kollektion Nr. 19/2011 aus Klais (18.10.2011) dürfte aufgrund der freudigern Hutfarben sowie merklich kürzeren, gedrungeneren und deutlich dextrinoiden Sporen eine andere Art sein.

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Funddaten: 15.10.2016; MTB 8430-1-3-4, 800 m; Koordinaten: 10.689201 E, 47.558118 N; Österrreich – Tirol – Füssen, Lechau; Weidengebüsch auf Sand am Lechufer; gesellig im Sand;
Hut: bis 1 cm breit, oft spitz gebuckelt, lehmbraun, am Scheitel etwas dunkler braun, jung durch weißliches Velum überfasert und dadurch heller wirkend; Stiel deutlich beringt; Velum weiß, bildet unterhalb des Rings mehrere Gürtel; Lamellen entfernt (ca. 20 erreichen den Stiel), beigebraun; Fleisch: rötlichbraun; Geruch eher unauffällig, schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis eher dünn, Zellen teils schwach gelifiziert, intakte recht variabel breit, meist fein inkrustiert; Hypoderm ausgeprägt, Zellen oft isodiametrisch, meist nicht über 15 µm breit, mit bernsteinfarbenem, oft körnigem Dickwandpigment, das an schmäleren Zellen auch grob querstreifig inkrustiert; auch bernsteinfarbene Pigmentplacken vorhanden; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: Zellen fein gelbbraun querstreifig inkrustiert, auch mit Placken; Basidien: 4-sporig, reife oft goldgelb und kollabiert; Maße: ca. 22-27 x 6-7; Sporen: schlank ellipsoid bis subamygdaloid, apikal mittelbreit bis schmal gerundet, oft mit subapikulärer Depression, Plage deutlich ausgeprägt, fein warzig; Warzen meist klein und niedrig, einzelne auch mittelgrob, auch apikal nur wenig überstehend; indextrinoid; Maße: 8,4 x 4,9 (7,6-9,3 x 4,7-5,3), Q=1,71 (1,55-1,80), 20 Sp. gemessen;

Nr. 36A: Cortinarius croceocingulatus N. Arnold & E. Ludw.

Zur Bestimmung: Mit FN geschlüsselt. Aufgrund des beigen Velums, anderer Hutfarben und völlig anderer Sporen von der als C. parvannulatus cf. bestimmten Kollektion Nr. 35 vom selben Tag und Biotop sicher zu trennen.

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Funddaten: 15.10.2016; MTB 8430-1-3-4, 800 m; Koordinaten: 10.693308 E, 47.559861 N; D – By – Füssen, Lechau; Weidengebüsch auf Sand am Lechufer; gesellig im Sand;
Hut: bis 1 cm breit, kegelig, ockerbraun, vom beigen Velum überfilzt, alt lebhaft orangebraun; Stiel: hutfarben, mit häutigem, aufsteigendem Ring (Collar); Velum beige (cremeocker), unterhalb des Rings faserig; Lamellen: mäßig entfernt, freudig ockerbraun, honigbraun; Geruch unauffällig; im Übrigen siehe Fotos; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutiszellen ziemlich stark goldgelb querstreifig inkrustiert; Hypoderm entwickelt, mit goldgelbem, teils körnigem Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: ziemlich kräftig goldgelb querstreifig inkrustiert; Basidien: reif oft etwas kollabiert, goldgelb pigmentiert und zur Basis hin etwas dickwandig; Maße: 28-40 x 8-10, im Schnitt über 35 lang; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid (basal breiter als apikal), apikal meist mittelbreit gerundet, fein warzig, im Umriss fast glatt, indextrinoid; Maße: 7,7 x 5,3 (7,1-8,6 x 4,8-5,6), Q=1,45 (1,36-1,56), 20 Sp. gemessen;

Nr. 36B: Cortinarius croceocingulatus N. Arnold & E. Ludw.

Zur Bestimmung: Vergesellschaftet und höchstwahrscheinlich konstpezifisch mit Kollektion Nr. 36A.

