Inocybe 2018

Hinweis: Alle Mikromerkmale und Mikrofotos basieren auf Exsikkatpräparaten in 3-4%iger Kalilauge. Die geographischen Koordinaten wurden mithilfe des Koordinaten-Ermittlers auf orchids.de bestimmt und sind demzufolge nur näherungsweise angegeben.
Nr. 1: Inocybe spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Ähnelt makroskopisch einer I. fuscidula. Zu dieser Art passen aber weder die bräunenden Stiele, noch das fehlende Kaulohymenium im oberen Stielbereich, noch die Form der Sporen und Hymenialzystiden. I. griseovelata hat wohl längere Sporen und mehr zylindrische Hymenialzystiden.

Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto

Funddaten: 03.06.2018; MTB 7833-1-3-4, 545 m, Koordinaten: 11,199073 E, 48,160344 N; D – By – Landkreis und Gemeinde Fürstenfeldbruck, Schöngeising, Rothschwaig, renaturierte Kiesgrube mit umgebenden Magerwiesen; unter solitärer Eiche; gesellig, oft zu zweien verwachsen (5 Fk);
Hut: bis 3 cm breit, flach kegelig, mit kleinem warzenförmigem Buckel, ziemlich grob radialfaserig, haselnussbraun, jung mit grauweißem Velumbelag; Stiel: bis 5,5 x 0,5 cm, basal gleichdick, nur apikal schwach bereift, sonst weißlich überfasert, im obersten Fünftel und an der Basis cremefarben, im Mittelteil rasch ockerbraun verfärbt; Lamellen: aufsteigend und mäßig schmal angewachsen, mäßig gedrängt bis gedrängt, jung mittelgrau, alt olivgrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: spermatisch, mit erdig-staubiger Komponente; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: schon ca. 5 mm unterhalb der Stielspitze nur noch recht wenige echte Kaulozystiden vorhanden (kein intaktes Kaulohymenium), diese vielgestaltig, meist schlank fusoid, auch utriform und oft als kaulozystidoide Haare (basal lang schlauchartig auslaufend) ausgeprägt, meistens ohne, seltener mit Kristallbesatz, Wandstärke kaum über 1 µm, hyalin; Maße ca. 44-77 x 9-15, kaulozystidoide Haare auch über 100 µm lang; Paracaulozystiden recht vereinzelt, ziemlich lang und schlank keulig (z.B. 36x13, 46x13); Pleurozystiden: sehr zahlreich, bauchig fusoid, sublageniform mit breitem langem, allmählich verschmälertem Hals, auch subutriform mit kürzerem breitem Hals, relativ dünnwandig, in KOH fast ohne Reaktion, mit überwiegend spärlichem Kristallbesatz, Maße 49-72 x 13-20 im Mittel 58,1 x 17,1 (20 Pleuros gemessen), Wandstärke am Bauch um 1 µm, am Apex 1-2 µm; Lamellenschneide: dominiert von dickt gepackten Cheilozystiden, Parazystiden klein bis mittelgroß und eher unauffällig; Cheilozystiden in der Form wie die Pleuros, im Schnitt etwas kürzer; Sporen: subamygdaloid, apikal meist subkonisch, nicht selten auch abgerundet, mit kleinem Kallus, bisw. mit suprahilarer Depression und in der Regel ohne Bauchdelle; Maße: 8,9 x 5,4 (8,0-10,3 x 4,6-5,9), Q=1,65 (1,42-1,89), 40 Sp. gemessen;

Nr. 2: Inocybe flocculosa (Berk.) Sacc.

Zur Bestimmung: Unterscheidet sich von der als I. flocculosa abgelegten Kollektion 2015-11 (Fall/Hühnerberg) durch folgende Merkmale: Vorkommen im Flachland bei Salix, angedrückt faserschuppige Hutbedeckung ohne weißliche Velipellis, intaktes Kaulohymenium in Apexnähe.

Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto

Funddaten: 02.09.2018; MTB 8034-4-3-2, 660 m; Koordinaten: 11,414920071476512 E; 47,91464158508721 N; D-By-Landkreis Bad-Tölz/Wolfratshausen, Gemeinde Wolfratshausen, Bergwald an der westlichen Loisachleite; Weidengebüsch über Würmmoräne; bei Salweide am Wegrand; gesellig (6 Fk);
Hut: 1,6-2,3 cm breit, jung gewölbt, bald fast ausgebreitet mit nur leicht herabgezogenem Rand und ohne Buckel, ziemlich grob faserschuppig, am Scheitel ockergelb, zum Rand hin ockerbraun, haselnussbraun (Schüppchen auf hellerem Grund); nur ganz jung mit hauchdünnem grauem Velumbelag und mit Cortina; Stiel: bis 2,2 x 0,3 cm, basal gleichdick, bräunlichbeige, oben zu 1/4 bis 1/5 bereift, sonst weißlich überfasert (schwach); Lamellen: aufsteigend und relativ breit angewachsen, gedrängt, jung grauweiß, bald grau und reif mit schwachem Olivton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, eher leicht fischig als spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: in Apexnähe mit intaktem Kaulohymenium, Kaulozystiden überwiegend lageniform mit langem, meist mittelbreitem Halsteil und gelegentlich schwach erweitertem Apex, schwach dickwandig, in KOH großteils hyalin, einzelne etwas dickwandiger und dann blass gelb in KOH, mit spärlichem Kristallbesatz, Maße ca. 60-88 x 15-20, Wandstärke meist 1-1,5 µm, gelegentlich nur 0,5 oder bis 2 µm und meist gleichmäßig dick an Bauch und Apex. Parakaulozystiden meist keulig bis blasig, einzelne blasige Elemente ziemlich groß, z.B. 32-21; Pleurozystiden: sehr zahlreich, überwiegend lageniform, meist schlank und mit langem mittelbreitem Hals, gelegentlich auch subzylindrisch oder schlank fusoid, bisw. mit schwach erweitertem Apex, mäßig dickwandig, Reaktion in KOH schwach positiv, dickwandigere Zystiden deutlich hellgelb, dünnwandige fast hyalin, Kristallbesatz spärlich, Maße 53-88 x 12-24, überwiegend zwischen 65 und 80 lang und 15-20 breit, Wandstärke meist homogen an Bauch und Apex, 1-2 µm; Cheilozystiden: an der Schneide dicht gepackt, überwiegend fusoid bis lageniform, genauso groß wie die Pleuros; Parazystiden keulig bis blasig, mittelgroß bis groß; Sporen: breit amygdaloid bis subamygdaloid, apikal meist subkonisch, seltener konisch oder abgerundet, sehr dickwandig und kräftig ockergelb in KOH, tendenziell eher gedrungen, Maße: 8,8 x 5,5 (8,1-9,6 x 5,1-6,3), Q=1,60 (1,44-1,90), 30 Sp. gemessen;

Nr. 3: Inocybe aurantiifolia Beller

Zur Bestimmung: Wohl unkritisch.

Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto

Funddaten: 15.09.2018; MTB 8034-4-4-3, 650 m, Koordinaten: 11,46438 E, 47,90607 N; D – By – Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Gemeinde Egling, Puppling, Osterloch; oberbodensaurer Mischwald (Kiefer, Fichte, Buche), stellenweise mit Heidelbeerbewuchs, über Würmmoräne; an der Wegböschung bei Buche, Waldkiefer und (weiter entfernt) Fichte; gesellig (8 Fk);
Hut: bis 2,8 cm breit, kegelig, reif mit deutlich vorgezogenem stumpfem Buckel, faserig, zum Rand hin auch grobfaserig, jung von einer grauweißen Velipellis filzig überzogen, dann verkahlend, rehbraun bis haselnussbraun, Hutrand durch filzige Velumreste lange weißlich abgesetzt; Hutrand jung durch Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel: bis 4,5 x 0,45 cm, basal gleichdick, cremebeige, im oberen Drittel kurzhaarig bereift, sonst weißlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung lebhaft gelb, reif olivgelb, Schneiden fein weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht notiert; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung apikal: ohne intaktes Kaulohymenium, dominiert von zylindrischen, oft querstreifig inkrustierten Zellketten mit zylindrischen oder keuligen Endzellen und großen dünnwandigen, meist keuligen Parazystiden, dazwischen eher vereinzelt dickwandige echte Kaulozystiden und etwas irreguläre kaulozystidoide Haare, diese schlank fusoid bis lageniform oder subzylindrisch und in KOH mit gelben Wänden; Pleurozystiden: überwiegend lageniform, bisw. auch bauchig oder schlank fusoid, dickwandig, in KOH kräftig gelb, Kristallbesatz eher spärlich, Maße: 53-67 x 15-21, im Mittel 60,6 x 17,6 (20 gemessen), Wandstärke am Bauch 1-1,5, am Hals 2-2,5; Cheilozystiden: eher schütter an der Schneide, wie die Pleuros in Form und Größe; Parazystiden klein bis mittelgroß und mäßig zahlreich; Sporen: amygdaloid, apikal meist konisch, seltener subkonisch, bisw. mit schwach ausgeprägter Bauchdelle, dickwandig und normal ockergelb in KOH, Maße: 8,6 x 4,9 (8,2-9,7 x 4,5-5,2), Q=1,77 (1,62-1,90), 20 Sp. gemessen;

Nr. 4: Inocybe cf. minimispora Remaux

Zur Bestimmung: Passt makroskopisch besser zu den Kollektionen 2013-10 und 2014-25 als zu den Kollektionen aus Italien (2017-16, 2012-20 und 2010-31). Auffällig bei dieser Kollektion sind die im Schnitt nur 48x12 µm großen, in KOH deutlich reagierenden Pleurozystiden und die sehr kleinen Sporen. Mit den gängigen Schlüsseln (z.B. Stangl) müsste man die Art als I. microspora bzw. glabripes bestimmen.

Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto

Funddaten: 26.09.2018; MTB 8033-4-1-4, 680 m, Koordinaten: 11,27346 E, 47,92672 N; D – By – Landkreis Starnberg, Gemeinde Tutzing, Garatshausen, am X9er Wanderpfad am Pfaffenberg; Mischwald über Würmmoräne; bei Buche und Birke in der Laubstreu; verges. mit Lact. subdulcis;
Hut: bis 2,2 cm breit, kegelig bis flach gewölbt und mit meist stark ausgeprägtem warzenförmigem Buckel, ziemlich glatt und glänzend (von oben wie eine Telemonia wirkend), nur zum Rand hin deutlich faserig, ohne Velumreste; Stiel: bis 5,5 x 0,3 cm, basal gleichdick, bräunlichbeige, stielabwärts heller, cremebeige und an der Basis weiß überfilzt; nur an der Spitze schwach bereift, sonst fein längsfaserig, nur in der unteren Hälfte fein weißlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, grau bis olivgrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pileozystiden: in drei Skalpschnitten habe ich zwei lose Zystiden gefunden, die den Pleurozystiden gleichen, ich denke aber, dass sie ziemlich sicher aus dem Hymenium stammen (z.B. an der Schneide abgebrochen und im Herbarbeutel auf dem Hut eines anderen Fk gelandet); Stielbereifung apikal: ohne intaktes Kaulohymenium; Kaulozystiden nur verstreut, meist relativ dünnwandig und ohne Kristallbesatz, lageniform oder fusoid, Maße ca. 38-80 x 10-18, Wandstärke meist nur 0,5-1, apikal ausnahmsweise bis 2 µm; Parazystiden eher spärlich, variabel, zylindrisch bis keulig, oft etwas deformiert, auch schwach dickwandig; Pleurozystiden: sehr zahlreich, überwiegend lageniform mit mittelbreitem und nicht sehr langem Halsteil, bisw. auch schlank fusoid oder subutriform mit kurzem breitem Hals, mit spärlichem Kristallbesatz, deutlich positiv und blassgelb in KOH, dickwandig, Maße: 38-60 x 9-16, im Mittel nur 48 x 12 µm, Wandstärke am Bauch 1-1,5, am Hals/Apex 2-3 µm; Cheilozystiden: an der Schneide eher schütter, Schneide dominiert von blasigen bis keuligen mittelgroßen bis großen Parazystiden; Cheilozystiden wie die Pleuros in Form und Größe; Sporen: breit amygdaloid, apikal meist subkonisch, bisw. auch abgerundet oder konisch, gelegentlich mit schwach ausgeprägter Bauchdelle, sehr klein, dünnwandig und blass ocker in KOH, ohne auffallenden Kallus, Maße: 6,4 x 4,2 (5,8-7,3 x 3,8-4,6), Q=1,55 (1,42-1,80), 30 Sp. gemessen;

Nr. 5: Inocybe nitidiuscula (Britzelm.) Sacc.

Zur Bestimmung: In jeder Hinsicht typische Kollektion. Lediglich die Sporen sind ein wenig gedrungener als in der Regel.

Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto

Funddaten: 01.07.2018; MTB 8337-2-3-4, 1570 m; Koordinaten: 11,942041 E; 47,652788 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Bayerischzell, Geitau, Miesingsüdseite, am Steig von der Großtiefentalalm zum Sattel zwischen Rotwand und Miesing; Almweide mit Latschendickungen und einigen Fichten über Plattenkalk; bei Fichte und Latsche in der Fichten-Nadelstreu; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 2,7 cm breit, kegelig, mit deutlich vorgezogenem Buckel, sehr fein befasert, um den Scheitel herum glatt, nur am Rand etwas gröber faserig, lehmbraun, ohne auffallende Velumreste; Stiel: bis 5,5 x 0,4 cm, basal gleichdick, im oberen Drittel/Viertel dicht bereift, cremebeige, apikal ohne rötliche Töne; Lamellen: aufsteigend und relativ breit angewachsen, gedrängt; olivgrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: dominiert von oft schwach büscheligen Kaulozystiden (intaktes Kaulohymenium) und mit Parazystiden durchsetzt. Kaulozystiden schlank lageniform mit langem schlankem Hals, Kristallbesatz mäßig, bisw. fehlend, hyalin, ca. 64-110 x 12-20; Parazystiden oft mit Basalabschnitt und mit meist blasigen, subisodiametrischen, bisw. schwach dickwandigen Endzellen; Pleurozystiden: zahlreich, lageniform mit langem, schlankem Hals (sehr einheitlich), am Bauch mäßig, am Hals stark dickwandig, in KOH schwach reagierend, meist sehr blass gelblich oder nahezu hyalin, normal beschopft, Maße: 70-82 x 14-24 (meist unter 20 breit), Wandstärke am Bauch um 1 µm, am Hals 2-3 µm; Cheilozystiden: an der Schneide dicht büschelig, in der Form wie die Pleuros, im Schnitt etwas kürzer (überwiegend unter 70 lang), durchsetzt mit mittelgroßen keuligen Parazystiden; Sporen: breit amygdaloid, apikal subkonisch bis konisch,mit Kallus und gelegentlich etwas abgestutzt, nur selten mit Bauchdelle oder suprahilarer Depression, eher blass ockergelb in KOH, Maße (am Hymenium gemessen): 9,3 x 5,8 (8,3-10,0 x 5,1-6,2), Q=1,62 (1,43-1,86), 20 Sp. gemessen;

Nr. 6: Inocybe fibrosoides Kühner

Zur Bestimmung: Mit Stangl und FN geschlüsselt.

Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto

Funddaten: 14.07.2018; MTB 8135-4-1-4, 800 m; Koordinaten: 11,608029732812579 E; 47,826646900924324 N; D-By-Landkreis Bad-Tölz/Wolfratshausen, Gemeinde Sachsenkam, Kirchsee, Schindlberg; Waldmeister-Buchenwald über Würmmoräne, bei großen Buchen in dicker Laubstreu an feuchter Stelle mit Waldmeister und in Wegrandnähe mit Brennessel; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 4,8 cm breit, jung kegelig mit leicht vorgezogenem Buckel, fein faserig, nur am Rand etwas gröber, auf der Scheibe ockergelb, zum Rand hin sehr blass hellbeige bis elfenbeinfarben; Stiel: bis 8 x 1 cm, basal ausgeprägt knollig (Knolle bis 2 cm breit, aber nur schwach oder nicht gerandet), cremeweiß, auf ganzer Länge feinst bereift, zur Basis hin schütter; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, mittelgrau, alt mit schwachen Olivton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: Kaulozystiden auch unterhalb der Stielmitte zahlreich und büschelig (Kaulohymenium); Kaulozystiden im oberen Stielbereich meist zylindrisch und etwas wellig oder lageniform mit kleinem Bauch und langem mittelbreitem Halsteil, dickwandig und hyalin in KOH, Maße ca. 42-70 x 9-19, meist eher schmal, Wandstärke recht variabel, am Bauch 1-2, am Halsteil 1-3, meist um 2 µm dick; Parakaulozystiden vielgestaltig, überwiegend dünnwandig, mäßig zahlreich; Pleurozystiden: zahlreich, überwiegend bauchig fusoid oder subutriform mit kurzem breitem Halsteil, seltener sublageniform mit langem breitem Halsteil, hyalin oder sehr blass gelblich in KOH, Maße ca. 60-71 x 14-21, Wandstärke am Bauch 1-1,5 µm, am Hals/Apex um 3 µm; Cheilozystiden: wie die Pleuros geformt, mäßig dicht an der Schneide; Parazystiden unauffällig; Sporen: höckerig, in Aufsicht mit (4)5 bis 7(8) Höckern, Höcker meist rundlich, bisw. auch stärker vorgezogen, apikal oft zapfig ausgezogen, Maße: 8,8 x 6,7 (7,5-10,5 x 5,5-8), Q=1,31 (1,06-1,50), 20 Sp. gemessen;

Nr. 7: Inocybe margaritispora (Berk.) Sacc.

Zur Bestimmung: Nach den Schlüsseln in FN und Stangl kommen nur diese Art sowie I. fibrosoides in Betracht. I. fibrosoides ist in der Literatur (FN, Ludwig) mit weniger voluminösen Pleurozystiden beschrieben und sollte außerdem eine stärker ausgeprägte Basalknolle haben.

Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto

Funddaten: 29.07.2018; MTB 8337-2-1-3, 1060 m; Koordinaten: 11,919782886616332 E; 47,6843372871756 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Fischbachau, Aurachtal, am Wanderweg zur Benzingalm; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn) über Hauptdolomit oder Plattenkalk (Übergangsbereich); bei Buche, Tanne, Fichte und Bergahorn; gesellig (2 Fk);
Hut: 3,8-5 cm breit, flach gewölbt mit breitem Buckel, stark mit Erdteilchen besetzt, trocken, ohne auffällige Velumreste, mit einer ziemlich groben, aufreißenden Befaserung, die zum Hutrand hin in ein auffälliges netziges Muster zerfällt, beige bis ockergelb; Stiel: bis 6,5 x 1 cm, kräftig, basal angedeutet gerandet knollig (Knolle nur wenig abgesetzt und nur wenig breiter als der Stiel), cremeweiß, auf ganzer Länge fein bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, bis 5 mm breit,lange grauweiß, dann mittelgrau bis olivgrau; Schneiden kaum flockig und nur wenig heller abgesetzt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung (apikal): Kaulozystiden büschelig, sublageniform mit langem breitem Halsteil, seltener fusoid, hyalin in KOH, ca. 50-80 x 16-18, Wandstärke variabel 1-3 µm; Parakaulozystiden überwiegend keulig; Pleurozystiden: zahlreich, überwiegend sublageniform mit +/- langem breitem Halsteil, bisw. auch bauchig fusoid oder subutriform mit kurzem breitem Halsteil, sehr voluminös und apikal sehr dickwandig, in KOH kaum reagierend, Maße: 61-80 x 14-30, zu ca. 50% über 20 µm breit, aber nur ausnahmsweise über 25 µm, Wandstärke am Bauch 1-1,5, am Hals/Apex 2,5-4,5, meist 3-4 µm dick; Cheilozystiden: dicht gepackt an der Schneide, wie die Pleurozystiden geformt; Sporen: höckerig, in Aufsicht mit 6-8 sichtbaren Höckern, Höcker meist stark vorgewölbt und nicht selten auch zapfig ausgezogen, Maße: 9,9 x 7,5 (9,0-11,5 x 6,2-9,0), Q=1,32 (1,12-1,61), 20 Sp. gemessen;

Nr. 8: Inocybe albomarginata Vel.

Zur Bestimmung: Makro- und mikroskopisch typische Kollektion.

Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto

Funddaten: 08.07.2018; MTB 8134-3-2-1, 650 m; Koordinaten: 11,390440890902106 E; 47,83755302316199 N; D-By-Landkreis Bad-Tölz/Wolfratshausen, Gemeinde Eurasburg, Impbühl; überwiegend saurer Fichtenmischwald teils über Würmmoräne, teils über Oberer Süßwassermolasse (Tertiär); am Wegrand bei Eiche, Birke, jungen Buchen und jungen Fichten; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 3,2 cm breit, flach kegelig bis gewölbt und schwach gebuckelt, sehr grob faserig und zum Rand hin deutlich aufreißend, rehbraun, ohne auffallende Velumreste; Stiel: bis 2,5 x 0,6 cm, stämmig, basal knollig, aber kaum gerandet, ganz bereift, beige, Knöllchen weißlich; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, hellgrau, mit schwachem Olivstich; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung apikal: Kaulozystiden büschelig, stumpf fusoid bis subzylindrisch, mäßig dickwandig und hyalin; Parakaulozystiden zahlreich, überwiegend zylindrisch bis schlank keulig und sehr schmal; Pleurozystiden: mäßig zahlreich, breit fusoid oder keulig, seltener breithalsig lageniform oder kurzhalsig subutriform, hyalin in KOH, schwach dickwandig, am Bauch 0,5-1 µm, apikal 1-1,5, selten über 2 µm, mit normalem Kristallbesatz; Cheilozystiden: dicht gepackt an der Schneide, wie die Pleuros geformt; Parazystiden an der Schneide unauffällig; Sporen (am Hymenium gemessen): amygdaloid bis apfelkernförmig, in Aufsicht ovoid, meist sehr gedrungen, apikal subkonisch bis abgerundet, dickwandig und kräftig ockergelb in KOH, Maße: 7,6 x 5,1 (6,6-8,7 x 4,7-5,4), Q=1,49 (1,35-1,71), 20 Sp. gemessen;

Nr. 9: Inocybe ochroalba Bruylants

Zur Bestimmung: Sporen- und Zystidenform passen am besten zu ochroalba. Die bei Ludwig vorgestellte I. ochroalba sieht zwar ähnlich aus, hat aber völlig andere Sporen mit gerundetem Apex und ohne Bauchdelle.

Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto

Funddaten: 21.09.2018; MTB 8533-1-1-4, 1170 m; Koordinaten: 11,207 E; 47,48178 N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Klais, Aschenmooswald, Mähwiesen und Fichtenwälder südlich des Aschenmooswalds; Bergmischwald über Partnachkalk auf oberflächlich abgesauertem Boden; an der Böschung bei Fichte und Buche; gesellig (8 Fk);
Hut: bis 3,2 cm breit, kegelig bis flach kegelig, meist markant gebuckelt, mittelgrob befasert, zum Rand hin auch etwas filzig, jung mit weißer, dünner Velipellis überzogen; sandgelb bis grauocker; auch jung ohne Cortina; Stiel: bis 5 x 0,5 cm, basal gleichdick, cremefarben bis cremebeige, auf ganzer Länge dicht und fein bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung cremefarben, dann grau bis olivgrau; Schneiden fein weißflockig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach spermatisch, im Feld etwas unangenehm; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung apikal: intaktes Kaulohymenium, Kaulozystiden mäßig dicht stehend und mit vielen Parazystiden durchsetzt; Kaulozystiden überwiegend schlank fusoid, seltener bauchig fusoid oder subzylindrisch, mit spärlichem Kristallbesatz und variabel dickwandig, hyalin in KOH, Maße ca. 65-90 x 12-18, Wandstärke variabel 0,5-2,5; Parazystiden variabel, meist blasig bis keulig und dünnwandig und mittelgroß bis groß, bisw. auch schwach dickwandig und gelegentlich mit apikalem Kristallbesatz (intermediär zwischen echter und Parazystide); Pleurozystiden: mäßig zahlreich, fast ausnahmslos keulig, dickwandig und in KOH hyalin, Kristallbesatz kräftig bis fehlend, Maße: 39-50 x 13-20, Wandstärke am Bauch 1-2, apikal 1,5-3 µm; Cheilozystiden: an der Schneide normal dicht, apikal etwas schmaler als die Pleuros, also eher fusoid als keulig, gleichgroß oder gelegentlich etwas größer als die Pleuros; Parazystiden klein und unauffällig; Sporen: amygdaloid, apikal überwiegend deutlich konisch und fast spitz zulaufend, oft mit ausgeprägter Bauchdelle, normal dickwandig und meist ohne Kallus, Maße: 9,0 x 4,8 (8,1-9,8 x 4,3-5,4), Q=1,88 (1,71-2,07), 20 Sp. gemessen;

Nr. 10: Inocybe muricellata Bres.

