Tricholomataceae 2014

Nr. 1: Clitocybe spec.

Zur Bestimmung: Unklar. C. diosma in der Beschreibung von E. Ludwig hat eine gewisse Ähnlichkeit, einen Sauerkrautgeruch konnte ich allerdings nicht feststellen, geschweige denn Mehlgeruch. Auch die Fotos der Art in ZMykol79/1 sind nicht völlig unähnlich. Vor allem die gedrängten Lamellen und der jung bereifte Hutrand stimmen ganz gut überein, dagegen weisen meine Kollektionen eine relativ einheitliche beige Färbung auf. Während die Sporenzeichnung bei Ludwig (breitellipsoid) übereinstimmt, geben Marqua und Specht deutlich schmalere Sporen an (Q=1,7 im Gegensatz zu 1,47 bei meinen Pilzen). Abweichend zu beiden Beschreibungen sind die bei meinen Kollektionen keineswegs ganz glatten HDS-Zellen mit unauffälligem Pigment. Weil Einhellinger die Art eben aus den Isarauen beschrieben hat, möchte ich trotzdem nicht ausschließen, dass es diese Pilze sind. Die Artengruppe um C. diatreta dürfte aufgrund des nahezu weißen Sporenpulvers wegfallen. Makroskopisch und mikroskopisch ähnlich ist die Kollektion Nr. 6/2011, wenngleich letztere einen gestreiften und niemals bereiften Hutrand aufweist.

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Funddaten: 25.09.2014; MTB 7935-1-3-4, ca. 550 m; D – By – Grünwald, Kalkbuchenwald an der Isar nördlich der Grünwalder Brücke; an den Hotspots nahe dem Isar-Ufer; bei großen Buchen in der Laubstreu; gesellig (>5 Fk); an mehreren Stellen Kollektionen gesichtet;
Hut: 3,5-6,8 cm breit, jung konvex mit herabgebogenem Rand und zentral genabelt bis schwach vertieft, später mit geradem, bei großen Fk oft auffällig flatterigem Rand, trocken, glatt, matt bis sehr schwach glänzend, ungestreift, beige bis bräunlichbeige, jung am Hutrand bisw. mit weißem glimmerigem Belag; hygrophan; Stiel: bis 5,5 x 1 cm, zylindrisch, bei großen Fk oft breitgedrückt und mit Längsfurche, voll bis hohl, etwas knorpelig, oben cremefarben, nach unten zu beige, oben schwach weiß überfasert, sonst +/- glatt; Lamellen: meist weit herablaufend, gedrängt, cremeweiß bis cremefarben; Fleisch: wässrig beige; Geruch: schwach aromatisch, vielleicht minimal parfümiert, weder ranzig noch mehlig; Geschmack: mild, neutral; Sporenpulver: weiß; trocken cremeweiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen der obersten Lage divertikuliert-verquollen, Schnallen zahlreich, Pigment unauffällig; Lamellenschneide: fertil, Basidien 4-sporig; Sporen: regulär kurzellipsoid, tendenziell am Apiculus etwas schmäler als am Apex, mäßig klumpend in Kongo, nicht kongophil, Maße: 4,8 x 3,2 (4,3-5,9 x 2,7-3,7), Q=1,47 (1,36-1,59), 20 Sp. gemessen;

Nr. 2: Clitocybe spec.

Zur Bestimmung: Makroskopisch und mikroskopisch identisch mit Nr. 1.

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Funddaten: 26.09.2014; MTB 7934-4-4-2, 560 m; D – By – Frundsbergerhöhe, Östliche Isarleite, am Forstangerlweg, am Wegrand; Laubmischwald (Buche eingestreuten Fichten) auf würmeiszeitlichen Schottern mit Schutt; am Wegrand, typische Ruderalstelle, auf Laubstreu mit Holzresten; gesellig (>5 Fk);
Hut: 3,5-6 cm breit, jung konvex mit herabgebogenem Rand und zentral schwach oder nicht genabelt mit geradem, bei großen Fk oft auffällig flatterigem Rand, trocken, glatt, matt bis sehr schwach glänzend, beige bis bräunlichbeige (bei älteren Fk), jung am Hutrand bisw. mit weißem glimmerigem Belag; hygrophan, cremefarben ausblassend; Stiel: bis 5,5 x 0,7 cm, zylindrisch, basal schwach keulig erweitert, bei großen Fk bisw. etwas breitgedrückt, voll bis hohl, etwas knorpelig mit wässrigem Fleisch, oben cremefarben, nach unten zu beige, oben schwach weiß überfasert, sonst +/- glatt; Lamellen: meist schwach herablaufend, gedrängt, cremeweiß bis cremefarben; Fleisch: wässrig beige; Geruch: schwach aromatisch, vielleicht minimal parfümiert, weder ranzig noch mehlig; Geschmack: mild, neutral; Sporenpulver: weiß; getrocknet cremefarben (IIa); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen in der obersten Lage stark divertikuliert, verzweigt (fast koralloid) und teils gelifiziert, Pigment unauffällig, am ehesten sehr blass parietal; Schnallen zahlreich; Sporen: regulär kurzellipsoid, Maße: 4,8 x 3,3 (4,2-5,5 x 3,1-3,9), Q=1,43 (1,24-1,57), 20 Sp. gemessen;

Nr. 3: Citocybe cf. ditopa (Fr.: Fr.) Gillet

Zur Bestimmung: Unklar. Die wenn auch schwache Bereifung und die winzigen Sporen passen eigentlich nur zu C. ditopa, allerdings rochen die Teile im Schnitt nicht nach Mehl, sondern nur unverletzt etwas ranzig. Alternativen weiß ich keine. C. subcordispora ist wohl kleiner und hat auch etwas größere Sporen.

