Verschiedene Gattungen 2006
7. August 2006, Forstenrieder Wald bei München
Eine Hohenbuehelia auf morschem Buchenholz
Funddaten: 04.08.2006; Fundort: MTB 7934/4/4/1, 620 m Oberdill, am ersten Stachelbartplatz, auf sehr morschem Holz (höchstwahrscheinlich Buchenholz); gesellig; Hut: FK: 2-2,5 cm lang, 1,5-2 cm breit; Hut: abgerundet spatelförmig, graubraun, matt, stellenweise hellgrau breift bis beflockt, Randzone heller ockerbraun; Exsikkat kalkweiß bis hellgrau; Stiel: lateral, fast nahtlos in den Hut übergehend, ca. 0,5-0,8 cm breit, bis 0,4 cm dick, cremeweiß; Lamellen: weißlich bis cremefarben, dicht stehend, Schneiden +/- glatt; Fleisch: über den Lamellen wässerig grau, im Stiel weiß; Geruch: mehlig wie Maipilz; Geschmack: bitterlich, unangenehm; Lamellentrama: -; Basidien: -; Cheilozystiden: spindelig, spitz zulaufend und mit Kristallschopf, ca. 70-90 x 10-15, sehr dickwandig (2-3 µm am Zystidenbauch) = Metuloide; dazu eigenartig geformte Zellen mit abseptiertem zylindrischem Fortsatz, der mit einem Tropfen behangen ist ("Nematodenfänger"); Pleurozystiden: Metuloide wie an der L-Schneide; Kaulozystiden: -; HDS (am Exsikkat untersucht): Oberste Schicht (ca. 25 µm dick) eine Cutis aus ca. 3 µm dicken Hyphen, keine Zystiden oder Metuloide beobachtet; darunter gelatinöse Schicht (ca. 100-150 µm breit) mit trichodermartig angeordneten ca. 3 µm breiten Hyphen, Septen mit Schnallen, darunter eine Schicht aus schmalen (ca. 2 µm breit) liegenden Hyphen, schwach gelbbraun pigmentiert; Sporen: 6,1 x 4,6 (5-7 x 4-5), Q=1,34 (1,2-1,6), elliptisch, hyalin, mit Tropfen, Apiculus sehr gut ausgeprägt; Chemie: -; Sporenpulver: cremeweiß (Ib); Bestimmung: Hohenbuehelia ausriscalpium.
12./27. Oktober 2006, Pupplinger Weiher
Ein Panaeolus am Weiher; 1. Kollektion in Reihe 1, 2. Kollektion in Reihe 2
Funddaten: 12./27.10.2006; Fundort: MTB 8034/4/1/4, 600 m; Pupplinger Weiher, nahe am Ufer des 1. Weihers, bei Weiden, jungen Fichten und (weiter entfernt) Kiefer, zwischen Gras, Moos, Schachtelhalm und Schilfstengeln (?); Hut: 4-6 cm breit, jung kegelig, dann schwach gebuckelt, schmierig, +/- glatt, stark hygrophan, schokoladenbaun, am Scheitel rötlichbraun, vom Rand her graubraun bis milchkaffeebraun ausblassend und dadurch am äußeren Drittel auffallend gezont; Hutrand durchscheinend gerieft und mit Guttationströpfchen besetzt; Stiel: bis 12,5 cm lang, schlank, längsfaserig, bisweilen etwas drehwüchsig, an der Spitze cremefarben, dann rötlichbraun, an der Basis dunkel rotbraun bis bis schwarzbraun, auf ganzer Länge grauweißlich bereift und im oberen Drittel mit Wassertröpfchen besetzt; Lamellen: schmal angeheftet, mäßig gedrängt, untermischt, graubraun marmoriert, Schneiden jung schwach hellgrau flockig bis schwach gezähnelt und mit winzigen, unauffälligen Wassertröpfchen besetzt, älter fast glatt und gleichfarben; Fleisch: dünnfleischig, wässerig graubraun; Geruch: unauffällig; Geschmack: mild, unangenehm ranzig; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: zylindrisch, wellig, bisweilen schwach kopfig, basal meist verbreitert, ca. 25-40 µm lang, um 5 µm breit, keine Schnallen gefunden; Pleurozystiden: keine festgestellt; Kaulozystiden (Koll2): zylindrisch, zur Basis hin etwas verbreitert, z.B 54 x 10 x 7 (Länge x Bauch x Kopf); HDS: hymeniform, keine PZ gesehen; Sporen: Koll. 1: in H2SO4 nicht entfärbend, elliptisch (Schmalseite) bis zitronenförmig (Breitseite), 8,5-9,5 x 5-6,5 (Breitseite 6-6,5, Schmalseite 5-5,5); Nachmessung am Exsikkat: 9,5 x 6,5 (9-10,5 x 6-7); Q=1,47 (nur die Breitseiten gemessen); Kollektion 2: sehr breit, fast zwiebelförmig, mit KP, 9,4 x 6,9 (8,5-10 x 6,5-7,5), Q=1,37 (1,3-1,6), (am Exsikkat untersucht); Chemie: -; Sporenpulver: -; Bestimmung: Panaeolus reticulatus, für P. guttulatus sind wohl die Sporen zu breit.
