Verschiedene Gattungen 2007
01.10.2007, Toskana
Diese weißflockigen Bürschchen outen sich erst unter dem Mikroskop:
Funddaten: 01.10.2007; Pratomagno, Eichen-Kastanienwald, ca. 750 m, auf morschen Holzstöckchen (Laubholz); gesellig; Hut: bis 0,5 cm breit, jung mit weißem Velum behangen; Stiel: weißflockig, unberingt; Lamellen: -; Fleisch: -; Geruch: -; Geschmack: -; Cheilozystiden: flaschenförmig mit langem zyl., oft welligem Hals und kurzem Bauch, dünnw., mit Basalschn., Enden abgerundet und Halsstärke an den Enden ca. 2 µm, 30-40 x 5-6; Pleurozystiden: -; Kaulozystiden: wie die Cheilos, z.B. 40 x 4, 45 x 6 (Stielhyphen teilweise dickwandig und inkrustiert, mit Schnallen); HDS: -; Basidien: 4-sporig, keulig, 21-25 x 6-7, (Schnallen im Hymenium vorhanden); Sporen: ellipsoid bis submitraförmig (bisweilen schwach kantig), lateral deutlich abgeflacht, mäßig dickwandig (bis 0,5), mit deutlichem, ca. 0,8 breitem KP, frontal 7 x 4,25 (6,5-7,5 x 4-4,5), lateral 3,5-4 breit; Sporenpulver: -; Bestimmung: Psilocybe crobulus Weißflockiger Kahlkopf
22. Juli, München-Oberdill
Eine rätselhafte Echinoderma, die sich laut Schlüssel in GpBW als Bonsaiversion von E. asperum erwies:
Funddaten: 22.07.2007; MTB 7934/4/1/4, 620 m, Oberdill, Mischwald, bei jungen Buchen und (weiter entfernt) Roteichen; gesellig (2 Fk); Hut: bis 4 cm breit, halbkugelig bis konvex, Rand stark nach innen gebogen und durch cortinaartiges Velum mit dem Stiel verbunden (darunter aber häutiges Teilvelum); Oberfläche (stark vom Regen abgewaschen) matt, trocken, feinsamtig bis feinfilzig, im Zentrum auch schollig aufgerissen, Farben sehr blass cremebräunlich, mit ca. 1 mm hohen spitzen Warzen besetzt, die teils hutfarben, teils dunkelbraun gefärbt sind, bis in die Cortina hängen und teilweise auch am von Velum überzogenen Stiel hängen; Stiel: bis 5,5 cm lang, bis 1 cm breit, zylindrisch, jung voll, alt hohl, Basis knollig verdickt (bis 1,5 cm), stark vom Velum überzogen, auf weißem Grund zur Stielbasis hin bräunlich befasert bis beflockt, um die Stielbasis auch mit körnigen, spitzen Warzen wie am Hut, unter der Ringzone mit wasserklaren bis gelblichen Guttationströpfchen besetzt; Lamellen: frei, sehr gedrängt, schmal, cremeweiß, Schneiden gleichfarbig bzw. leicht weißlich abgesetzt; Fleisch: sehr fest, rein weiß, im Stiel auch schwach cremeweiß, im unteren Stielbereich im Schnitt in der Stielrinde bisweilen schwach gilbend; Geruch: unangenehm, leicht stechend, intensiv nach Gummi, angebranntem Gummi, wie Lepiota aspera; Geschmack: mild, etwas säuerlich; Cheilozystiden: meist gestielt blasig, auch birnenförmig oder keulig, selten mit Fortsatz, ca. 15-28 x 9-18, zahlreich, Schneide steril; Pleurozystiden: -; Kaulozystiden: -; HDS: Schuppen: aus polymorphen Zellen, neben einem vielleicht zur eigentlichen HDS gehörenden Hyphengeflecht (nicht bis blass intraz. pigmentiert) aus ca. 5-12 µm breiten Zellen (mit Schnallen) sind auch Ketten aus subglobosen Zellen (ca. 20-50 x 14-22) vorhanden (vermutl. die eigentlichen Schuppen), mäßig dickwandig, Pigment intrazellulär; Basidien: 4-sporig; Sporen: subzylindrisch, Enden verjüngt und abgerundet, 7,6 x 3 (7-8 x 2,5-3,5), Q=2,56 (2,3-3); Sporenpulver: -; Bestimmung: Dem Schlüssel in GpBW folgend müsste es E. asperum sein, - auf diese Idee wäre ich makroskopisch nie gekommen ...
