Entolomataceae 2020

Nr. 1: Clitocella mundula (Lasch) K. L. Kluting & al.

Zur Bestimmung: Im Vergleich zu C. popinalis abgesehen von der völlig anderen Hutfarbe stärker verfärbend im Fleisch und in den Lamellen, mikroskopisch soweit untersucht identisch.

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Funddaten: 02.10.2020; MTB 7031-4-2-1, 480 m; 10°58'7.04"E, 48°56'13.97"N; D – By – Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Gemeinde Pappenheim, oberhalb der Altmühlschleife nördlich der Stadt, an der Felsleite; Buchenhangwald über Kalk (Dickbankkalke, Weißer Jura); in dicker Laubstreu, gesellig (ca. 20 Fk);
Hut: bis 6,5 cm breit, flach trichterig, ganz jung flach gewölbt und in der Mitte schwach niedergedrückt oder mit angedeutetem Buckel, Hutrand jung umgerollt und lange so bleibend, glatt, trocken, matt, in Hutrandnähe oder direkt am Hutrand bisw. radial gerippt, oft konzentrisch aufbrechend wie bei „rinnig bereiften“ Trichterlingen, elfenbeinweiß, vor allem am Hutrand grauend bei schwärzend (vielleicht anfangs auch mit minimalem Blauton); Stiel: bis 3,5 x 1 cm, oft verbogen und tief im Substrat steckend, basal durch cremefarbene Rhizomorphen stark mit dem Substrat verwachsen, apikal am breitesten, dann verjüngt, zäh, hutfarben oder etwas dunkler, auf Druck schwach grauend; Lamellen: weit herablaufend, gedrängt, schmal, cremebeige, an verletzten Stellen grau verfärbt, beim Drüberreiben langsam grauend und gleichzeitig rosa verfärbend, nicht ablösbar; Fleisch: cremeweiß, kompakt und zäh, im Schnitt zunächst unveränderlich, dann vor allem in den Randbereichen langsam fleischrötlich verfärbend (wie Lactarius zonarius), dann allmählich vergrauend, in der Stielbasis schwach gilbend, Schnittstellen im Stielfleisch über Nacht schwarzgrau, auch Hutrand und Lamellen bei ausgelegten Fk über Nacht stellenweise grau bis schwarzgrau verfärbt; Geruch: im Schnitt gurkig-mehlig; Geschmack: sehr bitter; Sporenpulver: rosabraun (wie bei Entoloma); KOH (40%): am Hut sofort rot, dann orangebraun; am Hutfleisch schwächer reagierend, blass orangebraun, rund um die KOH-Stellen später blaugrün; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: heterogen, mit irregulären, länglichen, oft knorrig-wellig verdrehten, auch divertikulierten sterilen Marginalzellen, diese ca. 17-33 x 3-4, aber auch mit zahlreichen Basidien; Lamellentrama: Zellen glatt und farblos, schlank, oft irregulär wellig, ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; ca. 21-31 x 6-7,5; Sporen: breit ellipsoid bis subglobos, in Seitenansicht schwach eckig und sporadisch mit schwach überstehenden Pusteln, feinst warzig bis pustelig, nicht kongophil; Maße: 4,8 x 3,9 (4,2-5,7 x 3,4-4,4), Q=1,22 (1,15-1,32), 30 Sp. gemessen;

Nr. 2: Entoloma winterhoffii Wölfel & Noordeloos

Zur Bestimmung: Mit Gröger (2006) geschlüsselt. Es besteht große Übereinstimmung mit der Kollektion in PdS4, Nr. 91 (als E. undulatosporum). Für diese Bestimmung sprechen neben der Makro- und Mikroskopie die absolute Übereinstimmung der Ökologie: So beschreibt Wölfel (ÖZP 1997) den Fundort des Typus wie folgt: feuchter Grabenrand zwischen Moosen, Springkraut und Brennesseln. Auch die Erscheinungszeit (Ende August, Anfang September) stimmt überein.