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Funddaten: 23.09.2014; MTB 8335-3-4-2, 870 m; D – By – Lenggries, Leger, Lettner Berg, Brandkopf; Bergmischwald (Buche, Tanne, Fichte, Bergahorn) in der kalkalpinen Zone (auf Plattenkalk); bei Fichten, Tannen und Buchen auf einem Reisighaufen direkt am Waldpfad, meist dünnen Ästchen ansitzend, aber auch in der gemischten Streu; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 5 cm breit, anfangs konvex und kaum vertieft, dann genabelt bis trichterig vertieft, Rand herabgebogen bis gerade, ziemlich flatterig, glatt trocken, etwas speckig glänzend, nicht oder nur ganz am Rand durchscheinend gestreift, düster olivbraun, stellenweise weißlich bereift; hygrophan; Stiel: bis 4 x 0,6 cm, meist relativ kurz im Verhältnis zum Stiel, oft exzentrisch inseriert, oft etwas breitgedrückt, schwach knorpelig, zäh, voll oder hohl, basal variabel, verjüngt, gleichdick oder schwach keulig erweitert, glatt, olivgrau, schwach weißlich überfasert; Lamellen: meist schwach herablaufend, seltener gerade angewachsen, sehr gedrängt, schmal, olivgrau; Fleisch: olivgrau; Geruch: unverletzt schwach ranzig, im Schnitt aber nicht unangenehm aromatisch, nicht nach Mehl; Geschmack: mild, neutral, nicht unangenehm; Sporenpulver: weiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen in der obersten Lage etwas verquollen, schwach differenziert, praktisch hyalin, Zellen in tieferen Schichten mit deutlich quergestreift inkrustierendem Pigment; Schnallen zahlreich; Lamellenschneide: fertil; Basidien 4-sporig mit Schnallen; Sporen: winzig, regulär kurzellipsoid bis subglobos, tendenziell am Apikulus etwas schmäler als am Apex, Maße: 3,8 x 2,9 (3,3-4,5 x 2,6-3,3), Q=1,31 (1,17-1,50), 20 Sp. gemessen;

Nr. 4: Clitocybe cf. phyllophila (Pers.: Fries) P. Kumm.

Zur Bestimmung: Unklar. Auffälligste Merkmale der Kollektion: sehr zähe Stiele, koralloid verzweigte HDS-Zellen und winzige, gedrungen ellipsoide Sporen (Q=1,34). Im Gröger-Schlüssel landet man aufgrund der gedrungenen Sporen bei C. truncicola oder Ossicaulis lignatilis, beide jedoch auf Holz wachsend, erstere mit glatten HDS-Zellen und zweitere mit Mehlgeruch. C. phyllophila hat offenbar verzweigte HDS-Zellen (in PDS3 so dargestellt), zu dieser Art passen aber weder die zähen Stiele noch das frisch weiße und trocken cremefarbene Spp, das auch in dicker Schicht nicht den geringsten Rosa-Hauch aufweist. Allerdings unterscheidet z.B. Clemencon C. phyllophila nahestehende Arten mit weißem Sporenpulver. Deshalb bleibe ich auch mangels mir bekannter Alternativen bei dieser Art und versehe mit cf.

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Funddaten: 02.09.2014; MTB 8034-4-4-3, 640 m; D – By – Puppling, Pupplinger Au, Osterloch; Mischwald (Kiefer, Fichte, Buche) auf Würmmoräne; bei Fichten und jungen Buchen am steinigen Wegrand in der Streu, am Stammgrund einer Fichte; gesellig bis kleinbüschelig;
Hut: bis gut 5 cm breit, flach gewölbt, in der Mitte nicht oder nur ganz schwach vertieft, trocken, glatt, am ganzen Hut auf cremebeigem Grund weiß bereift (unregelmäßig dicht, bisw. auch etwas streifig dadurch); Stiel: relativ kurz, bis 3,5 x 0,5 cm, basal gleichdick, voll, zäh und elastisch (nahezu unzerstörbar), cremefarben bis beige, an der Spitze weiß bereift, sonst weiß überfasert; Lamellen: meist schwach herablaufend, gedrängt, cremefarben; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach fruchtig; Sporenpulver: rein weiß; im Mai 2015 zwischen Objektträgern Ib (cremeweiß bis cremefarben); Exsikkat: Hüte elfenbeinweiß, Lamellen gelblich; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen ca. 3-5 µm breit, oberste Lage stark verquollen und mit koralloiden Auswüchsen wie bei Mycena-Arten, Schnallen zahlreich, Pigmentierung unauffällig, ohne Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil; Basidien: 4-sporig mit Schnallen; ca.20-21 x 5-6; Sporen: kurz ellipsoid, apikal meist schmäler als basal und so in Aufsicht gedrungen ovoid, nicht oder nur schwach klumpend in Kongo/NH3, Maße: 4,0 x 3,0 (3,2-4,5 x 2,7-3,3), Q=1,34 (1,14-1,52), 20 Sp. gemessen;

Nr. 5: Clitocybe cf. metachroides Harmaja

Zur Bestimmung: Höchstwahrscheinlich identisch mit den Aufsammlungen Nr. 3/2012 und Nr. 4/2012, auch wenn die Sporen etwas gedrungener sind.

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Funddaten: 02.09.2014; MTB 8034-4-4-3, 620 m; D – By – Puppling, Pupplinger Au, Osterloch; Mischwald (Kiefer, Fichte, Buche) auf Würmmoräne; bei Fichten und Kiefern im Grünstängelmoos in der Streu; gesellig (5 Fk);
Hut: bis 6 cm breit, mit trichterig vertiefter Mitte und herabgebogenem Rand, glatt und trocken, völlig ungestreift (nur ganz am Rand ganz schwach durchscheinend gestreift), blassbraun, kartonbraun, hygrophan, graubeige verblassend; Stiel: bis 5 x 0,6, basal verjüngt, hohl oder gekammert hohl, oft etwas breitgedrückt, beige, ziemlich glatt; Lamellen: herablaufend, gedrängt, unter der HDS beige, zu den Schneiden hin heller cremegrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, unauffällig; Sporenpulver: weiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen ca. 2-6 µm breit, glatt, Pigment deutlich quergestreift inkrustierend; Schnallen zahlreich; Lamellenschneide: fertil; Basidien 4-sporig, mit Schnallen, ca. 24 x 5; Sporen: breit ellipsoid, basal meistens etwas schmäler als apikal, Maße: 6,3 x 4,3 (5,6-7,4[8,2] x 3,9-5[5,3]), Q=1,45 (1,34-1,61), 20 Sp. gemessen;

Nr. 6: Clitocybe cf. metachroides Harmaja

Zur Bestimmung: Unklar. Makroskopisch kaum von den bisherigen Kollektionen von C. metachroides zu unterscheiden, aber dennoch mit auffallenden bzw. abweichenden Merkmalen: auffallend fruchtiger Geruch (Koll. Nr. 5/2014 geruchlos) und deutlich divertikulierte HDS-Zellen (alle anderen Koll. bisher mit glatten HDS-Zellen), Sporen recht gedrungen mit Q=1,4 (Koll. Nr. 3/2012 mit Q=1,62). Der Formenkreis C. metachroides, strigosa, concava ist sicher noch nicht endgültig geklärt.

