Tricholomataceae 2011
Nr. 20: Clitocybe vibecina (Fr.) Quél.
Zur Bestimmung: Die glimmerige Bereifung ist nicht ganz vorschriftsmäßig, aber ich finde keine Alternative; sonst stimmen die Merkmale auch überein;
Funddaten: 01.11.2011; Fundort: MTB 7446-2-2-4, 350 m; D - By - Passau-Grubweg, im Fichtenmischwald überm Firmiangut; bei Fichte in der Nadelstreu; gesellig bis kleinbüschelig;
Hut: bis 2,4 cm breit, graubraun, stellenweise glimmerig bereift, hygrophan, cremgrau bis kittfarben ausblassend; Stiel: bis 4 x 0,8 cm, meist breitgedrückt und mit Längsfurche, basal verjüngt, graubraun, dicht weiß überfasert; Lamellen: schwach herablaufend, gedrängt, mittelgrau bis blass graubaun; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: im Hutkern schmutzigweiß und diese Zone oft bis 0,5 cm in den Stiel reichend, sonst wässrig braun; Geruch: sehr intensiv nach Mehl; Sporenpulver: weiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: regulär ellipsoid, basal oft etwas verschmälert, aber nicht direkt tropfenförmig; Maße: 5,8 x 3,6 (5-6,5 x 3-4), Q=1,62 (1,43-1,86);
Nr. 19: Clitocybe cf. lohjaënsis Harmaja
Zur Bestimmung: bleibt unklar; abweichend die Lamellenfarbe (cremefarben statt blass bräunlich); beim Schlüsseln mit Gröger und FN kommen eigentlich nur diese Art und C. vibecina infrage. Letztere hat jedoch nach B&K eine andere Huthautstruktur, etwas größere Sporen und ebenfalls dunklere Lamellen;
Funddaten: 29.10.2011; Fundort: MTB 8034-4-1-4, 580 m; D - By - Puppling, Kaltenbach, Weiher und Zotzenholz, am Forstweg, im Mischwald (Kiefer, Fichte, Buche), auf gemischter Streu (vorwiegend Buchenlaub mit etwas Nadelstreu); gesellig bis büschelig;
Hut: bis 2 cm breit, flach gewölbt und genabelt, jung oft etwas undeutlich, trocken, glatt, unbereift, jung oft nur am Rand, später bis zur Hälfte durchscheinend gestreift, cremegrau (am Foto eher beige, ockerlich) bis blass graubraun mit schwachem Olivstich; schwach hygrophan, etwas verblassend; Stiel: bis 4,5 x 0,3, basal gleichdick, ohne auffällig Rhizoide, aber schwach striegelig im Substrat (Laub) verwachsen, hutfarben oder etwas heller, glasig, durchscheinend genattert; Lamellen: gerade angewachsen bis schwach herablaufend, gedrängt, cremefarben, Schneiden glatt; Fleisch: hutfarben, im vollen Stielkern weiß; Geruch: stark mehlig; Geschmack: fad, kaum mehlig; Sporenpulver: weiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis aus +/- parallel liegenden Zellen, diese ca. 2-6 breit, oberste Lage meist mit zahlreichen Enzellen und einfach bis knorrigen Auswüchsen oder Gabelungen, bisw. ganz schwach gelatinisiert, Septen mit Schnallen; Pigment unauffällig; Sporen: regulär ellipsoid, apikal bisw. schwach verschmäldert, inamyloid, Maße: 5,1 x 3,1 (4,5-5,5 x 2,8-3,5), Q=1,67 (1,50-1,83);
Nr. 18: Tricholoma atrosquamosum (Chevall.) Sacc. (Schwarzschuppiger Erdritterling)
Zur Bestimmung: T. scalpturatum habe ich wg. des fehlenden Gilbens, zu langen Sporen und zu schwarzen Hutschuppen ausgeschlossen; die Sporen sind deutlich schlanker als in der Literatur angegeben; mit FN geschlüsselt;
Funddaten: 18.10.2011; Fundort: MTB 8533-1-2-2, 920 m; D - By - Klais, Geißschädel, Fichtenwälder und Wiesen auf Kalk, im Fichtenjungwald; gesellig (>15 Fk);
Hut: bis 8 cm breit, kegelig bis flach gewölbt, ohne Buckel, schon jung grob schuppig, kein Velum erkennbar, dunkel graubraun (je nach Dichte der Schuppen altersbedingt dunkler oder heller wirkend), mit minimalem rosalila Stich; Stiel: bis 7,5 x 1,5 cm, basal schwach verdickt oder irregulär spindelig, in der Regel weiß und längsfaserig, bisw. diskret bräunlich beflockt; Myzel weiß; Lamellen: mit Burggraben angewachsen, gedrängt, cremegrau bis hellgrau; Schneiden ziemlich glatt, stellenweise dunkelgrau gerandet (sehr sporadisch); Fleisch: cremeweiß, in der Stielspitze grau marmoriert; nicht gilbend; Fk auch nach 6 Tagen beim Vergehen nicht gilbend, nur mit ein paar rostbraunen Flecken auf den Lamellen; Geruch: im Schnitt deutlich nach Mehl, bisw. in einen unangenehm ranzigen Geruch umschlagend; Geschmack: mild (Exsikkat); Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Trichoderm, Epicutis aus büschelig aufgerichteten Zellen, diese bis 15 breit, Endzellen an den Schuppenspitzen aber meist schmal und zylindrisch, bisw. auch schwach keulig, Pigment sehr grob quergestreift inkrustierend (dunkelbraun), ohne Schnallen; ohne zellige Subcutis, Zellen der Subcutis normal zylindrisch, ca. 8-11 breit, dickwandig und mit gelblichem Wandpigment; Sporen: schlank ellipsoid, am Apex meist etwas schmäler, Maße: 6,3 x 3,7 (5,5-7,5 x 3,5-4), Q=1,71 (1,50-1,97), 20 Sp. gemessen;