25. November 2006, Forstenrieder Wald
Eine Psathyrella auf Buchenast:
Funddaten: 25.11.2006; Fundort: MTB 7934/4/1/4, 600 m Oberdill, Oberdiller Weg Ost, am Wegrand im Buchenwald, direkt auf in der Streu liegendem morschem Ast (höchstwahrscheinlich Buche); Hut: bis 5,5 cm breit, jung mit spärlichen, weißen, vergänglichen Velumresten, bald verkahlend, rötlichbraun bis schokoladenbraun, stark hygrophan, vom Scheitel her ocker ausblassend, im Zentrum fuchsig bleibend; Stiel: bis 8 cm lang, bis 0,7 cm dick, oft recht kräftig, zur Basis hin schwach verdickt, apikal schwach bereift (alt auch rillig), sonst längsfaserig, weißlich, schmutzigweiß, bisweilen blass hellbräunlich, glänzend; Lamellen: aufsteigend und sehr breit angewachsen, bauchig, dünn, mäßig gedrängt, graubraun, Schneiden gleichfarben, etwas heller flockig; Fleisch: wässerig braun, beim Abtrocknen weißlich; Geruch: -; Geschmack: -; Lamellentrama: -; Basidien: -; Cheilozystiden: spindelig-bauchig, ca. 28-45 x 10-15, dazwischen keulige Zellen; Pleurozystiden: wie die Cheilos geformt, ca. 43-55 x 13-16; Stielbeflockung: aus polymorphen, zystidenförmigen, rundlichen und keuligen Zellen; HDS: hymeniform; Sporen: elliptisch, mit KP, 9,3 x 5,5 (8,5-10,5 x 5-6), Q=1,7; Chemie: -; Sporenpulver: -; Bestimmung: Psathyrella spec.
28. Oktober 2006, Forstenrieder Wald
Eine Psathyrella auf Buchenholz:
Funddaten: 28.10.2006; MTB 7934/4/1/3, 600 m Oberdill, auf morschem Buchenholz (Stammstücke); gesellig (ca. 10 Fk); Hut: 2,5-4 cm breit, glatt bis etwas runzelig, schmierig, jung mit +/- konzentrisch angeordneten weißen Velumflocken bedeckt, die am Hutrand auffallend fransig-zackig abstehen, später verkahlend, hygrophan, feucht schokoladenbraun, am Scheitel auch rötlichbraun, später milchkaffeebraun bis blass ockerbraun ausblassend, etwa zur Hälfte durchscheinend gerieft; Stiel: ca. 3-5,5 cm lang, bis ca. 0,5-0,6 cm dick, schmutzig weiß, dicht weiß beflockt, Basis kaum oder schwach verdickt; Lamellen: gedrängt bis mäßig gedrängt, dünn, untermischt, graubraun, Schneiden hellgrau flockig (schwach); Fleisch: wässerig ockerbraun, im Stiel cremeweiß bis ocker; Geruch: unauffällig banal pilzig; Geschmack: eher unangenehm und etwas bitterlich; Lamellentrama: -; Basidien: -; Cheilozystiden: spindelig, dickwandig (-0,8 µm), ca. 51-55 x 11-16; Pleurozystiden: spindelig, dickwandig (-1,0 µm), ca. 57-62 x 12-14; Stielbeflockung: aus spindeligen, tels amorphen Zellen (46-80 x 11-17) und Sphaerozysten (17-23 Durchmesser); HDS: hymeniform, aus rundlichen Zellen, ca. 64 x 50; Sporen: elliptisch bis schwach bohnenförmig, mit KP, 7,5 x 4,5 (7-8 x 4-4,5); Q=1,67 (10 Sp. gemessen); Chemie: -; Sporenpulver: -; Bestimmung: Psathyrella spintrigeroides Orton
26. Oktober 2006, Tegernseer Berge, Marienstein
Diese Schwammerln wuchsen auf einer Schafweide bei Tannen und jungen Fichten; ich weiß ned einmal die Gattung (seufz!)... (Mikromerkmale vom Exsikkat)
Funddaten: 26.10.2006; MTB 8235/4/2/2, 860 m, Marienstein, Schafweide; auf der Wiese bei großen Tannen und Fichtenbabies; gesellig (ca. 5 Fk); Hut: 3-4,5 cm breit, jung kegelig, später ausgebreitet, mit kleinem, warzenförmigem Buckel, leicht schmierig und glänzend, hygrophan, beim Abtrocknen fast zu 2/3 durchscheinend gerieft, alt auch fein radialrinnig, Oberfläche feinsamtig, schockoladenbraun, beim Abtrocknen radial ausblassend, Hutrand bisweilen ebenmäßig, aber auch leicht wellig oder angedeutet gelappt; Stiel: bis 6 cm lang, bis 0,7 cm breit, zylindrisch, bisweilen tief gefurcht (wie ein Saftling), glatt, bisweilen weißlich überfasert, vor allem apikal schwach bereift, graubraun mit deutlichem Olivton, bisweilen auf ganzer Länge mit kleinen braunen Pünktchen besetzt, Basis kaum verdickt und ohne Myzelfilz; Lamellen: schmal angeheftet, fast frei wirkend, bauchig, mäßig gedrängt, untermischt, hellgrau, alt graubraun, Schneiden heller