Cortinarius 2017, Phlegmacium, Myxacium, Dermocybe, Leprocybe

Nr. 21: Cortinarius spec.

Zur Bestimmung: Unklare Aufsammlung aus Italien/Toskana. Im Schlüssel der FN gelangt man zu C. luteoimmarginatus bzw. osmophorus oder rapaceotomentosus. Ersterer ist sicher auszuschließen, da er viel schwächer ornamentierte Sporen und eine völlig andere Huthautstruktur aufweist. Die beiden anderen sind mit weißen Velumresten am Knollenrand beschrieben, osmophorus zudem mit auffallendem Geruch und rapaceotomentosus mit etwas größeren Sporen.

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Funddaten: 15.10.2017; Italien, Toskana, Castiglion Fiorentino; Cantalena; an der Straße von der Passhöhe am 50er Wanderweg richtung Cantalena, am Nordhang des Nestor-Tals; direkt am taufeuchten Weg, bei Eiche; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 5,5 cm breit, schleimig und klebrig, am Rand fein eingewachsen faserig, olivgelb; Stiel: bis 3,5 x 1,5 cm, gerandet knollig, weißlich; Knolle bis 3 cm breit, deutlich gerandet, basal konisch eingesenkt; Velum am Knollenrand grünlichgelb; Lamellen: abgerundet angewachsen, gedrängt; cremebeige mit schwachem incarnatem Ton, im Feld von Rossi auch mit Lilahauch am Lamellenansatz beschrieben; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: stark gebäckartig; KOH (40%): am Hut kastanienbraun; am Fleisch und an der Bulbipellis negativ, am Knollenrand (Velum) blass braun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Epicutis als ziemlich chaotisches Ixotrichoderm ausgeprägt, Zellen locker verstreut und überwiegend intakt, hyalin, ohne auffällige Inkrustationen; Hypoderm kaum ausgeprägt; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: hyalin; Basidien: 4-sporig, reif oft goldgelb pigmentiert; ca. 31-37 x 9,5-10; Sporen: amygdaloid bis schmal citriform, apikal schmal bis fast spitz zulaufend, zu ca. 50% papilliert-ausgezogen, grob krustenwarzig, im Umriss knubbelig; Ornament aus teils krustenartig verbundenen oder schollig vergrößerten Warzen, die deutlich überstehen; Maße: 9,6 x 5,6 (8,8-10,4 x 5,2-6,1), Q=1,73 (1,58-1,91), 20 Sp. gemessen;

Nr. 22: Cortinarius subporphyropus Pilat

Zur Bestimmung: Makroskopisch klar. Sporen passen auch.

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Funddaten: 07.09.2017; MTB 8234-4-4-2, 1140 m; 11.479994 E, 47.71505 N; D-By-Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Gemeinde Bichl, Zwieselberg; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) in der Flyschzone; in einem Fichtenjungholz mit einer großen Buche in unmittelbarer Nähe; gesellig (4 Fk); verges. mit C. anomaloochrascens;
Hut: bis 4,5 cm breit, zum Rand hin wässrig-streifig und schwach eingewachsen faserig, sonst glatt, sehr schleimig, jung blaugrau, später beigegrau; Stiel: bis 5 x 0,9 cm, basal spindelig erweitert, jung blassblau, dann undefinierbar graubeige mit bläulichem Schein, auf Druck kräftig violett verfärbend; Lamellen: gerade angewachsen oder ausgebuchtet und mit Zahn angewachsen, mäßig gedrängt, jung lilablau, auf Druck violett verfärbend; Fleisch: siehe Schnittbild, im Stiel mit Lugol rotviolett; Geruch: angenehm aromatisch, ein bisschen an Lepista nuda erinnernd; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, apikal meist breit gerundet, am Apikulus leicht zugespitzt und bisw. mit leichter Depression, mittelgrob warzig; Warzen meist deutlich überstehend; Maße: 9,1 x 5,8 (8,0-10,2 x 5,3-6,3), Q=1,59 (1,46-1,70), 20 Sp. gemessen;

Nr. 23: Cortinarius anomaloochrascens Chevassut & Rob. Henry

Zur Bestimmung: Mit etwas wärmeren Hutfarben als gewöhnlich, aber sonst ein typischer C. anomaloochrascens. Sehr schön dargestellt sind die Unterschiede zu C. riederi/fulvoochrascens übrigens bei Ludwig (Kompendium).

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Funddaten: 07.09.2017; MTB 8234-4-4-2, 1140 m; 11.479994 E, 47.71505 N; D-By-Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Gemeinde Bichl, Zwieselberg; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) in der Flyschzone; in einem Fichtenjungholz (größere Buchen schon ziemlich weit entfernt), gesellig (3 Fk); verges. mit C. subporphyropus;
Hut: bis 5 cm breit, gewölbt, ziemlich glatt (höchstens minimal eingewachsen faserig am Rand), sehr schleimig, warm semmelgelb, zum Rand hin mit minimalem Olivton; Stiel: bis 8 x 1,1 cm, basal ausgeprägt keulig (Basis bis 2,4 cm dick), schmutzig cremefarben, mit ockerbräunlichem Reflex, frisch mit schwachem, rasch schwindendem Blauton; Velum weiß, unauffällig; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt, frisch lilablau und lange so bleibend, später graubraun; Schneiden weißlich und feinschartig; Fleisch: siehe Schnittbild; KOH (40%): am Hut kastanienbraun, am Stiel in der Mitte kastanienbraun, zur Basis hin negativ, am Fleisch negativ (blass bräunlich); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: duplex; Epikutis eine mäßig dicke, stark gelifizierte Ixocutis, intakte Zellen oft mit querstreifigen Inkrustationen; Hypoderm stark entwickelt, Zellen bis ca. 20 µm breit, mit gelblichem, stellenweise auch warzig-körnigem und dann braunem Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil, mit vielen sterilen Zellen, die aber kaum von Basidiolen differenziert werden können; Basidien: 4-sporig; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, in Aufsicht ovoid, apikal meist mittelbreit gerundet, isoliert und mäßig grob warzig, Warzen zum Apex hin immer gröber und dort auch deutlich überstehend; Maße: 11,4 x 7,1 (10,7-12,2 x 6,5-7,6), Q=1,60 (1,49-1,71), 20 Sp. gemessen;