Nr. 17: Tricholoma columbetta (Fr.: Fr.) P. Kumm. (Seidiger Ritterling)
Zur Bestimmung: Mit Gröger und FN geschlüsselt;
Funddaten: 12.10.2011; Fundort: MTB 8135-4-3-2, 720 m; D - By -Sachsenkamm, Kirchsee Nord, im Mischwald (Tanne, Buche, Fichte); bei großen Fichten und Tannen; gesellig (2 Fk);
Hut: 4,5 - 9 cm breit, flach gewölbt bis ausgebreitet, trocken, fein seidig faserig, mit deutlich radialer, wenn auch feiner Struktur, milchweiß, am Scheitel zart cremeocker behaucht, beim alten Fk (stark durchwässert) wässrig cremegrau; Stiel: bis 9 x 1,9 cm, basal gleichdick, stark faserig, etwas an I. fibrosa erinnernd, cremeweiß, in der unteren Hälfte stellenweise etwas gelblich behaucht; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, sehr gedrängt (ca. 82-98 erreichen den Stiel), cremeweiß, alt satt cremefarben, Schneiden etwas wellig-schartig; Fleisch: weiß, voll, beim alten Fk auch wässrig creme; Geruch: im Schnitt nach Mehl, beim alten Fk etwas unangenehm, stinkend; Geschmack: mild, deutlich nach Mehl; KOH und Formol am Fleisch negativ; Mikromerkmale vom Exsikkat: Basidien: 4-sporig, ca. 29-36 x 7-7,5, Schnallen an den Basidienbasen reichlich vorhanden, in der Lamellentrama spärlicher; Sporen: breit ellipsoid, 6,0 x 4,2 (5,5-6,5 x 3,5-5), Q=1,41 (1,30-1,57);
Nr. 16: Mycena aetites (Fr.) Quél. (Adlerblättriger Helmling)
Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt; das letzte Foto zeigt eine Aufsammlung vom selben Tag von einem waldnahen Feldweg;
Funddaten: 01.11.2011; Fundort: MTB 7446-2-2-4, 350 m; D - By - Passau-Grubweg, in einem Garten in der ungedüngten Mähwiese; gesellig (>20 Fk);
Hut: bis 1,8 cm breit, kegelig, mehr oder weniger vorgezogen gebuckelt, 1 Fk mit Papille, dunkelbraun, zum Rand hin heller graubraun, bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, hygrophan, trocken blasser graubraun und ungestreift; Stiel: bis 5 x 0,2 cm, basal nicht wurzelnd, gleichdick, graubraun, glatt, durchscheinend genattert; Lamellen: ausgerandet und mit Zähnchen angewachsen, mäßig gedrängt, graubraun; Schneiden weiß; Fleisch: im Hutkern weiß, im Stiel graubraun; Geruch: schwach, vielleicht minimal süßlich-zimtig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellbreite ca. 2-9[12], oberste Lage igelig verzweigt, Auswüchse bisw. auch länger und koralloid verzweigt, mit Schnallen; Zellen der Subcutis "wurstförmig" aufgeblasen; Stielhyphen: Rindenzellen stark igelig verzweigt, Endzellen bisw. etwas aufgeblasen (5-10) und ebenfalls igelig verzweigt; mit Schnallen; Cheilozystiden: lageniform (wenn mit einem langen Auswuchs), spindelig oder keulig und mit meist 1-2, aber auch bis zu 4 fingerförmigen Auswüchsen, bisw. gestielt, ca. 35-53 x 8-14, mit Schnallen; Schneide steril; Pleurozystiden: nicht geprüft; Basidien: 4-sporig; Sporen: ellipsoid, sehr variabel, teils keimend, 7,6 x 4,2 (6,5-9 x 3,5-5,5), Q=1,79 (1,63-2,14);
Nr. 15: Mycena polygramma (Bull.: Fr.) Gray (Rillstieliger Helmling)
Zur Bestimmung: makroskopisch klar M. polygramma; mikroskopisch kurz gecheckt;
Funddaten: 18.10.2011; Fundort: MTB 8533-1-2-2, 920 m; D - By - Klais, Geißschädel, an liegenden Ästen von Haselnuss oder Eberesche; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 2,2 cm breit und ebenso hoch, kegelig, etwas bis zur Hälfte durchscheinend gestreift, dunkel graubraun; Stiel: bis 10,5 x 0,3 cm, oft breitgedrückt, starr, etwas knorpelig, vor allem jung deutlich rillig, sonst längsfaserig, cremegrau, mittelgrau oder graubraun; Lamellen: aufsteigend angewachsen, gedrängt, schmal, cremegrau bis hellgrau mit weißen Schneiden; Fleisch: im Hut weiß, im Stiel grau; Geruch: schwach, neutral; Mikromerkmale vom Exsikkat: Cheilozystiden: spindelig mit fingerigem Auswuchs, bisw. auch mit mehreren fingerigen, bis geweihförmigen Auswüchsen; Schneide steril;
