Cortinarius 2012
Nr. 1: Cortinarius cf. albonigrellus
Zur Bestimmung: unklar; aufgrund der häutigen Ringzone und der feinwarzigen Sporen gelangt man mit FN in der Sektion Hydrocybe zur alpinen Art C. albonigrellus Favre; C. decipiens und var. atrocoeruleus sollte stärker warzige Sporen besitzen und keine so auffällige Ringzone; die zweite, als C. parvannulatus bestimmte Kollektion vom selben Tag (Nr. 2) ist mikroskopisch ähnlich, die dunklen, ungebuckelten Hüte sprechen aber doch stark gegen diese Art;
Funddaten: 02.06.2012; MTB 8434-3-2-1, 810 m; D - By - Vorderriss, sandig-schottriger Schwemmbereich der Isar mit Weiden- und Erlenbewuchs; im Weidengebüsch auf Sandboden; gesellig (>5 Fk);
Hut: 1,2-2,2 cm breit, gewölbt bis ausgebreitet, kaum gebuckelt, trocken, glatt, im Alter bisw. schuppig aufbrechend, am Scheitel schwarzbraun, sonst dunkelbraun, dattelbraun, schwach hygrophan, nur etwas heller werdend beim Abtrocknen; Stiel: bis 3,5 x 0,25, zylindrisch, basal keulig verdickt (bisw. gekniet), dunkelbraun, silbrig überfasert, mit ziemlich auffälliger, häutiger Ringzone (wie bei G. marginata), Velum von Sand überdeckt, aber deutlich weiß; Lamellen: ausgebuchtet und mit Zahn angewachsen, mäßig gedrängt, bauchig, jung (keine sehr jungen Fk vorhanden) dunkel gelbbraun bis rostbraun, später sehr dunkel rostbraun; Schneiden höchstens etwas heller abgesetzt; Fleisch: in Hut und Stiel dunkel rotbraun; Geruch: schwach, unbedeutend; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielhyphen: ohne auffallendes inkrustierendes Pigment; LS: fertil; Lamellentrama: mit Placken und quergestreift braun inkrustiert; Basidien: 4-sporig, 2-sporige eingestreut; ohne Nekropigment, sehr blass; Sporen: ellispoid bis subamygdaloid, oft mit subapikulärer Depression, Apex mittelbreit bis fast schmal gerundet,sehr fein warzig bis fast glatt (vor allem im Umriss), indextrinoid; Maße: 8,0 x 4,7 (7-9[9,5]) x 4,5-5, Q=1,70 (1,50-2,00), 20 Sp. gemessen;
Nr. 2: Cortinarius cf. parvannulatus Kühn.
Zur Bestimmung: Mikroskopisch zwar sehr ähnlich wie die als C. albonigrellus cf. (Nr. 1) bestimmte Aufsammlung vom selben Tag und Habitat, aber makroskopisch doch völlig anders und nicht schlecht zu C. parvannulatus passend; jedoch abweichend von der Literatur bzw. der Aufsammlung vom 2011 (Nr. 19): Sporen indextrinoid und ziemlich schmal, fast mandelförmig;
Funddaten: 02.06.2012; MTB 8434-3-2-1, 810 m; D - By - Vorderriss, sandig-schottriger Schwemmbereich der Isar mit Weiden- und Erlenbewuchs; im Weidengebüsch bei Salix, Picea und Alnus, gesellig (>5 Fk);
Hut: 1,0-2,0 cm breit, jung flach kegelig, später flach gewölbt und meist mit spitzem Buckel (ein Fk ungebuckelt), rötlichbraun bis dattelbraun, jung ungerieft und mit grauweißem Velum feinst überfasert, später am Rand bisw. durchscheinend gestreift, hygrophan, ockerbraun bis ocker ausblassend; Stiel: bis 3 x 0,25 cm, zylindrisch, basal spindelig-keulig verbreitert, Grundfarbe satt braun, nach dem oberen Drittel mit sehr auffälliger häutiger Ringzone, darunter vom Velum dicht weißlich überfasert bis genattert; Lamellen: aufsteigend bis ausgebuchtet angewachsen, mäßig gedrängt, jung freudig rostgelb, später dunkler rostbraun, Schneiden weißflockig; Fleisch: etwa hutfarben durchgefärbt; Geruch: schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielhyphen: ohne inkrustierendes Pigment; LS: fertil; Lamellentrama schwach quergestreift inkrustiert; Basidien: 4-sporig, sehr blass, selten mit braunem Pigment; Sporen: subamygdaloid bis amygdaloid, oft mit subapikulärer Depression, Apex meist schmal gerundet, selten mittelbreit; fein warzig, im Umriss rau bis fast glatt; indextrinoid; Maße: 8,5 x 4,7 (7,5-9,5 x 4,5-5,2), Q=1,80 (1,67-2,00), 20 Sp. gemessen;
Nr. 3: Cortinarius blattoi Mazza
Zur Bestimmung: Die Sequenzanalyse hat eine Übereinstimmung mit dieser 1992 beschriebenen Art ergeben; für claricolor sind die Sporen zu breit;
Funddaten: 08.09.2012; MTB 8533-1-2-2, 920 m; D - By - Klais, Geißschädel, Buckelwiesen-Gebiet (teils auf Fernmoräne, teils auf kalkhaltigen Raibler Schichten), am Nordhang im NSG, im Fichtenjungwald; gesellig;
Hut: 4 cm breit, flach gewölbt, Rand eingerollt, glatt, trocken (auch befeuchtet nur minimal klebrig), semmelfarben bis ockerbraun; Stiel: 6 x 2,2, deutlich keulig, basal dann wieder verschmälert, weiß, mit deutlich gestiefeltem, weißem Velum; Lamellen: kurz abgerundet angewachsen, gedrängt, graubraun (nach Augenschein bei jungen Exemplaren cremegrau ohne Blautöne) bis kartonfarben; Fleisch: weiß; Geruch: schwach aromatisch gebäckartig; KOH (30%): am Hut satt braun, am Hutfleisch schmutzig ocker bis ockerbraun; am Stielfleisch sehr blass zitronengelb bis grüngelblich; am Stielvelum negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis eine eher dünne Ixocutis aus hyalinen Zellen; darunter (nach meiner Interpretation) ein mäßig ausgeprägtes Hypoderm, aus kurz septierten, dickwandigen, ca. 10-15 µm breiten Zellen mit inkrustierendem gelbbraunem Dickwandpigment; Sporen: amygdaloid, Apex schmal gerundet, bisw. schwach ausgezogen (selten), fein bis feinst warzig, im Umriss glatt; Maße: 9,2 x 5,1 (8,5-10 x 4,5-5,5); Q=1,82 (1,69-1,92), 20 Sp. gemessen;
Nr. 4: Cortinarius cf. clarobrunneus (H. Lindstr. & Melot) Niskanen et. al.
Zur Bestimmung: mit FN bestimmt; aufgrund des fehlenden Velumgürtels und der eher kleinen schmalen Sporen so bestimmt; C. caesiobrunneus wäre viel schmächtiger; C. brunneus müsste doch erheblich breitere Sporen haben und eben einen Velumgürtel aufweisen;
Funddaten: 09.08.2012; MTB 8533-1-2-2, 920 m; D - By - Klais, Geißschädel, Buckelwiesen-Gebiet (teils auf Fernmoräne, teils auf kalkhaltigen Raibler Schichten), am Nordhang im NSG, im Fichtenwald; gesellig (5 Fk);
Hut: 3,5-5 cm breit, dunkelbraun bis rotbraun, glatt, marmoriert, schwach hygrophan (heller braun ausblassend), jung mit hellgrauem Velum überzogen, alt gern aufschuppend; Stiel: bis 8 x 1,6 cm, basal ausspitzend, oben schmutzig creme, unten dunkler, komplett dunkelbraun streifig; Velum sehr dünn, kaum definierbar; Lamellen: ausgerandet angewachsen, entfernt, schon jung dunkel schokobraun; Fleisch: im Hut schmutzig graubraun, im Stiel dunkler schmutzigbraun und dunkelbraun mamoriert; Geruch: nach muffigem Kohlrabi; Exsikkat: komplett rußbraun bis schwarz verfärbt Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutiszellen ca. 2,5-7 breit, teils hyalin, teils fein inkrustiert, teils flächig graubraun pigmentiert; Hypoderm ausgeprägt, aber recht ähnlich wie die Trama; Lamellentrama: Zellen nicht oder sehr fein quergestreift braun in krustiert, ohne "dark spots" (FN); Sporen: breit ellipsoid bis subglobos, Apex breit bis mittelbreit gerundet, fein bis mäßig warzig, im Umriss rau, mäßig bis stark dextrinoid; Maße: 7,9 x 5,7 (6,5-9 x 5-6), Q=1,39 (1,18-1,45), 20 Sp. gemessen;
Nr. 5: Cortinarius tortuosus (Fr.: Fr.) Fr.
Zur Bestimmung: Passt makrokopisch gut zum Foto in CFP (A06). Die Sporen sind wohl gerade noch in der Toleranz.
Funddaten: 21.08.2012; MTB 6845-3-4-4, 700 m; D - By - Zwiesel, Zwiesler Waldhaus, Erlebnispfad; im Mischwald (Fichte, Tanne, junge Buchen), bei Fichte, Tanne und jungen Buchen, auf sehr nassem Boden mit etwas Sphagnum; gesellig (>5 Fk);
Hut: 5-6 cm breit, polsterig und etwas irregulär, glatt, matt, jung mit dünnem grauweißem Velumbelag, der später etwas feinfelderig aufreißend kann, sonst glatt, dunkel rotbraun, kastanienbraun; jung mit Cortina; Stiel: bis 6 x 1 cm, basal schwach bis deutlich verjüngt, schmutzig creme, silbrig überfasert; Velum weiß, ziemlich dick, jung etwas gürtelig; Lamellen: aufsteigend und abgerundet angewachsen, entfernt, schon sehr jung dunkelbraun, reif dunkel rostbraun; Schneiden jung weißlich; Fleisch: im Hutkern cremebeige, sonst wässrig braun, in der Stielrinde schmutzig creme, im Stielkern wässrig braun, ganz jung vielleicht mit minimalem Violettstich in der Spitze; Geruch: insgesamt schwach, vielleicht mit minimaler Schnaps- oder Kohlrabikomponente; Mikromerkmale vom Exsikkat: LS: fertil, keine Cheilos; LTr: blass bräunlich, ohne auffallende Inkrustationen; Basidien: 4-sporig bis 38/40 lang, teils braun pigmentiert; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, Apex breit bis mittelbreit gerundet, mäßig bis normal warzig, im Umriss grob rau, am Apex auch deutlich überstehend; schwach bis mäßig dextrinoid; Maße: 8,3 x 5,5 (7,5-9 x 5,2-6), Q=1,52 (1,36-1,63), 20 Sp. gemessen;
Nr. 6: Cortinarius obtusus s.l.
Zur Bestimmung: unklar; gehört sicher zu den Obtusi; in FN sind hier nur obtusus s.l. und albovariegatus ausgeschlüsselt; in der Interpretation von Soop könnte es durchaus C. albovariegatus sein; in der Originalbeschreibung dieser Art sind jedoch globos-ellipsoide Sporen angegeben, was definitiv nicht zutrifft; bei Moser gelangt man eher zu junghuhnii (evtl. synonym? Soop); die Artengruppe ist offensichtlich noch völlig ungeklärt; passt mikroskopisch sehr gut zu meinem C. "junghuhnii" aus Tegernsee; für obtusus selbst gibt Soop kaum differenzierte Marginalzellen an
Funddaten: 23.08.2012; MTB 7046-1-4-2, 1050 m; D - By - Rachelsee; im Moor rechterhand des Wanderwegs zum Rachelsee, teils direkt im Sphagnum, bei jungen Fichten (5 Fk);
Hut: ca. 2,2-2,5 cm breit, jung stumpf kegelig, alt flach gewölbt mit rundlichem, stark vorgezogenem Buckel, glatt, trocken, schwach glänzend, jung ungestreift, später bis zur Mitte durchscheinend gestreift, dunkel honigbraun; Stiel: bis 4 x 0,4 cm, basal schwach verjüngt, Grundfarbe beige; Velum weiß, gut entwickelt, eher streifig als natterig, mäßig dick; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, mäßig gedrängt bis mäßig entfernt, schon jung hutfarben oder etwas heller honigbraun; Schneiden heller abgesetzt, aber nicht flockig; Fleisch: wässrig honigbraun, im Stiel heller gelbbraun; Geruch: schwach rafanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: LS: steril; Cheilozystiden bisw. unterteilt, Endzellen sehr variabel, zylindrisch, keulig, auch apikal verjüngt, blasig, ca. 15-50 lang, ca. 6-13 breit; Basidien: 4-sporig; Sporen: schmal ellipsoid bis subzylindrisch, in Aufsicht schlank ovoid, am Apex stets schmäler als an der Basis, Seiten oft recht gerade; fein bis mäßig warzig, im Umriss rau, aber auch apikal kaum vorstehend warzig, hell ockergelb in KOH, deutlich dextrinoid, Maße: 7,8 x 4,6 (7-9 x 4,5-5), Q=1,69 (1,56-1,89), 20 Sp. gemessen;
Nr. 7: Cortinarius cf. russus Fr.
Zur Bestimmung: mit FN geschüsselt; sicher identisch mit der Kollektion vom 31.07.2011 (Nr. 1, 2011); siehe auch Bemerkungen dort.
Funddaten: 29.08.2012; MTB 8533-1-2-1, 950 m; D - By - Gerold, NSG Süd, Fichtenmischwälder auf würmeiszeitlicher Fernmoräne; linkerhand des Wanderwegs am Waldrand (ganz am Anfang des NSG), bei Fichten und Birke, in der Wiese; gesellig (>8 Fk);
Hut: bis 12 cm breit, polsterig gewölbt, Oberfläche von Anfang an trocken, lederig-samtig, meist schon jung am Scheitel felderig-schuppig aufreißend, später bis grob schuppig, jung lederbraun, dunkler wasserfleckig, später mindestens am Scheitel oder komplett intensiv rotbraun; Stiel: bis 6,5 x 2,5, sehr stämmig, basal knollig (Knolle bis gut 3 cm breit) und nicht selten zumindest einseitig schwach gerandet, schmutzig creme, längsfaserig, seidig glänzend; Lamellen: stark ausgebuchtet angewachsen (Burggraben), sehr gedrängt, auch jung ohne Blautöne, beige bis hell kartonbraun (Fk reif); Schneiden glatt, aber nicht selten auch schartig; Fleisch: cremeweiß, unter der HDS wässrig braun oder graubeige, bisweilen bis in den Stiel hinein so; Geruch: schwach, unauffällig; Geschmack: mild, unauffällig; KOH (30%): auf Hut und Stielfleisch langsam, dann aber intensiv gelb, teils innen verblassend und mit Umrandung, am Hut rotbraun; Guajak am Stielfleisch langsam schmutzig blaugrün; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Trockene, etwas zerrüttete Cutis; Zellen oft abgerissen, ca. 5-10 breit, generell dickwandig, mit Dickwandpigment und bisw. quergestreift inkrustiert; Pigment gelbbraun bis orangebraun; Schnallen um 6 µm lang, Hypoderm kaum ausgeprägt, keine Zellen über 10 µ Dicke gesehen; Sporen: amygdaloid; Apex schmal gerundet, bisw. etwas eingeschnürt; fein bis mäßig warzig, im Umriss grob rau; Maße: 9,9 x 5,3 (8,5-10,5 x 5-5,5), Q=1,87 (1,64-2,10), 10 Sp. gemessen;
Nr. 8: Cortinarius privignatus Soop
Zur Bestimmung: Im FN-Schlüssel lande ich bei dieser Art, die Soop erst 2010 beschrieb;
Funddaten: 01.09.2012; Österreich, Tirol, Zillertal, Uderns, Kupfnerberg-Seebachkopf, ca. 950 m, Nadelmischwald (Fichte, Tanne), in der Nadelstreu bei großer Zitterpappel, Fichte und Tanne; gesellig (>10 Fk);
Hut: ca. 3,5 - 4,5 cm, jung fast halbkugelig, dann gewölbt, zuletzt flach ausgebreitet, glatt, trocken, kastanienbraun, am Hutrand glimmerig überreift (Velum), hygrophan; Stiel: bis 5,5 x 0,7 cm, zylindrisch, basal gleichdick oder schwach verdickt, schmutzig beige, vor allem im oberen Drittel seidig glänzend, etwas streifig; Velum schwach ausgeprägt, cremefarben, sehr dünn und unauffällig; Lamellen: schwach aufsteigend bis fast gerade angewachsen, entfernt, kartonbraun, alt rostbraun, Schneiden heller abgesetzt; Fleisch: im Hut wässrig braun oder schmutzig creme, im Stiel bräunlich, vor allem in der unteren Hälfte dunkelbraun; Geruch: schwach rafanoid; KOH (30%): am Stielfleisch oben olivbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: dünne Cutis, Zellen hyalin oder schwach quergestreift pigmentier, aber stets sehr blass gefärbt; Hypoderm gut ausgeprägt, Zellbreite ca. bis 15 µm, Zellen dickwandig, aber praktisch hyalin, Dickwandpigment sehr blass und nicht inkrustierend; Lamellentrama: Zellen sehr schmal und völlig hyalin; Lamellenschneide: auch im Exsikkat weißlich, fast steril, nur vereinzelt mit reife Basidien durchsetzt, sonst mit sterilen, meist keuligen, aber auch spindeligen, apikal verjüngten Zellen; Basidien: 4-sporig, z.B. 31x8,5, 35x9; ohne braunes Pigment; Sporen: breit ellipsoid, unterm Apikulus abgeflacht, Apex meist breit gerundet; kräftig warzig, im Umriss grob rau bis deutlich überstehend (vor allem apikal), inhomogen dextrinoid, die meisten Sporen reagieren sehr stark (rot), der Rest schwächer; Maße: 8,0 x 5,6 (7-9 x 5-6), Q=1,43 (1,33-1,60), 20 Sp. gemessen;
Nr. 9: Cortinarius armeniacus (Schaeff.: Fr.) Fr.
Zur Bestimmung: Passt genau zu den Beschreibungen in FN und CFP;
Funddaten: 01.09.2012; Österreich, Tirol, Zillertal, Uderns, Kupfnerberg-Seebachkopf, ca. 950 m, Nadelmischwald (Fichte, Tanne), in der Nadelstreu bei Fichte und Tanne; gesellig (>5 Fk);
Hut: 4 - 6 cm, glatt, trocken, rotbraun, hygrophan; Stiel: bis 8 x 1 cm, basal keulig (Keule bis 3,5 cm breit, schmutzig weiß, blass braun streifig, Velum weiß, mäßig ausgeprägt; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, mäßig entfernt, jung ockerbraun bis honigbraun, dann dunkel honigbraun bis rostbraun; Fleisch: im Hut wässrig rotbraun, im Stiel schmutzig creme, wässrig marmoriert, jung an der Stielspitze mit schwachem Lilaton; Geruch: unauffällig, höchstens schwach rafanoid; KOH (30%): am Hut schokobraun, sonst unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: fertil, mit basidiolenartigen Zellen dazwischen; Sporen: ellipsoid, subapikulär abgeflacht oder mit schwacher Depression, Apex mittelbreit gerundet, normal warzig, im Umriss rau, nicht auffallend dickwandig, stark dextrinoid; Maße: 8,5 x 5,5 (7,5-9 x 5-6), Q=1,56 (1,45-1,70);
Nr. 10: Cortinarius armeniacus (Schaeff.: Fr.) Fr.
