Entolomataceae 2018

Nr. 1: Entoloma spec.

Zur Bestimmung: Unklar. Diese Kollektion ist mit den Schlüsseln in FE5a und Gröger (für mich) nicht bestimmbar. Aufgrund der kurz septierten Trama, der Ixocutis, subisodiametrischer Sporen und reichlich Schnallen in allen Teilen sollte die Art zum Subgenus Entoloma gehören. Die Schlüssel führen am ehesten zu E. sericatum, doch diese Art sieht makroskopisch in der Regel völlig anders aus (anderer Habitus, Hut nicht so speckig und Stiel nicht so bräunlich).

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Funddaten: 13.10.2018; MTB 8533-1-2-3, 1080 m; Koordinaten: 11° 13' 5,21'' E; 47° 28' 43,23'' N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Klais, "am Berg", Mähwiesen und Fichtenwälder südlich des Aschenmooswalds; nasse Mähwiese über Partnachkalk; an sehr nasser Stelle am Waldrand in der Wiese (in der Nähe Sphagnum) bei Tanne, Fichte und Buche; gesellig (5 Fk); verges. mit Lactarius vellereus;
Hut: bis 3,5 cm breit, ausgebreitet mit herabgebogenem Rand, am Scheitel angedeutet gebuckelt oder schwach niedergedrückt, etwas schmierig und leicht klebrig, speckig glänzend, am Rand durchscheinend gestreift, olivbraun bis lehmbraun; Stiel: bis 4,5 x 0,5 cm, zylindrisch, basal gleichdick apikal vasig erweitert und hohl, im Mittelteil am schmalsten, olivgrau bis olivbraun, schwach weißlich überfasert, basal nicht weißfilzig; Lamellen: gerade und breit angewachsen, mäßig gedrängt, rosagrau; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: im Feld minimal nitrös, nach Lagerung über Nacht neutral; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Ixocutis; Zellen in den obersten Lagen stark gelifiziert (kollabiert), intakte überwiegend sehr schmal und oft fein querstreifig inkrustiert; Zellen in tieferen Schichten ziemlich breit, etwas aufgeblasen und diffus braun; Pigment doppelt, in der Ixocutis fei inkrustierend, in tieferen Schichten braun, diffus intrazellulär; Schnallen zahlreich vorhanden; Stieloberfläche apikal: mikroskopisch kahl, ohne Zystiden; Lamellentrama: kurz septiert, aus eher breiten, etwas aufgeblasenen Zellen; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: überwiegend 4-sporig, aber 3- und 2-sporige eingestreut, mit Basalschnallen, sehr variabel in Form und Größe, bisw. schwach dickwandig; Maße ca. 30-50 x 9-12, einzelne überlang (59x9); Sporen: subisodiametrisch, mit 5-7 normal ausgeprägten Ecken, Maße: 8,5 x 7,1 (7,8-9,6 x 6,3-8,0), Q=1,20 (1,03-1,32), 30 Sp. gemessen;

Nr. 2: Entoloma cf. inusitatum Noord., Enderle & Lammers

Zur Bestimmung: Unklar wegen folgender Abweichungen: Gemäß Beschreibung in FE5a ist E. inusitatum etwas schmächtiger, stärker gestreift und hat breitere Cheilozystiden sowie erheblich breitere Sporen; E. noordeloosii sieht ähnlich aus, hat aber kleinere, vor allem viel schmälere Sporen und kein inkrustierendes HDS-Pigment; E. sordidulum ist schmächtiger, riecht nach Mehl und hat kleinere Sporen; E. rhodopolium s.l. hat kleinere Sporen;

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Funddaten: 04.10.2018; MTB 8234-4-3-2, 854 m, Koordinaten: 11°27'4.04"E, 47°42'52.56"N; D – By – Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Gemeinde Bichl, Steinbachtal, "Beim guten Wasser"; Bergmischwald (Buche, Tanne, Fichte, Bergahorn) in der Flyschzone, teils auch über Würmmoräne; bei großen Buchen und Tannen in der Streu; gesellig (ca. 8 Fk);
Hut: bis 6,5 cm breit, stets gewölbt bis ausgebreitet (nicht niedergedrückt), glatt, trocken, ungestreift, anfangs kräftig olivbraun, aber stark hygrophan und rasch viel heller olivgrau bis cremegrau verblassend; Stiel: bis 10,5 x 1,2 cm, basal stark verjüng und ausspitzend, tief im Substrat steckend, cremeweiß; Lamellen: aufsteigend bis ausgebuchtet angewachsen, mäßig gedrängt, cremegrau, zuletzt mit zartem Rosaton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig, nicht signifikant, am ehesten aromatisch-pilzig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis; Zellen auch in der obersten Lage nicht gelifiziert, schmal; Pigment stellenweise fein inkrustierend, zusätzlich an einigen Zellen diffus intrazellulär olivbraun; Schnallen vorhanden; Lamellenschneide: heterogen, mit zahlreichen schlank keuligen bis zylindrischen sterilen Zellen, die die Schneide meist knapp überragen und die man als Cheilozystiden interpretieren könnte; Maße: ca. 23-36 x 4-10; Lamellentrama: kurz septiert, Zellen ca. 7-11 µm breit; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen, ca. 34-47 x 13-16; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-7 normal ausgeprägten Ecken, Maße: 9,8 x 7,9 (8,4-11,9 x 7,1-9,1), Q=1,25 (1,15-1,41), 30 Sp. (vom Stiel) gemessen;

Nr. 3: Entoloma sericatum (Britzelm.) Sacc.

Zur Bestimmung: Mit FE5a und Gröger geschlüsselt. Wohl unkritisch.