Nr. 24: Cortinarius anomaloochrascens Chevassut & Rob. Henry

Zur Bestimmung: C. caesiostramineus hat eine bittere Huthaut und viel kleinere amygdaloide Sporen; C. argenteolilacinus ist eine Laubwaldart mit etwas schmaleren und größeren Sporen sowie einem nur schwach entwickelten Hypoderm und viel intakteren, oft stark querstreifig inkrustierten Epikutiszellen;

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Funddaten: 07.09.2017; MTB 8234-4-4-2, 1150 m; 11.481035 E, 47.714718 N; D-By-Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Gemeinde Wackersberg, Zwieselberg; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) in der Flyschzone; an lichter Stelle bei Tanne und Fichte zwischen Polytrichum-Moos und bei Heidelbeeren; gesellig (2 Fk), verges. mit C. venetus, C. purpurascens cf., Tricholoma pseudonictitans und Craterellus tubaeformis;
Hut: bis 6,3 cm breit, flach gewölbt, stark schleimig, zum Rand hin schwach wässrig-streifig, blass olivgelb bis cremegrau; Stiel: bis 8,5 x 1,2 cm, basal keulig, schmutzig cremefarben, frisch mit blassblauem Stich; Velum unauffällig; Lamellen: aufsteigend bis gerade angewachsen, gedrängt, frisch blass lilablau, bald graubraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Geschmack: Huthaut und Fleisch mild; KOH (40%): auf allen Teilen blassbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: duplex; Epikutis dick, Zellen stark gelifiziert, nur vereinzelt intakte Abschnitte mit querstreifigen Inkrustationen vorhanden; Hypoderm stark entwickelt und dick, Zellen oft isodiametrisch, bis ca. 20 µm breit, mit blassgelbem Dickwandpigment; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, apikal meist mittelbreit gerundet, in Aufsicht ovoid, mittelgrob und isoliert warzig, Maße: 11,3 x 7,3 (10,7-12,9 x 6,8-8,2), Q=1,55 (1,47-1,60), 20 Sp. gemessen;

Nr. 25: Cortinarius cf. caesiolamellatus (Bidaud) Kytöv., Liimat., Niskanen, Brandr. Froslev & A.F.S. Taylor

Zur Bestimmung: Unklar. Der schwach hygrophane Hut, die Duplex-HDS und die kleinen Sporen weisen in den Multiformis-Komplex. Dort kommt man mit dem Schlüssel in JEC 2014 zu C. caesiolamellatus. Abweichend sind makroskopisch die Velumreste am Hut sowie mikroskopisch die doch deutlich pigmentierten Epikutiszellen. Sehr gut übereinstimmend sind die teils relativ groben, bisw. zusammenfließenden Sporenwarzen und die jung lila getönten Lamellen. C. glaucopus sollte etwas kleinere Sporen und einen eingewachsen faserigen, nicht so lebhaft rostbraun gefärbten Hut aufweisen.

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Funddaten: 07.09.2017; MTB 8234-4-4-2, 1150 m; 11.481035 E, 47.714718 N; D-By-Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Gemeinde Wackersberg, Zwieselberg; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) in der Flyschzone; an lichter Stelle bei Tanne und Fichte zwischen Polytrichum-Moos und bei Heidelbeeren, direkt am Stammgrund einer Tanne; gesellig (4 Fk), verges. mit C. venetus, C. anomaloochrascens, C. purpurascens, Tricholoma pseudonictitans und Craterellus tubaeformis;
Hut: bis 8,5 cm breit (massiver Pilz), unregelmäßig gewölbt, am Rand oft etwas wellig, weitgehend glatt, schwach schleimig und klebrig, lebhaft rostbraun bis rehbraun, schwach hygrophan wirkend; mit weißen Velumflocken am Scheitel und am Hutrand; Stiel: bis 5 x 1,8 cm, allmählich zur kaum gerandeten Knolle verbreitert (dort bis 3,8 cm breit), schmutzig cremefarben, am Knollenrand bisw. ockergelb verfärbt; Velum weiß, am Hut deutlich, an der Knolle unauffällig; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, gedrängt, jung blass lilablau, rasch graubraun entfärbt, nur am Rand länger mit Blauton, Schneiden stark gekerbt; Fleisch: cremefarben; Geruch: ganz schwach gebäckartig (auf Honiggeruch in der Stielbasis nicht geachtet); KOH (40%): am Hut lebhaft rotbraun, am Fleisch blass bräunlichbeige, in der Stielbasis orangeocker, am Knollenrand blassbraun, auf der Knollenunterseite negativ; Guajak: negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: duplex; Epicutis dick, Zellen locker liegend, aber nur schwach gelifiziert, mit vielen intakten Abschnitten, diese fein bis grob querstreifig inkrustiert, stellenweise mit bernsteinfarbenem intrazellulären Pigment; Hypoderm gut entwickelt, Zellen bis ca. 20 µm breit, mit gelblichem, stellenweise warzig-körnigem Dickwandpigment, dazwischen schmale stark querstreifig inkrustierte Zellen eingeflochten; Lamellenschneide: fertil, mit vielen sterilen, von Basidiolen kaum unterscheidbaren Zellen; Basidien: 4-sporig; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, apikal mittelbreit bis schmal gerundet (nie zugespitzt), in Aufsicht ovoid, mittelgrob warzig, im Umriss grob rau, Warzen sehr unterschiedlich groß, bisw. etwas zusammenfließend oder verlängert und dann kurze Grate bildend, nie schollig-krustenartig, vor allem apikal auch deutlich überstehend; Maße: 8,5 x 5,5 (7,6-10,3 x 5,0-6,1), Q=1,56 (1,43-1,78), 20 Sp. gemessen;

Nr. 26: Cortinarius glaucopus (Schaeff.: Fr.) Fries agg.