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Funddaten: 27.08.2020; MTB 8136-4-3-1, 780 m; 11° 45' 18,26'' E, 47° 49' 22,54'' N; D – By – Landkreis Miesbach, Gemeinde Warngau, Taubenberg, Sulzgraben; Bergmischwald (Tanne, Fichte, Buche) über Oberer Süßwassermolasse (Mergel, Sandmergel und Konglomerate); auf feuchter steiniger Erde unter Pestwurz und Springkraut; gesellig (4 Fk); verges. mit Conocybe hexagonospora;
Hut: bis 1,5 cm breit, konvex, mit Papillchen oder angedeutet genabelt, jung etwas filzig, später radialfaserig, trocken, jung ungestreift, später am Rand durchscheinend gestreift, hell graubraun, stark hygrophan, streifig beige verblassend; Stiel: bis 3,3 x 0,15 cm, basal gleichdick und weißfilzig, grauoliv, schwach und fein silbrig überfasert; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, sehr bauchig, bis 3 mm breit, jung cremegrau, reif hell graubraun, bis braunbeige mit schwachem Olivton, ohne deutlichen Rosaton; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen nahe der Hutmitte ca. 10-22 breit, mit keuligen Endzellen, Pigment intrazellulär braun, keine Schnallen gesehen; Lamellenschneide: fertil; Basidien: 4-sporig, zumindest an Basidiolen mit Schnallen, teils als schwach dickwandige „Sklerobasidien“ ausgeprägt, ca. 28-46 x 9,5-12; Sporen: knotig-vieleckig, mit 7-10 normal bis eher schwach ausgeprägten Ecken, Maße: 9,7 x 6,2 (8,7-11,2 x 5,7-6,7), Q=1,58 (1,40-1,81), 30 Sp. am Hymenium gemessen;

Nr. 3: Entoloma infula (Fr.: Fr.) Noordel.

Zur Bestimmung: Mit Gröger (2006) und FE5a geschlüsselt.

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Funddaten: 13.09.2020; MTB 8533-1-4-1, 1040 m; Koordinaten: 11° 12' 42,62'' E; 47° 28' 24,86'' N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Klais, Kranzbach; feuchte Mähwiese über Würmmoräne im Übergangsbereich zu Raibler Kalk; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 2,6 cm breit, gewölbt mit kleinem Papillchen, glatt, bis zum Scheitel fein durchscheinend gestreift, lehmbraun bis rehbraun; Stiel: bis 7 x 0,25 cm, basal gleichdick und weißfilzig, glatt und kahl, olivgrau; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, normal gedrängt, jung cremebeige, reif bräunlichbeige mit schwachem Rosaton; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach aromatisch, vielleicht minimal nach Chlor; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: trockene Cutis, keine Schnallen gesehen, Pigment feinst braun inkrustierend; Lamellenschneide: fertil; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-7 normal ausgeprägten Ecken, Maße: 8,6 x 6,3 (7,7-9,9 x 5,5-7,2), Q=1,37 (1,28-1,45), 20 Sp. gemessen;

Nr. 4: Entoloma sericeum (Bull.) Quèl.

Zur Bestimmung: Da man inzwischen weiß, dass E. sericeum auch intrazelluläres Pigment haben kann, problemlos so zu bestimmen.

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Funddaten: 08.10.2020; MTB 7326-3-2-1, 600 m; 10° 2' 48,66'' E, 48° 38' 14,31'' N; D - BW – Landkreis Heidenheim, Gemeinde Gerstetten, Erpfenhausen, Schwäbische Alb; mit Schafen beweidete Wacholderheide über Kalk; in der Wiese im Gras; gesellig (ca. 6 Fk);
Hut: bis 4 cm breit, flach gewölbt bis ausgebreitet und mit kleinem warzenförmigem Buckel, trocken bis leicht schmierig und glatt, schwach glänzend, schokoladenbraun; Stiel: bis 4 x 0,5 cm, olivgrau, weißlich überfasert; Lamellen: abgerundet bis gerade angewachsen, gedrängt, bauchig, graubraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: im Schnitt nach Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen in der obersten Lage teils gelifiziert/kollabiert, sonst intakt, ca. 2,5-7,5 µm breit, knapp unterhalb des Scheitels noch mit etlichen keuligen, ca. 7-13 µm breiten Endzellen; Pigment doppelt: diffus, vakuolär und körnig intrazellulär sowie fein braun inkrustierend; Schnallen keine gesehen; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: lang septiert, keine Schnallen gesehen, Zellen feinst braun inkrustiert; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: subisodiametrisch, mit 5-6, selten 7 normal bis schwach ausgeprägten Ecken, Maße: 8,1 x 7,0 (7,4-9,4 x 5,9-8,1), Q=1,17 (1,06-1,30), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 5: Entoloma juncinum (Kuehner & Romagn.) Noordel.