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Funddaten: 15.10.2016; MTB 8430-1-3-4, 800 m; Koordinaten: 10.693308 E, 47.559861 N; D – By – Füssen, Lechau; Weidengebüsch auf Sand am Lechufer; gesellig im Sand;
Unterschiede zu Kollektion Nr. 36A: Hut bis 1,5 cm breit, Hut mit weniger Velum besetzt, Hutfarben dadurch lebhafter orangebraun;; Geruch unauffällig; im Übrigen siehe Fotos; Mikromerkmale vom Exsikkat: Basidien: reif oft etwas kollabiert, goldgelb pigmentiert und zur Basis hin etwas dickwandig; Sporen: ellipsoid bis ovoid, fein bis mäßig grob warzig, indextrinoid, Maße: 8,2 x 5,2 (7,6-8,7 x 4,9-5,5), Q=1,57 (1,46-1,73), 20 Sp. gemessen;

Nr. 37: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Am ehesten in der Sektion Hydrocybe zu verorten und vielleicht mit C. atrocoeruleus zu vergleichen. Wichtigste Merkmale: schmächtige Fk, schwarzbraune Hutfarben und relativ schmal elliptische bis subamygdaloide Sporen.

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Funddaten: 19.08.2016; MTB 6945-2-1-1, 930 m, 13.266813 E, 49.09306 N; By-Regen-Zwieslerwaldhaus; Mischwald (Buche, Fichte, Tanne, Lärche) auf saurem Boden; bei Fichten und jungen Buchen an einem kleinen Bach; gesellig; verges. mit I. calamistrata;
Hut: 1,2-1,7 cm breit, konvex mit warzenförmigem Buckel, glatt, schokobraun, ungerieft; Stiel: bis 2,5 x 0,2 cm, auf bräunlichem Grund dicht weiß überfasert; Velum dünn, weiß, faserig; Lamellen: mäßig gedrängt, schon jung recht dunkel braun mit weißlichen Schneiden; Geruch: schwach nach altem Radi; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis dünn, Zellen meist intakt, seltener schwach gelifiziert, deutlich querstreifig braun inkrustiert; Hypoderm stark entwickelt, Zellen bis über 30 µm breit, mit körnig-plackigem braunem Dickwandpigment, das auch querstreifig inkrustiert; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: Zellen fast hyalin, sehr fein inkrustiert, kaum querstreifig; Sporen: schmal ellipsoid bis subamygdaloid, apikal mittelbreit bis schmal gerundet, mäßig grob warzig, Warzen fein, zum Apex hin mittelgrob, Sporen im Umriss rau; stark dextrinoid (in Melzer orangebraun); Maße: 8,3 x 4,7 (7,5-8,8 x 4,2-5,3), Q=1,72 (1,60-1,87), 20 Sp. gemessen;

Nr. 38: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Bleibt unklar. Erinnert makroskopisch an C. decipiens, diese Art hat jedoch deutlich ellipsoide, apikal breiter gerundete und etwas stärker ornamentierte Sporen. Die Notiz über Geruch nach Zitronenmelisse (wenn auch nur mit viel Fantasie) könnte ein Hinweise auf C. diasemospermus sein, möglicherweise eine Sammelart, die sehr variabel erscheint. Die subamygdaloiden, indextrinoiden Sporen würden eher zu dieser Art passen.