Zur Bestimmung: Mit FN geschlüsselt; C. poecilopus kommt als naher Verwandter auch infrage, ist aber in FN nicht ausgeschlüsselt.
Funddaten: 02.09.2012; Österreich, Tirol, Zillertal, Fügen, ca. 1300 m, Fügener Wald (saurer, feuchter Fichten-Tannenwald), in der Streu bei Fichte und Tanne; gesellig (3 Fk)
Hut: 3,5-4,2 cm breit, abgerundet kegelig bis flach gewölbt, trocken, glatt, durch die starke Hygrophaneität dreifach gezont, rotbraun, kastanienbraun; Stiel: bis 6,5 x 1,2, jung auch deutlich dicker, weil keulig, jung weißlich, alt schmutzig braun, Velum weiß, Stiel an der Abrisszone etwas gestiefelt; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, jung stumpf kartonbraun, alt rostbraun; Fleisch: cremeweiß, oft wässrig, in der Stielspitze mit Lilaton und etwas marmoriert; Geruch: schwach, höchstens minimal rafanoid; Geschmack: nach Kohlrabi; KOH (30%): am Hut schokobraun, sonst negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: breit ellipsoid, subapikulär verflacht, Apex breit bis mittelbreit gerundet, mäßig warzig, Warzen klein bis mittelgroß; im Umriss rau, extrem stark dextrinoid, nicht auffallend dickwandig, Maße: 8,1 x 5,5 (7,5-9 x 5-6), Q=1,47 (1,33-1,64);
Nr. 11: Cortinarius purpurascens Fr.
Zur Bestimmung: nach FN bleibt nur C. purpurascens; wie bei der Kirchseekollektion vom 01.09.2010 (Nr. 7, 2010) sind die Sporen eine ganze Ecke kleiner als in der Literatur für C. purpurascens angegeben;
Funddaten: 01.09.2012; Österreich, Tirol, Zillertal, Uderns, Kupfnerberg-Seebachkopf, ca. 950 m, Nadelmischwald (Fichte, Tanne), am grasigen Waldrand bei Fichte und Tanne; gesellig (>5 Fk)
Hut: bis gut 6 cm breit, halbkugelig-polsterig, schleimig und klebrig, lederbraun bis satt ockerbraun, zum Hutrand hin mit schwarzbraunen Flecken und Streifen (wasserzugig); Stiel: bis 9 x 2,2 cm, basal mit gerandeter, bisweilen schiefer, bis 4 cm breiter Knolle (Knolle konisch ins Substrat eingesenkt, bisw. auch kaum gerandet), am Knollenrand mit violettem Velum, tief blauviolett, weißlich streifig, seidig glänzend; Lamellen: abgerundet bis ausgebuchtet angewachsen, mäßig gedrängt, jung tief violett und lange so bleibend, alt rostbraun, bei Berührung kaum auffällig fleckend; Fleisch: schmutzig weiß, im Stiel lebhaft violett, am unteren Knollenrand blass violett; Geruch: unauffällig; Chemie: KOH (30%) am Hutrand rotbraun, sonst negativ; Lugol am Hut- und Stielfleisch blass violett; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: duplex, Ixotrichoderm, intakte Zellen ca. 2,5-7 breit, hyalin oder blass gelblich marmoriert (vermutl. schwach inkrustiert); Hypoderm gut ausgeprägt, Zellen dickwandig, ca. bis 24 µm breit, Dickwandpigment blass gelblich; keine auffallenden Inkrustationen beobachtet; Lamellentrama: in Melzer tiefviolett; Sporen: ellipsoid, subapikulär abgeflacht, Apex meist mittelbreit gerundet; sehr grob warzig, Warzen dick und im Umriss deutlich überstehend (bis ca. 0,5 µm), indextrinoid; Maße: 7,3 x 4,7 (6,5-8 x 4,5-5), Q=1,57 (1,44-1,78), 20 Sp. gemessen;
Nr. 12: Cortinarius multiformis Fr.
Zur Bestimmung: passt perfekt auf die Beschreibungen in FN und CFP sowie Soop; Mit FN geschlüsselt; also C. multiformis ss. CFP und FN;
Funddaten: 02.09.2012; Österreich, Tirol, Zillertal, Fügen, ca. 1300 m, Fügener Wald (feuchter, saurer Fichten-Tannenwald), im relativ jungen Wald in der Streu bei Fichte und Tanne; gesellig (4 Fk);
Hut: 4,5-6 cm, schleimig und klebrig, semmelgelb bis honigbraun, hygrophan; Stiel: bis 5 x 1 cm, basal mit runder, höchstens angedeutet gerandeter Knolle (bis 2 cm dick), jung cremefarben, später fichtenholzbraun, Velum unauffällig; Lamellen: aufsteigend angewachsen, gedrängt, beige, Schneiden glatt, wenig wellig, nur sporadisch schartig; Fleisch: cremefarben, oft wässrig honigbraun, in der Stielknolle unten weißlich; Geruch: unauffällig; KOH (30%): am Hut rotbraun, am Fleisch heller rötlichbraun, an der Stielknolle rostbraun fleckig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: duplex, Epicutis als sehr dicke Ixocutis, Zellen schmal (kaum über 3 µm), hyalin, teils gelifiziert; Hypoderm stark entwickelt, Zellen bis 30 breit, dickwandig, Dickwandpigment kräftig gelbbraun; eingeflochtene schmalere Zellen im Hypoderm oft kräftig quergestreift inkrustiert (bernsteinfarben), auch mit Placken besetzt; Sporen: subamygdaloid, in der Aufsicht ovoid, subapikulär nur schwach verflacht, Apex mittelbreit bis schmal gerundet, feinwarzig bis marmoriert (Warzen unterschiedlich groß, aber stets flach), im Umriss fast glatt, schwach, vereinzelt mäßig stark dextrinoid, Maße: 8,6 x 5,3 (8-9,5 x 5-6), Q=1,62 (1,42-1,70), 20 Sp. gemessen;
Nr. 13: Cortinarius laniger Fr.
Zur Bestimmung: Mit FN geschlüsselt;
Funddaten: 02.09.2012; Österreich, Tirol, Zillertal, Fügen, ca. 1300 m, Fügener Wald (saurer Fichten-Tannenwald), im relativ jungen Wald in der Nadelstreu bei Fichte; gesellig (>5 Fk);
Hut: 4,5-7 cm breit, abgerundet kegelig, Rand auch reif nach innen gebogen, Oberfläche feinsamtig-lederig, selten etwas aufschuppend, satt rotbraun, jung durch feinfilzigen grauen Velumbelag vor allem am Rand heller (wie bereift); Rand jung durch dichte Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel: bis 8 x 1,8 cm, basal irregulär keulig oder zylindrisch, schmutzig weiß, später in der unteren Hälfte bräunlich fleckig; Velum weiß, sehr stark ausgeprägt, hinterlässt am Stiel einen meist doppelten häutigen Ring; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt bis gedrängt, jung lebhaft orangebraun, später rostbraun; Schneiden jung weißlich, alt oft gesägt; Fleisch: schmutzig creme, im oberen Stieldrittel bräunlich marmoriert; Geruch: deutlich rafanoid; KOH (30%): am Hut schwarzbraun, am Fleisch rußbraun, am Velum negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: breit ellipsoid, subapikulär abgeflacht, Apex meist sehr breit, seltener mittelbreit gerundet, dicht und normal warzig, im Umriss rau; Maße: 9,8 x 6,4 (9-10,5 x 6-6,5), Q=1,54 (1,46-1,67);
Nr. 14: Cortinarius saniosus aggr.
Zur Bestimmung: unklar; gehört möglicherweise in die Saniosus-Ecke, hat dieselben kleinen Sporen wie meine bisherigen "Saniosus"-Aufsammlungen, unterscheidet sich jedoch durch die winzigen Fk und eine andere Lamellenfarbe; ein auffälliges Merkmal ist die sterile Lamellenschneide;
Funddaten: 05.09.2012; MTB 8236-4-3-2, ca. 850 m; D-By-Tegernsee, zwischen Auerbauerwiesen und Alpbach in der Flyschzone, Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche); bei jungen Buchen und großen Fichten; gesellig (4 Fk); verges. mit Inocybe hystrix;
Hut: bis 8 mm breit, kegelig mit schwach vorgezogenem Buckel, Oberfläche fein filzig überzogen, satt braun, dunkel haselnussbraun, vor allem am Hutrand mit faserigen gelben Velumresten, meist ungerieft, höchstens am Rand schwach durchscheinend gestreift; Stiel: bis 2 x 0,15, basal schwach keulig verdickt, je nach Velumstärke hellbraun bis hutfarben; Velum gelb, faserig, hängt in der Cortina und überzieht stellenweise den Stiel; Lamellen: ausgebuchtet und breit angewachsen, entfernt, ziemlich dick, rotbraun (ganz jung mit schwachem Violettstich, siehe Fotos), Schneiden weiß; Fleisch: im Hut wässrig braun oder ockerlich, im Stiel honigbraun; Geruch: schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis mit gut ausgeprägtem Hypoderm, Pigment ziemlich grob inkrustierend (quergestreift und Dickwandpigment), bernsteinfarben; Lamellenschneide: steril, auch am Exsikkat weiß; Marginalzellen vielgestaltig, meist keulig bis blasig, oft kettenartig gegliedert, bisw. auch zylindrisch und sehr lang, ca. 14-58 lang, ca. 6-8 breit, dazwischen parallel zur Schneide verlaufendende, lang gestreckte Zellen; Sporen: schlank ellipsoid bis subamygdaloid, subapikulär kaum abgeflacht, Apex mittelbreit bis schmal gerundet, fein bis mäßig warzig, im Umriss rau, deutlich dextrinoid, Maße: 7,8 x 4,4 (7,2-8,5 x 4-5), Q=1,77 (1,67-1,90), 20 Sp. gemessen;
Nr. 15: Cortinarius saniosus (Fr.: Fr.) Fr.
Zur Bestimmung: nicht ganz sicher; mit FN geschlüsselt; in dem Foto in GpBW (S. 43) meine ich den Pilz wiederzuerkennen, die dort angegebenen Sporenmaße würden auch passen. In der Arbeit von Lindström et. al. 2008 sind leider keine Fotos von C. saniosus drin. Die Fk auf dem letzten Foto wuchsen unmittelbar vergesellschaftet und vermutlich aus demselben Myzel; wegen der makroskopischen Unterschiede getrennt gesammelt; abgesehen vom safrangelben Velum, das beiden Kollektionen eignet, sind sie auch mikroskopisch nahezu identisch; möglicherweise sind diese Fk älter und neigen dann mehr zu rotbraunen Farben;
Funddaten: 20.09.2012; MTB 7934-2-3-4, 600 m; D-By-München, Forstenrieder Park, Sukzessionsflächen östlich des Eichelgartens; bodensaurer Laubmischwald (Eiche, Buche, Hainbuche, Linde, Zitterpappel, Salweide, Fichte) auf hochwürmeiszeitlichen Schottern (kalkhaltig); in einem grasigen Wegrandstreifen mit Brennesseln und Brombeeren, bei Salweide und angrenzenden Eichen; gesellig (ca. 10 Fk);
Hut: bis gut 2 cm breit, kegelig mit leicht vorgezogenem, abgerundetem Scheitel, Oberfläche fein faserig, jung vom Velum feinst überfilzt, olivbraun, am Rand durch das Velum gelblich, ungestreift; Hutrand jung durch Cortina mit dem Stiel verbunden; nicht hygrophan; Stiel: bis 5 x 0,5, im oberen Drittel schmutzig creme und silbrig glänzend, stielabwärts undefinierbar bräunlich; Velum stark ausgeprägt, goldgelb bis safrangelb, bildet eine auffällige Natterung; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt, jung honiggelb, reif ockerbraun; Fleisch: im Hutkern schmutzig creme, sonst wässrig braun, im Stiel blass bräunlich, cremebeige marmoriert, zur Basis hin oft dunkler rötlichbraun; Geruch: Kohlrabi; Geschmack: Kohlrabi; KOH (30%): am Hut schwarzbraun, am Fleisch und am Stielvelum kastanienbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis dünn, Zellen ca. 3-11 µm breit, Pigment gelbbraun, kräftig quergestreift inkrustiernd; Hypoderm gut entwickelt, Zellen ca. bis 20 µm breit, dickwandig; mit grob inkrustierendem gelbbraunem Dickwandpigment, auch relativ breite Zellen quergestreift inkrustiert; Lamellenschneide: steril, mit einer dicken Schicht kettig angeordneter, zylindrischer bis keuliger Marginalzellen besetzt, diese kleiner und meist kürzer als Basidien und von Basidiolen nicht immer zu unterscheiden; Lamellentrama: fein goldgelb quergestreift inkrustiert, aber insgesamt recht blass wirkend; Basidien: 4-sporig, ca. 29-33 x 8; Sporen: breit ellipsoid, subapikulär abgeflacht oder mit schwacher Depression, Apex sehr breit bis mittelbreit gerundet; sehr grob warzig, Warzen isoliert, aber sehr dick und hoch, im Umriss vor allem apikal deutlich überstehend, mäßig stark dextrinoid; Maße: 8,1 x 5,4 (7-9 x 5-6), Q=1,51 (1,36-1,63), 20 Sp. gemessen;
Nr. 16: Cortinarius obtusus s.l.
Zur Bestimmung: der wird schon zu den Obtusi gehören und dort zur Artengruppe um C. obtusus und albovariegatus; recht auffällig bei dieser Kollektion die fehlenden Pigmente in der Epikutis und die untypische Hypodermstruktur;
Funddaten: 14.09.2012; MTB 8136-4-3-1, ca. 720 m; D-By-Warngau, Taubenberg, Steingraben; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) auf risseiszeitlichem Hochterassenschotter, bei Fichten, riesiger Tanne und sehr jungen Buchen; gesellig (2 Fk); verges. mit Koll. Nr. 17;
Hut: bis 1,9 cm breit, jung halbkugelig mit fast spitzem Buckel, später flach gewölbt mit kleinem warzenförmigem Buckel, Oberfläche jung minimal überfilzt, später grieselig glatt, trocken, etwas glänzend, kastanienbraun, am Rand etwas heller, jung ungestreift, reif, im äußeren Drittel durchscheinend gestreift; hygrophan; Stiel: bis 3,8 x 0,3 cm, basal schwach verjüngt, ziemlich lebhaft und hell orangebraun, an der Spitze jung dicht weiß überfasert; Velum weiß, relativ dünn, am Stiel locker flockig bis faserig, weder natterig noch gegürtelt; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, mäßíg entfernt, schon jung rotbraun, reif dunkel rostbraun; Schneiden weißlich, glatt; Fleisch: im Hut wässrig rotbraun, im Stiel hell honigbraun bis orangebraun; Geruch: rafanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: recht eigenartig: Epikutis aus ziemlich breiten (5-18), oft spindeligen, völlig hyalinen Zellen; Zellen in der darunter liegenden Schicht oft sehr breit (>30), also hypodermartig, aber kaum dickwandig und ohne Pigment; Inkrustationen erst in der Huttrama darunter; (Schnitte wegen der kleinen Fk wohl nicht optimal); Lamellenschneide: fertil, keine deutlich differenzierten Zystiden beobachtet; Lamellentrama: gelbbraun, mit Placken und quergestreift inkrustiert; Sporen: ellipsoid, in der Aufsicht bisw. ovoid, subapikulär schwach verflacht, normal bis kräftig warzig, im Umriss sehr rau, Warzen apikal auch deutlicher vorstehend; Maße: 7,8 x 4,8 (7-8,5 x 4,5-5,5), Q=1,62 (1,50-1,78), 20 Sp. gemessen;
Nr. 17: Cortinarius spec.
Zur Bestimmung: völlig unklar; makroskopisch hätte ich den zu den Obtusi gesteckt, aber da gibt's wohl nix mit so großen Sporen;
Funddaten: 14.09.2012; MTB 8136-4-3-1, ca. 720 m; D-By-Warngau, Taubenberg, Steingraben; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) auf risseiszeitlichem Hochterassenschotter, bei Fichten, riesiger Tanne und sehr jungen Buchen; gesellig (4 Fk); verges. mit Koll. Nr. 16;
Hut: 1,5-2,5 cm breit, flach kegelig mit sehr unterschiedlich ausgeprägtem, bisw. papilliert spitzem Buckel, Oberfläche jung fein befilzt, später verkahlend, jung praktisch ungestreift, später im äußeren Drittel durchscheinend gestreift, rotbraun; hygrophan; Stiel: bis 4,8 x 0,5, basal meist spindelig erweitert und dann ausspitzend, cremebeige, weißlich überfasert; Velum weißlich, extrem dünn und unauffällig, seidig, weder natterig noch flockig; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, mäßig gedrängt, jung lebhaft honigbraun bis orangebraun, später rostbraun; Schneiden weiß, aber nicht flockig (Cheilos?); Fleisch: im Hutkern cremebeige, sonst wässrig rotbraun, in der Stielspitze rotbraun, stielabwärts beige und schwach marmoriert; Geruch: schwach rafanoid; KOH (30%): am Hut und im Hutfleisch dunkelbraun, am Stiel (Velum?) schmutzig olivbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen +/- hyalin; Hypoderm gut entwickelt, Zellen ca. bis 25 breit; Pigment teils mit Placken inkrustierend, gelbbraun; Lamellentrama: gelbbraun pigmentiert, schwach inkrustiert; Lamellenschneide: fertil, zwar mit vielen sterilen Zellen, diese aber nicht von Basidiolen zu unterscheiden, ohne klar differenzierte Cheilozystiden; Basidien: 4-sporig; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, in Aufsicht schmal ovoid, fein warzig, im Umriss fein rau, schwach bis mäßig dextrinoid; Maße: 10,4 x 6,4 (9,5-12 x 5,5-7), Q=1,62 (1,50-1,85), 20 Sp. gemessen;
Nr. 18: Cortinarius rigidipes M.M. Moser
Zur Bestimmung: nach FN geschlüsselt; wäre wohl C. viridipes ss. Gminder; die Taxonomie ist hier ziemlich chaotisch;
Funddaten: 14.09.2012; MTB 8136-4-3-1, ca. 720 m; D-By-Warngau, Taubenberg, Steingraben; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) auf risseiszeitlichem Hochterassenschotter oder noch auf würmeiszeitlichem Schutt, bei großen Tannen und großer Buche; gesellig (5 Fk);
Hut: ca. 3-7 cm breit, flach kegelig bis gewölbt, Scheitel oft irregulär, schwach gebuckelt, auch angedeutet genabelt, trocken, glatt, seidig glänzend, schokoladenbraun, ungestreift, nur reif ganz am Rand bisw. schwach durchscheinend gestreift; hygrophan; Stiel: bis 6 x 0,9 cm, basal meist spindelilg-keulig und dann verjüngt, schmutzig olivbraun und seidig glänzend; Velum sehr dünn, wohl eher nicht weiß, sondern olivgelblich (schwer zu beurteilen, da sehr spärlich), fein faserig; Lamellen: ausgebuchtet und breit angewachsen, entfernt, jung zimtbraun bis satt braun, reif kastanienbraun, dunkel rotbraun; Schneiden gleichfarbig oder schwach weißlich beflockt; Fleisch: im Hutkern schmutzig beigebraun, sonst komplett wässrig schokoladenbraun; Geruch: ganz schwach rafanoid; Geschmack: Kohlrabi; Exsikkat: Lamellen schokobraun, sonst graubraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis aus schmalen Zellen (ca. 2-5 breit), diese teils hyalin, teils feinst und blass inkrustiert, teils flächig braun gefärbt (iz?); Hypoderm gut entwickelt, Zellen dickwandig und bis ca. 25 breit, mit blass gelblichem Dickwandpigment, das nicht körnig-inkrustierend wirkt; Lamellenschneide: steril; Cheilozystiden bilden ein dichtes steriles Band aus keuligen bis birnenförmigen Zellen, diese meist kürzer als die Basidien (ca. bis 33 lang), aber deutlich differenziert und breiter (ca. 9-15), selten schwach dickwandig, oft kettig angeordnet; Lamellentrama: blass braun pigmentiert, Zellen wohl feinst inkrustiert; Basidien: 4-sporig, z.B. 39x7,5, 38x8,5, 39x8; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, meist mit schwach ausgeprägter bis deutlicher subapikulärer Depression, Apex mittelbreit bis fast schmal gerundet, sehr dicht und grob Warzig, Warzen im Umriss vor allem apikal deutlich überstehend (bis fast 1 µm), stark dextrinoid, Maße: 9,4 x 6,0 (8,5-10,5 x 5,5-6,5), Q=1,58 (1,47-1,75), 20 Sp. gemessen;
Nr. 19: Cortinarius spec.