Nr. 14: Mycena flavescens Velen. (Gelbschneidiger Fadenhelmling)
Zur Bestimmung: Der typische Radigeruch und die breiten HDS-Hyphen sollten eine Verwechslung ausschließen;
Funddaten: 18.10.2011; Fundort: MTB 8533-1-2-2, 920 m; D - By - Klais, Geißschädel, Fichtenwälder und Wiesen auf Kalk, im Fichtenjungwald, auf Nadelstreu, rasig, massenhaft im ganzen Waldgebiet (>20 Fk);
Hut: bis 1,8 cm breit, kegelig bis ausgebreitet, mit vorgezogenem Buckel, jung satt braun bis dunkel graubraun, beim Aufschirmen rasch verblassend mit deutlicher Aufhellung zum Rand hin, dort cremegrau bis creme; Stiel: bis 3 x 0,12 cm, fädig, glatt, etwas glasig, im oberen Drittel meist creme bis cremegrau, stielabwärts dunkler graubraun; Lamellen: aufsteigend angewachsen, gedrängt bis mäßig gedrängt, bis ca. 22 erreichen den Stiel, creme bis cremegrau, in der Aufsicht mit minimalem Gelbstich; Schneiden am Exsikkat deutlich gelb (zitronengelb); Fleisch: sehr dünn; Geruch: deutlich nach altem Rettich; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen ca. 2,5-12 breit, sehr variabel, überwiegend mit einfachen, kurzen, igeligen Auswüchsen, die sehr dicht stehen, aber auch mit längeren, teils koralloid verzweigten Auswüchsen; Cheilozystiden: im Präparat keine Färbung zu sehen, Schneide steril, Cheilos überwiegend keulig, sehr unterschiedlich groß, meist zu 2/3 abwärts mit dichten, igeligen, kurzen Auswüchsen (0,5-3), dazwischen auch +/- zylindrisch, irregulläre Zellen, die koralloid verzweigt sind; ca. 21-62 x 11-27; Stielhyphen: Zellen der Stielrinde mit dichten, igeligen, einfachen, kurzen Auswüchsen, keine Zystiden gesehen; Pleurozystiden: vorhanden, wie die Cheilos; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen, 23x7; Sporen: ellipsoid, 7,7 x 4,7 (7-8,5 x 4,5-5), Q=1,65 (1,50-1,78);
Nr. 13: Mycena metata (Fr.) P. Kumm. (Isabellbräunlicher Fadenhelmling)
Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt; die Cheilos sind ein bisserl kurz, aber sonst passt alles; M. mirata mit breiteren HDS-Zellen, entfernteren Lamellen und nicht auf Streu wachsend, M. filopes mit Kaulozystiden;
Funddaten: 16.07.2011; Fundort: MTB 8236-4-1-4, ca. 1300 m; Tegernsee, am Wanderweg zwischen Gindel- und Neureutalm, im sauren Fichtenwald (mit eingestreuten Tannen), in der Nadelstreu, gesellig (oft einzeln, manchmal auch in kleinen Scharen), über 10 Fk auf wenigen Quadratmetern;
Hut: bis 1,6 cm breit, kegelig, nicht aufschirmend, glatt, meist bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, aber oft undeutlich, am Scheitel hell bis mittelbraun, zum Rand hin immer heller beige, am Rand cremefarben, ohne auffällige Bereifung; hygrophan, beim Ausblassen etwas runzelig werdend, abgetrocknet satt cremefarben; Stiel: bis 5 cm lang, bis ca. 1,5 mm dick, zylindrisch, basal schwach verdickt, glatt, basal weißlich striegelig, unbereift, im oberen Drittel meist cremefarben, stielabwärts meist dunkler beige, bisw. auch mehr graubraun mit leichtem Olivton; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, cremefarben; Schneiden konvex, weißlich oder gleichfarben, kaum flockig; Fleisch: cremefarben, sehr dünn, im Stielanschnitt gedrückt einen wässrigen, farblosen Saft absondernd; Geruch: schwach, höchstens leicht rafanoid; Geschmack: neutral, höchstens leicht rafanoid; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: dünne Cutis, Zellen schmal, ca. 1,5-3, stark koralloid-igelig verzweigt, Auswüchse nicht sonderlich lang, mit Schnallen; Zellen der Subcutis breit aufgeblasen; Stielhyphen: igelig verzweigt, einfache, kurze Auswüchse dicht an dicht; Cheilozystiden: (Schneide steril) keulig, basal stumpf bis schwach gestielt, mit einfachen, dicht stehenden, igeligen Auswüchsen vom runden Apex bis zur Mitte, Auswüchse ca. 0,5-3 lang, ca. 20-38 x 11-19, mit Schnallen;; Pleurozystiden: zahlreich, wie die Cheilos geformt, öfter gestielt und bisw. größer, 35x18, 55x20, 40x17; Basidien: 1-, 2-, 3- und 4-sporig gemischt, überwiegend 2-sporig, völlig irregulär, Sterigmen oft überlang, ca. 17-25 x 6,5-8; Lamellentrama dextrinoid; Sporen: ellipsoid, sehr variabel aufgrund der irregulären Basidien, schwach amyloid, 7,1 x 4,2 (5,5-9 x 3,5-4,5), Q=1,69 (1,45-2,00);