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Funddaten: 20.10.2018; MTB 8134-3-2-3, 670 m; Koordinaten: 11° 22' 30,71'' E; 47° 49' 58,42'' N; D-By-Landkreis Bad-Tölz/Wolfratshausen, Gemeinde Eurasburg, Filzbuchweiher; Moorwald mit Schilfbewuchs über Würmmoräne oder Oberer Süßwassermolasse (Tertiär); im Schilfgürtel des Weihers bei Kiefer, Birke und jungen Fichten im Sphagnum; gesellig (ca. 6 Fk);
Hut: bis 6,4 cm breit, ausgebreitet mit flachem Buckel, trocken, glatt, ganz fein radialaderig, graubraun, nur ganz am Rand schwach durchscheinend gestreift; schwach hygrophan, nach dem Austrocknen silbergrau und glänzend; Stiel: bis 8,5 x 1 cm, basal keulig erweitert, schmutzig cremeweiß, längsfaserig, apikal bereift, brüchig; Lamellen: schwach aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt, cremerosa; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: im Schnitt nach Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen in der obersten Lage intakt, nie gelifiziert, relativ breit, bis ca. 14 µm, Endzellen in Scheitelnähe zahlreich und bis 18 µm breit; Subpellis mit kürzeren und breiteren Zellen; Schnallen vorhanden; Pigment braun, relativ grob querstreifig inkrustierend, dazu in tieferen Schichten punktuell fleckig intrazellulär; Lamellentrama: kurz septiert; mit Schnallen; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: subisodiametrisch, mit 5-7 normal ausgeprägten Ecken, Maße: 8,5 x 7,3 (7,6-9,6 x 6,3-8,1), Q=1,17 (1,03-1,26), 20 Sp. gemessen;

Nr. 4: Entoloma cf. silvae-frondosae Dima, O.V. Morozova, Noordel., Brandrud & Krisai

Zur Bestimmung: Unklar. Am besten passt die Beschreibung von E. silvae-frondosae in Persoonia 41 (2018), abweichend sind allerdings die etwas kleineren Sporen mit etwas niedrigerem Q-Wert. E. sericatum hat auch inkrustierendes Pigment und ist normalerweise stärker bräunlich gefärbt und im Zentrum nicht so stark niedergedrückt (außerdem mit etwas größeren Sporen); im Schlüssel von FE5a lande ich bei E. rhodopolium var. pseudopolitum (ohne inkrustierendes Pigment!); im Gröger-Schlüssel lande ich bei E. sordidulum (kräftiger gefärbt, mit gewölbtem Hut); E. pernitrosum hat viel größere Sporen und eine andere Ökologie.

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Funddaten: 15.09.2018; MTB 8034-4-4-3, 655 m, Koordinaten: 11,46481 E, 47,90678 N; D – By – Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Gemeinde Egling, Puppling, Osterloch; oberbodensaurer Mischwald (Kiefer, Fichte, Buche), stellenweise mit Heidelbeerbewuchs, über Würmmoräne (Kalk); bei Buche an grasiger Stelle im Laub; gesellig (6 Fk);
Hut: bis gut 3 cm breit, im Zentrum trichterig niedergedrückt, Hutrand herabgebogen, hell olivbraun, nur am Rand schwach durchscheinend gestreift; Stiel: bis 4 x 0,7 cm, im unteren Drittel oft auffallend abgeplattet und keulig verdickt, cremegrau bis blass olivgrau, silbrig überfasert; Lamellen: habituell herablaufend (bogig), aber gerade angewachsen, gedrängt, jung cremegrau, reif mit Rosaton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach chlorartig (Schwimmbad); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen in der obersten Lage teilweise schwach gelifiziert; Pigment fein querstreifig inkrustierend, wenn zusätzlich intrazellulär, dann extrem blass und unauffällig;; Schnallen vorhanden; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: kurz septiert, mit Schnallen; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: subisodiametrisch, mit 5-6 gut ausgeprägten Ecken; Maße: 7,4 x 6,4 (6,5-8,0 x 5,6-7,2), Q=1,16 (0,90-1,32), 20 Sp. gemessen;

Nr. 5: Entoloma cf. silvae-frondosae Dima, O.V. Morozova, Noordel., Brandrud & Krisai

Zur Bestimmung: Unklar. Gehört sicher in die Gruppe um E. rhodopolium s. str. Unterscheidet sich von der Kollektion Nr. 4 durch feuchteren Standort, größere Fk, mehr collyboiden Habitus (Hüte nicht so stark vertieft), schmierige HDS und etwas größere Sporen. Da E. rhodopolium ohne inkrustierendes Pigment beschrieben ist, lege ich auch diese Kollektion unter E. silvae-frondosae ab.

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Funddaten: 26.09.2018; MTB 8033-4-1-4, 660 m, Koordinaten: 11,28128 E, 47,92734 N; D – By – Landkreis Starnberg, Gemeinde Feldafing, Garatshausen; feuchter Mischwald (Fichte, Birke, Kiefer, Buche) über Würmmoräne; bei jungen Buchen und (weiter entfernt) Fichte an offener, sehr grasiger, feuchter Stelle; gesellig (ca. 8 Fk);
Hut: bis 5 cm breit, gewölbt, im Zentrum schwach niedergedrückt, glatt, etwas schmierig und schwach klebrig, speckig glänzend, nur am Rand durchscheinend gestreift, khakigrau; hygrophan, cremegrau verblassend; Stiel: bis 10 x 1 cm, basal schwach verjüngt und etwas haarig-striegelig (siehe Schnittbild), sehr zerbrechlich, hohl, cremefarben, längsfaserig; Lamellen: gerade und breit angewachsen, mäßig gedrängt, cremerosa; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach nach Schwimmbad/Chlor; Sporenpulver: hell rosabraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Ixocutis; Zellen in der obersten Lage teils stark gelifiziert, intakte relativ schmal; Pigment insgesamt sehr diskret, teilweise fein querstreifig inkrustierend (vor allem an sehr schmalen oder etwas zusammengeschnurrten Zellen), wenn intrazellulär, dann sehr unauffällig; Schnallen vorhanden; Trama: Tramazellen kurz und etwas aufgeblasen; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen, Maße: 30-35 x 10; Sporen: subisodiametrisch, mit 5-7 normal ausgeprägten Ecken; Maße: 8,1 x 6,8 (7,2-9,8 x 5,8-8,9), Q=1,18 (0,93-1,34), 30 Sp. gemessen;

Nr. 6: Entoloma rhodopolium (Fr.: Fr.) P. Kumm. s.l.