Zur Bestimmung: Die Kollektion sieht ungewöhnlich aus, da die Hüte der Art normalerweise recht bald aufschuppen. Vermutlich liegt das an der stark entwickelten Velipellis, die hier sehr persistent ist. Dass die Art das "kann", zeigt die Aufsammlung 2012-47, die sowohl weißfilzige als auch aufschuppende Exemplare beinhaltet. Auf dem Schnittbild der vorliegenden Kollektion (am Folgetag aufgenommen) sieht man am Exemplar links unten bereits die "normale" Hutbedeckung unter der schwindenden Velipellis. Die deutlich gefärbten Stiele und die in KOH knallgelben lageniformen Zystiden sind gute Merkmale. Ludwig (2017) hat der Art einen neuen Namen verpasst: I. papilionacea. Ob er sich durchsetzt, bleibt abzuwarten.

Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto

Funddaten: 26.09.2018; MTB 8033-4-1-4, 660 m, Koordinaten: 11,28447 E, 47,92699 N; D – By – Landkreis Starnberg, Gemeinde Feldafing, Garatshausen; feuchter Mischwald (Fichte, Buche, Kiefer) über Würmmoräne; an einer Ruderalstelle bei Fichte und Buche; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 1,8 cm breit, kegelig mit abgerundetem Scheitel, filzig, zum Rand hin grobfilzig durch graubeige Velipellis, graubraun bis grauocker; auch jung ohne Cortina; Stiel: bis 3,5 x 0,4 cm, basal gleichdick, im oberen Drittel bräunlichbeige, stielabwärts heller beige, cremebeige, an der Basis weißfilzig, auf ganzer Länger fein bereift; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, jung weiß bis grauweiß, später steingrau bis olivgrau; Fleisch: siehe Schnittbild; vor allem jung in der Stielspitze rötlich; Geruch: schwach spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung apikal: Kaulozystiden büschelig, lageniform bis variabel fusoid, mit eher spärlichem Kristallbesatz, sehr variabel in der Wandstärke, teils deutlich gelb in KOH, Maße ca. 63-100 x 10-21, Wandstärke am Bauch 0,5-1, am Hals/Apex 1-2,5; Pleurozystiden: sehr zahlreich, überwiegend lageniform mit langem Hals und mäßig breitem Bauch, mit eher spärlichem Kristallbesatz, in KOH intensiv gelb, Maße: 63-83 x 12-18, im Mittel 74 x 15, Wandstärke am Bauch 1-2, am Hals/Apex 1,5-2,5; Cheilozystiden: an der Schneide dicht gepackt, in der Form etwas variabler als die Pleuros (auch mal keulig oder fusoid) und im Schnitt deutlich kürzer, ebenso KOH-positiv; Parazystiden mittelgroß, keulig; Sporen: amygdaloid, apikal sehr variabel, meist subkonisch, aber auch deutlich konisch und bisw. auch abgerundet, bisw. mit schwach ausgeprägter suprahilarer Depression oder Bauchdelle, gelegentlich mit Kallus, normal dickwandig, kräftig ockergelb in KOH, Maße: 9,5 x 5,3 (8,5-11,1 x 4,9-5,9), Q=1,80 (1,63-2,06[2,22]), 30 Sp. gemessen;

Nr. 11: Inocybe terrifera Kühner

Zur Bestimmung: Aufgrund des überwiegend intakten Hutrands, Vorkommen in der Wiese bei Eiche, ockerbrauner Hutfarbe und in KOH nicht reagierenden Hymenialzystiden sollte das gemäß Bandini & al. (2018) eine typische I. terrifera sein. Einzig die sehr gedrungene Sporen fallen mit einem Q-Wert von 1,48 etwas aus dem Rahmen, wenngleich Größe und Form grundsätzlich schon passen.

Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto

Funddaten: 02.10.2018; MTB 8133-2-3-4, 640 m, Koordinaten: 11° 17' 17,42'' E, 47° 51' 34,88'' N; D – By – Landkreis Weilheim-Schongau, Gemeinde Bernried am Starnberger See, Bernrieder Park; Laubmischwald (Buche, Eiche, Linde, Birke, Erle) über würmeiszeitlicher Grundmoräne oder Alluvialboden; bei solitärer Eiche auf der Wiese, gesellig (ca. 10 Fk);
Hut: bis 5 cm breit, flach gewölbt mit stumpfem breitem Buckel, am Scheitel glatt, zum Rand hin faserig, am Rand grobfaserig und aufreißend, oft mit Erdteilchen und sporadisch (nach starkem Regen) mit weißlichen Velumresten am Scheitel besetzt, haselnussbraun; Stiel: bis 6 x 1 cm, oft apikal etwas erweitert (bis 1,2 cm), basal mit kleiner, meist nur angedeutet gerandeter oder ungerandeter Knolle (bis 1,3 cm dick), cremeweiß, reif mit bräunlichbeigem Reflex; auf ganzer Länge, aber sehr schütter bereift, nur apikal etwas dichter; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, olivgrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: süßlich-spermatisch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung apikal: Kaulozystiden insgesamt recht spärlich und verstreut, stellenweise aber auch büschelig, meist bauchig fusoid oder subutriform mit breitem Halsteil, hyalin in KOH, Parazystiden mäßig häufig, keulig, dünnwandig bis schwach dickwandig; Pleurozystiden: meist bauchig fusoid, subutriform oder sublageniform, mit +/- kurzem breitem Halsteil, in KOH hyalin, mit üppigem Kristallbesatz; Maße: 57-80 x 17-25, Wandstärke am Bauch 1-1,5, am Hals 2-2,5, am dicksten typischerweise kurz unterhalb des Apex; Lamellenschneide: Cheilozystiden mäßig dicht stehend, überwiegend keulig, schlank ballonförmig oder utriform, viel kürzer als die Pleuros, ca. 35-58 x 15-24, dickwandig, hyalin in KOH; Parazystiden überwiegend keulig, klein bis mittelgroß bisw. mit 1-2 kurzen Basalabschnitten und dann kurzkettig angeordnet; dazu intermediäre, meist keulige und etwas dickwandige Elemente, die gelegentlich auch einen Kristallschopf tragen; Sporen: sehr breit subamygdaloid, apikal oft abgerundet oder subkonisch, nur ausnahmsweise etwas ausgezogen, gelegentlich mit suprahilarer Depression, selten mit Bauchdelle, Maße: 9,6 x 6,5 (8,4-10,4 x 5,7-7,1), Q=1,48 (1,36-1,64), 30 Sp. gemessen;