Nr. 12: Mycena pseudocorticola Kühner (Blauer Rindenhelmling)
Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt; die 4-sporige Form scheint selten zu sein;
Funddaten: 02.07.2011; Fundort: MTB 8135-4-3-2, 700 m; Sachsenkam, Kirchsee, am Nordufer, an der Rinde eines lebenden Ahorns, bis ca. in 2 m Höhe, gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 6 mm breit, halbkugelig bis glockig, nicht aufschirmend, trocken, etwas faltig, bis zum Scheitel schwach durchscheinend gestreift, fein bereift, mittelgrau mit minimal bläulichem Stich, ohne Brauntöne; Stiel: bis 2 cm lang, ca. 1 mm dick, in der oberen Hälfte feinst bereift (nur auf der Fotovergrößerung zu sehen, mit Lupe glatt wirkend), hutfarben; Lamellen: aufsteigend und mit Zahn breit angewachsen, entfernt (ca. 11-12 erreichen den Stiel), hellgrau, Schneiden feinst weißflockig (nur in der Fotovergrößerung zu sehen); Fleisch: grau, dünn; Geruch: unauffällig, schwach; Mikromerkmale vom Frischpilz: HDS: Cutis, Zellen ca. 1,5-5 µm breit, mit feinen, fingerigen und koralloid verzweigten Auswüchsen, Schnallen zahlreich vorhanden; Tramazellen spindelig aufgeblasen , ca. bis 15 breit; Pigment unauffällig; Cheilozystiden: dicht stehend (Schneide steril), keulig bis polymorph, komplett (abgesehen von dem bisw. vorhandenen Stiel) mit fingerigen bis koralloid verzweigten Auswüchsen, diese in der Regel unter 5 lang, bisw. auch bis 8 oder 10; mit Schnallen, ca. 16-22 x 7-10; Pleurozystiden: keine beobachtet; Stielhyphen: mit sehr dichten fingerigen Auswüchsen und zusätzlich keuligen, den Cheilos ähnelnden Auswüchsen, die koralloid verzweigt sind, z.B. 20x6, nicht auffallend lang; Basidien: groß mit langen Sterigmen, 4-sporig, mit Schnallen, z.B. 35x9, 40x10; Lamellentrama: stark dextrinoid; Sporen: rundlich, subglobos mit kleinem Apiculus, hyalin, sehr schwach amyloid, 9,9 x 8,6 (9-11 x 7,5-10), Q=1,15 (1,10-1,25);
Nr. 11: Mycena hiemalis (Osbeck in Retz.) Quél. (Winter-Helmling)
Zur Bestimmung: Mit Gröger und FN geschlüsselt und bei Robich und BK verglichen; aufgrund der fingerigen, nie aufgeblasenen HDS-Zellen-Auswüchse ist M. alba trotz der rundlichen Sporen auszuschließen. In FN findet sich ein Hinweis darauf, dass M. hiemalis auch einen geringeren Q-Wert aufweisen kann. Zudem ist im Präparat aufgefallen, dass unreife Sporen viel länglicher geformt sind; auch Robich dokumentiert Funde aus den Monaten Juni und Juli;
Funddaten: 15.06.2011; Fundort: MTB 7735-1-4-4, 485 m; Berglholz, im Laubmischwald (Linde, Hainbuche, Eiche, Kiefer, Pappel, Ulme, Erle), auf der Rinde einer umgebrochenen, noch nicht sehr morschen Pappel, gesellig (>20 Fk);
Hut: bis 0,9 cm breit, jung kegelig, dann flach gewölbt, trocken, matt, glatt, bis zum Scheitel durchscheinend gestreift, graubraun, Rand weißlich; Stiel: ca. bis 1,8 x 0,1 cm, zylindrisch, basal gleichdick, auf ganzer Länge feinst bereift (selbst mit der Lupe kaum zu sehen, aber in der Fotovergrößerung deutlich), weiß; Lamellen: aufsteigend angewachsen und bisw. mit Zahn etwas herablaufend, entfernt (ca.11-12) erreichen den Stiel, weiß; Schneiden bauchig, gleichfarbig; Fleisch: extrem dünn; Geruch: unauffällig; Mikromerkmale vom Frischpilz: HDS: dünne Cutis, Zellen ca. 2,5-6 breit, mit ziemlich regelmäßig angeordneten, in der Regel unverzweigten, fingerigen Auswüchsen, ohne Schnallen; Zellen der Subcutis spindelig aufgeblasen; Stielhyphen: mit spärlichen Auswüchsen, auf ganzer Länge mit irregulär geformten polymorphen Kaulozystiden (z.B. 30x8, 27x7), diese bisw. mit fingerigen oder blasigen Auswüchsen; Cheilozystiden: überwiegend utriform, bisw. gestielt, auch breit keulig oder breit fusoid, völlig unverzweigt, ca. 28-44 x 12-17, irreguläre eingestreut; Pleurozystiden: keine beobachtet; Basidien: 2-sporig, ohne Schnallen, z.B. 20x7, 18x6; Lamellentrama: indextrinoid; Sporen: breit ellipsoid bis subglobos, Apex nicht selten fast konisch verjüngt, aber auch breit gerundet, mit großem Apikulus, inamyloid, Maße: 7,7 x 6,3 (7-9 x 5,5-7), Q=1,23 (1,08-1,50), 20 Sp. gemessen;