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Funddaten: 23.10.2016; MTB 8034-4-1-2, 570 m; Koordinaten: 11.436891 E, 47.941752 N; D – By – Icking, Isaruferweg südlich des Ickinger Wehrs; Auwald (Grauerle, Ahorn, Fichte, Esche, Weide, Weißdorn) auf jüngeren Ablagerungen (Feinsand; Holozän); bei Erle und Weide; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 2 cm breit, gewölbt, mit auffallendem, warzenförmigem, fast spitzem Buckel, schokobraun bis kastanienbraun, etwa bis zur Hälfte durchscheinend gestreift; jung komplett mit grauweißem filzigem Velum überzogen; Stiel: bis 5 x 0,25 cm, basal meist etwas spindelig-keulig erweitert, auf braunem Grund weiß überfasert, an der Spitze jung mit violettlichem Ton; Velum weiß, mäßig dick, bildet Gürtel; Lamellen: breit angewachsen, bisw. schwach ausgebuchtet oder mit Zahn angewachsen, entfernt, jung olivbraun, später ockerbraun mit schwachem Olivton; Fleisch: in der Stielbasis und -spitze mit violettrötlichem Ton; Geruch: schwach aromatisch, kein Pelargonium, mit viel Fantasie eine Spur Zitronenmelisse; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis in der Nähe der Hutmitte ziemlich chaotisch, kaum schmale parallel liegende Hyphen, Zellen oft dickwandig und breit, meist sehr grob dunkelbraun querstreifig inkrustiert; Hypoderm stark entwickelt, Zellen kastenförmig, bis 35 µm breit, mit stark körnelig wirkendem dunkelbraunem Dickwandpigment, an fast allen Zellen querstreifig inkrustierend; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: relativ kräftig querstreifig braun inkrustiert; Basidien: 4-sporig, ca. 23-32 x 7-8; Sporen: schlank ellipsoid bis subamygdaloid, apikal mittelbreit bis schmal gerundet, selten mit subapikulärer Depression, überwiegend feinwarzig; Warzen fein und niedrig, nur apikal etwas gröber und etwas stärker überstehend; indextrinoid; Maße: 8,5 x 5,1 (7,6-9,2 x 4,8-5,5), Q=1,65 (1,41-1,88), 20 Sp. gemessen;

Nr. 39: Cortinarius cf. praestigiosus (Fr.) M.M. Moser

Zur Bestimmung: Mit FN geschlüsselt. Aufgrund des rötenden Velums landet man in der Sektion Hydrocybe bei dieser Art. Stimmt makroskopisch recht gut mit der Abbildung in CFP (E04) überein. Abweichend sind die sehr kleinen, apikal doch kräftig ornamentierten Sporen sowie die fehlenden Marginalzellen. Die Kollektion 19/2014 aus Mittenwald hat zwar nur einen Hauch von Orange am eigentlich gelben Velum, jedoch besser passende Sporenmaße.

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Funddaten: 29.10.2016; MTB 8135-4-1-2, 805m; 11.607617 E, 47.83662 N; D – By – Dietramszell, Zeller Wald; Mischwald (Tanne, Buche, Fichte,) über Würmmoräne; unter großen Buchen und ca. 4 m hoher Tannenverjüngung in der Laubstreu; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 3,2 cm breit, kegelig, oft mit steil herabgebogenem Rand, meist markant gebuckelt und bisw. mit Papillchen, trocken und glatt, aber ziemlich lang mit grauweißem Velum überfasert und dadurch filzig, kastanienbraun; Stiel: bis 7 x 0,6 cm, basal gleichdick oder verjüngt, undefinierbar gefärbt, an der Spitze seidig glänzend, jung vielleicht mit minimalem Lilastich; Velum weiß, aber offenbar rötend, faserig, bildet einen lückigen Belag, Stiel dadurch scheckig wirkend; Lamellen: abrupt aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, jung graubeige (schwacher Lilaton bei jungen Fk nicht ausgeschlossen), später lehmbraun; Schneiden auffallend weiß abgesetzt und bisw. fein gekerbt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach nach Kohlrabi; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis dünn, Zellen teils schwach gelifiziert, intakte Zellen hyalin, blass diffus oder feinst inkrustierend pigmentiert; Hypoderm stark ausgeprägt, Zellen kastenförmig und bis ca. 25 µm breit, mit blass bräunlichgelbem Dickwandpigment, ohne auffallende Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, keine auffälligen Marginalzellen festgestellt; Lamellentrama: fast hyalin, ohne auffallenden Inkrustationen; Basidien: kaum kollabierte im Präparat und diese nur sehr blass bräunlich; intakte ca. 25-31 x 6-8; Sporen: breit ellipsoid, apikal breit gerundet, ohne Depression, mäßig grob warzig, Warzen meist fein und niedrig, nur am Apex oft ziemlich grob und dann auch deutlich überstehend; stark dextrinoid (rotbraun in Melzer); Maße: 7,1 x 5,2 (6,5-8,1 x 4,9-5,6), Q=1,37 (1,27-1,45), 20 Sp. gemessen;

Nr. 40: Cortinarius duracinus Fr. s. lato

Zur Bestimmung: Kleinsporige Kollektion. Stimmt am besten mit den Bergwaldkollektionen vom Hohenwiesener Berg überein (28.08.2014). Die großsporigen Kollektionen unterscheiden sich außerdem durch eine stärkere subapikuläre Depression der Sporen sowie durch gedrungenere, breitere Basidien.