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Funddaten: 10.09.2014; MTB 8136-4-3-1, 750 m; D – By – Warngau, Taubenberg, Schwarzer Berg; Bergmischwald (Tanne, Fichte, Buche) über risseiszeitlichen Hochterassenschottern; in fast reinem Tannenbestand mit eingestreuten Fichten, auf und in Verbindung mit vergrabenem, stark morschem und völlig übermoostem Nadelholzstamm; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 7 cm breit, zentral trichterig vertieft, mit herabgebogenem Rand, glatt, frisch speckig glänzend, olivbraun bis kühl dunkelbraun, hygrophan, graubeige ausblassend; Stiel: bis 7 x 0,9 cm, basal leicht verjüngt, beige, weißlich überfasert, unterm Lamellenansatz mit „Schweißnaht“, hohl bis gekammert hohl; Lamellen: herablaufend, gedrängt, graubeige; Fleisch: wässrig braun; Geruch: angenehm fruchtig nach säuerlichem Apfel; Sporenpulver: Abwurf schwach, aber wohl cremeweiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen in den obersten Lagen stark divertikuliert, oft fast koralloid verzweigt, mit zahlreichen Endzellen, Pigment fein quergestreift inkrustierend, bisw. nur an schmalen Zellen sichtbar, möglicherweise auch zusätzlich blass intrazellulär (aber nur stellenweise); Schnallen zahlreich; Lamellenschneide: fertil, Basidien 4-sporig; Sporen: ziemlich regulär kurzellipsoid, tendenziell am Apex etwas schmaler, in Kongo/NH3 recht stark klumpend, Maße: 6,1 x 4,4 (5,5-6,8 x 4-4,8), Q=1,40 (1,30-1,50), 20 Sp. gemessen;

Nr. 7: Clitocybe cf. metachroides Harmaja

Zur Bestimmung: Unklar. Makroskopisch und mikroskopisch identisch mit der Kollektion Nr. 6 vom Taubenberg. Die Kollektionen mit dem säuerlichen Apfelgeruch, den divertikulierten HDS-Zellen und den etwas klumpenden gedrungenen Sporen scheinen zusammenzugehören.

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Funddaten: 15.09.2014; MTB 8236-4-4-3, ca. 1180 m; D-By-Tegernsee, Riederstein; Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn) auf Raibler Schichten (Rauwacke, Kalke); mitten im Wald bei großen Buchen, Tannen und Fichten in Laub- und Nadelstreu; gesellig bis kleinbüschelig;
Hut: 4-8 cm breit, trichterig vertieft, Rand jung herabgebogen, dann +/- gerade und im Alter ziemlich flatterig, trocken glatt, frisch speckig glänzend, nur in einer schmalen Zone am Hutrand durchscheinend gestreift, hell olivbraun, graubraun mit Olivton; stark hygrophan, cremegrau ausblassend; Stiel: bis 5,5 x 0,8 cm, selten dicker, bisw. exzentrisch inseriert, basal verjüngt, hohl bis gekammert hohl, etwas heller als der Hut olivgrau, graubeige, schwach weißlich überfasert, am Lamellenansatz mit schwach ausgeprägter „Schweißnaht“; Lamellen: herablaufend, gedrängt, graubeige; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: angenehm aromatisch-fruchtig, nach säuerlichem Apfel; Geschmack: mild, fad; Sporenpulver: Abwurf zu schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen in den obersten Lagen stark divertikuliert, fast koralloid verzweigt und die Auswüchse teils gelifiziert; Pigment fein aber deutlich quergestreift inkrustierend; Schnallen zahlreich; Sporen: regulär kurzellipsoid, apikal tendenziell etwas schmaler als basal, im Abwurfpräparat in Kongo/NH3 stark kollabiert, nur einzelne intakte Sporen vorhanden, Maße: 6,4 x 4,5 (5,4-7,3 x 4,1-5,1), Q=1,42 (1,33-1,58), 20 Sp. gemessen;

Nr. 8: Clitocybe cf. metachroa (Fr.) P. Kumm.

Zur Bestimmung: Provisorisch mit weitgehend übereinstimmenden Kollektionen bei C. metrachroa einsortiert. Taxonomie unklar.

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Funddaten: 10.10.2014; D – Th – Oberhof, Stürzerbach, Mayersgrund, vorm Bachtal im Hochwald; saurer Fichtenwald und Extensivweiden auf Granit; bei großen Fichten in der Nadelstreu (mit Reisig); gesellig (>10 Fk);
Hut: ca. 3-5 cm breit, konvex, schwach bis mäßig genabelt (jung auch ungenabelt), nie trichterförmig vertieft, trocken, glatt, graubeige mit schwachem Olivton, jung deutlich dunkler graubraun und speckig glänzend, ungestreift, alt am Hutrand kurz durchscheinend gestreift, am Hutrand weiß bereift; stark hygrophan, cremegrau bis cremefarben ausblassend; Stiel: bis 6,5 x 0,8 cm, von oben nach unten gleichmäßig erweitert, basal verjüngt und bisweilen schwach wurzelnd, oft breitgedrückt und mit Längsfurche, etwas knorpelig, bald hohl; grau, nach unten zu etwas dunkler grau, weißlich bereift, oft weit herauf mit weißem Myzelfilz; Lamellen: schwach bis deutlich herablaufen, gedrängt, grauweiß; Fleisch: siehe Schnittbild; im Stiel sehr wässrig; Geruch: schwach, eher angenehm, etwas fruchtig, kein Mehl; KOH (40%): am Hut und Fleisch negativ; Sporenpulver: Abwurf zu schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen in der obersten Lage stellenweise divertikuliert mit unregelmäßigen, oft fingerigen oder knorrigen Auswüchsen und Endzellen, überwiegend aber glatt; Pigment deutlich quergestreift inkrustierend; Schnallen zahlreich; Sporen: schlankellipsoid, Maße: 6,8 x 3,7 (6,2-8,3 x 3,4-4,1), Q=1,83 (1,70-2,13), 20 Sp. gemessen;

Nr. 9: Clitocybe cf. lohjaënsis Harmaja

Zur Bestimmung: Fügt sich makro- und mikroskopisch nahtlos in den Reigen der vielen bisherigen Kollektionen (Nr. 5/2012, Nr. 5/2013). Diesmal augenscheinlich auf saurem Boden gefunden.