15. Juli, Taubenberg
Der Faltiggerunzelte Wasserfuß am steinigen Wegrand:
Funddaten: 15.07.2007; MTB 8136/4/3/1, 720 m, Taubenberg, an einer schottrigen, steinigen Böschung, teils direkt Steinen aufsitzend; bei Fichte, jungen Buchen und (weiter entfernt) Tanne; gesellig (ca. 5 Fk); Hut: 1,5 bis 2,5 cm breit, stumpf gebuckelt, Oberfläche radial faltig-furchig, matt, schokoladenbraun, zum Rand hin etwas heller, bis zum Scheitel durchscheinend gerieft; Stiel: 1,5-4 cm lang, bis 0,4 cm breit, zylindrisch, basal kaum bis schwach verdickt, blass graubraun, häufig etwas verdreht, auf ganzer länger +/- ausgeprägt bereift, Reifpünktchen bräunlich; Lamellen: entfernt, untermischt, am Stiel ziemlich breit angewachsen, sehr bauchig und deswegen am Stiel steil aufsteigend, ziemlich dick (an Hygrocybe erinnernd), grau bis graubraun; Schneiden glatt, ab un zu etwas gekerbt; Fleisch: im Hut grauweißlich, im Stiel wässerig graubraun; Geruch: schwach, uncharakteristisch; Geschmack: mild, neutral; Hymenialzystiden: zylindrisch bis spindelig-bauchig, Cheilos locker auf der Schneide verteilt, Pleuros häufig (wie bei Inocyben), voluminös, aber dünnwandig, ca. 55-80 x 12-17; Pleurozystiden: siehe Hymenialzystiden; Kaulozystiden: weniger voluminös als die Hymenialzystiden, meist schlankkeulig, z.B. 45-55 x 8-10, teilweise auch viel kleiner, sehr variabel, häufig, aber nicht immer intrazellulär braun pigmentiert; HDS: Cutis aus parallel liegenden, 2-10 µm breiten, häufig braun quergetreift inkrustierten Zellen, aus dieser Schicht entspringen zahlreiche keulig-blasige und utriforme, aufgerichtete und hervorstehende, teilweise auch nur ausgestülpte Elemente, die intrazellulär, seltener auch quergestreift inkrustiert braun pigmentiert sind und bisweilen eine zellige Oberfläche bilden, Maße der "Pileozystiden" ca. 30-40 x 12-20, breite der Cutishyphen ca. 2-10 µm, Schnallen sehr groß und zahlreich; Basidien: 4-sporig, z.B. 28x8; Sporen: hyalin, meist ellipsoid mit großem Apiculus, deutlich amyloid, 7,6 x 5 (6,5-9 x 4,5-5,5), Q=1,53 (1,3-1,8); Sporenpulver: -; Bestimmung: Hydropus trichoderma, Faltiggerunzelter Wasserfuß;
12. September, Westerham
Ein Fälbling im Buchenwald:
Funddaten: 12.09.2007; MTB 8036/4/4/3, 660 m, Mangfalltal, Pfaffensteig; vergesellschaftet mit C. torvus, bei großen Buchen; gesellig bis paarweise büschelig; Hut: bis 3,5 cm breit, kaum schleimig, aber deutlich klebrig (beim OL-Test), ziemlich blass cremeocker gefärbt, bisweilen dunkelbraun fleckig, Hutrand meist etwas heller abgesetzt, keine Cortina beobachtet; Stiel: bis 4 x 1 cm, zylindrisch, basal meist keulig und dann ausspitzend, jung voll, später mit dünner Höhlung, aber ohne sinapizans-Zapfen, schmutzig weiß, an der spitze weißflockig, darunter längsfaserig, von der Basis her zumindest bei Berührung