Zur Bestimmung: C. glaucopus agg. Für C. subrubrovelatus sind die Sporen wohl etwas zu gestreckt. Das Exsikkat ist viel weniger lebhaft gefärbt als das der Kollektion 27 vom selben Tag.

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Funddaten: 30.09.2017; MTB 8332-1-4-3, 1035 m; Koordinaten: 11.055932 E, 47.653324 N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Bad Kohlgrub, unterhalb der Weide „auf der Ebmahd“, an der Forststraße richtung Elmauberg; Fichtendominierter Bergmischwald über kreidezeitlichen Ausgangsgesteinen (Helvetikum-Zone und Flysch-Zone) auf zumindest leicht saurem Boden, am Waldrand bei großen Fichten; gesellig bis kleinbüschelig (ca. 7 Fk);
Hut: bis 6 cm breit, gewölbt, befeuchtet klebrig, stark eingewachsen faserig, messinggelb bis rostbraun; Stiel: bis 6,5 x 1,5, gerandet knollig, cremefarben, im oberen Drittel blassblau; Knolle schmächtig, meist nur teilweise und schwach gerandet; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, sehr gedrängt, jung blaulila, reif graubraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach; KOH (40%): am Hut kastanienbraun, am Fleisch hellbraun bis lehmbraun, am Knollenrand blassbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: duplex; Epikutiszellen locker liegend (auch aufsteigend), teils nur bruchstückhaft oder stark gelifiziert (zusammengeschnurrt), teils völlig intakt, hyalin oder mit querstreifig gelben Inkrustationen; Zellen in der Subcutis breiter und meist deutlich querstreifig inkrustiert, in der Subkutis auch bernsteinfarbene Pigmente vorhanden; Hypoderm deutlich ausgeprägt, Zellen mit gelbem Dickwandpigment; Sporen: subamygdaloid, apikal schmal bis mittelbreit gerundet, im Umriss fein rau, mit feinen bis mittelgroben, bisw. kurzgratig zusammenfließenden, niedrigen Warzen; Maße: 7,8 x 4,7 (7,2-8,3 x 4,4-4,9), Q=1,66 (1,53-1,80), 20 Sp. gemessen;

Nr. 27: Cortinarius glaucopus (Schaeff.: Fr.) Fries agg.

Zur Bestimmung: Trotz der fehlenden Blautöne scheint mir diese Kollektion zu C. glaucopus agg. zu gehören. Die kleinen Sporen passen nicht in die Multiformis-Gruppe. Z.B. C. rufoallutus ist mit mehr rotbraunen Hutfarben und größeren, wohl auch schwächer ornamentierten Sporen beschrieben. Man könnte die Kollektion als C. glaucopus var. acyaneus Moser einstufen.

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Funddaten: 30.09.2017; MTB 8332-1-4-4, 1100 m; Koordinaten: 11.062863 E, 47.650921 N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Bad Kohlgrub, Geißberg, Elmauberg; Fichtendominierter Bergmischwald über kreidezeitlichen Ausgangsgesteinen (Helvetikum-Zone und Flysch-Zone) auf zumindest leicht saurem Boden, am Waldrand bei noch recht jungen Fichten in der Nadelstreu; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis gut 5 cm breit, gewölbt, eingewachsen faserig, befeuchtet klebrig, sonst trocken, semmelgelb; Stiel: bis 6 x 1,2 cm, bei jungen Fk auch dicker (1,5 cm), basal knollig, cremeweiß; Knolle bis 3 cm dick, bisw. schief, ungerandet oder angedeutet gerandet; Velum weiß, dünn, am Knollenrand cremegelb verfärbt; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, gedrängt, jung steingrau, dann graubeige, zuletzt braunbeige, falls blaues Pigment vorhanden, dann extrem flüchtig; Schneiden glatt bis schwach wellig und gleichfarbig; Fleisch: cremeweiß bis cremefarben, in der Knollenbasis cremegelb, im Stiel grau bis cremegrau; Geruch: schwach gebäckartig; KOH (40%): am Hut hellbraun, am Hutfleisch hellbraun, in der Knolle rostbraun, am Knollenrand rostbraun, an der Bulbipellis negativ; Exsikkat: Hutfarben ziemlich lebhaft gelb; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: duplex; Epikutiszellen locker verteilt, in Bruchstücken, aber intakt, hyalin oder querstreifig gelb inkrustiert; Zellen in der Subkutis breiter und stark querstreifig inkrustiert; Hypoderm deutlich entwickelt, aus oft fast isodiametrischen Zellen mit kräftig gelbem Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: hyalin; Basidien: 4-sporig; ca. 26-30 x 6-7; Sporen: subamygdaloid, apikal schmal bis mittelbreit gerundet, in Aufsicht ovoid, mäßig grob warzig, im Umriss fein rau; Warzen mittelgrob und niedrig, oft zusammenfließend oder kurzgratig verbunden; Maße: 7,6 x 4,7 (6,9-8,6 x 4,3-4,9), Q=1,64 (1,50-1,83), 20 Sp. gemessen;

Nr. 28: Cortinarius glaucopus (Schaeff.: Fr.) Fries agg.

Zur Bestimmung: Kollektion mit recht langen, schlanken Sporen, die der Kollektion Nr. 27 von weiter unten makroskopisch sehr ähnlich ist.