Zur Bestimmung: Im Vergleich zur Kollektion Nr. 5 ist diese Gebirgskollektion im Habitus etwas gedrungener, hat dunklere Hutfarben, eine kaum haarige Stielbasis und gedrungenere Sporen. Für E. silvae-frondosae wohl ein bisschen zu groß.

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Funddaten: 04.10.2018; MTB 8234-4-3-4, 1035 m, Koordinaten: 11°27'17.07"E, 47°42'1.09"N; D – By – Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Gemeinde Bichl, Steinbachtal, "Beim guten Wasser"; Bergmischwald (Buche, Tanne, Fichte, Bergahorn) in der Flyschzone, teils auch über Würmmoräne; in einem sehr feuchten Jungholz bei Tannen und Buchen in der Streu; gesellig (5 Fk);
Hut: bis 5,8 cm breit, im Zentrum schon jung vertieft, trocken, glatt, nur ganz am Rand durchscheinend gestreift, dunkel khakigrau bis graubraun, hygrophan; Stiel: bis 5 x 0,5 cm, basal spindelig-keulig erweitert, kaum haarig striegelig, bald hohl, cremegrau, längsfaserig; Lamellen: gerade angewachsen bis kurz herablaufend, gedrängt, cremerosa; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: im Feld chlorartig (Schwimmbad), nach Lagerung über Nacht geruchlos; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Ixocutis, Zellen in der obersten Lage stark gelifiziert, intakte schmal; Pigment vor allem an schmalen Zellen fein inkrustierend, zusätzlich sehr blass intrazellulär; Schnallen vorhanden; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen, ca. 33-41 x 10-13; Sporen: (sub)isodiametrisch, mit 5-7 normal ausgeprägten Ecken, Maße: 8,1 x 7,3 (7,4-9,1 x 6,6-8,6), Q=1,11 (0,95-1,28), 20 Sp. gemessen;

Nr. 7: Entoloma venosum Gillet

Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt. Unkritisch. Sehr große Fk mit relativ kleinen Sporen.

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Funddaten: 06.10.2018; MTB 8032-1-4-2, 625 m, Koordinaten: 11° 4'35.49"E, 47°58'15.11"N; D – By – Landkreis Landsberg am Lech, Gemeinde Dießen am Ammersee, Riederau, Bierdorf; Mischwald (Buche, Eiche, Fichte, Kiefer, Tanne, Birke, Schwarzerle) über Würmmoräne; in einem feuchten Jungholz bei Fichte, Birke, Schwarzerle, Buche und Eiche; gesellig (ca. 8 Fk); verges. mit Paxillus involutus;
Hut: bis 8,2 (!) cm breit, jung konvex mit +/- ausgeprägtem Buckel, dann rasch ausgebreitet mit herabgebogenem Rand, alt im Zentrum niedergedrückt mit kleinem Buckel, trocken, glatt, frisch düster olivbraun bis schokoladenbraun, nur ganz am Rand kurz und schwach durchscheinend gestreift, stark hygrophan, bald heller olivbraun, am herabgebogenen Hutrand oft 2-3fach konzentrisch gezont; Stiel: bis 11 x 1 cm, basal verjüngt, oft ausspitzend und weißfilzig, cremegrau, apikal bereift, sonst kahl und längsfaserig; Lamellen: schwach ausgebuchtet bis gerade angewachsen, gedrängt (ca. 44-56 erreichen den Stiel), am Standort noch sehr hell wirkend (grauweißlich), nur bei alten Fk mit Rosaton, nach Lagerung über Nacht bei jungen Fk steingrau mit helleren Schneiden, bei älteren Fk blass rosabraun; Fleisch: siehe Schnittbild, Stiel wattig ausgestopft; Geruch: im Schnitt deutlich nach Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen intakt, sehr variabel in der Breite, aber viele auffallend breit, mit etlichen zylindrischen bis schlank keuligen Endzellen; Pigment braun, grob querstreifig inkrustierend und zusätzlich an einigen Zellen diffus braun (wohl interparietal); Schnallen zahlreich vorhanden; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Lamellentrama: kurz septiert; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-6 normal ausgeprägten Ecken, Maße: 8,2 x 6,5 (7,3-9,7 x 5,7-7,3), Q=1,26 (1,17-1,40), 20 Sp. gemessen;

Nr. 8: Entoloma madidum (Fr. ex) Gillet

Zur Bestimmung: Aufgrund der kleinen Sporen und leuchten blauen Farben gemäß Morgado & al. 2013 sowie Ainsworth & al. 2018 diese Art und nicht die größersporige E. bloxamii.

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Funddaten: 13.10.2018; MTB 8533-1-2-3, 1080 m; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Klais, "am Berg", Mähwiesen und Fichtenwälder südlich des Aschenmooswalds; nasse Mähwiese über Partnachkalk; im Gras, gesellig (2 Fk); verges. mit H. nitrata;
Hut: 5,6 cm breit, ausgebreitet mit breitem Buckel, Hutrand kurz über die Lamellen gerollt, trocken, matt, zum Rand hin stellenweise radialrunzelig, stahlblau, am Scheitel düster olivbraun; Stiel: 6 x 1 cm, zylindrisch mit Längsfurche, fein längsfaserig, +/- glatt, graublau, zur Basis hin cremefarben bis cremegelb; Lamellen: frei, gedrängt, beige mit Rosaton; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: im Schnitt nach Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Epikutiszellen schlank und überwiegend intakt, nur in der obersten Lage teilweise schwach gelifiziert, in Scheitelnähe mit zylindrischen, nicht erweiterten Endzellen, in tieferer Schicht auch mit schlank keuligen, etwas erweiterten Endzellen; Subpellis mit etwas breiteren, kürzeren Zellen; Pigment blass braun, diffus intrazellulär, vor allem in tieferen Schichten; Schnallen zahlreich vorhanden; Lamellentrama: kurz septiert, Zellen mäßig breit, an den Enden nicht verjüngt; Lamellenschneide: mit zahlreichen keuligen sterilen Zellen, aber ohne deutlich differenzierte Cheilozystiden; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: isodiametrisch, mit 5-7 mäßig bis schwach ausgeprägten Ecken, Maße: 7,1 x 6,5 (6,5-7,9 x 6,1-7,4), Q=1,09 (1,01-1,20), 20 Sp. am Hymenium gemessen;

Nr. 9: Entoloma lanuginosipes Noordel.