deutlich bräunend; Lamellen: breit angewachsen, jung cremegrau, später hell graubraun, weißflockig, ohne Tropfen; Fleisch: im Hut weiß, im Stiel cremefarben, von der Basis her bräunend; Geruch: (im Wald dachte ich noch an Rettich, glaub ich) nach 1 Tag im Kühlschrank eher mit einer leicht süßlichen kakaoartigen oder an Kohlrabi erinnernden Komponente; Geschmack: mild, fast süßlich; Cheilozystiden: zylindrisch bis schlankkeulig, im Mittelteil meist leicht zusammengezogen/verjüngt, basal nie aufgeblasen, 41-60 x 4,5-7,5 x 3-4 x 4-6, Apex im Mittel 6,3 breit, Länge im Mittel 50 µm; Pleurozystiden: -; Kaulozystiden: -; HDS: -; Basidien: 4-sporig, ca. 37-41 x 8-9; Sporen: amygdaliform bis subcitriform, oft mit ausgezogener Papille, O3, P2, D4, 12,6 x 7,3 (11,5-14,5 x 7-8), Q=1,74 (1,6-1,9), 20 Sp. gemessen; Sporenpulver: -; Bestimmung: H. cf. aestivale Vesterh., Geruch und Geschmack abweichend;
Noch ein Fälbling im Laub-Nadel-Mischwald:
Funddaten: 12.09.2007; MTB 8036/4/4/3, 660 m, Mangfalltal, Pfaffensteig; bei Fichte und Buche; gesellig; Hut: bis 5,5 cm breit, stark schleimig, Färbung am Scheitel ocker bis rötlichocker, sonst zum Hutrand hin immer blasser, keine Cortina festgestellt; Stiel: bis 6,5 x 1, zylindrisch, basal dick keulig bis knollig (Knolle bis 1,8 cm breit), jung voll, später hohl, ohne oder mit Zapfen, schmutzig weiß, im Alter schwach bräunend (vor allem im unteren Stieldrittel), im oberen Stieldrittel oder sogar bis unter die Mitte fein weiß bereift, sonst längsfaserig; Lamellen: breit angewachsen, gedrängt, jung cremefarben, alt hellbraun, Schneiden weißflockig, in der Regel ohne Wassertropfen (bei einem Fk dicke Wassertropfen festgestellt), Schneiden bei alten Fk nicht punktiert; Fleisch: weich, weiß, in der Stielrinde cremefarben; Geruch: nach Rettich; Geschmack: nach Rettich; Cheilozystiden: schlankkeulig bis kopfig, basal meist verjüngt und nie aufgeblasen, Köpfe selten gegabelt, 49-80 x 8-11 x 4,5-6 x 4-6, Kopfbreite im Mittel 9,25, Länge im Mittel 65; Pleurozystiden: -; Kaulozystiden: -; HDS: -; Basidien: -; Sporen: amygdalivorm bis citriform, O2-3, P0-1, D3, 11,2 x 6,8 (10,5-13 x 6-8), Q=1,64 (1,44-1,8), 20 Sp. gemessen; Sporenpulver: -; Bestimmung: H. velutipes Bruchet
10. August, Taubenberg
Ein Fälbling bei jungen Buchen und großen Tannen:
Funddaten: 10.08.2007; MTB 8136/3/4/2, 770 m, Taubenberg, am Wegrand, bei jungen Buchen und (weiter entfernt) großen Tannen; gesellig in langer Reihe wachsend (ca. 10 Fk); Hut: bis 4,5 cm breit, jung mit nach innen gebogenem, weißlichem, bisweilen riffeligem oder auch löchrigem Rand (keine Cortina beobachtet), später ausgebreitet, stark schleimig und klebrig, Färbung siehe Foto; Stiel: bis gut 5 cm lang, 0,8-1,3 cm breit, recht kräftig, meist zylindrisch, apikal bisweilen plattgedrückt und