Nr. 10: Lyophyllum putidum (Fr.) Singer (Ritterlings-Graublatt)
Zur Bestimmung: Mit Gröger und FN geschlüsselt; am nächsten im Schlüssel kommt L. platypus - eine jedoch wesentlich schmächtigere Art;
Funddaten: 06.11.2011; Fundort: MTB 8136-4-1-3, 720 m; D - By - Osterwarngau, Taubenberg, im Tannenmischwald, bei Weide, Fichte und Eiche in gemischter Streu; gesellig (>10 Fk);
Hut: bis 7 cm breit, ausgebreitet, schwach gebuckelt, Rand bisw. etwas flatterig, nur am äußersten Rand durchscheinend gestreift, etwas speckig, glatt, schwach glänzend, minimal klebrig, dunkel graubraun, kartonbraun, hygrophan, cremefarben ausblassend; Stiel: bis 6,5 x 1,0 cm, meist aber schmächtiger, schmutzig cremegrau bis graubeige, weißlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, graubraun mit weißlichen, glatten Schneiden; Fleisch: wässrig graubraun; Geruch: gurkig-mehlig; Sporenpulver: weiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: fertil; Basidien: 4-sporig, siderophil (Reaktion schwach, Körnchen klar vorhanden, aber recht spärlich), ca. 26-32 x 6-6,5, mit Schnallen; Sporen: ellipsoid bis breit ellipsoid, Maße: 5,6 x 3,6 (5-6,5 x 3,5-4), Q=1,54 (1,38-1,71);
Nr. 9: Lyophyllum boudieri Kühner & Romagn. (Flockenstiel-Graublatt)
Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt;
Funddaten: 29.10.2011; Fundort: MTB 8034-4-1-4, 570 m; D - By - Puppling, Kaltenbach, Weiher und Zotzenholz, im Fichten-Kiefern-Mischwald, auf Nadelstreu; gesellig (>20 Fk); vergesellschaftet mit Conocybe subpubescens;
Hut: bis 3 cm breit, flach gewölbt bis ausgebreitet, mit abgerundetem Buckel, etwas bis zum halben Radius durchscheinend gestreift, graubraun, zum Rand hin etwas heller, matt, glatt; schwach hygrophan, heller graubraun ausblassend; Stiel: bis 5,3 x 0,3, basal gleichdick, hutfarben, weiß beflockt, basal weißfilzig; Lamellen: aufsteigend und ausgebuchtet angewachsen, bisw. mit Zahn, gedrängt, graubraun, zu den Schneiden hin heller cremegrau; Schneiden oft fein gekerbt; Fleisch: im Hutkern weiß, sonst wässrig graubraun; Geruch: mehlig-ranzig, auch etwas tranig wie Entoloma hirtipes; Sporenpulver: weiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: Basidien: siderophil; Sporen: schlank ellipsoid, bisw. mit leichter Depression, 7,1 x 3,9 (5,5-8 x 3,5-4), Q=1,82 (1,57-2,00);
Nr. 8: Clitocybe phyllophila (Pers.: Fries) P. Kumm. (Bleiweißer Firnis-Trichterling)
Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt;
Funddaten: 06.11.2011; Fundort: MTB 8136-4-1-3, 720 m; D - By - Osterwarngau, Taubenberg, am Rand eines Fichtenbestands unter Fichten und einzelner Erle, gesellig bis kleinbüschelig (>10 Fk);
Hut: bis 6 cm breit, ausgebreitet, Mitte schwach vertieft, trocken, matt, glatt, blass beige, aber fast komplett mit firnisartigem weißem Belag überzogen, hygrophan, elfenbeinweiß ausblassend; Stiel: bis 5 x 0,5 cm, meist kürzer als der Hut breit, basal schwach verjüngt, längsfaserig, cremefarben; Mycel bildet einen dichten, fast häutigen Filz im Substrat; Lamellen: herablaufend, gedrängt, cremefarben, Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: wässrig creme bis beige; Geruch: pilzig-säuerlich; Sporenpulver: satt cremefarben (nicht weiß); Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: ziemlich stark verklumpt (Abwurfpräparat in Kongo NH3) breit ellipsoid bis ovoid, apikal bisw. etwas verschmälert, Maße: 4,2 x 3,0 (3,5-5 x 2,5-3,5), Q=1,43 (1,17-1,60);
Nr. 7: Clitocybe cf. obsoleta (Batsch) Quél. ss. Bres. Singer, Moser
Zur Bestimmung: Makroskopisch dürfte das die "echte" Clitocybe obsoleta sein! Siehe Gröger und Pilzkompendium, in FN ist die nicht drin. Auffallend bei dieser Kollektion die ziemlich einheitlich gefärbten, kaum gerieften Hüte sowie die kräftigen, starren und hohlen Stiele - recht übereinstimmend mit B&K Nr. 171 (als obsoleta). Die im Gröger für C. obsoleta angegebenen auffallend schlanken Sporen konnte ich allerdings nicht feststellen, und sie sind auch kürzer als bei der C. fragrans s.l. vom 08.10.2008.