Zur Bestimmung: unklar; erinnert makroskopisch an C. cf. rigidipes vom Taubenberg (Nr. 18), der aber deutlich größere und vor allem breitere Sporen hat; obwohl viel größer, würde ich nicht ausschließen, dass diese Kollektion mit der Koll. Nr. 20 zusammengehört, jedenfalls ist die Mikroskopie sehr sehr ähnlich;
Funddaten: 17.10.2012; Italien, Toskana, Bibbiena, Raggiolo, ca. 800 m; gesellig im Kastanienwald;
Hut: bis 5,2 cm, schokobraun, trocken, glatt; Stiel: bis 9 x 0,7 cm, basal gleichdick oder schwach spindelig verdickt, Velum kaum feststellbar, sehr dünn; Stiel oben stark silbrig überfasert, alt im unteren Drittel braun bis wässrig braun; Lamellen: jung blassbraun, dann rotbraun, mäßig entfernt; Geruch: nicht notiert; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis aus schmalen, bisw. schwach gelifizierten Zellen, Pigment körnig bis diffus intrazellulär blassbraun, zusätzlich feinst inkrustierend; Hypoderm eher schwach ausgeprägt mit sehr fein inkrustierendem blassbraunem Dickwandpigment; Sporen: spindelig-ellipsoid bis subamygdaloid, subapikulär abgeflacht oder mit schwacher Depression, Apex meist mittelbreit bis fast schmal gerundet, ziemlich grob stachelwarzig; Maße: 8,6 x 5,1 (8-9,5 x 4,5-5,5), Q=1,70 (1,60-1,89);
Nr. 20: Cortinarius spec.
Zur Bestimmung: bleibt unklar; wg. des extrem dünnen Velums schwer einzuordnen; mikroskopisch auffallend das kaum ausgeprägte Hypoderm und die stark stachelwarzigen Sporen; vielleicht zur Verwandtschaft von C. rigidipes gehörend?
Funddaten: 17.10.2012; Italien, Toskana, Bibbiena, Raggiolo, ca. 750 m; gesellig im Kastanienwald;
Hut: bis 2,5 cm, stets mit Papille, glatt, kastanienbraun; Stiel: basal spindelig-keulig, schmutzig creme, Velum sehr dünn, faserig, weißlich (???, dem Foto nach eher blass ockerbräunlich), kaum zu sehen; Lamellen: mäßig entfernt, jung blassbraun, reif schokobraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach; Exsikkat: Hüte dunkel graubraun, bisw. schwarz verfärbt; Stiele heller graubraun, aber auch bisw. schwärzlich verfärbt; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis mäßig dick, aus schmalen, bisw. schwach gelifizierten Zellen, Pigment intrazellulär (diffus bis körnelig) blassbraun; Hypoderm auffallend schwach entwickelt, Zellen kaum bis 10 µm breit, dickwandig, mit blassbraunem, nicht auffallend inkrustierendem Dickwandpigment; Lamellenschneide: nicht ganz steril, aber mit vielen zylindrischen bis keuligen Marginalzellen, die gut differenziert sind; Lamellentrama: hyalin; Basidien: teilweise blassbraun verfärbt; Sporen: spindelig-schlankellipsoid bis subamygdaloid, subapikulär abgeflacht oder mit Depression, Apex meist mittelbreit gerundet, grob stachelwarzig, Warzen auffallend weit überstehend (am ganzen Umfang), mäßig stark dextrinoid, Maße: 8,4 x 4,9 (7,5-9,5 x 4,5-5,5), Q=1,70 (1,56-1,89), 20 Sp. gemessen;
Nr. 21: Cortinarius spec.
Zur Bestimmung: unklar; nach FN passt noch am ehesten der 2012 beschriebene C. brunneocalcarius; biformis mit kleineren Sporen und normalerweise Blautönen; C. testaceifolius mit engstehenden Lamellen und größeren Sporen;
Funddaten: 16.09.2012; MTB 8337-2-1-4, 1180 m; D-By-Geitau, am Wanderweg zur Aiplspitze, Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Feldahorn) auf Hauptdolomit und quartärem Hang- und Verwitterungsschutt, auf der oberen Waldweide in der Nadelstreu bei Fichte und (überm Pfad) Buche; gesellig (6 Fk);
Hut: 2,7 - 4,5 cm breit, flach gewölbt, mit auffällig vorgezogenem rundlichem Buckel, trocken, glatt, satt braun bis hell schokoladenbraun, stark hygrophan, beigebräunlich ausblassend; Stiel: bis 6 x 0,7 cm, basal spindelig-keulig erweitert, längsfaserig, schmutzig creme, in der unteren Hälfte beige bis braun verfärbend; Velum weiß, sehr dünn, faserig; Lamellen: aufsteigend bis abgerundet angewachsen, entfernt, jung kartonbraun bis hellbraun, reif dunkel rostbraun; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: schmutzig creme, beige marmoriert; Geruch: nach Kohlrabi; Exsikkat: graubraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis-Zellen in der obersten Schicht bisw. gelifiziert, intakte ca. 2-7 breit, +/- hyalin; Hypoderm mäßig entwickelt, Zellen kaum über 15 µm breit, dickwandig, Dickwandpigment sehr blass, Wände fast hyalin, auch sonst kaum pigmentiert und ohne auffällige Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: fast hyalin, nur in dicker Schicht blass braun; Basidien: 4-sporig, hyalin oder blass braun, z. B. 37x7, 38x8; Sporen: ellipsoid, in der Aufsicht oft tropfenförmig (am Apikulus schmal bis spitz zulaufend), meist mit subapikulärer Depression, Apex sehr breit bis mittelbreit gerundet; fein bis mäßig warzig, am Apex auch gröber und Warzen etwas vorstehend, sonst im Umriss rau, sehr stark dextrinoid; Maße: 8,1 x 5,1 (7,5-9 x 4,5-5,5), Q=1,60 (1,45-1,80), 20 Sp. gemessen;
Nr. 22: Cortinarius piceae Froslev, Jeppesen, Brandrud
Zur Bestimmung: aufgrund der lebhaft gelben Hutfarben und dem gelben (nicht braunen) Velum am Knollenrand kommt C. dalecarlicus/pseudonapus wohl nicht infrage;
Funddaten: 16.09.2012; MTB 8337-2-1-4, 1170 m; D-By-Geitau, Wanderweg zur Aiplspitze, Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Feldahorn) auf Hauptdolomit und quartärem Hang- und Verwitterungsschutt, auf der oberen Waldweide bei Fichte und Tanne; gesellig (5 Fk); verges. höchstwahrscheinlich mit sehr jungen C. caesiocanescens;
Hut: 3,5 - 3,7 cm, gelb bis ockergelb, am Scheitel bis semmelgelb, vor allem am Scheitel mit braunen Velumflöckchen besetzt; Velum am Hutrand ziemlich lebhaft gelb; Stiel: bis 4,2 x 0,8 cm, basal gerandet knollig (Knolle basal gerundet, bis 2,5 cm breit, Knollenunterseite und Basalmyzel weiß), cremeweiß, später vor allem in der unteren Hälfte ockergelb bis blass ockerbräunlich verfärbend; Velum am Knollenrand gelb, ockerbraun bis rostbraun verfärbend; Lamellen: ausgerandet angewachsen, gedrängt, jung grauweiß, ohne Blauton, reif beige; Schneiden fein weißflockig; Fleisch: cremeweiß, unter der HDS und in der Knolle auch cremegelblich; Geruch: schwach, neutral; Geschmack: mild (auch HDS); KOH (30%): am Fleisch und an der Knollenunterseite negativ, am Hut und am Knollenrand rotbraun bis rostbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Simplex-Typ, goldgelb bis bernsteinfarben pigmentiertes Ixotrichoderm, Pigment intrazellulär und grob quergestreift inkrustierend; Lamellenschneide: +/- steril, komplett mit keuligen Cheilos besetzt, diese deutlich von Basidiolen differenziert, ca. bis 30 lang und bis 16 breit; Basidien: 4-sporig, 28x8, 30x10; Sporen: citriform, Apex meist schwach ausgezogen, grob warzig (krustenartig-schollig), Maße: 10,7 x 6,3 (10-11,5 x 6-6,5), Q=1,69 (1,54-1,77);
Nr. 23: Cortinarius piceae Froslev, Jeppesen, Brandrud
Zur Bestimmung: aufgrund des fehlenden Blautons in den Lamellen lande ich in FN bei C. dalecarlicus; die recht lebhaft gelben Fk sprechen aber eher für C. piceae;
Funddaten: 16.09.2012; MTB 8337-2-1-4, 1180 m; D-By-Geitau, Wanderweg zur Aiplspitze, Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Feldahorn) auf Hauptdolomit und quartärem Hang- und Verwitterungsschutt, auf der oberen Waldweide bei Fichte und Tanne; gesellig (4 Fk);
Hut: 3,2 - 5 cm, gelb bis ockergelb, am Scheitel bis semmelgelb, vor allem am Scheitel mit braunen Velumflöckchen besetzt; Velum am Hutrand unscheinbar, vermutlich blass gelblich; Stiel: bis 5 x 1,2 cm, basal gerandet knollig (Knolle basal gerundet, bis 2,8 cm breit, Knollenunterseite und Basalmyzel weiß), cremeweiß, später vor allem in der unteren Hälfte ockergelb verfärbend; Velum am Knollenrand sehr unauffällig, vermutlich sehr blass gelblich, rostbraun verfärbend; Lamellen: ausgerandet angewachsen, gedrängt, jung grauweiß, ohne Blauton, reif beige; Schneiden fein weißflockig; Fleisch: cremeweiß, unter der HDS und in der Knolle auch cremegelblich; Geruch: schwach, neutral; Geschmack: mild (auch HDS); KOH (30%): am Fleisch und an der Knollenunterseite negativ, am Hut und am Knollenrand rotbraun bis rostbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: mäßig dicke Epicutis (Ixotrichoderm), Zellen ca. bis 10 µm breit, stark pigmentiert, teils intrazellulär körnig oder diffus bernsteinfarben, teils quergestreift inkrustiert; Simplex-Typ, kein ausgeprägtes Hypoderm bestgestellt; Sporen: citriform bis amygdaloid, Apex meist schwach bis mäßig ausgezogen, aber auch normal schmal gerundet; grobwarzig, Warzen oft breit und sporadisch etwas zusammenfließend, Maße: 10,7 x 6,3 (10-12 x 5,5-7), Q=1,69 (1,61-1,83), 20 Sp. gemessen;
Nr. 24: Cortinarius cf. piceae Froslev, Jeppesen, Brandrud
Zur Bestimmung: aus dem Teil werde ich nicht schlau; ziemlich problematisch sind die kurzen, gedrungenen Sporen; Mykorrhiza mit Fichte vorausgesetzt, lande ich in FN bei C. piceae, für diese Art habe ich aber bei den beiden anderen Kollektionen erheblich längere Sporen gemessen, darüber hinaus sind auch bei diesem jungen FK die Lamellen nicht lila, sondern weiß; Mykorrhiza mit Buche vorausgesetzt, käme auch C. luteoimmarginatus infrage, allerdings steht in dessen Beschreibung nichts von bräunlichen Schüppchen am Hut und er sollte größere Sporen haben; dasselbe gilt für C. cliduchus s. Saar, hier passen auch die Fotos/Beschreibung in JEC7 nicht zu meinem Fund;
Funddaten: 16.09.2012; MTB 8337-2-1-4, 1140 m; D-By-Geitau, Wanderweg zur Aiplspitze, Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Feldahorn) auf Hauptdolomit und quartärem Hang- und Verwitterungsschutt, bei mittelgroßer Fichte und jungen Buchen; einzeln;
Hut: 3,1 cm breit, schleimig und klebrig, semmelbraun, mit kleinen braunen Flöckchen besetzt, Hutrand durch das Velum gelblich; Stiel: 3,4 x 0,9, weiß; Knolle gerandet, schief, flach konisch und sehr breit (2,4 cm), Unterseite und Myzel weiß; Velum am Knollenrand schleimig und gelb; Lamellen: schwach aufsteigend angewachsen, gedrängt, jung grauweiß, reif graubeige bis blass beige; Schneiden fein weißflockig; Fleisch: cremefarben, in der Stielrinde etwas dunkler blassbeige marmoriert; Geruch: unauffällig; KOH (30%): am Knollenrand und am Hut kastanienbraun, rotbraun, an der Knollenunterseite und am Fleisch negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Simplex-Typ; Ixotrichoderm, Pigment überwiegend quergestreift inkrustierend, in der oberen Schicht auch intrazellulär bernsteinfarben; kein Hypoderm differenziert; Lamellenschneide: heterogen; mit vielen keuligen sterilen Zellen, die weder länger noch breiter als Basidiolen sind und nur schwach differenziert sind, dazwischen auch zahlreiche Basidien; Sporen: amygdaloid bis citriform, Apex nicht oder schwach ausgezogen; grob warzig, Warzen mäßig dick, bisw. krustig-schollig, isoliert, Maße: 9,4 x 6,0 (8,5-10 x 5,5-6,5), Q=1,55 (1,46-1,64), 20 Sp. gemessen;
Nr. 25: Cortinarius cf. cisticola Frøslev & Jeppesen
Zur Bestimmung: mit FN geschlüsselt; die Beschreibung passt nicht schlecht, aber ich kenn die Art nicht; abweichend vom Schlüssel ist die sterile Lamellenschneide mit gut differenzierten Cheilozystiden; interpretiere ich die KOH-Reaktion am Knollenrand als bräunlich (nicht tief rotbraun), lande ich wieder bei C. piceae, der jedoch keine größeren weißen, sondern kleine braune Velumschüppchen aufweisen soll;
Funddaten: 16.09.2012; MTB 8337-2-1-3, 1260 m; D-By-Geitau, Wanderweg zur Aiplspitze, Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Feldahorn) auf Hauptdolomit und quartärem Hang- und Verwitterungsschutt, bei großen Fichten, Buchen und Tannen; einzeln; verges. mit C. violaceomaculatus;
Hut: 4,7 cm breit, schleimig, gelb, am und um den Scheitel semmelbraun bis gelbbraun; am Scheitel stellenweise mit weißlichen Velumflocken besetzt; Stiel: 4,5 x 1,2, gerandet knollig, cremeweiß, seidig glänzend; Velum am Knollenrand unauffällig und später bräunend; Knollenunterseite und Basismyzel weiß; Lamellen: ausgerandet angewachsen, gedrängt, lila, später lilabraun; Schneiden weißlich; Fleisch: creme bis schmutzig creme; Geruch: unauffällig; KOH (30%): am Hut rotbraun (Mitte) bis rosabraun (Rand), am Knollenrand rotbraun, an der Knollenunterseite pinkrosa (aber nicht so knallig und intensiv wie bei Koll. 197), am Fleisch blass bräunlich, in der Knolle blass rosa; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Simplex-Typ, Ixotrichoderm, Pigment intrazellulär bernsteinfarben (vakuolär, diffus und körnig) und blassbraun quergestreift inkrustierend; Hypoderm nicht ausgeprägt; Lamellenschneide: steril; Cheilozystiden deutlich differenziert, meist keulig, bisweilen auch kopfig-lageniform oder utriform, ca. 30-48 x 9-19; Basidien: 4-sporig, ca. 26-38 x 10-11; Sporen: citriform, seltener breit amygdaloid, Apex schwach bis mäßig ausgezogen; grobwarzig, Warzen krustig-schollig, deutlich überstehend und oft verlängert oder zusammenfließend; Maße: 11,4 x 6,8 (10,5-12 x 6-7), Q=1,69 (1,57-1,79), 20 Sp. gemessen;
Nr. 26: Cortinarius barbarorum Bidaud, Moënne-Locc & Remaux
Zur Bestimmung: mit FN geschlüsselt; bei der Kollektion stand zwar auch eine Buche rum, aber C. catharinae müsste am Hut- und Knollenrand wohl eher weißlich sein und nicht so satt gelb;
Funddaten: 16.09.2012; MTB 8337-2-1-4, 960 m; D-By-Geitau, Wanderweg zur Aiplspitze, Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Feldahorn) auf Hauptdolomit und quartärem Hang- und Verwitterungsschutt, bei Fichte und junger Buche; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 4,5 cm, befeuchtet klebrig, ockergelb bis semmelgelb, sporadisch mit bräunlichen Flöckchen besetzt; Hutrand durch schleimiges Velum gelb; Stiel: cremeweiß, Knolle gerandet, bis 2,7 cm breit, basal konisch; Velum am Knollenrand schleimig und gelb, später ockerbraun verfärbend; Knollenunterseite weiß, bisw. ockerbraun verfärbt, Basalmyzel weiß; Lamellen: sehr gedrängt, jung lila und lange so bleibend, Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: cremefarben; Geruch: unauffällig; KOH (30%): am Hut rotbraun, im Fleisch blass bräunlich, in der Knolle blass rosabraun, am der Knollenunterseite und am Myzel knallig pinkrot; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Simplex-Typ, Ixotrichoderm, Pigment iz körnig bis diffus bernsteinfarben, zusätzlich quergestreift inkrustierend, Zellen teils auch fast hyalin; kein Hypoderm entwickelt; Lamellenschneide: fertil; keine differenzierten Cheilos beobachtet; Sporen: breit amygdaloid bis citriform, Apex nicht oder schwach (selten stärker) ausgezogen; grob warzig, Warzen schollig-krustig, aus deutlich überstehend, bisw. verlängert, aber meist isoliert; Maße: 10,0 x 6,6 (9-11 x 6-7), Q=1,53 (1,43-1,62), 20 Sp. gemessen;
Nr. 27: Cortinarius violaceomaculatus Brandrud
Zur Bestimmung: mit FN geschlüsselt; passt;
Funddaten: 16.09.2012; MTB 8337-2-1-3, 1260 m; D-By-Geitau, Wanderweg zur Aiplspitze, Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Feldahorn) auf Hauptdolomit und quartärem Hang- und Verwitterungsschutt, bei großen Fichten, Buchen und Tannen; gesellig (5 Fk); verges. mit C. cisticola cf.;
Hut: bis 7 cm, eingewachsen faserig, praktisch trocken, eingewachsen faserig, ockerbraun bis sattbraun, auch jung ohne Blautöne am Hutrand; Stiel: bis 5,5 x 1,8 cm, basal verjüngt und bisw. mit schwach wurzelndem Fortsatz; schmutzig creme, rasch bräunlich verfärbend, in der unteren Hälfte stellenweise violett, bei Berührung zunächst violett, dann rotbraun verfärbend; Lamellen: abgerundet angewachsen, gedrängt, jung grauweiß, reif beigebraun, kartonbraun; Schneiden weiß und glatt; Fleisch: cremeweiß, in der Stielrinde violett; Geruch: schwach gebäckartig; KOH (30%): am Fleisch intensiv und homogen gelb, am Hut sattbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: amygdaloid, Apex schmal gerundet und oft doppelwandig; fein bis mäßig warzig; Maße: 9,2 x 5,3 (8-10 x 5-5,5), Q=1,74;
Nr. 28: Cortinarius herpeticus Fr.