Zur Bestimmung: Mit Gröger und FE5a geschlüsselt. Wird oft (z.B. von Ludwig) mit E. cetratum synonymisiert.

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Funddaten: 01.07.2018; MTB 8337-2-3-4, 1870 m, Koordinaten: 11,939354 E, 47,657056 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Bayerischzell, Geitau, Miesing, am Steig zum Gipfel des Hochmiesing; Almweide mit Latschendickungen und einigen Fichten über Plattenkalk; in der Nadelstreu der Latschen; immer wieder mal (der große Fk wuchs etwas weiter unten, ist aber sicher dieselbe Art);
Hut: 1,7-2,6 cm breit, flach kegelig, am Scheitel schwach papilliert und etwas glasig, hell olivbraun bis olivgelb, bis zum Scheitel durchscheinend gestreift; hygrophan, zuerst am Scheitel cremebeige ausblassend; Stiel: bis 5 x 0,35, basal gleichdick, fein faserig, olivgelb, apikal stark, stielabwärts sehr fein weißlich bereift; Lamellen: stark aufsteigend und eher schmal angewachsen, entfernt (maximal 35 erreichen den Stiel), dicklich, hell olivbraun; Schneiden gleichfarbig; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach aromatisch, kein Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen intakt, ca. 7-14 µm breit, Endzellen zylindrisch, ca. 5-11 breit, selten breiter (z.B. 26); Pigment sehr blass und unauffällig, eher intrazellulär und diffus, keine Inkrustationen gesehen; Schnallen fehlend; Stielbereifung am gesamten Stiel: aus schmalen, zylindrischen, apikal abgerundeten, gelegentlich schlank keuligen, aber nie kopfigen Kaulozystiden; Lamellenschneide: fertil, mit einigen schmalen, zylindrischen Endzellen, aber ohne echte Cheilozystiden; Lamellentrama: Elemente eher lang und schmal, mit verjüngten Enden; Basidien: 4-sporig, mit großen Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-6, ausnahmsweise 7 gut ausgeprägten, bisw. etwas abgerundeten Ecken, Maße: 10,6 x 7,8 (9,0-11,6 x 7,2-8,5), Q=1,36 (1,25-1,63), 30 Sp. gemessen;

Nr. 10: Entoloma cuspidiferum (Kühner & Romagnesi) Noordel.

Zur Bestimmung: Mit FE5a geschlüsselt. Unkritisch, da durch die 2-sporigen Basidien mit Schnallen, inkrustierte HDS-Zellen und kopfige Kaulozystiden klar festgelegt.

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Funddaten: 08.09.2018; MTB 8234-1-2-1, 620 m; Koordinaten: 11,379435787312067 E; 47,79794729061316 N; D-By-Landkreis Weilheim-Schongau, Gemeinde Penzberg, Faistenberg, Kohlfilz; gemähte Moorwiese; zwischen Sphagnum und Gräsern im Schatten eines Strauchs; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 3,2 cm breit, spitzkegelig, auch mit angedeutetem Papillchen, glatt, speckig glänzend, bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, schokoladenbraun, hygrophan (graubraun verblassend); Stiel: bis 11 x 0,4 cm, olivgrau, apikal fein bereift, sonst silbrig überfasert, in Basisnähe weißfilzig; Lamellen: steil aufsteigend und sehr schmal angewachsen, mäßig gedrängt, bauchig, graubraun, alt mit Rosaton, Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: etwas muffig, an rohe Kartoffeln erinnernd, kein Mehlgeruch; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stielbereifung apikal: mit zwei Typen von Kaulozystiden: a) schlank zylindrisch mit kleinem rundem Köpfchen; b) schlank keulig und viel kürzer als a; HDS: Cutis, Zellen in der obersten Lage teils schwach gelifiziert, überwiegend intakt; Pigment braun, kräftig querstreifig inkrustierend; Schnallen keine gesehen; Huttrama: eher lang septiert mit schlanken Zellenden; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: innerhalb der Kollektion konstant 2-sporig, mit Schnallen; ca 28-31 x 10,5-12; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-6 meist gut ausgeprägten, gelegentlich auch abgerundeten Ecken, Maße: 11,3 x 9,0 (9,8-12,7 x 8,1-10,3), Q=1,25 (1,02-1,37), 30 Sp. gemessen;

Nr. 11: Entoloma velenovskyi Noordel.

Zur Bestimmung: Die Makroskopie und die Merkmalskombination aus intrazellulärem HDS-Pigment sowie sehr großen Sporen und Cheilozystiden passt nur auf diese Art. Abweichend sind der Mehlgeruch, die sehr entfernten Lamellen und die auch im Hymenium nur sehr sporadisch zu findenden Schnallen. Das Foto von Hausknecht in FE5a (S. 1243) passt aber sehr gut zur vorliegenden Kollektion. Rote Liste 1 in Bayern.

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Funddaten: 13.09.2018; MTB 8533-1-2-2, 960 m; Koordinaten: 11,2384789980574 E; 47,48867542229296 N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Klais, Geißschädel; gesellig im Gras, verges. mit Hygrocybe ovina;
Hut: bis 1,8 cm breit, meist schwach genabelt, nur am Scheitel fein knubbelig, sonst glatt, dunkelbraun und bis zum Scheitel durchscheinend gestreift; Stiel: olivgrau bis blass olivbraun ohne Blautöne, glatt und kahl; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, entfernt, sehr bauchig, dick, graubraun; Schneiden gleichfarbig und glatt; Geruch: deutlich nach Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen der obersten Lage bisw. schwach gelifiziert, sonst intakt, relativ schlank; Pigment ausschließlich intrazellulär braun; Schnallen keine gesehen; Stieloberfläche: ohne Zystiden; Lamellenschneide: heterogen; Cheilozystiden selten bis zerstreut an der Schneide, stark eingebaut, aber ziemlich groß, meist lageniform oder fusoid, auch mucronat, glatt, Maße: 54-83 x 10-15; einige sterile Zellen an der Schneide mit Schnallen! Lamellentrama: Zellen relativ schlank und eher lang septiert, teilweise intrazellulär braun, teilweise hyalin; Basidien: 4-sporig, reife Basidien ohne Schnallen (Schnallen im Hymenium aber spärlich vorhanden), ca. 33-40 x 11-13; Sporen: heterodiametrisch, mit stark ausgeprägten Ecken, apikal oft auffallend verschlankt; Maße: 12,7 x 8,9 (11,2-14,5 x 7,8-9,7), Q=1,42 (1,30-1,72), 20 Sp. gemessen;

Nr. 12: Entoloma dysthales (Peck) Sacc.