erweitert, basal schwach verjüngt, apikal dicht, darunter mehr und mehr sporadisch weißlich beschürfelt, Basis beim Anfassen rasch bräunend; Lamellen: ausgerandet angewachsen, gedrängt, jung blass graubraun, reif satt graubraun bis zimtbraun, Schneiden weißflockig, jung mit winzigen Wassertröpfchen besetzt, später an den Schneiden dunkelbraun punktiert; Fleisch: kompakt, Stiel hohl, manchmal mit "sinapizans-Zapfen", jung weißlich, später oft wässerig braun, in der Basis im Schnitt rasch dunkelbraun verfärbend; Geruch: insensiv nach Radi; Geschmack: nach Rettich; Cheilozystiden: zylindrisch bis schlank keulig, schwach und gleichmäßig dickwandig, 37-70 x 5-8(9) x 3,5-5 x 4-5, schmalste Stelle fast immer im Mittelteil, Endenbreite im Mittel 6,1, 13 Stück gemessen; Pleurozystiden: -; Kaulozystiden: geformt wie die Cheilozystiden; HDS: -; Basidien: (2-) bis 4-sporig; Sporen: amygdaliform bis subcitriform, 11,5 x 6,6 (10,5-12,5 x 6-7), Q=1,74 (1,6-2,0), D4, P2, O3, meist mit langem Apiculus und indextrinoider schwach ausgeprägter Papille; Messung an 2. Fk: 12,5 x 7 (11,5-14 x 6,5-7,5), Q=1,79 (1,6-1,9); Sporenpulver: -; Bestimmung: Hebeloma aestivale Vesterh.; H. velutipes ist nicht ganz auszuschließen, nicht keulige Stielbasis, kräftige Färbung, kalyptrate, breite Sporen und schlanke Cheilos sprechen aber für aestivale
15. Juli, Taubenbergregion
Ein Egerling im Nadelwald:
Funddaten: 15.07.2007; MTB 8136/3/4/2, 740 m; Steingraben; bei großer Fichte, weiter weg Tanne und junge Buchen; Hut: bis 4 cm breit, auf kalkweißem Grund feinschuppig bis faserschuppig, Überfaserung braunviolett, auch mit rostgelben Zonen, an den rötlichen Holzritterling erinnernd; Stiel: bis 7 cm lang, ca. 0,8 cm breit, schmutzig weißlich, dicht weiß überfasert, stellenweise genattert wirkend, Basis dick knollig (1,5 cm breit), bei Berührung sofort cromgelb anlaufend; mit hängendem weißen Ring, darüber glatt längsfaserig; Lamellen: jung graurosa, später stärker rosa; Fleisch: weißlich, im (hohlen) Stiel sofort crome- bis safrangelb anlaufend, im Hut unveränderlich, mit KOH (20%) im Hut schwach grüngelb verfärbend; Geruch: nach Marzipan; Geschmack: mild; Lamellentrama: -; Cheilozystiden: meist keulig, bisw. zylindrisch, oft 1-2fach septiert; Pleurozystiden: -; Kaulozystiden: -; HDS: -; Basidien: -; Sporen: elliptisch, ohne KP, 5,45 x 3,8 (5-6 x 3-4), Q=1,43 (Sporenmessung problematisch, nur am Hymenium erfolgt, keine freien Sporen vorhanden, da Fk nicht völlig reif; Sporenpulver: -; Bestimmung: Agaricus porphyrrhizon (dulcidulus sollte kleinere Sporen haben und schmächtiger sein)
12. August, Ammergebirge
Dieser Saftling wuchs auf einer Weide auf 1500 m:
Funddaten: 12.08.2007; MTB 8332/3/2/4, 1500 m; Ammergebirge, Hörnlegebiet; Bestimmung: Hygrocybe calyptriformis, Rosenroter Saftling