Zur Bestimmung: Mit Gröger (2006) geschlüsselt. E. nitens ist viel heller. Schwach genabelte Hüte gibt auch Noordeloos in FE5 an.

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Funddaten: 02.10.2020; MTB 7031-4-2-1, 480 m; 10°58'28.08"E, 48°56'24.56"N; D – By – Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Gemeinde Pappenheim, oberhalb der Altmühlschleife nördlich der Stadt; Buchenmischwald mit Hainbuche, Kiefer, Eiche und Ahorn über Kalk (Dickbankkalke, Weißer Jura); bei Buchen am Rand des Forstwegs, auf Erde, terrestrisch, gesellig (3 Fk);
Hut: bis 2,2 cm breit, gewölbt, schwach genabelt, glatt, trocken, dunkel olivbraun, bis zum Scheitel durchscheinend gestreift; Stiel: bis 5,5 x 0,3 cm, basal gleichdick, längsfaserig, olivgrau bis olivbraun, in der unteren Hälfte stellenweise weiß beflockt; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, ziemlich dick, graubraun, Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach aromatisch-pilzig, kein Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: trockene Cutis, Zellen intakt, in den obersten Lagen teils recht breit (wurstförmig) aufgebläht (bis 25 µm) und mit keuligen Endzellen (ca. 10-20 m breit, etwas unterhalb des Scheitels); Pigment vorwiegend querstreifig braun inkrustierend, stellenweise auch diffus intrazellulär; Schnallen selten oder fehlend; Trama: lang septiert; Lamellentrama teils mit Schnallen; Stielrinde: apikal sporadisch mit zylindrischen bis keuligen Endzellen, Schnallen fehlend oder sehr selten; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; ca. 39-47 x 10-12; Sporen: subisodiametrisch, mit 5-7 normal, gelegentlich auch nur schwach ausgeprägten Ecken; Maße: 9,0 x 7,8 (8,1-9,8 x 7,1-8,6), Q=1,15 (1,02-1,28), 20 Sp. gemessen;

Nr. 6: Entoloma clandestinum (Fr.: Fr.) Noordel.

Zur Bestimmung: Mit Gröger (2006) als E. papillatum geschlüsselt, diese ist jedoch ein Synonym zu E. clandestinum.

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Funddaten: 08.10.2020; MTB 7325-4-4-2, 600 m; 9° 59' 41,6'' E, 48° 36' 44,45'' N; D - BW – Landkreis Heidenheim, Gemeinde Gerstetten, Sontbergen, Schwäbische Alb; mit Schafen beweidete Heide über Kalk; in der Wiese zwischen alten Eichen; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 2,8 cm breit, kegelig, mit Papillchen, glatt, fast bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, schokoladenbraun; Stiel: bis 4,5 x 0,2, basal gleichdick, graubraun, vor allem apikal weißlich beflockt, basal weißfilzig; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, queraderig, graubraun; Fleisch: extrem dünn, siehe Schnittbild; Geruch: im Schnitt nach Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Trockene Cutis, Pigment kräftig braun quergestreift inkrustierend, keine Schnallen gesehen; Trama: lang septiert; Kaulozystiden: an der Stielspitze büschelig, +/- zylindrisch, nie kopfig; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; ca. 31-38 x 9,5-11; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-7 normal ausgeprägten Ecken, Maße: 10,0 x 7,8 (9,3-10,9 x 7,2-8,5), Q=1,28 (1,21-1,38), 20 Sp. gemessen;

Nr. 7: Entoloma clandestinum (Fr.: Fr.) Noordel.

Zur Bestimmung: Wuchs nicht weit entfernt von Kollektion Nr. 6 und zeigt ganz gut die Variabilität der Hutform dieser Art. Einziger und etwas überraschender mikroskopischer Unterschied zur Kollektion Nr. 6 sind die deutlich längeren Basidien.