Zur Bestimmung: Unkritisch. Mit Gröger geschlüsselt.

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Funddaten: 21.05.2018; MTB 8034-2-2-2, 562 m; Koordinaten: 11,478031 E, 47,998592 N; D – By –Landkreis München, Gemeinde Grünwalder Forst, Isarwestufer, ca. 2,5 km nördlich vom Kloster Schäftlarn; Auwald (Esche, Grauerle, Fichte, Ahorn, Weide) über postglazialen Schottern; an schattiger Stelle direkt am Isarufer unter Grauerle und Ahorn (etwas weiter weg auch große Fichten), in der Nähe von finalmorschem Laubholz, aber terrestrisch auf sandigem Boden; gesellig bis kleinbüschlig (ca. 8 Fk);
Hut: 5-8 mm breit, glockig bis gewölbt, mit breitem, schwach vorgezogenem Buckel, oder ungebuckelt, trocken, matt, bis zum Scheitel schwach durchscheinend gestreift, graubraun; Velum sehr auffällig, vom Scheitel bis zum Rand vorhanden, schmutzigweiß, langfaserig-zottig, besonders markant am Hutrand, wo es einen zottigen Saum bildet, auch bei reifen Fk oft sehr üppig; Stiel: bis 5 cm lang und 1 mm breit, zylindrisch, basal schwach keulig erweitert und in ein auffälliges striegeliges schmutzig-weißes bis gelbliches Tomentum gehüllt, etwas heller graubraun als der Hut, apikal weißlich bereift bis beschürfelt, stielabwärts mit zottigen weißlichen Velumfasern besetzt; Lamellen: aufsteigend und sehr breit angewachsen, auch kurz mit Zahn herablaufend, entfernt (13-14 erreichen den Stiel), dick, graubraun; Fleisch: dünn, graubraun, im Stiel zur Basis hin dunkelbraun, kastanienbraun; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Frischpilz: HDS: Cutis, Zellen ca. 16-20 µm breit, wenige Endzellen gesehen (zylindrisch); Schnallen fehlend; Haare aus zylindrischen, stark querstreifig inkrustierten Zellketten; Trama: Huttrama-Zellen ca. 70-300 lang und 10-19 breit; Stielhaare: aus querstreifig inkrustierten Zellketten; Endzellen +/- zylindrisch ca. 7-14 µm breit, Trägerzellen bis ca. 15 µm; Cheilozystiden: zerstreut an der Schneide und ziemlich stark eingebaut, sehr groß und ballonförmig, blassbraun pigmentiert (wohl parietal), ca. 40-70 x 20-47; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen, ca. 38-52 x 13-16; Sporen: heterodiametrisch, knotig, mit 8-10 mäßig markanten Ecken, absurd groß, Maße: 17,2 x 9,2 (14,8-20,4 x 8,6-9,8), Q=1,87 (1,66-2,08), 20 Sp. gemessen;

Nr. 13: Entoloma indutoides (P.D. Orton) var. griseorubidum (Noordel.) Noordel.

Zur Bestimmung: Mit FE5a geschlüsselt. Unkritisch. Aufgrund der kaum genabelten Hüte und waagrecht angewachsenen Lamellen ein bisschen schwierig, in den richtigen Schlüssel zu kommen.

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Funddaten: 24.06.2018; MTB 7934-4-2-4, 550 m; Koordinaten: 11,495353 E, 48,024775 N; D – By –Landkreis München, Gemeinde Baierbrunn, Isarwestufer, in Ufernähe ca. 200 m nördlich des Georgensteins; Auwald (Esche, Buche, Grauerle, Fichte, Ahorn, Weide) über jungen Auenablagerungen; terrestrisch, auf sandigem Boden, gesellig (5 Fk), verges. mit E. incanum;
Hut: 2-2,8 cm breit, flach gewölbt, im Zentrum nur angedeutet niedergedrückt und/oder papilliert, fein filzig, schwach glänzend, hell graubraun bis khakigrau, nicht hygrophan; Stiel: bis 6,5 x 0,3 cm, basal schwach keulig erweitert, ziemlich grob längsfaserig, apikal cremefarben und fein bereift, sonst hutfarben oder etwas heller, auch bräunlich überfasert; Lamellen: gerade angewachsen, bisw. mit Zahn kurz herablaufend, mäßig gedrängt (ca. 24-26 erreichen den Stiel), beige mit schwachem Rosaton; Schneiden gleichfarbig und glatt, stellenweise (vor allem am Rand) bräunlich verfärbt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: fehlend; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen in der obersten Lage schwach gelifiziert; Schnallen vorhanden; Pigment intrazellulär braun, diffus und vakuolär; Lamellentrama: eher kurz septiert, aber Zellen schlank; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Lamellenschneide: heterogen; Cheilozystiden zahlreich, lageniform bis pfriemförmigen, spitz zulaufenden Halsteil; Maße ca. 72-87 x 14-20; Pleurozystiden fehlend; Sporen: heterodiametrisch, überwiegend mit 6 gut bis mäßig ausgeprägten Ecken, Maße: 11,5 x 9,1 (10,5-13,0 x 8,0-10,0), Q=1,27 (1,17-1,47), 20 Sp. gemessen;

Nr. 14: Entoloma formosum (Fr.: Fr.) Noordel.