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Funddaten: 29.10.2016; MTB 8135-4-1-2, 790 m; 11.603073 E, 47.837762 N; D – By – Dietramszell, Zeller Wald; Mischwald (Tanne, Buche, Fichte,) über Würmmoräne; in relativ lichtem Waldstück unter großer Tanne und (weiter entfernt) Buche; büschelig;
Hut: bis 4,2 cm breit, kegelig, fast spitz bis abgerundet gebuckelt, trocken und glatt, rehbraun, stark hygrophan, beim Ausblassen anfangs mit konzentrischer Zonung (um den Buckel herum), dann streifig verblassend, zuletzt beige; jung mit feiner Cortina; Stiel: bis 9 x 0,9, schlank, basal gleichdick, verbogen, verwachsen und wurzelnd, schmutzig cremeweiß; Velum weiß, unauffällig und dünn; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, normal gedrängt, jung braunbeige, später lehmbraun; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach rafanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutiszellen schmal, hyalin oder fein blassbraun inkrustiert, bisw. auch schwach gelifiziert und mit diffusem blass olivbraunem Pigment; Hypoderm schwach entwickelt, Zellen nicht sehr breit und länglich, mit sehr blassem Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: sehr blass pigmentiert, ohne auffällige Inkrustationen; Basidien: reife oft mit braunem Nekropigment und kollabiert, intakte Basidien schlank, ca. 29-36 x 7-8; Sporen: ellipsoid, apikal breit bis mittelbreit gerundet, unterm Apikulus gerade oder mit schwach ausgeprägter Depression, Plage stark ausgeprägt, mittelgrob stachelwarzig, Warzen fein bis mittelgrob und deutlich überstehend, vor allem apikal (bis 0,5 µm), Spore im Umriss grob rau; stark dextrinoid (rotbraun in Melzer); Maße: 7,6 x 4,8 (6,8-8,3 x 4,5-5,2), Q=1,60 (1,45-1,84), 20 Sp. gemessen; Ausreißer bis 8,9 µm lang;

Nr. 41: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Vgl. Kollektion 21/2012, Kollektion 37/2013 sowie Kollektion Nr. 48/2012, möglicherweise ist die Kollektion eine schmächtige Form dieser Art. Ansonsten: keine Ahnung, wo ich den einordnen soll.

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Funddaten: 29.10.2016; MTB 8135-4-1-2, 790 m; 11.603073 E, 47.837762 N; D – By – Dietramszell, Zeller Wald; Mischwald (Tanne, Buche, Fichte,) über Würmmoräne; oberhalb der Wegböschung in der Dickung unter großer Buche und (weiter entfernt) Tanne in der Laubstreu; gesellig bis kleinbüschlig (>10 Fk);
Hut: bis 3,7 cm breit, flach kegelig bis gewölbt, meist mit abgerundetem Buckel, trocken und glatt, schwach glänzend, kastanienbraun, jung ungestreift, später nur am Rand kurz durchscheinend gestreift; schwach hygrophan, auch nach längerer Zeit (2 h) nur etwas heller braun verblassend; Stiel: bis 6 x 0,4 cm, basal auffallend keulig aufgeblasen und bis 1 cm dick, lehmbraun, apikal schwach weißlich überfasert; Velum weiß, markant, bildet einen meist durchgehenden Überzug, aber auch schwache Gürtelzonen; Lamellen: schwach aufsteigend und breit angewachsen, oft etwas ausgebuchtet und angedeutet mit Zahn herablaufend, mäßig gedrängt, jung lehmbraun, später ziemlich dunkel kastanienbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, eher unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis dünn, Zellen hyalin oder fein bräunlich inkrustiert, bisw. schwach dickwandig; Hypoderm schwach entwickelt, Zellen nicht besonders breit und mit sehr unauffälligem, blassem Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: fein braun inkrustiert; Basidien: reif oft kollabiert und mit braunem Pigment, intakte 4-sporig, ca. 26-31 x 7-8; Sporen: schlank ellipsoid, in Aufsicht ovoid, apikal mittelbreit gerundet, basal oft etwas zugespitzt und mit leichter subapikulärer Depression, mittelgrob bis grob stachelwarzig, Warzen fein bis mittelgrob, apikal auch grob, deutlich überstehend, vor allem apikal sehr ausgeprägt; extrem stark dextrinoid (tief dunkelrotbraun in Melzer); Maße: 8,1 x 5,0 (7,3-9 x 4,8-5,3), Q=1,65 (1,49-1,84), 20 Sp. gemessen;