Nr. 12: Inocybe phaeoleuca Kühner

Zur Bestimmung: Mit Stangl geschlüsselt und bei Ferrari/Bandini 2014 sowie Ludwig verglichen. Relativ kleinsporige Kollektion auf Sonderstandort, die sich auch in der Ausprägung der Kaulozystiden etwas von den bisherigen Kollektionen unterscheidet. Das letzte Foto zeigt einen Fk, der ca. 20 Meter entfernt im selben Biotop stand und mikroskopisch sehr ähnlich ist.

Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto

Funddaten: 02.06.2018; MTB 8032-2-1-1, 538 m, Koordinaten: 11,099410 E, 47,994945 N; D – By – Landkreis Landsberg am Lech, Gemeinde Ammersee, Rieden, Seeholz; Uferbereich des Ammersees, unter Weiden (vorwiegend Salweide) mit angrenzendem Schilf; einzeln;
Hut: 1,7 cm breit, gewölbt, praktisch glatt, ohne Velumreste, schwach glänzend, kastanienbraun; Stiel: 3 x 0,3 cm, basal schwach verdickt, cremeweiß, auf ganzer Länge dicht und fein bereift; Lamellen: aufsteigend und relativ breit angewachsen, gedrängt, hellgrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: dominiert von großen Clustern aus kugeligen, blasigen und keuligen, bisw. etwas dickwandigen hyalinen Zellen, in die meist nur wenige Kaulozystiden eingestreut sind; Kaulozystiden breit fusoid, subutriform mit breitem Hals oder seltener keulig, meist hyalin, einige gelb, mit normalem bis spärlichem Kristallbesatz; Maße: ca. 33-60 x 12-22, Wandstärke am Apex 1,5-3, am Bauch 1-2 µm; Pleurozystiden: sehr zahlreich, überwiegend bauchig fusoid, bisw. auch subutriform mit breitem, allmählich verschmälertem Hals, selten schlank fusoid und nur ausnahmsweise keulig, nie lageniform, meist kurz gestielt oder ungestielt, mit normalem Kristallbesatz, in KOH kaum reagierend, hyalin bis ganz blass gelblich, Maße 42-66 x 12-20, Wandstärke am Apex 2-3, am Bauch 1-2 µm; Lamellenschneide: dominiert von dicht gepackten Cheilozystiden, Marginalzellen klein, keulig und unauffällig; Cheilozystiden in der Form wie die Pleuros, im Schnitt deutlich kürzer und in KOH etwas stärker reagierend; Sporen: amygdaloid, apikal konisch bis subkonisch, ohne Kallus, ohne oder mit schwach ausgeprägter Bauchdelle, ockergelb, Maße: 8,8 x 5,1 (7,9-9,9 x 4,7-5,6), Q=1,73 (1,60-1,84), 20 Sp. gemessen;

Nr. 13: Inocybe napipes F.E. Lange

Zur Bestimmung: Wohl unkritisch. Auffallend die relativ dickwandigen, in KOH leicht reagierenden Hymenialzystiden, die in der Literatur (Stangl, Ludwig, Ferrari) meist dünnwandiger angegeben werden. Allerdings habe ich schon etliche Kollektionen, bei denen die Pleuros Wandstärken um 2 µm erreichen.

Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto

Funddaten: 08.09.2018; MTB 8134-3-4-3, 615 m; Koordinaten: 11,378880570046267 E; 47,80018683773805 N; D-By-Landkreis Weilheim-Schongau, Gemeinde Penzberg, Faistenberg, Kohlfilz; Moorwald mit Pinus, Picea, Betula und Faulbaum; bei Pinus, Picea und Betula, im Sphagnum an stark vernässter Stelle; gesellig (ca. 4 Fk);
Hut: bis 2,7 cm breit, flach gewölbt mit fast spitzem, warzenförmigem Buckel, fein befasert, Befaserung kaum aufreißend, am Scheitel +/- glatt, ohne Velumreste, rehbraun bis haselnussbraun; Stiel: bis 7 x 0,4 cm, basal rübenförmig knollig, beigebraun, apikal fast flaumig bereift, sonst schwach weißlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, olivbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung apikal: aus zylindrischen regulären dünnwandigen Zellketten mit zylindrischen apikal abgerundeten Endzellen, ohne echte Kaulozystiden; Pleurozystiden: zahlreich, überwiegend bauchig fusoid bis utriform, meist gestielt, dickwandig, in KOH reagierend und hell gelb; Maße: 48-69 x 14,5-22), im Mittel 59 x 18 (20 gemessen); Wandstärke am Bauch um 1 µm, am Apex 1,5-2,5 µm, Kristallbesatz meist spärlich oder fehlend; Sporen: stark höckerig, in Aufsicht mit 7-10 Höckern, Höcker meist rundlich und deutlich vorgezogen, meist nur apikal auch zapfig ausgezogen, Maße: 8,8 x 6,4 (8,0-10,0 x 5,5-7,5), Q=1,37 (1,23-1,55), 20 Sp. gemessen;