Zur Bestimmung: Hat die Sporenmaße von E. formosum und die braunen Lamellenschneiden von E. xanthochroum. Ich halte die beiden Arten für konspezifisch. Das aspektbildende Wachstum auf der ganzen Moorwiese gab einen guten Einblick in die Variabilität der Art. Sehr junge Fruchtkörper sind kaum gestreift, recht stark schuppig und so dunkel rehbraun, dass man sie auch in die Nähe von E. sphagnorum rücken könnte, wenngleich diese Art mit glattem Hut beschrieben ist. Ältere Fruchtkörper sind eher glatt, durchscheinend gestreift und fast glänzend. Bei jüngeren Fk sind die Lamellenschneide oft noch gleichfarben und mikroskopisch heterogen, bei älteren steril und fast immer braun. Das zweite Makro-Foto zeigt junge Fk einer Kollektion von derselben Wiese.

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Funddaten: 08.07.2018; MTB 8134-3-2-3, 670 m; D-By-Landkreis Bad-Tölz/Wolfratshausen, Gemeinde Eurasburg, Impbühl, Moorwiese westlich des Impbühl, teils über Würmmoräne, teils über Oberer Süßwassermolasse (Tertiär); auf der ganzen Wiese aspektbildend, oft im Sphagnum; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 2,7 cm breit jung halbkugelig-glockig, dann gewölbt, im Zentrum schwach genabelt, zumindest am und um den Scheitel fein schuppig, sonst kahl, speckig glänzend, hell olivbraun, bis zum Scheitel durchscheinend gestreift; Stiel: bis 7 x 0,4, zylindrisch oder etwas abgeplattet und mit leichter Längsfurche, basal weißfilzig, apikal schwach und fein bereift sonst glatt, olivgelb, olivgrau, olivbraun; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, beige; Schneiden bei allen Fk olivgelblich gefärbt; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat. Lamellenschneide: steril; Cheilozystiden aus büscheligen, kettig septierten Hyphensträngen mit meist schlank keuligen Endzellen, diese überwiegend intrazellulär braun und recht variabel lang und breit, ca. 15-62 x 7-15; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen, 38x12, 36x13, 43x13; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-7 meist gut ausgeprägten Ecken, im Quetschpräparat leicht kollabierend, Maße: 10,9 x 8,4 (9,5-12,2 x 7,1-9,5), Q=1,29 (1,19-1,58), 20 Sp. gemessen;

Nr. 15: Entoloma elodes (Fr.: Fr.) P. Kumm.

Zur Bestimmung: Makroskopisch klar.

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Funddaten: 08.09.2018; MTB 8134-3-4-3, 615 m; Koordinaten: 11,377729902378771 E; 47,800125580292296 N; D-By-Landkreis Weilheim-Schongau, Gemeinde Penzberg, Faistenberg, Kohlfilz, in der Moorheide westlich des Wanderwegs Faistenberg-Promberg; Moorheide mit Pinus; zwischen Heidekraut (Calluna) im Sphagnum; gesellig (ca. 10 Fk), in der gesamten Moorheide beidseits des Wanderwegs zu Aberhunderten;
Hut: bis ca. 4,5 cm breit, flach gewölbt, mit kleinem, unauffälligem Buckel, alt auch mit etwas eingesenkter Mitte, am Scheitel samtig-grieselig, sonst glatt und typisch silbrig-glimmerig überreift, olivbraun bis graubraun, jung dunkler, schwach hygrophan und im Alter immer stärker verblassend; Hutrand stets kurz über die Lamellen gezogen; Stiel: bis 8 x 0,6 cm, zylindrisch oder mit Längsfurche, längsfaserig, blass olivgrau bis hellgrau, an der Basis weißfilzig; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, jung graubeige, reif graurosa; Schneiden glatt oder fein schartig, mitunter ganz blass bräunlich gefärbt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: sehr intensiv nach Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen relativ breit, mit wenigen, kaum erweiterten Endzellen; Pigment intrazellulär braun (diffus, granulär, vakuolär); Schnallen spärlich (an vielen Septen nur eine Schnalle gesehen); Lamellenschneide: teils steril, teils heterogen, Cheilozystiden sehr vielgestaltig, lageniform, lageniform und kopfig, mucronat, keulig-blasig, utriform, ca. 31-58 x 8-22; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: heterodiametrisch, mit 6-8 gut ausgeprägten Ecken, Maße: 10,4 x 7,5 (9,2-12,5 x 6,8-8,6), Q=1,39 (1,24-1,59), 20 Sp. gemessen;

Nr. 16: Entoloma conferendum (Britzelm.) Noordel. var . conferendum

Zur Bestimmung: Unkritisch.

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Funddaten: 11.09.2018; MTB 8533-1-2-3, 1160 m; Koordinaten: 11,212774047960098 E; 47,481688811438076 N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Klais, Mähwiesen überm Aschenmooswald; Mähwiesen und Fichtenwälder über Partnachkalk auf oberflächlich abgesauertem Boden; bei Fichte in der Wiese im Gras, gesellig (4 Fk);
Hut: bis 4,5 cm breit, kegelig und mit deutlich vorgezogenem, bisw. leicht papilliertem Buckel, trocken, glatt, frisch rehbraun und bis zum Scheitel fein durchscheinend gestreift, stark hygrophan, rasch graubraun verblassend und ungestreift, Buckel dunkler braun bleibend; Stiel: bis 8 x 0,4 cm, basal keulig erweitert und weißfilzig, cremegrau bis olivgrau, stark längsfaserig, silbrig überfasert, sehr brüchig; Lamellen: aufsteigend und sehr schmal angewachsen, gedrängt, graubraun, reif mit Rosaton; Fleisch: dünn, cremegrau (Stiel hohl); Geruch: deutlich nach Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: kreuzförmig;