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Funddaten: 30.09.2017; MTB 8332-3-2-2, 1370 m; Koordinaten: 11.074423 E, 47.644344 N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Bad Kohlgrub, Elmauberg, am Klaus-Ostermeier-Steig, der über den Elmauberg zum Hinteren Hörnle führt; Fichtendominierter Bergmischwald über kreidezeitlichen Ausgangsgesteinen (Flysch-Zone) auf zumindest leicht saurem Boden, auf der Waldweide bei jungen Fichten; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 6,5 cm breit, gewölbt, befeuchtet klebrig, eingewachsen faserig, semmelgelb bis semmelbraun, stellenweise dunkler rostbraun fleckig oder geflammt; Stiel: bis 6 x 2 cm, gerandet knollig, schmutzig cremefarben, an der Spitze cremegrau; Knolle bis 2,5 cm breit, basal meist konisch eingesenkt, schwach und unvollständig gerandet; Velum am Knollenrand gelb; Lamellen: gerade und breit angewachsen, mäßig gedrängt, jung steingrau (möglicherweise mit extrem flüchtigem blauem Pigment), dann beige bis beigebraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach gebäckartig; KOH (40%): am Hut kastanienbraun, am Fleisch blassbraun, am Knollenrand blassbraun, an der Bulbipellis negativ; Exsikkat: Hutfarben ziemlich lebhaft gelb. Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: duplex; Epikutis auffallend dünn und kaum gelifiziert, Zellen hyalin oder sehr grob und stark querstreifig gelb bis gelbbraun inkrustiert; Hypoderm deutlich ausgeprägt, mit vielen subisodiametrischen Zellen und kräftig gelbem, bis. auch körneligem Dickwandpigment; Sporen: subamygdaloid bis amygdaloid, in Aufsicht meist ovoid, apikal schmal, seltener mittelbreit gerundet, relativ schwach warzig, im Umriss fast glatt, Warzen fein bis mittelgrob und niedrig; Maße: 8,2 x 4,8 (7,5-9,3 x 4,5-5,1), Q=1,72 (1,57-1,93), 20 Sporen gemessen;

Nr. 29: Cortinarius dionysae R. Hry.

Zur Bestimmung: Mit bläulichen Hutfarben und komplett blauem Stielfleisch habe ich den noch nie gesehen! Mikroskopisch aber kaum anders als die Kollektion 2014-64 vom Taubenberg.

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Funddaten: 09.09.2017; MTB 8236-4-4-3, ca. 1324 m; Koordinaten: 11.809037 E, 47.705768 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Tegernsee, Baumgartenalm; Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn) über Raibler Schichten (Mürbkalk); in einem Fichtenjungholz in der Nadelstreu; gesellig bis kleinbüschelig (>10 Fk);
Hut: bis 5,5 cm breit (insgesamt recht schmächtiger Pilz), gewölbt, Hutrand lange stark herabgebogen, trocken, befeuchtet schwach klebrig, stark eingewachsen faserig, bläulichgrau, stahlblau, sporadisch mit cremegelben Velumflöckchen besetzt; Stiel: bis 5,5 x 2,2 (meist viel schmächtiger), basal schwach knollig, blass blau; Knolle schwach ausgeprägt und meist nur angedeutet oder nicht gerandet; Velum am Knollenrand cremegelb; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, gedrängt, jung blau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: im Schnitt nach Mehl; KOH (40%): am Hut kupferbraun, am Fleisch blass braun, am Knollenrand braun, an der Bulbipellis negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: duplex; Epicutis mäßig dick, Zellen stark gelifiziert und oft zusammengeschnurrt, teils glatt und mit „schaumigen“ Einschlüsseln, teils feinst, aber blass querstreifig inkrustiert, in der Subcutis mit stärker ausgeprägten Inkrustationen; Hypoderm stark entwickelt, Zellen teils subisodiametrisch, bis über 20 µm breit, mit blass bis kräftig gelbem, auch gelbbraunem, teils körneligem Dickwandpigment; Lamellenschneide: steril durch schlank keulige Marginalzellen; Sporen: citriform, seltener amygdaloid, meist deutlich papilliert ausgezogen, fein und dicht isoliert warzig; Maße: 9,5 x 5,7 (8,7-10,0 x 5,0-6,0), Q=1,68 (1,59-1,82), 20 Sp. gemessen;

Nr. 30: Cortinarius luhmannii Münzmay Saar & Oertel

Zur Bestimmung: Wohl unkritisch. Mit FN so zu schlüsseln und makroskopisch sehr typisch.

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Funddaten: 09.09.2017; MTB 8236-4-4-3, ca. 1200 m; Koordinaten: 11.795505 E, 47.703801 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Tegernsee, Riederstein; Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn, im Unterwuchs Leberblümchen und Waldmeister) über Schutt im Übergangsbereich zu Raibler Schichten (Mürbkalk, kalkalpin); im Hochwald bei Buche und Fichte; gesellig (>6 Fk);
Hut: bis 6,6 cm breit, gewölbt bis ausgebreitet, glatt, trocken, befeuchtet klebrig, düster bläulichgrau, mit dicken, persistenten, rostgelben Velumflöckchen besetzt; Stiel: bis 5 x 1,4 cm, gerandet knollig, schmutzig blaugrau; Knolle bis 2,4 cm dick, teils schwach, teils deutlich gerandet; Velum am Knollenrand bisw. häutig überstehend und rostgelb; Lamellen: abgerundet angewachsen, gedrängt, jung blaulila, bald dunkel graubraun entfärbend; Fleisch: im Hut schmutzig cremefarben, in der Stielspitze blau, in der Knolle cremegelb; Geruch: süßlich gebäckartig; KOH (40%): am Hut kastanienbraun, am Hutfleisch blassbraun, in der Knolle rehbraun, am Knollenrand braun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: duplex; Epicutis dünn, Zellen kaum gelifiziert und ziemlich kompakt angeordnet, relativ breit, blass pigmentiert, teils membranär gelblich, teils feinst inkrustiert; Hypoderm stark entwickelt, Zellen oft isodiametrisch, mit lebhaft goldgelbem, teils auch braunem körneligem Dickwandpigment; Sporen: amygdaloid, apikal schmal gerundet und selten schwach papilliert, mittelgrob warzig, im Umriss grob rau bis stumpf stachelig, Maße: 10,2 x 5,7 (9,5-11,2 x 5,4-6,0), Q=1,80 (1,68-1,95), 20 Sp. gemessen;

Nr. 31: Cortinarius piceae Froslev, Jeppesen, Brandrud

Zur Bestimmung: Unkritisch. Alle meine Aufsammlungen haben etwas längere Sporen als in FN angegeben.