Nr. 14: Inocybe leucoblema Kühner

Zur Bestimmung: Mit FN und Stangl geschlüsselt. Durch das stark ausgeprägte weiße Velum auf Hut und Stiel charakterisiert. Die von Ludwig beschriebene I. pallidotomentosa hat viel kleinere Sporen.

Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto

Funddaten: 10.06.2018; MTB 8136-4-1-3, 836 m; Koordinaten: 11,752389 E; 47,835900 N; D – By – Landkreis Miesbach, Gemeinde Warngau, Taubenberg; Fichtenwald über Oberer Süßwassermolasse (Tertiär; Mergel, Sandmergel, Konglomerate) am Wegrand bei Fichte; gesellig bis kleinbüschelig (8 Fk);
Hut: bis ca. 2,5 cm breit, der mittlere 2 cm, jung halbkugelig, dann flach ausgebreitet mit herabgebogenem Rand und nicht gebuckelt, mit filziger weißer Velipellis überzogen, darunter fein radialfaserig, sandgelb; Hutrand jung durch weiße Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel: bis ca. 2,5 x 0,4 cm, basal gleichdick, faserig, mit auffallender weißer, halsbandartiger, fast häutiger Ringzone, darunter weißlich überfasert, cremebeige; Lamellen: gerade angewachsen, gedrängt, jung olivgrau, reif olivbraun, Schneiden stark flockig; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: substeril, dominiert von Cheilozystiden, aber stark durchsetzt mit Basidien; Cheilozystiden schlank keulig oder zylindrisch, seltener auch etwas irregolär, meist mit ein bis zwei kurzen Basalabschnitten, Maße der Endzellen 18-44 x 5-11, überwiegend 7-8 µm breit; Basidien: sehr variabel, meist 4-sporig, aber auch 2-sporige untermischt, oft mit auffallend verdickten Sterigmen, teils olivgelb pigmentiert und nicht selten kollabiert, Maße: 30-42 x 7-10; Sporen: subamygdaloid, im Profil meist schwach phaseoliform, apikal subkonisch bis abgerundet und mit Kallus, glatt, Maße: 9,7 x 5,4 (8,7-11,0 x 4,9-5,9), Q=1,79 (1,65-1,91), 20 Sp. gemessen;

Nr. 15: Inocybe dulcamara (Alb. & Schwein.) P. Kumm. s.l.

Zur Bestimmung: Bemerkenswert bei dieser Kollektion ist das Vorkommen bei Helianthemum.

Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto Foto

Funddaten: 03.06.2018; MTB 7833-1-3-4, 545 m, Koordinaten: 11,199307 E, 48,160285 N; D – By – Landkreis und Gemeinde Fürstenfeldbruck, Schöngeising Rothschwaid, renaturierte Kiesgrube mit umgebenden Magerwiesen; in der Magerwiese bei Sonnenröschen (Helianthemum); gesellig (5 Fk);
Hut: bis 2,2 cm breit, gewölbt, mit schwach ausgeprägtem breitem Buckel, stellenweise durch weißliche faserige Velumreste filzig, nach dem Verkahlen fein faserschuppig, ockergelb; Hutrand jung durch weißliche Cortina mit dem Stiel verbunden, in der Cortina hängen auch teil gelblich verfärbte Reste des Gesamtvelums; Stiel: bis 3,5 x 0,4 cm, basal gleichdick, apikal kurzhaarig bereift (fast ein bisschen struppig), stielabwärts befasert, Universalvelum am Stiel unauffällig; Lamellen: gerade angewachsen und meist mit schmalem Zahn herablaufend, gedrängt, olivgelb; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: spermatisch, im Schnitt eher aromatisch-pilzig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung: aus relativ kurz septierten Zellketten mit zylindrischen, seltener keulig erweiterten Endzellen, diese bisw. schwach dickwandig und interparietal gelb pigmentiert; Cheilozystiden: überwiegend keulig bis blasig, viele auch zylindrisch, meist mit zwei bis drei +/- isodiametrischen Basalabschnitten, Maße der Endzellen ca. 13-24 x 5-13; Sporen: subamygdaloid, im Profil bisw. phaseoliform, apikal meist subkonisch bis schmal gerundet und mit Kallus, Apikulus klein, ockergelb, Maße: 9,1 x 5,1 (8,5-10,0 x 4,4-5,6), Q=1,79 (1,64-2,11), 20 Sp. gemessen;