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Funddaten: 08.10.2020; MTB 7325-4-4-2, 600 m; 9° 59' 41,6'' E, 48° 36' 44,45'' N; D - BW – Landkreis Heidenheim, Gemeinde Gerstetten, Sontbergen, Schwäbische Alb; mit Schafen beweidete Heide über Kalk; in der Wiese zwischen alten Eichen; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 1,7 cm breit, glockig, mit Papille, trocken und glatt, etwa bis zur Hälfte durchscheinend gestreift, schokoladenbraun; Stiel: bis 5,5 x 0,2 cm, dunkel graubraun, apikal weißlich beflockt, sonst weißlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, graubraun, Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: im Schnitt schwach aromatisch, vielleicht mit schwacher Mehlkomponente; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: direkt am Scheitel ein Trichoderm mit vielen keuligen Endzellen; Pigment grob quergestreift inkrustierend; keine Schnallen gesehen; Kaulozystiden: Endzellen der apikalen Stielbeflockung büschelig, in Clustern, angeordnet, schlank zylindrisch, apikal abgerundet, maximal schlank keulig, nie kopfig; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: lang septiert, fein quergestreift inkrustiert; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; ca. 40-48 x 10-12; Sporen: heterodiametrisch, mit 6-7, selten 8 normal ausgeprägten Ecken, Maße: 9,8 x 7,4 (9,4-10,4 x 7,1-7,9), Q=1,32, 10 Sp. im Lamellenpräparat gemessen;

Nr. 8: Entoloma melenosmum Noordel.

Zur Bestimmung: Stimmt mit den als E. melenosmum sequenzierten Kollektionen überein. Alle vier haben den Chlorgeruch und fein inkrustierendes Pigment in der Ixocutis. Die Art entspricht E. nidorosum s. Kokkonen (2015).

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Funddaten: 13.09.2020; MTB 8533-1-2-3, 1085 m; Koordinaten: 11° 13' 8,66'' E; 47° 28' 46,77'' N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Klais, Kranzbach; Bergmischwald (Fichte, Buche, Tanne) über Würmmoräne; bei Buche, Tanne und Fichte; gesellig (ca. 15 Fk);
Hut: bis 5,5 cm breit, im Zentrum genabelt bis schwach trichterig vertieft, trocken und glatt, beigegrau, stark hygrophan; Stiel: bis 7,5 x 1 cm, gelegentlich abgeplattet und dann breiter, cremeweiß, hohl; Lamellen: breit angewachsen oder habituell schwach herablaufend, mäßig gedrängt, rosabeige; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: deutlich nach Chlor (Schwimmbad); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Ixocutis, Zellen in der obersten Lage stark gelifiziert, intakte schmal und farblos oder feinst blass inkrustiert, Schnallen vorhanden; Lamellenschneide: fertil; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: subisodiametrisch, mit 5-7 normal ausgeprägten Ecken; Maße: 7,6 x 6,4 (6,6-9,0 x 5,6-7,7), Q=1,20 (1,11-1,29), 20 Sp. gemessen;

Nr. 9: Entoloma lividocyanulum Noordel.

Zur Bestimmung: Mit provisorischem Cyanula-Schlüssel und Gröger (2006) geschlüsselt. Die Kollektion erinnert etwas and E. exile, die jedoch Cheilozystiden, etwas größere Sporen und in der Regel Olivtöne am Stiel aufweist.

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Funddaten: 13.09.2020; MTB 8533-1-4-1, 1040 m; Koordinaten: 11° 12' 41,57'' E; 47° 28' 24,72'' N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Klais, Kranzbach; feuchte, magere Mähwiese über Würmmoräne im Übergangsbereich zu Raibler Kalk; gesellig (über 10 Fk);
Hut: bis 1,8 cm breit, gewölbt und schwach genabelt, jung samtig bis feinfilzig und etwas glimmerig, später im und um das Zentrum kleinschuppig aufbrechend, zum Rand hin verkahlend, ganz jung komplett schokoladenbraun, dunkelbraun, später nur noch im Zentrum so, sonst braunbeige, ganz jung ungestreift, später fast bis zum Scheitel durchscheinend gestreift; Stiel: bis 6 x 0,15 cm, basal weißfilzig, blass graublau, alt hellgrau, kahl oder schwach weißlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und meist mit Zahn herablaufend, weiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: mit Tropfen; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 6-8, ausnahmsweise auch 9 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 8,8 x 6,0 (7,9-10,0 x 5,3-6,8), Q=1,48 (1,30-1,70), 20 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 10: Entoloma asprellum (Fr.) Fayod

Zur Bestimmung: Mit provisorischem Cyanula-Schlüssel und Gröger (2006) geschlüsselt.