grauweiß; Fleisch: dünnfleischig, wässerig graubraun bis dunkelbraun; Geruch: unauffällig; Geschmack: unangenehm ranzig; Lamellentrama: -; Basidien: 2-sporig (bei einem Fruchtkörper), 3-4-sprorig (bei zwei anderen Fk);; Cheilozystiden: siehe Pleuros; Pleurozystiden: spindelig, z.B. 90x15, 88x14; Kaulozystiden: (im oberen Stieldrittel): keulig bis zylindrisch, büschelig, z.B. 18x6, 33x7, 22x6, 27x5, 22x6; mit großen Schnallen; HDS: Cutis, oberste Schicht aus 2-5 µm breiten Zellen, Endzellen bisweilen schwach keulig und bis ca. 7 µm breit, +/- braun pigmentiert (zellulär), mit großen Schnallen, darunter eine mehrlagige Schicht mit breiteren Zellen; Sporen: elliptisch, inamyloid, mit großem Apiculus, beim 3-4sporigen Fk: 7,7 x 5,2 (7-8 x 4,5-6,5) Q=1,47 (1,2-1,6) beim 2-sporigen Fk: 9,6 x 5,5 (8-10,5 x 4,5-6), Q=1,76 (1,4-2); Chemie: -; Sporenpulver: -; Bestimmung: Hydropus trichoderma, die Bestimmung ist nicht 100%ig sicher, da sich in der HDS auch bei Nachsuche am Exsikkat keine Pigment-Inkrustationen finden ließn;
10. August 2006, Taubenbergregion
Ein Samthäubchen auf Dung (alle Mikromerkmale vom Exsikkat):
Funddaten: 10.08.2006; MTB 8136/3/2/4, 800 m; Taubenberg, im Mischwald (Fichte, Tanne, Lärche, Buche) auf Dung; gesellig; Hut: ca. 2 cm breit, zimtbraun (jung heller orangebräunlich), hygrophan, durchscheinend gerieft; Stiel: bis 7 cm lang, zylindrisch, dünn, gebrechlich, längsrillig und feinst behaart, orangeocker, durchscheinend glänzend, Basis jung rundknollig verdickt; Lamellen: +/- hutfarben; Fleisch: -; Geruch: -; Geschmack: -; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: typisch lecythiform (am alten Fk bei Exsikkat kaum zu finden), z.B. 20x7x4, Kopfbreite ca. 4-5 µm; Pleurozystiden: -; Kaulozystiden: nicht lecythiform, keulig bis knubbelig (amorph), jedoch mit fädigen Elementen; HDS: zellig, mit gelb pigmentierten +/- keuligen bis kopfigen "Pileozystiden" und vereinzelten fädigen Elementen; Sporen: elliptisch bis oval, dickwandig, mit großem KP, 14,4 x 8,4 (13-15,5 x 7,5-9), Q=1,71 (10 Sp. gemessen); Chemie: Ammoniakreaktion nach 1 Stunde negativ; Sporenpulver: -; Bestimmung: Conocybe singeriana
31. Oktober 2006, München, Forstenrieder Wald bei München
Ein Samthäubchen im Gras:
Funddaten: 31.10.2006; Oberdill, Waldwiese; am schattigen Südrand der Wiese bei solitären Fichten, an langgrasiger Stelle mit Holzresten (höchstwahrscheinlich Fichte); im Gras auf Erde mit Pflanzen- und Holzresten (daneben Dachpilze, Hypholoma marginata und Galerina marginata); gesellig (ca. 5 Fk); Hut: kegelig, ca 2 cm breit, ca. 1,5 cm hoch, bis zum Scheitel fein gerieft, feinst weißlich bereift, ockerbraun bis hell zimtbraun oder stumpf honigbraun, hygrophan, blassocker bis hell milchkaffeebraun ausblassend; Stiel: bis 6 cm lang, gebrechlich, dünn, auf ganzer Länge dicht und fein weiß bereift, im untern Stielabschnitt auch längsrillig, glänzend, im oberen Teil gelbbraun bis orangebraun, zur Basis hin dunkler rötlichbraun, Basis keulig verdickt; Lamellen: angeheftet (?, kaum zu sehen), gedrängt, untermischt, schmal, Schneiden etwas heller flockig, hutfarben; Fleisch: extrem dünnfleischig, hutfarben;; Geruch: unauffällig bis schwach pilzig; Geschmack: -; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: lecythiform mit sehr schmalem Hals, ca. (Länge x Breite Bauch x Breite Kopf) 20-25 x 8,5-10 x 4-4,5; Pleurozystiden: -; Kaulozystiden: wie Cheilos, etwas gedrungener (ca. 18-20 lang), bisweilen mit fädigen und keuligen Zellen untermischt; HDS: Hymeniderm aus blasigen schlankhalsigen Zellen, z.B. 38x22, 41x30, 28x18; zwischendurch vereinzelt Pileozystiden (lecythiform) und fädige Zellen beobachtet; Sporen: elliptisch, dickwandig, mit großem KP, 11,7 x 7 (11-12,5 x 6,5-7,5), Q=1,7 (1,6-1,8), 10 Sp. gemessen, in KOH rotbraun; Chemie: Ammoniakreaktion nach 3 Stunden negativ; Sporenpulver: -; Bestimmung: Conocybe spec.
