Galerina und Hebeloma 2013
Nr. 1: Galerina paludosa (Fr.) Kühner
Zur Bestimmung: Mit FND geschlüsselt, unkritisch. Sehr typische Kollektion.
Funddaten: 31.08.2013; Fundort: MTB 8040-3-1-4, 530 m NN; Bad Endorf, Hemhofer Seenplatte (würmeiszeitliche Relikte mit flachen Moränenhügeln), Moor nördlich des Kautsees, im Sphagnum bei Fichte und Erle; gesellig (5 Fk);
Hut: bis 1,3 cm breit; Stiel bis 10,5 cm lang; Lamellen breit angewachsen, honigbraun; Geruch deutlich nach Mehl; im Übrigen siehe Fotos; Mikromerkmale vom Exsikkat: Cheilozystiden: lageniform bis subutriform, basal bisw. mit etwas verdickten, pigmentierten Wänden, sonst hyalin, apikal oft keulig bis kopfig erweitert, mit Schnallen; Maße: 26-38 x 6-9 x 3-8 (Länge x Bauch x Apex); Pleuros fehlend; Basidien: überwiegend 4-sporig, aber 2- und 3-sporige eingestreut; mit Schnallen; Sporen: breit amygdaloid, im Umriss glatt, nur schwach punktiert, mit deutlicher Plage, Maße: 8,5 x 6,1 (7,7-9,6 x 5,6-6,6), Q=1,40 (1,31-1,50), 20 Sp. gemessen;
Nr. 2: Galerina marginata (Batch) Kühner (s.l.)
Zur Bestimmung: Auffallend die zarten, gestreiften Hüte, das Wachstum auf Streu und Holzstückchen sowie die großen, stark kalyptraten Sporen.
Funddaten: 17.10.2013; Fundort: MTB 8034-4-4-3, 590 m; D - By - Puppling, Pupplinger Au, magerer Wacholder-Kiefern-Wald auf "Talfüllung", vermutlich auf Nadelstreu und Holzresten (ein Fk auf Holzstückchen verankert), im Moos; gesellig (5 Fk verstreut);
Hut: bis 1,3 cm breit, mit kleinem warzenförmigem Buckel, glatt, deutlich klebrig, frisch fast bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, honiggelb, hygrophan; Stiel: bis 6 x 0,2 cm, basal gleichdick, ca. 1 cm unterm Hut mit schwach häutiger bis nur angedeuteter Ringzone; apikal etwa hutfarben, stielabwärts immer dunkler rotbraun bis schwarzbraun; apikal bereift, sonst weißlich überfasert; Velum schwach ausgeprägt; Lamellen: schwach ausgebuchtet und mit Zahn kurz herablaufend oder gerade angewachsen, gedrängt, honiggelb; Schneiden fein weißflockig; Fleisch: wässrig honiggelb, im Stiel wie außen; Geruch: etwas muffig, kartoffelkellerartig, vielleicht mit minimaler Mehlkomponente; Mikromerkmale vom Exsikkat: Cheilozystiden: lageniform, dicht stehend (Schneide praktisch steril), ca. 50-65 x 7-10, Apex oft etwas irregulär, eingeschnürt, wellig, selten erweitert, ca. 3-5 breit, mit Schnallen; Pleurozystiden: wie die Cheilos geformt, mäßig zahlreich; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Sporen: subamygdaloid, in Aufsicht ovoid, mit schmal bis mittelbreit gerundetem Apex, kräftig warzig, mit extrem stark ausgeprägter Plage und leichter subapikulärer Depression, ca. 50-70% mit ablösendem Perispor (kalyptrat), gelbbraun in KOH (ohne Orangetöne); Maße: 9,1 x 5,5 (8,3-9,7 x 4,9-6), Q=1,64 (1,46-1,94), 20 Sp. gemessen;
Nr. 3: Galerina clavata (Velen.) Kühner
Zur Bestimmung: Mit FN und FND geschlüsselt. Die Kollektion hat exakt die in FND angegebenen Sporenmaße.