26. Juli, Isarwälder Puppling
Ein vermeintlicher, Flämmling, der aber ein Schönkopf ist:
Funddaten: 26.07.07; MTB 8034/4/1/4, 600 m; Pupplinger Hangwälder, bei Fichte und Kiefer auf Nadelstreu mit Holzresten; gesellig bis büschelig; Hut: 3-4,5 cm breit, ausgebreitet, höchsten schwach und stumpf gebuckelt, trocken, +/- glatt, an der OL rauh wie Gummig (lässt sich nicht schmierig machen), lebhaft orangebraun, Hutrand durch graugelbe, abwischbare Bereifung meist deutlich heller abgesetzt, bei jungen FK ganzer Hut bereift; Stiel: bis 3 cm lang, bis 0,8 cm breit, zylindrisch, oft etwas breitgedrückt, hohl, basal stark mit dem Substrat verwachsen und eher etwas verjüngt, Spitze manchmal erweitert, Oberfläche bisweilen mit graugelblichem Reif überzogen, bisweilen auch glatt, an der Spitze intensiv gelb (wie die Lamellen), zur Basis hin mehr orangegelb und vor allem im unteren Drittel alt nach orangebraun und bis schwarzbraun umfärbend; Lamellen: sehr gedrängt, untermischt, breit angewachsen, eher schmal, lebhaft gelb bis orangegelb, Schneiden glatt bis schwach schartig; Fleisch: im Hut- und Stielinneren weißlich-hellgelb bis zitronengelb, in der Stielrinde zitronen- bis orangegelb, manchmal olivgelb bis fast schwärzlich fleckend, über den Lamellen mit hyaliner, wässriger Zone, unter der Huthaut wässrig orangegelb; Geruch: im Schnitt nach Mehl; Geschmack: bitter; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: keine, Lamellenschneide fertil; Pleurozystiden: -; Kaulozystiden: -; HDS: hyphig, aus trichodermal verwobenen Hyphen (ca. 3-5 µm breit), oberste Schicht gelatinisiert; Sporen: rundellipsoid, glatt, ohne KP, dickwandig, ca. 3-3,5 x 2,5-3; Sporenpulver: -; Bestimmung: Calocybe chrysenteron, Dottergelber Schönkopf
28. Juni, München, Parkanlage
Ein Schwärzling, der keine Rätsel aufgibt:
Funddaten: 28.06.07; MTB 7935/1/3/2, 570 m, München, Parkanlage; bei großem Haselnussstrauch und (ziemlich weit entfernt) Fichte, Hainbuche und Weide; gesellig (2 Fk); Hut: 4,5-7 cm breit, eingewachsen faserig, matt, trocken, graubraun bis lehmbraun, Rand unregelmäßig, bisweilen gerippt und dunkler bis fast schwärzend; Stiel: relativ kurz, bis 3,5 cm lang, von oben nach unten sich verjüngend, längsfaserig, cremeweiß, basal graubräunlich; Lamellen: mäßig gedrängt, untermischt, breit angewachsen (manchmal trotzdem kleinen Graben bildend), cremegrau, Schneiden unregelmäßig wellig bis schartig und bei Berührung graublau verfärbend, dann schwärzend; Fleisch: weiß, im Schnitt langsam rußgrau bis schwarz anlaufend; Geruch: stark nach Mehl; Geschmack: stark mehlig; Lamellentrama: -; Basidien: -; Cheilozystiden: -; Pleurozystiden: -; Kaulozystiden: --; HDS: -; Sporen: rundlich, hyalin, glatt, mit einem großen Tropfen, 6,3 x 5,7 (5,5-7,5 x 5-6,5), Q=1,1 (1,0-1,2), 10 Sp. gemessen; Sporenpulver: Weißsporer; Bestimmung: Lyophyllum paelochroum, Lehmfarbener Schwärzling