7. August 2006, München, Forstenrieder Wald bei München
Ein Samthäubchen auf morschem Holz:
Funddaten: 07.08.2006; Forstenrieder Wald bei München, auf sehr morschem Holz (vermutlich Buchenholz); alle Mikromale vom Exsikkat; Hut: 2,5 cm breit, durchscheinend gerieft, zimtbraun bis rotbraun; Stiel: 10 cm lang, zerbrechlich, basal schwach verdickt, längsrillig und feinst behaart, etwas heller als der Hut, haselnussbraun; Lamellen: untermischt, hutfarben; Fleisch: blassbraun, wässerig, dünnfleischig; Geruch: uncharakteristisch; Geschmack: uncharakteristisch; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: klein und schwer zu finden, typisch lecythiform, bis ca. 15 µm lang, Köpfchen ca. 3,5-4 µm breit; Pleurozystiden: -; Kaulozystiden: aus langen z.B. 150 µm langen Haaren und lecythiformen Kaulos (Köpfe 4-5 µm breit); HDS: -; Sporen: elliptisch, mit großem KP, sehr dickwandig (kaum auf eine Linie scharzustellen), 12,4 x 7,1 (11,5-13,5 x 6,5-7,5), Q=1,76 (1,6-1,9), in KOH rotbraun; Chemie: Ammoniakreaktion nach 3-4 Stunden negativ; Sporenpulver: -; Bestimmung: Conocybe subpubescens
5. Mai 2006, München, Stadtgarten
Ein Samthäubchen im Vorgarten:
Funddaten: 05.05.2006; München, Vorgarten, auf nackter Erde; einzeln; alle Mikromale vom Exsikkat; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: typisch lecythiform, Kopfdurchmesser ca. 3,5-4 µm; Pleurozystiden: -; Kaulozystiden: Stielbereifung aus lecythiformen Kaulos und endlos langen, welligen Haaren; HDS: mit Haaren; Sporen: elliptisch-mandelförmig, dickwandig, mit kleinem KP, 9,7 x 5,9 (9-10,5 x 5,5-6), Q=1,65 (1,6-1,7); Chemie: Ammoniakreaktion auch nach Stunden negativ (? - erstmals ausprobiert); Sporenpulver: -; Bestimmung: Conocybe spec.
Sonntag, 23. Juli 2006, Taubenberg
Schon wieder ein Dachpilz, schon wieder ein P. plautus?
Funddaten: 23.07.2006; Taubenberg, auf liegendem, morschem Buchenstamm; einzeln; Hut: 3 cm breit, feinsamtig, zur Hälfte durchscheinend gerieft, hell gelbbräunlich (beige?) mit Rosaton; Stiel: 5 cm lang, cremeweiß, auf ganzer Länge fein weiß bereift; Lamellen: frei, zartrosa; Fleisch: wässerig; Geruch: irgendwie unangenehm, aufdringlich, leicht stechend?; Geschmack: -; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig,; Cheilozystiden: keulig bis spindelig-bauchig; Pleurozystiden: -; Kaulozystiden: ohne Schnallen, spindelig bis flaschenförmig; HDS: Endzellen längskeulig, kein Hymeniderm; Sporen: rundelliptisch; Sporenpulver: -; Bestimmung: Pluteus plautus
Mittwoch, 19. Juli 2006, Maisinger Schlucht
Schon wieder Plutaceae, diesmal ein Dachpilz:
Funddaten: 19.07.2006; Maisinger Schlucht; auf morschem Buchenstammstück; Hut: 2,8 cm breit, samtig, Scheitel runzelig, radial leicht aufreißend, am Scheitel dunkel graubraun, zum Rand hin heller, stellenweise weißlich-silberig bereift bis überfasert; Stiel: 3 cm lang, dünn, blass gelbbräunlich, auf ganzer Länge weiß bereift; Lamellen: frei, zartrosa, Schneiden weißflockig ; Fleisch: weiß, sehr dünnfleischig; Geruch: irgendwie unangenehm, aufdringlich, leicht stechend?; Geschmack: mehlig, unangenehm; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig,; Cheilozystiden: zahlreich, spindelig-bauchig bis flaschenförmig, Spitze teils etwas ausgezogen; Pleurozystiden: ähnlich, aber spärlich und etwas größer; Kaulozystiden: ohne Schnallen, büschelig, blasig bis spindelig-bauchig, manchmal mit schwach ausgezogener Spitze, 38-50 x 11-15; HDS: trichodermal bis palisadenförmig, oberste Zellschicht aufsteigend bis palisadenförmig, Zellen extrem groß, polyform, keulig, spindelig-bauchig, Ende oft kopfig eingeschnürt oder sogar gegabelt, utriform, flaschenförmig, 100-120 x 25-37,5, darunter liegende Zellen lang septiert und 10-20 µm dick, alle Septen ohne Schnallen; Sporen: rundelliptisch, 6,4 x 5,5 (5-7,5 x 4,5-6,5), Q=1,16 (1,0-1,3), Messung an 20 Sp.; Sporenpulver: -; Bestimmung: Pluteus spec.
Freitag, 14. Juli 2006, Taubenberg
Vom Radl aus erspähte ich diesen Scheidling am Straßenrand.
Funddaten: 09.07.2006; Taubenbergregion; am Straßenrand in Streu; Hut: 5,8 cm breit, stumpf gebuckelt, längsfaserig, stark filzig bis faserschuppig, weiß bis cremeweiß, Scheitel graubraun, Huthaut am Rand durchsichtig über die Lamellen ragend; Stiel: 7,5 cm lang, 0,7 cm dick (an der Basis bis 1 cm), Basis keulig verdickt und aus häutiger, schmutzigweißer bis grauer Scheide entspringend, Stieloberfläche längsfaserig, stellenweise flaumig-behaart oder bereift, schnell verkahlend; Lamellen: frei, breit, dünn und gedrängt, Schneiden fein weiß bezähnelt; Fleisch: weißlich; Geruch: schwach nach Perlargonium; Geschmack: mild, säuerlich, fast zitronig; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig,; Cheilozystiden: spindelig-bauchig, mehrheitlich mit teils amorphen, teils gegabelten Fortsätzen, 55-70 x 15-23; Pleurozystiden: spärlich, ohne Fortsatz; Kaulozystiden: -; HDS: aus parallel liegenden Hyphen, Endzellen teilweise aufsteigend und sehr dick (15-35 µm!); Sporen: längselliptisch, 6,8 x 4,1 (6-7,5 x 4-4,5)), Q=1,7 (1,3-1,9); Sporenpulver: -; Bestimmung: Volvariella spec.