Funddaten: 26.10.2013; Fundort: MTB 7934-2-3-4, 600 m; D-By-München, Forstenrieder Park, Eichelgarten; Mähwiese mit altem Eichenbestand auf hochwürmeiszeitlichen Schottern (kalkhaltig); in der Wiese; gesellig (>5 Fk);
Hut: bis 1,4 cm breit, kegelig, mit abgerundetem, bisw. leicht vorgezogenem, selten fast spitzem Scheitel, der hyalin wirkt, nicht aufschirmend; frisch bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, ziemlich hell honigbraun (Bergblüten, RAL: ockerbraun), am Scheitel meist schon frisch cremefarben ausgeblasst (über Nacht dann dort hyalin); Stiel: bis 6,5 x 0,2 cm, heller als der Hut, cremebeige; im oberen Drittel stets bereift, sonst schwach weißlich überfasert und nur stellenweise bereift; Velum schwach ausgeprägt; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen, entfernt (ca. 12-13 erreichen den Stiel), hutfarben; Schneiden feinst weißflockig Fleisch: im Hut wässrig honigbraun, im Stiel cremefarben; Geruch: schwach säuerlich, kein Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: Cheilozystiden: tibiiform, Hals bisw. abseptiert, ohne Schnallen, ca. 33-49 x 6-10 x 4-7; Pleurozystiden: fehlend; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; Sporen: schlank amygdaloid, oft fast spindelig, im Umriss rau, dicht und kräftig warzig, ohne Plage, nicht kalyptrat, Maße: 12,1 x 6,0 (11,2-13,0 x 5,5-6,5), Q=2,01; 20 Sp. gemessen;
Nr. 4: Hebeloma sacchariolens Quél.
Zur Bestimmung: Bestimmung: Mit Vesterholt-Monografie geschlüsselt. Unkritisch. Bestimmung bleibt auch nach Erscheinen von FE14 gültig.
Funddaten: 14.09.2013; Fundort: MTB 7934-4-2-4, 600 m; D-By-Baierbrunn-Buchenhain, Forstenrieder Park, bodensaure Fichtenmischwälder und Sukzessionswälder (Fichte, Buche, Eiche, Birke, Hainbuche, Weide) auf hochwürmeiszeitlichen Schottern (kalkhaltig); unter großer Eiche und Weißdorn (eher trockenes Habitat); gesellig (>5 Fk);
Hut: 2,5-3,6 cm breit, konvex, kaum gebuckelt, Oberfläche jung schwach klebrig, bald fast trocken, glatt, deutlich hygrophan, meist gezont, auch mit konzentrischen Wasserflecken, am Scheitel ockerbraun, in der Zone darunter satt cremefarben, zum Rand hin oft wässrig hellbraun; ohne Cortina, Hutrand jung nach innen gebogen; Stiel: bis 5,5 x 0,6 cm, basal gleichdick, an der Spitze beschürfelt, sonst längsfaserig und nur sporadisch beflockt, im oberen Drittel oder bis zur Hälfte hellelfenbein (RAL), cremefarben, stielabwärts hell- bis mittelbraun gefärbt; Lamellen: aufsteigend und bisw. ausgebuchtet und breit angewachsen, mäßig gedrängt, jung beige, reif lehmbraun, olivbraun (RAL), kartonbraun; Schneiden bisw. etwas schartig und fein weißflockig; Fleisch: cremeweiß, unterm Scheitel oft wässrig braun, in der unteren Stielhälfte blassbraun bis lehmbraun; Geruch: extrem intensiv süß-parfümiert; Mikromerkmale vom Exsikkat: Cheilozystiden: subzylindrisch, schlank kaulig, subutriform, bisw. etwas irregulär, ca. 27-50 x 8-15; Sporen: amygdaloid bis citriform, fein warzig (O2), schwach kalyptrat (P1), Maße: 12,3 x 7,0 (10,5-14,2 x 6,2-7,6), Q=1,77 (1,62-1,93), 20 Sp. gemessen;
Nr. 5: Hebeloma odoratissimum (Britzelm.) Sacc.
Zur Bestimmung: Revision der ursprünglich als H. sacchariolens bestimmten Kollektion am 09.06.2016 nach Erscheinen von FE14: Mit FE14 geschlüsselt. Die Abgrenzung gegenüber H. nauseosum erfolgt hier anhand der relativ kleinen, sehr gedrungenen Sporen, der samtigen Huthaut sowie der schwer bzw. gar nicht auffindbaren Cheilozystiden (in FE14 wird diskutiert, dass Cheilos bei Herbarmaterial manchmal nur schwer zu identifizieren sind.)