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Funddaten: 05.09.2014; A - Fügen, Zillertal, ca. 1400 m; Fügenberg, Wildauwald südwestlich des Sonnkogel; moosiger Jungfichtenwald mit eingestreuten Tannen über Tonschiefer und Grauwacken auf mutmaßlich saurem Boden; unter großer Tanne und bei jüngeren Fichten und Tannen in der Nadelstreu; gesellig (4 Fk);
Hut: bis 2,2 cm, gewölbt, alt auch schwach genabelt, jung nur am Rand, später etwa bis zur Mitte durchscheinend gestreift, cremebeige mit Olivton; Stiel: bis 3,5 x 0,35, basal gleichdick oder schwach spindelig-keulig, ziemlich glatt, etwa hutfarben; Lamellen: schwach herablaufend, gedrängt, cremeweiß; Geruch: im Feld stark mehlig-ranzig, später vor allem im Schnitt ranzig; Sporenpulver: Abwurf schwach, weißlich; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen der obersten Lagen stark koralloid verzweigt (wie bei Mycena-Arten), Schnallen zahlreich, Pigment unauffällig, ohne Inkrustationen; Lamellenschneide: fertil; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen, ca. 19-24 x 6-7; Sporen: ellipsoid bis subzylindrisch, Maße: 4,9 x 3,1 (4,1-6 x 2,5-3,4), Q=1,62 (1,52-1,79), 20 Sp. gemessen;

Nr. 10: Clitocybe rivulosa (Pers.: Fries) P. Kummer

Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt. Stimmt sehr gut mit der Kollektion aus Fröttmaning (Nr. 4/2011) überein.

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Funddaten: 20.10.2014; Italien-Arezzo-Castiglion Fiorentino, St. Stefano, am Rand eines Olivenhains in der taufeuchten Wiese; gesellig bis kleinbüschelig (4 Fk);
Hut: bis 2,5 cm breit, gewölbt, höchstens ansatzweise oder gar nicht genabelt, stets mit kurz eingerolltem Hutrand, elfenbeinweiß, komplett weiß überreift, nicht hygrophan; Stiel: bis 3 x 0,4 cm, zylindrisch, basal gleichdick, hutfarben, fein faserig, auch wie bereift wirkend; Lamellen: gerade angewachsen bis schwach herablaufend, gedrängt, cremegrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach pilzig, kein Mehl, kein Anis; Geschmack: mild, neutral; Sporenpulver: weiß, maximal cremeweiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: nahe am Scheitel trichodermal, aus stark verflochtenen Zellen, diese in der obersten Lage oft “abgerissen” und bisw. stark gelifiziert; Pigment unauffällig, ohne Inkrustationen; Schnallen häufig und groß; Sporen: ellipsoid, ziemlich regulär, tendenziell am Apex schmäler als an der Basis, aber selten auch umgekehrt, Maße: 4,8 x 3,0 (4,2-5,2 x 2,7-3,4), Q=1,58 (1,40-1,76), 20 Sp. gemessen;

Nr. 11: Clitocybe candicans (Pers.: Fr.) P. Kumm.

Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt.

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Funddaten: 17.08.2014; MTB 8533-3-2-1, ca. 1320 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion, am Abstieg vom Hohen Kranzberg zum Lautersee; Bergmischwald (Buche, Tanne, Fichte) auf Hauptdolomit; auf Laubstreu; gesellig (>8 Fk);
Hut: bis 2,5 cm breit, flach gewölbt bis ausgebreitet, zentral schwach vertieft oder nicht, Oberfläche glatt, trocken, firnisartig bereift wirkend (nicht abwischbar), elfenbeinweiß, oft mit hellerer weißer Zone am Hutrand, nicht hygrophan; Stiel: bis 4 x 0,5 cm, basal verjüngt und bisw. weißstriegelig, oft verbogen und weit herauf mit dem Substrat verwachsen, graulich-cremefarben; Lamellen: leicht herablaufend, sehr gedrängt, schmal, weiß; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: pilzig, kein Mehl; Sporenpulver: weiß (Abwurf schwach); Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: ellipsoid, recht variabel, in Kongo-NH3 ziemlich stark klumpend, nicht kongophil, Maße: 5,0 x 3,1 (4,5-6 x 2,8-3,6), Q=1,60 (1,36-1,82), 20 Sp. gemessen;

Nr. 12: Clitocybe phaeophthalma (Pers.) Kuyper

Zur Bestimmung: Die Physaliden in der HDS lassen keine Zweifel, und auch makroskopisch scheint mir die Aufsammlung ziemlich typisch.

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Funddaten: 02.09.2014; MTB 8034-4-4-3, 590 m; D – By – Puppling, Pupplinger Au, Osterloch; Mischwald (Kiefer, Fichte, Buche) auf Würmmoräne; im Fichtenwald in der Streu tief im Grünstängelmoos (Scleropodium purum); gesellig (ca. 10 Fk);
Hut: bis 3 cm breit, frisch leicht schmierig, creme bis crembeige, glatt, am Rand fein durchscheinend gestreift, hygrophan, weißlich ausblassend, am Rand lange dunkler bleibend; Stiel: bis 4 x 0,4, basal etwas verjüngt, hutfarben; Lamellen: herablaufend, mäßig gedrängt, cremeweiß; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: etwas süßlich wie Kunsthonig, aber auch mit deutlich ranziger Komponente; Sporenpulver: cremeweiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: mit den unverwechselbaren Physaliden;

Nr. 13: Lyophyllum cf. semitale (Fr.: Fr.) Kühner

Zur Bestimmung: Da die Fk nicht grauen, zunächst mal nicht als Lyophyllum ansprechbar. Die siderophile Granulation, Mehlgeruch und die typische Sporenform weisen aber eindeutig in die Ecke L. semitale/deliberatum. Zwergformen scheinen häufiger vorzukommen (auch bei deliberatum), und aufgrund der Sporengröße und –form spricht bei dieser Kollektion vieles für C. semitale. L. conocephalum mit helleren, mehr kegeligen Hüten. C. semitale ss. Eyssartier ist viel dunkler und hat größere Sporen.

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Funddaten: 30.08.2014; MTB 8533-4-1-1, 1050 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion; lichter Buchen-Hutewald über Hauptdolomit (kalkalpine Zone); terrestrisch, gesellig am Wald/Wiesenrand (3 Fk);
Hut: bis 1,7 cm breit, konvex, kaum gebuckelt, Oberfläche +/- trocken, fein runzelig bis zart geadert, nur ganz am Rand fein durchscheinend gestreift, khakigrau, am Scheitel dunkler braun, jung am Rand auch heller cremegrau; hygrophan, vom Scheitel her ausblassend; Stiel: bis 3 cm lang und 0,4 cm breit, basal schwach verjüngt, apikal bereift sonst fein faserig, auf olivgrauem Grund dicht weiß überfasert und so weißlich; Lamellen: breit angewachsen bis schwach herablaufend, mäßig gedrängt, cremefarben; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: im Hutkern cremeweiß, sonst olivgrau bis graubraun; Geruch: im Schnitt nach Mehl, sonst schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Glatte Cutis, Zellen ca. 3-4 µm breit; Pigment fein, aber deutlich inkrustierend (braun, auch querstreifig); Schnallen zahlreich; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen, siderophil; Sporen: gedrungen fusoid bis gerundet rautenförmig, basal und apikal verjüngt, oft mit leichter subapikulärer Depression, inamyloid; Maße: 7,3 x 4,4 (6,3-8,7 x 4-5), Q=1,67;

Nr. 14: Lyophyllum aemiliae Cons.