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Funddaten: 23.09.2017; MTB 8237-4-4-3, 880 m; Koordinaten: 11.969616 E, 47.705795 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Bayerischzell, Geitau Nord, am Wanderweg richtung Birkenstein; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn) über Hauptdolomit oder Würmmoräne (kalkalpine Zone); bei großen Fichten; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 4,2 cm breit, befeuchtet klebrig, semmelgelb (am Scheitel) bis rapsgelb, zum Rand hin kühler zitronengelb, mit kleinen braunen Velumflöckchen besetzt; Stiel: bis 3,5 x 1 cm, gerandet knollig, cremeweiß; Knolle bis 2,3 cm breit, schief, ziemlich flach und deutlich gerandet, Bulbipellis weißlich, Basalmyzel weiß; Velum am Hut- und Knollenrand schleimig und gelb; Lamellen: aufsteigend und mäßig breit angewachsen, gedrängt, jung hellgrau mit minimalem Lilastich, später hell graubraun; Schneiden weißlich; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig; KOH (40%): am Hut kastanienbraun, am Fleisch negativ, am Knollenrand stellenweise rotbraun, auf der Bulbipellis negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: simplex; dickes Ixotrichoderm, Zellen teilweise gelifiziert, intakte gelbbraun querstreifig inkrustiert, vor allem in der obersten Lage auch mit intrazellulärem bernsteinfarbenem Pigment (Velumzellen?); Lamellenschneide: substeril, mit keuligen, sterilen, sehr dünnwandigen und leicht kollabierenden Zellen, dazwischen vereinzelt Basidien; Basidien: 4-sporig; Lamellentrama: hyalin; Sporen: amygdaloid bis subcitriform, etwa die Hälfte der Sporen schwach papilliert-ausgezogen und dann schlank citriform, mäßig grob warzig im Umriss teils glatt teils deutlich knubbelig; Warzen sehr variabel groß, oft recht fein, überwiegend isoliert, vereinzelt verlängert, einige sehr groß und knubbelig; Maße: 10,7 x 6,3 (9,5-11,5 x 5,6-6,5), Q=1,71 (1,48-1,88), 20 Sp. gemessen;

Nr. 32: Cortinarius cf. subgracilis Moënne-Locc.

Zur Bestimmung: Sehr auffällig die schmächtigen Fk und die flache, tellerartig gerandete Knolle. Passt gut zu den bisherigen Kollektionen. Sporen sehr gedrungen.

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Funddaten: 04.10.2017; MTB 8433-1-1-2, 735 m; 11.203228 E, 47.589039 N; D-By – Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Eschenlohe, 15er Wanderweg Richtung Krottenkopf; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Bergarhorn) über Hauptdolomit; bei großen Tannen, Fichte und Buche; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 4 cm breit, gewölbt, glatt, sehr schleimig, semmelbraun am Scheitel bis semmelgelb, zum Rand hin blasser cremegelb; Stiel: bis 4,7 x 0,8 cm, gerandet knollig, cremeweiß; Knolle bis 2,5 cm breit, tellerartig gerandet und sehr flach, Bulbipellis weiß; Velum am Knollenrand weißlich, stellenweise etwas überstehend und ockerbraun verfärbend; Lamellen: abgerundet und breit angewachsen, gedrängt, anfangs blaulila, rasch graubraun entfärbend; Schneiden glatt und bei entfärbten Lamellen blaulila abgesetzt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach; KOH (40%): am Fleisch negativ, am Hut orangebraun, am Knollenrand blutrot, an der Bulbipellis pinkrosa; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: dicke Ixocutis, Zellen in den oberen Lagen schmal und nur wenig gelifiziert, meist intakt, hyalin oder fleckig bis diffus, auch vakuolär bernsteinfarben pigmentiert, kaum inkrustiert; Zellen in der Subcutis breiter oft etwas dickwandig, mit fleckigen bis querstreifigen eher feinen Inkrusattionen; Hypoderm kaum entwickelt; Lamellenschneide: steril, mit einem dichten Band aus dünnwandigen Cheilzystiden, die deutlich von den Basidien differenziert sind, Maße ca. 28-39 x 10-20; Sporen: breit mandelförmig, apikal konisch zulaufend und fast spitz bis mittelbreit gerundet, im Umriss fast glatt mit vereinzelten Knubbeln, krustenwarzig; Warzen niedrig, sehr variabel, biswl. krustenartig verschmolzen; Maße: 10,1 x 6,5 (9,2-10,7 x 5,9-7,0), Q=1,57 (1,46-1,81), 20 Sp. gemessen;

Nr. 33: Cortinarius aureopulverulentus M.M. Moser

Zur Bestimmung: Mit FN geschlüsselt. Die einzige Alternative im Schlüssel ist C. barbaricus, der aber kein schleimiges Velum und nicht so deutlich citriforme Sporen aufweist.