Funddaten: 14.09.2013; Fundort: MTB 7934-4-2-4, 600 m; D-By-Baierbrunn-Buchenhain, Forstenrieder Park, bodensaure Fichtenmischwälder und Sukzessionswälder (Fichte, Buche, Eiche, Birke, Hainbuche, Weide) auf hochwürmeiszeitlichen Schottern (kalkhaltig); bei Salweide; gesellig (5 Fk);
Hut: 2-2,4 cm breit, abgerundet kegelig bis konvex, kaum gebuckelt, Oberfläche jung schwach klebrig, bald fast trocken, glatt, am Scheitel bis ockerbraun, sonst satt cremefarben; ohne Cortina, Hutrand jung nach innen gebogen; Stiel: bis 7,5 x 0,6 cm, basal gleichdick, an der Spitze beschürfelt, sonst längsfaserig und nur sporadisch beflockt, im oberen Drittel oder bis zur Hälfte hellelfenbein (RAL), cremefarben, stielabwärts hell- bis mittelbraun gefärbt; Lamellen: aufsteigend und bisw. ausgebuchtet und breit angewachsen, mäßig gedrängt, jung beige, dann blass olivgrau bis graubraun; Schneiden bisw. etwas schartig und fein weißflockig; Fleisch: cremeweiß, in der unteren Stielhälfte blassbraun bis lehmbraun; Geruch: extrem intensiv süß-parfümiert; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: bei drei Präparaten keine echten Cheilozystiden gefunden! Sporen: citriform, kräftig rau und warzig, Perispor oft leicht ablösend, P2, Maße: 12,0 x 7,4 (10,7-13,2 x 6,6-8,5), Q=1,62; 20 Sp. gemessen;
Nr. 6: Hebeloma circinans (Quél) Sacc.
Zur Bestimmung: Auffallend kleinsporige Kollektion, aber ansonsten typisch. Erstaunlich, dass in FE14 nur 11 Kollektionen dieser zumindest im Alpenraum extrem häufigen Art aufgeführt sind. Die auffällige Bereifung junger Fk wird dort überhaupt nicht erwähnt.
Funddaten: 14.09.2013; Fundort: MTB 7934-4-2-2, 600 m; D-By-Baierbrunn-Buchenhain, Forstenrieder Park, bodensaure Fichtenmischwälder und Sukzessionswälder (Fichte, Buche, Eiche, Birke, Hainbuche, Weide) auf hochwürmeiszeitlichen Schottern (kalkhaltig); am grasigen Waldrand bei Fichte; gesellig bis kleinbüschelig (>6 Fk);
Hut: bis 3 cm, abgerundet kegelig, jung typisch bereift, schwach klebrig, beigeocker, Hutrand gerippt; Stiel: bis 5,5 x 0,8 cm, basal verjüngt, apikal grob bereift bis beschürfelt, sonst überfasert, schmutzig cremefarben, basal rußbraun verfärbend; Lamellen: aufsteigend und mittelbreit angewachsen, gedrängt, graubraun, Schneiden weißflockig; Fleisch: cremefarben, im unteren Stielbereich rußbraun verfärbt; Geruch: nach schwarzem Tee; Mikromerkmale vom Exsikkat: Cheilozystiden: zylindrisch, apikal oft schwach keulig erweitert oder kopfig, etwas wellig, ca. 24-54 x 4-7/3-5/4-6; Sporen: amygdaloid, O3, P1-2, D2, Maße: 8,3 x 5,0 (7,3-9,2 x 4,4-5,6), Q=1,67 (1,51-1,80), 20 Sp. gemessen;
Nr. 7: Hebeloma dunense L. Corb. & R. Heim
Zur Bestimmung: Mesophaeum-Gruppe; Revision der ursprünglich als H. collariatum bestimmten Kollektion nach Erscheinen von FE14: Der gültige Name ist nun H. dunense. Die Abgrenzung gegenüber H. mesophaeum bleibt bei kleinsporigen Aufsammlungen wie dieser problematisch. Der Fund vom 18.09.2012 vom selben Standort mit viel größeren Sporen spricht eher für H. dunense. Laut FE14 hat H. dunense im Vergleich zu H. mesophaeum deutlicher ornamentierte Sporen. Das ist nicht ganz leicht nachzuvollziehen, zumal im Sporen-Code für H. mesophaeum ebenso wie für H. dunense O1, O2 angegeben ist. Relevante makroskopische Unterschiede scheint es nicht zu geben.