Donnerstag, 6. Juli 2006, München Stadt, Garten
Einen kuriosen Standort in einem "Austernpilz-Impfloch" auf einem Buchenstammstück hat sich dieser Dachpilz ausgesucht.
Funddaten: 06.07.2006; Stadt München; Garten, auf Buchenstamm (gesägt), aus einem "Impfloch" wachsend; einzeln; Hut: bis 4,7 cm breit, im Zentrum stark runzelig und bisweilen etwas vertieft, jung zu 1/3, alt auch bis zum halben Radius gerieft, Oberfläche feinsamtig, am Rand etwas filzig, Rand alt fransig und von den Lamellen überragt, jung ockergelb, vor allem im Zentrum dunkler ockerbraun, alt creme-beige bis weißlich ausblassend, vor allem im Zentrum und am Hutrand hell rostfleckig oder zumindest die Runzeln ockerbraun gefärbt; Stiel: bis 5 cm lang, bis 0,5 cm breit, zylindrisch, Basis schwach keulig verdickt (ca. 0,8 cm breit), längsfaserig, auf ganzer Länge weißlich bereift, gelbbraun bis rostbraun, Spitze und Basis etwas blasser; Lamellen: frei, gedrängt, sehr breit, bauchig, dünn, jung weiß, reif blass rosabräunlich; Fleisch: extrem dünnfleischig, weiß bis cremefarben, in der Stielrinde ocker bis bräunlich; Geruch: eher unangenehm erdig-muffig; Geschmack: unangenehm muffig; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig, ca. 23-27 x 9-10, ohne Schnallen; Cheilozystiden: spindelig bauchig, ca. 40-45 x 11-13, ohne Schnallen; Pleurozystiden: wie die Cheilos, ca. 55-65 x 11-15, ohne Schnallen; Kaulozystiden: zylindrisch bis schwach keulig mit abgerundeten Enden, büschelig, gegliedert, verzweigt, oft mit seitlichen Auswüchsen am vorletzten Glied, Endzellen ca. 33-46 x 9-13; HDS: Trichoderm mit aufragenden, birnen- bis langkeulenförmigen Endzellen: 60-100 x 10-18, ohne Schnallen; Sporen: rundelliptisch, 7,1 x 6 (6-8 x 5,5-6,5), Q=1,2 (1,1-1,3); Sporenpulver: -; Bestimmung: Pluteus spec.
Dienstag, 20. Juni 2006, Forstenrieder Wald bei München
In einem praktisch pilzfreien Wald wuchsen auf einem liegenden Buchenstamm diese Schwarzflockigen Dachpilze (Pluteus umbrosus), die man makroskopisch gut ansprechen kann, wenn man sie schon mal gefunden hat.
Funddaten: 08.06.2006; Forstenrieder Wald bei München, an liegendem, übermoosten Buchenstamm, gesellig (zu zweit); Hut: knapp 2 cm breit, stumpf gebuckelt, filzig, auf ockergelbem Grund radialstreifig dunkelbraun faserschuppig, vor allem am Hutrand mit silbrigen Velumresten (?) behangen; Rand fransig, jung über die Lamellen reichend; Stiel: bis 3,5 cm lang, bis 0,4 cm breit, zylindrisch, voll, Basis schwach verdickt, stellenweise weißflockig, auf gelbbraunem Grund braunflockig fein genattert, Stielspitze mit Wassertröpfchen besetzt; Lamellen: frei, sehr dicht stehend, cremefarben mit Rosaton, Schneiden braunflockig;; Fleisch: weißlich, im Buckel wässerig graubraun, im Stiel etwas dunkler cremebräunlich;; Geruch: unauffällig ; Geschmack: -; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: spindelig bauchig, vereinzelt keulig, intrazellulär flächig gelbbraun pigmentiert, 42-70 x 16-30, ohne Basalschnallen;; Pleurozystiden: geformt und pigmentiert wie die Cheilos, ohne Basalschnallen, 46-50 x 14-18; HDS: Trichoderm mit aufragenden zylindrisch-spindeligen Endzellen: 65-110 x 9-12; Sporen: rundelliptisch, 5,4 x 4,3 (5-6 x 3,5-5), Q=1,2 (1,1-1,4); Sporenpulver: -; Bestimmung: Pluteus umbrosus (Schwarzflockiger Dachpilz)
Freitag, 8. Juni 2006, Forstenrieder Wald bei München
?????? ???