Zur Bestimmung: Makroskopisch recht ähnlich wie die Kollektion L. deliberatum vom Wank (Nr. 6/2010), aber mit viel schlankeren, kürzeren Sporen. Mit FN aufgrund der nicht grauenden, sondern gelbbraun verfärbenden Lamellen eindeutig als L. aemiliae zu schlüsseln, und dann passen auch die schmalen Sporen. Die Darstellungen bei Eyssartier 2013 (Guide des Champignons) und im Tintling 3/2005 (S.13) passen gut zu dem Fund.

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Funddaten: 30.08.2014; MTB 8533-4-1-1, 1020 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion; Schneeheide-Kiefernwald mit gemähten Wiesen dazwischen, über Fernmoräne; in der moosigen Magerwiese bei Fichten und Bergkiefer, gesellig (6 Fk);
Hut: bis 5 cm breit, konvex bis ausgebreitet, glatt bis feinst runzelig, trocken bis schwach schmierig, jung graubeige, hell graubraun, dann auffallend dunkelbraun verfärbend; hygrophan; Stiel: bis 6,5 x 1 cm, basal verjüngt, schmutzig cremefarben, längsfaserig, auf Druck graubraun verfärbend, im oberen Drittel stark bereift; Lamellen: abgerundet angewachsen, gedrängt, cremefarben bis cremegrau, bei Verletzung und auf Druck gilbend und bräunend, mit starker Auflösungstendenz; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: cremefarben, im Schnitt etwas grauend, im Alter dunkelbraun verfärbend, nie rötend; Geruch: intensiv nach Mehl; Sporenpulver: weiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen der obersten Lage praktisch hyalin, schmal, etwas verquollen mit dünnen Endzellen, teils gelifiziert, intakte Zellen etwas breiter und fein, aber deutlich quergestreift inkrustiert; mit Schnallen; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: ellipsoid bis subfusoid, basal immer zugespitzt und oft mit subapikulärer Depression (zumindest abgeflacht), apikal eher mittelbreit gerundet (meist nur mäßig verjüngt), insgesamt relativ schlank, Maße: 8,2 x 4,6 (7,3-10 x 4,2-5,2), Q=1,79 (1,65-1,92), 20 Sp. gemessen;

Nr. 15: Lyophyllum cf. deliberatum (Britzelm.) Kreisel ss. Kreisel

Zur Bestimmung: Der Mehlgeruch fehlt dieser Kollektion, aufgrund der Makroskopie und der typisch rautenförmigen Sporen aber wohl dennoch diese Art. GpBW gibt für den Geruch „spermatisch“ an, Ludwig und Gröger mehlig. Alle bisherigen Kollektionen rochen nach Mehl. L. macrosporum mit ähnlichen Sporen, aber dicken, entfernten Lamellen und honiggelben Hutfarben.

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Funddaten: 30.08.2014; MTB 8533-1-4-4, ca. 1360 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion, kurz unterhalb des Kranzberggipfels am Abstieg zum Wildensee; Bergmischwald (Fichte, Tanne, Buche) auf Hauptdolomit (bodensauer mit viel Heidelbeere); bei Fichte; gesellig (2 Fk);
Hut: 3,5-5,5 cm breit, flach gewölbt, bisw. etwas wellig oder gelappt, glatt, trocken, olivgraubraun; stark hygrophan; Stiel: bis 5 x 1 cm, basal spindelig bis keulig aufgeblasen, schmutzig weiß, etwas streifig, auf Druck grauend; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, gedrängt, cremeweiß, bei Berührung zuerst blass blaugrau, dann dunkelgrau verfärbend; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: im Kern schmutzig weiß, sonst wässrig graubeige; Geruch: schwach pilzig, kein Mehl; Geschmack: mild, fad; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: breit spindelig bis rhomboid, am Apikulus spitz, am Apex meist stumpf gerundet; Maße: 8,8 x 5,7 (8,1-9,9 x 5,2-6,5), Q=1,55;

Nr. 16: Lyophyllum cf. inolens (Fr.) Kühner&Romagn.

Zur Bestimmung: Makroskopisch für mich klar identisch mit der Aufsammlung aus Lenggries (L. inolens, Nr. 10/2012), abweichend nur der im Feld ranzige Geruch. Mehlgeruch wird aber von mehreren Autoren angegeben – offenbar nicht ganz konstant bei der Art. Nach Gröger müsste man wegen der gestreckten Sporen bei L. boudieri ausschlüsseln, diese Art ist aber etwas dunkler gefärbt und hat einen viel dunkleren, stärker beflockten Stiel (vgl. Aquarell bei Ludwig).

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Funddaten: 15.09.2014; MTB 8236-4-3-4, 940 m; D-By-Tegernsee, Riedersteinholz, Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn) in der Flyschzone, evtl. auf quartärem Schutt; an einem feuchten Hang in gemischter Laub-Nadelstreu bei Fichte, Buche und Tanne; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis gut 3 cm breit, fein radialrunzelig, speckig glänzend, nur ganz am Hutrand fein durchscheinend gestreift, hell olivbraun, hygrophan, milchkaffeefarben ausblassend; Stiel: bis 4,5 x 0,4 cm, basal verjüngt, schmutzig cremefarben, apikal spärlich weißflockig, fein weißlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, cremegrau bis beigegrau; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: im Feld stark mehlig-ranzig, nach einer Nacht im Kühlschrank nur noch im Schnitt schwach mehlig; Sporenpulver: weißlich, Abwurf schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellentrama: Zellen parallel, ca. 5-10 µm dick; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen, 24-29 x 6-8; Sporen: meist schlank ellipsoid, aber recht variabel, apikal von breit gerundet bis verschmälert (dann auch subamygdaloid), bisw. irregulär verdickt, in Kongo/NH3 vom Abwurfpräparat großteils stark kollabiert; Maße: 7,1 x 3,9 (6,4-7,7 x 3,5-4,3), Q=1,84 (1,63-2,03), 20 Sp. gemessen;

Nr. 17: Macrocystidia cucumis var. latifolia (J. E. Lange) Imazeki & Hongo

Zur Bestimmung: Eine Zwergform des Gurkenschnitzlings, die man makroskopisch nicht unbedingt auf Anhieb mit einem "normalen" Gurkenschnitzling assoziieren muss.