Funddaten: 14.09.2013; Fundort: MTB 7934-4-2-4, 600 m; D-By-Baierbrunn-Buchenhain, Forstenrieder Park, bodensaure Fichtenmischwälder und Sukzessionswälder (Fichte, Buche, Eiche, Birke, Hainbuche, Weide) auf hochwürmeiszeitlichen Schottern (kalkhaltig); am Wegrand bei Salweide und (weiter entfernt) jungen Buchen; gesellig (>8 Fk);
Hut: 1-1,4 cm breit, gewölbt, mit flachem Buckel oder ohne, Rand jung stark herabgebogen, Oberfläche schwach klebrig, am Scheitel kastanienbraun bis rehbraun und etwas glänzend, zum Rand hin viel heller beige (typisch zweifarbig); Hutrand jung durch Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel: bis 3 x 0,25 cm, basal gleichdick, schmutzig creme, zur Basis hin bräunlich, apikal schwach bereift bis beschürfelt; Velum sehr unauffällig, spärlich; Lamellen: aufsteigend bis gerade angewachsen, gedrängt, beige bis braunbeige; Schneiden weißflockig; Fleisch: im Hutkern creme, im Stiel blass ockerbraun, im letzten Stielfünftel dunkelbraun; Geruch: rafanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: Cheilozystiden: zylindrisch, apikal oft keulig erweitert, bisw. mit kleinem Bauch, Maße: 32-56 x 5-8/3-6/5-8, Apex im Schnitt um 6 µm breit; Sporen: amygdaloid blass gelb in KOH, feinst rau im Umriss, schwach punktiert, indextrinoid, O1, P0, D0; Maße: 10,6 x 5,8 (9,3-11,7 x 5-6,2), Q=1,84, 20 Sp. gemessen;
Nr. 8: Hebeloma dunense L. Corb. & R. Heim
Zur Bestimmung: Trotz der erheblichen makroskopischen Unterschiede (erinnert im ersten Moment an eine Inocybe) mikrosopisch nahezu identisch mit der vergesellschafteten Kollektion Nr. 7/2013. Siehe Bemerkungen dort.
Funddaten: 14.09.2013; Fundort: MTB 7934-4-2-4, 600 m; D-By-Baierbrunn-Buchenhain, Forstenrieder Park, bodensaure Fichtenmischwälder und Sukzessionswälder (Fichte, Buche, Eiche, Birke, Hainbuche, Weide) auf hochwürmeiszeitlichen Schottern (kalkhaltig); am Wegrand bei jungen Buchen, weiter weg Salweide und krüppeliger Fichte; gesellig (6 Fk); verges. mit Nr. 7/2013;
Hut: 1-2,1 cm breit, flach gewölbt, mit flachem oder warzenförmig vorgezogenem Buckel, Hutbedeckung feinfaserig, am Rand schwach filzig, trocken, ziemlich hell beige, am Scheitel auch braunbeige, oft etwas scheckig; Hutrand jung mit Cortina; Stiel: bis 3 x 0,3, basal gleichdick oder etwas verjüngt, apikal bereift bis beschürfelt, sonst befasert, schmutzig creme, zur Basis hin bisw. etwas bräunlich durchschimmernd; Velum sehr unauffällig; Lamellen: ausgebuchtet bis breit angewachsen, bisw. mit Zahn herablaufend, beige bis blass graubraun; Schneiden weißflockig; Fleisch: cremebeige, im Stiel ockerlich, zur Basis hin bis dunkelbraun; Geruch: schwach rafanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: Cheilozystiden: zylindrisch, meist mit kleinem Bauch, apikal bisw. schwach keulig erweitert, Maße: 36-52 x 4-7/4-6/6-9, Apex im Schnitt um 6 µm breit; Sporen: amygdaloid, feinst rau, sehr blass gelb in KOH, O1, P0; Maße: 10,3 x 6,0 (9-11,8 x 5,5-6,8), Q=1,73 (1,62-1,87), 20 Sp. gemessen;
Nr. 9: Hebeloma pseudofragilipes Beker, Vesterh. & U.Eberh.
Zur Bestimmung: Revision der ursprünglich als H. fragilipes bestimmten Kollektion am 09.06.2016 nach Erscheinen von FE14: Durch die überwiegende Form der Cheilozystiden mit einem Wert von A/B<1,4 ist die Kollektion als H. pseudofragilipes festgelegt. H. fragilipes ist morphologisch und genetisch nah verwandt.