Nr. 17: Entoloma fridolfingense Noordel. & Lohmeyer

Zur Bestimmung: Das Problem mit der schwer zu beurteilenden und teils ganz schön langen Lamellentrama hatte ich schon bei den bisherigen Funden aus Fröttmaning; makroskopisch ist das aber klar dasselbe und auch die Mikroskopie ist völlig gleich; vor allem die kleinen, oft recht vieleckigen, schwach irregulären Sporen sind wohl typisch;

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Funddaten: 20.06.2011; MTB 7935-1-3-2, 570 m; Pullach, Heilmannpark, hinter der Apfelbaumreihe in der Wiese (nahe 2 Salweiden); gesellig (>10 Fk); verges. mit Hygrocybe acutoconica und Entoloma griseocyaneum;
Hut: 2-4 cm breit, clitocyboid, stets ausgeprägt trichterig, trocken, matt bis schwach glänzend (vor allem alt auch stärker), meist bis zur Hälfte schwach durchscheinend gestreift, bisw. auch kaum so, farblich recht variabel von hell bis dunkelbraun, ohne rötliche Töne; Stiel: 3,5-5,0 x 0,3-0,7, zylindrisch oder breitgedrückt und mit Längsfurche apikal oft schwach vasig erweitert, basal verjüngt, glatt, feinst silbrig glimmerig bis überfasert, hellgrau bis mittelgrau, meist mit schwachem, aber sehr typischem Olivton, von der Basis her oft weit herauf weißfilzig; Lamellen: durch die Trichterform herablaufend wirkend, aber häufig ausgebuchtet angewachsen und mit Zahn herablaufend, normal bis mäßig gedrängt, jung cremeweiß, dann cremerosa bis blass rosabraun, Schneiden ziemlich gerade, oft feinschartig und etwas flockig; Fleisch: sehr dünn, wässerig grau, im Stiel meist mit Olivton; Geruch: stark nach Mehl, besonders im Schnitt; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Pigment intrazellulär, vakuolär, körnig, diffus, braun, keine Schnallen gesehen, aber Gewebe sehr dünn und optisch kaum differenziert; LTr: vermutlich kurz septiert, kurze Zellen jedenfalls reichlich vorhanden, aber auch längere, die kaum messbar sind, schlecht zu sehen, Zellen zylindrisch, nicht aufgeblasen, Septen mit Schnallen; LS: steril, Cheilozystiden dicht an dicht, keulig, z.B. ca. 21-26 x 10,5-12 (sicher auch längere vorhanden), mit Schnallen, teils artikuliert; Basidien: 4-sporig, ca. 35-39 x 10-11; mit Schnallen; Sporen: 6-8-eckig, Ecken gut ausgeprägt, subisodiametrisch, Maße: 8,2 x 6,7 (7,5-10 x 6-7,5), Q=1,21 (1,00-1,43), 20 Sp. gemessen;

Nr. 18: Entoloma fridolfingense Noordel. & Lohmeyer

Zur Bestimmung: Unkritisch.

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Funddaten: 14.06.2012; MTB 7735-4-3-1, 490 m; Panzerwiese (Magerwiese, von Schafen beweidet), beim vorderen Kieferngrüppchen in der Wiese; gesellig (ca. 8 Fk); heute sowohl auf der Panzerwiese als auch in Fröttmaning häufig gesichtet;
Hut: 2-3,8 cm breit, in typischer Ausprägung trichterig (clitocyboid), aber hin und wieder auch mittig kaum vertieft und gewölbt, Oberfläche glatt, am Rand bisw. durchscheinend gestreift, manchmal speckig gänzend, nicht hygrophan, aber bisw. längsstreifig (eher aufreißend als durch Entwässerung bedingt); Stiel: bis 2,5 x 0,5, zylindrisch oder breitgedrückt und mit Längsfurche, schwach längsfaserig, basal weißfilzig, typisch olivbraun bis olivgrau; Lamellen: habituell herablaufend, aber manchmal auch gerade angewachsen, meist schwach herablaufend, mäßig gedrängt, jung cremegrau, reif rosabraun; Schneiden gleichfarbig und glatt, alt bisw. schwach bräunend; Fleisch: im Hut wässrig braun im Stiel grau; Geruch: stark nach Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat (nur kurze Routineprüfung): Cheilozystiden schlank keulig, Schneide steril, Basidien mit Schnallen, Sporen mit ziemlich vielen, schwach ausgeprägten Ecken, ca. 7,5-8,5 lang;

Nr. 19: Entoloma indutoides var. pleurocystidiatum (Noordel.) Noordel., Wölfel & Hausknecht

Zur Bestimmung: Unkritisch.

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Funddaten: 18.08.2010; MTB 7735-4-3-2, 490 m; München, Fröttmaninger Heide; auf Erde zwischen Gräsern, gesellig (7 Fk), darüber hinaus am selben Standort noch viel mehr und erheblich größere Fk gesichtet;
Hut: bis 2,8 cm breit, schwach bis deutlich genabelt, Hutrand meist hochgebogen; dunkel graubraun, typisch silbrig glimmerig, ungerieft, bei einem älteren Exemplar bis zu Hälfte gerieft; Lamellen: eher leicht aufsteigend angewachsen und bisw. mit Zahn herablaufend; Stiel: bis 4 cm lang, zylindrisch, bis einem Exemplar mit Längsfurche, graubraun mit Olivton, längsfaserig, oben bereift, oft mit weißlicher Zone an der Spitze; Fleisch: geruchlos; Mikromerkmale vom Exsikkat: Cheilozystiden: nicht sehr dicht, Schneide heterogen, z.B. 70x10, zylindrisch-wellig bis pfriemförmig; Pleurozystiden: verstreut vorhanden, lageniform (allmählich zuspitzend, ohne deutlichen Hals), z.B. 80x16, 88x18; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen, ca. 36-54 x 12-13; Sporen: 5-7eckig, heterodiametrisch, 10,6 x 8,3 (9-11,5 x 7,5-9), Q=1,27 (1,18-1,44);

Nr. 20: Entoloma hebes (Romagn.) Trimbach

Zur Bestimmung: Das inkrustierende Pigement in der HDS muss man schon suchen! Intrazelluläres überwiegt klar, vor allem in der Epicutis. Auch die Schnallen an den Basidienbasen sind nicht ganz leicht zu finden; deutlich körniges Pigment würde nach Schlüssel in FE5a zu E. kristiansenii führen, die aber nur vom Typus bekannt ist und makroskopisch nicht gut passt; laut Pilzkompendium schreibt Romagnesi ausdrücklich, dass das inkrustierende Pigment fehlen kann!