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Funddaten: 30.09.2017; MTB 8332-1-4-4, 1100 m; Koordinaten: 11.062546 E, 47.650928 N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Bad Kohlgrub, Geißberg, Elmauberg; Fichtendominierter Bergmischwald über kreidezeitlichen Ausgangsgesteinen (Helvetikum-Zone und Flysch-Zone) auf zumindest leicht saurem Boden, bei noch recht jungen Fichten in der Nadelstreu; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 3,2 cm breit, befeuchtet klebrig, schwach eingewachsen faserig, olivgelb, am Scheitel mehr bräunlich und stellenweise mit Rosaton, am Hutrand goldgelb (Velum); Stiel: bis 4 x 0,9 cm, gerandet knollig, weißlich, an der Spitze vielleicht mit minimalem Blauton; Knolle sehr schmächtig, nur schwach und stellenweise gerandet; Velum am Knollenrand goldgelb und etwas schleimig; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt, jung blaulila, dann graubraun; Fleisch: cremeweiß; Geruch: schwach gebäckartig; KOH (40%): am Hut sofort blutrot, am Fleisch im Hut und in der Stielknolle zart rosa, am Knollenrand (Velum) blutrot, an der Bulbipellis pinkrot; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: simplex bis schwach duplex; Ixocutis, Epicutiszellen teils gelifiziert, meist in längeren Bruchstücken ausgebildet, aber intakt, hyalin oder sehr blass diffus pigmentiert; Zellen in der Subcutis mehr parallel und intakt, etwas breiter, bisw. schwach dickwandig; Hypoderm schwach entwickelt; die blutrote KOH Reaktion zeigt sich am HDS-Präparat sofort makrospisch durch eine Rosafärbung, und mikroskopisch in diffusen, nicht in den Zellen lokalisierten rosaroten Pigmentflecken; Sporen: citriform, mit stark papilliert-ausgezogenem kahlem Apex, Ornament aus feinen bis groben, aber stets recht niedrigen Warzen und kurzen Graten, Spore im Umriss fast glatt mit vereinzelt schwach überstehenden Knubbeln; Maße: 12,4 x 7,8 (10,9-13,5 x 7,1-8,4), Q=1,58 (1,45-1,72), 20 Sp. gemessen;

Nr. 34: Cortinarius polymorphus Henry

Zur Bestimmung: Gehört sicher in die taxonomisch ziemlich verworrene Gruppe der Laubwaldarten um C. gracilior, multiformium, luteoimmarginatus und polymorphus. Für C. gracilior wohl entschieden zu groß und kräftig. Der gelblich gesäumte Knollenrand deutet auf luteoimmarginatus hin, der in der Literatur z.B. von Eyssartier mit C. polymorphus synonymisiert wird. Kollektion aus den Alpen! Die Sporen sind relativ klein im Vergleich zu meinen meisten anderen Kollektionen, die Epicutiszellen haben wie diese die typischen refraktiven Einschlüsse. Das Hypoderm scheint relativ schwach ausgeprägt.

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Funddaten: 09.09.2017; MTB 8236-4-4-3, ca. 1110 m; Koordinaten: 11.790694 E, 47.70348 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Tegernsee, Riederstein; Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn, im Unterwuchs Leberblümchen und Waldmeister) über Schutt im Übergangsbereich zu Raibler Schichten (Mürbkalk, kalkalpin); an der Böschung (unterhalb des Wegs) bei großen Buchen und Fichte; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 7,5 cm breit, gewölbt, fein eingewachsen faserig, schleimig und klebrig, semmelgelb bis semmelbraun (am Scheitel am dunkelsten); stellenweise mit filzigen weißen Velumresten am Scheitel; Stiel: bis 5 x 1,5 cm, basal knollig, cremefarben; Knolle bis 3 cm dick, ungerandet oder einseitig schwach gerandet, am Rand stellenweise gelblich, an der Unterseite weiß; Velum wohl weiß, aber am Knollenrand stellenweise zitronengelb (so auch über der Cortina hängend); Lamellen: abgerundet angewachsen, gedrängt, jung cremegrau, reif graubeige bis braunbeige; Schneiden glatt und weiß abgesetzt; Fleisch: cremefarben; Geruch: schwach süßlich gebäckartig; KOH (40%): am Hut kastanienbraun, am Hutfleisch negativ, am Stielfleisch gelblich, am Knollenrand und an der Knollenunterseite gelb; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: duplex, ziemlich dickes Ixotrichoderm; Epicutiszellen teils stark gelifiziert, intakte kreuz und quer verlaufend, überwiegend glatt und hyalin, aber mit auffallenden lichtbrechenden, teils körnelig gefüllten Einschlüssen, teils auch mit goldgelbem bis bernsteinfarbendem intrazellulärem Pigment; im Übergangsbereich zum Hypoderm mit +/- parallelen stark querstreifig gelb inkrustierten Zellen; Hypoderm gut entwickelt, mit teils isodiametrischen, bis ca. 20 µm breiten Zellen und kräftig goldgelbem Dickwandpigment, dieses stellenweise auch körnelig, an schmaleren Zellen querstreifig inkrustiert; Lamellenschneide: substeril; fast ausschließlich aus keuligen Marginalzellen, Basidien höchstens sporadisch eingestreut; Marginalzellen aber kaum von Basidiolen zu differenzieren; Lamellentrama: hyalin; Basidien: 4-sporig, hyalin; Sporen: citriform, mit papilliert ausgezogenem, „nacktem“ Apex, mäßig grob warzig, im Umriss rau, Warzen dicht stehend, überwiegend klein, stellenweise auch gröber und sporadisch zusammenfließend, Maße: 9,1 x 5,6 (8,2-9,7 x 5,3-6,0), Q=1,63 (1,53-1,71), 20 Sp. gemessen;

Nr. 35: Cortinarius fraudulosus Britz.

Zur Bestimmung: Unkritisch aufgrund der sehr großen Sporen.