Funddaten: 08.06.2006; Forstenrieder Wald bei München, bei alten Fichten im Mischwald (Buche, Fichte), einzeln; Hut: 2,2-3,5 cm breit, matt, glatt, radialfaserig, HDS ablösbar, scheint eine Tendenz zur Ablösung zu haben, olivbraun; Stiel: bisweilen exzentrisch, hohl, zäh, zylindrisch, cremfarben, zur Basis hin bisweilen bräunlich; Lamellen: schmal angeheftet, Schneiden glatt, weiß, alt cremefarben; Fleisch: weiß; Geruch: unauffällig ; Geschmack: mild, neutral; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: spindelig bis bauchig, ca. 60 µm lang 10-20 µ breit, zahlreich; Pleurozystiden: ähnlich, aber spärlich; HDS: -; Sporen: zylindrisch bis kümmelförmig gekrümmt, mit Tropfen, 8,7 x 3,7 (8-10 x 3-4), Q=2,4 (2,0-2,7); Sporenpulver: hell cremefarben; Bestimmung: Hydropus subalpinus (Buchenwald-Wasserfuß)
Freitag, 2. Juni 2006, Isarauen Schäftlarn
Ein Dachpilz, wohl einfach ein gelber P. romellii.
Funddaten: 02.06.2006; Isarauen Schäftlarn, auf ca. 15-20 cm dicken, liegenden, bemoosten, morschen Laubholzstämmen, vermutlich Grau-Erle oder Esche; Hut: 2-4 cm breit, jung halbkugelig, später stumpfkegelig, dann ausgebreitet mit schwachem Buckel, stark radialrunzelig und samtig, in der Randzone gerieft, im Zentrum gelatinös wirkend, ockergelb, in der Mitte bisweilen zitronengelb, schwach hygrophan, zum Rand hin rosabräunlich ausblassend; Stiel: 4-7 cm lang, bis 0,5 cm breit, elastisch, längsfaserig, zylindrisch, an der Basis schwach verdickt, voll, alt hohl, elfenbeinweiß bis cremefarben; Lamellen: frei, untermischt, zartrosa bis alt rosabraun, Schneiden gleichfarbig; Fleisch: wässerig blass-gelb; Geruch: unauffällig ; Geschmack: -; Lamellentrama: regulär bis invers ohne Schnallen; Basidien: 4-sporig, ohne Basalschnallen, zylindrisch bis keulig, 27-34 x 7-10; Cheilozystiden: keulig, sehr unterschiedlich groß, 37-65 x 15-27; Pleurozystiden: breitkeulig, wie die großen Cheilos; HDS: hymeniform, aus birnenförmigen, keuligen und blasigen Zellen, ca. 70-80 x 40-50, ohne Schnallen; Sporen: rundlich, 6,7 x 6,1 (6-8 x 5-7), Q=1,1 (1,0-1,2); Sporenpulver: -; Bestimmung: Pluteus leoninus kann's wegen der hymeniformen HDS nicht sein; Sektion Eucellulodermini, nach Schlüssel in GpBW Pluteus chrysophaeus, aufgrund der Form der Pleurozystiden aber einfach ein gelber P. romellii.
Sonntag, 28. Mai 2006, Baierbrunn bei München
Der hier ist ein Rötling, mal sehen welcher...
Funddaten: 28.05.2006; Baierbrunn, Forstenrieder Wald bei München; einzeln am bemoosten Stammgrund einer lebenden alten Fichte; Hut: ca. 3 cm breit,, durchscheinend gerieft, fuchsig braun, am Rand heller, hygrophan; Stiel: ca. 5,5 cm lang, zylindrisch, hohl, hell ockerbraun; Lamellen: stark untermischt, bauchig, hellrosa; Fleisch: -; Geruch: unauffällig; Geschmack: -; Lamellentrama: regulär, ohne Schnallen; Basidien: 2-sporig, ohne Basalschnallen, ca. 35-40 x 10-12; Cheilozystiden: keine beobachtet; Pleurozystiden: keine beobachtet; HDS: Cutis, ohne Schnallen, siehe Skalpschnitt; Sporen: hyalin, mit 1-2 Tropfen, meist 6-eckig, 10,3 x 7,5 (9-11 x 7-8), Q=1,38 (1,19-1,57); Sporenpulver: -; Bestimmung: Entoloma cetratum, der Scherbengelbe Rötling
Helmlingszeit, Ratezeit, seufz!
Funddaten: 28.05.2006; Baierbrunn, Forstenrieder Wald bei München; büschelig auf vergrabenem Holz (höchstwahrscheinlich Fichtenholz); Hut: 2-3 cm breit, stumpf gebuckelt, zu 2/3 durchscheinend gerieft bis gefurcht, dadurch streifig aussehend, matt, im Zentrum dunkelbraun, zum Rand hin heller ockerbraun, mit schwachem Olivton; Stiel: 5-6 cm lang, sehr schlank, fragil, hohl, glänzend, gelbbraun, an der Basis weißlich striegelig; Lamellen: breit angewachsen, hellgrau; Fleisch: wässerig dunkelbraun, sehr dünnfleischig; Geruch: deutlich chlorartig-nitrös; Geschmack: mild, etwas rettichartig; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig mit Schnallen; Cheilozystiden: polyform: pfriemförmig, spindelig bis flaschenförmig, oft geschäbelt oder mit gegabelten Auswüchsen; Pleurozystiden: -; HDS: Hyphenzellen mit knorrigen, fingerförmigen, verzweigten, aufsteigenden Auswüchsen, keine Schnallen gefunden; Sporen: ca. 8-12 x 5-7, Q=ca.1,5-1,7, elliptisch, hyalin; Sporenpulver: hell olivbraun (!?); Bestimmung: Mycena viridimarginata
Auch die nächsten riechen nach Chlor.