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Funddaten: 12.09.2010; MTB 7833-3-2-4, 590 m; Schöngeising, Holzhausen, Bernrieder Wald; im Eschenmischwald, in gemischter Streu von Esche, Buche und Fichte; gesellig (>5 Fk);
Hut: bis 3 cm breit, flach gewölbt, mit kleiner Papille, bisw. auch angedeutet genabelt, fein faserig, trocken, seidig glänzend, bis zum Scheitel schwach durscheinend gerieft, kartonbraun bis graubraun, hygrophan, streifig ausblassend; Stiel: bis 7,5 x 0,25 cm, zylindrisch, sehr gebrechlich, beim Knicken auffasernd, hutfarben, kaum bereift, schwach silbrig überfasert, basal weißfilzig (Filzstreifen bisw. auch weit über der Basis); Lamellen: abgerundet bis steil aufsteigend und sehr schmal angewachen, gedrängt, breit (bis gut 5 mm), graubraun mit Rosastich, bei älteren Fk bei Verletzung bisw. sehr auffällig rotbraun fleckend (vor allem an den Schneiden); Schneiden weißlich, etwas unregelmäßig, +/- glatt; Fleisch: im Hut schmutzig weiß, im Stiel (hohl) graubraun; Geruch: kein Mehlgeruch, eher etwas süßlich bonbonartig (wie H. sachariolens); Geschmack: mild; neutral; HDS: Cutis, Zellbreite der oberen Lage ca. 5-12, oberste Schicht relativ kurz septiert; Terminalzellen stets vorhanden, zylindrisch bis keulig, aber kaum aufgerichtet, ca. 30-55 x 7-15; Pigment in der Cutis intrazellulär diffus und körnig braun, in der Subcutis an schmalen Zellen auch schwach inkrustierend; Schnallen fehlen; Huttramazellen ca. 200-700 lang, an den Enden stets verjüngt; Cheilozystiden: dicht gepackt (Schneide steril), polymorph, breit fusoid, flaschenförmig, keulig, auch etwas kopfig, subzylindrisch, ca. 29-46 x 8-13; ohne Schnallen; Stielrinde: oben mit vereinzelten, büschlig angeordneten, subzylindrischen bis keuligen Kaulozystiden; Basidien: 4-sporig, z.B. 35x10, 30x10, 28x9; bisw. mit Basalschnallen; Sporen: 6-8eckig, Ecken gut ausgeprägt, hererodiametrisch; 9,7 x 6,6 (9-10,5 x 6-7), Q=1,47 (1,36-1,62);

Nr. 21: Entoloma hebes (Romagn.) Trimbach

Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt; in FN5 kontrolliert.

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Funddaten: 19.10.2010; Italien, Castiglion Fiorentino, St. Stefano, Eichenwälder am Wanderweg zur Crinale; ca. 620 m; am Pfad im Eichenwald auf Erde; gesellig (>5 Fk);
Hut: bis 3 cm breit, mit kleiner Papille, graubraun, stark hygrophan, streifig hellgrau ausblassend, bis zum Scheitel schwach durchscheinend gerieft; Stiel: bis 10 x 0,3 cm, basal weißfilzig, graubraun, weiß überfasert; Lamellen: steil aufsteigend angewachsen, mäßig gedrängt, cremegrau, Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: im Kern weißlich, sonst wässrig graubraun; Geruch: schwach, höchstens minimal tranig (bei der Kollektion fünfzig Meter vorher (Nr. 22) hatte ich gurkig-tranig notiert); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellbreite ca. 2,5-14, Endzellen verstreut, zyl. bis schw. keulig, nicht breiter, keine Schnallen gesehen; Pigment inkrustierend, in allen Schichten zu sehen, in der Subcutis deutlicher braun, in der Epicutis fast farblos, Inkrustationen fein, kaum quergestreift; kein intrazelluläres Pigment festgestellt; Lamellenschneide: meist steril, aber stellenweise heteromoph; Cheilozystiden zylindrisch wellig, bisw. etwas bauchig und/oder kopfig, ca. 27-50 x 7-10, Köpfe nicht breiter; Kaulozystiden: keine festgestellt; Basidien: 4-sporig, ca. 30-34 x 9, mit zahlreichen Schnallen; Lamellentrama lang septiert (ca. 180, 200 und mehr); Sporen: 6-8eckig, Ecken mäßig stark ausgeprägt, heterodiametrisch, Maße: 9,3 x 6,2 (8,5-10 x 5,5-6,5), Q=1,50 (1,38-1,67), 20 Sp. gemessen;

Nr. 22: Entoloma hebes (Romagn.) Trimbach

Zur Bestimmung: Wahrscheinlich identisch mit Koll. Nr. 21, die nur ca. 50 Meter weit entfernt stand; Sporen erheblich größer als bei Koll. Nr. 21, aber innerhalb der Variabilität lt. Literatur.

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Funddaten: 19.10.2010; Italien, Castiglion Fiorentino, St. Stefano, Eichenwälder am Wanderweg zur Crinale; ca. 620 m; am Pfad im Eichenwald auf Erde; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 1,6 cm, mit Papille, ungerieft, graubarun, glatt, seidig, hygrophan, ockerbraun ausblassend; Stiel: bis 7 x 0,2 cm, zylindrisch, basal weißfilzig, graubraun, weiß überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, mäßig gedrängt, hellgrau; Fleisch: cremegrau, im Stiel grau; Geruch: gurkig-tranig (wie E. hirtipes); Mikromerkmale vom Exsikkat: Cheilozystiden: in der Form wie bei Koll. Nr. 21, etwas länger werdend (ca. -60); Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: 6-8eckig, heterodiametrisch, 11,5 x 7,7 (10-13,5 x 7-8,5); Q=1,50 (1,33-1,69);