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Funddaten: 09.09.2017; MTB 8236-4-3-4, ca. 1100 m; Koordinaten: 11.789782 E, 47.703505 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Tegernsee, Riederstein; Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn, im Unterwuchs Leberblümchen und Waldmeister) über Schutt im Übergangsbereich zu Raibler Schichten (Mürbkalk, kalkalpin); an der Wegböschung bei großen Fichten und Tanne (junge Buche schon arg weit entfernt); gesellig (2 Fk); verges. mit Hebeloma laterinum und C. delibutus;
Hut: bis 6,8 cm breit, gewölbt, zum Rand hin stark eingewachsen faserig, sonst glatt, stellenweise mit schwach glimmerigem cremeweißem Velumbelag, trocken, befeuchtet schwach klebrig, elfenbeinweiß bis beige; Stiel: bis 7 x 1,2 cm, beim jungen Fk 5 x 2,8, basal schwach erweitert, jung cremeweiß, alt ockerbräunlich verfärbt; Lamellen: stark ausgebuchtet und breit angewachsen, gedrängt, jung beige, reif graubraun; Fleisch: cremeweiß; Geruch: süßlich-parfümiert mit Weihrauchkomponente; KOH (40%): am Hut sehr blass bräunlich, am Fleisch negativ (im Stiel blass gelblich); Exsikkat: Fleisch blaugrün verfärbt; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: amygdaloid, mittelgrob und isoliert warzig, Maße: 12,6 x 7,3 (10,6-14,0 x 6,0-8,0), Q=1,72 (20 Sp. gemessen);

Nr. 36: Cortinarius cf. patibilis Brandr. & Melot

Zur Bestimmung: Unklar. Sehr merkwürdiges Schwammerl, vor allem die extrem schmalen Lamellen wirken irgendwie irregulär. Die gelbe KOH-Reaktion am Fleisch führt in die Sektion Phlegmacioides und dort zu C. patibilis (schlankere Sporen) oder C. vacciniophilus (längere Sporen, anderes Habitat). Trotz der etwas zu breiten Sporen stelle ich die Kollektion mal als cf. zu patibilis, da einige Sporen die typische apikale Einschnürung aufweisen.

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Funddaten: 23.09.2017; MTB 8237-4-4-3, 880 m; Koordinaten: 11.968988 E, 47.705507 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Fischbachau, Geitau Nord, linkerhand des Wanderwegs richtung Birkenstein; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn) über Hauptdolomit oder Würmmoräne (kalkalpine Zone); in feuchtem, moosigem Fichtenhochwald; gesellig (7 Fk);
Hut: bis 4,5 cm breit, gewölbt bis ausgebreitet, stellenweise schwach schleimig, klebrig, glatt, am Rand schwach eingewachsen faserig, semmelgelb bis sandgelb, jung am Hutrand mit faserigen Resten des weißen Gesamtvelums, Cortina weiß; Stiel: bis 4,3 x 1 cm, basal spindelig-keulig, cremeweiß; Velum weiß, mäßig dick, bisw. cremegelblich verfärbt; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, mäßig gedrängt, auffallend schmal, jung hellgrau, reif graubeige; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: unauffällig, schwach; KOH (40%): am Fleisch blass gelb; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: duplex; Epikutis ein dickes Ixotrichoderm, Zellen vor allem in den obersten Lagen stark gelifiziert, intakte blass querstreifig inkrustiert, parallel liegende Zellen über dem Hypoderm breit und stark gelbbraun querstreifig inkrustiert; Hypoderm stark entwickelt, Zellen überwiegend fast isodiametrisch, bis ca. 25 µm breit, mit gelblichem, bisw. schwach körneligem Dickwandpigment; Lamellenschneide: fertil; Lamellentrama: hyalin; Sporen: amygdaloid bis subamygdaloid, apikal mittelbreit bis schmal gerundet, mittelgrob warzig, im Umriss fein rau; Warzen fein bis mittelgrob, apikal auch gröber und deutlich überstehend; Maße: 10,6 x 6,5 (9,7-11,5 x 5,8-7,0), Q=1,61 (1,49-1,70), 20 Sp. gemessen;

Nr. 37: Cortinarius pseudovulpinus Rob. Henry & Ramm

Zur Bestimmung: Mit FN geschlüsselt. Durch das gilbende Fleisch und die großen Sporen gut festgelegt.

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Funddaten: 10.10.2017; Italien, Toskana, Bibbiena, Casentino, Foresta di Camaldoli, ca. 900 m; Wanderweg 72 vom Campingplatz beim Monastero di Camaldoli zur Forsthütte Rifugio Secchieta, an der Straße oberhalb des Campingplatz an der Böschung; Mischwald (Tanne, Hainbuche); bei Tanne und Hainbuche; gesellig (5 Fk);
Hut: bis 4,2 cm breit (nicht ganz aufgeschirmt), trocken, glatt, befeuchtet ganz schwach klebrig, semmelbraun, bisw. mit schollig aufbrechendem, cremefarbenem Velumbelag, gerieben rostbraun verfärbend; Stiel: bis 4,5 x 1,5, basal gleichdick oder schwach keulig, weißlich, auf Druck zitronengelb verfärbend, jung stellenweise mit dicken Placken des cremefarbenen Universalvelums besetzt; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, mäßig gedrängt, ganz jung weißlich, dann blass blaulila, dann graubraun: Fleisch: weiß, im Schnitt stark gilbend; Geruch: gebäckartig; KOH (40%): am Hut schokoladenbraun, am Fleisch negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: subamygdaloid, apikal meist mittelbreit gerundet, oft mit schwacher subapikulärer Depression, mäßig grob warzig, Warzen überwiegend niedrig und mäßig grob, dicht stehend, kaum überstehend, nur apikal etwas stärker; Maße: 12,0 x 7,4 (10,6-13,4 x 6,6-8,2), Q=1,62 (1,42-1,90), 20 Sp. gemessen;

Nr. 38: Cortinarius crassus Fr.

Zur Bestimmung: Unkritisch.

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Funddaten: 07.09.2017; MTB 8234-4-4-1, 1080 m; 11.476776 E, 47.71439 N; D-By-Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Gemeinde Bichl, Zwieselberg, Lehenbauernberg-Anzenbach, an der Wegböschung; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) in der Flyschzone; bei jungen Fichten und großen Buchen; gesellig (2 Fk);
Hut: bis 5,5 cm breit, relativ glatt, am Rand stark eingewachsen faserig, semmelgelb; Stiel: bis 7 x 1,2 cm, basal wurzelnd, relativ schlank, cremeweiß; Lamellen: schwach aufsteigend angewachsen, gedrängt, bis 5 mm breit, blass beigegrau; Fleisch: cremefarben, im Stiel etwas wässrig marmoriert; KOH (40%): am Fleisch negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: Pleuro- und Cheilozystiden: vorhanden, meist schlank spindelig, oft irregulälr; Sporen: fusoid bis amygdaloid, meist mit ausgeprägter subapikulärer Depression, fein warzig, im Umriss fein rau; Maße: 7,7 x 4,1 (6,6-8,9 x 4,0-4,3), Q=1,87 (10 Sp. gemessen);

Nr. 39: Cortinarius cf. causticus Fr. s. Brandrud

Zur Bestimmung: Vibratilis-Gruppe. Taxonomie unklar. Stimmt morphologisch am ehesten mit Kollektion 2016-18 aus Oberdill überein. Ölflecken und geschwärzte Exsikkate scheinen in der Gruppe bei mehreren Arten vorzukommen.