Funddaten: 28.05.2006; Baierbrunn, Forstenrieder Wald bei München; büschelig auf morschem Buchenast; Hut: 1-2 cm breit, gebuckelt, zu 2/3 durchscheinend gerieft bis gefurcht, dadurch streifig aussehend, matt, graubraun; Stiel: 6-8 cm lang, sehr schlank, hohl, glänzend, graubraun bis fast weiß (an der Spitze!), ab der Basis zu 2/3 durchscheinend genattert, an der Basis striegelig (weiß); Lamellen: bogig angewachsen, mäßig gedrängt, unterschmischt, am Grund undeutlich queraderig verbunden, weiß bis grauweiß; Fleisch: wässerig grau, sehr dünnfleischig; Geruch: deutlich chlorartig-nitrös; Geschmack: mild, etwas rettichartig; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig mit Schnallen; Cheilozystiden: zylindrisch-keulig, blasig oder flaschenförmig, häufig mit fingerförmigem Auswuchs, ca. 40-55 x 14-18; Pleurozystiden: -; HDS: Hyphenzellen mit knorrigen, fingerförmigen, verzweigten, aufsteigenden Auswüchsen, Septen mit Schnallen; Sporen: ca. 8-11 x 4-5,5, Q= ca. 2,0, elliptisch, hyalin; Sporenpulver: -; Bestimmung: Mycena abramsii
Nochmal Nitrathelmlinge, seufz!
Funddaten: 28.05.2006; Baierbrunn, Forstenrieder Wald bei München; gesellig bis büschelig auf Holzstückchen (vermutlich Buche); Hut: 2-3 cm breit, gebuckelt, zu 2/3 durchscheinend gerieft bis gefurcht, dadurch streifig aussehend, matt, dunkel graubraun (jung!) bis sehr hell graubraun; Stiel: 5-8 cm lang, sehr schlank, hohl, glänzend, graubraun bis fast weiß (an der Spitze!), ab der Basis zu 2/3 deutlich durchscheinend genattert, an der Basis oft stark striegelig (weiß); Lamellen: bogig angewachsen, mäßig gedrängt, unterschmischt, am Grund queraderig verbunden, weiß bis grauweiß; Fleisch: weißlich bis wässerig grau, sehr dünnfleischig; Geruch: deutlich chlorartig-nitrös; Geschmack: mild, etwas rettichartig; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: zylindrisch-keulig bis flaschenförmig, fast immer mit fingerförmigem Auswuchs (wie ein nicht ganz aufgeblasener zylindrischer Luftballon), ca. 50-55 x 14-18; Pleurozystiden: -; HDS: Hyphenzellen mit knorrigen, fingerförmigen, verzweigten, aufsteigenden Auswüchsen, Septen mit Schnallen; Sporen: 9,2 x 4,7 (8-11 x 4-5,5), Q=1,96 (1,8-2,5), elliptisch, hyalin mit großem Tropfen; Sporenpulver: -; Bestimmung: vermutlich Mycena abramsii
Montag, 22. Mai 2006, Forstenrieder Wald bei München
Ein Faserling wohl, aber welcher?
Funddaten: 22.05.2006; Forstenrieder Wald bei München; einzeln bis gesellig auf morschem Buchenholz (Stammstücke); Hut: bis 1,8 cm breit, Rand schwach gerieft, mit weißen Velumresten behangen, haselnussbraun, hygrophan ockerlich ausblassend; Stiel: bis 3,5 cm lang, hohl, weiß, zur Basis hin blass bräunlich, weißflockig bis -faserig; Lamellen: graulbraun mit Violettton, Schneiden weißflockig; Fleisch: weißlich; Geruch: unauffällig; Geschmack: -; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: flaschenförmig, 35-44 x 8-10; dazwischen zahlreiche birnenförmige Zellen; Pleurozystiden: flaschenförmig, 50-55 x 13-15; Wandstärke unter 1µ; HDS: -; Sporen: 7,65 x 5 (7-8,5 x 4,5-5,5), Q=1,53 (1,4-1,78), dickwandig, KP vorhanden, aber unauffällig; elliptisch bis eiförmig, vereinzelt auch bohnenförmig; dunkelbraun, nicht dextrinoid; Sporenpulver: -; Bestimmung: Psathyrella, möglicherweise P. fusca, Diskussion dazu siehe DGfM-Forum.
Sonntag, 2. April 2006, Forstenrieder Wald bei München
An Buchenholz wuchsen diese kleinen Gesellen mit hell olivbraunem Sporenpulver.
Funddaten: 02.04.2006; Forstenrieder Wald bei München; büschelig auf liegendem Buchenast, auf der Borke wurzelnd; Hut: 1-1,5 cm breit, ohne Buckel, feinfilzig, blassbräunlich und fein silbrig überhaucht (Velum), Rand jung mit Velumresten behangen; Stiel: bis 2 cm lang, bis 0,5 cm dick, hutfarben, längsfaserig, mit vergänglicher Ringzone (Fruchtkörper jung komplett vom Velum verhüllt), an der Basis keulig verdickt und stark weißfilzig; Lamellen: mäßig gedrängt, stark untermischt, gerade angewachsen, zimtbraun; Fleisch: blassbräunlich, in der Stielbasis weißlich; Geruch: angenehm pilzig; Geschmack: mild, +/-neutral; Lamellentrama: regulär; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: zylindrisch, meist kopfig oder schwach keulig; Pleurozystiden: keine beobachtet; HDS: aus parallel liegenden, gelbliche inkrustierten Hyphen, 5-10 µ breit, Septen mit Schnallen; Sporen: elliptisch, ohne KP, mit zahlreichen Tropfen, dickwandig, J-, 7,2 x 4,6 (6-9 x 4-5), Q=1,6 (1,4-1,8); Sporenpulver: hell olivbraun; Bestimmung: höchstwahrscheinlich Tubaria conspersa, der Flockige Trompetenschnitzling
Samstag, 1. April 2006, Taubenberg
Diese frühen Trichterlinge wuchsen fast kreisrund um einen Fichtenstumpf herum.