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Funddaten: 25.10.2014; Italien-Arezzo-Castiglion Fiorentino, St. Stefano; Poggio Montanina, Buschland mit Ginster und Baumheide, grasig, licht, nordostexponiert, restfeucht; an moosiger Stelle auf Erde; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 6 mm breit; Stiele basal gleichdick und ganz bereift; Geruch auffallend, ein wenig ranzig-gurkig, aber nicht mehlig (wie M. cucumis, nur schwächer); im Übrigen siehe Fotos; Mikromerkmale vom Exsikkat: Cheilozystiden: fusoid bauchig mit langgezogenem, spitzem Apex, mit Schnallen; ca. 60-70 x 13-16; Pleurozystiden: sehr zahlreich, wie die Cheilozystiden geformt; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: glatt, völlig hyalin, indextrinoid; Maße: 7,9 x 4,3 (7,3-8,5 x 3,9-4,7), Q=1,85;

Nr. 18: Hemimycena crispula (Quél.) Singer

Zur Bestimmung: Mit Gröger 2006 geschlüsselt. Die Sporen sind schmaler als in der Monografie (Antonin, Noordeloos 2004) angegeben und ich habe nur 4-sporige Basidien gesehen.

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Funddaten: 21.10.2014; Italien-Arezzo-Castiglion Fiorentino, St. Stefano, St. Lorenzo, am Querweg nach St. Lorenzo, nach ca. 150 m; Eichen- und Kastanienwälder; an der feuchten Böschung auf Laubholzästchen (Eiche, Kastanie etc.), gesellig;
Hut: kaum 3 mm breit; Lamellen herablaufend und extrem entfernt und den Hutrand meist nicht erreichend; im Übrigen siehe Fotos; Mikromerkmale vom Exsikkat: Stieltrama: mit „Safthyphen“, mit Schnallen; Basidien: ca. 25x5, 4-sporig, mit Schnallen; keine Hymialzystiden gesehen; HDS: aus stark divertikulierten Zellen und mit dickwandigen Setae besetzt; Sporen: zylindrisch, Maße: 8,0 x 3,7 (7,3-9 x 3,5-4,3), Q = 2,14 (1,91-2,43);

Nr. 19: Hypsizygus ulmarius (Bull.: Fr.) Redhead

Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt. Die bei Ludwig diskutierte Trennung zwischen H. tessulatus und ulmarius kann anhand dieser Kollektion nicht nachvollzogen werden: Die Sporen sind nämlich klein, die Fk aber riesig, büschelig und mit Wasserflecken besetzt.

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Funddaten: 20.10.2014; Italien-Arezzo-Castiglion Fiorentino, St. Stefano, Larniano, Eichen-Kastanien-Wald, an ein riesigen, schon etwas altersschwachen, lebenden Eiche, in etwa 1 Meter Höhe am Stamm; büschelig (4-5 Fk), tief im harten Holz wurzelnd;
Hut: bis 24 cm breit, muschelförmig, meist gelappt, glatt, cremebeige bis braunbeige, mit sehr auffälligen, konzentrisch angeordneten, runden Wasserflecken, bei einem Fk mit schwacher Bereifung am Scheitel (könnte auch Sporenpulver sein, lässt sich aber nicht abwischen; nicht hygrophan; Stiel: bis ca. 20 x 4 cm, zylindrisch, exzentrisch inseriert, voll, massiv, cremeweiß; Lamellen: gerade oder kurz ausgebuchtet angewachsen, gedrängt, cremefarben; Schneiden in Stielnähe meist stark wellig-schartig, zum Hutrand hin +/- glatt; Fleisch: dick, rein weiß, im Stiel zäh; Geruch: im Schnitt schwach mehlig, von den Lamellen her aber auch mit einer schwach süßlich-spermatischen, eher unangenehmen Komponente, vielleicht ein wenig an Leucopaxillus compactus erinnernd; Geschmack: Hutfleisch mild, deutlich mehlig; Chemie: Hut und Lamellen mit KOH (40%) negativ; Sporenpulver: weiß; Exsikkat: Lamellen ziemlich dunkel ockergelb; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen, ca. 26-29 x 6; Sporen: rundlich, hylin, glatt, in Kongo körnelig-tropfig, oft auch mit einem großen Tropfen gefüllt; inamyloid, auch in Melzer völlig glatt; Maße: 5,1 x 4,5 (4,3-6 x 3,9-5,2), Q=1,15 (1,00-1,20), 20 Sp. gemessen;

Nr. 20: Lepista densifolia (J. Favre) Singer & Clemencon

Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt. L. caespitosa mit größeren Sporen und auf ungedüngten Wiesen wachsend.

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Funddaten: 05.09.2014; A - Fügen, Zillertal, ca. 1400 m; Fügenberg, Wildauwald südwestlich des Sonnkogel; moosiger Jungfichtenwald mit eingestreuten Tannen über Tonschiefer und Grauwacken auf mutmaßlich saurem Boden; bei Fichte und Tanne; büschelig in einem riesigen Hexenring, auf Reisighaufen (>50 Fk);
Hut: bis ca. 9 cm, stark firnisarig bereift wie C. phyllophila; Stiel: bis 6 x 1,2 cm, schwach keulig, sehr zerbrechlich, hohl, jung cremefarben, aber bald mit fleischrosa Ton, längsfaserig; Lamellen: deutlich herablaufend, sehrgedrängt, cremefarben; Fleisch: jung cremeweiß, später durchwässert und bräunlichbeige; Geruch: etwas süßlich, lepistaartig; Geschmack: mild, fad; Sporenpulver: blass rosa; rötlichcreme; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: breit ellipsoid, kräftig warzig, mit einem großen Tropfen, nicht kongophil, Maße: 4,0 x 3,1 (3,7-4,3 x 2,9-3,5), Q=1,27;

Nr. 21: Collybia cirrata (Pers.) P. Kumm.

Zur Bestimmung: Trotz fehlender oder übersehener Pilzleiche ziemlich sicher.

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Funddaten: 23.09.2014; MTB 8335-3-2-3, 720 m; D – By – Lenggries, Leger, Rehgraben; im Moor unterm Rehgraben; zwischen Sphagnum, verrottendem Laub (Vaccinum, Birke) und torfiger Erde; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 1,4 cm breit, ausgebreitet, zentral bisw. schwach vertieft, samtig, am Rand fein furchig, trocken, am Scheitel meist beige, sonst weiß; am Rand schwach durchscheinend gestreift; Stiel: bis 7 x 0,15 cm, fädig, an der Spitze bereift, sonst +/- glatt, beige; Lamellen: gerade angewachsen bis kurz herablaufend, gedrängt, weiß; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: sehr dünn; Geruch: aromatisch-pilzig; Geschmack: mild; Sporenpulver: weiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: dünne Ixocutis, Zellen ca. 2-5 µm breit, schwach bzw. teilweise gelifiziert, eher sporadisch mit meist einfachen, noppenartigen, seltener fast koralloiden Auswüchsen; Schnallen reichlich; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen, ca. 17x4; Sporen: ellipsoid, seltener subzylindrisch; Maße: 4,9 x 3,0 (4-6,1 x 2,7-3,4), Q=1,62 (1,38-1,93), 20 Sp. gemessen;

Nr. 22: Mycena filopes (Bull.: Fr.) P. Kumm.

Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt. Trotz der recht sporadischen Kaulos wohl am ehesten diese Art, da mit kurzen, ungestielten Cheilozystiden.

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Funddaten: 20.10.2014; Italien-Arezzo-Castiglion Fiorentino, St. Stefano, Poggio Montanina; an der Crinale Richtung Norden am taufeuchten Wegrand; ausgehagerte Eichenwälder mit Ginster und Baumheide; auf einem Laubholzästchen (vermutlich Eiche), gesellig (5 Fk);
Hut: bis 1,1 cm breit, trocken, glatt, schwach bereift, bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, am Scheitel graubraun, zum Rand hin stark aufgehellt, bis cremeweiß; hygrophan; Stiel: bis 3,5 cm lang und 1 mm dick, basal gleichdick und stark striegelig, glatt, glasig, grauweiß; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, mäßig gedrängt, weiß, unter dem Hutfleisch mit schwachem Grauton; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: dünn, im Hut graubraun; Geruch: schwach; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen schmal (ca. 2-4), stark igelig, mit einfachen, noppenartigen, feinen, dicht stehenden Auswüchsen; Schnallen keine beobachtet; Stielhyphen: wie die HDS-Hyphen dicht igelig; Kaulozystiden nur an der Stielspitze vorhanden, auch dort sporadisch und wenig ausgeprägt (leicht zu übersehen); Lamellentrama: deutlich dextrinoid (in Melzer violettbraun); Lamellenschneide: steril; Cheilozystiden keulig, in der Regel ungestielt und basal breit, mindestens bis zur Hälfte mit bis zu 3 µm langen einfachen igeligen Auswüchsen besetzt, teilweise bis zur Basis herab so, Maße: ca. 14-25 x 8-14; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: breit ellipsoid, schwach amyloid, 8,4 x 5,5 (7-9,5 x 5-6), Q=1,52;

Nr. 23: Mycena floridula (Fr.) Quél. s. Kühner

Zur Bestimmung: Abweichend die cremeweißen Lamellen, aber nur als M. floridula bestimmbar, da M. flavoalba niemals (?) Orangetöne am Hut hat.

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Funddaten: 22.10.2014; Italien-Bibbiena, Pratomagno, Croce del Pratomagno, ca. 1550 m; magere Weiden in der Gipfelregion; gesellig (4 Fk) auf der mageren Weide, an moosiger Stelle;
Hut: bis 1,6 cm breit, jung kegelig, dann gewölbt bis ausgebreitet, stets mit markanter, glasig-hyaliner Papille, glatt, trocken, vielleicht schwach klebrig, bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, jung und an lichtgeschützten Partien orangerosa bis orangegelb, zum Rand hin und an exponierten Partien cremegelb bis cremeweiß ausgeblasst; Stiel: bis 3,5 x 0,15, basal etwas striegelig und wohl auf abgestorbenen Moostrieben verankert, cremegelblich, glasig-hyalin, glatt; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt bis mäßig gedrängt, cremeweiß, am Hutfleisch queraderig, Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: im Hutkern weiß, sonst wässrig creme bis cremegrau; Geruch: unbedeutend; Exsikkat: komplett gelb bis ockergelb; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen teilweise ziemlich stark gelifiziert, mit koralloiden, aber eher schmalen Auswüchsen; Lamellentrama: indextrinoid, in Melzer gelb; Hymenialzystiden: fusoid bis lageniform, glatt, apikal meist spitz, z.B. 54x10, 55x7; an der Schneide zerstreut; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: ellipsoid bis subzylindrisch, inamyloid, Maße: 7,5 x 3,9 (6,9-7,9 x 3,5-4,4), Q=1,92;

Nr. 24: Mycena aetites (Fr.) Quél.

Zur Bestimmung: Mit Robich und Gröger bestimmt.

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Funddaten: 29.10.2014; Italien-Arezzo-Bibbiena, Camaldoli, Foresta di Camaldoli, ca. 850 m; in der Wiese des lichten Esskastanienwaldes zwischen Kloster und Campingplatz; gesellig (5 Fk);
Hut: bis 1,5 cm breit, trocken, glatt, frisch dunkel graubraun und bis zum Scheitel gestreift, stark hygrophan und rasch hellgrau ausblassend; Stiel: bis 5 x 0,15 cm, basal gleichdick, glatt, verschiedene Grautöne; Lamellen: aufsteigend und mäßig breit, bisw. mit Zahn angewachsen, mäßig entfernt, grau mit weißen Schneiden; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, vielleicht ein bisschen muffig wie alter Radi; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen schwach gelifiziert, oft mit fingerigen, bisw. auch mit koralloid verzweigten, schmalen Auswüchsen; Stielrinde: Zellen igelig verzweigt; Cheilozystiden: aufgeblasen bauchig mit zipfeligem Auswuchs, oft gestielt, auch lageniform mit längerem Auswuchs, glatt, ca. 56-77 x 16-28; Pleurozystiden: wie die Cheilozystiden, nicht selten; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: ellipsoid, 9,1 x 5,1 (7,8-10 x 4,5-5,6), Q=1,77;

Nr. 25: Mycena olivaceomarginata (Massee in Cooke) Maswsee

Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt. Bei den rotschneidigen Arten gibt es keine mit so fingerig verzweigten Cheilozystiden. Leicht abweichend sind die doch recht einheitlich keuligen Cheilozystiden, laut Robich sollten auch solche mit langen Auswüchsen vorhanden sein.

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Funddaten: 27.10.2014; Italien-Arezzo-Castiglion Fiorentino, St. Stefano; am Weg nach St. Lorenzo, vor Querceta, an einem taufeuchten, moosigen, grasigen, sehr mageren Hang mit jungen Eichen; auf verholztem Pflanzenrest; einzeln;
Hut: 8 mm breit und 6 mm hoch; Lamellen mittelgrau, zumindest zum Hutrand hin mit roten bis braunroten Schneiden; im Übrigen siehe Standortfotos und Schnittbild; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen schmal (ca. 3-7), stark koralloid verzweigt, Schnallen vorhanden; LS: steril; Cheilozystiden überwiegend keulig, aber sehr variabel und irregulär, oft etwas gestielt, auch viel schlankere Zellen eingestreut, fast immer mit einfachen fingerigen, eher kurzen, selten über 4 µm langen Auswüchsen; mit Schnallen; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen, sehr lang, 41x8, 38x9; Sporen: ellipsoid, am Apiculus meist etwas verschmälert, Maße: 9,1 x 5,3 (7,8-10,8[11,7] x 4,9-5,7), Q=1,71;

Nr. 26: Tricholoma fucatum (Fr.: Fr.) P. Kumm.