30. Juni, Forstenrieder Wald bei München
Ein "Ritterling", der Rätsel aufgibt:
Funddaten: 30.06.07; MTB 7934/4/1/4, 600 m, Oberdill; Mischwald, Hang mit dünner Humusauflage, am Stammgrund einer jungen Fichte, in der Nähe auch Buche und Roteiche; einzeln; Hut: 7,5 cm breit, konvex, FK sehr kompakt und schwer, Huthaut glatt, trocken, matt, glattlederig, Rand mit Radialrissen, sonst scharf und glatt, die Lamellen etwas überragend, Färbung lehmfarben, helles Leder, am Scheitel schwach fuchsig fleckig; Stiel: 4 cm kurz, kompakt, verbogen, zur Basis hin sich verjüngend, am Lamellenansatz weiß, darunter blass cremeockerlich, unter der Mitte mehr schmutzig hellgrau und rotbraun gepunktet (pustelig-fleckig); Lamellen: frei (Burggraben), bauchig, breit, gedrängt, an den Schneiden sehr dünn, ziemlich brüchig, cremefarben, cremegelb, beim Liegen gilbend, Schneiden feinst flockig und stellenweise rostfleckig; Fleisch: reinweiß, in der Stielspitze mit Hohlraum, sonst kompakt, ab der Stielmitte zur Basis hin im Schnitt sofort stark grauend, im Hut unveränderlich; Geruch: im Schnitt intensiv pilzig, nicht mehlig, etwas porlingsartig oder an Austernseitlinge erinnernd; Geschmack: mild, auffallend säuerlich, nicht bitter; Lamellentrama: regulär, mit Schnallen; Basidien: 4-sporig (zum. überwiegend), schlankkeulig, ca. 20-25 x 5-6, mit Basalschnallen; Cheilozystiden: lageniform, ca. 50-60 x 15-18; Pleurozystiden: zahlreich, lageniform, ca. 50-53 x 12-15; Kaulozystiden: - (nicht untersucht); HDS: hyphig, oberste Schicht gelatinisiert, Zellen nicht differenziert, darunter eine Schicht aus unregelmäßig verwobenen, schmalen, ca. 3 µm breiten Hyphen mit Schnallen, Hutfleischhyphen (breiter) mit Schnallen; Sporen: elliptisch, hyalin, meist mit einem Tropfen, Reaktion mit Jod siehe Fotos, 4,6 x 3,25 (4-5 x 3-3,5), Q=1,42 (1,3-1,7), 10 Sp. gemessen; Sporenpulver: Weißsporer; Bestimmung: Chamaemyces fracidus, der Fleckende Schmierschirmling
13. Juni, Taubenberg
Ein Becherling am Wegesrand ...
Funddaten: 13.06.07; MTB 8136/3/4/2, 770 m, Taubenberg; am Rand einer Forststraße, in gemischter Laub-Nadelstreu; gesellig (3-4 Fk); FK: blass ockerfarben, lehmbraun, unregelmäßig becherförmig, knotig kurzgestielt, außen stellenweise weißlich bereift und grob kleiig, innen glatt, Rand oft gekerbt; Stiel: -; Asci: um 350 lang, ca. 15-18 breit, Spitze L-; Paraphysen: ca. 4 breit, rel. kurz septiert, Spitze abgerundet und kaum verdickt, selten gebogen (Krückstock) oder mit Auswuchs; Sporen: elliptisch, 20-22 x 11-13 (im Ascus gemessen), mit zwei großen Tropfen; Sporenpulver: -; Bestimmung: Tarzetta catinus nach PdS (Sporenbreite grenzt gegen T. cupularis ab)
... und noch ein Becherling am Wegesrand ...