Funddaten: 01.04.2006; MTB: 8136/4/3/2; Taubenberg im Fichtenwald; um einen Fichtenstumpf herum im mit Holzresten durchsetzen Boden; Hut: 2,5-4 cm breit, immer genabelt, gewölbt, bisweilen auch stark aufgebogen, Hutrand schwach gerieft, leicht hygrophan, graubraun, durch Austrocknung ausblassend; Stiel: bis 4cm lang, bis 7 mm dick, zylindrisch, basal bisweilen etwas zugespitzt, cremefarben bis beige; Lamellen: breit angewachsen bis etwas herablaufend, untermischt, cremefarben; Fleisch: weißlich bis wässerig grau oder cremefarben; Geruch: unauffällig; Geschmack: mild, schwach ranzig ; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig, schlankkeulig mit Basalschnalle; Cheilozystiden: -; Pleurozystiden: -; HDS: -; Sporen: elliptisch, hyalin, 5-7 x 3-4; Sporenpulver: -; Bestimmung: Clitocybe radicellata bzw. C. pruinosa, der Frühlings- oder Würzelchen-Trichterling


Bei diesen gelben Fruchtkörpern dachte ich im Wald zunächst mal an einen Schüppling. Wahrscheinlich sind es aber Schwefelköpfe. Das alte Exemplar auf Bild 14 und 15 wuchs an einem anderen Standort mit langer Wurzel wie H. radicosum, glich mikroskopisch aber dem Fund von Bild 7-10.
Funddaten: 01.04.2006; MTB: 8136/4/3/2; Taubenberg im Fichtenwald; auf vergrabenem Fichtenholz; Hut: 2-2,5 cm breit, gewölbt mit stumpfem Buckel, trocken, gelb bis ockergelb, mit silbrig glänzenden Velumresten, Hutrand etwas nach innen gebogen, glatt bis leicht wellig, jung durch Cortinareste mit dem Stiel verbunden; Stiel: 5-6 cm lang, bis 0,8 cm dick, zylindrisch, voll, stellenweise hohl, verbogen, hutfarben, stark längsfaserig, stellenweise bräunend, mit vergänglicher Ringzone, Basis höchstens schwach verdickt, bisweilen gekniet; Lamellen: stark ausgebuchtet angewachsen, olivgelb, Schneiden schwach wellig und alt bisweilen rostfleckig; Fleisch: trocken weiß, frisch gelblich durchnässt, im Stiel zur Basis hin mehr und mehr braun bis rotbraun; Geruch: angenehm pilzig; Geschmack: mild, +/-neutral; Lamellentrama: regulär, Hyphen mit Schnallen; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: zylindrisch bis plump keulig mit relativ dicker Anwachsstelle, bisweilen mit Fortsatz, 19-30 x 8-10; Pleurozystiden: in KOH großteils gelb gefärbt (Chrysozystiden), 38-60 x 10; HDS: aus dicken (10-20), ca. 40-50 langen Zellen; Sporen: elliptisch, mit KP, dickwandig, 7,6 x 4,3 (7-9 x 4-5), Q=1,76 (1,6-2); Sporenpulver: dunkel violettbraun; Bestimmung: wahrscheinlich untypische Hypholoma capnoides
Samstag, 21. Januar, Isarauen Schäftlarn
Diese Fruchtkörper sind möglicherweise etwas frostgeschädigt und deswegen farblich nicht eben typisch. Die Mikromerkmale führen aber recht eindeutig zum Gelbstieligen Muschelseitling (Sarcomyxa serotina).
Funddaten: 21.01.2006; MTB: 8034/2/2/3; Isarauen Schäftlarn; auf abgestorbenem, noch stehendem Erlenstamm; büschelig-dachziegelartig; Hut: 4-5 cm breit, muschelförmig, Rand durchscheinend fein gerieft; Oberfläche speckig, klebrig; haselnuss- bis kastanienbraun, hygrophan, stellenweise ockerbräunlich ausgeblasst; Stiel: seitlich gestielt, Stiel kurz, kräftig und zäh, auf der Unterseite gegenüber den Lamellen dunkler gelbbraun kontrastierend, Stiele wie beim Austernseitling verwachsen; Lamellen: schwach ausgebuchtet angewachsen, dünn, dichtstehend, untermischt, Schneiden glatt, dunkelbraun flockig, blass hellbraun, wässrig; Fleisch: creme bis blassbräunlich, zäh und sehr wässrig; Geruch: unauffällig pilzig; Geschmack: mild, neutral; Lamellentrama: irregulär, Hyphen mit Schnallen; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: massenhaft, keulig, teil körnig pigmentiert, mit Schnallen, 25-35 x 7-10 (Bild 5); Pleurozystiden: spärlich, keulig, mit homogenem gelblichem Inhalt, 50-55 x 15; HDS: Trichoderm mit zylindrischen bis keuligen, langen Endzellen, die teils körnig, teils homogen intrazellulär gelbbraun pigmentiert sind (Bild 3 und 4); Sporen: gekrümmt zylindrisch (allantoid), hyalin, glatt; 3,5-5,5 x 1-2; Bestimmung: Sarcomyxa serotina (Gelbstieliger Muschelseitling)