Zur Bestimmung: Makroskopisch klar (FNE4)

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Funddaten: 02.09.2014; MTB 8034-4-4-3, 590 m; D – By – Puppling, Pupplinger Au, Osterloch; Mischwald (Kiefer, Fichte, Buche) auf Würmmoräne; bei Fichten und Kiefern; gesellig (3 Fk);
Hut: bis 6,3 cm breit, (bei Regenwetter) ziemlich schleimig, fein faserig, olivbraun mit etwas hellerem olivocker Rand; Stiel: bis 9 x 1,2 cm, basal verjüngt und tief im Substrat steckend, auf cremefarbenem bis blass olivbeigem Grund bräunlich gesprenkelt bis beflockt; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen (Burggraben), mäßig gedrängt, weiß bis cremefarben; Fleisch: schmutzig weiß; Geruch: stark nach Mehl;

Nr. 27: Tricholoma arvernense Bon

Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt und in FNE4 verglichen.

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Funddaten: 17.08.2014; MTB 8533-3-2-1, ca. 1160 m; D-By-Mittenwald, Kranzbergregion, am Abstieg vom Hohen Kranzberg zum Lautersee; Bergmischwald (Buche, Tanne, Fichte) auf Hauptdolomit; am Stammgrund einer Buche, aber auch Fichten in der Nähe und jenseits eines Grabens (schon ziemlich weit entfernt) auch eine große Kiefer; einzeln (bzw. zu zweit, aber ein Fk bereits vergangen);
Hut: 5,5 cm breit, gewölbt mit abgerundetem, breitem Buckel, Oberfläche fein faserig, höchstens sporadisch eingewachsen faserig; goldgelb bis currygelb, vor allem zum Rand hin mit düsterem Olivton; Stiel: 9 x 1,5 cm, Spindel 2,2 cm breit, im unteren Drittel spindelig erweitert und dann deutlich ausspitzend; Oberfläche faserig, cremeweiß, ohne Schuppen; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen (Burggraben), gedrängt, reif cremegrau bis mittelgrau (zum Hutfleisch hin dunkler), Schneiden im Alter gilbend; Fleisch: cremeweiß, voll, in der Stielbasis etwas dunkler creme, vielleicht mit minimalem Rosaton; Geruch: im Schnitt deutlich nach Mehl; Geschmack: mehlig; Mikromerkmale vom Exsikkat: Cheilozystiden: Schneide heterogen; Cheilozystiden keulig bis keulig-blasig, an der Schneide häufig, aber nicht dicht stehend; ca. 18-42 x 11-25; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen, 32x6, 33x7; Sporen: subglobos, klein, Maße: 5,5 x 4,5 (5-6,3 x 4-5), Q=1,24;

Nr. 28: Tricholoma stans (Fr.) Sacc.

Zur Bestimmung: Nach FNE4 ist das T. stans, auch wenn der Mykorrhiza-Partner fehlt. Der zweite Fk stammt aus demselben Wald.

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Funddaten: 07.09.2014; A-Uderns, Zillertal, Riedberg, Seebachwald; alter Tannenhochwald mit eingestreuten Fichten mit viel Heidekraut und Heidelbeere, offenbar auf recht magerem, saurem Boden über Kellerjoch-Gneis im Übergansbereich zu Quarzphyllit; bei großen Tannen mit eingestreuten Fichten; verges. mit Cortinarius traganus und Tricholoma matsutake; einzeln;
Hut: 9,6 cm breit, konvex mit teils herabgebogenem und etwas eingerolltem Hutrand, Oberfläche befeuchtet schwach klebrig, sonst trocken, nur im mittleren Bereich mit kleiner, eingewachsen faseriger Zone, sonst praktisch glatt, Hutrand deutlich gerippt; Brauntöne recht verschieden, orangebraun, ockerbraun, rehbraun, am Rand blasser; Stiel: 9 x 2,5 cm, sehr massiv, verbogen, cremeweiß, in der unteren Hälfte ockerbraun bis orangeocker gesprenkelt bis befasert; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, mäßig gedrängt, cremefarben; Schneiden glatt: Fleisch: weiß, voll; Geruch: im Schnitt deutlich nach Mehl; Geschmack: Hutfleisch und Huthaut völlig, mild, mehlig; Kein Sporenabwurf. Mikromerkmale vom Exsikkat: Hymenium ohne Schnallen; Sporen nur sporadisch (offenbar unreifer Fk).

Nr. 29: Tricholoma matsutake (S.Ito & S.Imai) Singer

Zur Bestimmung: Nach FNE4 ist das T. matsutake. T. caligatum hat etwas kleinere Sporen und wächst anscheinend ausschließlich in der mediterranen Zone.

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Funddaten: 07.09.2014; A-Uderns, Zillertal, Riedberg, Seebachwald; alter Tannenhochwald mit eingestreuten Fichten mit viel Heidekraut und Heidelbeere, offenbar auf recht magerem, saurem Boden über Kellerjoch-Gneis im Übergansbereich zu Quarzphyllit; bei großen Tannen mit eingestreuten Fichten; verges. mit Cortinarius traganus und Tricholoma stans; zwei Fk;
Hut: 17 cm breit; Geruch: intensiv parfümiert, an I. fraudans erinnernd, aber etwas angenehmer; im Übrigen siehe Fotos; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: breit ellipsoid, Maße: 7,1 x 5,5 (6,6-8,7 x 4,8-6), Q=1,30;

Nr. 30: Tricholoma viridilutescens M.M. Moser

Zur Bestimmung: Makroskopisch klar. Nach FNE4 auch genetisch von T. sejunctum verschieden.

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Funddaten: 06.09.2014; A - Fügen, Zillertal, ca. 1300 m; Pankratzberg, Gartanger; Fichtenwald mit eingestreuten Tannen am Südhang mit viel Heidelbeerunterwuchs über Quarzphyllit; bei Fichte; gesellig (3 Fk);
Hut bis 6 cm breit, Stiel in der Mitte bald gelb; Lamellen vor allem am Rand und unter dem Hutfleisch gelb; Geruch: etwas modrig, kein Mehl; im Übrigen siehe Fotos;