Funddaten: 18.10.2011; Fundort: MTB 8533-1-2-2, 920 m; D - By - Klais, Geißschädel, Fichtenwälder über Kalk, im Hochwald an Ruderalstelle auf Streu und in Verbindung mit morschen Fichtenholz; bei Fichte und Kiefer; gesellig (>5 Fk);
Hut: bis 2,5 cm breit, jung meist flach gewölbt und mit oder ohne flachem, kleinem Buckel, später bis ausgebreitet, Rand herabgebogen oder nicht, im Zentrum bisw. vertieft, glatt, schwach glänzend, kartonbraun, am Scheitel bisw. dunkelbraun, meist ungestreift, alt bisw. am Rand schwach durchscheinend gestreift; hygrophan, hellgraubraun bis cremebeige ausblassend; Stiel: bis 5 x 0,8 cm, oft breitgedrückt, basal meist spindelig erweitert, hohl, starr, steif, hell graubraun, weiß überfasert, basal weißfilzig; Lamellen: bogig herablaufend, gedrängt bis mäßig gedrängt, cremegrau, Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: im Hut- und Stielkern cremeweiß, sonst graubraun, im Hut wässrig; Geruch: deutlich nach Anis; Geschmack: mild, etwas ranzig; Sporenpulver: weiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: glatte Cutis aus +/- parallel liegenden Zellen, Zellbreite ca. 3-5, Septen zahlreich und mit Schnallen, Pigmentierung unauffällig; Sporen: subzylindrisch bis schlank ellipsoid, basal oft verschmälert und bisw. mit subapikulärer Depression, Maße: 6,7 x 3,6 (5,5-7,5 x 3,2-4), Q=1,88 (1,63-2,14), 20 Sp. gemessen;
Nr. 6: Clitocybe spec.
Zur Bestimmung: makroskopisch sehr ähnlich wie Kollektion Nr. 5 aus Klais vom 18.10.2011; auch Standort und HDS stimmen überein; abweichend die wesentlich breiteren Sporen der vorliegenden Kollektion (Q=1,45 gegenüber Q=1,88 bei der Klaiser Kollektion); lässt sich weder mit Gröger noch mit FN sinnvoll schlüsseln; C. leucodiatreta???
Funddaten: 29.10.2011; Fundort: MTB 8034-4-1-4, 570 m; D - By - Puppling, Kaltenbach, Weiher und Zotzenholz, im weglosen Dickicht mit einigen Fichtengruppen, in der Nadelstreu; gesellig bis büschelig (>10 Fk), verges. mit Tricholoma aurantium;
Hut: bis 4 cm breit, trichterig, Rand schwach bis deutlich herabgebogen, glatt, trocken, matt, beige, beigebraun, kartonbraun, nur am äußersten Rand schwach durchscheinend gestreift, stark hygrophan, cremefarben ausblassend; Stiel: bis 4,5 x 0,6 cm, oft breitgedrückt und mit Längsfurche, hohl, zäh, ziemlich steif, basal verjüngt und bisw. irregulär wurzelnd, striegelig, fest mit dem Substrat verwachsen, cremefarben, cremegrau bis graubraun, +/- glatt, schwach weißlich überfasert; Lamellen: herablaufend, gedrängt, cremefarben, Schneiden glatt; Fleisch: im Hut cremeweiß, in der Stielrinde cremegrau, im unteren Stieldrittel oft dunkler graubraun; Geruch: unauffällig (am Standort minimal chlorartig-chemisch empfunden); Geschmack: ranzig fad, mild; Sporenpulver: weiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis aus +/- parallel liegenden Zellen, diese schmal (ca. 2-3,5), meist mit einfachen bis knorrigen oder verzweigten Auswüchsen, schwach gelifiziert, Endzellen häufig, Septen mit Schnallen; Sporen: regulär ellipsoid bis breitellipsoid, inamyloid, Maße: 4,5 x 3,1 (4-5 x 2,8-3,5), Q=1,45 (1,29-1,67), 20 Sp. gemessen;
Nr. 5: Clitocybe spec.