Zur Bestimmung: Vermutlich handelt es sich um den in GpBW (S. 126) abgebildeten Pilz, den Fries als C. herpeticus beschrieben hat (disco expallente, lamelle violaceo-umbrino, infractus facile subsumptus). Laut Sequenzanalyse besteht Übereinstimmung mit dem in CFP C08 abgebildeten Pilz (CFP936), obwohl dieser etwas andere Hutfarben besitzt. Mykorrhiza-Partner bei dieser Kollektion ist sehr wahrscheinlich Linde. Die beiden letzten Fotos zeigen einen weiteren Fund aus demselben Wald, der bei Hainbuche, Birke, Salweide und Eiche wuchs und um knapp 1 µm kürzere Sporen hat, aber makroskopisch offensichtlich identisch ist.
Funddaten: 20.09.2012; MTB 7934-4-1-2, 600 m; D-By-München, Forstenrieder Park, Sukzessionsflächen östlich des Eichelgartens, bodensaurer Laubmischwald (Eiche, Buche, Hainbuche, Linde, Zitterpappel, Salweide, Fichte) auf hochwürmeiszeitlichen Schottern (kalkhaltig); bei mittelgroßer Linde, nicht allzuweit entfernt auch Fichte und Eiche, Fk aber auffällig um die Linde herum verteilt; gesellig (4 Fk); verges. mit Inocybe cf. asterospora;
Hut: bis 7 cm breit, flach gewölbt, klebrig, ziemlich glatt, am Scheitel oft mit creme bis cremebeigem Velumbelag, am Hutrand oft mit dunklen Wasserstreifen oder -flecken, hygrophan wirkend, ziemlich bunt, Hutrand oft grün, aber auch bläulich, sonst im Zentrum schmutzig beige bis ocker, am Rand später braun; Stiel: bis 7,5 x 1,1 cm, gerandet knollig (Knolle bis 2,5 cm, aber meist kleiner und oft nur schwach gerandet), schmutzig creme, an der Spitze blass blau und seidig glänzend; Lamellen: schwach aufsteigend angewachsen, gedrängt, auch ziemlich bunt, am Hutrand oft blau, im Bereich der Schneiden olivgrün, später olivgrau bis olivbraun; Fleisch: im Hut schmutzig creme, im Stiel blass blau, in der Knolle cremegelb mit grünlichem Ton; Geruch: süßlich gebäckartig, mit Komponente von Kunsthonig; Chemie: Lugol im Hutfleisch und in der Knolle rotlila; KOH (30%) am Hutfleisch schmutzig braun, in der Stielknolle hellgelb, an der Bulbipellis gelb, am Knollenrand bräunlich, am Hut olivbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: dünne Ixocutis (ca. 150 µm), Zellen ziemlich stark gelifiziert, intakte ca. 2,5-8 breit, Pigment überwiegend körnig gelbbraun; Hypoderm schwach entwickelt, Zellen ca. bis 20 breit, dickwandig, ohne Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama hyalin, Zellen schmal, in Melzer bisw. violett; Sporen: schmal ellipsoid bis subamygdaloid, Apex mittelbreit, selten fast schmal gerundet, oft mit subapikulärer Depression oder zumindest verflacht, sehr grob warzig, Warzen dick und isoliert, im Umriss deutlich überstehend, schwach dextrinoid; Maße: 10,7 x 6,2 (9,5-11,5 x 5,5-6,5), Q=1,72 (1,62-1,82) , 20 Sp. gemessen;
Nr. 29: Cortinarius cf. montanus Kauffmann
Zur Bestimmung: folgt man Gminder, Moser und Consiglio, so muss man diese Aufsammlung aufgrund der olivfarbenen Lamellen als C. montanus bestimmen, der in FN nicht erwähnt wird; ich folge hier Gminder und Moser, da die als C. herpeticus Fr. bestimmte Kollektion vom 20.09.2012 aus dem Forstenrieder Park (Nr. 28) offensichtlich etwas anderes ist;
Funddaten: 14.09.2012; Simbach (?), im anmoorigen Nadelwald (Fichte, Birke); gesellig;
Hut: bis 5 cm, klebrig, kartonbraun bis ockerbraun, schwach wasserfleckig; Stiel: bis 4 x 1,6, schwach bis deutlich gerandet knollig (Knolle bis knapp 3 cm), an der Spitze bläulich und seidig glänzend, sonst undefinierbar schmutzig creme, jung auch grünlich; Velum an der Knolle olivgelb, blass braun verfärbend; Lamellen: gedrängt, jung olivgrün, reif kartonbraun, Schneiden lange oliv; Fleisch: in der Stielspitze lila, sonst schmutzig creme; Geruch: schwach, neutral; Chemie: KOH (30%): am Hut schokobraun, am Fleisch violettbraun, am Stielvelum lebhaft orange und rasch rostbraun; Stielfleisch mit Lugol rosaviolett; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: duplex; Hypoderm mäßig ausgeprägt, Zellen kaum über 15 µm breit, aber deutlich dickwandig und mit blassem Dickwandpigment; eingeflochtene Zellen auch schwach inkrustiert; Sporen: ellipsoid, Apex sehr breit bis mittelbreit gerundet, sehr variabel in der Größe; Ornament sehr variabel, schwach bis kräftig warzig, im Umriss fast glatt bis deutlich vorstehend, Maße: 8,6 x 5,9 (7,5-10,5 x 5,5-6,5), Q=1,47 (1,29-1,64), 20 Sp. gemessen;
Nr. 30: Cortinarius atrovirens Kalchbr.
Zur Bestimmung: makroskopisch klar; die letzten beiden Fotos zeigen eine Kollektion aus dem Jahr 2007, ebenfalls bei Tanne gewachsen;
Funddaten: 23.09.2012; MTB 8335-2-1-3, 850 m; D-By-Lenggries, Wildgraben, Bergmischwald (Tanne, Buche, Fichte, Bergahorn, Esche) auf Wettersteinkalk; bei riesigen Tannen, Buchen und Fichte, gesellig (3 Fk);
Hut: bis 6,5 cm, sehr schleimig, dunkel olivgrün (braunoliv bis schwarzoliv), der Schleim färbt auf weißem Küchenpapier olivgrün ab; Stiel: bis 5 x 1,2 cm, basal gerandet knollig (Knolle bis 2,8 cm breit und basal konisch eingesenkt; Velum am Knollenrand blass olivbraun; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, gedrängt, jung olivgelb bis currygelb; Fleisch: gelb bis grünlichgelb; Geruch: nach schwarzem Pfeffer; KOH (30%): am Hut, an der Bulibipellis und am Knollenrand schwarzbraun, am Fleisch olivgrün;
Nr. 31: Cortinarius haasii (M.M. Moser) M.M. Moser
Zur Bestimmung: obwohl das Basalmyzel nicht deutlich gelb ist, kommt eigentlich nur C. haasii infrage; die weißen Velumreste am Hut und der violette Stiel in Verbindung mit den großen Sporen und dem Standort bei Abies passen nur zu dieser Art; auch beim Fund vom 15.10.2008 (Nr. 5, 2008) war das Myzel nicht gelb;
Funddaten: 23.09.2012; MTB 8335-2-1-3, 850 m; D-By-Lenggries, Wildgraben, Bergmischwald (Tanne, Buche, Fichte, Bergahorn, Esche) auf Wettersteinkalk; bei riesigen Tannen und junger Buche; gesellig (3 Fk);
Hut: 5,4-5,8 cm breit gewölbt, Rand alt auch hochgeschlagen, sehr schleimig, gelb, flächig bis fleckig rostgelb verfärbt, am Scheitel mit ziemlich dicken, häutigen weißlichenVelumflocken besetzt; Stiel: bis 5 x 1,4 cm, gerandet knollig (Knolle bis 2,2 cm breit, basal rundlich), cremeweiß, an der Spitze blasslila, Velum an der Stielknolle farblich nicht mehr identifizierbar; Bulbipellis weiß, Basalmyzel cremeweiß bis blass cremegelblich; Lamellen: aufsteigend angewachsen, gedrängt, jung lila, später blass lilabraun; Fleisch: cremeweiß, bisw. wässrig, in der Stielrinde oben blass lila; Geruch: unauffällig; KOH (30%): am Fleisch negativ (in der Knolle blass ockerbraun), am Hut kupferbraun, am Knollenrand schwarzbraun, an der Bulbipellis negativ (blass beige); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Simplex-Typ; dickes Ixotrichoderm; kein Hypoderm ausgeprägt; Pigment in der obersten Lage überwiegend intrazellulär körnig bis diffus bernsteinfarben, sonst auch blass braun quergestreift inkrustierend; Lamellenschneide: fertil, ohne auffallende Marginalzellen; Sporen: amygdaloid bis subcitriform, Apex meist schmal gerundet, selten etwas ausgezogen; grob warzig, Warzen oft dick und krustenartig; Maße: 11,2 x 6,5 (10-12 x 6-7), Q=1,73 (1,62-1,85), 20 Sp. gemessen;
Nr. 32: Cortinarius cf. calochrous (Pers.: Fr.) Gray
Zur Bestimmung: wg. fehlender Gelbfärbung von Bulbipellis und Basalmyzel schlüsselt man in FN an C. calochrous vorbei; die doch kräftig gelbe Hut- und vor allem Velumfarbe passen aber nicht zu C. platypus, jedenfalls nicht zu den Aufsammlungen Nr. 36 und 37, die ich als platypus bestimmt habe. Auch Moser schreibt in seiner Beschreibung zu C. platypus nichts von einem gelben Velum, während er es für calochrous und citrinolilacinum ausdrücklich erwähnt.
Funddaten: 23.09.2012; MTB 8335-2-1-3, 850 m; D-By-Lenggries, Wildgraben, Bergmischwald (Tanne, Buche, Fichte, Bergahorn, Esche) auf Wettersteinkalk; bei riesigen Buchen und Tannen (weiter entfernt auch Fichte und Bergahorn); gesellig (2 Fk);
Hut: noch nicht aufgeschirmt 3,6 cm breit, stark schleimig und klebrig, zinkgelb, vor allem am Scheitel flächig oder fleckig ockerbraun verfärbend, Hutrand zitronengelb bis schwefelgelb (durch das Velum); Stiel: (noch nicht voll gestreckt) 3,4 x 1,2 cm, stark gerandet knollig (Knolle bis 3 cm breit, ziemlich flach und basal schwach konisch bis abgeflacht), schmutzigweiß, Velum am Knollenrand zitronengelb bis schwefelgelb, Knollenunterseite schmutzig creme, Basalmyzel schmutzig weiß; Lamellen: aufsteigend angewachsen, gedrängt, jung blaulila, dann rasch lilabraun bis blassbraun; Schneiden schwach wellig-schartig; Fleisch: cremeweiß, in der Stielspitze anfangs lilagrau, sonst im Stiel etwas graubeige marmoriert; Geruch: unauffällig; KOH (30%): am Hutscheitel rehbraun, am Hutrand blasser ockerbraun, am Knollenrand (Velum) rostbraun, im Fleisch und an der Bulbipellis negativ (blass beige); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: dickes Ixotrichoderm, Zellen in der oberen Lage intrazellulär körnig bis diffus bernsteinfarben pigmentiert, darunter hyalin, höchstens ganz fein inkrustiert; Hypoderm kaum ausgeprägt, Zellen etwas breiter und dickwandig, ohne Pigment; Lamellenschneide: fertil, Marginalzellen schwach differenziert; Sporen: amygdaloid, subapikulär kaum abgeflacht, Apex schmal gerundet, nur selten schwach ausgezogen, Warzen grob und krustenartig, oft verlängert, im Umriss rau bis schwach vorstehend; Maße: 9,1 x 5,4 (8-10,5 x 5-6), Q=1,69 (1,55-1,91), 20 Sp. gemessen;
Nr. 33: Cortinarius elegantior (Fr.) Fr.
Zur Bestimmung: Der hat sich wohl in den Buchenwald verirrt; C. elegantissimus müsste jung viel gelber sein, am Hut deutlich purpurrot mit KOH reagieren und breitere Sporen besitzen;
Funddaten: 02.10.2012; MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), bei großen Buchen; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 9,5 cm, sehr schleimig, mit eher unauffälligen, +/- gleichfarbigen Hüllresten, ockergelb bis semmelgelb, mit schwachem Olivton; Stiel: bis 8 x 2 cm, gerandet knollig, anfangs cremefarben, zuletzt fast hutfarben; Knolle deutlich gerandet, bis 3,5 cm breit, basal konisch eingesenkt, Bulbipellis schmutzig weiß; Velum unauffällig, wahrscheinlich blass grünlichgelb (am Hutrand zu erahnen); Lamellen: gedrängt, sehr blass olivgelb mit schwachem Grauton; Schneiden glatt; Fleisch: cremeweiß bis cremegelb, alt in der Knolle im Schnitt stellenweise chromgelb verfärbend; Geruch: süßlich gebäckartig, sehr süß, fast wie Kunsthonig; KOH (30%): in der Stielknolle rotviolett, am Hutfleisch blasser rosa; an der Bulbipellis rotviolett; am Hut kupferbraun; am Knollenrand unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: citriform, Apex oft lang ausgezogen und nackt, Warzen sehr grob krustenartig, selten rund, deutlich überstehend im Umriss, Maße: 13,3 x 7,4 (12,5-14,5 x 7-7,5), Q=1,80;
Nr. 34: Cortinarius calochrous (Pers.: Fr.) Gray
Zur Bestimmung: unklar; ich zweifle ein wenig, dass es sich hier um das Mosersche Taxon C. citrinolilacinus handelt. Zwar passen die Hutfarben und das lebhaft gelbe, an der Knolle fast volvaartige Velum gut, aber andererseits spricht Moser von stattlichen Fk, gelblichen Stielen und einem gelben Myzel; trotzdem bestimme ich jetzt mal als C. calochrous ss. FN, vor allem mangels Alternativen;
Funddaten: 02.10.2012; MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), bei großen Buchen; gesellig (3 Fk);
Hut: 2,6-3,5 cm (teils nicht aufgeschirmt), schleimig bis klebrig, gelb, bisw. mit ockerbraunen Schüppchen besetzt, bisw. ockerbraun verfärbend, Hutrand durch das Velum grünlichgelb; Stiel: bis 4,5 x 1 cm, gerandet knollig, cremeweiß, oben glänzend; Knolle sehr breit und flach, bis 2,8 cm, basal flach konisch, stark gerandet; Bulbipellis und Basalmyzel weiß; Velum am Knollenrand schwefelgelb; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, gedrängt, lila; Fleisch: cremeweiß, im Stiel blass grau marmoriert; Geruch: schwach gebäckartig; KOH (30%): am Hut und am Knollenrand (Velum) ockerbraun bis rötlichbraun; im Fleisch und an der Bulbipellis negativ; HDS: dickes Ixotrichoderm, Zellen sehr locker liegend, überwiegend hyalin, vor allem in der obersten Lage bisw. intrazellulär körnig bis diffus goldgelb pigmentiert; Zellen in der Subpellis nur etwas breiter, kein zelliges Hypoderm ausgeprägt; Inkrustationen generell fehlend oder extrem fein und unauffällig; Lamellenschneide: fertil, keine von Basidiolen klar zu differenzierenden Marginalzellen beobachtet; Sporen: amygdaloid, subapikulär nicht abgeflacht, Apex schmal gerundet, selten schwach ausgezogen; Warzen insgesamt mäßig grob und meist niedrig, selten groß und im Umriss vorstehend, Spore im Umriss rau; Maße: 9,0 x 5,0 (8-10 x 4,5-5,5), Q=1,78 (1,64-1,92), 20 Sp. gemessen;
Nr. 35: Cortinarius cf. calochrous (Pers.: Fr.) Gray
Zur Bestimmung: passt zu den Aufsammlungen vom Sonnenberg; es scheint sich rauszukristallisieren, dass C. calochrous (bzw. das, was ich dafür halte) im Vergleich zu C. platypus kräftiger gelb ist, ein gelbes (nicht weißes) Velum besitzt, eine fertile LS und die etwas kleineren, apikal kaum ausgezogenen Sporen hat; die letzten beiden Fotos zeigen zwei weitere Aufsammlungen dieser Art vom Sonnenberg und aus dem Klosterwald; die Hutfarben sind mal mehr mal weniger intensiv gelb, aber nie so blass wie bei den Kollektionen 36 und 37.
Funddaten: 04.10.2012; MTB 7934-4-4-4, 550 m; D - By -Schäftlarn, westliches Isarufer, Klosterwald; überwiegend kalkreicher Buchenmischwald auf würmeiszeitlichen Schottern, Hangschutt und teils freigelegter Tertiär-Molasse; bei großen Buchen; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 4 cm breit, klebrig, am Scheitel mit bräunlichen Flöckchen besetzt, gelb, Hutrand durch das Velum fast schwefelgelb; Stiel: bis 5 x 0,9 cm, stark gerandet knollig, schmutzig cremefarben; Knolle sehr breit und flach, Rand leicht überstehend, basal schwach konisch; Bulbipellis und Myzel weißlich, stellenweise gelblich verfärbt; Velum am Knollenrand gelb; Lamellen: gedrängt, sehr blass lila; Schneiden wellig bis schwach schartig; Fleisch: weiß, im Stiel und in der Knollenbasis stellenweise cremegelb verfärbt; Geruch: schwach, minimal süßlich-gebäckartig; KOH (20%): am Fleisch negativ, am Hut kupferbraun (am Scheitel immer dunkler als am Rand); am Knollenrand und auf der Bulbipellis blass ockerbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: amydaloid, subapikulär kaum abgeflacht, Apex nicht oder nur ganz schwach ausgezogen; grob krustenwarzig, Maße: 9,5 x 5,5 (9-10 x 5-6), Q=1,73;
Nr. 36: Cortinarius platypus (Moser) Moser
Zur Bestimmung: mit FN bestimmt; der schlankstielige Habitus dieser Aufsammlung steht durchaus im Widerspruch zur Darstellung bei Moser, im Schlüssel der FN kommt man jedoch zu einer Punktlandung bei dieser Art.