Nr. 42: Cortinarius sommerfeltii Høil.

Zur Bestimmung: Augenfälligste Unterschiede zu C. cinnamomeus sind der düster braune, konzentrisch gezonte Hut und das bräunliche (nicht gelbe) Stielfleisch. Im Unterschied zu meinen Cinnamomeus-Kollektionen hat diese Aufsammlung auch deutlich breitere Sporen. Die letzten drei Fotos zeigen eine 2. Kollektion aus demselben Waldgebiet vom selben Tag.

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Funddaten: 13.08.2016; MTB 8234-4-4-2, 1090 m; 11.482159 E, 47.712748 N; Bad Tölz, Wackersberg, Zwieselberg; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) in der Flyschzone; im Fichtenjungholz; gesellig (>5 Fk);
Hut: bis 5 cm breit, jung halbkugelig, dann flach gebuckelt, glatt, am Hutrand durch Velumreste fein filzig, am Scheitel düster schokoladenbraun, zum Rand hin heller, olivbraun bis kupferbraun, deutlich konzentrisch gezont; Velum am Hutrand orangegelb bis gelb; Cortina gelblich; Stiel: bis 5,5 x 0,7 cm, basal verjüngt, hohl, an der Spitze gelblich, stielabwärts schmutzig orangeocker, basal orangebraun; Velum orangegelb, dünn; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt, jung orangefarben, reif rostbraun, Schneiden gelb abgesetzt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach rafanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Zellen der Epikutis ca. 3-8 µm breit, ziemlich grob querstreifig braun inkrustiert; Hypoderm ausgeprägt, Zellen ca. 10-20 µm breit, mit blass gelbbraunem, nicht körnigem Dickwandpigment; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, apikal meist mittelbreit gerundet, unterm Apikulus gerade bis schwach gewölbt, dicht warzig, Warzen mäßig grob und etwas überstehend; schwach dextrinoid (ockerbraun in Melzer); Maße: 7,0 x 4,7 (6,3-7,6 x 4,1-5,3), Q=1,50 (1,31-1,71), 20 Sp. gemessen;

Nr. 43: Cortinarius orellanus Fr.

Zur Bestimmung: Makroskopisch klar.

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Funddaten: 16.07.2016; MTB 7446-4-1-3, 390 m; D – By – Passau, Neuburg, Neuburger Wald, am Soldatenbrunnbächlein, an der trockenen, südexponierten Hangböschung; Mischwald (Buche, Eiche, Tanne, Fichte) über Gneis; bei großen Eichen, jungen Buchen und krüppeligen Fichten; gesellig (3 Fk);
Hut: 3,5-5 cm breit, Oberfläche samtig rau, orangebraun bis kupferbraun; Stiel: bis 5 x 0,8 cm, beim großen Fk oben fast 2 cm breit, blassgelb bis goldgelb, metallisch glänzend; Lamellen: schwach aufsteigend bis gerade angewachsen, mäßig entfernt, lebhaft orangebraun, rostbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach rafanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: subamygdaloid, sehr gedrungen, apikal deutlich verschmälert, in Aufsicht ovoid, dicht und mittelgrob warzig, Warzen nur wenig überstehend, Maße: 8,8 x 6,1 (8,2-9,4 x 5,8-6,8), Q=1,44 (1,35-1,54), 20 Sp. gemessen;