Funddaten: 13.06.07; MTB 8136/3/4/2, 770 m, Taubenberg; Ruderalstelle mit Holzresten, auf nackter Erde; gesellig bis büschelig; FK: bis knapp 2 cm breit, jung winzig mit kleiner Öffung, später becherlingsartig ausgebreitet, Rand unregelmäßig gelappt bis gefurcht und weißlich beflockt, ungestielt; Außenseite jung fein kleiig, später verkahlend, ohne Haare; Innenseite glatt, kaum runzelig-aderig; Färbung orangeocker, Außenseite blasser; Stiel: -; Asci: ca. 278-305 lang, ca. 12 breit, an der Basis meist gegabelt (umgekehrt); Spitzen mit Lugol negativ, vor allem Basalabschnitte +/- dextrinoid, aber nur abschnittsweise; Paraphysen: fädig, mit abgerundeten Enden, ca. 4fach septiert, ca. 3 µm breit; Sporen: elliptisch, ohne Tropfen und Ornament, darüf mit einer Gelhülle mit refraktiven Tröpfchen umgeben, 15-17 x 8,5-9,5; Sporenpulver: -; Bestimmung: Gattung dürfte Geopyxis sein
3. Juni, Mangfalltal
Bei diesen winzigen Laubbewohnern war mir am Fundort noch nicht einmal die Gattung klar.
Funddaten: 03.06.07; MTB 8136/4/4/2, 640 m Mangfalltal, im feuchten Auwald, auf Buchenlaub und Bucheckern; gesellig (ca. 20 Fk); Hut: bis gut 1 cm breit, konvex, nicht oder nur schwach durchscheinend gerieft, Hutrand bisweilen fransig, Huthaut rauh körnig-mehlig bis feinflockig, blass cremegelb, am Scheitel ockerbräunlich; Stiel: bis ca. 3 cm lang, 1 mm dick, zylindrisch, auf ganzer Länge auffallend strieglig beflockt, Basis kaum verdickt und ohne Postament dem Substrat aufsitzend, hutfarben, zur Basis hin etwas dunkler ockerbräunlich; Lamellen: breit am Stiel angewachsen, mäßig gedrängt bis entfernt, untermischt, Schneiden stark weißflockig; Fleisch: cremegelblich, wässerig, sehr dünnfleischig; Geruch: uncharakteristisch; Geschmack: mild, uncharakteristisch; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig, ca. 21-25 x 5,5-7, mit Schnallen; Cheilozystiden: zylindrisch bis pfriemförmig, oft wellig, manchmal bauchig, mit Schnallen ca. 30-42 x 3-5; Pleurozystiden: keine gesehen; Kaulozystiden: polymorph (Fotos), mit Schnallen; HDS: zellig, aus blasigen Zellen, ca. 14-30 µm breit; Sporen: elliptisch, hyalin, 8,7 x 4,9 (7-10,5 x 4,5-5,5), Q= 1,8 (1,6-2,1); Sporenpulver: -; Bestimmung: Flammulaster carpophilus, Buchenwald-Flockenschüppling
Sonntag, 7. Januar, Peißenberg, Bergelhalde
Auf einer gemähten Wiese:
Funddaten: 07.01.2007; MTB 8232/1/2/2, 590 m Peißenberg, Grandlmoos, Berglhalde, auf einer gemähten Wiese; gesellig; Hut: ca. 1,5 cm breit, hygrophan; Stiel: -; Lamellen: hellbraun, fast zimtbraun; Fleisch: -; Geruch: -; Geschmack: -; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: tibiiform, kopfig, ca. 2 µm schmal, Köpfchen 3-4 µm breit; Pleurozystiden: wie die Cheilos; Kaulozystiden: Stielbereifung im oberen Drittel aus fädigen Zellen (2-3 µm breit) und kopfigen Kaulozystiden (ca. 50 µm lang, Köpfe 4,5-8 µm breit); HDS: Trichoderm mit stark (bräunlich) inkrustierten Hyphen; Sporen: elliptisch, glatt, mäßig dickwandig, blass gelblich, 7,8 x 4,7 (7-9 x 4-5,5), Q=1,65; Bestimmung: unklar