Funddaten: 02.10.2012; MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), bei großen Buchen und (weiter entfernt) Fichten; gesellig (2 Fk));
Hut: bis 3,4 cm breit, schwach klebrig, ohne auffallende Hüllreste, cremeweiß bis cremegelb, am und um den Scheitel ockergelb bis ockerbräunlich; Stiel: sehr lang im Vergleich zum Hutdurchmesser, bis 6 x 0,8 cm, gerandet knollig, cremeweiß, schwach glänzend, an der Spitze auffallend blaulila; Knolle bis 1,8 cm breit, stark gerandet, am Rand volvaartig überstehend, basal konisch eingesenkt; Velum am Knollenrand weiß; Bulbipellis weiß; Basalmyzel weiß; Lamellen: schwach ausgebuchtet bis gerade angewachsen, gedrängt, lila; Fleisch: weiß, an der Stielspitze in der Rinde blaulila (rasch verblassend); Geruch: schwach, unauffällig; KOH (30%): am Hut beige bis beigebräunlich, sonst überall negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: mäßig dickes Ixotrichoderm, Zellen stark gelifiziert, intakte ca. 2-6 breit, Pigment meist intrazellulär körnig bis diffus gelbbraun, nur wenige Zellen in der oberen Schicht pigmentiert, sonst meist hyalin, vereinzelt auch schwach inkrustiert (sehr blass und unauffällig); Hypoderm nicht entwickelt; Lamellenschneide: steril; Cheilozystiden: deutlich differenziert, bilden ein dichtes steriles Band, stets keulig, ca. bis 35 µm lang und bis 16 µm breit; Basidien: 4-sporig, ca. 25-30 x 8-9; Sporen: amygdaloid bis citriform, Apex oft schwach ausgezogen, Warzen mäßig grob, isoliert, relativ niedrig; Maße: 10,0 x 5,8 (9-10,5 x 5,5-6,5), Q=1,71 (1,64-1,82), 20 Sp. gemessen;
Nr. 37: Cortinarius platypus (Moser) Moser
Zur Bestimmung: Stimmt sehr gut mit Mosers Beschreibung von C. platypus überein; einzige Abweichung: die Sporen sind doch recht zitronenförmig, wenn auch schmal citriform; trotz des habituellen Unterschieds zur Kollektion Nr. 36 vom selben Tag bin ich sicher, dass die Aufsammlungen zusammengehören: blasse Hutfarben, weißes Velum, violette Stielspitze, identische Sporenmaße und sterile Lamellenschneide!
Funddaten: 02.10.2012; MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), bei großen und jungen Buchen; einzeln; verges. mit C. caerulescens, C. humicola, C. aprinus (cf) und L. rubrocinctus;
Hut: 6,5 cm breit, flachausgebreitet, klebrig, sehr blass gelb bis cremegelb, mit weißlichen Velumflocken besetzt; Stiel: 5 x 1 cm, gerandet knollig, cremeweiß, später blass ockerbräunlich verfärbend, ganz an der Spitze mit violetter Zone; Knolle stark gerandet, 2,5 cm breit, basal flach konisch, am Rand häutig überstehend; Bulbipellis und Basalmyzel weißlich; Velum am Knollenrand weiß; Lamellen: gedrängt, jung lila und lange so bleibend; Fleisch: cremeweiß bis cremegelblich; Geruch: unauffällig; KOH (30%): am Fleisch negativ; am Hut kupferbraun; am Knollenrand (Velum) ockerbraun; auf der Bulbipellis negativ oder blass bräunlich; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: citriform, Apex zu >90% ausgezogen, grob krustenartig warzig, Maße: 10,3 x 6,0 (9-11 x 5,5-6,5), Q=1,72 (1,58-1,83), 20 Sp. gemessen;
Nr. 38: Cortinarius catharinae Consiglio
Zur Bestimmung: mit FN geschlüsselt, passt perfekt;
Funddaten: 04.10.2012; MTB 7934-4-4-4, 550 m; D - By -Schäftlarn, westliches Isarufer, Klosterwald; überwiegend kalkreicher Buchenmischwald auf würmeiszeitlichen Schottern, Hangschutt und teils freigelegter Tertiär-Molasse; bei riesigen Buchen; einzeln, verges. mit C. citrinus;
Hut: 6 cm breit, klebrig, sehr blass gelb, am Hutrand cremegelb, am Scheitel mit etwas dunkleren ockerbraunen Tönen; Stiel: 6 x 1,6 cm, stark gerandet knollig, cremeweiß, an der Spitze mit bläulichem Schimmer; Knolle extrem breit und flach (3,9 cm), basal abgeflacht, nur schwach angedeutet konisch, weiß; Bulbipellis und Basismyzel weiß; Velum am Knollenrand weiß; Lamellen: gerade angewachsen, gedrängt, lila und lange so bleibend; Schneiden konkav, minimal schartig; Fleisch: cremeweiß, im Stiel blass lila; Geruch: schwach, unauffällig; Geschmack: Huthaut mild; KOH (30%): am Hut leuchtorange bis feuerrot; an der Bulbipellis und am Knollenrand leuchtend pink; am Fleisch schmutzig blassbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Sehr dickes Ixotrichoderm, Zellen stark gelatinisiert, in der obersten Lage und in der Subpellis teils intrazellulär goldgelb pigmentiert, in der mittleren Schicht meist hyalin, Inkrustationen fehlend oder extrem fein und unauffällig; Hypoderm nicht entwickelt (Simplex-Typ); Lamellenschneide: fertil, Marginalzellen kaum differenziert; Sporen: amygdaloid, seltener subamygdaloid, subapikulär abgeflacht, Apex meist schmal gerundet, bisw. auch etwas breiter; grob krustenwarzig, Maße: 9,8 x 5,7 (9-10,5 x 5,5-6), Q=1,71 (1,58-1,82), 20 Sp. gemessen;
Nr. 39: Cortinarius turmalis Fr.
Zur Bestimmung: Mit FN geschlüsselt (=sebaceus ss. Moser);
Funddaten: 02.10.2012; MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), bei großen Buchen und in der Verjüngung; reihig bis rasig (>20 Fk); verges. mit C. rufoolivaceus, C. magicus
Hut: 5,2-9 cm breit, jung flach kegelig mit rundem Buckel, später flach gewölbt, semmelgelb, am Scheitel oft etwas dunkler; nur ganz schwach klebrig, kaum schleimig, wasserfleckig und wasserstreifig; Hutrand mit faserigen, weißen Velumresten besetzt; Stiel: 7,5-11,5 cm lang (auffallend langstielig in der tiefen Laubstreu), basal gleichdick, bisw. schwach knollig, aber ungerandet, bisw. auch verjüngt und ausspitzend, weiß; Velum weiß, ziemlich dick, angedrückt, schwach gürtelig; Lamellen: gedrängt, hellelfenbein bis kieselgrau, sehr blass cremebeige; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: weiß; Geruch: im Stiel schwach nach Honig; KOH (30%): am Hut ockerbraun, am Stielvelum blass ockerbraun, im Fleisch negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis mäßig dick (Ixocutis), Zellen fast vollständig gelifiziert, intakte unter 5 µm breit, hyalin bis sehr blass; Hypoderm mäßig stark, aber deutlich entwickelt, dickwandige Kastenzellen bis ca. 20 µm breit, mit gelbbraunem Dickwandpigment; Sporen: amygdaloid bis spindelig, subapikulär schwach verflacht, am Apex bisw. schwach eingeschnürt, glatt, sehr blass gelb, Maße: 7,4 x 3,8 (6,5-8 x 3,5-4,5), Q=1,93 (1,78-2,13), 20 Sp. gemessen;
Nr. 40: Cortinarius multiformium Consiglio & Moënne-Locc.
Zur Bestimmung: mit FN geschlüsselt; (=C. proteus, =C. polymorphus) FN gibt etwas größere Sporenmaße an, nicht aber Consiglio in der Originalbeschreibung (zu C. proteus, B123); C. gracilior ist lt. Gminder kaum unterscheidbar, nach Moser mit steriler LS, zierlicher und mit größeren Sporen;
Funddaten: 04.10.2012; MTB 7934-4-4-4, 550 m; D - By -Schäftlarn, westliches Isarufer, Klosterwald; überwiegend kalkreicher Buchenmischwald auf würmeiszeitlichen Schottern, Hangschutt und teils freigelegter Tertiär-Molasse; bei großen Buchen und Fichte; gesellig (2 Fk)
Hut: 3,8-5,5 cm breit, klebrig, jung glimmerig überreift, am Rand fein eingewachsen faserig, sonst +/- glatt, goldgelb, semmelgelb; Stiel: bis 4,5 x 1,3 cm, basal keulig bis keulig-knollig, aber nicht gerandet knollig, cremeweiß, Velum weiß, angedrückt; Knolle/Keule bis 2,8 cm breit, basal konisch verjüngt, weiß; Lamellen: gedrängt, jung fast weiß, später blass graubeige, zuletzt beige; Schneiden weißlich, schwach flockig bis kleinschartig; Fleisch: cremefarben; Geruch: schwach, etwas süßlich, im Schnitt vielleicht ein wenig an Honig erinnernd; KOH (30%): am Fleisch gelb bis beigegelb; am Hut kastanienbraun, am Velum und an der Bulbipellis blass ockerbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: dicke Ixocutis, Zellen locker und überwiegend parallel gelagert, ca. 3-10 breit, mit auffallenden, meist länglichen, in KOH blass grünlichen Öleinschlüssen, Pigment vor allem in der obersten Lage intrazellulär (vakuolär bis diffus) goldgelb, zusätzlich auch sporadisch fein inkrustierend (nicht auffallend quergestreift); Hypoderm stark entwickelt, Zellen meist 15-20, aber auch bis 25 und einmal bis 35 µm dick, mit kräftig gelbem, nicht inkrustierendem Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil, Marginalzellen unauffällig, kaum differenziert; Lamellentrama: hyalin; Basidien: 4-sporig, hyalin mit vielen Tropfen, z.B. 28x8, 33x8; Sporen: citriform, subapikulär abgeflacht, Apex meist deutlich ausgezogen, dicht warzig, Warzen nicht sehr grob, aber recht hoch, im Umriss grob rau; Maße: 9,3 x 5,6 (8-10 x 5-6), Q=1,65 (1,55-1,82), 20 Sp. gemessen;
Nr. 41: Cortinarius caerulescens (Schaeff.) Fr.
Zur Bestimmung: makroskopisch klar;
Funddaten: 02.10.2012; MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), bei großen Buchen; gesellig (lange Reihe), verges. mit C. magicus und C. olidus;
Beschreibung siehe Fotos
Nr. 42: Cortinarius magicus Eichhorn
Zur Bestimmung: Abgrenzung gegenüber C. glaucopus ss. FN
Funddaten: 04.10.2012; MTB 7934-4-4-4, 550 m; D - By -Schäftlarn, westliches Isarufer, Klosterwald; überwiegend kalkreicher Buchenmischwald auf würmeiszeitlichen Schottern, Hangschutt und teils freigelegter Tertiär-Molasse; bei großen Buchen und Eschen; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 7,5 cm und noch viel größer werdend, stark eingewachsen faserig jung mit grünen, später mit ockerbraunen Farben; Stiel und Lamellen blau; Stiel- im Vergleich zur Knollendicke: beim jungen Fk 1,8 zu 3,8, beim großen Fk 2,4 zu 4,4; Knolle also sehr breit und basal stark konisch eingesenkt; KOH am Hut kupferbraun, am Fleisch blass lehmbraun, auf der Bulbipellis negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, in Aufsicht ovoid, kräftig warzig, Maße: 7,4 x 4,6 (6,5-8 x 4,5-5), Q=1,62;
Nr. 43: Cortinarius arcuatorum Rob. Henry
Zur Bestimmung: mit FN bestimmt;
Funddaten: 06.10.2012; MTB 7934-3-2-3, 650 m; D-By-Leutstetten, Wolfsgrube, alter Buchenwald auf Würm-Endmoräne (kalkreicher, stellenweise abgesauerter Boden), direkt an einem Waldpfad, bei Eiche und Buche; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 6 cm breit, fast halbkugelig gewölbt, klebrig, kupferbraun bis blassbraun, Hutrand lila; Stiel: bis 5 x 1,4 cm, gerandet knollig, cremefarben; Knolle bist 3 cm breit, Bulbipellis und Basalmyzel weiß; Velum am Knollenrand lila und lange so bleibend (nicht purpurrot oxidierend); Lamellen: gedrängt, jung lila (Foto), dann rasch olivocker und an den Schneiden mit rotlila Zone; Fleisch: cremeweiß; Geruch: süßlich-gebäckartig (typischer Phlegmaciengeruch); KOH (20%): am Hut- und Stielfleisch sowie außen am Stiel intensiv erikaviolett bis pink; am Knollenrand purpurviolett; an der Bulbipellis variabel: orange, violett, rosa; am Hut rotviolett; Exsikkat: Hutoberfläche beige bis braunbeige, Stiele cremefarben und bisw. bräunlich verfärbt; HDS: Simplex-Typ; Ixocutis locker geschichtet, Zellen schwach gelifiziert, in den oberen Lagen intrazellulär blassbraun, in tieferen Schichten, vor allem in der Subpellis deutlich braun quergestreift inkrustiert; Hypoderm nicht ausgeprägt; Lamellenschneide: fertil, aber mit vereinzelten, zylindrischen "Cheilozystiden"; Lamellentrama: hyalin; Basidien: in KOH zum Großteil knallig pinkrosa (das komplette Lamellenstück wird in KOH sofort rot)! Sporen: citriform bis amygdaloid, Apex meist kurz ausgezogen, seltener fast spitz zulaufend, grob krustenwarzig, Maße: 10,2 x 6,0 (9,5-11,5 x 5,5-6,5), Q=1,69 (1,58-1,81), 20 Sp. gemessen;
Nr. 44: Cortinarius saporatus Britz.
Zur Bestimmung: mit FN bestimmt; passt alles; die beiden letzten Fotos zeigen zwei weitere Aufsammlungen aus demselben Wald;
Funddaten: 10.10.2012; MTB MTB 7735-1-4-4, 480 m; D - By - München, Oberschleißheim, Berglholz-Süd, Mischwälder (Kiefer, Eiche, Linde, Pappel, Hainbuche) auf Kalkschotter, bei Linde, Eiche, Pappel und Hainbuche; gesellig (4 Fk);
Hut: bis ca. 10 cm breit (sehr großer, massiver, schwerer Pilz), jung halbkugelig, später tellerig flach mit lange eingerolltem, herabgezogenem Rand, schleimig, jung ockergelb bis ockerbraun, später zunehmend dunkler und mehr rötlichbraun, kupferbraun; mit bisw. konzentrisch angeordneten, aber auch unregelmäßig verteilten weißen Velumflocken besetzt, die später bräunlich verfärben; Stiel: ca. bis 6 x 2,5 cm, sehr kräftig, weiß; Knolle sehr breit und deutlich gerandet, basal relativ flach oder schwach konisch; Velum am Knollenrand ockergelb bis ockerbraun; Lamellen: gedrängt, jung grauweiß, reif beige; Schneiden ziemlich auffallend gesägt; Fleisch: weiß; Geruch: sehr süß, nach Honiggebäck; Geschmack: mild (Huthaut und Fleisch); KOH (20%): am Hut rotbraun bis kastanienbraun; am Fleisch, am Velum und an der Bulbipellis negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Dicke Ixokutis, Zellen großteils nicht gelifiziert, etwas dickwandig, um 5 µm breit, blass gelblich, Pigment fein quergestreift inkrustierend, in einigen Zellen auch intrazellulär bernsteinfarben; Zellen in der Subpellis etwas breiter (ca. bis 10 µm), Hypoderm nicht ausgeprägt; über der Epikutis eine "abgerissene", stärker pigmentierte Zellstruktur, die vermutlich von Velumresten stammt; Lamellenschneide: fertil, aber mit einzelnen herausragenden, schlank zylindrischen sterilen Zellen; Sporen: amygdaloid bis subcitriform, Apex meist kurz ausgezogen und fast spitz zulaufend; grob krustenwarzig; Maße: 11,2 x 6,4 (10,5-12 x 6-7), Q=1,75;
Nr. 45: Cortinarius purpurascens Fr.
Zur Bestimmung: die Zugehörigkeit dieses Italieners aus dem Kastanienwald zu den Purpurascentes steht sicher außer Frage; aufgrund der kleinen Sporen keiner Laubwaldart zuzuordnen; vor allem aufgrund der Hutfarben makroskopisch weit bis meilenweit entfernt von den Kollektionen aus dem Zillertal (Kollektion Nr. 11) und vom Kirchsee (Koll. Nr. 7, 2010); mikroskopisch praktisch identisch mit der Zillertal-Kollektion aus dem Fichtenwald, abgesehen davon, dass das Hymenium in Melzer viel schwächer reagiert;
Funddaten: 15.10.2012; Italien, Toskana, Bibbiena, Raggiolo, Pratomagno-Region, ca. 700 m; im Kastanienwald; gesellig in der Laubstreu;
Hut: 4,7-6 cm breit, gewölbt, am Rand eingewachsen faserig, schleimig und klebrig, jung blass olivbraun, bald ockerbraun; Stiel: bis 5,5 x 1,5 cm, basal schwach gerandet knollig, jung blass lila, dann cremeweiß; Knolle meist nur schwach gerandet, bis 2,4 cm breit, basal tief konisch eingesenkt, aber nicht zugespitzt; Velum am Knollenrand blass lila; Lamellen: aufsteigend angewachsen, gedrängt, jung lila, später beigebräunlich, auf Druck lebhaft violett verfärbend; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: schmutzig weiß, jung in der Stielspitze blass lila; Geruch: schwach nach Kunsthonig; Geschmack: mild (auch HDS); Chemie: KOH am Hut lehmbraun, am Fleisch und an der Bulbipellis negativ; Lugol am Fleisch weinrot, blass violettbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: dicke Ixocutis, Zellen in den obersten Lagen sehr schmal, fädig (2-4), hyalin; Zellen überm Hypoderm etwas breiter (bis 8) und fein quergestreift blass gelbbraun inkrustiert; Hypoderm mäßig stark ausgeprägt; Zellen ca. bis 15 µm breit, mit blass gelbem, nicht inkrustierendem Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil, keine auffälligen Marginalzellen festgestellt; Lamellentrama: hyalin; in Melzer blass rosabraun umfärbend; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, subapikulär mit Depression und ausgeprägter Plage, Apex meist mittelbreit gerundet, extrem grob warzig (für so kleine Sporen), Warzen nicht nur apikal bis zu 0,5 µm überstehend; indextrinoid, Maße: 7,3 x 4,7 (6,5-8 x 4,5-5), Q=1,55 (1,44-1,67), 20 Sp. gemessen;
Nr. 46: Cortinarius subpurpurascens (Batsch) Fr. s auct.