Funddaten: 07.10.2013; Fundort: MTB 8135-4-3-2, 700 m; D - By -Sachsenkamm, Kirchsee Nord, Mischwald (Tanne, Buche, Fichte) auf würmeiszeitlichen Moränen angrenzend an ein Hochmoor; mitten im Moor an grasiger Stelle, bei winziger Kiefer und (weit entfernt) junger Birke; gesellig (5 Fk);
Hut: bis 3,2 cm breit, schleimig und klebrig, cremeweiß bis cremegrau, maximal graubeige, ohne echte Brauntöne, stellenweise dunkler (wässrig) fleckig; Stiel: bis 6 x 0,6 cm, basal oft gekniet und keulig aufgeblasen, cremeweiß, wässrig beige fleckig, apikal beschürfelt, sonst weiß überfasert; Lamellen: aufsteigend bis abgerundet angewachsen, gedrängt, graubeige; Schneiden weißlich, stark tränend; Fleisch: komplett wässrig, satt cremefarben bis cremegelblich; Geruch: schwach rafanoid (Radieschen) mit Komponente von schwarzem Tee; Mikromerkmale vom Exsikkat: Cheilozystiden: irregulär zylindrisch-wellig, apikal oft schwach keulig erweitert, in der Mitte meist schwach eingeschnürt, nur selben mit schwacher Wandverdickung, basal meist mit schwach ausgeprägtem Bauch, seltener stark bauchig oder ohne Verdickung; Maße: 37-66 x 5-7/3-5/5-10, Apex im Schnitt 6,5 µm breit; Sporen: amygdaloid bis subcitriform, apikal schwach bis mäßig ausgezogen, schmal gerundet, im Umriss grob rau, fein warzig, Perispor bei vielen Sporen ablösend, aber stets nur schwach, in Melzer ockerbraun bis braun, Reaktion sehr langsam, O3-4, P1-2, D2; Maße: 10,4 x 6,0 (9,4-11,7 x 5,2-6,7), Q=1,74 (1,60-1,88), 20 Sp. gemessen;
Nr. 10: Naucoria cf. bohemica Velen.
Zur Bestimmung: Diese zuerst irrtümlich als Hebeloma eingeordnete Kollektion hat sich als eine Naucoria entpuppt. Die HDS ist keine typische Ixocutis, sondern eher ein Hyphoepithelium. Die Basidien sind rein zweisporig und Schnallen fehlen in sämtlichen Geweben. Dazu kommt noch das Wachstum auf finalmorschem Holz. Bei der Bestimmung folge ich hier dem Schlüssel in GpBW und werte die auffallend weißen Stiele als ausschlaggebend. Nach FN wäre diese Bestimmung allerdings nicht korrekt, denn dort werden die Sporen wie von Moreau in Horak nur mit 11-13 µm Länge und "without iodin reactions" angegeben. N. salicis bzw. rubriceps sind durchaus nicht auszuschließen. Lediglich in PDS5 (Nr. 134) findet sich ein Hinweis auf ablösendes Perispor bei N. salicis, allerdings werden die Sporen auch als riesig und schwach warzig bezeichnet. Auch die Aussagen über die Huthaut differieren: Bei Moreau heißt es zu N. bohemica Huthaut kutikulär (soll wohl "ähnlich einer Cutis" heißen?) ohne differenzierte Endzellen, im Kompendium heißt es "aus überwiegend rundlichen Zellen, mit flaschen- oder spindelförmigen durchsetzt. Über die Dextrinoidität schweigen sich die meisten Autoren aus. Originalbeschreibungen liegen mir nicht vor.