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Funddaten: 13.09.2020; MTB 8533-1-2-3, 1080 m; Koordinaten: 11° 13' 0,82'' E; 47° 28' 30,69'' N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Klais, Kranzbach; feuchte Mähwiese über Würmmoräne; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 2,5 cm breit, schwach genabelt (typischer Leptonia-Habitus), jung minimal filzig und schwach glimmerig, alt im Zentrum bisw. schuppig aufbrechend und sonst glatt, jung ungestreift oder nur am Rand gestreift, später bis zum Zentrum durchscheinend gestreift, schokoladenbraun; Stiel: bis 5 x 0,2 cm, basal gleichdick, apikal schwach bereift und mit Sporenstaub bepudert, sonst schwach silbrig überfasert, zur Basis hin weißfilzig, jung dunkelblau, alt stahlgrau; Lamellen: ausgebuchtet bis gerade angewachsen, mäßig gedrängt, stark untermischt und bei allen Fk auffallend queraderig, graubeige, alt mit Rosaton; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 6-8, selten 9 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 10,5 x 7,2 (9,0-12,3 x 6,7-8,2), Q=1,45 (1,25-1,70), 30 Sp. gemessen;

Nr. 11: Entoloma cf. melanochroum Noordel.

Zur Bestimmung: Unterscheidet sich durch die ungestreiften Hüte und die heterogene Lamellenschneide von Kollektion Nr. 10 (E. asprellum), die am selben Tag im selben Gebiet gefunden wurde. Mit Gröger (2006) als E. melanochroum zu schlüsseln. Im provisorischen Cyanula-Schlüssel ist E. melanochroum wegen fehlender DNA-Daten nicht enthalten. Die Beschreibung von E. melanochroum in FE5 stimmt weitgehend überein und auch das Foto in FE5a zeigt durchaus ähnliche Fk.

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Funddaten: 13.09.2020; MTB 8533-1-4-1, 1040 m; Koordinaten: 11° 12' 42,62'' E; 47° 28' 24,86'' N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Klais, Kranzbach; feuchte Mähwiese über Würmmoräne im Übergangsbereich zu Raibler Kalk; gesellig (8 Fk);
Hut: bis 3,5 cm breit, schwach genabelt (typischer Leptonia-Habitus), jung filzig und schwach glimmerig, alt im Zentrum bisw. kleinschuppig aufbrechend und sonst feinsamtig, jung ungestreift, erst alt am Rand schwach durchscheinend gestreift, schokoladenbraun; Stiel: bis 5,5 x 0,5 cm, basal gleichdick, apikal schwach bereift und mit Sporenstaub bepudert, sonst schwach silbrig überfasert, zur Basis hin weißfilzig, jung dunkelblau, alt stahlgrau; Lamellen: ausgebuchtet bis gerade angewachsen, mäßig gedrängt, stark untermischt und bei allen Fk auffallend queraderig, jung cremegrau, reif graubeige und mit Rosaton; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: heterogen, verschiedene Präparate liefern verschiedene Ergebnisse, jedoch nie komplett steril, bisw. heterogen mit sterilen Zellen, die als Zystiden interpretiert werden könnten, bisw. mit substerilen Abschnitten zwischen fertilen, bisw. komplett fertil; Maße der Cheilozystiden ca. 20-38 x 6-9,5; Basidien: 4-sporig, 3- und 2-sporige eingestreut, ohne Schnallen, Maße: 36-43 x 11-14; Sporen: heterodiametrisch, mit 6-8 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 10,1 x 7,0 (9,1-11,5 x 6,5-7,5), Q=1,45 (1,29-1,73), 20 Sp. gemessen;