Zur Bestimmung: mit FN geschlüsselt; unterscheidet sich von der Laubwaldkollektion aus dem Kastanienwald (Nr. 45, als purpurascens bestimmt) durch den nur keuligen Stiel, viel düsterer Farben durch die starken Wasserstreifen, größere Sporen, starke Violettreaktion des Hymeniums in Melzer und ein kaum ausgeprägtes Hypoderm in der HDS (würde ich sogar als Simplex-Typ einordnen); stimmt bis auf das sehr schwach ausgeprägte, nahezu pigmentlose Hypoderm auch gut mit der Beschreibung in JEC Band 15 (2012) überein;
Funddaten: 18.10.2012; Italien, Toskana, Bibbiena, Pratomagno, am 12er Wanderweg zwischen Monte Secchieta und Poggio della Risala, ca. 1400 m; im Buchenwald in der Laubstreu; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 10,5 cm breit, schleimig und klebrig, schmutzig braun, lehmbraun, ockerbraun, durch schwärzliche Wasserstreifen insgesamt düster wirkend, stark eingewachsen faserig; vor allem jung und am Hutrand mit deutlichem Blauton; Stiel: 7-8 x 2-3 cm, basal schwach spindelig-keulig oder gleichdick, jung blass blauviolett, an der Spitze lange so bleibend, alt langsam entfärbend; Velum am Stiel und am Hutrand blass lilablau; Lamellen: stark ausgebuchtet angewachsen, gedrängt, jung intensiv violett, vor allem am Hutrand lange so bleibend; auf Druck schwach violett fleckend; Fleisch: in Hut und Stiel blass lila, im Stiel violett marmoriert; auf Druck nicht fleckend; Geruch: schwach süßlich, mit etwas Fantasie (in der Stielbasis) an Kunsthonig erinnernd; Chemie: KOH am Hut lehmbraun, am Stiel negativ; Lugol am Fleisch blass violett; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis stark gelifiziert (Ixotrichoderm), Zellen nur bruckstückhaft, hyalin oder blass gelblich pigmentiert (vermutlich feinst inkrustierend); Hypoderm kaum ausgeprägt, Zellen in der Subpellis kauf 10 µm breit, ohne Dickwandpigment; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, oft mit subapikulärer Depression, Apex mittelbreit bis fast schmal gerundet, nicht sehr dicht, aber grob warzig, Warzen im Umriss deutlich überstehend; Maße: 8,6 x 5,2 (8-9,5 x 5-5,5), Q=1,67 (1,55-1,73), 20 Sp. gemessen;
Nr. 47: Cortinarius infractus (Pers.: Fr.) Fr.
Zur Bestimmung: einer von offenbar mehreren Infracti; bemerkenswert vielleicht die hellen Fk, die KOH-Reaktion und die ziemlich kleinen Sporen;
Funddaten: 02.10.2012; MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), bei großen Buchen und (weiter entfernt) Fichten; gesellig;
Hut: 3-7 cm, jung halbkugelig, dann irregulär polsterförmig, klebrig, stark eingewachsen faserig, dunkelbraun wasserstreifig, dunkel olivgrau; Stiel: bis 7 x 1,7, basal oft spindelig verbreitert und dann ausspitzend, farblich undefinierbar, schmutzig creme, an der Spitze silbrig glänzend; Lamellen: mäßíg gedrängt, jung düster anthrazitgrau, reif mit Brauntönen, dunkel olivbraun; Schneiden glatt; Fleisch: schmutzig creme, im Stiel anthrazitgrau marmoriert (bisw. mit schwachem Blaustich); Geruch: unauffällig; Geschmack: bitter; KOH (30%): am Hut zuerst graublau, dann olivgrün und dann großteils goldgelb umfärbend; am Fleisch schmutzig olivgrün; am Stiel schmutzig grau; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: relativ dünne Ixocutis (ca. 150 µm dick); Zellen kaum gelifiziert, locker liegend, ca. 2-5 breit, Pigment unauffällig, sehr blass bis hyalin; Hypoderm schwach bis mäßig entwickelt, Zellen der Subpellis bis ca. 20 µm breit, bisw. nur bis 10, schwach bis deutlich dickwandig, Pigment unauffällig, sehr blass; Lamellenschneide: +/- fertil, aber mit zahlreichen, schlanken, zylindrischen, sterilen Zellen (eher keine Marginalzellen, sehen aus wie aus der Schneide herauswuchernde Tramazellen); Basidien: 4-sporig, ca. 27-36 x 8, hyalin oder goldgelb, oft deformiert; Lamellentrama: hyalin; Sporen: subglobos, am Apikulus oft konisch zugespitzt, Apex sehr breit gerundet oder sogar etwas abgeflacht (dann sackförmig), dicht warzig, Warzen eher klein, aber bisw. hoch, größere Sporen fast stachelwarzig; Maße: 6,7 x 5,6 (6-7,2 x 5-6), Q=1,21 (1,12-1,27), 20 Sp. gemessen;
Nr. 48: Cortinarius cf. phaeosmus Rob. Henry
Zur Bestimmung: unklar; erinnert makroskopisch an C. phaeosmus, der Geruch passt aber nicht; auffallend auch das büschelig-rasige Wachstum; C. biformis etwas schlanker und normalerweise mit Blautönen an der Stielspitze; C. badiolaevis wohl schmächtiger und mit etwas kleineren Sporen; C. brunneocalcarius mit amygdaloiden Sporen und braunem Fleisch (kenne ich alle nicht);
Funddaten: 23.09.2012; MTB 8335-2-1-3, 850 m; D-By-Lenggries, Wildgraben, Bergmischwald (Tanne, Buche, Fichte, Bergahorn, Esche) auf Wettersteinkalk; bei riesigen Tannen und großer Buche; gesellig bis kleinbüschelig (>15 Fk); verges. mit C. atrovirens;
Hut: 3,8-4,6 cm breit, jung halbkugelig, später gewölbt mit herabgebogenem Rand, trocken, glatt, schokoladenbraun, stark hygrophan, zu sandgelb bis blass beige ausblassend; Stiel: bis 5,2 x 1 cm, basal stets gleichmäßig keulig, cremeweiß; Velum weiß, faserig, sehr dünn und unauffällig; Lamellen: ausgerandet angewachsen, mäßig bis normal entfernt, jung beigebraun bis rehbraun, reif dunkler rotbraun bis kastanienbraun; Schneiden schwach wellig, weißlich; Fleisch: schmutzig creme, in der Stielrinde olivbraun; Geruch: schwach rafanoid; Geschmack: nach Kohlrabi; KOH (30%): am Hut schwarzbraun, am Fleisch negativ bis blass beige; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis ziemlich dick, Zellen in der obersten Lage bisw. schwach gelifiziert, intakte ca. 2-5 breit, hyalin oder fein und blass inkrustiert; Hypoderm mäßig stark ausgeprägt, Zellen bis 20 µm breit, dickwandig; Dickwandpigment sehr blass, Zellen hyalin, bisweilen aber auch deutlich quergestreift inkrustiert, stets ziemlich blass; Lamellenschneide: fertil, ohne Marginalzellen; Lamellentrama: sehr blass bräunlich, Zellen hyalin bis sehr fein inkrustiert; Basidien: oft graubraun verfärbt, 4-sporig, ca. 30-39 x 7-8; Sporen: ellipsoid, subapikulär abgeflacht oder mit schwacher Depression, Apex sehr breit bis mittelbreit gerundet, dicht und mäßig grob warzig, im Umriss rau bis grob rau, Warzen am Apex bisw. auch deutlich überstehend; Maße: 7,9 x 4,9 (7,5-8,5 x 4,5-5,5), Q=1,63 (1,50-1,78), 20 Sp. gemessen;
Nr. 49: Cortinarius phaeosmus Rob. Henry
Zur Bestimmung: mit FN geschlüsselt; stimmt perfekt mit der Kollektion aus Ebrach (Nr. 23, 2010) überein;
Funddaten: 02.10.2012; MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), bei großen Buchen; gesellig (5 Fk);
Hut: 4,7-7 cm breit, flach gewölbt, bisw. irregulär polsterig, schwach gebuckelt, glatt, am Hutrand vom Velum silbrig glimmerig überreift bis überfilzt, rehbraun bis kastanienbraun, stark hygrophan, dadurch bald gezont in Scheibe, Mittelring und Rand; Stiel: bis 7,5 x 1,2 cm, basal meist keulig (Keule bis 2 cm dick), schmutzig cremebeige, silbrig überfasert, stellenweise bräunlich verfärbt; Velum schwach ausgeprägt, weißlich, faserig; Lamellen: stark ausgebuchtet angewachsen, mäßig entfernt, sehr breit, jung braunbeige, reif rehbraun; Schneiden weißlich; Fleisch: schmutzig beige, braun marmoriert; Geruch: ganz auffällig und intensiv nach Obstschnaps oder Enzianschnaps; an C. traganus erinnernd; KOH (30%): am Hut kastanienbraun, sonst unauffällig blassbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis sehr dünn, Zellen ca. 2-7 µm breit, hyalin bis feinst und sehr blass inkrustiert; Hypoderm stark entwickelt, Zellen bis 30 µm breit, mit blassbraunem, nicht inkrustierendem Dickwandigment; Lamellenschneide: substeril; mit zahlreichen Marginalzellen, diese gut von Basidiolen differenziert, meist kürzer und nicht breiter; Lamellentrama: hyalin; Basidien: 4-sporig, bisw. braun; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht bisw. ovoid, subapikulär abgeflacht oder mit schwacher Depression, Apex meist sehr breit, seltener mittelbreit gerundet; mäßig warzig, und im Umriss fein rau, Warzen apikal gröber und bisw. deutlich überstehend, stark dextrinoid; Maße: 7,7 x 5,0 (7-8,5 x 4,5-5,5), Q=1,55 (1,40-1,78), 20 Sp. gemessen;
Nr. 50: Cortinarius phaeosmus Rob. Henry
Zur Bestimmung: mit FN geschlüsselt; passt perfekt zu den Schnapsdrosseln aus Leutstetten! Die beiden letzten Fotos zeigen zwei weitere Kollektionen dieser Art aus demselben Wald, die Sporenmaße sind bei den vergrößerten Fotos angegeben.
Funddaten: 04.10.2012; MTB 7934-4-4-4, 550 m; D - By -Schäftlarn, westliches Isarufer, Klosterwald; überwiegend kalkreicher Buchenmischwald auf würmeiszeitlichen Schottern, Hangschutt und teils freigelegter Tertiär-Molasse; bei großen Buchen, Salweide, Ulme und (am Hang oben) Fichten; gesellig (4 Fk);
Hut: 2,8-4,5 cm breit, jung fast halbkugelig, dann gewölbt bis polsterig mit herabgezogenem Rand, fein befasert, am Rand mit filzigen, weißlichen Velumresten, jung kastanienbraun, rasch heller (stark hygrophan), rehbraun bis lehmbraun, oft gezont, beige ausblassend; Stiel: bis 5,5 x 0,8 cm, basal keulig, schmutzig creme, von der Basis her schwach bräunend; Velum dünn, weißlich, faserig; Lamellen: ausgerandet und breit angewachsen, mäßig entfernt, jung blassbraun, reif satt lehmbraun bis rehbraun; Schneiden weißlich, unregelmäßig; Fleisch: schmutzig creme, im Stiel braun marmoriert; Geruch: intensiv nach Enzianschnaps; KOH (20%): dunkel olivbraun (am Hut und am Fleisch); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis sehr dünn, Zellen ca. 5 µm breit, oft etwas gelatinisiert und gelbbraun pigmentiert, sonst hyalin oder ganz fein inkrustiert; Hypoderm deutlich ausgeprägt, Zellen bis ca. 20 µm dick, Dickwandpigment eher blass, nicht inkrustierend; Inkrustationen erst in tieferen Schichten; Lamellenschneide: fertil, keine Marginalzellen gesehen; Lamellentrama: hyalin; Basidien: 4-sporig, oft braun pigmentiert, z.B. 34x8; Sporen: ellipsoid, subapikulär oft mit Depression, Apex meist sehr breit, seltener mittelbreit gerundet, dicht und fein warzig, Warzen am Apex etwas gröber, im Umriss rau, sehr variabel in der Größe, Maße: 7,9 x 5,1 (7-9,5 x 4,5-6), Q=1,56 (1,45-1,64), 20 Sp. gemessen;
Nr. 51: Cortinarius phaeosmus Rob. Henry
Zur Bestimmung: mit FN geschlüsselt; passt ordentlich zu den bayerischen Aufsammlungen; auffallend vielleicht der kräftige, büschelige Wuchs und die kurz septierten HDS-Hyphen;
Funddaten: 14.10.2012; Italien, Toskana, Bibbiena, Raggiolo, Pratomagno-Region, ca. 1300 m, im Buchenwald; bei relativ jungen Buchen in der Laubstreu; kleinbüschelig (4 Fk)
Hut: bis 6,7 cm breit, gewölbt mit vorgezogenem breitem Buckel, trocken, glatt, kastanienbraun, schwach hygrophan, Stiel: bis 9,5 x 1,7, basal spindelig keulig und zu viert verwachsen, Keule bis 3 cm breit, cremeweiß, beige, bis blassbraun; Velum weißlich, faserig, sehr dünn; Lamellen: abgerundet und ausgerandet angewachsen, mäßig entfernt, jung blassbraun, später dunkler lehmbraun; Schneiden alt bisw. gesägt; Fleisch: cremebeige, braun marmoriert; Geruch: nach Enzianschnaps; KOH (20%): am Hut schokoladenbraun, am Fleisch nur schwach dunkler; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis mäßig dünn, Zellen nur vereinzelt gelifiziert, sonst recht kompakt, ca. 4-10 breit und auffallend kurz septiert (bei allen Fk beobachtet), in der Regel hyalin; Hypoderm gut entwickelt, Zellen bis 20, selten bis 25 breit, mit blassbraunem, vereinzelt warzig wirkendem Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil, keine auffälligen Marginalzellen beobachtet; Lamellentrama: hyalin; Basidien: 4-sporig, bisw. blassbraun pigmentiert; Sporen: ellipsoid, subapikulär verflacht aber ohne Depression, Apex meist sehr breit gerundet, mäßig warzig, am Apex etwas gröber; stark dextrinoid; Maße: 7,6 x 5,0 (6,5-8,5 x 4,5-5,5), Q=1,52 (1,42-1,67), 20 Sp. gemessen;
Nr. 52: Cortinarius phaeosmus Rob. Henry
Zur Bestimmung: noch ein toskanischer Phaeosmus; diesmal habe ich zum ersten Mal einen deutlichen Petersiliengeruch festgestellt, aber auch mit Schnapskomponente; die erste Kollektion mit im Mittel knapp über 8 µm langen Sporen.
Funddaten: 18.10.2012; Italien, Toskana, Bibbiena, Pratomagno, am 12er Wanderweg zwischen Monte Secchieta und Poggio della Risala, ca. 1400 m; im Buchenwald in der Laubstreu; gesellig (2 Fk)
Hut: bis 7,5 cm breit, gewölbt mit vorgezogenem Buckel, trocken und glatt, rehbraun bis kastanienbraun, hygrophan, ockerbraun bis beige ausblassend; Stiel: bis 9,5 x 1,5 cm, basal schwach spindelig-keulig oder gleichdick, schmutzig creme bis cremebeige, längsfaserig streifig; Velum weiß, faserig, dünn; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, mäßig gedrängt, lehmbraun; Schneiden weißlich, glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nach Petersilie, aber auch mit dem typischen Enzianschnapsgeruch (vermutlich hatte ich bisher auf Petersilie nicht geachtet); KOH (20%): am Hut dunkel schokobraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis dünn, Zellen teils gelifiziert, intakte bisw. recht breit (bis 10 µm), hyalin oder sehr blass pigmentiert (Pigment wahrscheinlich extrazellulär, Zellen bisw. mit blassbraunen Placken besetzt); Hypoderm entwickelt, Zellen ca. bis 20 breit, mit blassem, höchstens minimal körnigem Dickwandpigment, in tieferen Schichten mit dunkelbraunen Pigmentklumpen (vermutlich auch intrazellulär?), ohne auffallende querstreifige Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil, ohne auffällige Marginalzellen; Lamellentrama: sehr blass bräunlich, keine auffälligen Inkrustationen gesehen; Basidien: oft braun verfärbt und kollabiert; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht auch ovoid, subapikulär abgeflacht, Apex sehr breit bis mittelbreit gerundet, fein warzig, am Apex minimal gröber, aber kaum überstehend, normal bis stark dextrinoid; Maße: 8,1 x 5,0 (7,5-9 x 4,5-5,5), Q=1,62 (1,40-1,80), 20 Sp. gemessen;
Nr. 53: Cortinarius cf. flexipes var. inolens Lindst.