Zur Bestimmung: die Art hat makroskopisch gewisse Ähnlichkeit mit der Kollektion Nr. 3 vom 23.10.2009 (Puppling), die sich jedoch durch Mehlgeruch und gedrungenere Sp. unterscheidet; lässt sich nicht schüsseln: C. lohjäensis sollte nach Mehl riechen, C. diatreta und marginella haben cremeorangefarbenes Sporenpulver; möglicherweise käme C. leucodiatreta Bon mit weißem Spp. infrage;
Funddaten: 18.10.2011; Fundort: MTB 8533-1-2-2, 920 m; D - By - Klais, Geißschädel, Fichtenwälder und Wiesen auf Kalk, im Fichtenjungwald, auf Nadelstreu im Moos, gesellig (>5 Fk);
Hut: bis 4,2 cm breit, zentral stark vertieft und mit herabgebogenem Rand, glatt, nur am Rand schwach durchscheinend gestreift, glatt, cremegrau bis graubraun, hygrophan, cremegrau ausblassend, dabei anfangs seltsame Muster ausbildend; Stiel: bis 3,5 x 0,5 cm, hohl, basal gleichdick, glatt, basal etwas weißstriegelig, cremegrau, schwach weißlich überfasert; Lamellen: absteigend und ziemlich gerade oder herablaufend angewachsen, sehr gedrängt (>40 erreichen den Stiel), cremeweiß bis creme; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: im Hut schmutzig creme oder wässerig graubraun, im Stiel cremegrau; Geruch: etwas säuerlich; Geschmack: etwas ranzig, fad; Sporenpulver: weiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis aus teils schwach gelifizierten, +/- parallel liegenden Zellen, diese in der obersten Schicht mit zahlreichen einfachen oder etwas koralloid-knorrigen Auswüchsen (an Mycena erinnernd), Septen mit Schnallen, Zellen schmal, ca. 2-3,5 breit; Basidien: 4-sporig; Sporen: inamyloid, schmal ellipsoid bis subzylindrisch, apikal oft etwas schmäler, Maße: 4,8 x 2,6 (4,5-5,5 x 2,5-3), Q=1,88 (1,50-2,20), 20 Sp. gemessen;
Nr. 4: Clitocybe rivulosa (Pers.: Fries) P. Kummer (Bleiweißer Wiesen-Trichterling)
Zur Bestimmung: Mit Gröger und FN geschlüsselt;
Funddaten: 20.09.2011; Fundort: MTB 7735-4-3-1, 490 m; D - By - München, Fröttmaninger Heide (Magerwiese auf Kalkschotter, von Schafen beweidet), in der Wiese (10 Fk);
Hut: bis 2,6 cm breit, am Scheitel jung flach gewölbt, später schwach vertieft, Rand kremplingsartig umgebogen, glatt, kahl, auf hell lederfarbenem Grund mit weißlichem Reifbelag, niemals gerieft, nicht hygrophan; Stiel: bis 3,5 x 0,5 cm, basal verjüngt oder gleichdick, schmutzigweiße Rhizomorphen wohl vorhanden, aber unauffällig und spärlich, faserig, etwas rau wirkend, cremefarben, bisw. blass bräunlich fleckig; Lamellen: deutlich herablaufend, gedrängt, cremefarben; Schneiden konkav, gleichfarbig, wellig bis leicht schartig, sonst glatt; Fleisch: im Hutkern weißlich, sonst wässrig hellbraun; Geruch: deutlich säuerlich; Sporenpulver: weiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: verflochtene Cutis, teils trichodermal aufgerichtet, Zellen ca. 2,5-4 breit, glatt, ohne Verzweigungen oder Auswüchse, Endzellen gleichdick, zylindrisch, Septen mit Schnallen zahlreich; Sporen: im Abwurfpräparat in Kongo NH3 nicht verklumpend, reglulär ellipsoid, am Apex bisw. etwas verschmälert, Maße: 4,4 x 2,8 (4-5 x 2,5-3), Q=1,55 (1,33-1,80);
Nr. 3: Clitocybe glareosa Röllin & Monthoux (Heide-Trichterling)
Zur Bestimmung: Die Unterscheidung von C. bresadoliana erfolgt nur aufgrund der negativen KOH-Reaktion sowie des planaren Standorts; B&K halten die Unterschiede für nicht signifikant; der Fk auf dem letzten Makrofoto wuchs separat;
Funddaten: 24.07.2011; Fundort: MTB 7735-4-3-2, 490 m; München-Fröttmaning, Fröttmaniger Heide; in der Wiese gesellig oder einzeln;