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Funddaten: 07.09.2017; MTB 8234-4-4-1, 1080 m; 11.476776 E, 47.71439 N; D-By-Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Gemeinde Bichl, Zwieselberg, Lehenbauernberg-Anzenbach; an einer Wegböschung; bodensaurer Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) in der Flyschzone; bei Fichte, Tanne und (weiter oben) Buche; gesellig (3 Fk); verges. mit C. crassus;
Hut: bis 2,6 cm breit, abgerundet kegelig, glatt, sehr schleimig, lebhaft ockerbraun, Stiel: bis 4 x 0,8 cm, basal spindlig erweitert und dann ausspitzend (fast wurzelnd), weiß, frisch deutlich schleimig; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, gedrängt, jung hellbeige, später graubeige; Fleisch: cremeweiß, extrem bitter; Geruch: schwach; KOH (40%): am Hut rehbraun, sonst überall negativ; Exsikkat: Hutmitte bei allen Fk auffallend schwarz verfärbt; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: bockhart und kaum präparierbar; Lamellenschneide: fertil, mit auffallenden „Fettaugen“ im KOH-Präparat; Basidien: 4-sporig, hyalin, Lamellentrama: hyalin; Sporen: ellipsoid, in Aufsicht ovoid, apikal meist mittelbreit, nur vereinzelt fast schmal gerundet und niemals zugespitzt, sehr blass gelb gefärbt, schwach und schütter warzig, im Umriss fein rau, indextrinoid oder höchstens minimal reagierend, Warzen klein und kaum überstehend; Maße: 6,4 x 4,2 (5,5-7,0 x 3,6-4,5), Q=1,55 (1,45-1,70), 20 Sp. gemessen;

Nr. 40: Cortinarius cotoneus Fr.

Zur Bestimmung: Unkritisch.

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Funddaten: 09.09.2017; MTB 8236-4-4-3, ca. 1324 m; Koordinaten: 11.809037 E, 47.705768 N; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Tegernsee, Baumgartenalm; Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn) über Raibler Schichten (Mürbkalk); in einem Fichtenjungholz in der Nadelstreu, bei Fichte, Vogelbeere und Haselnuss; gesellig bis kleinbüschelig (>15 Fk), weitere Kollektionen nicht weit entfernt im reinen Nadelwald gesichtet;
Hut: bis 6 cm und mehr (die größten nicht mitgenommen), ziemlich grob samtig, olivbraun; Stiel: bis 8 x 2,2 cm, basal verjüngt, cremebeige; Velum blassbraun, bildet meist mehrere Gürtel; Lamellen: stark ausgebuchtet angewachsen, mäßig gedrängt, jung olivgrün, später olivbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: intensiv nach Rettich; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: subglobos, grob warzig mit einigen Graten, im Umriss grob rau bis knubbelig, Warzen recht variabel groß, oft zusammenfließend, teils relativ lange Grate vorhanden; Maße: 8,7 x 7,5 (8,2-9,7 x 7,0-8,2), Q=1,15 (20 Sp. gemessen);

Nr. 41: Cortinarius callisteus (Fr.: Fr.) Fr.

Zur Bestimmung: Sehr großsporige Kollektion. Sporen auch viel größer und gestreckter als bei der Kollektion 2014-77 aus Klais, die auch eher grieselige als feinschuppige Hüte aufwies. Consiglio zeigt auf C51 (GCI) oben ähnlich faserschuppige Fk, zeichnet aber viel schwächer ornamentierte Sporen. Nach Moser wäre die vorliegende Kollektion aufgrund des im Hut hellen Fleisches eher als tophaceoides zu schlüsseln.

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Funddaten: 26.09.2017; MTB 8533-1-1-2, 990 m; Koordinaten: 11.203765 E, 47.495503 N; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Krün, Gerold, im Ostteil der Mähwiesen des oberen NSG am Rand des kleinen Fichtenjungwalds; Bergmischwald (Fichte, Haselnuss, Buche, Bergahorn) über Raibler Schichten (Kalk) oder Würmmoräne (kalkalpine Zone); in der Wiese am Waldrand bei jungen Fichten; gesellig (6 Fk);
Hut: bis 5,2 cm breit, gewölbt, trocken, goldgelb, mit rostgelben, angedrückten Faserschüppchen besetzt; Stiel: bis 9,5 x 1,4 cm, basal gleichdick oder schwach keulig, apikal cremefarben bis cremegelb, stielabwärts „bunt“, cremegelb und rostbraun fleckig und streifig; Velum gelb, bildet Gürtelzonen; Lamellen: schwach aufsteigend oder gerade und breit angewachsen, entfernt, jung trüb gelb, dann immer dunkler honigbraun, zuletzt rehbraun; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nach "heißem Blech"; KOH (40%): am Hut, am Fleisch und am Stiel rotbraun bis kastanienbraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: subglobos bis breit ellipsoid, dickwandig (mit doppelter Wand), mittelgrob stachelwarzig, auffallend zweifarbig (die meisten ockergelb, viele auch ockerbraun), indextrinoid, Warzen stumpf, isoliert und deutlich überstehend; Maße: 8,2 x 6,5 (7,4-9,3 x 5,5-7,4), Q=1,26 (1,16-1,38), 20 Sp. gemessen;