Zur Bestimmung: Wie schon letztes Jahr (Nr. 20, 2011) habe ich die Teile wieder im reinen Buchenwald gefunden (in FN nur Pinus, Picea und Betula angegeben); die Fk der Kollektion sind größer und kräftiger als sonst, die Sporen etwas kleiner; passt makroskopisch gut zur Vorjahreskollektion und zur Tafel D29 in CFP; C. comptulus müsste zumindest jung komplett schuppig sein und noch gedrungenere subglobose Sporen aufweisen;
Funddaten: 02.10.2012; MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), bei großen Buchen; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 4 cm breit, stets kegelig, meist fast spitz, gelegentlich auch etwas abgerundet, Hutrand lange mit weißem, feinfilzigem Velumbelag, nur am Rand bisw. durchscheinend gestreift, trocken, matt, glatt, rehbraun; hygrophan; Stiel: bis 6 x 0,7 cm, oft gekniet oder verbogen, basal zugespitzt, hutfarben oder etwas heller braun; Velum schwach ausgeprägt, sehr tief angesetzt, nur im unteren Stielbereich, weiß, faserig; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig entfernt, jung relativ hell ockerbraun, später nicht viel dunkler lehmbraun; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: im Hut- und Stielkern cremebeige, sonst wässrig braun; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis dünn; Zellen teils hyalin, teils ziemlich kräftig quergestreift braun inkrustiert; Hypoderm vorhanden, mäßig stark ausgeprägt, mit teilt inkrustierendem, braunem Dickwandpigment; stark quergestreift inkrustierte schmälere Zellen eingeflochten; Lamellenschneide: fertil bis substeril, mit vielen sterilen Marginalzellen; Lamellentrama: ziemlich kräftig braun inkrustiert (mit Placken und quergestreift, wie oft bei den Incrustati wirkt die Färbung der Trama im Mikroskop purpurbraun); Basidien: 4-sporig, oft rußbraun verfärbt, ca. 33-34 x 7; Sporen: ellipsoid, oft mit subapikulärer Depression, am Apikulus bisw. zugespitzt und dann tropfenförmig; Apex stets breit gerundet; Warzen ziemlich grob und im Umriss deutlich vorstehend, vor allem apikal; sehr stark dextrinoid; Maße: 7,3 x 5,1 (6,5-8 x 5-5,5), Q=1,43 (1,30-1,50), 20 Sp. gemessen;
Nr. 54: Cortinarius cf. terribilis
Zur Bestimmung: unklar; C. terribilis vermutlich dunkler und zumindest nach Originalbeschreibung mit größeren, vor allem breiteren Sporen, auch C. sordescens wohl erheblich dunkler und mit stärkerem Velum;
Funddaten: 02.10.2012; MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), bei großen und jungen Buchen; gesellig (3 Fk); verges. mit C. caerulescens, C. humicola und L. rubrocinctus;
Hut: 5,2-6,5 cm breit, flach kegelig bis flach gewölbt, mit herabgezogenem, oft nach innen gebogenem Rand, trocken, glatt, matt, stark eingewachsen faserig, elfenbeinfarben (hell milchkaffeefarben) mit dunkleren Fasern, am und um den Scheitel auch dunkler lehmbraun; Stiel: bis 6 x 2 cm, kräftig, keulig, stark längsfaserig, schmutzig cremebeige und braun streifig, von der Basis her rußbraun verfärbend; Velum sehr dünn, kaum identifizierbar; Lamellen: aufsteigend bis ausgebuchtet angewachsen, mäßig entfernt, jung blassbraun, reif satt braun, rehbraun; Schneiden glatt; Fleisch: schmutzig cremefarben und braun marmoriert; Geruch: schwach rafanoid (Kohlrabi); KOH (30%): auf allen Fk-Teilen blass olivbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis mäßig dünn, Zellen ca. 3-8 µm breit, teils hyalin, teils blass braun quergestreift inkrustiert; Hypoderm kaum ausgeprägt, Zellen unter der Epicutis etwas breiter (ca. bis 14 µm), aber kaum dickwandig, teils blass quergestreift inkrustiert; Lamellenschneide: fertil, keine auffälligen Marginalzellen gesehen; Lamellentrama: hyalin; Basidien: 4-sporig, bisw. blass bräunlich, ca. 40-50 x 10; Sporen: ellipsoid, subzylindrisch oder subamygdaloid, recht variabel, häufig mit subapikulärer Depression, Apex meist mittelbreit, seltener sehr breit oder schmal gerundet; normal warzig, Warzen apikal auch überstehend, sonst im Umriss rau, mäßig bis stark dextrinoid (recht ungleichmäßig); Maße: 11,2 x 6,6 (10-12,5 x 6-7), Q=1,70 (1,57-1,92), 30 Sp. gemessen;
Nr. 55: Cortinarius cf. suillonigrescens Reumaux
Zur Bestimmung: Kommentar 2014: Das könnte auch sehr gut C. serratissimus sein! Vgl. die Aufsammlungen dieser Art von 2013 und 2014. Alter Kommentar: völlig unklar; vielleicht doch eher zu C. hillieri gehörend oder gar nicht zu den Sordescentes? Auffallend die schon jung sehr dunklen Lamellen;
Funddaten: 04.10.2012; MTB 7934-4-4-4, 550 m; D - By -Schäftlarn, westliches Isarufer, Klosterwald; überwiegend kalkreicher Buchenmischwald auf würmeiszeitlichen Schottern, Hangschutt und teils freigelegter Tertiär-Molasse; bei großen Buchen; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 4,5 cm breit (nicht aufgeschirmt, sehr stattlicher Pilz), halbkugelig, Rand lange eingerollt, trocken, matt, auf braunem Grund stark silbrig glimmerig überreift, am Hutrand aus schwach filzig, vor allem am Rand mit dunkelbraunen Wasserflecken und -streifen; nicht hygrophan; Stiel: bis 8,5 x 1,3 cm, basal variabel keulig (Keule bis über 2 cm breit) oder spindelig und dann ausspitzend, schmutzig creme, gegen die Basis oft blass braun verfärbt, an der Basis bisweilen mit schwach hellblauem Ton; Velum sehr dünn, unauffällig; Lamellen: mäßig entfernt, schon jung dunkel schokoladenbraun (anfangs mit schwach violettem Ton?); Schneiden komplett weiß und schwach feinschartig bis flockig; Fleisch: schmutzig und blass beigegrau, im Stiel dunkelbraun marmoriert, zur Basis hin dunkler braun, in der Basis oft gänzlich rehbraun bis rotbraun; Geruch: schwach nach altem Radi; Geschmack: nach Kohlrabi; KOH (20%): am Hut olivbraun, am Fleisch schmutzig braun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis ziemlich dick, Zellen teils schwach gelifiziert und recht locker liegend, um 5 µm breit, hyalin oder mit intrazellulärem, diffusem bis vakuolärem blassbraunem Pigment, Inkrustationen fehlend oder sehr unauffällig (einmal ganz feine beobachtet); Hypoderm mäßig stark entwickelt, Zellen bis ca. 20 breit, nicht sehr dickwandig, Dickwandpigment sehr blass, ohne Inkrustationen; Lamellenschneide: zwar auch am Exsikkat weiß, aber fertil; Marginalzellen kaum differenziert; Lamellentrama: hyalin; Basidien: 4-sporig, oft braun verfärbt, ca. 35-41 x 8-10; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, meist mit schwacher subapikulärer Depression, Apex sehr breit bis mittelbreit gerundet, sporadisch auch schmaler, grob warzig, Warzen vor allem apikal stark überstehend, stark dextrinoid; Maße: 8,9 x 5,8 (8-10,5 x 5,5-6,5) Q=1,53 (1,42-1,67), 20 Sp. gemessen;
Nr. 56: Cortinarius cf. turgidus
Zur Bestimmung: Ähnlich sind Fotos von C. disjungendus in CFP (D33) und auf Mushroomobserver von Andreas Gminder; abweichend von den Beschreibungen sind das auch im unteren Stielbereich helle Fleisch, die hellen Hüte der Exsikkate (keineswegs dunkel graubraun bis schwärzlich) und die extrem stark dextrinoiden Sporen; trotz der überdimensionierten Fk und des büschelig-wurzelnden Wachstums bleibt also wohl nur C. turgidus.
Funddaten: 14.10.2012; Italien, Toskana, Bibbiena, Raggiolo, Pratomagno-Region, am 30er Wanderweg Richtung Poggio Masserecci, ca. 1400 m, im Buchenwald; bei mittelgroßen Buchen in der Laubstreu; büschelig und wurzelnd (>10 Fk);
Hut: 7-9 cm, trocken, matt, am Scheitel beige und schwach glimmerig, zum Rand hin streifig, aber nicht eingewachsen faserig, blassbraun; nicht hygrophan; Stiel: bis 16 x 2,8 cm, basal verjüngt und ausspitzend, meist kleinbüschelig verwachsen; cremefarben bis beige und bisw. blassbraun streifig; Velum weißlich, eher dünn, auf den Fotos am Hutrand und am Stiel flächig angedrückt, nach einem Tag kaum mehr identifizierbar; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, mäßig entfernt, jung braunbeige bis blassbraun, später etwas dunkler lehmbraun; Schneiden gleichfarbig und ziemlich glatt; Fleisch: cremeweiß und blassbraun marmoriert; Geruch: schwach nach Kohlrabi; Geschmack: mild, nach Kohlrabi; KOH (20%): am Hut olivbraun, am Fleisch negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis mäßig dick, aus mehreren, locker liegenden Lagen, Zellen teils schwach gelifiziert, ca. 3-10 µm breit (meist um 5), teils hyalin, teils blass grünbräunlich intrazellulär pigmentiert, keine auffälligen Inkrustationen beobachtet; Hypoderm schwach entwickelt, Zellen schwach dickwandig, bis ca. 15 µm breit, praktisch ohne Pigment; Lamellentrama: hyalin; Lamellenschneide: fertil, keine auffälligen Marginalzellen beobachtet; Basidien: 4-sporig, teils blassbraun verfärbt, ca. 33-41 x 8-9; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, subapikulär verflacht oder mit Depression, Apex meist breit gerundet, schwach dickwandig, dicht und mäßig grob warzig, im Umriss rau bis grob rau, Warzen meist eher klein und kaum überstehen, am Apex eine Spur gröber, extrem stark dextrinoid, Maße: 9,9 x 6,5 (9-11 x 6-7), Q=1,52 (1,38-1,69), 20 Sp. gemessen;
Nr. 57: Cortinarius turgidus
Zur Bestimmung: wie Koll. 22/2011.
Funddaten: 06.10.2012; MTB 7934-3-4-1, 630 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg, alter Buchenwald auf Würm-Endmoräne (kalkreicher, stellenweise abgesauerter Boden), bei großen Buchen und (weiter entfernt) Fichte; gesellig (>10 Fk);
Hut: 4-5,3 cm breit, stumpf kegelig bis gewölbt mit rundlichem Scheitel, trocken, matt, fast glatt, am Scheitel ockerbraun bis beige; am Hutrand oft dunkler braun wasserstreifig und glimmerig bereift; schwach hygrophan; Stiel: bis 7 x 1 cm, basal spindelig-keulig, cremefarben, bräunlich streifig; Velum weiß, mäßig dünn, bildet meist eine deutlich ausgeprägte Gürtelzone; Lamellen: gedrängt, ockerbraun bis lehmbraun; Schneiden glatt; Fleisch: cremeweiß, im Stiel blassbraun marmoriert; Geruch: nach Kohlrabi; KOH (20%): für eine Telamonia auffallend blass olivgrau bis blassbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis mäßig dünn, aus teils schwach gelifizierten, ziemlich locker gelagerten Zellen, diese hyalin oder blass bräunlich pigmentiert (iz); Hypoderm schwach entwickelt, Zellen bis 15, selten bis 20 breit, dickwandig, aber praktisch ohne Pigment; zwischen Epicutis und Hypoderm mit einer eigenartigen pigmentlosen, "verschwommenen" Zone ohne differenzierte Zellen; Lamellenschneide: fertil, Marginalzellen nicht differenziert; Lamellentrama hyalin; Basidien: 4-sporig, teils braun pigmentiert, ca. 30-35 x 8-9; Sporen: ellipsoid, subapikulär abgeflacht oder mit schwacher Depression, in Aufsicht ovoid, Apex sehr breit bis mittelbreit gerundet; dicht und schwach bis mäßig warzig, im Umriss rau, Warzen auch am Apex kaum überstehend, extrem stark dextrinoid; Maße: 9,3 x 5,9 (8,5-11 x 5,5-6,5), Q=1,57 (1,50-1,73), 20 Sp. gemessen;
Nr. 58: Cortinarius duracinus Fr. s.l.
Zur Bestimmung: mit FN geschüsselt; Consiglio et.al. haben diese Art wohl C. spisnii getauft;
Funddaten: 18.10.2012; Italien, Toskana, Bibbiena, Pratomagno, am 12er Wanderweg zwischen Monte Secchieta und Poggio della Risala, ca. 1400 m; im Buchenwald in der Laubstreu; gesellig (6 Fk);
Hut: bis 5,5 cm breit, halbkugelig bis gewölbt, schwach gebuckelt, trocken, glatt, jung rehbraun, stark hygrophan, bald ockerbraun bis ockergelb ausblassend, meist ungestreift, alt am Rand auch schwach durchscheinend gestreift; Stiel: bis 11 x 1 cm, basal verjüngt, sehr tief in der Streu verankert, oft verbogen, cremeweiß bis cremebeige, fein längsfaserig; Velum weißlich, sehr dünn, unauffällig; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, gedrängt, jung blassbraun, später lehmbraun; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: cremeweiß, bis cremebeige, nicht marmoriert; Geruch: schwach rafanoid (Kohlrabi); KOH (20%): am Hutfleisch olivbraun; am Hut rehbraun bis olivbraun, am Stiel außen blass olivgrau; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis aus schmalen, ca. 2,5-5 breiten, teils schwach gelifizierten Zellen, diese hyalin oder blass gelbbraun gebändert oder fleckig (falls dieses Pigment extrazellulär ist, dann hauchfein, weil es an der Zellwand nicht deutlich übersteht); Hypoderm ausgeprägt, Zellen ca. bis 20 µm breit, Dickwandpigment unauffällig, sehr blass, keine Inkrustationen beobachtet; Lamellenschneide: fertil, keine auffälligen Marginalzellen beobachtet; Basidien: 4-sporig, teils braun pigmentiert, z.B. 32x7,5, 28x7,5, 30x8; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, subapikulär abgeflacht, bisw. mit schwacher Depression, Apex meist mittelbreit, selten auch fast schmal gerundet, mäßig bis normal warzig, am Apex auch gröber; im Umriss rau bis grob rau, am Apex Warzen auch überstehend, mäßig stark dextrinoid, Maße: 8,4 x 5,2 (7,5-9,5 x 4,5-5,5), Q=1,63 (1,49-1,83), 20 Sp. gemessen;
Nr. 59: Cortinarius duracinus Fr. s.l.
Zur Bestimmung: die Hut- und Lamellenfarben sind doch deutlich heller und die Sporen etwas gedrungener als bei der zweiten Kollektion vom selben Tag (Nr. 58) aus demselben Wald. Trotzdem denke ich, dass es sich um dieselbe Art handelt;
Funddaten: 18.10.2012; Italien, Toskana, Bibbiena, Pratomagno, am 12er Wanderweg zwischen Monte Secchieta und Poggio della Risala, ca. 1400 m; im Buchenwald in der Laubstreu; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 5,8 cm breit, flach gewölbt mit vorgezogenem Buckel, trocken, glatt, ockerbraun, stark hygrophan, ockergelb bis beige ausblassend (vom Scheitel her); Stiel: bis 9,5 x 1,2 cm, basal gleichdick, bei einem Fk auch spindelig verdickt und ausspitzend, cremeweiß; Lamellen: schwach ausgebuchtet bis gerade angewachsen, mäßig gedrängt, jung auffallend blass beige, auch reif sehr hell ockerbraun; Schneiden weißlich und glatt; Fleisch: cremeweiß, im Stielkern blass beige; Geruch: schwach rafanoid (Kohlrabi); Geschmack: nach Kohlrabi; KOH (20%): am Hut olivbraun, am Fleisch schmutzig olivbraun, am Stiel außen negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutiszellen relativ schmal, hyalin oder blass grauocker pigmentiert, Pigment als Flecken oder Bänderung ausgeprägt, wenn extrazellulär, dann hauchdünn; Hypoderm ausgeprägt, Zellen bis ca. 20 µm breit, dickwandig, praktisch ohne Pigment; Lamellenschneide: mit vielen sterilen Zellen, die aber kaum von Basidiolen zu unterscheiden sind; Lamellentrama hyalin; Basidien: bisw. bräunlich verfärbt; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht bisw. tropfenförmig, subapikulär abgeflacht oder mit schwacher Depression, Apex sehr breit bis mittelbreit gerundet, dicht und mäßig bis normal warzig, am Apex auch gröber, mäßig stark dextrinoid; Maße: 7,9 x 5,3 (7-9 x 5-6), Q=1,49 (1,36-1,64), 20 Sp. gemessen;
Nr. 60: Cortinarius cf. psammocephalus (Bull.) Fr.
Zur Bestimmung: Als dunkel gelbbraun würde ich das Velum jetzt nicht gerade bezeichnen und ein bisschen kräftig sind diese Schwammerln auch geraten. Andererseits müsste ein schuppiger C. flexipes schon anständig nach Geranien riechen und rein weißes Velum haben. C. angelesianus gehört in den Nadelwald;
Funddaten: 02.10.2012; MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), bei großen Buchen, verges. mit C. bulliardii;
Hut: 3-3,5 cm breit, mit vorgezogenem Buckel, auf rehbraunem Grund komplett ockerlich kleinschuppig; Stiel: bis 6,5 x 0,6 cm, basal verjüngt, oben beige, stielabwärts dunkler braun; Velum cremebeige bis ocker, stark ausgeprägt, an der Abrissstelle mit schwach flockiger Zone, darunter mit unvollständigen Gürteln ausgeprägt; Lamellen: mäßig entfernt, jung ockerbraun, später rehbraun; Fleisch: rehbraun, in der unteren Stielhälfte zunehmend dunkler und bis schokobraun; Geruch: schwach rafanoid (Kohlrabi); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: schwer zu interpretieren wegen des Velums; Zellen in der obersten Lage sehr breit (bis 20 µm), oft spindelig, dünnwandig, hyalin bis fein inkrustiert (könnten zum Velum gehören), sonst auch etwas schmälere Zylindrische, quergestreift inkrustierte Zellen; Hypoderm ausgeprägt, mit inkrustierendem braunem Dickwandpigment, Zellen teils auch quergestreift inkrustiert; Lamellenschneide: fertig, keine auffälligen Marginalzellen gesehen; Lamellentrama: mit groben Placken und quergestreift bernsteinfarben inkrustiert; Sporen: breit ellipsoid, in Aufsicht bisw. tropfenförmig, subapikulär verflacht oder mit leichter Depression, Apex stets sehr breit gerundet, grob warzig, Warzen im Umriss überstehend (vor allem apikal), schwach bis mäßig dextrionid; Maße:7,5 x 5,3 (7-8 x 5-5,5), Q=1,41 (1,27-1,60), 20 Sp. gemessen;
Nr. 61: Cortinarius bulliardii (Pers.: Fr.) Fr.
Zur Bestimmung: makroskopisch klar; Foto 2 und 3 zeigen eine Kollektion aus dem Klosterwald bei Schäftlarn vom 04.10.2012;
Funddaten: 02.10.2012; MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), bei großen Buchen, gesellig (4 Fk); verges. mit C. cf. psammocephalus;
Hut bis 7 cm, rotbraun, hygrophan; Stiel an der Basis durch das Velum feuerrot; Myzelstränge feuerrot; Lamellen rostbraun; im Übrigen siehe Fotos;
Nr. 62: Cortinarius serratissimus M.M. Moser
Zur Bestimmung: Obwohl die Blautöne fehlen und die Schneiden fast glatt sind, passt die übrige Makroskopie ganz gut zu C. seratissimus. Vor allem die apikal sehr grob warzigen, großen Sporen sind ein typisches Merkmal dieser Art.
Funddaten: 04.10.2012; MTB 7934-4-4-4, 550 m; D - By -Schäftlarn, westliches Isarufer, Klosterwald; überwiegend kalkreicher Buchenmischwald auf würmeiszeitlichen Schottern, Hangschutt und teils freigelegter Tertiär-Molasse; bei riesigen Buchen und (weiter entfernt) Fichte; stark büschelig (>20 Fk);
Hut: bis gut 5 cm breit, abgerundet kegelig bis gewölbt, bisw. genabelt, trocken, matt, glatt, zentral schwach silbrig-glimmerig überreift, zum Rand hin schwach silbrig-filzig befasert; jung rehbraun, stark hygrophan, vom Scheitel her ockerbraun ausblassend und dann oft gezont; Stiel: bis 6,5 x 1 cm, basal schwach spindelig bis keulig und dann verjüngt, schmutzig creme, von der Basis her oft blassbraun verfärbt, basal weißfilzig; Velum weiß, sehr dünn, faserig, unauffällig; Lamellen: aufsteigend bis ausgebuchtet angewachsen, mäßig entfernt bis entfernt, jung blass schokoladenbraun bis sepiabraun, reif rehbraun (rötliche Töne durch die Sporen); Schneiden +/- glatt; Fleisch: schmutzig weiß, im Stiel graubraun marmoriert; Geruch: schwach rafanoid (Kohlrabi); KOH (20%): am Fleisch schmutzig olivbraun, am Hut olivbraun bis rehbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epikutis dünn, Zellen teils schwach gelifiziert, hyalin oder intrazellulär blassbraun pigmentiert (diffus), Inkrustationen fehlend oder sehr fein und unauffällig; Hypoderm stark entwickelt, Zellen ca. bis 20 breit, Dickwandpigment extrem blass bis fehlend; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: hyalin; Basidien: 4-sporig, z.B. 34x9, 35x9, biswl. blass rußbraun verfärbt und deformiert; Sporen: ellipsoid, subapikulär oft mit schwacher Depression, Apex meist sehr breit, bisw. auch mittelbreit gerundet, kräftig warzig, Warzen vor allem apikal sehr weit überstehend, stark dextrinoid, Maße: 9,7 x 6,5 (8,5-11,5 x 6-7), Q=1,50 (1,35-1,69), 20 Sp. gemessen;
Nr. 63: Cortinarius spec.