Hut: 3,5 - 5,7 cm breit, trichterförmig, Rand oft gelappt und wellig, Oberfläche trocken und matt, wie glattes Leder, farblich deutlich gezont, in der Mitte satt rotbraun, dann mit hellerer, lederbrauner Zone, der große Fk feinsamtig, die kleineren eher feinfaserig-filzig; nicht hygrophan (sofern die Zonung nicht durch Entwässerung entstand); Stiel: bis 3,5 cm lang, bis 0,7 cm breit, zylindrisch, sehr zäh, voll, basal etwas ausspitzend, rotbraun (hutfarben), manchmal bis weit herauf oder nur stellenweise mit dickem weißem Filz besetzt, sonst schwach längsfaserig; Lamellen: herablaufend, gedrängt, bis 4 mm breit, satt cremefarben bis cremebeige; Schneiden ziemlich gerade, gleichfarbig und glatt; Fleisch: im Hut sehr dünn, schmutzig cremefarben, so auch im Stielkern, in der Stielrinde rötlichbraun; Geruch: typisch pilzig; Geschmack: mild; KOH (20%) auf Huthaut olivbraun (außen), innen etwas heller braun; am Exsikkat nicht dunkler werdend; Sporenpulver: weiß bis cremeweiß; Mikromerkmale vom Exsikkat: Sporen: tropfenförmig, mit zugespitzter Basis und breit gerundetem Apex, Maße: 6,1 x 3,8 (5-7,5 x 3-4,5), Q=1,61 (1,38-2,00), 20 Sp. gemessen;
Nr. 2: Clitocybe sinopica (Fr.: Fr.) P. Kumm. (Ziegelroter Trichterling)
Zur Bestimmung: Erheblich abweichend von den Angaben im Gröger-Schlüssel ist der Q-Wert der Sporen (1,32 im Gegensatz zu 1,8!). Außerdem ist das HDS-Pigment zusätzlich schwach inkrustierend; das Sporenpulver ist nicht reinweiß, sondern deutlich cremeweiß bis creme;
Funddaten: 25.05.2011; Fundort: Österreich, Tirol, Münster, Alpiglalm; ca. 1250 m, am Waldrand, an der kiesigen Böschung; bei Buche, Tanne und Fichte; gesellig (4 Fk)
Hut: bis 5 cm breit, jung schwach vertieft, dann trichterig mit herabgebogenem Rand, jung samtig, alt im Zentrum feinschuppig, sonst samtig bis filzig, ungerieft, radial wasserstreifig, rotbraun, nicht hygrophan, kaum bereift; Stiel: bis 5,5 x 1,4, zylindrisch, basal ausspitzend, jung voll, bald hohl, bisw. breitgedrückt und leicht irregulär, oben etwas vasig erweitert, basal mit weißen Rhizomorphen, hutfarben, stark zu den Lamellen kontrastierend, basal weißfilzig; Lamellen: deutlich herablaufend, gedrängt, cremeweiß, schmal, Schneiden glatt und gleichfarbig Fleisch: weiß; Geruch: extrem stark nach Mehl und unangenehm wie Rhodocybe nitellina; Sporenpulver: cremefarben; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: typisches Clitocybe-Chaos, mit zahlreichen Schnallen, Pigment intrazellulär und fein inkrustierend, gelb; Sporen: inamyloid, breit ellipsoid mit breit gerundetem Apex, Apikulus groß, Maße: 7,5 x 5,7 (7-8,5 x 5-6,2), Q=1,32 (1,24-1,47), 20 Sp. gemessen;
Nr. 1: Porpoloma cf. metapodium (Fr.) Singer
Zur Bestimmung: Man sollte hier, genau wie beim Fund aus Klais (09.09.2009) P. elytroides in Betracht ziehen, da bei beiden Kollektionen kein Schwärzen zu beobachten war und die Sporen einen Q-Wert deutlich über 2 aufweisen (Gröger gibt für P. metapodium einen Q-Wert von 1,6-2 an!). Die Kollektion stimmt mikroskopisch sehr gut mit der aus Klais überein.
Funddaten: 22.07.2011; Fundort: MTB 7934-2-3-4, 600 m; München, Forstenrieder Wald, Eichelgarten, in der Wiese; einzeln; verges. mit E. longistriatum var. microsporum
Hut: 11,5 cm breit, flach ausgebreite, Rand unregelmäßig und etwas hochgezogen, trocken, matt, auffallend grob samtig, graubraun, in der Mitte etwas dunkler; Stiel: 5,0 x 2,0 cm, nach oben hin erweitert, basal ausspitzend, sehr gedrungen, voll, exzentrisch inseriert, glatt bis schwach faserig, schmutzig cremegrau bis graubraun; Lamellen: ziemlich undefinierbar angewachsen, eher gerade oder ausgebuchtet und mit Zahn,mäßig gedrängt, außergewöhnlich dick, breit (bis knapp 1,5 cm), blass graubeige mit Rosastich; Schneiden weißlich (Vorsicht beim Mikroskopieren, die meisten abgefressen), nicht flockig, glatt; Fleisch: cremegrau; Geruch: stark nach Mehl; Geschmack: mehlig; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: trichodermal, stark kollabiert wirkend, Endzellen zylindrisch mit abgerundetem Apex, ca. 5-6 breit; Pigment grob quergestreift inkrustierend, dunkelbraun; Hutrama irregulär wirkend, Zellen schmal, mit Schnallen; Lamellenschneide: mit einer dicken Schicht aus sterilen Zellen, diese schmal, zylindrisch, irregulär, oft wellig-knorrig, ca. 3-5 breit, mit Schnallen; Basidien: 4-sporig mit langen Sterigmen, lang und schlank, z.B. 50x7, 37x6,5, 38x6,5, 43x6; Sporen: subzylindrisch, ab und zu schwach bohnenförmig oder kümmelförmig gekrümmt, langgestreckt, Maße: 8,0 x 3,5 (7-9,5 x 3-3,5), Q=2,32 (2,00-2,71);