Funddaten: 14.09.2013; Fundort: MTB 7934-4-2-4, 600 m; D-By-Baierbrunn-Buchenhain, Forstenrieder Park, bodensaure Fichtenmischwälder und Sukzessionswälder (Fichte, Buche, Eiche, Birke, Hainbuche, Weide) auf hochwürmeiszeitlichen Schottern (kalkhaltig); am Rand eines Hainbuchenwäldchens, auf finalmorschem Fichtenholz am Grund eines alten Fichtenstrunks; gesellig (4 Fk);
Hut: 1,6 - 2 cm, flach gewölbt und schwach gebuckelt, glatt, schwach klebrig (pappen im Alu zusammen), bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, lehmbraun bis rehbraun; Velumreste fehlend oder sehr flüchtig; Stiel: bis 4,5 x 0,3 cm, basal schwach verdickt, apikal grob bereift bis beschürfelt, sonst weißlich befasert; cremeweiß, bisw. bräunlich verfärbt; Lamellen: aufsteigend, ausgerandet und schmal angewachsen, gedrängt, jung auffallend hell cremebeige, später graubraun; Schneiden weißflockig; Fleisch: im Hutkern weißlich, sonst im Hut wässrig braun, im Stiel blassbraun; Geruch: schwach rafanoid; Sporenpulver: kakaobraun; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Sehr eigenartiges Hyphoepithelium, mit dickem, zelligem Hypoderm, darüber teils aufragende kurze, keulige oder zylindrische Endzellen, teils auch längere, liegende, septierte, schmale Hyphen; Hypodermzellen dickwandig mit gelbem bis bernsteinfarbenem, teils grob inkrustierendem Dickwandpigment; Epicutishyphen teilsweise schwach gelifiziert, gelbbraun quergestreift inkrustiert, stellenweise auch mit goldgelbem intrazellulärem Pigment (Nekropigment?); ohne Schnallen; Cheilozystiden: schlank zylindrisch mit keulig-kopfigem Apex, schmalem, dünnwandigem Hals und schwach ausgeprägtem, bisw. fehlendem Bauch; ohne Schnallen; Maße: 32-42 x 5-8/3-5/4-7 (Länge x Apex/Mittelteil/Bauch); Apex im Schnitt 6,4 µm breit; Sporen: citriform, mit papillenförmig ausgezogenem Apex, sehr grob warzig, mit konstant, aber schwach ablösendem Perispor, kräftig dextrinoid; Maße: 14,3 x 7,8 (13,2-15 x 7-8,4), Q=1,84 (1,67-1,99), 20 Sp. gemessen;
Nr. 11: Galerina sideroides (Bull.) Kühner
Zur Bestimmung: Mit FN geschlüsselt. Unkritisch.
Funddaten: 09.10.2013; Fundort: MTB 7447-1-1-2, 360 m; D - By - Passau, Donauleite östlich der Kernmühle; Mischwald (Buche, Eiche, Tanne, Hainbuche, Kiefer, Linde, eingestreute Fichtenparzellen, auf saurem Boden); an feuchter, krautig-grasiger Stelle, terrestrisch und/oder auf stark morschem vergrabenem Holz; gesellig;
Hut: bis 2 cm breit, mit Papille,befeuchtet schwach klebrig, jung rehbraun, frisch ungestreift, hygrophan, rasch cremebeige ausblassend, bisw. mit weißen Velumresten am Hut, vor allem am Rand; Stiel: bis 4,5 x 0,3 cm, cremebeige und weißlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und bisw. mit Zahn angewachsen; gedrängt, honiggelb; Fleisch: im Hut cremeweiß, im Stiel wie außen und in der unteren Stielhälfte dunkler braun; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Ixocutis, ca.175-225 dick, Zellen stark gelifiziert, intakte in der oberen Lage ca. 2-4 breit; Pigment fein inkrustierend, in der Subkutis möglicherweise auch mit Wandpigment in schwach dickwandigen Zellen, in der obersten Lage teils auch mit intrazelluläre gelbem Pigment; mit Schnallen; Cheilozystiden: überwiegend tibiiform, fast immer mit bauch und rundlichem Köpfchen, ab und zu lageniform ohne Kopf, sehr dicht stehend (Schneide steril), mit Schnallen, ca. 25-39 x 4-6 x 2-5 (Länge x Bauch x Kopf/Apex); Pleurozystiden fehlend; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen, ca. 20-22 x 6-7; Sporen: ellipsoid bis subamygdaloid, in Aufsicht schlank ovoid, ohne KP (aber mit minimal ausgeprägtem Kallus), schwach dickwandig (Wand doppelt), blass ockergelb in KOH, schwach dextrinoid (neben dem Präparat schwimmende kaum reagierend, blass bräunlich, aber auf der Lamellenfläche heterogen und viele deutlich braun bis rötlichbraun, Maße: 7,3 x 4,4 (6,8-7,7 x 4,1-4,8), Q=1,68 (1,62-1,80), 20 Sp. gemessen;