Zur Bestimmung: unklar; würde ich in der Sektion Hydrocybe verorten, mit FN komme ich zu keinem Schlüsselergebnis;
Funddaten: 06.10.2012; MTB 7934-3-2-3, 650 m; D-By-Leutstetten, Wolfsgrube, alter Buchenwald auf Würm-Endmoräne (kalkreicher, stellenweise abgesauerter Boden), im Buchenhallenwald bei großen Buchen und (weiter entfernt) Fichte; gesellig;
Hut: 3,4-5,5 cm breit, flach kegelig bis flach gewölbt, meist spitz gebuckelt, feinbefasert, trocken, matt bis schwach glänzend, kastanienbraun, Rand weißlich; hygrophan; Stiel: bis 8 x 0,9 cm, basal gleichdick oder schwach keulig erweitert, schmutzig cremebeige, bräunlich streifig bis fleckig; Velum weiß, sehr dünn, faserig; Lamellen: mäßig gedrängt bis mäßig entfernt, jung kupferbraun, dann rotbraun; Schneiden glatt; Fleisch: unter der HDS wässrig braun, sonst cremebeige und braun marmoriert bis streifig; Geruch: schwach, unauffällig; KOH (20%): am Hut und am Fleisch schokoladenbraun, am Stiel olivbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis dünn, Zellen ca. 4-10 breit, blass braun quergestreift inkrustiert; Hypoderm kräftig entwickelt, Zellen bis 25 µm breit, mit braunem, inkrustierendem Dickwandpigment, schmälere Zellen deutlich quergestreift inkrustiert; Lamellenschneide: fertil, Marginalzellen nicht differenziert; Lamellentrama: blassbraun, Pigment fein inkrustierend, an schmäleren Zellen quergestreift; Basidien: 4-sporig, bisw. braun verfärbt und kollabiert, ca. 27-35 x 7-8; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, meist mit subapikulärer Depression, Apex mittelbreit gerundet, fein bis mäßig warzig, im Umriss rau, nur apikal etwas gröber warzig; normal bis kräftig dextrinoid, Maße: 8,1 x 4,7 (7,5-9,5 x 4,5-5,5), Q=1,72 (1,56-1,89), 20 Sp. gemessen;
Nr. 64: Cortinarius safranopes Rob. Henry
Zur Bestimmung: mit FN geschlüsselt; mit GpBW müsste man als C. conicoides bestimmen; Letzterer ist allerdings mit deutlich kleineren Sporen und bräunlicher Laugenreaktion am Fleisch beschrieben;
Funddaten: 06.10.2012; MTB 7934-3-2-3, 650 m; D-By-Leutstetten, Wolfsgrube, alter Buchenwald auf Würm-Endmoräne (kalkreicher, stellenweise abgesauerter Boden), am Waldrand bei Hainbuche und anderen Laubbäumen (Ulme, Weide); gesellig;
Hut: 3,5-5 cm breit, flach kegelig bis gewölbt, sehr variabel geformt, fein befasert, jung komplett vom weißen Velum überfilzt, Hutrand lange mit dichtem, weißem Velumfilz überzogen; dunkelbraun, aber stark hygrophan und rasch ockerbraun, ockergelb bis sandgelb ausblasssend und typischer weise mit schwarzen Flecken; Stiel: bis 8,5 x 1 cm, basal gleichdick oder schwach keulig und dann verjüngt, schmutzig creme, bräunlich streifig; Velum weiß, dick, bildet einen oder mehrere gut ausgeprägte Gürtel in der unteren Stielhälfte; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, bisw. mit Zahn kurz herablaufend, entfernt, jung sehr hell sandgelb bis braunbeige, reif lehmbraun bis rehbraun; Fleisch: schmutzig cremeweiß bis blass beige, im Stiel ockerbraun streifig bis marmoriert; Geruch: schwach modrig; KOH (20%): am Hut schokoladenbraun, am Stiel fast schwarz, am Hut- und Stielfleisch purpurschwarz; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis sehr dünn, Zellen ca. 5-6 breit, hyalin; Hypoderm stark ausgeprägt, Zellen bis 25 breit, Dickwandpigment kräftig braun, inkrustierend und Placken bildend, schmälere Zellen quergestreift inkrustiert; Lamellenschneide: substeril, mit vielen klar differenzierten, keuligen Marginalzellen, diese aber kaum breiter als die Basidien (bis 10) und kürzer; dazwischen immer wieder reife Basidien eingestreut; Basidien: 4-sporig, häufig mit einer "Ausstülpung" im unteren Teil, z.B. 33x8, 38x8, wenige braun verfärbt; Sporen: ellipsoid mit starker subapikulärer Depression, in Aufsicht tropfenförmig, grob warzig, Warzen nicht sehr breit, aber deutlich überstehend, stark dextrinoid, Maße: 9,1 x 6,2 (7,5-10,5 x 5,5-6,5), Q=1,47 (1,33-1,62), 20 Sp. gemessen;
Nr. 65: Cortinarius spec.
Zur Bestimmung: unklar, in FN konnte ich den nicht schlüsseln;
Funddaten: 18.10.2012; Italien, Toskana, Bibbiena, Pratomagno, in der Gipfelregion des Croce di Pratomagno, ca. 1560 m, über dem Parkplatz am Waldrand auf der Weide, bei Buche; gesellig, oft zu zweien verwachsen (7 Fk);
Hut: 3-5 cm breit, jung abgerundet bis spitz kegelig, später kegelig bis gewölbt, meist mit Papille, trocken, glatt, schokoladenbraun, stark hygrophan, vom Scheitel her rotbraun bis beige ausblassend; Stiel: bis 5,5 x 0,7 cm, basal gleichdick, auf braunem Grund stark silbrigweiß überfasert (vor allem im oberen Drittel); Velum weiß, bildet Flecken und unvollständige Gürtel am Stiel; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen und mit Zahn kurz herablaufend, mäßig gedrängt bis mäßig entfernt, jung ockerbraun, reif lehmbraun bis rostbraun; Schneiden auffallend weißlich abgesetzt, nicht flockig, glatt, schwach wellig; Fleisch: im Hutkern creme, sonst schokoladenbraun, im Stiel lehmbraun, in der Stielspitze violettbraun; Geruch: schwach rafanoid; Geschmack: nach Kohlrabi; KOH (20%): am Hut, Fleisch und Stiel(velum) dunkel schokobraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis eher dünn, Zellen teils gelifiziert, schwach pigmentiert; Hypoderm stark ausgeprägt, Zellen ca. bis 25 breit, mit blassbraunem, schwach inkrustierendem Dickwandpigment; keine quergestreift inkrustierten Zellen gesehen; Lamellenschneide: zwar auch am Exsikkat weißlich, aber fertil, keine auffälligen Marginalzellen gesehen; Lamellentrama: fein braun inkrustiert, kaum auffallend quergestreift; Basidien: bisw. braun verfärbt; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, subapikulär abgeflacht, Apex meist breit gerundet, normal warzig, am Apex auch grobwarzig, stark dextrinoid, Maße: 8,8 x 5,6 (8-9,5 x 5-6), Q=1,58 (1,42-1,73), 20 Sp. gemessen;
Nr. 66: Cortinarius olivaceofuscus Kühner
Zur Bestimmung: Mit CFP bestimmt; das letzte Foto zeigt eine weitere Kollektion aus demselben Wald;
Funddaten: 02.10.2012; MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), bei großen Buchen, gesellig (ca. 5 Fk);
Hut: 2,5-3,1 cm, spitzkegelig, fein faserig, olivbraun, am Rand durch das Velum lebhaft olivgrün; Stiel: bis 4,5 x 0,4 cm, olivgelb, faserig; Lamellen: mäßig gedrängt, olivgelb bis olivbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach (rafanoid?); Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, Apex mittelbreit, seltener schmal gerundet, subapikulär abgeflacht oder mit schwacher Depression; normal warzig, im Umriss rau; Maße: 7,1 x 4,5 (6,5-7,5 x 4,5), Q=1,57;
Nr. 67: Cortinarius percomis Fr.
Zur Bestimmung: Wohl unkritisch.
Funddaten: 16.09.2012; MTB 8337-2-1-4, 960 m; D-By-Geitau, Wanderweg zur Aiplspitze, Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Feldahorn) auf Hauptdolomit und quartärem Hang- und Verwitterungsschutt, bei Fichten und Bergahorn; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 4,2 cm, gelb bis semmelgelb (Scheitel), am Hutrand hell grünlichgelb (Velum); Stiel: bis 6,5 x 1,3, basal keulig (Keule bis 2,2 cm breit), grünlichgelb, an der Spitze etwas blasser; Velum grünlichgelb; Lamellen: abgerundet bis gerade angewachsen, gedrängt, olivgelb; Fleisch: grünlichgelb; Geruch: würzig nach Majoran; KOH (30%): am Hut blass olivbraun, im Stiel rosabräunlich, in der Stielkeule blutrot; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: breit amygdaloid bis subamygdaloid, Apex meist schmal, bisw. auch mittelbreit gerundet; kräftig warzig; Maße: 10,6 x 6,6 (9,5-11,5 x 6-7), Q=1,60;
Nr. 68: Cortinarius rufoolivaceus (Pers. 1801 : Fr.) Fr. 1838
Zur Bestimmung: makroskopisch klar;
Funddaten: 02.10.2012; MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), bei Buchen; einzeln;
Lamellen olivgrau bis olivbraun; KOH am Fleisch grün; am Hut erst olivbraun, dann rotbraun umfärbend; im Übrigen siehe Foto;
Nr. 69: Cortinarius delibutus Fr.
Zur Bestimmung: wohl alternativlos; auffälligerweise immer mit Zitterpappel assoziiert; die Sporen sind etwas kleiner als in der Literatur angegeben;
Funddaten: 20.09.2012; MTB 7934-4-1-2, 600 m; D-By-München, Forstenrieder Park, Sukzessionsflächen östlich des Eichelgartens, bodensaurer Laubmischwald (Eiche, Buche, Hainbuche, Linde, Zitterpappel, Salweide, Fichte) auf hochwürmeiszeitlichen Schottern (Kalk); bei jungen Buchen, Lärche, Zitterpappeln, Eichen, Fichte; terrestrisch, gesellig (>20 Fk, Massenaspekt im ganzen Wald, auffälligerweise immer mit Zitterpappel assoziiert;
Hut: bis 6 cm breit (noch nicht mal aufgeschirmt, sonst sicher locker bis 8 cm), schleimig und klebrig, zinkgelb, bisw. mit Olivton; Stiel: bis 9 x 1,7 cm, basal gleichdick oder schwach keulig, schmutzig creme, Velum blass gelb bis grüngelb, schleimig; Lamellen: schwach aufsteigend bis gerade angewachsen, mitunter auch bogig herablaufend (bei noch nicht aufgeschirmten Fk), sehr gedrängt, ziemlich schmal, anfangs blau, rasch zu graubeige entfärbend; Fleisch: cremefarben, jung im ganzen Stiel blaugrau, später nur noch in der Spitze so und schließlich ganz zu cremeweiß entfärbend; Geruch: unauffällig; Geschmack: mild; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Ixocutis - Ixotrichoderm, Zellen großteils intakt, locker verteilt, teils mit in KOH grünlichen Körnchen gefüllt, schmalere Zellen sehr blass quergestreift pigmentiert; Hypoderm nicht entwickelt; Lamellenschneide: fertil; Basidien: 4-sporig; Sporen: subglobos, dicht und fein warzig, im Umriss fein rau; Maße: 7,1 x 6,0 (6,5-7,5 x 5,5-6,5), Q=1,18;
Nr. 70: Cortinarius cf. barbatus (Batsch: Fr.) Melot
Zur Bestimmung: bleibt unklar; der Pilz gleicht makroskopisch C. barbatus, hat aber völlig andere Sporen (viel kleiner und subglobos statt amygdaloid);
Funddaten: 28.09.2012; MTB 6025/4 , ca. 250 m; D-By-Unterfranken, Gramschatz, Gramschatzer Wald; Laubmischwald (Eiche, Hainbuche, Linde, Buche); bei Hainbuche und Buche (?); gesellig (4 Fk);
Hut: bis 5,2 cm, flach gewölbt und schwach gebuckelt, sehr schleimig, schwach wasserstreifig (wie eingewachsen faserig wirkend), komplett mit glimmerigem Belag, elfenbeinweiß bis creme; Stiel: bis 6 x 1 cm, basal spindelig-keulig erweitert, cremeweiß, in der unteren Hälfte auch wässrig cremegrau; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, beige; Schneiden glatt bis schwach schartig; Fleisch: wässrig cremegrau (im Hut) bis cremegelblich (im Stiel); Geruch: nach schwarzem Tee; Geschmack: saubitter; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: kurz ellipsoid bis subglobos, in Aufsicht bisw. ovoid, subapikulär kaum verflacht, Apex sehr breit bis mittelbreit gerundet; fein warzig, im Umriss rau, indextrinoid; Maße: 5,4 x 4,3 (5-6 x 4-4,5), Q=1,27 (1,16-1,50), 20 Sp. gemessen;
Nr. 71: Cortinarius cf. lividoochraceus (Berk.) Berk.
Zur Bestimmung: mit FN einfach als C. elatior zu schlüsseln; folgt man Moser/Gminder, so sind C. pangloius und arvinaceus im Rennen; lividoochraceus ist original mit blauem Stiel beschrieben; die Aufsammlung aus Grünwald (2007) ist viel dunkler, hat ein blaues Velum und um ca. 1 µm längere Sporen;
Funddaten: 02.10.2012; MTB 7934-3-4-1, 600 m; D-By-Leutstetten, Sonnenberg Südhang, alter Buchenwald (auf Würmendmoräne, Kalkgebiet), bei großen Buchen, gesellig (3 Fk);
Hut: 4,5-7,5 cm breit, schleimig bis klebrig, flach kegelig, im Alter stark radialfurchig, sandgelb, olivbeige, am Scheitel dunkler, in den Furchen bis ockerbraun; Stiel: bis 10 x 1 cm, basal stark ausspitzend, an der Spitze furchig, weißlich; Velum schleimig, weißlich (keine deutlichen Blautöne gesehen); Lamellen: mäßig gedrängt, jung olivbeige, reif ockerbraun; Schneiden fein weiß gezähnelt bis flockig; Fleisch: cremefarben; Geruch: an und in der Stielbasis schwach nach Kunsthonig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: ca. 300 dicke Ixocutis, Zellen recht parallel und locker liegend, ca. 3-6 breit, ab und zu verzweigt, Endzellen zylindrisch, ca. 18-50 lang; stets ohne Schnallen; Hypoderm entwickelt, Zellen ca. bis 30 µm breit, mit goldgelbem, teils inkrustierendem Dickwandpigment; Lamellenschneide: steril; Cheilozystiden: ballonförmig, blasig, keulig, auch gestielt blasig oder kugelig, oft kettenförmig angeordnet, ohne Schnallen, ca. 25-36 x 10-23; Sporen: amygdaloid bis schlank citriform, bisw. auch subamygdaloid, Apex meist schmal, selten mittelbreit gerundet, zu ca. 30% ausgezogen, normal warzig, Maße: 11,8 x 6,8 ([10,5]11,5-13[14] x 6,5-7), Q=1,75 (1,64-1,86), 20 Sp. gemessen;
Nr. 72: Cortinarius cf. lividoochraceus (Berk.) Berk.
Zur Bestimmung: im Gegensatz zur Kollektion vom vom Sonnenberg (Nr. 71) mit blauem Velum und kaum gefurchtem Hut, mikroskopisch aber sehr ähnlich, lediglich die Cheilos sind nicht so kettig angeordnet und die Schneide nur substeril;
Funddaten: 14.10.2012; Italien, Toskana, Bibbiena, Raggiolo, am 30er Wanderweg Richtung Poggio Masserecci; im Kastanienwald, ca. 990 m; verges. mit T. acerbum;
Hut: bis 6 cm breit, kaum gefurcht; Stiel oben rillig gefurcht; Velum blass blau; Geruch in der Stielbasis intensiv nach Kunsthonig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: dickes Ixotrichoderm, Zellen nicht gelifiziert, locker angeordnet, hyalin, Endzellen zylindrisch und abgerundet, ca. 14-27 lang, ohne Schnallen; Hypoderm gut entwickelt, Zellen ca. bis 25 breit, mit zitronengelbem Dickwandpigment, stellenweise auch als Placken und dick inkrustierend; Lamellenschneide: substeril; Cheilos bilden keine durchgehendes Band an der Schneide; Cheilozystiden: ziemlich stark eingebaut und erst nach Quetschen freizukriegen, diese keulig bis blasig, niemals kettenartig angeordnet, ca. 18-42 x 13-23; ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig, z.B. 43x13, 38x11; Sporen: amygdaloid bis schlank citriform, subapikulär abgeflacht oder mit schwacher Depression, Apex schmal gerundet und bisw. etwas ausgezogen; gelegentlich auch subamygdaloid mit etwas breiter gerundetem Apex; grob warzig; Maße: 11,9 x 7,1 (11-13 x 6,5-8), Q=1,68;
Nr. 73: Cortinarius cf. lividoochraceus (Berk.) Berk.
Zur Bestimmung: unterscheidet sich durch die voluminösen, teils breit fusoiden Cheilos und die sehr schlanken Sporen von den Kollektionen Nr. 71 und 72; auch sehr junge Fk ohne jeglichen Blauton;
Funddaten: 16.10.2012; Italien, Toskana, Bibbiena, Poppi, Larniano, Casa Fantone; ca. 640 m, im Eichen-Kastanienwald; gesellig (5 Fk);
Hut: bis 9 cm, stark schleimig, ockerbraun bis lehmbraun, auch jung nicht dunkler, alt stark gefurcht; Stiel: basal verjüngt, weiß, Velum auch ganz jung nicht blau, sondern weiß, stark schleimig; oberhalb des Velums meist stark gefurcht; Lamellen: jung creme bis beige, reif hell ockerbraun; Geruch: in der Stielbasis nach Kunsthonig; KOH: am Fleisch negativ; am Hut kastanienbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: dickes Ixotrichoderm (Hyphen senkrecht aufsteigend), Zellen hyalin, ca. 5 µ breit, Endzellen zylindrisch, apikal abgerundet, unverzweigt, ca. 20-40 lang; Hypoderm deutlich entwickelt, Zellen ca. bis 18 µm breit, mit goldgelbem, grob inkrustierendem Dickwandpigment (teils auch quergestreift); ohne Schnallen; Lamellenschneide: substeril, Zystiden immer wieder mal mit Basidien durchsetzt; Cheilozystiden: vielgestaltig und voluminös, keulig, blasig, breit fusoid, subutriform, ca. 20-50 x 14-30, selten kettig angeordnet, ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig, 44x12, 42x13, 45x13; ohne Schnallen; Sporen: amygdaloid bis schmal citriform, häufig mit deutlich ausgeprägter subapikulärer Depression und Plage, Apex meist deutlich ausgezogen, grob warzig, Maße: 12,6 x 6,8 (11,5-14,5 x 6-7,5), Q=1,85 (1,67-2,07), 20 Sp. gemessen;